LOCRIAN IN DER KRISTALLWELT

Posted in Release on December 16th, 2010 by D.K.

locrian crystal world

Locrian aus Chicago haben mit “The Crystal World” nicht mal ein Jahr nach ihrem Zweitlingswerk “Territories” ihr drittes Album veröffentlicht.

Angetrieben vom Roman “The Crystal World” von J.G. Ballard, welcher von einem Leprawissenschaftler erzählt, der einen afrikanischen Urwald erkundet, in dem sich alles in Kristalle verwandelt. Die Anziehungskraft von Tod und Unglück und der Untergang der Gesellschaft stehen bei Ballard im Vordergrund. Genau da setzen Locrian mit ihrer Musik an. Das Album fängt zurückhaltend düster an und steigert sich immer weiter und überrascht durch seine eingängige Fusion aus Noise, Elektro und Dronemetal. Während bei “Territories” die Black Metal Einflüße stark im Vordergrund stehen, schlägt “The Crystal World” einen zugänglicheren Weg ein. Locrian spielen mit der Wirkung von Gegensätzen. Mönchsähnlicher Gesang, wie aus einem byzantinischen Bergkloster, trifft auf Schreigesang, der so klingt als entstamme er einem tiefen hallendem Verließ. Düstere Droneflächen treffen auf klare Gitarrenmelodien und alles ist theatralisch perfekt inszeniert.

Die beiden Bandmitglieder Terence Hannun und André Foisy haben sich für die Aufnahmen des Albums den Percussionisten Steven Hess (Ural Umbo) und zwei Gastvocalistinnen ins Studio geholt. Das Mastering hat James Plotkin übernommen. Für das Artwork wurde Vberkvlt verpflichtet.

Die Doppel-CD ist bereits über Utech Records erhältlich, wer die Vinyl Version bevorzugt muss sich noch etwas gedulden.

locrian artwork

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FEAR FALLS BURNING UND DAS ENDE DER NACHT

Posted in Release on December 16th, 2010 by D.K.

fear falls burning - dead of night

Mit der Single “Dead Of Night” meldet sich Fear Falls Burning aus einer etwas längeren Pause zurück. Hinter dem Projekt steht der Belgier Dirk Serries, der dieses Jahr mit seiner Microphonics Reihe durch Deutschland getourt ist. Die 7inch “Dead Of Night” ist der Vorbote des im nächsten Jahr erscheinenden letzten Albums von Fear Falls Burning und das Bindeglied zwischen den “Frenzy Of The Absolut”-Sessions und den derzeitigen Aufnahmen zum neuen Album, das über Conspiracy Records erscheinen wird.

Seite A nimmt den Hörer schon beim ersten Ton auf eine laute Soundreise bestehend aus verzerrten Drones und klar gespielten Gitarrenmelodien mit. Der Sound brodelt vor sich hin, bis plötzlich der Bass einsetzt. Serries hat sich Martina Verhoeven, besser bekannt als Bassistin von 3 Seconds Of Air und Coverartkünstlerin der meisten Fear Falls Burning Platten, ins Studio geholt. Der tiefe Bass umarmt die Gitarrendrones und fügt sich gleichzeitig in das Gesamtbild ein. Seite B schließt an das Hörerlebnis der ersten Seite an und endet mit einem fulminanten Zusammenspiel aus minimalistischen, aber eindringlichen Bass- und Gitarrenlandschaften, die nach sechs Minuten verstummen und das Ende der Nacht besiegeln. Fear Falls Burning anno 2010 ist minimalistischer, etwas lauter und basslastiger als die Jahre zuvor und macht Lust auf mehr.

“Dead Of Night” ist über Dot Dot Dot Music erschienen und in einer Auflage von 300 Stück als Clear oder Red Splatter Vinyl erhältlich.

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TRAKTOR

Posted in Release on December 12th, 2010 by M.H.

Die Schweden Traktor entstammen der Screamo/Hardcore Szene, haben ihren Sound jedoch stetig weiterentwickelt und verfeinert und sich auf ihrem aktuellen, dritten Album “Early Adopter” dem Indierock mit Punk-Schlagseite verschrieben. Ihre Herangehensweise zeichnet sich dabei durch ein hohes Maß an Melodie- und Detailverliebtheit aus. So finden etwa Bläser wie selbstverständlich ihren Platz im Gesamtkonstrukt, das überdies von einem ausgeprägten Harmonieverständnis getragen wird.

