LIVEBERICHT: BARN OWL IN KÖLN

Posted in ontheroad on November 28th, 2011 by D.K.

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Montag vor einer Woche. Krass kalt. Köln. Irgendeine Seitenstraße am Ring. Hier steht die Christuskirche. Ein alter evangelischer Kirchenturm und ein unspektakulärer Neubau als Kirchenraum. Der äußere Eindruck bestätigt sich im Innenraum. Ein spartanischer Betonklotz, der eher einer Fabrikhalle ähnelt, als einem Kirchenraum. Ein großes Kreuz an der Wand gegenüber dem Eingang deutet den Altar an. Davor zwei Gitarrenverstärker, Effektgeräte, zwei in Koffer ruhende Gitarren. Das ist die Bühne für das bevorstehende Barn Owl Konzert. Um die angedeutete Bühne sind ein paar Stühle drapiert. Wir nehmen Platz. Krass kalt, immer noch.

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Jon Porras und Evan Caminiti betreten ganz in schwarz gekleidet die Bühne, greifen zu ihren Gitarren und beginnen ihr Set. Das Gitarrenspiel wird von diversen Videoprojektionen begleitet, die bis auf einen schwach leuchtenden blauen Strahler die einzige Lichtquelle sind. Die Kälte entschwindet aus dem Körper, denn was Barn Owl da aus ihren Gitarren zaubern klingt so warm, dass es einem ein warmes Gefühl vermittelt. Magisch. Das Set beginnt leise und bluesig-folkig und wird immer experimenteller, droniger und schwerfälliger. Earth und Sunn O))) Fans im Publikum dürften sich gleichermaßen gefreut haben. Besonders das laute Gedröhne entfaltet seine Wirkung in dem hohen klobigen Kirchenraum am besten. Das Publikum, das vor dem Konzert auffällig viel zu bequatschen hatte, schweigt nun bedächtig. Augen schließen und die Dronesounds in sich fließen lassen, oder Projektionen anschauen und die Gitarrensounds zu einem Soundtrack werden lassen. Egal wie man Barn Owl wahrnimmt, die Wirkung ist berauschend. Am Ende wird noch begeistert der Merchstand leergekauft.

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HORSE?

Posted in Release on November 20th, 2011 by M.H.

Horse? (respektive “Horsequestionmark”) nennt sich die fünfköpfige Sludge/Doom/Postcore-Vereinigung aus Karlsruhe, Heidelberg und Essen, die wir euch mit diesem Artikel ans Herz legen möchten. Bereits vor einigen Monaten haben sie ihr “I” betiteltes Debütwerk in absoluter Eigenregie aufgenommen, produziert und veröffentlicht.

Die Aufnahme des Albums erfolgte live im Studio und klingt entsprechend roh, ursprünglich und dadurch eben auch erfreulich frisch und unverbraucht. Das 3-D-Covermotiv, das einen Ausschnitt aus Dürers Apokalyptischen Reitern zeigt, darf durchaus als Verweis auf die Musik verstanden werden, die den bildhaften Vergleich mit einer alles niedertrampelnden Herde Wildpferde nicht zu scheuen braucht. Allerdings geschieht dies zumeist nicht im zügigen Galopp, sondern vielmehr in den gemäßigteren Gangarten, die vereinzelt gar zum nahezu völligen Stillstand tendieren, was die Kompositionen dynamisch und mächtig erscheinen lässt. Beim Gesang setzt das Quintett über weite Strecken auf die leicht heisere Schreivariante, gerne aber auch mal auf das gesprochene Wort oder die harmonische Melodievariante. Abgerundet wird “I” durch überlegt platzierte Soundsamples/-effekte.

Die Band selbst sieht sich in der Tradition von Isis, Cult Of Luna und Neurosis, wobei sie in deren Liga erwartungsgemäß (noch) nicht ganz mitspielen kann. Nichtsdestotrotz hinkt der Vergleich keineswegs, fühlt man sich beim Lauschen der Klänge phasenweise doch durchaus an die genannten Bands erinnert. Und dass ein Debüt noch ein wenig Spielraum nach oben lassen sollte, versteht sich von selbst.

