MESSEBASSE
Posted in Release on May 30th, 2011 by NDas Versprechen von Noise: …und dann doch völlig jenseits davon. Vincent Vigier (Bariton-Gitarre, Abmischung und Manipulationen; auch: Douleurfantome / Creature), Azusa Kurokawa („Gesang“, Zeichnungen), Fabrice Richard (Bass, Sampler, FX) mit einer halbstündigen Kollaboration auf Bassesfrequences. Und: einem Meisterwerk spannungsgeladenen Ambient…

Mit fast so viel Stille und Leerraum wie Musik. Die so entsprechend das entscheidende Mehr an Raum zur Verfügung hat, das dafür verantwortlich ist, die einzelnen Töne diese Dreidimensionalität entwickeln zu lassen, die vielen meterdick zugeschichteten Genrevertretern fehlt. Mit einer Ruhe in sich selbst, die trotz ihrer Unaufgeregtheit nicht vorbeifließt, sondern ein extrem einnehmendes Wesen hat. Mit gezielt gesetzten (möglicherweise aber auch „nur“ so wirkenden) Motiven, die trotzdem immer wieder neu überraschen. Und mit einer Gesamtstimmung, die (Ent)Spannung und fast optimistische Erwartung weit vor gewollte Düsternis setzt und es trotzdem schaffen kann, nur durch eine leichte Korrosion der Oberflächen, auch eingeschworene Hörer aus dem grauschwarzen Bereich zu begeistern.
Neben der Abmischung an sich, die viele Details bewusst stärker nach hinten stellt und so die Möglichkeit gewinnt, den Hörraum intensiv zu strukturieren, sind es wohl die Soundauswahl und die unglaubliche Ruhe beim Spiel, die Messebasse zu diesem perfekten Release geführt haben.

Im Bassesfrequences Umschlagcover als „blauer Brief“ mit doppelseitig illustrierten Inlay mit den Zeichnungen von Azusa Kurokawa. Und wer erwartet hätte, den digitalen Noise zu hören zu bekommen (und wenn auch nur partiell), für den Vincent Vigier als Douleurfantome durchaus ein Faible hat, der wird mit einer Ruhe und Gelassenheit überrascht, die die von seinem anderen alter ego Creature noch weit übertrifft. Gleitflug über der Unwirklichkeit.
Bei den Franzosen
Erschienen ist “Permission To Engage” im Oktober 2010 über 








Ihr neuster Streich ist eine 7inch, die auf auf den Namen “Escape From The Past” hört. Der titelgebende Song auf Seite A ist ein schnörkellos treibender Rocker, der nach vorne und ohne Umschweife direkt ins Ohr geht. Die B-Seite “Endless Catastrophy” hingegen ist nicht ganz so straight und wählt eine etwas vertracktere Rhythmik. Beiden Tracks gemein ist die saubere, glasklare Produktion und der markante, mit viel Hall versehene Gitarrensound, der in den legendären Finnvox Studios in Helsinki zusammengebastelt wurde. Erschienen ist das gute Stück ausschließlich auf Vinyl (200 x rot, 300 x schwarz) über das stets geschmackssichere deutsche Independent Label 


Der epische Titel täuscht nicht –
Mit “As The Valley Of Death Becomes Us, Our Silver Memories Fade” präsentiert uns Josh Graham zweifelsohne die Essenz seines musikalischen Schaffens, komprimiert auf einem Album, das sich darüber hinaus durch eine erhöhte Songorientierung auszeichnet. Unterstützt wird er dabei vom aktuellen ASOL Lineup, bestehend aus Domenic Seita (Bass), Billy Graves (Drums) und Joel Hamilton (Synthesizer). Dazu gesellt sich eine illustre Gästeliste, gespickt mit namhaften Künstlern wie Jarboe, Carla Kihlstedt, Kris Force, Matthias Bossi, Nerissa Campbell und als wohl bemerkenswerteste Persönlichkeit Soundgarden Gitarrist Kim Thayil, der “Missing” und “Black Wolves” mit seinen markanten Gitarrensoli eine ganz eigene Note verleiht.










