STEFAN WESOLOWSKI – KOMPLETA

Posted in Musik on May 25th, 2015 by D.K.

Stefan Wesolowski hat uns mit seinem Album “Liebestod” den Kopf verdreht. Lest euch gerne nochmal durch, was uns dazu durch den Kopf ging. Das Album gibt es mittlerweile auch auf der Bandcamp Seite des polnischen Künstlers.

Jetzt haben sich die Franzosen von Ici d’ailleurs das erste Wesolowski Album “Kompleta” vorgenommen und es im Rahmen der “Mind Travels Serie” neu veröffentlicht.

“Kompleta” zeigt eine andere Facette Wesolowskis, der hier auf 30 Minuten im Alter von 21 Jahren, mit Hilfe weiterer Musiker, eine unheimliche Soundreise darbietet. Alles beginnt ganz harmlos mit Streichersounds. Doch es bleibt nicht dabei. In Begleitung von Maja Siemińska setzt Wesolowski mit einer Art Gebetsgesang ein, auf Polnisch. Eindringlich und zutraulich zugleich. Es macht einem trotzdem Angst, nicht zu wissen was sie da singen. Beschwörung, Befreiung, Böswilligkeit oder doch irgendwas anderes… unheimlich gut. Die Streichersounds werden im Verlauf der Platte durch Michal Jacaszeks Elektrosounds untermalt und gegen Ende wird es immer elektronischer. Eine experimentelle Psalmplatte vom Feinsten.

Ici d’ailleurs bietet das Album in drei Formaten an, wovon sich eigentlich nur eines lohnt: Vinyl. Alleine das Artwork, in der 12inch Größe, sollte Grund genug sein. Passt übrigens wie die Faust aufs Auge. Kirchenraum mit Gerüst gleich alte Psalme mit moderner Untermalung.

Eine weitere Reissue aus der “Mind Travels Serie”, die es in sich hat. Aidan Bakers “The Sea Swells A Bit” hier mal als weiterer Kaufhinweis.

Hier könnt ihr euch das Album anhören. Noch mit dem Originalartwork:

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SUNN O))) KOMMEN NACH BERLIN

Posted in Aktuell, ontheroad on May 25th, 2015 by D.K.

Sunn O))) kommen endlich wieder auf Tour und machen Halt in der Hauptstadt. Es ist die erste Show seit dem 2013er Auftritt im Rahmen des CTM Festivals. Auch diesmal präsentiert das Festival die Show der Herrschaften mit den Kutten, diesmal am 9. August 2015 im Heimathafen Neukölln. In der aktuellen Live-Besetzung werden die beiden Sunn O))) Masterminds von Attila Csihar (Mayhem) und Tos Nieuwenhuizen (Beaver) begleitet.

Karten gibt es bei Eventbrite, Infos gibt es auf Facebook.

Wer vergessen haben sollte, wie die Dronegötter klingen, der sollte mal die frisch aufbereitetet Bandcamp Seite von Sunn O))) besuchen.

Alle Infos zu den restlichen Shows findet ihr hier.

 

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TECUMSEH – SEVEN

Posted in Release on May 6th, 2015 by D.K.

Wow! Ich dachte schon sowas gibt es nicht mehr. Vor ein paar Jahren hatte ich dieses Gefühl beim ersten Hören von „Orthodoxe Caveman“ von Sunn o))) und bei „Ouroboros Is Broken“ von Earth. Jetzt fühlt es sich wieder so an: Beim Hören von „Seven“.

„Seven“ ist das neue Album der Nordamerikaner von Tecumseh. Ein Trio, das auf minimalistische Drones setzt, die gleichzeitig massiv und fragil sind. Die fünf Stücke der Platte schweben förmlich dank einem gezielten Einsatz von E-Bow Flächen, so dass man sich als Hörer so fühlt wie im Moment eines Traums in dem man denkt zu fallen und dann aufwacht. Die Band erfindet nichts neu, kombiniert aber stilistische Elemente aus Drone und Ambient und schafft so dieses dünne Netz aus Sounds, das trotzdem alles aufhält was sich darin verfängt. Ich als Hörer bin schon im Netz gelandet und kann mich nicht mehr befreien. Ein absolutes Highlight.