Die Erstauflage der roten CD-R ist auf 100 Exemplare limitiert und kostet inklusive einer schicken 3-D-Brille nur schlanke 7€. Sollten wir euer Interesse geweckt haben, richtet ihr eure Bestellung einfach an horsequestionmark(at)gmx(.)de.

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LIVE VIDEOS: DENOVALI LABEL EVENING II

Posted in Video on November 20th, 2011 by M.H.

Bevor am kommenden Samstag bereits das nächste von uns präsentierte Event ansteht (Fabio Orsi & N im FKT Bochum), wollen wir euch an dieser Stelle noch unsere persönlichen audiovisuellen Live-Höhepunkte vom zweiten Denovali Label Evening nachliefern.

Allen, die dabei waren, wünschen wir viel Vergnügen beim Erinnern. Bei allen anderen wecken wir mit diesem authentischen Eindruck der besonderen Atmosphäre in der Christuskirche Bochum hoffentlich ein wenig die Neugier.

Die übrigen Videos von diesem und den vorherigen Konzertabenden gibt’s bei vimeo und auf youtube.

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PENDULUM NISUM

Posted in Release on November 19th, 2011 by D.K.

Pendulum Nisum nennt sich das Schweizer Duo, das aus Reto Mäder (Ural Umbo) und Mike Reber (Herpes Ö DeLuxe) besteht und auf seinem selbstbetitelten Debüt seine unter die Haut gehende Fusion aus Instrumenten und Field Recordings präsentiert.

PENDULUM NISUM

Den ersten Eindruck vom Album vermittelt das Cover mit einer Photographie von Reto Camenisch, auf der eine im Nebel liegende Felswand zu sehen ist. Nach dem ersten Hörgang setzt das Album dem Hörer eine Art Soundtrack zu diesem Bild in den Sinn. Der Hörer, der Betrachter, der Protagonist, der auf diese Felswand blickt, befindet sich in meinem sinnbildlichen Film in einer Hütte auf dem gegenüberliegenden Felsplateau. Der Einstieg mit “Advance Warning” mit Unwettergeräuschen und (echtem) Wolfsgeheule lässt schon mal eindeutig durchblicken, dass der Aufenthalt in der Hütte kein gemütlicher ist. Drones legen sich über alles und schleichen in das Unterbewusstsein des Hörers. “In A Slow Spiral Up” beginnt mit Hörnern, fast schon so wie ein Aufruf, den neu angebrochenen Tag dort oben auf dem Felsen positiv zu nutzen, doch nur um dann die Stimmung wieder zu kippen und in “The Sacred Temple Behind The Light” dem Protagonisten wieder mit eindringlichen Tastengeklimper und Ambientgetöse das Fürchten beizubringen. “Second Deluge” beendet das Spiel auf der A Seite mit einem orgelähnlichen Soundteppich und weiteren verstörenden Klängen, die sich immer weiter steigern und ineinander übergehen.

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Der Film ist noch lange nicht zu Ende, denn auf der B Seite wird die Geschichte weitererzählt. “Infernal Council” lässt Klaviertöne wie aus einer Höhle rumoren, es gesellen sich noisige Sounds dazu, dann sowas wie weiblicher Gesang (der aber in den Credits nicht auftaucht). Mittlerweile scheint die Felswand komplett von Nebel umgeben zu sein und der Protagonist in der Hütte halluziniert vor lauter Einsamkeit wohl schon. “The Aesthetics Of Imperfection” fängt elektronisch an und wird umrahmt von Gepfeife und Geklirre von Geschirr (?). Versucht der einsame Mensch in der Hütte sich zu beschäftigen und gute Laune zu verbreiten? Es bleibt wohl beim Versuch, denn der Song endet mit einem Donnerschlag. Ein wummernder Dronesound in “Without A Contract” wird mit Fliegengesumme gepaart. So viele Fliegen an einer Stelle können nichts Gutes bedeuten. Der Track entfaltet sich mit noisigen Sounds, verzerrten Stimmen und noch intensiverem Gedröhne. Verstörend schön. “Secret Mystic Rites” mit seinen helleren Tönen klingt fast schon wieder positiv, dann eine schnellsprechende Stimme wie über Funk und Glockenschläge. Hat man die Person in der Hütte gefunden und meldet das über Funk? Lebt die Person noch?

