AALFANG MIT PFERDEKOPF & DRONAEMENT

Posted in Release on December 31st, 2010 by N

Das eingespielte Team: Mirko „Aalfang mit Pferdekopf“ Uhlig & Marcus „Dronaement“ Obst. Im „Hermit Heaven“. Vorhersehbarkeit ist woanders Zuhause, das gilt mit Blick auf die vorangegangenen Veröffentlichungen, besonders die Teamworks. Und es gilt wegen der Art und Weise der (interessanten) Brüche und (ebensolchen) soundlichen Collagen. Wenn beispielsweise nach 6 1/2 Minuten des bohrend droneartigen Eröffnungsstücks „Ein umgestürzter Hafen: hope is the canvas on that you tallow“ ein katzenmusikartiges Interludium auftaucht. Was das Stück nicht davon abhält, direkt danach wieder (ok; raue) Ambient-Fahrwasser aufzunehmen. Bis zum nächsten Break: gleicher Qualität, versteht sich. Und nicht ohne hintergründige Ergänzungen mannigfaltiger Art. Und gegen Ende der rund 24 Minuten ist der taube Streicher dann natürlich auch wieder da, zum dritten mal. Das Stück wird dadurch auf eine skurrile Art durch sich selbst karikiert; fast in Frage gestellt, bis der Collagencharakter und die surreale Atmosphäre akzeptiert sind. „The conductor is reeling“ verhält sich da bei vergleichbarer Länge etwas moderater, stellt das Fließen in den Vordergrund, zuerst dunkel, dann angeraut durch Signale von irgendwo, bis es sich zum Ende in einer Melodie fängt, deren Schicksal es aber bleibt, in ein Field-Recording abstürzen zu müssen. Einnehmend.

aalfang_mit_pferdekopf_dronaement_hermit_heaven

„Dronabinol“ ist dann, wie der Name (im doppelten sinne) suggeriert, die erste Hilfe für all die, die es durchgehend dronig brauchen, während „Etnographische Kühe“, die Nummer 4, in den Lautäußerungen am Anfang nicht nur an vollständig andere Lebewesen erinnert, sondern auch nichts geringeres darstellt als einen weiteren Par-Force-Ritt durch die skurrile Fantasie der beiden Protagonisten: „Der zitronenfarbige Schnotthobel“ als König des Waldes… die Wertschätzung desselben dargebracht in Form einer Leichenschau… das hat schon Hörspielcharakter. den Abschluss bilden zwei wieder kürzere Stücke, wobei „Suchness/Suchmess“ als industriell/dronige Textur in rituelle Rhythmen aufsteigt bis das letzte Stück den Geiger des Anfangs noch einmal einlädt; zur Freude aller hat er diesmal sogar einen Verzerrer dabei; wir danken Gevatter Hall für seine Fürsorge im weiteren Verlauf und grübeln weiterhin über das Ende…

Mini-DVD-Cover plus Foto-Einleger… und das Coverartwork von Dagmar Flemming täuscht da eine Harmlosigkeit vor; da müsste eigentlich noch irgendwo eine Warnung stehen…

Neugierig geworden? Hörmaterial gibt es bei TOSOM.

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NADJA & AIDAN BAKER AUDIOVISUELL

Posted in Musikfilm, Release on December 30th, 2010 by N

„Field of Drones“ gehört schon lange zu meinen Lieblings-
stücken beziehungsweise Veröffentlichungen von Aidan Baker. Erschienen 2004 als CDr im handbemalten Wellpappecover, beinhaltet der Release einen 77.05 Minuten Ausschnitt(!) eines fast dreistündigen Konzerts von 2003 in Killaloe in Kanada, nachts unter freiem Himmel mit Hilfe eines ganzen Feldes von Lautsprechern eingespielt. Und eigentlich passiert auf dieser Cdr relativ wenig; Sound und Harmonie packen aber sofort und, ganz nebenbei, auch die Vorstellung dieses drei-Stunden-Konzerts in der Nacht inmitten eines Feldes von Lautsprechern, also mitten im Sound, hat etwas so verlockendes, dass ich mir schon lange gewünscht habe die Chance zu bekommen, die vollen drei Stunden hören zu können.

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Die vorliegende 2CD/2DVD Veröffentlichung auf Beta-Lactam Ring Records beinhaltet nun das hier „Drone Fields“ genannte „Field of Drones“ in voller Länge, als DVD Mix mit begleitendem Film, entwickelt aus den Ideen sechs unterschiedlicher Film- und Videoartists und kapitelbezogen mit der Musik verwoben. Die sich, über die drei Stunden und mit dem erstmals auf Tonträger hörbaren Beitrag von Gastmusiker Neil Wiernik (Laptop), tatsächlich noch einmal neu erschließt. Als verführerisch drein blickender Ewigkeitsausschnitt… mit Dynamik und Entwicklung… zu einem einnehmenden Ende.