Im Sommer 2009 begann das Quartett im Skyline Studio, unterstützt von Produzent Marcus Sjöberg, mit den Aufnahmen der neuen Kompositionen, die sich über ein Jahr hinziehen sollten, bevor im Mai 2010 zunächst die 7” “Where Water Goes” als Vorbote des neuen Albums veröffentlicht wurde.

traktor artwork

Die “Early Adopter” 12” ist im November bei Apocaplexy Records erschienen und in Deutschland u.a. über Denovali Records zu beziehen.

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VISCERA///

Posted in Release on December 10th, 2010 by M.H.

viscera artwork

Lauscht man den Klängen des neuen Viscera/// Albums “2: As Zeitgeist Becomes Profusion of the I”, so kommt man zunächst nicht auf die Idee, dass die Wurzeln der Italiener im Grindcore liegen könnten. Zu vielschichtig und experimentell tönen die Kompositionen des Quartetts mit den drei Streifen, das über die Jahre Einflüsse aus Post-Metal, Ambient und Doom in seinen Sound hat einfließen lassen.

Bei aller Progressivität wird die Vergangenheit jedoch keinesfalls verleugnet, vielmehr wird ihr durch vereinzelt eingestreute heftigere Parts Tribut gezollt. Der Gesang wird gleichermaßen dosiert und variabel eingesetzt, was sich in ausufernden Instrumentalpassagen auf der einen und dem Wechsel zwischen wütendem Kreisch- und melodisch-zurückhaltendem Klargesang auf der anderen Seite äußert. Bemerkenswert zudem, dass die vier Songs trotz ihrer Überlänge nicht etwa sperrig wirken, sondern ganz im Gegenteil, mit einer unerwarteten Eingängigkeit zu glänzen vermögen.

“2: As Zeitgeist Becomes Profusion of the I” ist im November auf dem belgischen Label ConSouling Sounds auf CD erschienen und über den Viscera/// Online-Shop zu beziehen. Die Deluxe Vinyl Version erscheint demnächst bei den Italienern von Frohike Records.

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SANKT OTTEN & MAJEURE SPLIT

Posted in Release on December 8th, 2010 by D.K.

Majeure_Sankt Otten_Split

Das Osnabrücker Synthierock-Duo Sankt Otten und A.E. Paterra alias Majeure, besser bekannt als Drummer des amerikanischen Synthirock-Duos Zombi, melden sich mit einer gemeinsamen Split zurück.

A. E. Paterra steuert drei neue Songs bei, die da ansetzen, wo das Majeure Debüt “Timespan” aufgehört hat. Der große Unterschied zur Debütplatte ist das Tempo, denn wo bei “Timespan” kraftvolle Beats die Synthiesounds angetrieben haben, geht es auf der Split primär um die Zelebrierung des puren Synthiesounds auf wunderschön langsame Art. Die ersten beiden Songs geben dem Hörer noch einen positiven Eindruck mit, den dann “Aleph Institute” in bester 80er Jahre Horrorfilm-Soundtrack-Manier in einen düsteren Eindruck wandelt.

Genau da setzen Sankt Otten an und präsentieren sich eindeutig melancholischer und getragener. Die neuen Songs haben im Vergleich zum letzen Album “Morgen wieder lustig” eine sympathische Schwerfälligkeit an sich, die Sankt Otten sehr gut steht. Mit dem fast zehnminütigen “Es ist nicht alles Gott was glänzt” beginnt die Reise auf der Sankt Otten Seite der Split und geht mit drei weiteren Songs “Der Sonne entgegen”. Synthiedrums und Synthiesounds treffen auf Ebowgitarrentöne und formieren sich zu einem passenden Soundtrack für die jetzige Jahreszeit. Der Weg, den Sankt Otten einschlagen, gefällt und es ist auf mehr zu hoffen.

sankt otten

Die Split erscheint Mitte Dezember über Denovali Records und ist bereits jetzt vorbestellbar. Die Vinyl Version ist in drei Farbvarianten erhältlich und die CD Version kommt mit einem zusätzliche Track, den Majeure und Sankt Otten gemeinsam eingespielt haben.