Die Aufnahmen zum Album sind in den letzten Jahren entstanden. Niemand geringeres als Mell Dettmer (auch beteiligt an Platten, der zu Beginn genannten Bands) hat die Songs aufgenommen. Das Mastering wurde in die Hände von James Plotkin gegeben, der einen sehr cleanen warmen Sound festgehalten hat, der auf CD sehr gut rüberkommt.

„Seven“ ist via Midira Records erschienen.

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[ B O L T ] – (03)

Posted in Release on May 6th, 2015 by D.K.

[ B O L T ] haben ihr drittes Album fertiggestellt. Wer die Band kennt, der weiß, dass das Duo seit jeher an einer Nummern+Klammer-Systematik festhält, die beschreibt um welches Lied und um welches Album es sich handelt. Also jetzt „(03)“.

Das Hauptinstrumentarium der Band sind weiterhin zwei Bässe. Aber diese beiden Bässe sind in den letzten Jahren etwas umhergezogen und haben sich in der experimentellen Musikszene Freunde gemacht. So gab es neben einer Split mit Petrels (Denovali Records) ein Kollaborationsalbum mit N, das bei Midira Records erschienen ist und in kürzestzer Zeit ausverkauft war. Teil zwei folgt dieses Jahr. Mit Ninemiles ist dann noch ein Soloprojekt entstanden, das sich auf elektronische Sounds konzentriert.

All das hat dazu geführt, dass [ B O L T ] sich weiterentwickelt haben. So dass auf Platte Nummer 3 (mit runder Klammer) 7 Tracks [mit eckiger Klammer] gelandet sind, die eine Band in Höchstform zeigen. Neben Gastauftritten anderer Musiker konzentrieren sich die beiden Ruhrpottdroner darauf ein Geflecht aus Noise, Drone, Doom, Black Metal, Ambient und Noise zu schaffen, ohne einem dieser Stile den Vorrang zu lassen. Wer auf schwerfällige Saitensounds steht, der ist hier genau richtig. Wer auf komplexe aber eingängige Soundlandschaften steht, der ist hier ebenso genau richtig.

Das recht minimalistische Artwork mit mattem schwarzen Cover und einem Hochglanz [ B O L T ] Logo mit Waldblick reicht gerade eben aus um mit dem mitzuhalten, was die Nadel aus den Rillen erklingen lässt. Hierfür wurde übrigens James Plotkin verpflichtet, der dem trockenen schwerfälligem Sound der beiden Bässe das passende Mastering verpasst hat.

Übrigens ist „(03)“ das erste Album von [ B O L T ], das auch auf CD erhältlich ist. Hier sogar mit Bonustrack, der beim Vinylexemplar als Download beiliegt.

Aentitainment Records lädt zum Einkauf ein.

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TAKAAKIRA ‘TAKA’ GOTO AUF SOLOWEGEN

Posted in Release on May 6th, 2015 by D.K.

Takaakira “Taka” Goto ist der Lead-Gitarrist der japanischen Post-Rock-Band Mono, die in den letzten Jahren einen Kultstatus in der Szene erreicht hat und sich erst letztens mit einem Doppelalbum zurückgemeldet hat, das endlich wieder alte Stärken der Band aufgreift und die orchestrale Überproduktion der letzten Alben bei Seite legt.

„Classical Punk & Echoes Under the Beauty“ ist das erste Soloalbum des Gitarristen, das er bereits 2003 geschrieben und aufgenommen hatte. Erst jetzt 12 Jahre später fühlte es sich für den Japaner richtig an, die Songs in ihrer rauhen Struktur zu mastern und eine Veröffentlichung anzustreben.

Wer ein Inferno aus schnell angespielten Gitarrensaiten a la Mono erwartet, der muss leider enttäuscht werden. Dieses Album zeigt eher, wer in der Band wohl für den klassischen Touch zu verantworten ist. Die Platte ist eine Mischung aus rauher Elektronik, leichten Gitarreneinschüben und einer Prise Modern Classic Sounds. Ehrlich gesagt, merkt man der Platte ihr Alter an, was ihr nicht gut tut. Es ist kein Paukenschlagalbum, mehr eine Sammlung von Audioideen. Auch nach einigen Durchläufen werde ich nicht warm mit der Platte. Mag sein, dass ich ihr unrecht tue, aber derzeit werden wir keine Freunde.