Unendlichkeit: dieses Thema besetzen Nadja ja seit mindestens der „Thaumogenesis“. Und so basiert auch die Nadja vorbehaltene DVD „White Nights“ auf einem ebenso überlangen Konzert wie die „Drone Fields“. Ursprünglich im Rahmen einer nachtlangen Performance in einem Parkhaus 2007 in Toronto gespielt, wird auch „White Nights“ auf diesem Release durch Beiträge sechs unterschiedlicher Video-Artists begleitet. Und wenn auch im laufe der 2.45 Stunden immer wieder bekannte Teile bekannter Nadja-Tracks aufzutauchen scheinen, über allem steht die Kraft eines unverrückbar erscheinenden Nadja-Monolithen. Der sich dennoch immer wieder wandelt, niederlegt, neu erhebt… perfekt.

Der zweite Teil der Deluxe Version, die beiden Audio-CDs, beinhaltet die Dokumentation eines Moskau-Auftritts von Aidan Baker (solo) und Nadja. Nadja eröffnen „DOM“ mit „Breakpoint (Version)“, das in der tat eine Version des gleichnamigen Stücks auf „Truth becomes Death“ sein könnte, um im Anschluss eine Kurzfassung von „Thaumogenesis (Version)“ zu spielen, die zwar atmosphärisch und spielerisch überzeugt, jedoch wie alle Live-Versionen dieses Stücks, die ich bisher gehört habe nicht an die übermächtige Wucht der Studioversion heranreicht. Zum Abschluss „Long Dark Twenties“ und Nadja im distorto-Song Format. Gut.

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Aidan Bakers „DOM“ startet mit einer loop-basierten Improvisation, die gleichzeitig düster und ausladend in Richtung Hörer greift und dabei in ihrem ersten Teil deutlich mehr Präsenz zeigt, als Aidan Bakers Trademarksound sonst; packend und zwingend. Der Livesound überhaupt deutlich dreidimensionaler als bei der Nadja Aufnahme, fast als säße man im Konzert. Dazu im Anschluss „The Sea Swells A Bit“ von der gleichnamigen CD und „Bond of Blood“ von der „Gathering Blue“.

Und wie immer ist die Darbietung bei Beta-Lactam Ring Records über alle Zweifel erhaben: bedruckter, massiver Pappschuber als Außenhülle, ebensolcher Aufklappschuber für die CDs/DVDs, signierte Karte, Booklet. und die vier digital-Scheiben…Wer von euch sparen möchte, kann sich auch die einfache Version anschaffen. Diese beinhaltet nur die beiden DVDs und ist auch über Broken Spine Productions erhältlich, dem eigenen Label/Shop von Aidan Baker und Leah Buckareff.

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CULT OF LUNA IM STUDIO

Posted in Aktuell on December 30th, 2010 by M.H.

Auch Cult of Luna halten ein (nachträgliches) Weihnachtspräsent für uns bereit und lassen sich ganz genau auf die Finger schauen.

Auf der Webseite der Schweden findet ihr ein (erstes) kurzes Video, das die Band beim Komponieren neuer Musik im Studio zeigt, wobei speziell die letzte halbe Minute auf Großes hoffen lässt.

Aber hört und seht selbst!

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TROUM – MARE IDIOPHONIKA

Posted in Release on December 29th, 2010 by N

Die neue Troum „Mare Idiophonika“ kommt in zwei Versionen und, eine der Troum Traditionen (vgl. „Sigqan“, vgl. „Shutun“, vgl. „Ignis Sacer“), greift ein früheres Live-Programm auf, um es direkt (jedoch ohne Publikumsreaktion) oder als Studio-Aufnahme noch einmal nachzuerzählen. Zwei Versionen heißt dabei: in Europa über Silken Tofu und in den USA über Tourette Records. Der Unterschied ist allein das Cover in Format und Artwork.

troum_mare_idiophonika_us artwork

Und das US-Cover macht da überraschenderweise Robert Schalinski (Column One) und dies nicht in seinem zentralen(?), an historische Darstellungen erinnernden Trademark-Stil, sondern in Form einer verfremdeten Fotografie, die inhaltlich alle Seiten des Digipacks plus den CD-Spiegel nutzt. Hier schon mal ein Treffer, der sich deutlich von vielen der bekannten Troum-Artworks absetzt.