Und wo wir grad von Synthiemusik sprechen, möchten wir euch das erste deutschsprachige Buch ans Herz legen, dass sich mit der Geschichte des Synthiepop beschäftigt. “Synthiepop – Die gefühlvolle Kälte” von Dirk Horst erzählt die Entstehungsgeschichte von den Krautrockwurzeln bis zur Weiterentwicklung der heutigen Zeit. Es gibt beispielsweise Biografien und Stories zu Kraftwerk, Front 242 und natürlich auch zu Depeche Mode. Gut geschrieben und für Freunde von Musik wie der von Majeure und Sankt Otten auf alle Fälle lohnenswert. Ist ja auch bald Weihnachten.

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LIVE: COLISEUM, BISON B.C., KVELERTAK

Posted in ontheroad on December 8th, 2010 by M.H.

Im dichten Schneetreiben und bei frostigen Temperaturen machen wir uns am Samstagabend mit der S1 auf ins hügelige Essen-Steele, um der letzten Show der aktuellen Tour von Kvelertak, Bison B.C. und Coliseum beizuwohnen. Das Julius-Leber-Haus, ein kleiner Club mit extrem niedriger Decke, liegt mitten in einem Wohngebiet. Als wir um kurz nach 20 Uhr eintreffen, ist er bereits gut gefüllt und die Zeit reicht gerade noch, ein Bier zu ordern, bevor Kvelertak auch schon den Konzertabend eröffnen.

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Die Norweger werden heute aushilfsweise von Coliseum‘s Carter Wilson am Schlagzeug begleitet, da sie auf diesem Posten einen verletzungsbedingten Ausfall zu beklagen haben. Dieses vermeintliche Handicap hat jedoch keinerlei spürbare Auswirkungen. Die Männer aus dem hohen Norden geben von der ersten bis zur letzten Note Vollgas und versprühen mit ihrem Punkrock meets Black Metal meets Hardcore eine derartige Spielfreude, dass sie vom Publikum euphorisch abgefeiert werden.

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Da im Saal mittlerweile saunaähnliche Temperaturen vorherrschen, nutzen viele Besucher die kurze Umbaupause dankbar für eine Abkühlung im Schneegestöber, was sich als weise Entscheidung herausstellen soll, da Bison B.C. keinerlei Anstalten machen, das Energielevel auch nur minimal absinken zu lassen. Die Kanadier aus dem fernen Vancouver entfachen eine ansteckende Dynamik und erweisen sich als sympathische Entertainer, die auch Crowdsurfing-Ausflüge ins Publikum nicht scheuen. Musikalisch lässt das Quartett auf seinem Trip durch dreckigste Sludge Gefilde ebenfalls keine Wünsche offen.

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Als Headliner des Abends betreten nun Coliseum die Bühne und scheinen die Hochstimmung, die Kvelertak und Bison B.C. zuvor aufgebaut haben, zunächst nicht ganz aufrecht halten zu können, was möglicherweise auch an ersten Ermüdungserscheinungen auf Seiten des Publikums liegen mag. Doch mit fortschreitender Spieldauer läuft das Trio langsam warm und hat die Menge zur Hälfte des Sets fest im Griff. Zudem provozieren sie mit ihren Crust-Hymnen den einzigen echten Pogo-Kessel des Abends. Sänger Ryan Patterson weiß überdies mit sympathischen Ansagen zu punkten und bittet beim letzten Song, dem Danzig Cover “Am I Demon”, alle Musiker des Abends zum gemeinsamen abfeiern auf die Bühne.

Nach einem kurzen Abstecher zum Merchstand machen wir uns mit der Gewissheit, ein absolutes Konzert-Highlight 2010 miterlebt zu haben, auf die Heimreise durch das verschneite Ruhrgebiet.

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DAVID LYNCH UND DIE MUSIK

Posted in Kunst, Release on December 5th, 2010 by D.K.

