AIDAN BAKER WITH SPECIAL GUEST & A-SUN AMISSA LIVE IN DER CHRISTUSKIRCHE BOCHUM

Posted in ontheroad on January 31st, 2012 by D.K.

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Auch im neuen Jahr soll experimentelle Musik live erlebt werden und daher präsentieren wir euch am 17. Februar einen Konzertabend in der Christuskirche Bochum mit Aidan Baker aus Kanada und A-Sun Amissa aus England.

Aidan Baker dürfte regelmäßigen Lesern unseres Magazins ein Begriff sein. Der Kanadier ist eine Hälfte des Doom-Drone-Duos Nadja und auch solo unterwegs, um mit seiner Gitarre, einem Koffer voller Effekte und einem Cellobogen die Räume, in denen er auftritt, in atmosphärische Klangkörper zu verwandeln. 2010 ist Aidan Baker erstmalig in der Christuskirche aufgetreten (siehe Review) und hat damals eine 45minütige Improvisation präsentiert. Diesmal wird Aidan Baker nicht alleine auf der Bühne stehen, sondern passend zur Veröffentlichung seines neuen Albums “The Spectrum Of Distraction”, auf dem 18 Drummer vertreten sind, zusammen mit dem Drummer von Kodiak auf der Bühne stehen. Nach einer gemeinsamen Split von Nadja & Kodiak stehen nun erst- und einmalig Aidan von Nadja und Maik von Kodiak auf der Bühne, um zusammen zu improvisieren.

Unser Interview zum neuen 18-Drummer-Album von Aidan Baker findet ihr hier…

Als Support sind A-Sun Amissa aus Leeds dabei. Dieses Duo ist bisher noch unbekannt und besteht aus Mitgliedern der britischen Avantgarde-Dream-Pop-Ambient Band Glissando. Die Grundbesetzung besteht aus Richard Knox (Gitarre), der auch das britische Indie-Label Gizeh Records betreibt, und Angela Chan (Viola). Was A-Sun Amissa mit ihren Instrumenten erzeugen, ist eine minimalistische Klangwelt, die sich zwischen Modern-Classic und Ambient bewegt und auch als Soundtrack für düstere bewegte Bilder dienen könnte.

In die Christuskirche Bochum kommen, hinsetzen, Augen schließen, der Musik lauschen und schauen, was vor dem inneren Auge alles passiert.

Datum : 17. Februar 2012
Uhrzeit : 20:00 Uhr
Ort : Christuskirche Bochum
VVK: hier

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RADERE

Posted in Musik on January 29th, 2012 by D.K.

Carl Ritger aus Boulder (Colorado) ist der Mann hinter Radere. Boulder heißt übersetzt Felsblock und liegt am Fuße der Rocky Mountains. Und es ist die Geburtsstätte von “I`ll Make You Quiet”, dem neuen Album von Radere, das auch sowas wie ein Felsblock am Fuße der experimentellen Gitarrenmusik ist.

radere artwork

Alles fängt an mit dem Titeltrack “I`ll Make You Quiet”, der genau das hält was er verspricht. Der Sound setzt ein und entwickelt sich aus einer Ambientvorlage in ein noisiges Gewitter, das aber nicht kakophonisch daherkommt, sondern mit einer hintergründigen Melodie aufwartet und fesselt. Ich bin ruhig, ich lausche… Versprechen gehalten. “Sometimes, I Can’t Make Full Sentences” ist direkter und greifbarer als der Opener. Der Sound wandert immer zwischen Elektro und Gitarrentönen, verbindet sie, löst sie. “…So I Left” steigt sofort mit einer Felsenwand von Sound ein, Gitarrenklänge wie eine besessene Kirchenorgel kommen und gehen wie Ebbe und Flut, bis am Ende nur das schräge Zwitschern von Vögeln(?) bleibt. “Good Evening, Ghosts (Version)” brodelt vor sich hin; dumpfe Sounds, die sich im Hintergrund halten, und die stetige Erwartungshaltung, wieder von einer Noiseeruption überrollt zu werden. Doch es bleibt nur beim Brodeln, kein Ausbruch, Spannung kann er halten dieser Herr Ritger. “Stay Away” als Abschluss tritt soundlich dann wieder in den Vordergrund der Boxen/Kopfhörer. Field Recordings, Drones, Ambientflächen, noisige Einschübe… Dieses Album ist wirklich ein Felsblock von Platte, die sich im Gehör festsetzt.

