O (KREIS) UND DIE VERSTEINERTEN PFLANZEN

Posted in Release on June 10th, 2014 by D.K.

O haben nach einem sehr überzeugendem Demo vor einiger Zeit ihr Debüt “Black See Of Trees” veröffentlicht, das sich sehr an gängigen Post Rock Schemata orientiert hat. Jetzt steht der Nachfolger “When Plants Turn Into Stones” in den Plattenregalen und ist ganz anders als erwartet.

Der Opener “Entstanden im Schatten wie Wasser” ist ein sehr minimalistisches Stück. Mehr Ambient als alles andere was man bisher von O kannte. Es geht zurückgenommen weiter, im zweiten Stück kommen mehr greifbare Sounds hinzu, leider auch ein O-Ton von einem ständig schwatzenden Kind (muss man mögen, ich mag es nicht). “Lack Of Interest In Things They Used To Do” an dritter Stelle, ist der erste Song, der auch nach Band klingt, aber auch hier hält sich die Band diszipliniert zurück. Auch in “When Plants Turn Into Stones” und “Sometimes I Forget To Breathe” spielt die Band introvertiert und akzentuiert. Stilistisch entfernen sich O vom Post Rock, hin zu soundtrackähnlichen Kompositionen. “I Offer My Hands To The Shades” als Abschluss ist monumentaler und präsenter als alle anderen Tracks des Albums, bleibt aber dem Stil der Platte treu und nimmt sich genau an den Stellen zurück, an denen man einen noisigen Ausbruch erwarten würde.

Ein Album auf dem ein riesiges Aufgebot an Intstrumenten verwendet wird, das so minimalistisch klingt wie auf “When Plants Turn Into Stones”, ist ein Pflichtkauf für jeden der sich gerne Zeit nimmt fürs Musikhören.

Einkaufen könnt ihr bei Golden Antenna Records.

O live erleben ist übrigens auch eine feine Sache. Termin findet ihr hier…

Tags: , , , ,

[ B O L T ] + EWALDT

Posted in Tapes on June 10th, 2014 by D.K.

[ B O L T ] haben sich in letzter Zeit auf die Kollaboration mit anderen Musikern konzentriert, was zu so einigen höhrenswerten Ergebnissen geführt hat. Eines ist das Kollaborationstape mit dem Elektrokünstler Ewaldt.

Ein Tape, zwei Bässe, Elektronik, drei Titel, 40 Minuten massiver Lauschangriff. Es geht seicht und zugänglich los, wie bei einem poppigen Jesu Track. Verzerrte flächige Basssounds und ein uninspirierter Beat. Wer aber diese paar Minuten durchhält (oder ein paar mehr), wird belohnt mit einem Track, der auf einmal beginnt zu atmen. Die Bässe klingen wie Orgeln und der Beat passt sich dem Saitensound an und bekommt eine eigene Note. Track II ist die Fortsetzung des Ersten (trennen muss man hier eigentlich nicht). Der Beat mutiert zu einer Art Soundsog, der alle Sounds anzieht, um sie im nächsten Moment wieder loszulassen. Genial. Track III gibt den Saiteninstrumenten Raum zur Entfaltung. Erst nach 10 Minuten kommt ein hörbarer Beat hinzu und die Elektronik klingt zunächst wie weiblicher Gesang (irritierend schön). Ab der dreizehnten Minute wird es wieder “jesu-ig”. Hier aber im Gengensatz zu den ersten Minuten des Tapes kriecht der Sound von Bass und tribalähnlichen Drums direkt ins Ohr und ins Unterbewusstsein. Es wird lauter und noisiger und noch lauter und noisiger. Gut so!

Ein Tape, das in keiner Sammlung fehlen darf, in der Drone, Noise und Elektronik nebeneinander steht.

Das Tape gibt es bei Wolves & Vibrancy Records.

Tags: , , , ,

DIE FLAMME VON ERIK K SKODVIN

Posted in Release on June 9th, 2014 by D.K.