TROUM-mare idiophonika euro artwork

„Mare Idiophonika“ konnte ich auf dem damaligen Konzert 2007 in Bremen selbst erleben, damals in der Spedition. Und obwohl die dortige PA nicht die leistungsstärkste war, erfüllte der bassbetonte Sound und seine Kombination mit Klangschüsseln und (im späteren Verlauf des Stücks) mit Ritual-Beats den ganzen Raum und zeigte Troum ganz von ihrer schamanenhaften Seite; einnehmend, fordernd, umschliessend. Als ein Stück, dass sich wie ein umgekehrter Strudel in den Hörraum ergießt. Damals gab es andere Menschen als Verbindung zur Realität. Vorsicht also, wenn du diese CD heute allein hörst… und der dank an Troum, die ein neues, optimistisches Ende angefügt haben. Als Anker?

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FURA

Posted in Release on December 28th, 2010 by D.K.

Wer das Wort Mallorca hört, denkt gleich an die Urlaubsinsel und an Partystrände. Wer in diesem Zusammenhang dann auch noch das Wort Musik hört, würde in der Regel an dieser Stelle gar nicht weiterlesen wollen… aber es gibt sie wirklich, die gute Musik von der spanischen Insel, die auch hierhin passt.

fura

Das Quartett Fura stammt nämlich aus Mallorca und präsentiert auf seiner ersten Veröffentlichung „Mustela Putorius“ sowohl schwerfälligen als auch eingängigen Instrumentalrock, der so gar nicht in das typische Bild der Insel passt. Auf der EP sind drei Songs vertreten, die mit treibender Rhythmusabteilung und kreativem Gitarrenspiel Lust auf mehr machen. Der Bandname ist die katalanische Bezeichnung der Furie, mit deren Stimmungsschwankungen die Band ihre Musik vergleicht. Das passt auch, denn die Songs bauen sich langsam auf und nehmen sowohl an Tempo als auch an Lautstärke zu. Wem Bands wie Pelican oder Toundra (auch aus Spanien) zusagen, wird hier sicherlich Gefallen dran finden.

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Die EP gibt es für einen selbstwählbaren Preis über die Bandcamp Seite von Fura als Download, oder für absolut günstige 5 Euro inklusive Versand als handgemachte CD in einer Auflage von 25 Stück. Wer da noch nachdenken muss, ob es sich lohnt, ist selber Schuld.

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NADJA & N – LIVE IN DER CHRISTUSKIRCHE BOCHUM

Posted in ontheroad on December 23rd, 2010 by D.K.

Das Jahr geht im Schnee und in der Kälte unter, da wollen wir euch noch ein Konzert fürs neue Jahr ans Herz legen.

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In Zusammenarbeit mit der Christuskirche Bochum präsentieren wir euch einen Drone-Doom-Abend mit Nadja und N am Freitag, den 04.03.2011 in der Christuskirche Bochum.

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Das doomige Duo Nadja, bestehend aus Leah Buckareff am Bass und Aidan Baker an der Gitarre, stammt ursprünglich aus Toronto und ist zurzeit in der Wahlheimat Berlin sesshaft. Mit Bass und Gitarre und gelegentlichen Einschüben von Vocals und Drums aus dem Drumcomputer, erschaffen die beiden Sounds, die sich entweder laut und verzerrt in Doomgefilden rumtreiben oder leiser im Drone- und Ambientbereich anzusiedeln sind. Was die Songs alle gemeinsam haben, ist die langsame, sehr oft minimalistische Spielweise, die im Kirchenraum ihre warme Atmosphäre sicherlich eindrucksvoll entfalten wird.

N

N ist Hellmut Neidhardt aus Dortmund, der mit seiner Gitarre, einer Reihe von Effektgeräten und einem seiner wichtigsten Hilfsmittel, dem Volumepedal, Soundgebirge und Tonflächen erzeugt. N schafft Musik nicht durch das Spielen der Gitarre, sondern durch die Sounds, die nach dem Spielen entstehen. Mit seinem Fuß auf dem Lautstärkepedal und den Fingern an den Loop- und Delay-Gerätschaften erschafft N Tonzusammenkünfte vom Feinsten. Der Kirchenraum ist hierfür natürlich ein perfekter Klangträger.

Wer sich Nadja und N nicht entgehen lassen möchte, sollte sich den ersten Freitagabend im März im Terminkalender freihalten.

Ort: Christuskirche Bochum, An der Christuskirche 1, 44787 Bochum
Tickets: Vorverkauf über NRW-Ticket und natürlich an der Abendkasse
Einlass: 19 Uhr
Beginn: 20 Uhr

Hier geht es zur Last.fm Event Seite.

