BASS COMMUNION – CENOTAPH

Posted in Release on October 30th, 2011 by D.K.

Bass Communion ist das experimentelle Alterego von Steven Wilson, Frontmann von Porcupine Tree. Während er mit seiner Band und unter seinem eigenen Namen mittlerweile das breitere Prog-Rock-Publikum anspricht, hält sich sein Bass Communion Projekt stetig im Hintergrund und ist eher was für Ambientfans, die sich Zeit nehmen Musik nicht nur zu hören, sondern auch in ihrer Gesamtheit wirken zu lassen.

bass communion cenotaph

Zwei Jahre lang war es ruhig um Bass Communion, nur EP- und Singleveröffentlichungen haben 2009 verlauten lassen, dass dieses Projekt noch aktiv ist. Umso passender der Titel des neuen Albums “Cenotaph”. Ein Scheingrab als Lebenszeichen. Das Cover zeigt einen Kenotaphen, genauer gesagt ein Monument, das weder Inschrift noch Verzierung trägt und umgeben ist von Ebbe. Im Hintergrund das Meer und im Sinn die Flut, die im nächsten Moment alles überschwemmt. Legt man die Platte auf, überrascht “Citadel” mit einem Beat, der einem Herzschlag gleicht, der als Grundlage für düstere Ambientsounds und filigrane Droneflächen dient. Wilson führt den Hörer 19 Minuten lang in seine neue Bass Communion Welt ein, in der der Rhythmus eine größere Rolle spielt, als es in den bisherigen Veröffentlichungen der Fall war. “Carrion” steigert sich durch einen Beat, der zwar immer noch subtil ist, aber eindeutig die Stimmung des Songs bestimmt. “Cenotaph”, der Titelsong, ohne Beat, mit viel Feingefühl für Raum in Musik, mit einem sich so stark zurückhaltenden Klanggerüst, dass man das Gefühl bekommt, die Musik würde hinter einen kriechen, um von hinten einen Überfall zu starten. Der Überfall bleibt aus, die Spannung bleibt, keine Flut, der anonyme Kenotaph am Strand bleibt ein Mysterium. “Conflux” nimmt den Herzschlagbeat des Openers auf, dieser stellt sich hier aber deutlicher in den Vordergrund. Vier Stücke, 74 Minuten Musik aus einer Welt, die man gerne besucht, aber zugleich fürchtet. Ein Soundtrack für das Unterbewusstsein.

“Cenotaph” von Bass Communion erscheint Mitte November auf CD und Vinyl über Tonefloat Records und ist bereits jetzt über den Tonefloat Store vorbestellbar.

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BLOOD INTO WINE VERLOSUNG

Posted in Aktuell, GEWINNSPIEL on October 30th, 2011 by D.K.

Blood Into Wine

Seit letzter Woche ist “Blood Into Wine”, der Dokumentarfilm um Maynard James Keenans Weinanbauarbeit, auch offiziell in Deutschland auf DVD erhältlich. Der Film, der letztes Jahr in den amerikanischen Kinos angelaufen ist, bietet einen interessanten Einblick in einen Teil des nichtmusikalischen Lebens des Tool – A Perfect Circle – Puscifer – Frontmanns Maynard James Keenan, der seit einigen Jahren auch als Winzer aktiv ist. Dabei leistet Keenan mitsamt seiner Weinanbaumannschaft Pionierarbeit, denn seine Weinstöcke wachsen in der Wüste Arizonas. Der Film verschafft Einblick in diese Arbeit und ist zudem mit verschiedenen humoristischen Einlagen gewürzt. Als Gaststars sind Milla Jovovich (auch an Puscifer beteiligt), Tim Alexander (Primus Drummer) und der amerikanische Weinkritiker James Suckling (Wine Spectator) vertreten. Als Bonus gibt es noch ein Interview und exklusives Livematerial von Puscifer, die übrigens ihr neues Album “Conditions Of My Parole” in Maynards Weinkeller aufgenommen haben. Als I-Tüpfelchen gibt es zum Ende des Films eines der genialsten Lebensmottos von Maynard direkt an den Zuschauer gerichtet, aber findet es einfach selbst raus…

“Blood Into Wine” ist beispielsweise hier käuflich erhältlich oder ihr macht bei unserem Gewinnspiel mit, denn wir verlosen ein Paket mit DVD, Poster und Sticker. Was ihr dafür machen müsst:

Beantwortet unsere Frage: Nach wem ist der unten abgebildete Wein benannt?
Schickt eine Mail mit dem Betreff “Blood Into Wine Verlosung” und der richtigen Antwort an redaktion[at]thepostrock[dot]de und wir losen die Gewinnerin/ den Gewinner aus.