Erik K Sodvikn, eine Hälfte von Deaf Center und sonst Solo als Svarte Greiner unterwegs, lässt zum zweiten Mal alle Hüllen fallen und liefert nach “Flare”, dem ersten Album unter seinem echten Namen, jetzt den Nachfolger “Flame”.

Natürlich hat sich wie beim ersten Album das kleine Berliner Label Sonic Pieces dieser Veröffentlichung angenommen und der Musik ein passendes Drumherum verpasst. Kommen wir aber zunächst zum Hörbaren.

“Flame” vereint neun Stücke des Norwegers, die den Musiker von einer neuen Seite zeigen (oder gleich mehreren neuen Seiten). “Shining, Burning” lässt ein Klavier erklingen. Ein Klatsch-Takt kommt aus dem Hintergrund, Gitarrenfeedbacks bauen einen Soundnebel auf, Drumakzente kommen hinzu. So viele Instrumente hat man wohl noch nie gehört bei Herrn Skodvin. Und hat man sich eingegrooved entschwindet der Track auch wieder. “Moving Mistake” klingt nicht nur vom Titel negativ, sondern zieht die Stimmung auch direkt runter, wenn die lauten Drums einem entgegenpumpen und Saiteninstrumente im Hintergrund düstere Flächen aufbereiten. “Reflecting” mit seinem Klavierklimpern und den Streichersounds ist ähnlich düster, aber auch sehr offen zugleich. Bei “Flames” steht die Gitarre im Vordergrund. Ausnahmsweise mal nicht mit Effektgeräten und Werkzeugen bearbeitet. Eine Minute später wabert schon der nächste Track “Red Box Curves” durch die Boxen. Was hier alles wellenartig durch die Boxen gejagt wird ist eigentlich egal, es klingt betörend schön. Ein experimentelles rhythmisches Klangfest. “Corrin Den” wartet mit den Klarinettenklängen von Gareth Davies auf. Field Recordings im Hintergrund, wunderschön verstimmte Gitarrensaiten, bassige Drones, Drums. “Black & Bronze” nimmt sich Zeit und baut Spannung auf, bis nach einer Minute ein Klangteppich aus Klarinette und Drones aufgebaut ist, der von massiven aber minimalistischen Drums geleitet wird. “Cypress Reverb” klingt wie ein Orchester, das nach neuen Grenzen sucht. Der Song verdichtet sich immer weiter, wird lauter, lässt dann wieder los und nach drei Minuten setzt ein seicht hämmernder Percussionsound ein. Monumental. “Drowning, Whistling” schließt das Album mit einem gleitenden Drone ab.

Ein sehr offenes und direktes Album, das nicht nur wegen dem Einsatz verschiedener Instrumente überrascht, sondern auch viele Stile vereint, die man hier nicht erwartet hätte. Das Mastering von Nils Frahm ist hier sehr direkt, so dass man als Hörer mittendrin ist.

“Flame” erscheint auf Sonic Pieces als CD in zwei verschiedenen Versionen und als Doppel Vinyl inklusive dem Erstwerk “Flare”. Die 350 Vinylexemplare sind bereits ausverkauft. Wer ein Exemplar haben möchte, sollte sich also schnell auf die Suche machen und alle bekannten Mailorder und Shops durchsuchen.

Tags: , , , , , ,

SHIVERS

Posted in Release on June 9th, 2014 by D.K.

Shivers nennt sich die neue Experimentalsupergruppe, die aus Gareth Davis an der Bassklarinette, Leo Fabriek an den Drums und Rutger Zuydervelt an der Elektronik besteht.

Das selbstbetitelte Debüt, das nach einem Meilenstein von David Cronenberg benannt wurde, ist eine intensive Reise durch die düsteren Welten des Unterbewusstseins, nicht nur weil Cronenberg als Inspiration diente.