Genau so surreal wie die Filme, Fotografien und Gemälde von Kultregiesseur David Lynch sind, genau so surreal war die Meldung, dass er eine Popsingle veröffentlichen wird. Seit einigen Tagen steht die Single “Good Day Today” zum download bereit und erscheint im Januar auf Vinyl.

david lynch - good day today - artwork

“Good Day Today” besteht aus einem einfachen Beat, unterlegt mit Synthiesounds und den Vocodervocals von David Lynch und hat so rein gar nichts mit den bisherigen musikalischen Werken von Lynch zu tun, die sich eher in Bereich von minimalistischem Ambient und Jazz bewegen. Wäre “Good Day Today” nicht von Lynch, würde es in den tiefsten Abgründen der Popgeschichte verschwinden. Es ist aber nun mal von ihm und deswegen nicht rein als Popsong abstempelbar. Setzt man diesen Song in den Kontext seiner anderen Arbeiten, so öffnen sich ganz andere Sichtweisen. “So tired of fire, so tired of smoke” singt Lynch am Anfang des Songs, zwei Elemente, die in irgendwie jedem seiner Filme auftauchen. Was das alles zu bedeuten hat, weiß nur David Lynch selbst, aber jeder, der sich mit seiner Arbeit beschäftigt, hat sicherlich einen ganz individuellen Interpretationsansatz. Das ist auch gut so, denn das macht die Person David Lynch ja so interessant.

david lynch

“Good Day Today” erscheint im Januar über Sunday Best Records und ist über The Vinyl Factory in der Doppel Vinyl Deluxe Edition vorbestellbar. Neben “Good Day Today” ist auch der Song “I Know” vertreten, der eher wie ein trippiger Tom Waits Song klingt, als nach Elektropop. Auf der zweiten LP werden Remixes diverser anderer Künstler vertreten sein. Das Deluxe Paket enthält noch eine CD mit allen Songs und Kunstdrucke vom Artworkverantwortlichen Vaughan Oliver, der bereits für die Pixies, This Mortal Coil oder Dead Can Dance gearbeitet hat.

Falls jemand Lust hat das passende Video zu den beiden Songs zu drehen und damit an einem Gewinnspiel teilzunehmen, bei dem David Lynch in der Jury sitzt, der sollte unbedingt mal Genero.tv besuchen.

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LIVE: EMOKELLER

Posted in ontheroad on December 4th, 2010 by D.K.

Es ist Mittwoch, das heißt für den Emokeller in Essen endlich wieder ein Konzertabend. Klein, verschachtelt und niedrig ist der Keller im EMO Freizeitzentrum der evangelischen Kirche, das schon seit 1914 besteht, aber trotzdem von Grund auf sympathisch.

Es steht ein Abend mit vier Bands an. Den Anfang machen Kokomo aus dem Ruhrgebiet, die mit ihrem pumpenden Postrocksound schnell die Köpfe der Gäste in Bewegung bringen. Leider ist der Sound viel zu laut für den kleinen Raum und führt dazu, dass nur noch ein Soundbrei die Ohren erreicht. Schade. Die zweite Band, ebenfalls aus dem Revier, ist Sundowning, die mit ihrem kreativen Hardcore die Gäste auch mit fettem Gesang beschallt. Viele Fans haben die Vier dabei, sogar welche, die die Songs mitsingen können. Das Set wird immer aggressiver und nur an einer Stelle humoristisch untermalt, als aus dem Laptop, aus dem Samples erklingen sollten, das typische Windowsgebimmel ertönt.

arktika @ emokeller essen

Nach zwei Ruhrgebietsbands kommen die Kölner von Arktika auf die Bühne. Also mit Bühne ist gemeint, dass es einen kleinen Sockel gibt auf dem das Drumset Platz findet, die beiden Gitarristen, der Bassist und der Sänger stehen sozusagen mitten im Publikum. Was eine wirklich beeindruckende Wirkung hat, wenn die Musiker in rotem Licht direkt vor einem stehen und einem ins Gesicht schreien oder millimetergenau mit dem Gitarrenhals an einem vorbeischwingen. Was noch beeindruckender ist, ist der Sound von Arktika. Trotz des kleinen Raums kommen die langen Songs, mit einer gelungenen Mischung aus epischen Instrumentalparts und treibendem Post-Hardcore mit kraftvollem Screamogesang, überzeugend an.