Und weil 3+5+3 11 ergibt, ist der 11.11.11 der Einsendeschluß.

Viel Glück!

caduceus nagual del judith

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I, THE PHOENIX

Posted in Release on October 23rd, 2011 by M.H.

Das belgische Duo I, The Phoenix sieht sich nicht als Band im klassischen Sinne, sondern als konzeptionelles Gesamtwerk, als eine organische Plattform, auf der Jean-Paul Frenay und Vincent de Puydt ihren Ideen und Gedanken durch verschiedenste Kunstformen Ausdruck verleihen.

Die Kunstform, die sie für ihren musikalischen Output auf ihrem unbetitelten Debütalbum gewählt haben, ist zweifellos in den 80er Jahren verwurzelt. Groovenden Industrial-Rock, experimentelle Elektronik- und (Dark-)Wave-Sounds, sowie moderne Ambient-Einschübe verbinden die beiden zu ihrer eigenen spannenden Mixtur. Hinzu kommt Gesang, der uns, mal lakonisch kühl, mal hymnenhaft harmonisch, ebenfalls direkt in die 80er Jahre katapultiert und zum Teil fraglos Dave Gahan Querverweise nahelegt. Nine Inch Nails kommen einem beim Lauschen in den Sinn, 65daysofstatic und düster(st)e Depeche Mode Momente.

Schon beim ersten Durchlauf bleiben die zahlreich eingestreuten, einprägsamen Melodien und Harmonien, sowie die konstant zwischen bedrückend-schwermütig und bedrohlich pendelnde Stimmung der Musik hängen. Sicherlich keine leicht verdauliche Kost, die uns die Herren aus Brüssel hier servieren, wobei dies wohl auch das letzte wäre, das man in diesem Kontext erwarten würde. Einzelne Songs hervorzuheben macht folgerichtig auch kaum Sinn. Mit Ausnahme vielleicht der ersten beiden Tracks, denen durchaus ein gewisses Hitpotential innewohnt, lässt man die Platte am besten in Gänze auf sich wirken.

Wie das bereits erwähnte Konzept hinter I, The Phoenix vermuten lässt, wird der CD Käufer nicht mit einer schnöden 08/15-Hülle abgespeist. Vielmehr wird das audiovisuelle Erlebnis durch die Verpackung des Silberlings – ein dreidimensional gestaltetes Digipack plus 16-seitiges Booklet – vervollständigt. Eine 3-D-Brille wurde dem Package vorsorglich ebenfalls beigelegt. Besorgt euch das auf 500 Einheiten limitierte Werk für preisgünstige 10 EUR direkt über die Bandcamp Seite.

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BASSES FREQUENCES ZUSAMMENKÜNFTE

Posted in Label, Release on October 22nd, 2011 by D.K.

Das französische Label Basses Frequences veröffentlicht seit einigen Jahren schon experimentelle Musik von Künstlern wie Locrian, Nicholas Szcepanik, Celer oder Nadja. Aber vor allem die Kollaborationen, die auf dem kleinen Ein-Mann-Label erscheinen, haben es uns angetan. Im Folgenden wollen wir euch diese etwas näher vorstellen.