“Ash” beginnt wie ein harmloser Jazzsong, um dann binnen Sekunden sein wahres Ich zu zeigen. Ein Ungetüm aus ausbrechenden Sounds und vertrackten Drums. Die Klarinette dient hier als Basis für ein elektronisches Verfremdungsfeuerwerk ohne Gleichen. Wie ein Ungetüm, das in Fesseln liegt und immer wieder versucht auszubrechen und dabei die Wärter verletzt. “Otomo” greift diese Atmosphäre auf, ist aber in sich eher jazzig als noisig. “Rabid” fängt mit einem Noisegewitter an, um sich dann in einen sehr coolen Balkan-Groover zu verwandeln. Das kurze “Brood” überrascht mit seinen klaren Synthiedrones. “Spacek” nimmt die Synthiethematik auf und baut sich langsam zu einem Tribaltrack auf. Der einzige Song, bei dem die Gedanken auch mal schwinden können. “Replicant” vereint das, was die vorherigen Tracks gezeigt haben: Noise, Jazz, Powerelectronics und Synthiesounds mit einer dicken Prise europäischer Folklore.

Ein absolut biestiges und kreatives Muss-Album, das Nils Frahm in Berlin mastern durfte. Erscheint passenderweise auf Miasmah Records und gesellt sich dort in eine Diskografie ein, die nur so vor experimenteller Energie trotzt.

Tags: , , , , , ,

VIDEO: N (30) + [ B O L T ]

Posted in Video on May 8th, 2014 by D.K.

N(30) + [ B O L T ] haben ihr erstes Video veröffentlicht. Interessanter Kontrast aus bunten Bildern, melancholischen Droneklängen und kryptischen Botschaften. Einfach mal reinschauen…

Das Debüt von N(30) + [ B O L T ] ist via Midira Records auf Vinyl erschienen und mittlerweile ausverkauft. Mit ein wenig Glück gibt es noch bei Denovali oder Aentitainment ein Exemplar zu ergattern.

Tags: , ,

EIN KLANGTRIPTYCHON

Posted in Redaktion on April 27th, 2014 by D.K.

Vor zwei Jahren haben wir euch A-Sun Amissa und Aidan Baker mit Maik Erdas in der Christuskirche Bochum präsentiert. Der Abend hatte einige Überraschungen zu bieten. Neben dem komplett improvisierten Set von Aidan und Maik haben sich zum Abschluss des Abend alle Musiker zusammengetan, um eine gemeinsame Improvisation darzubieten.

Die Aufnahmen dieses Abends sind von Midira Records in Zusammenarbeit mit den Künstlern überarbeitet worden und in einer Serie von drei verschiedenen Releases veröffentlicht worden.

A-Sun Amissa machen den Anfang mit der digitalen EP “Christuskirche Bochum 17.02.12″, die es als kostenlosen Download gibt. Das Set des Trios bestand aus den Tracks ihres Debütalbums und dokumentiert einen der ersten Live-Auftritte der Band. Der erhabene Charakter der langsamen Tracks wird hier durch den Kirchenraumsound weiter untermalt und zeigt wie gut Ambient, Modern Classic und Blues zusammenpassen.

“Cameo” nennt sich das Vermächtnis von Aidan Baker und Maik Erdas. Die Herausforderung, an einem Abend aufeinander zu treffen, einen Soundcheck zu machen und danach eine Stunde gemeinsam mit Gitarre und Drums zu improvisieren, haben die beiden Musiker mit Freude angenommen. “Cameo” ist eine zweiteilige Veröffentlichung. Auf der Vinylversion sind zwei Stücke zu hören, die den Anfang und das Ende des Sets dokumentieren, auf der CD ist das ganze dreigeteilte Liveset zu hören. Der Sound dieses Zusammentreffens wandert zwischen Ambient, Drone, Doom, Kraut- und Spacerock und steigert sich immer weiter zu einer massiven Soundwolke, die auch während des Liveauftrittes die Kirche komplett eingehüllt hat, um dann mit den letzen Drumsounds zu verstummen. “Cameo” ist als LP/CD Set in einer Auflage von 250 Stück erschienen und hier erhältlich.