Macht euch selbst ein Bild. Die Platte gibt es bei Pelagic Records.

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EVAN CAMINITI – MERIDIAN

Posted in Release on May 6th, 2015 by D.K.

Evan Caminiti hat sich selbst und seine Band Barn Owl in eine Art Kokon gepackt. Ausgehend von einer Dark Americana Drone Raupe ist in den letzten Jahren ein experimenteller droniger Synthieschmetterling entstanden, der immer weiter wächst.

„Meridian“ ist die Fortführung des Synthieschritts, den Evan Caminiti begonnen hat. Die letzten beiden Soloalben haben schon gezeigt, dass sich der Amerikaner aus San Francisco an den Reglern sehr wohlfühlt und seine Gitarre anscheinend nicht vermisst. Wir vermissen sie ehrlich gesagt schon, trotzdem ist „Meridian“ im Vergleich zu allen anderen Elektroscheiben der Barn Owl Familie sehr homogen und die neun Stücke haben eine magische Struktur, die den Hörer fesselt. Eine Paarung aus schrilleren Tönen und tiefen Bassläufen macht das Album zu einem Soundtrack für die bevorstehende Zerstörung San Franciscos, auf die Wissenschaftler seit Jahren warten.

Die Aufnahmen sind in den letzten beiden Jahren in San Francisco und New York entstanden und basieren auf Livestücken. Eine kleine Tour ist auch geplant, ob es nach Europa geht, steht noch nicht fest.

„Meridian“ erscheint bei Thrill Jockey Records.

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JAMES WELBURN – HOLD

Posted in Release on April 6th, 2015 by M F

Bedrohlich wälzt sich ein pulsierender, stoischer Basslauf durch Naught, dem ersten Stück von James Welburns erstem Soloalbum “Hold”. Immer neue Frequenzen kommen hinzu und bauen sich zu einer Welle auf, die sich aufstaut, wieder verebbt, und wieder anschwillt, um den Hörer vollkommen gefangen zu nehmen.

Welburn ist ein Londoner, der zwischen Berlin und Norwegen hin und her pendelt, so ähnlich, wie er sich auf Hold zwischen den Eckpfeilern von Drone und Noise bewegt. Sein druckvolles und hypnotisches Bassspiel prägt alle Stücke auf diesem Album, bei dem teilweise vom Schlagzeuger Tony Buck, in dessen Band ‚Transmit’ Welburn auch Bass spielt, unterstützt wird. Der minimale, doch pausenlos nach vorne drängende Vibe auf Hold entwickelt einen geradezu psychedelischen Klang. Welburn ist ein Handarbeiter mit Magie in seinen Fingern, der bereits bei zahllosen Bands und Projekten mitgemischt hat.

Auf dem wunderbaren, hierzulande zu wenig gewürdigtem Label Miasmah Records des norwegischen Allroundtalents Erik Skodvin, der auch für die grafische Gestaltung des Albums verantwortlich zeichnet, veröffentlicht, stellt Hold etwas vollkommen Neues dar: Drone-Musik, die zur Unruhe hin tendiert, zum nervösen Fußwippen. Musik aus einer Höhle, in der die Lava bedrohlich pulsiert.

“Hold” erscheint im Mai via Miasmah Records. Eine erste Hörprobe gibt es hier.

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MOVING NOISES II COMPILATION

Posted in MOVING NOISES FESTIVAL, ontheroad, Release on February 14th, 2015 by D.K.

Das zweite Moving Noises Festival steht in einer Wochen an. Als kleinen Appetithappen haben Midira Records die zweite Festival begleitende Compilation veröffentlicht. Genau wie bei der ersten Compilation haben alle Künstler des Festivals einen bisher unveröffentlichten Track oder eine neue Live Version eines bekannten Tracks beigesteuert.

Die Compilation gibt es auf Bandcamp zum Selbstentscheidenwievieleuchdaswertist-Preis.