Erschienen ist das Album bisher nur als Download über die Bandcampseite des Onlinemagazins Future Sequence, das bisher nur zwei kostenlose Ambientcompilations veröffentlicht hatte, auf denen auch Radere vertreten ist. “I`ll Make You Quiet” von Radere ist das erste Album eines Solokünstlers, das über Future Sequence erscheint. Nicht nur wegen des genialen Masterings von Jannick Schou und des erhabenen Artworks (in diversen Größen auch als Wallpaper erhältlich) eine Pressung auf Vinyl wert.

Auf der Bandcamp Seite von Radere gibt es übrigens viele weitere Sounds zu entdecken, viele kosten auch nur eine Spende eurer Wahl.

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PETRELS

Posted in Release on January 28th, 2012 by N UND D.K.

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Der Brite Oliver Barrett alias Petrels baut aus einer Unmenge von instrumentalen Schichten, nein, keine eigentlichen Drones, sondern eine Art wortloser Songs ohne Rhythmus. Wo andere durch Schichtung undurchdringliche Monolithen stapeln, die geradezu bedrohlich vor dem Hörer aufragen und tiefe Schatten werfen, sind die Schichten von „Haeligewielle“ eher fein gewebt; mit Luft zum Atmen dazwischen und Ausblick ins Dahinter. Und dem Wissen um Dynamik; wenn beispielsweise in „Canute“, eine gleissende Spitze erreicht wird. Und dem Wissen um überraschende Instrumentierung, wenn in „Concrete“, die ansonsten allgegenwärtigen Gewebe akustischer (oft auch Streicher) und elektrischer Instrumente durch einen Chor abgelöst werden, der dem Stück einen noch menschlicheren Charakter verleiht, noch wärmer und runder, noch organischer als bei den anderen sechs Songs. Wobei es nicht wundern würde, wenn sich herausstellen sollte, dass dieser Chor Oliver Barrett allein ist; ein gewisses (und gesundes) Maß an Versponnenheit schimmert immer wieder zwischen den Zeilen hindurch und lässt „Haeligewielle“ trotz aller Klangereignisse stellenweise auch ganz leicht wirken, jenseits von Soloautismus oder dem Eingepferchtsein in sein eigenes Konzeptkämmerlein…

petrels

Insofern ist „Haeligewielle“ einfach nur ein perfektes Beispiel, was immer wieder aufs neue möglich ist, wenn sich Leute von Vorgaben und Vorbildern lösen und ihr ganz eigenes Ding entwickeln; hier im Fall von Drone / Experiment / Ambient. Völlig klischee- und dabei alles andere als harmlos; Wolf im Schafspelz. Perfekt. (N)

Auf CD und Vinyl über Denovali Records erhältlich.

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Mit der neuen 2-Track EP „All Things In Common“ führt Petrels seinen Soundkosmos fort und setzt genau da an, wo er mit „Haeligewielle“ aufgehört hat. Ein noisiger Beat, Elektrogeflirre in „Thomas Muntzer“, alles verschmilzt allmählich, dann eine Noisewand, die ständig in den Song hereinbricht um sofort wieder zu entschwinden. Die Auflösung des Noiseknotens durch eine Art Mellotron-Cello-Klangfläche. Was Petrels hier wirklich als Instrumentierung vewendet hat, ist nicht wirklich klar. Klar ist, dass der Song unter die Haut geht… besser… fliesst. Die 10 Minuten Laufzeit kommen einem so kurz vor.
Die B Seite „Leonora Christine“ mit orchestralem Anfang, verloren im Hall, schwebend, nicht greifbar und deswegen so unheimlich schön. Dann überraschend der Bruch mit einem Elektroglockenspielbeat und einer filigranen Synthiemelodie. Cooler Beat oder besser gesagt Rhythmus mit Kopfnicktendenzen. Die Streichersounds vom Anfang kommen wieder… Großes Ohrenkino. (D.K.)

„All Things In Common“ gibt es als 10inch Vinyl und als kostenlosen Download. Natürlich auch über Denovali Records.