Hört euch die Platte selbst an und macht euch euer eigenes Kopfkino.

Das Debüt von Pendulum Nisum ist auf dem Schweizer Label Hinterzimmer Records erschienen und ausschließlich auf Vinyl über den Shop des Labels oder in Deutschland über A-Musik erhältlich.

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STEPHAN MATHIEU

Posted in ontheroad, Release on November 19th, 2011 by D.K.

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Stephan Mathieu aus Saarbrücken ist Musiker, der Ambientsound erschafft, genauer gesagt Musikkünstler, der Audio-Installationen kreiert, denn er benutzt für seine Sounds alte Instrumente, die er unkonventionell spielt, oder alte Widergabegeräte wie das Grammofon, um damit Sounds zu verfremden.

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Letzteres hat Stephan Mathieu letzten Donnerstag live in der Aula der Kunsthochschule für Medien live vorgeführt. Stephan Mathieu umgeben von vier Grammofonen und einem Laptop sowie einem kleinen Mischpult. Was folgt klingt so surreal, wie es auch ausgesehen hat. Mathieu begibt sich in wohl überlegten langsamen Bewegungsabläufen zu den Grammofonen, legt dort alte 78RPM Platten aus den 1910er, 20ern und 30ern auf, dreht an der Kurbel und lässt die Sounds der Platten durch seinen Rechner laufen, wo sie mit Hilfe von Spektralanalyse und Konvolution transformiert werden. Und auch wenn man überhaupt keinen Schimmer davon hat, was er da mit den Sounds macht, zählt das Ergebnis und das sind warme, minimalistische Ambientflüsse. Anstatt eine kratzige Bluesplatte oder ein Klassikkonzert von Händel zu hören, ertönt sowas wie die Seele dieser Musik. Stephan Mathieu führt zwei Stücke auf, die Bewegungsabläufe sitzen, sein Gesicht strahlt Konzentration aus, die Aula ist still und als das Set zu Ende ist, ist sekundenlang nichts zu hören, bis die Zuhörer aus ihrer Traumwelt gleiten, um den Künstler mit Jubel einen Dank für dieses Erlebnis auszusprechen.

Auf Platte genauso berauschend wie in der Live Performance. Wer neugierig geworden ist, sollte sich unbedingt folgende Veröffentlichungen anschaffen:

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“A Static Place” auf 12K Records und

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das Schwesterrelease “Remain” auf Line Records.

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Sowie “To Describe George Washington Bridge” als 10inch Vinyl auf Dekorder Records.

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ZWEI EXKLUSIVE BARN OWL KONZERTE

Posted in Aktuell, ontheroad on November 17th, 2011 by D.K.

Barn_Owl Live Termine November 2011

Nächste Woche kommen Barn Owl für zwei Konzerte nach Deutschland. Offenbar hat es den beiden Gitarristen im Mai in der Christuskirche Bochum so gut gefallen, dass sie sich wieder eine Christuskirche ausgesucht haben, diesmal in Köln auf der Herwarthstrasse. Und wenn Barn Owl schon mal kommen, dann darf auch Berlin nicht fehlen, hier in der Kantine am Berghain.

Was einen bei einer Barn Owl Show erwartet, könnt ihr hier in unserem Livebericht zum Konzert in der Christuskirche Bochum nachlesen… wie die neue Platte “Lost In The Glare” klingt, könnt ihr hier lesen… und dann Tickets für die Shows kaufen!