THISQUIETARMY & YELLOW 6

death_valley

Eric Quach (Thisquietarmy) und Jon Attwood (Yellow 6) haben sich 2009 nach einem kanadischen Festival, auf dem beide aufgetreten sind, in Erics Studio in Montreal verzogen und dort eine gemeinsame Session eingespielt und aufgenommen. Das Resultat ist zunächst ein paar Monate liegen geblieben, bevor es dann in die Hände von Fear Falls Burning (Dirk Serries) gegeben wurde, um für eine Vinylveröffentlichung gemastert zu werden. Das Resultat sind die beiden 12inch Platten “Death” und “Valley”, benannt nach der kalifornischen Wüste, die wohl auch der Ideenpool für die eingespielten Songs war. Im Gegensatz zu den Soloveröffentlichungen der beiden Gitarristen sind die sechs Songs auf diesen beiden Platten erstaunlich zurückhaltend und minimalistisch. Niemand drängt sich in den Vordergrund, niemand versucht der Musik sein Label aufzudrücken. “Death” und “Valley” sind zwei beeindruckend intensive Dokumente einer winterlichen Session, in der beide Musiker erschöpft von vorherigen Ereignissen einfach nur zusammen gespielt und dabei einen gemeinsamen Soundfluss gefunden haben. Einfach die Nadel auf das Vinyl setzen, laut aufdrehen und eine Reise durch die Wüste antreten.

AIDAN BAKER & KEVIN MICKA

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Ebenfalls 2009 in Montreal entstanden ist die Kollaboration zwischen Aidan Baker (Nadja) und Kevin Micka (Animal Hospital). Auf “Green Figures” ist ein gemeinsamer Auftritt der beiden Musiker zu hören, den Eric Quach glücklicherweise aufgezeichnet hat. Denn die drei Songs aus Aidan Bakers bekannteren Alben “Green & Cold” und “Figures” erfahren durch die Livedrums Begleitung von Kevin Micka eine ganz neue Dynamik und Struktur. Die Songs werden langsam aufgebaut, die Drums fügen sich subtil ein und gehen mit Bakers Loops eine Fusion ein, so dass die Songs ganz neue Facetten erlangen. Eine Liveplatte, die definitiv nicht nur was für Aidan Baker Fans ist, sondern auch für alle die, die auf handgemachte, leicht experimentelle Shoegazersounds stehen.

Als nächste Veröffentlichung steht übrigens die Kollaboration von Yellow6 und Larkian an…

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N & TZESNE

Posted in Release on October 22nd, 2011 by D.K.

Nachdem Denovali Records bereits die Kollaboration von N und Mirko Uhlig Anfang des Jahres veröffentlicht haben, folgt nun die nächste Zusammenarbeit. Diesmal haben N (oder bessser gesagt N[18]) und Tzesne zusammengefunden und das Album Carrissals zusammen eingespielt. Der baskische Soundtüftler Txesus Garate alias Tzesne hat sich mit Hellmut Neidhardt alias N ausgetauscht, oder besser gesagt: die beiden haben ihre Sounds untereinander ausgetauscht, um das Album zusammenzustellen. Das Ergebnis ist ein fulminantes Experimentalalbum bestehend aus acht Stücken, die einerseits dronig sind und den typischen Gitarrensound von N durchschimmern lassen, andererseits viel Raum für Field Recordings und Ambientklänge aus der Feder von Tzesne bieten.

n & tzesne

Freunde intensiver minimalistischer Musik werden an Carrissals Gefallen finden, denn dieses Album nimmt sich genau dafür Zeit. Die erste Platte des Doppelvinylsets setzt mehr auf die Wirkung von Gitarrendrones, die von diversen Soundideen oder Soundcollagen von Tzesne untermalt werden. Nachdem der Hörer dann erstmal eingestimmt und sensibilisiert ist, setzt die zweite Hälfte des Albums auf die Wirkung von Field Recordings, denen sich N mit seinen Gitarrentönen untergliedert.

Ein Soundtrack zu einem Spaziergang durch eine Landschaft, aus der das Foto des Artworks auch stammen könnte. Niemand spricht, man lässt die Natur auf sich wirken, nimmt die Geräusche der Umgebung wahr und stellt sich im Sinn den Score zum gerade Erlebten vor.

Streng limitiert auf 100 Exemplare erscheint Carrissals als transparentes 180g Doppelvinyl und als MP3-Album zum Download über Denovali Records. Wer ein N Konzert besucht, hat eventuell auch die Möglichkeit, eine der limitierten Tour-CDr-Versionen des Albums zu ergattern.