Digital, Vinyl und CD hatten wir schon, fehlt nur noch ein Tape. Das gibt es von A-Sun Amissa und Aidan Baker. Sie müssen sich sehr wohl gefühlt haben, in der Kirche, auf der Bühne, vor dem Altar, so dass es dazu kam, dass alle Musiker des Abends sich zusammengetan haben, um gemeinsam zu improvisieren. Das Ergebnis ist auf dem selbstbetitelten Tape zu hören. Ein 20minütiges Set, in dem sich minimalistische Streichersounds, Drums und drei Gitarren so grazil vermengen, dass eine ständig anhaltende Spannung entsteht, die dieses Stück ausmacht. Als Bonus gibt es auf der B-Seite ein Set für eine französiche Radioshow von A-Sun Amissa und Aidan Baker. Erschienen in einer Auflage von 99 handnummerierten Tapes in drei verschiedenen Coverfarben.

Ein Klangtriptychon, das sehr zu empfehlen ist.

Tags: , , , , , , , , ,

HER NAME IS CALLA NAVIGIEREN

Posted in Release on April 27th, 2014 by D.K.

Her Name Is Calla haben endlich ein neues Album im Gepäck. Nachdem 2010 “The Quiet Lamb” via Denovali veröffentlicht und hoch gelobt wurde, wurde es in letzter Zeit sehr still um die Band. Einzig Sänger Tom Morris gab einige musikalische Lebenszeichen mit seinen Soloplatten. Nun steht “Navigator” ab dem 5. Mai in den Plattenregalen.

Die Band hat sich nicht nur besetzungstechnisch verändert, sondern präsentiert sich auf “Navigator” vielseitig melancholisch und sehr viel ruhiger als bisher. Das neue Album entfernt sich stilistisch von den Vorgängerveröffentlichungen, was die energetischen Momente im Sound der Band angeht. Das ist schade für diejenigen, die genau diese Energieausbrüche mochten.

“I was on the Back of a Nightingale” eröffent das Album folkig, dann folgt der Bruch mit dem Synthiesound-Track “The Roots Run Deep”. Die Songs erinnern stark an die Soloveröffentlichungen von Morris, auch schon wegen der minimalen Instrumentierung. Erst bei “Ragman Roll” kommt ein Bandgefühl rüber. Der Titeltrack “Navigator” ist der erste Track der Platte, der richtig packt und zum aufmerksamen Zuhören mahnt. Das folgende “Burial” überzeugt durch seine empathischen Vocals. “It Was Flood” ist ein sehr schön ruhig treibender Track, der mit seinem instrumentalen zweiten Part durch die Hörgänge fliesst. Das epische “Dreamlands” beginnt als Akustiktrack, verwandelt sich nach drei Minuten in einen Drone-Track, um sich dann nochmal in einen choralen Track zu verwandeln, der in einer Noisewolke verstummt, um dann wieder ein Akustiktrack zu werden. Schade, dass danach noch ein weiterer Track kommt und hier nicht schon das Finale zelebriert wird.

“Navigator” ist ein melancholisches Winteralbum, das seine Wirkung jetzt kurz vor dem echten Sommer nicht richtig entfalten kann. Man muss sich mit der Platte intensiv befassen, beiläufiges Hören geht nicht, gut drauf sein geht auch nicht…

“Navigator” gibt es via Function Records als CD / LP und als Bonus gibt es noch eine digitale Remix EP dazu, wenn man sich für die Preorder entscheidet.