Hier ist unser Track für Track Eindruck:

Dirk Serries – Microphonics XXVI Deconstruction Faith

Serries steuert einen neuen Track seiner Microphonics Reihe bei und überrascht hier mit einem sehr minimalistischen Track, der von einem Dronesynthieteppich getragen wird. Ein massiver Opener, der mehr als nur die Ohren freispült.

RM 74 – Let Go Of The Earth

Reto Mäders Soloprojekt ist im Vergleich zu Sum Of R und Ural Umbo sehr viel intimer. Dieser neue Track, begleitet von einer Pianistin, ist ein Beispiel für die intime und fragile Atmosphäre der RM 74 Welt. Laut oder leise gehört, ein absolutes Gänsehauterlebnis.

Piiptsjilling – Rein

Langsam sich steigernde Ambientflächen eröffnen den Track. Im Moment, in dem man sich komplett auf den Sound eingelassen hat, kommen die friesischen Vocals hinzu. Gruselig und zutraulich zugleich.

Mohammad – Vildblomma (Live)

Die drei Athener wissen was es heißt, Basssounds zu erzeugen. Man spürt, wie die Cellobögen über die Saiten gleiten und zerstörerisch durch die Lautsprecher auf einen zurollen. Weder Klassik, noch Drone, aber doch irgendwie. Einfach genial.

Silver Graves – Urquell

Die zwei Berliner fallen etwas aus dem Rahmen und überraschen mit einer Noisefläche, durch die eine Surfrockgitarre versucht, sich ihren Weg zu bahnen. Zunächst denkt man, es passe nicht zusammen, doch nach einigen Hörmomenten spielt sich alles ein und man möchte mehr hören.

Tape Measure Kid – Fissure (Live)

Jim Campbell und N sind ein ungleiches Paar. N mag seine noisige Gitarre, Jim seine blinkenden Regler. Keine Ahnung wie die beiden zusammengefunden haben, aber was die beiden zusammenschmelzen lassen ist eine perfekte Noisewand aus Elektronik und Gitarrensounds. Zurecht hat das Rock-A-Rolla Magazin den Vergleich mit Herrn Tim Hecker gezogen.

Nadja – Icelight (Live)

“Icelight” stammt von der gemeinsamen Platte mit Vampilla. Hier in der aktuellsten „Nadja Alleine Live Version“, aufgenommen im Dezember 2014. Ein episches Doomstück, das in 22 Minuten alles niederdröhnt, was sich ihm in den Weg stellt.

Machinefabriek – Op

Den Abschluss macht das wunderschön introvertierte “Op”. Einfach laufen lassen, Augen schließen, auf sich wirken lassen. Ein Muss für jeden Rutger Zuydervelt Fan. Ein Muss für jeden, der minimalistische Musik schätzt.

Übrigens gibt es im Midira Shop noch Restbestände der ersten Moving Noises Compilation, die auf CD bei Midira Records erschienen ist. Unter anderem mit Tracks von Aidan Baker, Svarte Greiner, Fabio Orsi, N, Duane Pitre und thisquietarmy.

Sichert euch die günstigen Vorverkaufstickets für das nächste Moving Noises Festival am 21. Februar 2015. Es lohnt sich.

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FINALES LINE-UP FÜR DAS MOVING NOISES FESTIVAL 2015

Posted in MOVING NOISES FESTIVAL, ontheroad on December 26th, 2014 by D.K.

Das Line-Up für das Moving Noises Festival 2015 steht fest. In genau zwei Monaten, am 21. Februar 2015, versammeln sich zum zweiten Mal Musiker aus Europa und Nordamerika, um die Christuskirche Bochum mit experimentellen Sounds zu beschallen.

Nadja (Kanada)

Dieses Duo dürfte jedem Leser dieses Magazins bekannt sein. Es ist der zweite Auftritt von Nadja in der Christuskirche Bochum. Fans der Doomdroneduos können sich auf ein weiteres spezielles Set freuen.

Machinefabriek (Niederlande)

Rutger Zuydervelt alias Machinefabriek ist seit Jahren einer der umtriebensten Elektronikkünstler Europas. Dabei ist er auf keinen bestimmten Stil festgelegt. Ambient, Drone, Minimal, Elecronic und viele andere experimentelle Stile gehören zu seinem Repertoire. Sogar Klanginstallationen für Museen gehören dazu. Was er in der Kirche zaubern wird, bleibt ein Geheimnis.