Hier geht es zur N & Mirko Uhlig Rezension…
Hier gibt es mehr Infos zu N und den Zahlen in den Klammern…

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LIVEBERICHT: THE ASCENT OF EVEREST

Posted in ontheroad on October 19th, 2011 by D.K.

the ascent of everest live in oberhausen

Montag, der wohl unpassendste Tag, um sich abends nach dem ersten Arbeitstag der Woche zu motivieren ein Konzert zu besuchen. Zum Glück schaff ich es, denn The Ascent Of Everest haben in Oberhausen im Druckluft gespielt und das wollte ich mir nicht entgehen lassen. Im Druckluft angekommen bestätigt sich die Montagstheorie, denn die handverlesene Anzahl an Besuchern ist schon schade.

the ascent of everest live in oberhausen

The Ascent Of Everest lassen sich Zeit und kommen gegen 21:30 Uhr auf die Bühne, die sich sehr schnell füllt, denn die Band besteht heute aus sieben Musikern. Zwei Gitarren, Bass, Cello, Violine, Drums und Percussion. Das Set beginnt mit einem lauten dynamischen Song, der von tiefen Cellotönen und kraftvollen Drums getragen wird. Gelungener Einstieg, der die Müdigkeit des Tages schnell vergehen lässt. Im Hintergrund laufen Videoprojektionen, die ich mir aber gar nicht genau anschaue, denn auf der Bühne passiert so viel, das man sich nicht entgehen lassen möchte. Die Cellistin sitzt in der Mitte der Bühne und wird umrahmt von den restlichen stehenden Musikern (außer dem Drummer). Der Sänger und Gitarrist haucht den Songs, die sich irgendwo zwischen GYBE und Sigur Ros einreihen lassen, die individuelle Seele ein, wenn er mit seiner tiefen Klangfarbe in der Stimme die Vocals beisteuert. Überhaupt ist der Einklang von Vocals, klassischen und rockigen Instrumenten erstaunlich präzise und klingt live noch intensiver als auf Platte. Das Set ist geschickt abwechslungsreich, mal dynamisch-explosiv, mal experimentell-ruhig, und es werden ein paar neue Songs präsentiert, die teils melancholischer, teils aggresiver sind als das bisherige Material. Das Konzert dauert weit über eine Stunde und The Ascent Of Everest können vollkommen überzeugen. Wenn der Aufstieg auf den Everest sich so anfühlt wie die live gespielte Musik dieser Band, dann sollte man echt mal überlegen mit dem Bergsteigen anzufangen…

the ascent of everest live in oberhausen

Wer die Chance hat einen der verbleibenden Termine wahrzunehmen, sollte unbedingt hingehen. Die restlichen Daten findet ihr hier auf unserer ONTHEROAD Seite.

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URAL UMBO

Posted in Release on October 16th, 2011 by D.K.

Ural Umbo nennt sich das Duo, das sich aus dem Schweizer Reto Mäder (RM74, Sum of R) und dem Amerikaner Steven Hess (mittlerweile fester Bestandteil der Studiobesetzung von Locrian) zusammensetzt. Mäders Hauptinstrument ist der Bass, Hess konzentriert sich auf Percussion und Drums, und um dieses Konstrukt von Rhythmusinstrumenten paaren sich Field Recordings, Synthiesounds und andere Klangobjekte. Das Ergebnis ist eine Klangwand aus Drone, Doom, Ambient mit starker Improvisations- und Experimentierfreude.

Das amerikanische Feinkostlabel für experimentelle Sounds Utech Records hat das Debüt und ein Tape veröffentlicht und legt jetzt, nach einem Abstecher der Band, deren Zweitwerk „Fog Tapes“ das bei Hinterzimmer Records erschienen ist, das dritte Album „Delusion Of Hope“ nach.