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DREI AUS…

Posted in Serie on November 13th, 2011 by D.K.

…DER HÜLLE, AUF DER EIN ALTER AMISCHLITTEN ZU SEHEN IST.

RST – THE SUNSET LIMITED

RST

Diese Momentaufnahme eines im Flug schwebenden Musclecars wirkt so unwirklich wie beeindruckend. Der Text zu diesem instrumentalen Dronealbum besagt: „in the beginning there was only empty space… neither sun nor sky, everything was a big silent void… then the void began to move…“ und aus der Leere erschien die Sonne, aus der dieser alte Camaro mit dröhnendem Motor auftauchte. Im Prinzip ist das auch die passende Metapher für das, was Andrew Moon alias RST hier auf diesem Album macht. Drone und Ambientsounds, basierend auf Gitarre und Elektronik, wie aus einer anderen Welt, eine Welt die entdeckt werden möchte…

Das Album ist als limitierte CD auf Utech Records erschienen.

 

OSSINING – JET SET

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Ossining sind Brad Rose (Foxy Digitalis Labelmann) und Kevin Danchisko, die auf ihrer Tape-Veröffentlichung „Jet Set“ zwei lange schwerfällige Synthiedronestücke präsentieren, die sich so durch die Lautsprecher bewegen, wie die beiden abgebildeten Limousinen sich auf der Straße fahren lassen, und um das ganze Bild noch mal zu präzisieren: Es ist eine düstere und verstörende Fahrt in diesen Limousinen und etwas mysteriöses liegt in der Luft und ist im Hintergrund auf dem Cover zu sehen…

Das Tape ist in einer 100er Auflage über Students of Decay erschienen.

TWELLS & CHRISTENSEN – COASTS

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Der Dodge Challenger auf dem Cover dieser Kollaboration zwischen John Twells (Xela / Type Labelmann) und Matt Christensen (Zelienople) kann auch als Schiff unter den Coupes der Gattung Pony Cars bezeichnet werden. Umso passender der Titel des Albums, der auch das Nummernschild des Wagens ziert. Genauso verhalten sich auch die beiden Songs auf diesem Release. Zwei über 20 Minuten lange Gitarre-Vocals-Elecronic-Monster, die sich wie ein großes Schiff ihren Weg durch Wasser ebnen. Da passt dann auch der Schiffshorn-ähnliche Sound am Anfang von „Burning Bridges Together“. Ein Schiff braucht keine Brücken, die werden einfach weggedröhnt.

In einer Auflage von 100 Stück über Digitalis Recordings erschienen.

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ENO

Posted in Release on November 13th, 2011 by D.K.

Letztens beim Fernsehen haben wir in einer Castingshow ein Duo aus der Schweiz gesehen und nachdem wir uns stillschweigend die Gesangskünste der beiden reingezogen haben, fragte mein Freundin, ob es überhaupt ein gutes Duo gäbe, das aus der Schweiz kommt. Natürlich, dachte ich: ENO.

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Als 2008 das Debüt “Stea.Aalto” von ENO erschien und ich zum ersten Mal “Aalto” gehört habe, das sich aus einem stinknormalen Gitarre-Drum-Instrumentalstück in einen musikalischen Gefühlsausbruch entwickelt, war meine ewige Zuneigung zu Eno besiegelt. 2009 folgte der Nachfolger und zwei Jahre später steht mit “-T” das Drittwerk kurz vor der Veröffentlichung.