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FIELD RECORDINGS WORKSHOP IN BOCHUM

Posted in Aktuell on January 28th, 2012 by D.K.

field recordings workshop with fabio orsi

Field Recordings ist der Überbegriff für Audioaufnahmen, die nicht in einem Studio mit Hilfe von Instrumenten, sondern beispielsweise in der freien Natur durch das Aufnehmen vom Umgebungsgeräuschen entstehen. Mittlerweile haben sich Field Recordings zu einer eigenen Stilrichtung entwickelt und sind als atmosphärische Beigabe aus Ambient- und Dronesongs nicht mehr wegzudenken. Der italienische Soundtüftler und Experimentalmusiker Fabio Orsi hat eine ganz eigene Art entwickelt, aufgenommene Field Recordings am Rechner zu bearbeiten, um letztendlich ein Musikstück daraus zu kreieren. Das möchte er jetzt in einem Workshop weitergeben.

Als Fabio Orsi im November Bochum besucht hat, um mit N ein Konzert zu geben, hat er sich sofort in die Klangkulisse der Stadt verknallt und möchte jetzt mit einer Gruppe von Interessierten am letzten Märzwochenende Sounds aufnehmen und bearbeiten. An dieser Stelle seid ihr gefragt! Wer hat Lust, an einem dreitägigen Field Recordings Workshop teilzunehmen? Alles was ihr braucht, ist ein Gerät, mit dem ihr Sounds aufnehmen könnt (Aufnahmegerät, Diktiergerät, Handy oder Smartphone), ein Laptop und Kopfhörer.

Wer Interesse oder Fragen zu den Workshopdetails hat, kann sich gerne bei uns melden [redaktion(at)thepostrock(dot)de].

 

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THISQUIETARMY

Posted in Release on January 27th, 2012 by N

Thisquietarmy aka Eric Quach aus Kanada. Ein Mann und seine Gitarre (hauptsächlich; + Synth, + Drummachine). Wer thisquietarmy nur von Kollaborationen kennt, zum Beispiel der „Death Valley“ mit Yellow6, der „Meridians“ mit Scott Cortez oder der vor nicht so langer Zeit wiederveröffentlichten „Orange“ mit Aidan Baker, hat die eine Seite von thisquietarmy kennengelernt: die, die Atmosphäre und freies Fließen in den Vordergrund stellt. Stücke entwickelt, die gerade über die lange Laufzeit ihre hypnotische Wirkung aufbauen können. Auf seinen Soloalben dagegen bevorzugt Eric Quach jedoch überraschenderweise oft ein kürzeres, fokussierteres Format; Atmosphäre galore auch hier natürlich, aber gleichzeitig im Arrangement und Aufbau fast so etwas wie Songs, nur das diese meistens ohne Worte, ohne Gesang bleiben.

thisquietarmy_by_Sandrine_Castellan

So auch auf dem „Resurgence“ Album, das als opulentes 6-Panel Digipack mit Bonus-CD und Doppel-LP + 7inch erschienen ist (wobei letztere Version leider das Allem oben gesagten wie zum trotz 19.22 Minuten lange „The Cold Vacancy“ fehlt) und das schon gleich mit dem zweiten Stück, „Revival“, diese spezielle Art des Thisquietarmy „Songs“ par-excellence vorführt: Über treibendem Drum-Programming ein verhaltener wie undurchdringlicher Noise-Teppich, eng gewirkt und darüber wiederkehrende Gitarrenmotive im Wechsel mit Synththemen. Durchaus mit Pop-Appeal (definitiv nicht negativ gemeint, sondern im Sinne von: schöne Melodie, die man auch nachpfeifen könnte). Mich erinnert die Atmosphäre, die diese Art von Komposition bzw. Sound ausstrahlt fast eher an einige französische Vertreter aus dem Wave-Bereich Anfang der 90er wie Mary Goes Round oder Little Nemo.Und, einmal auf dieser Fährte, scheinen(?) auch die freieren, perkussionslosen Stücke diesen Geist zu atmen. Aber bitte nicht falsch verstehen: das sind Assoziationen, hervorgerufen durch Details in Gestus und Sound, kein Revivalvorwurf (obwohl interessanterweise das genau so benannte Stück mit seinem zusätzlich hämmernden Bass ganz besonders in diese Richtung zu zielen scheint).

thisquietarmy resurgence

Auch auffallend: ein paar Motive und Sounds kehren im Laufe von „Resurgence“ immer mal wieder, sorgen für eine Klammer, fassen zusammen und lassen das ganze sehr homogen wirken… und das, ohne das es irgendwann langweilig würde; Hut ab. Das Mixing, die Tatsache, dass auch (Analog-) Synths bisweilen die Regie gegenüber der allmächtigen Gitarre übernehmen und die punktuelle Integration von (Frauen) Vocals tun dazu ihr Übriges…

…und noch etwas zu dem Stück, dass es trotz aller Formaterweiterungen nur auf die Doppel-CD geschafft hat: die gut 19 Minuten von „The Cold Vacancy“ sind so etwas wie eine perfekte Coda: fast 12 Minuten des extrem ruhigen Aufbaus und dann „erst“ die Verdichtung. Und zwar ohne damit (an dieser Stelle: unnötig) die Stimmung des Stücks zu kippen oder kippen zu wollen.
Schlicht ein perfektes Album.