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„Delusion Of Hope“ ist der perfekte Titel für dieses Album, das wirklich nicht im Geringsten Hoffnung für positive Gemütszustände aufkommen lässt. Schon der Opener “Initial Magnetization Curve” rollt eine derbe verzerrte Dronewalze aus, die mit einer Art Gongsound untermalt sich immer weiter ausweitet und den ganzen Raum, in dem die Musik gehört wird, überflutet, bis dann kurz vor der Neun-Minuten-Grenze die Erlösung zu kommen scheint. Erlösung folgt aber nicht, denn wo der Opener vom Bassdrone dominiert wird, gibt nun in “Sych” ein fies übersteuernder Drumsound den Ton an. Knappe zwei Minuten reizen die Drums die Lautsprecherkapazität aus, genial. “This Dead and Fabled Waste” nimmt dann erstmalig etwas Dynamik raus und präsentiert sich mit düsteren O-Tönen, flirrenden surrenden Sounds und akzentuiertem Percussioneinsatz, so schließt auch “Evocative Luminance” mit ruhigeren Tönen das Hörerlebnis von Seite A ab.

Seite B setzt laut ein mit “Self Fulfilling Prophecy”. Ein wie von selbst vor sich herdröhnender verzerrter Bass, trockene Drums und Synthiesounds, die dem Doomgewand eine kosmische Note geben. “Resinous Compound” zeigt dann die Dark-Ambient-Seite von Ural Umbo und auch hier können die beiden Spannung aufbauen und halten. “So Here I Live, Sorry” gleitet mit einem Schleier aus fragilen Sounds vor sich hin, bis irgendwann ein marschierende Percussionwand immer lauter werdend in den Song einbricht und sich in ein Drumunwetter verwandelt. Der Abschluss mit “Thermal Layering” beginnt mit pumpenden Orgeltönen, die übereinander gelegt einen Dröhnteppich ergeben und mit Percussion und nichtdefinierbaren anderen Sounds den Hörer aus der Ural Umbo Welt entlassen.

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Im Gegensatz zu den beiden Vorgängeralben, die durchgehend eine bestimmte Stimmung verkörpert haben, entwickelt sich „Delusion Of Hope“ von einem dronigen pumpenden Ungetüm in ein entspannteres soundtrackartiges Klanggebilde, das aber nicht weniger dem düsteren Albumtitel entspricht. Eine kleine musikalische Horror-Thriller-Reise, die unter die Haut geht.

Das Album erscheint in einer 300er Auflage auschließlich auf Vinyl mit beiliegender CD-Version des Albums und kann direkt über Utech Records bestellt werden. Für das Coverartwork sind Fotos des deutschen Photographen Alexander Binder verwendet worden.

 

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DAS TAPEDECK SPIELT WIEDER – VOL. I: AIDAN BAKER

Posted in Serie, Tapes on October 13th, 2011 by D.K.

So manch einer möchte diesen Tonträger vergessen oder hat ihn schon vergessen, manch ein anderer ist nostalgisch und hat noch alle von früher und dann gibt es so manch einen, der das Ding am Leben erhält und darauf neue Musik veröffentlicht: Die Rede ist von der guten alten Kassette. Das haben wir zum Anlass genommen, euch ein paar ausgefallene Exemplare dieser vom Aussterben bedrohten Tonträgerart in einer kleinen Serie vorzustellen.

aidan_baker_infinite_loop_1 tape

Den Anfang macht das neue und allererste Tape in der Diskografie von Aidan Baker namens “Infinite Loop #1″. Es ist das erste Tape von Baker und die erste Veröffentlichung des jüngst gegründeten deutschen Labels Inselkind Schallträger. Das Besondere an diesem Tape ist nicht nur, dass es ein 60 Sekunden langes Endlostape ist, das den Loop von Aidan Baker ewig spielen könnte ohne stehen zu bleiben, sondern auch die Verpackung. Denn die Hülle besteht aus vier aufeinander geschraubten Metallplatten, zwischen denen die Kassette liegt. Das Paket bringt stolze 2 Kilogramm auf die Waage und benötigt fast soviel Zeit zum Öffnen, wie der Loop von Aidan Baker dauert. Der Track selbst ist ein filigranes Gitarrenstück, das mit wenig Effekten auskommt und sich geloopt wunderbar ins Gedächtnis einschweißt.

“Infinite Loop #1″ von Aidan Baker ist in einer Auflage von 87 Stück mit auf dem Metall eingraviertem Artwork erschienen und direkt über das Label erhältlich.