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3 SECONDS OF AIR SCHICKEN VORBOTEN

Posted in Release on December 23rd, 2010 by N

Ich gebe es gerne zu: 3 Seconds Of Air gehören zu meinen Lieblingsprojekten von Dirk Serries. Diese spezielle Langsamkeit, dieses Schweben über Grund und dabei trotz allem diese lose Verankerung mit dem Boden durch den unvorhersehbar mäandrierenden Bass. Dazu noch die konzeptuell durchdachte Veröffentlichungs- und Live-Präsentation; das passt und erweitert die musikalische Leistung um zusätzliche Facetten. Und, fast als benötigte dieses auf drei Leuten basierende Konzept trotz aller Verteilung der Lasten mehr Zeit, um diese von eben diesen losgelöste Musik zu entwickeln, herrscht eine strikte Zurückhaltung in Sachen Nachfolgeveröffentlichung.

3_Seconds_of_Air

Und plötzlich fällt dann doch die “Under The Dying Sun” 7inch vom Himmel; nur einseitig bespielt, als „promotional copy“, als eine Art „Flyer“ für das Debütkonzert des kommenden Full-Length-Albums „We Are Dust Under The Dying Sun“ am 25. März 2011 im CC Luchtbal in Antwerpen.

Und? Sie sind es noch, aber sie haben sich entwickelt: focussierter, etwas böser, das umgebende Gelände scheint gefährlicher geworden zu sein. Die im schützenden Raum der Kapelle in Brecht entstandene Transparenz des ersten Albums ist einer Präsenz gewichen, die an den Mauern nagt und sich in den Boden gräbt. 3 Seconds Of Air scheinen gleichsam auf dem Sprung, auf dieser 7inch zumindest. Lauernd. Dabei rauer und erdiger. Nicht mehr so hoch über Boden, statt dessen abwartend im dunklen Raum. Steht ihnen (auch). Die Musik gewinnt dadurch eine unstete Bewegung, die verwirrt und „Under The Dying Sun“ jeder einfachen Nebenbei-Konsumierbarkeit entzieht; und das, ohne in irgendeiner Weise aufgesetzte Noise- oder Disharmonie-Einschübe zu benötigen; einfach aus Andeutungen heraus…was mag das für das Album bedeuten?

Das Album erscheint am 25.03.2011 über Tonefloat Records.

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TEPHRA

Posted in Release on December 23rd, 2010 by D.K.

Lange lange war es still um Tephra aus Braunschweig, nur ein paar Konzerte haben die vier Sludgemetaller gegeben und damit zumindest die Hoffnung aufrecht erhalten, dass es bald neues Material geben könnte. Doch das Warten hat jetzt ein Ende. Erstes Lebenszeichen ist die Split 7inch mit den Doomrockern von Omega Massif, auf der jeweils ein Song vertreten ist. Noch erfreulicher ist jedoch die Ankündigung des dritten Albums “Tempel”, das Mitte Februar über Golden Antenna Records erscheint.

TEPHRA_tempel

Angefangen hat alles 2003 mit einem 4-Track Demo, dem das selbstbetitelte Debütalbum und der Nachfolger “A Modicum Of Truth” folgten über Riptide Recordings. Tephra spielen eine energiegeladene Mischung aus Sludge, Hardcore und epischem Doom und überzeugen besonders live durch ein druckvolles Set, das von hinten bis vorne überzeugt. Als Support von Bands wie Red Sparowes haben sich die Braunschweiger eindrucksvoll in der Erinnerung festgesetzt. Auf dem letzten Album “A Modicum Of Truth” haben Tephra ihren Soundmix aus harten Passagen mit kraftvollem Gesang und spannend arrangierten Instrumentalparts weiter ausgefeilt.

Mit “Tempel” stehen jetzt acht neue Songs an, die sich soundtechnisch von den vorherigen Tracks unterscheiden, was nach sieben Jahren Bandbestehen fast schon selbstverständlich ist. Direkter und härter klingt der Albumopener “Ghost”, den es seit dieser Woche im Stream zu hören gibt. Jede Woche folgt ein weiterer Song im Stream, bis zur Veröffentlichung am 18. Februar.

tephra

Wer Platten von Cult Of Luna oder Isis im Regal stehen hat, wird nicht enttäuscht werden, wenn er in eine Tephra Platte investiert… hier gehts zum Golden Antenna Shop. Ihr könnt auch über Facebook mit der Band in Kontakt treten um euch eine der Platten zu bestellen.

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HER NAME IS CALLA LIVE EP

Posted in Release on December 22nd, 2010 by M.H.