Auf Denovali Records erschienen.

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CANYONS OF STATIC UND DER AUFBRUCH INS POSITIVE

Posted in Release on January 27th, 2012 by N

Postrock international, Station USA; dieses mal mit Canyons Of Static. Vom ersten Ton an der Eindruck eines lässigen, hörbar aus Indierockquellen gespeisten Postrocks; sehr organisch, fast weich; im Fluss nicht so kantig wie viele europäische Vertreter der „Branche“, aber auch in keiner Weise dem psychedelischen Nirvana mancher US-Kollegen verhaftet…

Canyons_of_Static__Farewell_Shadows

Um einen zweiten Gitarristen ergänzt, treten Canyons Of Static auf dieser vierten Veröffentlichung als Quartett auf, wobei das Keyboard trotz des zusätzlichen Gitarristen weniger Flächenaufgaben übernimmt, sondern sich vielmehr mit den Gitarren in Appreggios verwebt und den Melodieaufbau unterstützt, ohne jedoch wirklich in den Vordergrund zu treten. Und fast scheint es, als hätten Canyons Of Static der „Farewell Shadows EP“ eine thematisch und atmosphärisch sorgfältig abgestimmte und abgewogene Melodiesammlung zugrunde gelegt; eine mit dem Ziel zu unterstützen, aufzugreifen und nach vorn zu treiben, zu einem Aufbruch ins Positive. Heisst: Schwermut und Düsternis sind das Ding von Canyons Of Static nicht, auch die härteren Passagen atmen diesen Ethos einer positiven Kraft. Und selbst in den Momenten, in denen Fieldrecordings zur atmosphärischen Steigerung eingesetzt werden, wie ein Funkverkehr am Rande des Hörbaren, ein Stilmittel, das in vergleichbaren Fällen quasi ad hoc eine irgendwie bedrohliche Stimmung evoziert, hält die alles überstrahlende Melodieführung das Schiff auf Kurs.

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Passend zum Gesamtgestus ein ebenso organischer Sound mit dem richtigen Mass für Trennung und Verbindung, was die Ortbarkeit der einzelnen Instrumente betrifft. …wobei das ganze mit wenig bis keinen Overdubs ausgekommen zu sein scheint, von irgendwelchen elektronischen Spielereien (außer den zwei bis drei Fieldrecordings) ganz zu schweigen… Basic und geerdet, fast puristisch, dabei aber ohne Dogma.

Das Ganze gibt es bei Oxide-Tones zu kaufen.

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EQUUS – WIE ER IN DIE WELT KAM

Posted in Release on January 22nd, 2012 by D.K.

Die Schweizer Band Equus ist seit ihrem Debüt “Eutheria”, das 2008 über Get a Life! Records erschienen ist, nicht wegzudenken aus der Schweizer Instrumentalbandsszene, zu der u.a. Shora, Shelving und The Evpatoria Report gehören. Das Debüt beinhaltet drei epische Stücke, die in einer Spielzeit von 15-30 Minuten eine Fusion aus Kraut-, Prog- und Postrock vereinen. Wer die Platte noch nicht gehört hat, sollte dies unbedingt nachholen.

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Fast vier Jahre später steht jetzt der Nachfolger “Wie er in die Welt kam” im Plattenregal. Equus haben sich Paul Wegeners Film “Der Golem, wie er in die Welt kam” von 1920 als Grundlage genommen und dafür einen neuen Soundtrack erschaffen. Das Resultat ist ein 40minütiges Album mit 14 Tracks, auf denen Equus ihr Repertoire an Instrumenten, zu denen neben Drums, Bass, Gitarre und Piano auch ungewöhnlichere Rockinstrumente wie die Melodica, das Clarinet, das Harmonium und das Mellotron gehören, zu einer treibenden fließenden Einheit verschmelzen, die unter die Haut geht. Auch ohne die Bilder des Stummfilms funktionierend zeigen sich Equus verspielter und vielseitiger als auf dem Debüt, klingen aber trotzdem auf beiden Platten unverkennbar. Ein stilistisches Festlegen ist hier fast schon überflüssig, denn die Band macht weder Postrock, noch Krautrock, sondern ihr ganz eigenes Ding, das aber Fans der beiden genannten Musikrichtungen gleichermaßen gefallen dürfte. Wenn dann noch ein Clarinet einsetzt und von Piano und Mellotron dronig untermalt wird, kann hier nicht mehr von Rock gesprochen werden. Auf alle Fälle ein Highlight!