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LIVETIPP: HAUSCHKA BEI URBAN URTYP

Posted in Aktuell, ontheroad on October 10th, 2011 by D.K.

hauschka

Das Urban Urtyp Kollektiv holt Hauschka in die Christuskirche Bochum und das solltet ihr euch nicht entgehen lassen. Kommenden Sonntag lädt Urban Urtyp zu einer weiteren Ausgabe von “Konzerte aus dem Zentrum der Stadt” ein. Was Hauschka auf Platte präsentiert, lässt sich mit Elektro-Klassik-Ambient beschreiben, lässt aber nicht erahnen, was dieser sympathische Herr aus Düsseldorf da eigentlich macht. Dafür muss man Hauschka und sein “Prepared Piano” live gesehen haben. Denn Hauschkas Sounds entstehen analog auf einem Flügel, dessen Innenleben mit diversem Krimskrams befüllt, besteckt und beklebt wird. Die daraus resultierenden Sounds klingen verblüffend anders, kreativ, experimentell… einfach fernab dessen, was ein normaler Flügel an Sounds hergibt. Wer wissen möchte, was Hauschka so alles benutzt, um den Flügel zu preparieren, und wie das ganze in einer Kirche klingt, der sollte sich folgende Daten in den Kalender schreiben:

Urban Urtyp: Hauschka
16.10.2011
19 Uhr
10 Euro
Christuskirche Bochum

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CYCLES WITHIN CYCLES

Posted in Release on October 10th, 2011 by D.K.

cycles within cycles - mouths of rivers

Cycles Within Cycles ist das Projekt des Frankfurter Soundtüftlers Angelo Colucci. Cycles Within Cycles ist, genau wie der Bandname es sagt, Musik, die in sich selber Kreise schlägt. Basierend auf sich wiederholenden Drumloops und orgelähnlichen Keyboardsounds, werden energiegeladene Songs geschaffen, die sich zwischen Electronic Beats und ambientartigen Soundflächen einordnen lassen.

Mit “Mouths Of Rivers” hat Cycles Within Cycles seine erste DIY EP auf Tape veröffentlicht. Darauf  sind drei Songs verteten, die mit Drums, Keyboard und O-Ton-Loops einen Soundsog oder eine Soundspirale (zum Bandnamen passend) aufbauen, so dass die Tracks wie das O-Ton getragene “Attack Warning” trotz des minimalistischen Songaufbaus sich direkt im Gedächtnis verankern. Als Abschluss der EP gibt es noch einen weiteren Song namens “From Tomorrow´s Sunrise To The Future Of The Human Race”, der gänzlich mit Otomata, einem webbasierten Sequencer geschrieben oder besser gesagt konstruiert wurde. Klingt aber nicht nach Tetris, sondern fügt sich perfekt in die Soundlandschaften der restlichen Songs ein.

Wer das Tape für sympathische 3 Euro (+ Versand) bestellen möchte, kann das direkt über Cycles Within Cycles [cycleswcycles(at)aol(dot)com] machen.

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RELLA THE WOODCUTTER

Posted in Release on October 9th, 2011 by D.K.

rella the woodcutter artwork

Rella The Woodcutter ist der ungewöhnliche Name dieses italienischen Ein-Mann-Projektes, das wir euch hier vorstellen wollen. Boring Machines hat diesen Monat das Minialbum “I Know When It´s Time To Get The Fuck Away” veröffentlicht, das durch seine ebenfalls ungewöhnliche Mischung aus Singer-Songwriter, psychedelischem Folk und einer Schippe rauhem Blues auf sich aufmerksam macht.

rella

Rella hat in den letzten fünf Jahren mehrere EPs, Splits und sonstige Veröffentlichungen meist im Alleingang herausgebracht, auf denen er sich nie stilistisch festlegt hat. Das italienische Label Boring Machines hat nach einer Split jetzt diesen 5-Track-Silberling veröffentlicht, der voller Energie durch die Boxen ertönt. Der grungige Einstieg mit dem nahezu instrumentalen “Apocryphal” greift sofort und legt die Grundlage für die restlichen vier Songs. Die Mischung aus kreativem, aber zurückhaltendem Songaufbau und den meist leicht verzerrten Vocals dürfte sowohl Hörern von altmodischem Rock als auch Freunden experimentellerer Sounds gefallen.

Bestellen könnt ihr die CD im schicken “Ecopack” Pappcover direkt über Boring Machines.