Dirk Serries (Belgien)

Der einzige Wiederholungstäter, der auch beim ersten Festival vertreten war, wird dieses Mal eine neue Facette seines Echtnamenprojektes zeigen. In den letzten Monaten gab es verschiedene Veröffentlichungen mit Neuinterpretationen seiner alten VidnaObmana Stücke und im kommenden Jahr veröffentlichen die lieben Leute bei Consouling Sounds das nächste Microphonics Minialbum. Wer weiß, was daraus im Liveset landet.

Mohammad (Griechenland)

Drei der aktivsten griechischen Experimentalmusiker haben sich vor einigen Jahren zu Mohammad vereint. Wer jetzt an orientalische Klänge mit Bouzouki-Touch denkt, liegt vollkommen falsch. Das Athener Trio schafft Soundwelten, die mit zwei Cellos und Elektronik erzeugt werden. Düster, tief, bedrohlich aber auch warm und vertrauenserweckend klingen die Drone-Klassik-Stücke. Das letztjährige Album “Som Sankrifis” (PAN) hat es nicht umsonst in die wichtigsten Jahrespolls 2013 geschafft.

Tape Measure Kid (USA/Deutschland)

Dieses Duo besteht aus Jim Campbell an den Reglern und N an der Gitarre. N ist schon einige Male in der Christuskirche Bochum aufgetreten, zuletzt beim ersten Moving Noises mit seinem Doom-Trio-Projekt N + [ B O L T ]. Dieses Mal geht es in die elektronische Richtung. Denn das, was die beiden Musiker machen, ist von der Presse zu Recht mit Tim Hecker verglichen worden. Bisher sind zwei Zwillingsalben auf Denovali erschienen.

Piiptsjilling (Benelux)

Dieses kleine All-Star-Projekt mit Rutger Zuydervelt (Machinefabriek), den Kleefstra Brüdern (Alvaret Ensemble) und Mariska Baars (Soccer Committee) taucht in unbekannte Welten ab und übersetzt diese mit minimalistischen Gitarren- und Elektroniksounds, gepaart mit einem Sprechgesang in einem fast ausgestorbenen nordniederländischen Friesisch. Wie ein unheimliches, unzensiertes Grimmmärchen mit musikalischer Untermalung.

Silver Graves (Deutschland)

Letztes Jahr waren Nightheart als Ex-Kodiak Projekt vertreten, 2015 folgt nun der dritte Mann im Bunde und präsentiert sein Berliner-Duo Silver Graves. Eine Melange aus Noise und Surfrock oder so. Egal was, egal wie, dieses Duo kommt mit einer Coolness daher, wie kein anderer Act des Festivals.

RM 74 (Schweiz)

Reto Mäder, bekannt aus den Projekten Sum Of R und Ural Umbo (Utech Records), geht mit RM 74 den introvertierteren Ideen seines musikalischen Schaffens nach. Drei Alben sind bisher erschienen. Alle von Grund auf unterschiedlich, ohne sich aber stilistisch von der Grundstimmung her zu unterscheiden. Fragil und wuchtig zugleich. Für die Christuskirche gibt es ein spezielles Set.

Im Januar wird Midira Records eine kostenlose Compilation veröffentlichen, auf der bisher unveröffentlichte Tracks der Festival-Acts vertreten sein werden.

Festivaltickets gibt es für 25 Euro hier…

Übrigens: Auch dieses Mal ist es wieder ein Festival von Fans für Fans.

Mehr Infos gibt es auf movingnoises.com

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ELEKTRO GUZZI

Posted in Aktuell, ontheroad, Video on December 21st, 2014 by D.K.

Das österreichische Trio Elektro Guzzi ist uns erstmals im TV aufgefallen, als das Video zu “Pentagonia” auf einem guten Musiksender lief.

Schaut euch das Video an und entscheidet selbst, ob das cool ist was die Jungs da mit ihren Instrumenten machen.

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Wer nach den Weihnachtsfeiertagen Lust auf ein gutes Konzert hat, der sollte unbedingt zum einzigen Deutschlandkonzert der aktuellen Elektro Guzzi Tour kommen. Im Rahmen der Urban Urtyp Reihe, werden die drei Musiker im Kubus der Christuskirche Bochum spielen. Kommenden Sonntag um 19 Uhr für 10 Euro.