Zur Musik passend kommt das Album in einer hochwertigen,handgemachten Vinylummantelung von Shayo Records.

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DAS FEAR FALLS BURNING FINALE

Posted in Aktuell, ontheroad on January 22nd, 2012 by D.K.

Wer das musikalische Schaffen des belgischen Musikers Dirk Serries verfolgt, weiß, dass dieser Mann über gewisse Zeitspannen bestimmte musikalische Alter Egos in den Mittelpunkt seiner Kreativität gestellt hat. Begonnen hat alles mit VidnaObmana, dann kam im Zuge einer musikalische Weiterentwicklung Fear Falls Burning.

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Unter dem Fear Falls Burning Mantel hat Dirk Serries diverse Drone- und Ambientplatten im Alleingang aufgenommen, die sich auf geloopte Gitarrensounds konzentrieren. Im weiteren Kreativitätsverlauf kamen auch andere Musiker dazu, die das Spektrum des Projekts erweitert haben. Das letzte Studioalbum “Frenzy Of The Absolute” von 2008 beinhaltete dann auch Drums, Percussion und Sounds eines weiteren Gitarristen. Zuletzt erschien Ende 2010 die 7inch Single “Dead of Night”, auf der Dirk Serries von Martina Verhoeven
(3 Seconds Of Air) am Bass begleitet wurde. Nun steht für diesen Sommer die Veröffentlichung des letzten Fear Falls Burning Studioalbums “Disorder Of Roots” auf Tonefloat Records an. Zur Veröffentlichung des Albums wird das einzige und letzte Konzert von Fear Falls Burning am 2. Juni 2012 im Tilburger Paradox stattfinden. Dirk Serries wird hierbei vom Lineup des neuen Albums begleitet, das aus dem Drummer Tim Bertilsson (Switchblade), dem Bassisten Frank Kimenai (Anaphylactic Shock) und dem Sänger Michiel Eikenaar (Nihill, Anaphylactic Shock) besteht.

Karten können hier reserviert werden und liegen dann an der Kasse abholbereit. Jeder Besucher des Konzertes erhält eine 7inch Single, auf der weitere Songs aus der Albumsession vertreten sein werden.

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CASPIAN – LIVE AT OLD SOUTH CHURCH

Posted in Release on January 22nd, 2012 by D.K.

caspian live at old south church lp

Die Postrocker von Caspian hatten es schon vor fast zwei Jahren angekündigt und jetzt ist es soweit, denn die erste Liveplatte “Live At Old Church” der Instrumentalband aus Boston ist fertig. Wer Caspian schon mal live erlebt hat, weiß wie intensiv diese Band klingen kann und dass es sich lohnt, dieses Erlebnis auf Platte festzuhalten. Genau das hat das amerikanische Label Mylene Sheath getan und eine Aufnahme eines Benefizkonzerts für die Hilfsorganistaion Amirah aus dem Jahr 2010 auf Vinyl gepresst.

Der epische Sound von Caspian wird hier noch durch den Sound der Old South Church verstärkt und das Aufnahmeergebnis sind fünf Stücke, die auf einer Gesamtlänge von 35 Minuten die Hörgänge verzaubern durch die typischen Laut-Leise-Effekte, die Caspian wie nur wenige andere Bands dieser Stilart beherrschen.

Die Vinylversion gibt es bei Mylene Sheath, die Digitalversion über die Bandcampseite der Band und die Silberlingversion erscheint bald über das deutsche Label Make My Day Records.

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ISIS LIVE I – VI BOXSET

Posted in Aktuell, Release on January 22nd, 2012 by D.K.

isis live

Das japanische Label Daymare Recordings, bekannt für seine speziellen Veröffentlichungen mit viel Bonusmaterial, bringt Ende März ein Boxset mit allen bisher veröffentlichten Live Platten von Isis raus.