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NEUES LOCRIAN ALBUM KOMMT

Posted in Aktuell, Release on October 7th, 2011 by D.K.

locrian the clearing artwork

Fan Death Records veröffentlichen am ersten November das vierte Album von Locrian, das den bedrohlichen Titel “The Clearing” trägt. Dazu passend das Artwork, das ein altes Schwimmbad (?) zeigt, mit seiner skurrilen antiken Architektur und dem Becken, in dem neben einem Haufen Schrott auch pissgelbes Wasser vor sich her dümpelt.

locrian "prepared piano" recording session

Das Album erscheint ausschließlich auf Vinyl mit beiliegendem Downloadcode und ist hier vorbestellbar. Seite A vereint drei Songs und Seite B gehört dem 18minütigen Titeltrack. Locrian haben ihren Sound weiter ausgepfeilt und verschmelzen Black Metal und Post-Irgendwas so gut miteinander, dass die Stile immer weiter ineinander übergehen. Neben Gitarre, Drums und Elektronik hat das Duo auch die Sounds eines “Prepared Piano” für die Albumaufnahmen benutzt. Hört euch den Opener “Chalk Point” mal an.

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QUARTETTKARTE: DENOVALI RECORDS

Posted in DENOVALI SWINGFEST 2011 QUARTETT, Serie on October 7th, 2011 by D.K.

DAS DENOVALI SWINGFEST QUARTETT 24/24

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Wer eignet sich besser als Abschluß für unser Denovali Swingfest Quartett, als die beiden, die hinter dem Ganzen stecken. Timo und Thomas sind Denovali Records und arbeiten seit nun einem halben Jahrzehnt daran, das Label als Pool für interessante experimentelle und vielseitige Musik zu betreiben, die vor allem auf Vinyl mit hochwertigem Artwork veröffentlicht wird.

Als Krönung gibt es mittlerweile jährlich das Denovali Swingfest, das die beiden im Alleingang organisieren und mit Hilfe von Freunden und Bekannten Jahr für Jahr über die Bühne bringen. Hut ab.

So, und jetzt Drucker einschalten, dickes Papier einlegen, ran an die Schere und Quartettkarten basteln. Regeln könnt ihr euch nach Belieben zurecht legen. Viel Spass!

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QUARTETTKARTE: AUN

Posted in DENOVALI SWINGFEST 2011 QUARTETT, Serie on October 7th, 2011 by D.K.

DAS DENOVALI SWINGFEST QUARTETT 23/24

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Aun ist ursprünglich das Soloprojekt des Kanadiers Martin Dumais, das aber mit der Zeit zu einem Mann-Frau-Duo angewachsen ist. Hört man sich durch Auns Diskografie, fällt es schwer, die Band stilistisch einzuordnen. Kaum hat man sich bei einer Platte auf eine Beschreibung geeinigt, wirft die nächste alles über den Haufen. Drone, Dark-Wave, Psychedelic, Ambient, Doom oder doch irgendwas poppiges. Aun stehen soundlich nicht still und das ist gut so. Zwar kann es passieren, dass man eine Platte genial findet und eine weitere Platte schon nach den ersten Songs nicht weiterhören möchte, aber genau das macht den Reiz aus.

Denovali haben nach zwei Vinylreissues das neue Album “Phantom Ghost” als Preorder. Bestellen und Reinhören könnt ihr hier.

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QUARTETTKARTE: SUBHEIM

Posted in DENOVALI SWINGFEST 2011 QUARTETT on October 7th, 2011 by D.K.

DAS DENOVALI SWINGFEST QUARTETT 22/24

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Subheim ist der Grieche Kostas Katsikas, der mit Hilfe von Elektronik, klassischen Instrumenten und gefundenen Objekten Musik erschafft, die sich cinematisch zwischen Ambient, Trip-Hop, Tribal Sounds und moderner Klassik bewegt. Diese Fusion gibt dem Sound von Subheim eine unverkennbare Note. Auf den beiden bisher erschienenen Alben haben befreundete Musiker bei der Instrumentierung und den Vocals geholfen.

Anbei ein Mix von Subheim, mit eigenen und Songs anderer Künstler. Höhrenswert.

 

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