Die Briten Her Name Is Calla zaubern völlig unerwartet eine vorweihnachtliche Überraschung aus dem Ärmel. Auf dem Denovali Swingfest haben sie im Oktober ihr Konzert mitgeschnitten und daraus die 3 Track EP "Live at Denovali Swingfest 2010" gebastelt, die sie nun, als Dankeschön an alle, die sie im zurückliegenden Jahr unterstützt haben, hier kostenlos oder gegen eine kleine Spende zum Download bereitstellen.

Als Bonus liefert die Band einen anschaulichen Einblick in ihre persönlichen Swingfest Erlebnisse. Gibt es einen sympathischeren Weg, sich bei seinen Fans zu bedanken?

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ANBB

Posted in Release on December 20th, 2010 by N

ANBB

ANBB “Mimikry”: wer täuscht hier was vor, um welches Ziel zu erreichen?
So ungefähr ist doch die Bedeutung von Mimikry… Insekten, z.b., die so tun als wären sie Blätter, damit die Fressfeinde sie nicht finden…

Warum also dieser Titel? Blixa Bargeld täuscht schon mal nichts vor und ist einfach er selbst, bzw. seine BB-Inkarnation, und auch Alva Noto ist, instrumental, in Sachen Klangwahl und Rhythmus, ganz er selbst. Bleibt noch die Kombination beider und das Ergebnis: täuschen ANBB “nur” etwas Neues vor und sind in Wirklichkeit eine Art entschlackte Neubauten Version, wie schon in Bezug auf die (hier leider weitgehend enthaltene, vorangegangene EP) “Red Marut Handshake” vermutet? Oder ist es das Vortäuschen von Radikalität und Experimentierfreude, wo doch eigentlich die “Sehnsucht” nach dem Song herrscht (“Fall”, z.b.)?

ANBB

Pointierungen dieser Art sind ja immer schön und hilfreich, das Annähern an den Song aber auch nichts grundlegend Neues im Hause BB / Einstürzende Neubauten. Und auch die oft wissenschaftlich skelettierte Ausdrucksform Alva Notos folgt in ihren Arrangements und dynamischen Aufbau (nicht zu Unrecht) den beliebten Formen von Spannungsaufbau, Zwischenpart, Höhepunkt und Ausklang. Und, eindrucksvoll auf der “Unitxt” bewiesen, kann auch mit ihren Mitteln und (gesampleter ?) Stimme funky(!) “Songs” entstehen lassen.

Zeit also, die Verdächtigungen beiseite zu legen und einfach zu zuhören. Es lohnt sich.

(Und sowieso: vielleicht ist der Titel tatsächlich am besten in Bezug auf die Kombination zu lesen: sieht aus wie neu, enthält aber die bekannten Inhalte, d.h. das, was AN + BB auch allein tun. Bis hierhin wäre das dann nicht so aufregend. Die Kombination aber, die hat was eigenes / neues / aufregendes. Die Insekten, die so tun, als wären sie Blätter, sind ja schließlich auch keine, sondern schlicht Insekten… in der Kombination mit diesem Aussehen aber aufregend Andere.)

Das Hörmaterial gibt es bei Raster-Noton Records.

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INTERVIEW: CECILIA::EYES

Posted in INTERVIEWS on December 19th, 2010 by D.K.

Für instrumentale Musik war das so langsam auslaufende Jahr mal wieder ein Gutes. Natürlich sind es sehr viele Bands und es kommen noch mehr dazu. Grund genug, sich eine der unbekannteren Bands mal zur Brust zu nehmen, um sie euch ans Herz zu legen, denn Cecilia::Eyes aus Belgien sind es nicht Wert, in der Postrockmasse unterzugehen.

cecilia::eyes

Cecilia::Eyes haben sich 2004 erstmals zusammengefunden und bereits 2005 ihre erste EP “Echoes From The Attic” veröffentlicht. 2007 folgte das erste Album “Mountain Tops Are Sometimes Closer To The Moon” und dieses Jahr der Nachfolger “Here Dead We Lie”. Alle drei Platten sind über das Brüsseler Label Depot214 erschienen und auch dort erhältlich.

“Here Dead We Lie” vereint alle Stärken der ersten beiden Veröffentlichungen zu einem homogenen langsam gespielten Album, das mit kleinen Noiseausbrüchen und Vocaleinlagen zu überraschen weiß. Wir haben die beiden Gitarristen Christophe und Gauthier und den Bassmann Pascal zum aktuellen Album und zum zurückliegenden und kommenden Jahr befragt:

This year is quiet over. Your album “Here dead we lie” is out since april and you were on the road to promote it. Tell us a little bit about your experience as instrumental band in 2010.
Christophe:
It was a really exciting year. We discovered many bands on the road, we made our first major trip abroad “as a band” and we received very positive reviews about our second album “Here Dead We Lie”.
But I think what is mostly very encouraging is to realize that we are becoming known to the four corners of the globe with an unconventional and rather dark album.