Auf “-T” vereinen Ivo Münger (Drums) und Christian Mikolasek (Gitarre) aus Zürich ihr musikalisches Können in sieben instrumentalen Stücken. Vier kürzere Songs umrahmen drei längerer Tracks, die sich zwischen 12 und 22 Minuten erstrecken. Der Albumopener “55:30″ kommt aus dem Nichts in den ersten Sekunden und entwickelt sich zu einer sich stetig steigernden Eruption aus delayverzierter Gitarre und immer druckvoller werdenden Drums, um dann wieder im Nichts zu verhallen. Sofort Repeat drücken… denkt man sich… aber man ist nach diesem Einstieg natürlich neugierig auf den Rest. “Eero” ist das erste Mammutwerk des Albums, das zeigt, dass das bei uns verbreitete Gerücht der schweizer Langsamkeit dieser Musik besonders gut steht. Eno nehmen sich Zeit für ihre Sounds und versetzten die Gitarre-Drums-Songs mit subtiler Elektronik und Tastentönen. Klaviertöne sind auch der Inhalt des nächsten kurzen Stückes, das auf den Namen “Lento” hört. “Georgesun” macht mit seinen 15 Minuten genau da weiter, wo “Eero” angefangen hat, und setzt noch eine Steigerung zum Ende ein, denn zum sich immer weiter aufbauenden Sound gesellen sich Screamovocals aus dem tiefen Hintergrund des Studios. “Malin” und “BoOow”, zusammen grad mal dreieinhalb Minuten, setzen wieder die Klaviertöne in den Vordergrund, um am Ende doch noch zu überraschen. “Str.y.c.” als großer 22-minütige Abschluss, alle Soundideen des Albums vereinend. Jetzt kann wieder auf Repeat gedrückt werden…

“-T” von ENO erscheint am 25. November über das schweizer Label Ikarus Records und bei uns über Synalgie Records. Der Vinyl-Version liegt übrigens eine CD bei, immer die bessere Wahl.

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Ach ja, für die Sprachwissenschaftler unter uns Musikfreunden: Eno kommt laut Band aus dem Finnischen. Ist sowohl das Wort für eine Gemeinde, den Onkel mütterlicherseits und den Strom (im Sinne eines großen Flußes). Für Enot (Eno-T) dagegen könnte ganz vieles zutreffen, im Rumänischen ist es beispielsweise der Marderhund.

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MISUSE BRINGEN DEN APRIL IN DEN NOVEMBER

Posted in Release on November 13th, 2011 by D.K.

Misuse ist ein instrumentales Quintett aus Athen, das 2008 das bisher am meisten gelobte griechische Postrockalbum veröffentlicht hat. Auf dem selbstbetitelten Debüt haben sich die Fünf mit typischen Arrangements präsentiert und neben Gitarre, Bass, Keys und Drums ihren Sound mit einem fulminanten Streichereinsatz verfeinert.

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Dieses Jahr sind Misuse wieder ins Studio gegangen, um mit ihren neuesten Errungenschaften wie Sequenzer, Sampler und diversen anderen Elektronikgimmicks zu experimentieren. Das Ergebnis ist das Zweitwerk “April”, auf dem sich die Band mutig aus der Postrockecke wagt. Denn das Ergebnis ist ein Elektro-Avantgarde-Prog-Rock Album voller anspruchsvoller Soundideen und Songstrukturen. Zehn Songs, oder besser gesagt fünf Tracks, die jeweils zweigeteilt sind. Das erste Songpaar ist “Marsupial Part I & II”. Der erste Teil ist unscheinbar und geprägt durch einen sich im Tempo nicht festlegen wollenden Ambientsound, der dann mit Kindersamples und einem Elektrobeat erweitert wird, bis der zweite Teil auf einmal über einen einbricht. Elektronik und Drums legen einen Grundbeat, Bass und Gitarre setzen ein und in den nächsten acht Minuten entfacht ein Elektro- und Rock-Battle. Genial. Das nächste Songpaar “8 Part I & II” lässt es etwas smoother angehen. Hier leiten Orgelsounds den Song, fast schon jazzig, melancholische Gitarrensound legen sich in den Hintergrund. Der zweite Teil legt dann Elektroniksounds in den Vordergrund. Geflirre, Geklicke und sonst was verwischt mit der Orgel und den Gitarren und das Kopfnicken setzt automatisch ein. “Dear Hunter Part I & II” als goldene Mitte des Albums mit von Klavier getragenem ersten Teil und einem Energieausbruch im zweiten Teil, der mit knapp zweieinhalb Minuten viel zu kurz ist und für mich gerne noch weitere fünf Minuten weitergehen könnte mit diesem betörenden Gitarrenfeedback. Highlight. Rockig geht es auch in “Bela Part I & II” weiter, aber nur bis zum zweiten Teil. Hier wird es darkjazzig und angenehm schleppend. Der Song kriecht vor sich hin und nimmt das Tempo aus der Musik und den Gedanken, nur um dann gegen Ende wieder anzuziehen und mit tiefen verzerrten Gitarrentönen die Stimmung zu verändern. “Techtris I & II” beginnt mit Bassgedröhne und Elektroniksounds, die sowohl Beat als auch Melodie sind. Orgel setzt ein, noch mehr Elektronik. Der Kontrast zwischen freundlich klingender Elektrosounds und den eher düsterne Bass- und Orgelklängen hat seinen ganz eigenen Reiz und als man denkt, der Song habe seinen Rhythmus gefunden, setzt der zweite Teil ein, der die Elektronik ausblendet und nur auf handgemachte cleane Sounds setzt und vielleicht als versöhnlicher Abschluss für den eingefleischten Fan des Debüts gedacht ist. Ein wunderbar abwechslungsreiches Album, das in jedes Plattenregal von Freunden instrumentaler und experimenteller Rockmusik gehört.