Tags: , , , ,

WIEDERGEBURTEN

Posted in Release on March 29th, 2014 by D.K.

thisquietarmy war in letzter Zeit sehr fleissig, was das Veröffentlichen und Touren angeht. Eine Nebenerscheinung dieser scheinbaren Überarbeitung ist “Rebirths”, das neue Album des kanadischen Ein-Mann-Drone-Monsters.

rebirths cd

Über die letzten Jahre hat Eric Quach alias thisquietarmy einige Songs geschrieben, die einen sehr starken Wiedererkennungswert haben, Ohrwürmer sozusagen. Das geht nämlich bei experimenteller Musik. Live kommen diese Tracks natürlich auch sehr gut an und wurden daher das ein oder andere Mal gespielt. Resultat ist, dass sich diese Tracks durch das wiederholte Livespiel verändert haben. Anlass genug für Quach, sich ins Heimstudio zu setzen und die Songs in den neuen Versionen nochmal neu einzuspielen.

Aphorismes MMXIV
Ursprünglich auf der Split/Kollaborationsplatte mit Year Of No Light via Consouling Sounds erschienen, nimmt sich thisquietarmy in dieser Version Zeit für das Wesentliche. Auf über 13 Minuten breitet sich eine Dronemelodie aus, die von Drummachine und noisigen Gitarren untermalt wird. Gleichwertig gut, wie das Original. Und überhaupt einer der hervorstechendsten Tracks des Künstlers.

The Pacific Theater MMXIV
Im Original auf “Vessels” via Aurora Borealis erschienen. In der neuen Version noisiger mit großem Fokus auf die Wirkung der wuchtigen Drumsounds. Noisig und rockig zugleich. Hier mag man sich nicht entscheiden, welche Version besser gefallen möchte.

Revival MMXIV
Auf “Resurgence” via Denovali Records schon eine Besonderheit, weil hier ein Basslauf samt fetzigen Drums den Song in eine Art New-Wave-Drone verwandelt. Auch in der neuen Version darf dieses markante Merkmal nicht fehlen. Der Song fällt einfach generell aus dem Rahmen, so auch hier.

The Black Sea MMXIV
Ebenfalls aus dem Vessels Repertoire und ähnlich hervorstechend wie der Opener dieses Albums, zelebriert thisquietarmy auf “The Black Sea” seine Noise-Drone-Landschaften auf über 13 Minuten und unterstreicht, dass er zu den wichtigsten Künstlern dieses Genres gehört. Die neue Version ist eindeutig rauher und ungehaltener. Ein Fest.

Stealth Drone I (Bonus Track)
Auf der japanischen CD Version des Albums via Tokyo Jupiter Records gibt es noch den obligatorischen Bonustrack. Keine Neuaufnahme,  dafür aber sehr passend als Abschluss des Albums, denn hier hat der Hörer Zeit wieder runterzukommen. Es brummt, vibriert, gleitet in den Ohren, einfach nur schön dronig.

“Rebirths” gibt es auf CD via Tokyo Jupiter Records und auf LP via thisquietarmy Records.

Natürlich ist thisquietarmy wieder auf Tour und hat die LP dabei. Hier findet ihr alle Informationen…

Tags: , , , , , ,

KERRETTA AUF 7INCH

Posted in Release on March 29th, 2014 by D.K.

Die Frickel-Rocker aus Neuseeland melden sich zurück. Kerretta kündigen ihr neues Album mit der Vorabsingle “His Streets of Honey, Her Mouth of Gold” an, die via Golden Antenna Records erscheint.

Der Titeltrack lebt von den verspielten Gitarreneffektfrickeleien, die mittlerweile zum Wiedererkennungsmerkmal für Kerretta geworden sind. Der Track hat nur ein Ziel: Geradeaus, vorantreiben, rocken…

Die B-Seite “Denizen” gibt den Drums und dem voluminös klingenden Bass mehr Raum, treibt ähnlich voran und stellt mal wieder unter Beweis, dass Rock aus Neuseeland einfach anders ist, einfach besser.

Und während wir alle sehnsüchtig auf das neue Album der Landsmänner von Jakob warten, lohnt sich die Anschaffung dieser feinen 7inch allemal, denn Kerretta sind mindestens genau so beeindruckend.