Als kleinen Bonus gibt es neben den fünf bisher bekannten Livealben, die auch über Isis digital beziehbar sind, eine sechste bisher unveröffentlichte Liveplatte. Darauf enthalten sind Aufnahmen aus dem Jahr 2007.

Die Setlist von Isis Live VI:
1. Hive Destruction
2. So Did We
3. Not In Rivers, But In Drops
4. Gentle Time
5. In Fiction
6. Holy Tears
7. Weight
8. Red Sea
9. Carry

Über Inoxia ist bereits jetzt eine Vorbestellung möglich und da das etwas teure, aber feine Boxset auf 300 Stück limitiert ist, lohnt sich sicherlich eine frühe Investition.

isis live

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ADRIAN ANIOL

Posted in Release on January 15th, 2012 by D.K.

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Adrian Aniol ist ein polnischer Musiker, der sich mit düsteren und minimalistischen Kompositionen beschäftigt. Über This Quiet Army Records ist jetzt sein Debütalbum “Arrythmia OST” erschienen, das zugleich auch das erste vollwertige Album ist, welches auf dem Label von Eric Quach erscheint, das bisher nur EPs und Splits veröffentlicht hat.

Der Ursprung dieses Albums ist die musikalische Untermalung des Independent Kurzfilms “Arrythmia” von James Hartley. Das Album kann aber auch als Soundtrack für das eigene Kopfkino verstanden werden, was die Sache viel interessanter macht, da der Film so independent ist, dass man gar nicht weiß wie man dazu kommen soll, ihn mal zu sehen. Das Album beginnt mit “The Opening” minimalistisch, kalt, verstörend und düster. Die Songs sind kurz und wirken unnahbar. Erst zum vierten Track kommt die Wende, denn “Lament” bricht aus dem Ambientgeflirre aus und greift den Hörer mit einem verzerrten, bis zur Unkenntlichkeit verfremdeten Saxophonsound an. Der grimmige Sound gefällt und wird in den nächsten beiden Songs mit den bisher gehörten Ambientsounds verflochten. Die zweite Hälfte des Albums gewinnt an Variation und Wärme. In “The Dark Night Of The Soul” verfremdet Adrian Aniol Cello- und andere Streichinstrumentesounds und lässt sie in sein Arrythmiagerüst gleiten. Er verwebt die verschiedensten Sounds in sein Horror-Ambient-Netz und kreiert so ein bleibendes Hörerlebnis. “The Closing” beendet das Kopfkino mit der Zusammenführung der verschiedenen Sounds zu einem orchestralen Stück.

Adrian_Aniol_Arrhythmia_OST

This Quiet Army Records haben das Album auf einer komplett schwarzen CD-R verewigt, genauer gesagt auf 100 CD-Rs, die in einem grauen Umschlag mit vier Fotografien und einem kleinen Booklet verpackt sind.

Als Coda zu “Arrythmia OST” ist über Utech Records “It All Falls Apart” auf Tape erschienen. Darauf findet sich ein 25minütiges Ambient Stück und ein 18minütiger Remix von Steven Hess (Ural Umbo, Locrian).

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WINO & CONNY OCHS – HEAVY KINGDOM

Posted in Release on January 13th, 2012 by M.H.

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Es war im September 2010 in der Iserlohner Dechenhöhle. Wir kamen scheinbar als erste Augen- und Ohrenzeugen am Bühnen-/Publikumsbereich der Höhle an. Zwei Musiker standen mit umgehängten Gitarren am Bühnenrand, vertieft in ein angeregtes Gespräch und eine Art Soundcheck. Der eine war offensichtlich Wino, der andere, das reimten wir uns zusammen, musste der als Opener angekündigte Conny Ochs sein. Wino warf uns ein kurzes, aber sympathisches “Hey Guys!” entgegen, bevor er sich wieder seinem Gesprächspartner widmete.