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“April” erscheint nächste Woche als Co-Release der beiden griechischen Indielabel Puzzlemusik und Spinalonga Records.

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BLOOD INTO WINE VERLOSUNG…WIR HABEN EINE GEWINNERIN

Posted in GEWINNSPIEL on November 12th, 2011 by D.K.

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Unsere Blood Into Wine Verlosung hat eine Gewinnerin:
Alessa S. aus Berlin darf sich auf das DVD-Poster-Sticker-Paket freuen.

Vielen Dank an alle Anderen, die mitgemacht haben und die Antwort wussten.
Holt euch auf alle Fälle die DVD, es lohnt sich.

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DENOVALI LABEL EVENING MOMENTAUFNAHMEN

Posted in ontheroad on November 12th, 2011 by D.K.

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Auf unserer PHOTOS Seite findet ihr jetzt auch die Momentaufnahmen vom zweiten Denovali Label Evening mit Sankt Otten und Blueneck. Die Fotos sind alle von Cristobal Marquez, dessen sonstige Fotografien vom 19.11.-27.11. in der Ausstellung “AL 08” im FKT Bochum zu sehen sind.

Sankt Otten Fotos…
Blueneck Fotos…

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LIVETIPP: TAPE MEASURE KID

Posted in Aktuell, ontheroad on November 9th, 2011 by D.K.

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Neugierig…?

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DENOVALI SWINGFEST MOMENTAUFNAHMEN

Posted in Kunst, ontheroad, Redaktion on November 6th, 2011 by C.C.

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Es hat zwar etwas gedauert, aber unsere Momentaufnahmen vom Denovali Swingfest 2011 sind jetzt auf unserer PHOTOS Seite.

Hier gehts zu den Fotos vom Freitag… Samstag… und Sonntag…

 

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DIE WEISSE DUNKELHEIT

Posted in Release on November 6th, 2011 by N

TOKAGE Artwork

Jason Köhnen ist Teil vom The Killimanjaro Darkjazz Ensemble und The Mount Fuji Doomjazz Corporation und er ist Bong-Ra. Und auch White Darkness.