Ach ja, Kerretta sind auf Tour. Auf keinen Fall verpassen:

12.04. Karlsruhe (GER), Dude Festival @ Jubez
13.04. Freiburg (GER), KTS
14.04. Detmold (GER), Alte Pauline
15.04. Bochum (GER), Trompete
16.04. Zwolle (NL), Eureka
17.04. Köln (GER), AZ
18.04. Berlin (GER), Scherer 8
19.04. Hannover (GER), Stumpf
20.04. Zottegem (B), Dunk! Festival
22.04. Brussels (B), DNA
23.04. Aarau (CH), Kiff
24.04. Chemnitz (GER), AC 17
26.04. Mainz (GER), Haus Mainusch

Tags: , , , ,

JON PORRAS TEILT DAS LICHT

Posted in Musik on March 9th, 2014 by D.K.

Mit seiner Band Barn Owl hat sich Jon Porras zuletzt in elektronische Gebiete gewagt. Auf “Light Divide” traut er sich einen weiteren Schritt und veröffentlicht sein erstes Soloalbum, das so garnicht auf Gitarrensounds setzt.

Auf fünf etwas längeren Stücken präsentiert Porras einen Sound, der zwischen Ambient und Dark Ambient schwebt. Der Opener “Apeiron” wird von einem unterschwelligen Beat getragen und spielt mit tiefen und hohen Tönen. “Recollection” führt den Sound fort um in eine Art seichtem Drone zu münden. “Divide” und “New Monument” sind umgeben von einer Art positiver Soundwolke, die die Tracks nicht so düster rüberkommen lässt. “Pleiades” ist das pulsierenste Stück der Platte und gibt eine Dynamik an den Hörer weiter, die optimistisch stimmt.

Im großen Ganzen ist man als Jon Porras Fan enttäuscht, wenn man die Platte zum ersten Mal hört. Wer aber Zeit investiert und sich darauf einstellt, dass Porras neue Wege geht, der dürfte auch an dieser Platte Gefallen finden.

Das Album erscheint Ende März auf CD und Vinyl via Thrill Jockey.

Tags: , , , ,

ERIC THIELEMANS

Posted in Release on March 9th, 2014 by D.K.

Miasmah Records. Düstere Sounds. Einblicke in die dunklen Seelen von Musikern. Halt! Jetzt kommt “Sprang”, das neue Album des belgischen Percussionisten Eric Thielemans und alles ist anders?

“Sprang” ist in der Diskografie des Labels wie ein Funke, ein Schimmern, ein kleines Lächeln, denn hier geht es vor allem um Spass am Trommeln. Trommeln auf Allem was die Percussion- und Drumwelt so hergibt. Klimpern, stossen, schlagen, streichen, reiben… All das – und nicht mehr – ist dabei und macht dieses Album zu etwas Besonderem, weil eben die typischen Instrumente fehlen, beziehungsweise klanglich ersetzt werden. Die Platte wird von Minute zu Minute experimenteller und undurchsichtiger und lässt dann doch durchschimmern, warum sie es in den Miasmah Kosmos geschafft hat.

Thielemans ist übrigens kein Neuzugang in der Miasmah Familie, denn er hat bereits die Drums für das Debüt Album von Kreng beigesteuert.

“Sprang” erscheint im April.

Tags: , , ,

VIDEO: DUARA

Posted in Musik on March 9th, 2014 by D.K.

Duara aus der Schweiz klingen so staubtrocken, dass man denken könnte Steve Albini hätte seine Finger im Spiel.

Auf ihrem Album “Laetten Habits” spielen sich die drei Musiker mit Bass, Gitarre und Drums die Seele aus dem Leib. Sehr schön anzuhören. Da bleibt kein Kopf still. Passend zum aktuellen Album gibt es jetzt auch ein kreatives Video.

YouTube Preview Image

Das Album ist über Ikarus Records erhältlich und

Anhören und kaufen.