khuda @ emokeller essen

Mittlerweile ist es schon sehr spät für einen Mittwochabend und das merkt man am immer leerer werdenden Emokeller. Als letzte sind die Gäste aus dem englischen Leeds dran. Das Drum- und Gitarren-Duo Khuda baut zunächst die Bühne in einen Verstärkertotem um und platziert sich direkt davor. Eine Hand voll Gäste und die Bands und Crew sind noch da und die werden fürs Warten auch belohnt. Khuda rocken, irgendwo zwischen Prog-, Psychedelic- und Post-Rock, mit einer frechen eigenständigen Note. Der Drummer haut sich die Seele aus dem Leib, was er wohl nicht zum ersten Mal macht, denn das Drumset ist sichtlich lädiert. Der Gitarrist baut mit Hilfe von Loops Melodien und Rhythmen auf, die er dann immer weiter ausbaut, bis die Songs mit einer Wand aus verschiedenen Gitarrensounds ihr Ende finden. Auch die Unterbrechung des Sets wegen eines defekten Effektgerätes schmälert den positiven Eindruck der Band nicht. Während des letzten Songs trete ich die Heimreise an, es ist kurz vor Eins, es ist kalt, der Schnee knirscht, es ist leise, nur im Hintergrund sind Khuda noch zu hören. Cooler Abend.

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RUINS OF A FORGOTTEN WORLD SPLIT

Posted in Release on December 3rd, 2010 by M.H.

“Ruins Of A Forgotten World” nennt sich die Split-Veröffentlichung, die uns die beiden französischen Bands Another Moon und Sick Sad World bescheren.

Initiator der Scheibe ist Multiinstrumentalist Seb aus Paris, einziges Mitglied der Ein-Mann-Band Another Moon. Seine progressiven, oftmals verspielten Instrumentalsongs bieten ein gleichberechtigtes Neben- und Miteinander von doomigem Ambient, melodischem Postrock und schweren verzerrten Gitarren. Dabei verbreiten die Aufnahmen phasenweise ein latentes Black Metal Flair, hervorgerufen nicht zuletzt durch den Gitarrensound und den Einsatz von Keyboards und Synthesizern. Dem zweiten Stück, gleichzeitig Titeltrack der Split-Veröffentlichung, leiht Sick Sad World Sänger Juda seine Stimme und sorgt so dafür, dass sich die Bands nicht nur den Tonträger teilen.

another moon

Bei Sick Sad World geht es in den folgenden drei Songs entschieden rockiger und erdiger zur Sache. Die Gitarrenarbeit ist mal postrockig verspielt, mal liefert sie rhythmisches Hardcore/Sludge Riffing. Damit ist sie ebenso abwechslungsreich und dynamisch wie Frontmann Juda, der stetig zwischen emotional-melodischem Klargesang und aggressiven Shouts pendelt.

“Ruins Of A Forgotten World” präsentiert uns qualitativ Hochwertiges aus dem französichen Underground. Zwei Bands, die wir definitiv im Auge behalten werden. Überzeugt euch selbst im Stream oder bestellt euch gleich die Platte im Another Moon Online-Shop für günstige 6€.

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LIVE VIDEOS: NOVELLER & UNFACT

Posted in Video on December 2nd, 2010 by M.H.

Zwei visuelle Eindrücke von einem einmaligen Abend für alle, die am 15. November in der Bochumer Christuskirche dabei waren und alle, die das Konzert verpasst haben.

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INVISIBLE ELEPHANT – THE LIGHTS GO OUT

Posted in Release on December 2nd, 2010 by D.K.

invisible elephant - the lights go out

Hinter Invisible Elephant verbirgt sich ein englisches Ein-Mann-Projekt, was man der Debütplatte “The Lights Go Out” wahrlich nicht anhört. Denn dieses shoegazige Psychedelic-Folk Erstlingswerk bietet dem Hörer die verschiedensten Höreindrücke, die Invisible Elephant mit verschiedenen Instrumenten zu einem homogenen Gesamtwerk vereint. Die Grundstimmung des Albums passt zur derzeitigen Jahreszeit. Kalt und verschneit ist es draussen und die Musik ist mit ihren hallenden Sounds und den verzerrten Vocals der passende Soundtrack dazu. Wer Folkrock mag, der durch experimentelle und laute Momente bereichert wird, der sollte sich Invisible Elephant mal anhören.

Das Album “The Light Go Out” könnt ihr auf der Bandcamp Seite von Invisible Elephant kostenlos runterladen oder noch besser als limitierte CD mit zwei Bonus Tracks bei Sonic Reverie bestellen.