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OLD MAN GLOOM STIFTEN UNRUHE

Posted in Release on December 14th, 2014 by D.K.

Ja, das tun die Herrschaften. Old Man Gloom und ihr “The Ape Of God” Album sind in aller Munde und selbst die großen Magazine listen diese Veröffentlichung ganz hoch.

Schön zu sehen, dass die alten Promotionstricks in dieser modernen schnelllebigen Promowelt immer noch funktionieren. Denn die Band hat dieses Album gleich in mehrfacher Ausführung auf die Menschheit losgelassen. Promoversion nicht gleich Albumversion nicht gleich Albumversion. Schön irritierend.

Abgesehen vom Affengetrubel um diese Promoaktion, haben Old Man Gloom mal wieder Songs geschrieben, die sich vieler Stile bedienen. Noise, Ambient, Sludge, Doom, Punk und weiß Affengott was noch, sind hier vermengt zu einem Album (ehm… zu zwei Alben) das sich hören lassen kann.

Natürlich macht die eine Version ohne die Andere keinen Sinn. Version 1 (8 Tracks) konzentriert sich mehr auf die kürzeren Stücke, Version 2 (4 Tracks) glänzt vor allem wegen dem epischen “Arrows To Our Hearts”. Mehr Worte bedarf es zu dieser Platte nicht. Hört sie euch einfach an und entscheidet selbst.

Profound Lore und Sige Records haben sich für diese Veröffentlichung zusammengetan. Wer das Artwork von Aaron Turner richtig wirken lassen möchte, muss sich unbedingt die Vinylversion zulegen.

 

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GÜNTER SCHICKERT & PHAROAH CROMIUM – OXTLR

Posted in Release on December 14th, 2014 by M F

Günter Schickert ist einer von diesen Außenseitern der deutschen Musik, der immer sein Ding gemacht hat, doch erst jetzt, mit 65 Jahren, langsam wahrgenommen wird. Als Gitarrist nahm er zu Beginn der siebziger Jahre seine Stücke mit zwei Tonbandgeräten in seinem Schlafzimmer auf und veröffentlichte damals zwei Alben. Eine Band, in der er damals spielte, zerbrach, bevor sie ins Studio gehen konnten. Schließlich führten seine immensen Erfahrungen, die er mit der Aufnahme seiner eigenen Musik gemacht hatte, zu einer Existenz als viel gefragter Tonmensch und Produzent, der mehr im Verborgenen arbeitete.

Doch in den vergangenen Jahren werden seine alten Platten wieder veröffentlicht und er gerät mehr und mehr ins Rampenlicht. Schickert sagt selber, er schaue nicht zurück, sondern will Neues machen, Neues erkunden. So auch mit OXTLR, ein CD-Doppelalbum, das er allein unter der Mitwirkung von Pharoah Chromium eingespielt hat.

Seine gewaltige Erfahrung als Klangtüftler an der Gitarre ist diesem Album anzumerken. Doch sind die minimalistischen Gitarrenfiguren, über die er in den siebziger Jahren improvisierte, verschwunden, und verschachtelte Walls-of-Noises stehen im Vordergrund. Trotzdem, hier wird nicht gefriemelt bis die Finger bluten, sondern improvisiert, sich selber zugehört, verändert, und ergänzt, reduziert, bis ein zarter Glanz zum Vorschein kommt. Das Brachiale liegt ihm nicht. Schickert ist Klangbastler, dem es auf Fassetten ankommt in den dichten Strukturen, die er mit seiner elektrischen Gitarre aufbaut. Nicht selten klingt OXTLR wie Hubschraubergeräusche, die von weit her übers Meer heran wehen und die Weite des Meeres noch weiter erscheinen lässt.

Das Album ist bei Grautag Records erschienen.

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MOVING NOISES FESTIVAL 2015

Posted in MOVING NOISES FESTIVAL on November 23rd, 2014 by D.K.

