CORY ALLEN & MARCUS FISCHER

Posted in Release on February 28th, 2012 by D.K.

Am 22.02. ist das gemeinsame digitale Album von Cory Allen und Marcus Fischer erschienen. Für 2,22 Dollar gibt es zwei 22minütige Tracks mit den Titeln „TWO / TWENTY-TWO / EIGHTY-TWO“ und “TWO / TWENTY-TWO / SEVENTY-SEVEN”. Soviel zu den in sich verwobenen Fakten der digitalen Platte „TWO / TWENTY-TWO“.

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Cory Allen aus Austin (Texas) und Marcus Fischer aus Portland (Oregon) sind beide in der Welt des filigranen Sounderzeugens unterwegs, in der aus Field Recordings und experimentellem Instrumenteneinsatz epische Klanggebilde entstehen. Rein zufällig haben beide am 22. Februar Geburtstag. Grund genug, sich gegenseitig mit Samples und Klangcollagen zu beschenken, um daraus ein gemeinsames Werk entstehen zu lassen. Abgesehen vom äußerst gelungenen Zahlenkonzept, das diese Veröffentlichung umgibt, ist das musikalische Ergebnis noch viel beeindruckender. „TWO / TWENTY-TWO / EIGHTY-TWO“ fließt wie eine warme Quelle, in der man sich baden kann, durch die Ohren und versprüht eine Wärme, wie sie nur selten durch solche Sounds erzeugt wird. Ein Rauschen, ein Brummen und ein Flirren gepaart zu einer musikalischen Welle und dann folgt ein Delay-Ungetüm, das einen fiesen Eigenrhythmus entwickelt und zum Ende hin die restlichen Sounds verschluckt. “TWO / TWENTY-TWO / SEVENTY-SEVEN” beginnt greifbar mit orgelähnlichen Sounds, die in sich verwoben 10 Minuten lang vor sich herdröhnen, bis dann eine Field Recordings Wolke alles verschleiert und eine Mischung aus Noise und Klavier und dann nur Klavier mit knarrenden Field Recordings die zweite Hälfte des Songs gestaltet. Eine Freude für Freunde experimenteller Ambientsounds.

Bleibt nur ein Rätsel: Wem gehört welches der Geburtsdaten, die sich in den Songtiteln verstecken?

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MONARCH – OMENS

Posted in Release on February 25th, 2012 by D.K.

Monarch sind zurück. Die französische Zeitlupen-Sludge-Doom Band um Sängerin Emilie Bresson veröffentlicht nächste Woche ihr sechstes Full-Length Album “Omens” über At A Loss Recordings und entführt das Genre mal wieder in fremde Welten.

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“Omens” besteht aus drei Tracks, die auf insgesamt 44 Minuten kommen, und das reicht aus, um den Hörer zu monarchisieren. Der 15minütige Opener “Blood Seeress” doomt in gewohnter Monarch-Manier mit langsamen Gitarrenwänden, minimalistischem aber sehr druckvollen Drums und einem Bass, der wie ein Tritt in die Magengrube wirkt. Die Vocals sind auch auf dem neuen Albums wieder dadaistisch und klingen wie der letzte Schrei aus dem Vorhof zur Hölle. Aber Monarch sind ja immer für eine Überraschung zu haben und so schleichen sich die ersten cleanen Vocals in den Song ein, bevor er vom Interlude “Transylvanian Incantations” abgelöst wird. Darin legt Eric Quach alias Thisquietarmy seine spacigen Gitarreneffekte über mysteriöse Ambientsounds von Monarch, um kurz darauf wieder Platz zu machen für das 20minütige “Black Becomes the Sun”. Hier blühen Monarch so richtig auf und führen das aus, was sie im ersten Song nur angedeutet haben. Die Vocals sind gemischt, mal engelsgleich clean, mal teuflisch rauh und laut, und auch hier sucht man vergeblich nach echten Worten (aber vielleicht singt Emilie wirklich in einer existierenden Sprache, die ich nicht verstehe…). Zwischendurch verdichtet sich der Sound zu einer “Sunn o)))-Like-Masse”, um dann wieder sphärischer zu werden, bis am Ende ein energetisches dynamisches Gedröhne, das durch die Lautsprecher wandert, komplett verstummt. Derbe!