“Here dead we lie” has a very unique aura and pace. What about the writing process? Did you collect different ideas, or did you just improvise together in the studio?
Gauthier:
We did found interesting to have a global theme (the war and all its consequences), it makes everything (the songs, the packaging, the artwork…) more consistent, and gives the entire work a more powerful impact. We decided from the start of the composition work to have this theme in mind and it was like background atmosphere that led the feelings we wanted to express through our tracks, a kind of rainy, dark, and helpless mood…

here dead we lie artwork

Is there any difference in your songwriting since your first EP back in 2005?
Pascal:
Things are more or less the same but i think we are now more conscious of the way we want to give to our music, and, of course, the arrival of Gauthier brings us a lot of new possibilities. For the tracks you can find on our first EP “Echoes from the attic”, it was the beginning of a new story for us. We have begun to play instrumental music because we don’t have any singer. But the result of our work satisfied us a lot and we decided to pursue in this way. “Mountaintops” is our true first album. It’s a real workteam. For “Here Dead we Lie”, our wish was to make something darker and this album is the first one composed at five. Each album is an important step in our history.

How did you come up with the idea using samples between your songs?
Gauthier:
I have always used my computer in my past musical project, it offers tons of possibilities. The fact that I came as the fifth member of the band brings me the possibility to try some things with cecilia::eyes, and everybody did like the results, it often creates interesting dark or sad atmosphere wich is really well fitting our music…

If you had to describe your music as a painting, what would it look like?
Christophe:
It would be a surrealist painting midway between Salvador Dali and Hieronymus Bosch (The Garden of Delights), with a touch of HR Giger, for the dark, sad and cold side of our work.

The postrock scene in Belgium is quiet unknown in Germany. Are there many people listening to music like yours? Any bands you like to recommend?
Pascal:
The postrock scene in Belgium is quite unknown… in Belgium too! But despite that, it’s a real scene with a lot of people that love this kind of music. People in the North part of belgium (Dutch speaking) are more open-minded and some events are really interesting like dunk!festival in Zottegem.

Gauthier: The pop rock scene in Belgium is huge, there are lots of bands and some are well known (dEUs, Ghinzu, Arid, Girls in Hawaï, Sharko, K’s Choice…) Regarding the post rock scene it is even more difficult to cross the frontiers and we try to do that with the second album…

cecilia::eyes

Any plans for 2011? Maybe a tour through Germany?
Pascal:
It will be a real pleasure to play in Germany but it’s also difficult because music is not our work, only a passion! We are all working during the week and have family and so, have to manage correctly our travel.

Gauthier: Do not hesitate to contact us for a gig, we always try to answer and to be the most available as possible, even if, as Pascal said, it is not easy for a non professional band like us.

Christophe: We are currently working on the compositions of the next album (planned for 2012). We’ll play in Brussels on 15.01.2011 for the second time with iLiKETRAiNS (UK) and we’ll be at DUNK!FESTIVAL on 24.04.2011 (Belgium) with EF, Caspian, Her Name is Calla, …

We would be delighted to come to Germany!

Thanks for all & have a tremendous holiday!!!

Thank you, too.

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DROEHNHAUS – ERSTER TEIL

Posted in Label on December 19th, 2010 by D.K.

DAS LEISE DROEHNHAUS

An dieser Stelle wollen wir euch das kleine, aber feine Label aus dem Westerwald vorstellen, das den passenden Namen Droehnhaus trägt. Markantes und sympathisches Merkmal des Labels ist das ausnahmslose Veröffentlichen auf Vinyl. Im ersten Teil wollen wir euch einige Künstler des Labels vorstellen, die für das ruhigere Dröhnen zuständig sind.

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Zwei Solokünstler, zwei experimentelle Ambientplatten mit jeweils sechs Songs und trotzdem grundverschieden. Mystified alias Thomas Park aus Saint Louis nimmt auf seinem Album “Pulse Ringer Pieces” den Hörer mit auf eine Unterseereise. Es fühlt sich an wie eine Reise in einem U-Boot, tiefe Sounds legen das Fundament im Hintergrund und immer wieder ertönen nicht klar definierbare höhere Töne, so als ob man mit dem Interieur des Unterseebotes musiziert. Passenderweise ist das Cover der Platte tiefblau und unterstützt die Höreindrücke auch visuell.
Das Cover von “Reverse The Night” von Andreas Brandal dagegen ist Pechschwarz und das spiegelt sich auch in der Musik wieder. Der Musiker aus dem norwegischen Bergen gibt der Dunkelheit einen Soundtrack und der ist ziemlich düster. Fiese Dronewände tauchen aus harmlosen Ambientlandschaften auf und geben den Songs eine bedrohliche Note, die dem Album sehr gut steht. Zwei Alben, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