Zu diesem Zeitpunkt war uns nicht bewusst, dass sich an diesem Abend vor unseren Augen eine außergewöhnliche Kollaboration anbahnen sollte, dass an diesem Abend und auf der dazugehörigen Tour ganz offensichtlich zwei Brüder im Geiste zusammegefunden haben. Wino war mit seinem letzten Soloalbum “Adrift” unterwegs und Exile On Mainstream Records hatten Ochs, schon seit Jahren Mitglied der Exile On Mainstream Familie, als Opening Act und Fahrer mit auf die Tour gebucht. Eine Wahl, die sich im gemeinsamen Zugabenteil, nach den jeweiligen Solo-Sets der Künstler, als wahrer Glücksgriff der Plattenfirma herausstellen sollte, lieferten sich die beiden doch packende Gitarrenduelle und ließen – zum Finale noch zusätzlich verstärkt durch Darsombra (der dritte Solokünstler des Abends) und Jim Sparky – ein gründlich beeindrucktes und berauschtes Publikum zurück.

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Als naheliegende Folge präsentieren die beiden nun mit “Heavy Kingdom” ihren ersten gemeinsamen Longplayer, der nicht weniger darstellt, als ein Fest für Freunde anspruchsvoller Singer/Songwriter-, Blues-, Americana-Kost. Schon das eröffnende, maximal reduzierte “Somewhere Nowhere”, mit seinem von Wino mehr gesprochenen als gesungenen Text, erzeugt eine fast andächtige Stimmung. Im folgenden Titelsong tritt auch Conny Ochs merklich in Erscheinung, das Album nimmt bedächtig Fahrt auf und man ist sich erstmalig gewiss, dass die Magie von der Bühne ins Studio hinüber gerettet werden konnte.

Die Texte sind persönlich, tiefgründig und authentisch. Sie transportieren Schwermut, jedoch auch immer den erlösenden Funken Hoffnung und Zuversicht. Sowohl die Akustikgitarren, als auch die teilweise zweistimmigen Gesangsmelodien bilden eine harmonische Einheit und beschwören Erinnerungen an die Dechenhöhlen-Sessions herauf. Selten mal schleichen sich ange- oder gar verzerrte Gitarrensoli ein, wie etwa bei meinem persönlichen Favoriten “Vultures By The Vines”, einem der vielen emotionalen Höhepunkte. Das beschwingt nach vorn gehende “Labour Of Love” beschließt ein rundum gelungenes Album und belegt nachdrücklich, dass hier ein Duo am Werk ist, das den Rock N’ Roll in sich trägt.

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Erscheinen wird “Heavy Kingdom” am 27.01.2012 auf Exile On Mainstream Records, sowohl im CD-Format, als auch auf Vinyl.

Allen Berlinern unter euch sei gesagt, dass heute abend im Red Rooster Club ab 21 Uhr eine Record Release Party stattfinden wird. Allen anderen empfehlen wir die gemeinsame Europa Tour der beiden im März/April. Die Termine für den deutschsprachigen Raum findet ihr hier.

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36 TRIFFT AUF BASS COMMUNION

Posted in Release on January 12th, 2012 by D.K.

Dennis Huddleston ist 36… das klingt zweideutig… okay, etwas genauer: er ist Three-Six. Seit 2009 sind in Eigenregie über 3six Records fast ein Dutzend Releases auf CD, CD-R, Vinyl und Tape erschienen, die sich alle mit warmen Ambientsounds beschäftigen.

Bass Communion Remixed by 36

Die neueste Veröffentlichung ist die digitale Version von “Bass Communion Remixed by 36″ und beinhaltet genau das, was der Titel verspricht. Ursprünglich 2010 als Bonus CD-R in einer Auflage von 50 Stück erschienen, kursiert das gute Stück beispielsweise bei Discogs für 150 Euro. Da kommt die derzeit kostenlose Downloadversion gerade recht.

Das Album umfasst sechs nicht betitelte Lieder und es gibt auch keine weitere Angabe, als dass es sich hierbei um Remixe von Steven Wilsons Bass Communion Projekt handelt. Der Hörer ist hier selbst gefordert herauszufinden, welche Tracks geremixt wurden. Hört man die sechs Songs, ist das aber relativ egal, denn sie funktionieren wie eine berauschende Einheit aus ungreifbaren Drones und flächigen Ambientklängen und irgendwie ist es egal, ob da grad 36 oder Bass Communion zu hören ist. Mehr gibt es hier nicht zu sagen. Downloaden, vielleicht auch was spenden für den Download und genießen.

Zurzeit gibt es übrigens jedes 36 Release als kostenlosen Download und zwar genau hier…

Bass Communion Remixed by 36 CD-R

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HEROIN IN TAHITI

Posted in Release on January 8th, 2012 by D.K.