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Besetzungmäßig hat sich einiges getan bei Monarch, denn Drummer Rob Shaffer (Dark Castle, YOB) und Gitarrist Shiran Kaïdine (Year of No Light) bringen neue Impulse in den Sound der Band ein, während eine Reihe an Gastmusikern weitere Klangimpulse verschafft. Produziert wurde das Album innerhalb von vier Monaten in vier verschiedenen Staaten, mit vier verschiedenen Produzenten. In Osaka hat Hironori Ochi Hand angelegt, in Melbourne Neil Thomason, in Montreal Matt Cartman und in Chicago Sanford Parker, der letzlich auch alles zusammen abgemischt hat, um das letzte Mastering Collin Jordan (Twilight, Ministry, Yob) zu überlassen.

At A Loss Recordings bietet die Platte jetzt schon zum Download und den Silberling in einer 1000er Auflage mit aufwendigem Artwork in der Preorder an.

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LIVEBERICHT: AIDAN BAKER + MAIK (KODIAK) & A-SUN AMISSA

Posted in ontheroad on February 20th, 2012 by D.K.

Es ist Freitag. Freitag nach Altweiberdonnerstag, kalt, grau. Aidan Baker und A-Sun Amissa sind grad auf Tour und auf der Reise von Hamburg nach Bochum. Leicht ermüdet kommen die vier Musiker nachmittags in Bochum an und betreten die Christuskirche Bochum über den Hintereingang. Als A-Sun Amissa dann erstmalig in den Kirchenraum treten, weicht die Müdigkeit aus den Gesichtern einem schlichtem „Nice“ gepaart mit einem Lächeln. An diesem Abend treffen Aidan Baker und Maik von Kodiak zum ersten Mal zusammen, um gemeinsam zu improvisieren. Der Soundcheck ist das erste Zusammentreffen auf der Bühne, die beiden besprechen sich kurz und legen auch gleich los und es klingt gut, sehr gut. Aber später mehr dazu… Auch A-Sun Amissa sind von der Improvisationssession sehr angetan und äußern in einem Beisatz, dass man zum Schluss auch gemeinsam spielen könnte. Warum nicht?! Plan steht. Die Sonne geht unter, das blaue Licht auf dem Platz des europäischen Versprechens vor der Christuskirche geht an. Viele Interessierte kommen um zu sehen, was an diesem Abend auf der Bühne passieren wird.

a_sun_amissa @ christuskirche bochum

A-Sun Amissa eröffnen den Abend. Die drei Briten aus Leeds sitzen mittig im Halbkreis vor dem Altarsockel. In der Mitte Angela Chang mit ihrer Violine, an den Seiten Richard Knox und Owen Pegg an fast identischen Gitarren und vor den drei Musikern eine Herde von Effektgeräten. A-Sun Amissa erzeugen Spannungsbögen ohne diese aufzulösen, der Sound legt sich immer weiter aus im Kirchenraum, dann greift eine der Gitarren eine Melodie auf und führt diese fort, bis sich die anderen beiden Instrumente dazugesellen und den Sound wieder in etwas nicht greifbares, nur spürbares wandeln. Auf jeden Fall was für Fans von Sounds mit offenem Ende, ohne Auflösung, ohne gewaltige Klimax aber mit viel Zeit für warme sich entfaltende Sounds.

aidan baker_and_maik from kodiak @ christuskirche bochum

Nach einer kurzen Umbaupause kommen Aidan Baker und Maik auf die „Bühne“ und platzieren sich vor dem Altar auf dem Altarsockel. Wer Aidan Baker schon mal live gesehen hat, dem wird sicherlich aufgefallen sein, dass er meistens sitzt oder hinter einem Tisch mit Effektgeräten steht. An diesem Abend aber steht er ohne Tisch, in reinster Rockerpose, aber dieser Abend ist ja auch ein außergewöhnlicher Baker Abend, denn Maik von Kodiak sitzt direkt neben Aidan hinter seinem Schlagzeug. Das Set beginnt, Aidan Baker baut Loops auf, während Maik subtile Trommelsounds mit Paukenschlägeln unterlegt. Alles wächst zusammen und so langsam kommt Rhythmus ins Spiel. Maiks Trommelspiel bricht immer weiter aus, Aidan Bakers Gitarre setzt immer weitere Sounds in den Kirchenraum und irgendwann haben sich die beiden eingespielt und einen Sound geschaffen, der zum Mitwippen animiert. Dann nehmen die Sounds wieder ab und es folgt eine ruhige experimentellere Passage, bis dann das Netz aus Klängen wieder zunimmt, die Paukenschlägel ungedämpften Sticks weichen, Aidan zum Cellobogen greift und seiner Gitarre einige derbe, leicht verzerrte Streichtöne entlockt und sich die beiden Musiker gegenseitig antreiben, um ihr Set auf einen Höhepunkt zu treiben. Als der Höhepunkt erreicht ist, löst Aidan Baker das Geflecht aus Loops auf und Maik setzt den letzten hallenden Gitarrensounds die letzten Akzente auf bis Alles verstummt. Gelungenes Zusammentreffen.