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Seconds in Formaldehyde ist das Projekt von Martin Fuhs aus Thüringen, der sich selbst als “Modern Classical Composer” bezeichnet. Das Droehnhaus Debüt “A Shiver In Red”, das sich zwischen Ambient und Noise bewegt, ist auf alle Fälle eines der Highlights im Droehnhaus Sortiment. Die Sounds, mit Hilfe von Gitarre, Piano und Field Recordings erzeugt, sind zurückhaltend aber gleichzeitig einnehmend. Die Songs bauen eine warme Atmosphäre auf und schleichen sich ins Unterbewusstsein, nein, sie fliessen wie der Fluß auf dem Cover. “A Shiver In Red” ist als einfache und als Doppel-LP erhältlich und natürlich lohnt sich der Kauf der Doppel-LP. Im nächsten Jahr erscheint das neue Album, ebenfalls über Droehnhaus.

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Die selbstbetitelte 12inch LP von EAU-DC ist das bisher aktuellste ruhige Release aus dem Droehnhaus Angebot. Thorsten Polomski und Jens Fischer vermengen Electronica und Ambient und erschaffen einen Sound, der mit fragilen Beats und basslastigen Soundflächen überzeugen kann. Gleichsam düster und hoffnungsvoll erscheint die Musik, hell und dunkel wie der Blick von der U-Bahn-Station in den finsteren Tunnel auf dem Cover. Zwei lange Songs, die den Hörer zu beschäftigen wissen.

Und dann wäre da noch das laute Droehnhaus… aber dazu mehr im zweiten Teil.

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ARKTIKA

Posted in Release on December 18th, 2010 by D.K.

arktika

Wenn sich eine Band den Namen eines nuklear betriebenen sowjetischen Eisbrechers als Bandnamen aussucht, so geschehen bei Arktika aus Köln, dann ist das eine Ansage. Ende Oktober ist mit “At Zero” das erste Album von Arktika erschienen und es bricht zu Beginn wie ein Eisbrecher durch die Boxen in die Ohren des Hörers. Verdammt, ist das laut… ist der erste Gedanke und das ist auch gut so, denn das können die fünf Rheinländer, laut sein. Was die Band allerdings ausmacht ist nicht die Lautstärke, sondern eine gelungene Mischung aus lauten Sludge und Hardcore Parts mit klagendem Schreigesang und epischen, ruhigeren Instrumentalparts mit filigranen Elektroeinschüben und Samples. So endet das Album auch versöhnlich mit dem ruhigen Titeltrack. Jeder Eisbrecher kommt auch irgendwann ans Ziel.

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Die Liebe zu Post-Hardcore Bands wie Envy hat die fünf Musiker von Arktika 2008 zusammengebracht. 2009 folgt das Debütrelease in Form der “Heartwrencher” 12inch LP, auf der zwei 10minütige Songs, als Vorbote für das diesjährige Album “At Zero”, vertreten sind. Beide Releases sind über Narshardaa Records veröffentlicht worden. “At Zero” gibt es als LP und CD. Die “Heartwrencher” EP ist auch noch als altmodisches Tape (lang lebe die Cassette) bei Kreisel-Kreisel Records erhältlich.

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Die Aufnahmen zu beiden Platten sind in der berühmtberüchtigten Tonmeisterei in Oldenburg entstanden, dem Studio, in dem auch Omega Massif oder Kodiak ihre druckvollen Sounds auf Band verewigt haben. Für das vielschichtige Artwork der Platten ist Gitarrist Tim Kockentiedt verantwortlich, der bereits das Cover des letzen Long Distance Calling Longplayers entworfen hat. Die Artworks von Arktika erwecken den Eindruck alter Kupferstiche und bieten dem Auge viele Details, die es zu entdecken gilt. Wer das Artwork in seiner vollen Pracht erleben möchte, sollte unbedingt in die LPs investieren. Ab in den Arktika Shop.

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DALE COOPER QUARTET & THE DICTAPHONES

Posted in Release on December 17th, 2010 by N

Zuerst scheint alles einfach… und dann gibt es nur noch Abgründe.