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Habt ihr euch schon mal gefragt, wie es klingen würde, wenn die Geister einer Surfrockband Musik machen? Also ich nicht, aber seitdem ich Heroin in Tahiti gehört habe, weiß ich wie das klingen würde. Heroin in Tahiti ist ein italienisches Duo, das aus der “Borgata Boredom Szene” stammt. Eine Szene aus dem Osten Roms, wo sich die verschiedensten Künstler tummeln, um ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen, um ihre Einstellung gegenüber ihrer Stadt Ausdruck zu verleihen.

heroin in tahiti

Auf “Death Surf” präsentieren Heroin In Tahiti einen Sound, der mit Begriffen wie Death-Surf-Rock, Dronebilly oder Beach-Ambient beschrieben werden kann. Zwei Gitarren in feinster Surfmanier umgeben von viel Hall und Raum, dazu dezente Elektronik, die sich vor allem als Beatquelle versteht und fertig ist der Surfsound aus dem Jenseits. Der Titeltrack ist zugleich auch der Opener, der den Hörer zunächst in Ambientsounds und Wellenrauschen wiegt, bevor unverhofft die Surfgitarre die Hauptrolle übernimmt. Der Rest des Albums ist eine Reise durch diesen ungewöhnlichen Soundmix, der bei jedem neuen Hören immer mehr begeistert. Der Abschlusssong des Albums ist nach dem Bandnamen betitelt und lässt eine verzerrte tremoloversetzte Gitarre den Hörer in eine andere Welt entführen. Das Artwork, das diese unheimlichen Tahitianerinnen zeigt, deren Gesichter mit dem Hintergrund verschwimmen, gibt das, was der Sound der Band erzeugt, bildich perfekt wieder. Urlaubswärme und Geistkälte im Sinn des Hörers vereint. Definitiv eine Soundreise wert.

“Death Surf” erscheint im Februar über das italienische Label Boring Machines auf Vinyl und kann jetzt schon vorbestellt werden.

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A WHISPER IN THE NOISE

Posted in Release on January 8th, 2012 by D.K.

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Lange Zeit wusste man nicht, ob es die amerikanische Band A Whisper In The Noise noch gibt, das letzte Album stammt ja auch von 2007. Jetzt steht “To Forget” vor seiner Veröffentlichung. Nach mehreren Bandkonstellationen besteht die Band mittlerweile wieder aus den beiden Gründungsmitgliedern; West Dylan Thordson, der im Prinzip alles macht außer Violine spielen, was  Sonja Larson, dem zweiten Teil des Duos vorbehalten ist.

Während der Vorgänger “Dry Land” von Steve Albini in seinem Studio aufgenommen wurde und klanglich noch starke Assoziationen mit dem Bandnamen aufweiste, ist “To Forget” in der Farm von Thordson in Eigenregie aufgenommen und abgemischt worden und erstaunlich harmonisch. Schon der instrumentale Opener und Titeltrack “To Forget” strotzt vor Harmonien, bestehend aus einer orchestralen Streicherinstumentierung (die so klingt, als ob ein ganzes Orchester in der Farm gesessen hätte) gepaart mit dezenten aber druckvollen Drums, Glockenspiel und einem wunderschönen Soundgedrodel im Hintergrund. Im Prinzip auch das Hauptmerkmal der restlichen Platte. Das Duo bewegt sich soundlich irgendwo zwischen The Album Leaf und Mono, aber mit seinem ganz eigenen Charme, der dieser Band eine unverwechselbare Note gibt. “Black Shroud” mit seinem filigranen Glockenspiel-Drums-Beat, sphärischen Gitarren und den monoton schönen Doppel-Vocals der beiden Bandmitglieder, ist einfach nur schön. Auch wenn das jetzt irgendwie so nach Weichspüler klingt, A Whisper In The Noise haben genau diese weichen Sounds für sich entdeckt und für sich perfektioniert. “A Sea Estranging Us” wird vor allem durch Larsons verzerrten Vocals dominiert und immer wieder durch klare Drumakzente am Abheben gehindert. “Sad, Sad Song” ist überraschenderweise das zugänglichste, fast fröhliche Lied. Ein klarer Akustikgitarrensound, die druckvollen Drums aus der Albini-Schule und eingängige Gesangsmelodien machen diesen Song und dieses Album an sich  zum Soundtrack für die Wartezeit auf den bevorstehenden Frühling…

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Wie auch der Vorgänger erscheint “To Forget” im Februar über das deutsche Label Exile On Mainstream Records.

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