Als Abschluß folgt ein drittes Set mit allen fünf Musikern des Abends. Alle platzieren sich so wie in den vorherigen Sets und bauen eine Dronelandschaft auf, die mit Viola-Einschüben und experimentellen Gitarrenausbrüchen bestückt ist. Der perfekte Ausklang für diesen Abend.

aidan, maik, angela, owen, rich @ christuskirche bochum

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ISIS LIVE VI 11.16.07

Posted in Aktuell, Release on February 19th, 2012 by D.K.

Vor einem Monat haben wir euch von der geplanten Isis Live CD-Box berichtet, die Ende März über Daymare Records erscheinen wird. Der bisher unveröffentlichte sechste Teil, der im Boxset enthalten sein wird, ist seit dieser Woche auch als digitaler Download (über die bekannten Plattformen) erhältlich.

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Isis haben auf “Live VI – 11.16.07″ ein fünf Jahre altes Konzert verewigt, das die aufgelöste Band von ihrer dynamischsten Seite zeigt. Die Aufnahmen sind soundtechnisch die besten veröffentlichten Liveaufnahmen von Isis. Alle Gitarren (egal ob grad zwei oder teilweise vier zu hören sind) kommen klar hörbar durch die Boxen, die Drums und der Bass fügen dem ganzen Paket den passenden Rhythmus bei und die Vocals von Aaron Turner sind wie gewohnt rau und kantig, wie der gesamte Livesound der Band, der in der Endbearbeitung durch die Hörgänge von Isis-Drummer Aaron Harris und Kultproduzenten James Plotkin gegangen ist.

Besonders das Dreigespann – aus “In Fiction”, “Holy Tears” und “Weight” (mit Maria und Ayal von 27) bestehend – überzeugt in seiner Klanggewalt, die sich von ambientartigen Soundteppichen bis zu doom-sludgigen Gitarrenwänden erstreckt.

Entscheidet selbst, ob ihr den Download, das CD-Boxset oder die geplante Vinylversion von “Live VI – 11.16.07″ haben wollt.

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A-SUN AMISSA

Posted in Release on February 16th, 2012 by D.K.

A-Sun Amissa ist das neue instrumentale Projekt von Richard Knox und Angela Chan aus Leeds. Die beiden dürften als Glissando dem ein oder anderen bekannt sein. Idee für das neue Projekt war das Interesse an neuen Sounds, die nicht in den Glissando Piano-Shoegaze-Kosmos passen. Gemeinsam mit Owen Pegg haben sich A-Sun Amissa daher ins heimische Studio verzogen und eine Reihe von teilweise improvisierten Cello-Viola-Gitarre Songs aufgenommen. Das Ergebnis klingt wie ein Soundtrack für die Zombie-Horror-Version von James Bond (also wenn es so was gäbe…).

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Bei A-Sun Amissa erschaffen die Streichinstrumente Dronelandschaften und die Gitarre ergänzt das Gesamtbild durch bluesige Einschübe. In der Regel ist diese Rollenverteilung bei experimentellen Bands andersrum gegeben und genau das macht diese Band aus.

„Desperate In Her Heavy Sleep“ ist nach einer 3inch CD EP das Debütalbum von A Sun-Amissa, das Ende März über Gizeh Records erscheinen wird. Das Album ist unterteilt in fünf Songs, wovon vier in kleine Episoden aufgeteilt sind. Den Opener „Arm in Arm To A Full Awakening (i. Rusted Clocks Sing Faded Hymns / ii. Woven / iii. Nomere)” könnt ihr euch schon mal vorab anhören. Die restlichen vier Songs führen den Sound des Openers weiter aus und sind mal mehr Drone, mal mehr Klassik, mal mehr Blues, mal mehr Ambient mit einer stetigen Spannung, die diese Platte zu einem „haben müssen“-Album macht. Das Mastering von Lawrence English (Ambient-Noise-Musiker aus Australien) trägt sicherlich auch dazu bei, dieses Album zu mögen.