White Darkness, wie immer man sich diese visuell vorstellen könnte, ist musikalisch die düsterst denkbare Dunkelheit auf einem der düstersten Alben 2011. Fast allein mit dem Schlagzeug als Lead-Instrument (mit einem echten Killer-Ridebecken) und ein paar wenigen Zutaten elektronischer Art plus Piano schleppt sich das Album durch sechs Stücke mit Namen, die genauso unzugänglich klingen wie „toKAGE“ als Musik für den ungeübten Hörer sein muss. Und auch mit den einzelnen Beiträgen von Gastsängerin Rachael Kozak verliert „toKAGE“ nichts von seiner abgrundtief nihilistischen Stimmung; ganz im Gegenteil, die (vermeintliche) Verstärkung der Zugänglichkeit durch diese Art menschliches Element verstärkt nur die musikalische Umsetzung des Grauens, das hier in Tönen abgebildet wird. Nicht mehr nur als in dem stockdunklen Gewölbe um dich herum passierende Musik, sondern als der Teufel direkt an deinem Ohr. Und der Angst, er/sie könnte dich berühren…

Sich so tief auf diese Stimmung einzulassen, dabei so fokussiert vorzugehen, so wenige Mittel einzusetzen und diese nur nuancenhaft zu variieren und daraus ein Album entstehen zu lassen, das trotzdem(?) eine Unvorhersehbarkeit besitzt, die ihresgleichen sucht; eine Sogwirkung par excellence aufbaut, die das Album als Ganzes als eine Art (hyperlangsamen aber unaufhaltsamen) Mahlstrom erscheinen lässt, das ist definitiv eigen. Eigen in einer Art, die das Album unvergleichlich macht. Und perfekt.

Ab sofort über Denovali Records bestellbar.

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ESCAPARTIST RECORDS SPEZIAL

Posted in Label on November 6th, 2011 by D.K. und M.H.

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Das Freiburger Label Escapartist Records bietet diesen November seine bisher erschienenen Alben zum kostenlosen Download an. Das freut uns sehr, denn im Repertoire sind gleich zwei Platten, die wir euch letztes Jahr in unserer PLATTEN Rubrik vorgestellt haben.

AFFORMANCE – A GLIMPSE TO THE DAYS THAT PASS

“A Glimpse To The Days That Pass” von der Athener Band Afformance ist nicht nur ihr Debütalbum sondern auch eine Art Sammlung ihrer gesamten Schaffensphase als Band. Auf dem Album sind acht instrumentale Tracks vertreten, welche die Band von 2004 bis 2008 in Griechenland, den Niederlanden und in der Schweiz aufgenommen hat. Stilistisch sind Afformance im Post-Rock anzusiedeln, den sie aber mit rotzigen Metallriffs und vielen anderen Einflüssen zu individualisieren wissen. Der Song “A Tide Before The Flickering Sun” baut sich beispielsweise in knapp 10 Minuten mit seinen sich aufschichtenden Melodien zu einem Ohrwurm auf. Bei “Do” dagegen überrascht der einsetzende weibliche Gesang, der sich genau wie die Sounds der Instrumente bis zum Ende hin steigert. Im großen Ganzen bietet das Album abwechslungsreichen Post-Rock und ist schon alleine wegen seinem einzigartigen Artwork eine Anschaffung wert. Jedes der 500 Exemplare ist ein Unikat, das die Band in Handarbeit koloriert hat.

THREE STEPS TO THE OCEAN – UNTIL TODAY BECOMES YESTERDAY

Die Mailänder Three Steps To The Ocean lassen sich Zeit auf ihrem ersten Album “Until Today Becomes Yesterday”. Von den sechs rein instrumentalen Kompositionen überschreiten vier die Sieben-Minuten-Marke und beziehen ihre Spannung und Dynamik aus dem bewährten Wechselspiel zwischen lauten und leisen Momenten. Die geschickt integrierten Synthesizer Sounds unterstreichen zudem die melancholisch-dramatische Stimmung der Songs. Außerdem versteht es das Quartett perfekt, an den entscheidenden Stellen die nötige doomige Härte in ihren Postrock einfließen zu lassen, was dazu führt, dass über die gesamte Albumlänge keinerlei Monotonie aufkommt.

Falls euch die Platten gefallen, kauft bitte auch ein physisches Exemplar oder spendet was für den Download!!!

Hier geht es zur Bandcamp Seite…

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