BASS COMMUNION – CENOTAPH
Posted in Release on October 30th, 2011 by D.K.Bass Communion ist das experimentelle Alterego von Steven Wilson, Frontmann von Porcupine Tree. Während er mit seiner Band und unter seinem eigenen Namen mittlerweile das breitere Prog-Rock-Publikum anspricht, hält sich sein Bass Communion Projekt stetig im Hintergrund und ist eher was für Ambientfans, die sich Zeit nehmen Musik nicht nur zu hören, sondern auch in ihrer Gesamtheit wirken zu lassen.

Zwei Jahre lang war es ruhig um Bass Communion, nur EP- und Singleveröffentlichungen haben 2009 verlauten lassen, dass dieses Projekt noch aktiv ist. Umso passender der Titel des neuen Albums “Cenotaph”. Ein Scheingrab als Lebenszeichen. Das Cover zeigt einen Kenotaphen, genauer gesagt ein Monument, das weder Inschrift noch Verzierung trägt und umgeben ist von Ebbe. Im Hintergrund das Meer und im Sinn die Flut, die im nächsten Moment alles überschwemmt. Legt man die Platte auf, überrascht “Citadel” mit einem Beat, der einem Herzschlag gleicht, der als Grundlage für düstere Ambientsounds und filigrane Droneflächen dient. Wilson führt den Hörer 19 Minuten lang in seine neue Bass Communion Welt ein, in der der Rhythmus eine größere Rolle spielt, als es in den bisherigen Veröffentlichungen der Fall war. “Carrion” steigert sich durch einen Beat, der zwar immer noch subtil ist, aber eindeutig die Stimmung des Songs bestimmt. “Cenotaph”, der Titelsong, ohne Beat, mit viel Feingefühl für Raum in Musik, mit einem sich so stark zurückhaltenden Klanggerüst, dass man das Gefühl bekommt, die Musik würde hinter einen kriechen, um von hinten einen Überfall zu starten. Der Überfall bleibt aus, die Spannung bleibt, keine Flut, der anonyme Kenotaph am Strand bleibt ein Mysterium. “Conflux” nimmt den Herzschlagbeat des Openers auf, dieser stellt sich hier aber deutlicher in den Vordergrund. Vier Stücke, 74 Minuten Musik aus einer Welt, die man gerne besucht, aber zugleich fürchtet. Ein Soundtrack für das Unterbewusstsein.
“Cenotaph” von Bass Communion erscheint Mitte November auf CD und Vinyl über Tonefloat Records und ist bereits jetzt über den Tonefloat Store vorbestellbar.

Die Kunstform, die sie für ihren musikalischen Output auf ihrem unbetitelten Debütalbum gewählt haben, ist zweifellos in den 80er Jahren verwurzelt. Groovenden Industrial-Rock, experimentelle Elektronik- und (Dark-)Wave-Sounds, sowie moderne Ambient-Einschübe verbinden die beiden zu ihrer eigenen spannenden Mixtur. Hinzu kommt Gesang, der uns, mal lakonisch kühl, mal hymnenhaft harmonisch, ebenfalls direkt in die 80er Jahre katapultiert und zum Teil fraglos Dave Gahan Querverweise nahelegt. Nine Inch Nails kommen einem beim Lauschen in den Sinn, 65daysofstatic und düster(st)e Depeche Mode Momente.
Wie das bereits erwähnte Konzept hinter I, The Phoenix vermuten lässt, wird der CD Käufer nicht mit einer schnöden 08/15-Hülle abgespeist. Vielmehr wird das audiovisuelle Erlebnis durch die Verpackung des Silberlings – ein dreidimensional gestaltetes Digipack plus 16-seitiges Booklet – vervollständigt. Eine 3-D-Brille wurde dem Package vorsorglich ebenfalls beigelegt. Besorgt euch das auf 500 Einheiten limitierte Werk für preisgünstige 10 EUR 

