A-Sun Amissa sind derzeit mit Aidan Baker auf Tour, siehe Tourdaten auf unserer ONTHEROAD Seite.

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FRÜHJAHRSPUTZ BEI NADJA

Posted in Release on February 12th, 2012 by D.K.

Zugegeben, die Überschrift ist irreführend, aber zutreffend, denn auf “Excision” vereinen Nadja bisher nur auf Vinyl erhältliche Songs und seltene Songs von limitierten CD-Auflagen auf einem Doppel-CD-Album, um auch der Fanschaft bestimmte Songs nahe zu bringen, die immer noch denkt, dass Vinyl sterben wird und sich deshalb eine Anschaffung eines Plattenspielers nicht lohnt.

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Nachdem Important Records schon eine Raritätensammlung von Aidan Baker auf der Doppel CD “I Wish Too, To Be Absorbed” veröffentlicht hat, folgt nun die Nadja Sammlung “Excision”. “Jornada Del Muerto” eröffnet das Album fulminant und stammt von der Trintiy CD, die über das Bremer Label Die Stadt Musik veröffentlicht wurde und neben diesem Song jeweils einen Aidan Baker und Leah Buckareff Solosong enthält. Genauso verhält es sich mit “Perichoresis”, das auf der von Important Records veröffentlichten LP “Trinitarium” erstmals zu finden war. “Spahn” stammt von der Vinyl Split “Tümpisa” von Accident Prone Records und zeigt die große Bandbreite der Band zwischen Ambient, Drone, Doom, Metal und Shoegaze in einem Song. “Kriplyana” ist ebenfalls ein Split-Song, diesmal von Fario Records, episch, schön, Nadja halt.

Es geht weiter auf der zweiten CD. Opener ist “Autosomal (Version 2)” von der Vinyl Version des Kultalbums “Bodycage”, 2007 auf Equation Records als 12inch erschienen. Ausufernde Drones, trockene Drummachinesounds und derbe Bassläufe. Dann “Kitsune (Fox Drone)”, von der Nadja/Kodiak Split auf Denovali, mit seinen unterschwelligen Droneflächen, die langsam das Gemüt des Hörers einnehmen. “Autosomal (Version 3)” folgt… und dann das auch in dieser Zusammenstellung ungwöhnliche Stück “Clinging To The Edge Of The Sky”, das ohne jegliche Verzerrung auskommt und sowas wie Nadja Unplugged ist. Im Original als einzelner Song auf einer 12inch über Vendetta/Adaigo830 erschienen.

nadja by paste sniffer

“Excision” ist das perfekte Nadja Album für alle die, die keinen Bock haben, viel Geld auszugeben, für alle, die einfach alles haben wollen von Nadja und für alle die, die auf Vinyl verzichten müssen/können/wollen… Fakt ist, dass diese Sammlung trotz der Zerrupftheit einiger Songs (die vollkommen aus dem eigentlichen Kontext entrückt sind) einen ganz eigenen Fluss hat.

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EARTH – WENN ENGEL UND DÄMONEN SICH VEREINEN

Posted in Release on February 12th, 2012 by D.K.

earth artwork teil II

Earth sind endlich zurück mit ihrem im letzten Jahr bereits angekündigten zweiten Teil von „Angels Of Darkness, Demons Of Light I“. Das Album trägt jetzt die römische Zwei am Ende des Titels und zeigt auf dem Cover, das auch diesmal aus der Feder von Stacey Rozich stammt, den triumphalen Siegeszug eines Fabelwesens, das komischerweise eher dem gefallenen als dem siegenden Wesen des ersten Albumcovers ähnelt. Hier also schon der erste Hinweis, dass nicht das Erwartete auf den Hörer wartet.