 

Tags: , , ,

EQUALS MACHEN GUTE LAUNE

Posted in Musik on March 9th, 2014 by D.K.

Hier der erste Eindruck zum energetischen neuen Album der gutgelaunten Texaner von Equals, das im Mai erscheint.

Passend zum heutigen sonnigen Tag!

 

Tags: , ,

BROKEN.HEART.COLLECTOR

Posted in Release on March 9th, 2014 by M F

Bassklarinette in einer Rockband, das hört man nicht alle Tage, und dazu noch in einer Rockband aus Wien! Broken.Heart.Collector heißen sie, und sie verbinden Rock mit Jazz, ohne deshalb übertrieben fingerfertigen Fusion-Rock zu machen. Ganz im Gegenteil, ihre morbid wirkende, monothematische Rockmusik widmet sich eher einer Entdeckung der Langsamkeit und kann einen Hang zum Pop haben, ist aber vom Grundgefühl her eher Noise und Jazz, der immer wieder von flächigen Improvisationen unterbrochen wird.

broken.heart.collector

Ergänzend muss noch hinzugeführt werden, dass die australische Videokünstlerin Billy Roisz, die mit ihren abstrakt-graphischen, doch sehr unruhigen Farbfilmen eher zum minimalen Techno hin tendiert, ein Stück von Broken.Heart.Collector als Filmmusik für einen ihrer Filme benutzt hat. Diese Wahl scheint wirklich ungewöhnlich, doch ist umso treffender, wenn man das Debüt von Broken.Heart.Collector als ganzes durchhört. Die Wiener vermengen einerseits epische Melodiebögen mit nervösem, rhythmischen Gepoltere, andererseits auch Bass-getriebene geradlinige Songs mit Pop-Appeal, die in flächige, nach innen treibende, schwebende  Klangimprovisationen abbrechen. So passt ihr Sound ganz gut zur Bilderwelt von Billy Roisz, deren Arbeiten sehr häufig auf Grund von improvisatorischen Strategien entstehen.

Broken.Heart.Collector haben weder Angst vor Melodien, noch vor Nicht-Melodien. Sie sind eine Band, die Zwischenräume erforscht und vielschichtige Brücken zwischen Rock, Jazz und freier Improvisation baut. Vom Temperament her ist dieses Quintett eher kratzig, weiß allerdings, genaue Akzente zu setzen und Stolperfallen zu umgehen. Da bleiben kaum Wünsche offen. Well done!

Tags: , ,

PLURALS UND DAS BIENENGEDRÖHNE

Posted in Release on March 9th, 2014 by D.K.

Die britischen Plurals haben im letzten Jahr ihren Bekanntheitsgrad erhöht, nachdem sie mit Aidan Baker zusammen eine Latitudes Session eingespielt haben. Jetzt folgt mit “Bugenès Melissae” ihr neues Album, das über Oaken Palace Records erschienen ist. Wer mit dem Label noch nicht vertraut sein sollte, kann hier was zu den Beweggründen nachlesen…

“Bugenès Melissae” ist Bienen und Hummeln gewidmet und alle Gewinne aus dem Verkauf gehen an die Organisation Bumblebee Conservation Trust. Das Album kommt in einer Auflage von 500 knallorangen 12inch Platten und beinhaltet zwei epische Tracks, die die Band von verschiedenen Seiten zeigen. Experimentell, krautrockig, dronig, spacig, rockig… Im Prinzip machen Plurals das, was am meisten Spass macht: Ins Studio gehen, spielen und gucken was daraus wird. Das Ergebnis sind zwei epische, warme und optimistische Aufnahmen, die auch gerne mal sinnbildlich für einen ereignisreichen Arbeitstag einer Biene oder Hummel verstanden werden können.

Die ersten 100 Exemplare kommen mit einem Paket extra bienenfreundlichen Oaken Palace Blumensamen. Einkaufen könnt ihr hier…

Tags: , , ,