Wenn beim ersten Stück auf “Paroles de Navarre” von Dale Cooper Quartet & The Dictaphones das Saxophon eine verhaltene Melodie zu spielen anfängt, auch noch solo, wird es automatisch spät abends; egal wie spät es wirklich ist. Und die Ohren signalisieren: Dark Jazz, leicht französisch. Und wie dark der wirklich ist, wie viele Klippen und Abgründe in dieser Darkness lauern, beginnt man zu ahnen, wenn schon dieses erste Stück zügig durch geräuschhafte Additionen ergänzt wird: Zurückhaltend, überhaupt nicht aufgesetzt, zur Verstärkung der Atmosphäre, aber schon hier mit einem ersten Anteil abgründiger Widerborstigkeit.

Dale Cooper Quartet & The Dictaphones

…Das unglaublich lange “Ta Grenier” führt den Atmosphären-Clash dann gleich weiter, aber mit ganz anderen Mitteln, wenn der das Stück zusammenhaltende, jazzig-warme Walking-Bass nach jedem Hören immer unmenschlicher erscheint: Maschinelle Stoik, unbeirrbar; wenn überhaupt, dann nur von Unmenschen zu spielen. Und es gelingt, den Ritt auf den ewigen zwei Akkorden bei aller Monotonie (positiv gemeint) im Fundament extrem spannend und überraschend zu gestalten, durch Ausbrüche des Saxophons, durch eine raue Gitarre… derartig surreale Tendenzen (z.b. der begräbnisartige Posaunenchor in “La Boudoir”) durchziehen alle Stücke, sowohl im Detail, als auch im Gesamten; einzelne Tracks wirken dabei wie fast geräuschhafte Interludien, brechen den Lauf auf, ohne die durchgehende Atmosphäre zu zerstören (oder auch nur in Frage stellen zu wollen) und werden zum Teil noch durch Fieldrecordings (von Straßenszenen) ergänzt.

Und verlieren sich so manche, möglicherweise vergleichbare Bands/Projekte dann doch irgendwann in den Normen der Ästhetik, die sie sich eigentlich nur geborgt haben, um sie von der dunklen Seite des Mondes aus neu zu interpretieren, beugt das Dale Cooper Quartet schon allein durch die rauere Soundanmutung und einen teils auf fast brutale Kontraste setzenden Mix einer solchen Gefahr vor. Hut ab dafür.

Und genau deshalb wird “Paroles de Navarre” immer abgründiger, je öfter man sie hört; auch die subtilen Abseitigkeiten, die sich zunächst noch im Fluss der Platte (hinter den großen) verstecken, kriechen dann hervor und bestimmen den Charakter mehr und mehr… Atmosphäre, Monotonie und Überraschung; wieso geht das hier so frappierend einfach?

Das neuaufgelegte Debüt von Dale Cooper Quartet & The Dictaphones “Parole de Navarre” ist bei Denovali Records
erschienen und in verschiedenen Versionen und Formaten erhältlich.

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BLACKFILM

Posted in Release on December 17th, 2010 by N

Cooles Blackfilm Cover: Unwettersee / Kaianlage / Verlassen / windgeformte Baumreihe / blauschwarz… (und bei der CD Version das auch noch über das Jewel-Case und den dieses umhüllenden Pappschuber verteilt.)

Blackfilm

…und wenn ihr jetzt noch “Blackfilm” (als Wort, einfach eins zu eins) übersetzt, erklärt sich der gesamte Inhalt (eigentlich ohne, dass es weiterer Ausführungen bedürfte): eine tiefschwarze, verloren düstere Collage aus Melodieandeutungen, kleinen Motiven, in Moll gespielt; eingetaucht, eingebettet in Streicherschichten oder Keyboardflächen mit dieser Art in sich kippender Harmonik, die jede Hoffnung nimmt…
…dazu Sequenzen von Fieldrecordings (…oder sind es Filmzitate?)…

Aber nicht das erstarrte Verlieren in diesen Tiefen ist das Thema: angetrieben durch (auch mal kaputte, in sich zerfallende) Breakbeats (die zusammen mit der Musik in Einzelfällen durchaus an „Form and Funktion“ Zeiten des Herrn Photek erinnern) oder durch bis in Midtempobereiche heruntergehende, bauchigere Rhythmik wird der in diese Szenerie gestoßene Hörer durch eben diese getrieben: ohne Halt, ohne Hilfe, ein (Black) Film, in dem der Held (oder ist er in Wirklichkeit das Opfer?) hilfesuchend an den ausdruckslos abweisenden Bewohnern dieses ihm unbekannten Landstrichs scheitert. Kalt und zynisch und trotzdem verlockend. Trip.

Das “Self Titled” Debübt von Blackfilm ist als Reissue über Deovali Records erhältlich.

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