earth artwork teil I

Auch „Angels Of Darkness, Demons Of Light II“ besteht aus fünf Stücken, die aus der gleichen zweiwöchigen Studiosession stammen wie die Songs des ersten Teils. Alles beginnt mit dem bedächtigen „Sigil Of Brass“. Dylan Carlson gleitet auf den Saiten seiner Gitarre so, als ob er gerade eine Idee hat und zwischendurch kurz nachdenkt, was er als nächstes spielen soll. Er hat Zeit, Earth haben Zeit, Earth nehmen sich Zeit. „His Teeth Did Brightly Shine“ überrascht mit einem Grundgitarrenrhythmus, wie er eher selten bei Earth zu hören ist. Darauf bauen die Musiker den restlichen filigranen minimalistischen Song auf, um mal wieder zu beweisen, dass dieser Sound von Earth, der „Dark Americana“ genannt wird, einzigartig in seiner Machart und seinem Tempo ist. „A Multiplicity Of Doors“ gibt dem Cello von Lori Goldston Raum zu Entfaltung und klingt folkiger als der Rest. Besetzungstechnisch haben sich auf dieser Platte keine Veränderungen ergeben. Außer Cellistin Loris Goldston ist Karl Blau am Bass neben der Stammbesetzung Dylan Carlson und Adrienne Davies an Board. „The Corascene Dog“ an vierter Stelle ist mal wieder einer der Earth Songs mit einer unter die Haut gehenden, immer wieder kehrenden Gitarrenmelodie. Leider wird der Song nach acht Minuten ausgeblendet, aber man könnte ewig zuhören. „The Rakebell“ ist das Ass im Ärmel der Band, denn Earth spielen hier schnell, wenn es dieses Wort im Earth-Kosmos überhaupt geben sollte. Soviel Drumeinsatz in einem Earth-Song, glaube ich, hat es zuvor nicht gegeben. Aber auch hier bleibt die Band unverkennbar Earth.

Teil II der „Angels Of Darkness, Demons Of Light – Saga“ ist eindeutig das bessere Album, weil es sich weiter absetzt vom Sound des „Bienen im Ochsenschädel Albums“, was der erste Teil nicht ganz geschafft hat.

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Ende Februar erscheint das Album auf CD und LP über Southern Lord Records.

Die Rezension zum ersten Teil, findet ihr hier…

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THE WIND-UP ROBOTS KILLED MY CAT VS CONDRE SCR

Posted in Musik on February 5th, 2012 by D.K.

Viele Leser deuten unseren Namen falsch und denken, wir seien ein reines Post-Rock Magazin, sind wir aber nicht… Das soll aber nicht heißen, dass wir nicht über Post-Rock Bands schreiben. Heute nehmen wir uns gleich zwei deutsche Bands zur Brust, die genau solche Musik machen und neue Alben im Gepäck haben.

whiskers and guts

THE WIND-UP ROBOTS KILLED MY CAT – WHISKERS AND GUTS

The Wind-Up Robots Killed My Cat
ist ein instrumentales Quartett aus Würzburg und setzt das Thema Post-Rock ganz nach dem Bandnamen mit einer Prise Humor und einer gewissen Leichtigkeit um, so dass der Höreinstieg im Opener “Images Of Broken Light” nicht schwer fällt. Die Grundinstrumentierung wird durch etwas Elektronik ergänzt und der Songaufbau bleibt stetig spannend. Einziger Hänger ist der zweite Track “At Least Nothing Changed”, der mir zu fröhlich rüberkommt. Aber das legt sich schnell und spätestens bei “Minka” und dem epischen “Spectre Of The Gun Inferno” sind die Lauscher gespitzt und nach vorne gerichtet (um mal beim Katzenthema zu bleiben).

“Whiskers and Guts” ist über Miyagi Records auf CD und Vinyl (Daumen hoch) erschienen.

you are genius

CONDRE SCR – YOU ARE GENIUS

Condre Scr aus Berlin veröffentlichen Ende Februar ihr neues Album “You Are Genius”, auf dem sie sich auf instrumentale, leicht melancholische Post-Rock-Songs konzentrieren. Gitarre, Bass, Drums und ein wenig Piano/Keybord reichen, um die acht Songs des Album atmosphärisch und warm zu gestalten. Leider klingen die schottischen Übergötter des Post-Rock oftmals zu sehr durch, aber die Songs, in denen Condre Scr den eingängigen Weg verlassen und etwas experimenteller musizieren wie in “The Excellent Cook” oder “Jerome” (nein, kein Cover), zeigen das wahre Potential der Berliner. Auch hier lohnt sich das Warten bis zum Schluß, denn das zähe, schwerfließende “Kong Me” ist der heimliche Höhepunkt der Platte. Das Mastering der Platte stammt aus den Händen der Tonmeisterei Oldenburg, was schon ein Garant für einen fetten direkten Sound ist.