Es ist soweit, das zweite Moving Noises Festival steht vor der Tür. Nur noch Weihnachten, Neujahr und Karneval feiern und dann öffnet die Christuskirche Bochum wieder einen Tag lang ihre Pforten, um Ambient- Drone- Noise- und Doomsounds durch den Kirchenraum wandeln zu lassen.

Das derzeitige Line-Up bietet, wie schon beim ersten Mal, eine Mischung diverser experimenteller Stile aus aller Welt.

Nadja (Kanada)
Mohammad (Griechenland)
Dirk Ser­ries (Bel­gien)
Piipts­jil­ling (Bene­lux)
Machine­fa­briek (Nie­der­lande)
RM74 (Schweiz)
Tape Mea­sure Kid (Deutschland/USA)
Sil­ver Gra­ves (Deutschland)

Tickets gibt es schon im Vorverkauf für 25 Euro plus Gebühren.

Mehr Infos findet ihr auf movingnoises.com

 

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JAKOB – SINES

Posted in Release on November 9th, 2014 by D.K.

Jetzt hat es fast ein Jahrzehnt gedauert bis die drei Neuseeländer von Jakob ihr neues Album veröffentlicht haben. Aber es gibt Bands, da lohnt sich das Warten, so auch hier. “Sines” nennt sich das neue Schmuckstück.

Jakob erfinden das Rad des instrumentalen emotionalen Rocks nicht neu und das ist ganz wichtig, denn der Versuch dies zu tun ist schon so mancher Postrockband zum Verhängnis geworden. Die Hauptrezeptur aus massiven Drumsounds, verzerrtem Bass und der typischen lautleise Gitarre mit Wahwahmomenten, haben Jakob beibehalten und setzen genau da an, wo sie vor acht Jahren aufgehört haben.

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Überraschungen gibt es trotzdem, so wie bei “Emergent”, wo die Saiteninstrumente im Einklang mit Cellosounds in melancholischen Wellenbewegungen sowas wie einen Modern Classic Ambient Ohrwurm produzieren. Auch der introvertierte Titeltrack, der nicht aus sich kommen mag und deshalb so magisch bleibt, überrascht als Albumabschluss.

The Mylene Sheath haben “Sines” als CD und LP im Repertoire. Wer kein Hartformat mag, kann auch direkt auf der bandeigenen Bandcamp Seite das digitale Format seiner Wahl runterladen (was wir für alle Freunde anderer kommerzieller Downloadplattformen an dieser Stelle, mit einem Augenzwinkern, betonen wollen).

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ANDREA BELFIS STILLLEBEN

Posted in Musik on November 2nd, 2014 by D.K.

“Natura Morta” nennt sich das neue Album von Andrea Belfi, das diese Woche auf Miasmah erscheint. Eine altrosafarbene Hülle (CD/LP) trägt einen dunklen Siebdruck, eine Fotografie von geschnittenen liegenden Blumen, Stillleben oder wie der italienische Begriff es treffender umschreibt “Tote Natur”.

Musikalisch gesehen klingt das Album alles andere als nach toter Natur oder Stillleben. Belfis Hauptwerkzeug, die Drums, kommt hier zur vollen Geltung. Im Gegnesatz zum Vorgängeralbum, auf dem es um das Verfremden von auf den Drums entstandenen Sounds ging, setzt Belfi hier auf cleane direkte Drumsounds. Kompletiert werden die Songs durch sehr akzentuierte Elektronik, die im Prinzip nur das Drumspiel unterlegt. Das Album ist unterteilt in sechs Tracks, klingt aber wie aus einem Guss. Referenzen gibt es sicherlich viele, aber am besten hört man sich die Platte einfach nur an und lässt sie wirken ohne, gleich Vergleiche zu anderen Minimalmusikern zu ziehen. Richtig einordnen lässt sich die Platte eh nicht.

Die Aufnahmen zum Album sind im EMS Studio in Stockholm, im ZKM Museum in Karlsruhe und im Berliner Funkhaus entstanden. Das Mastern hat, wie bei so vielen Miasmah Platten, Nils Frahm übernommen. Ihr könnt die Platte direkt über das Schwesterlabel Sonic Pieces beziehen. Ob CD oder LP? Sieht beides geil aus und kostet gleich viel (bzw. wenig). Eure Wahl.

 

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