“You Are Genius” erscheint über Oxide Tones als Download und auf CD. Diese verbirgt sich in einem genialen und zugleich simplen Hochglanz-Pappschuber.

So, jetzt seid ihr gefragt. Am besten beide Platten kaufen und selbst den Vergleich wagen. Ich kann mich nicht entscheiden…

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ANCRE

Posted in Musik on February 5th, 2012 by D.K.

Ancre ist ein französisches Trio, das mit Bass, Gitarre und Drums auf seinem Debüt “Nacre” mit einfachen Mitteln auf sich aufmerksam macht. Vier Songs auf einer transparenten 12inch Platte zeigen, dass einfach nur drauf losrocken nicht unbedingt immer mit den Floskeln “kennt man schon” oder “können andere auch” abgetan werden muss.

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Die drei Musiker von Ancre, die sonst in anderen Bands wie Sed Non Satiata oder Mihaï Edrisch aktiv sind, haben ihre ganz eigene Mischung für ihren Instrumentalrock gefunden, die sich Eigenschaften von Math-, Post- und Doomrock zu eigen macht. Dank des gelungenen Masterings sitzt der Sound immer präzise und druckvoll direkt am Anschlag. Energetisch treiben die vier Songs voran, die sich thematisch an den Band- und Plattennamen orientieren. Hier steht die See im Mittelpunkt und so dürfen Perlmutt, Dreimaster und Narwale nicht fehlen. Die perfekte Grundlage, um sich einen Film zum Sound auszudenken, der vor dem inneren Auge läuft.

Wie oben schon erwähnt ist “Nacre” als einseitiges transparentes 12inch Vinyl erschienen. Auf der B-Seite ziert ein Aufdruck die Platte und das Artwork in Form einer dicken Pappe kommt in einer Klarsichthülle aus der Vinylschmiede von Adagio830 und Echo Canyon Records. Hört mal rein – und dann bei Bis Aufs Messer bestellen.

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JOZEF VAN WISSEM & JIM JARMUSCH

Posted in Musik on February 4th, 2012 by D.K.

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Jim Jarmusch, der Mann, der Bill Murray und Tilda Swinton mit Sunn O))), Boris und Earth im Film zusammengeführt hat, traut sich jetzt erstmalig auch als Musiker, ein Full Length Album zu veröffentlichen. Zusammen mit dem niederländischen Lautespieler Jozef van Wissem hat er “Concerning The Entrance Into Eternity” aufgenommen, nachdem Jarmusch bereits auf der letzten Platte von van Wissem zu Gast war und anscheinend musikalisches Blut geleckt hat.

Auf “Concerning The Entrance Into Eternity” kommen klassische Lautentöne von Jozef van Wissem mit E-Gitarrensounds von Jim Jarmusch zusammen. Grundgerüst ist immer der auf der Laute gespielte Song, der untermalt wird von Gedröhne und Feedback aus der Gitarre von Jarmusch. Hier trifft Handwerk auf Freistil und das ist genau der Grund, warum dieses Album so interessant ist. Jim Jarmusches Berühmtheit hilft natürlich die Aufmerksamkeit auf diese Platte zu lenken, doch unabhängig davon ist diese Fusion aus noisigem Gitarrengedröhne und klassischen Lautenmelodien mutig, selten und ungewöhnlich gut. Besonders da, wo Jim Jarmusch mit seiner Gitarre weiter in den Vordergrund kommt, wie bei “The Sun of the Natural World is Pure Fire”, geht das Zusammenspiel der beiden Saitenspieler unter die Haut. Auf dem letzetn Stück der Platte überlässt Jim Jarmusch van Wissem die Instrumentierung und gibt sich als Redner…

Das Album erscheint über das amerikanische Label Important Records auf CD (mit Bonustrack) und LP und ist auch im Shop von Jozef van Wissem erhältlich.

jozef van wissem & jim jarmusch

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EXPO ´70

Posted in Release on February 4th, 2012 by D.K.

Expo´70 ist der Amerikaner Justin Wright und wie der Bandname schon verspricht, geht es hier um die 70er, genauer gesagt zeigt uns Justin Wright, wie experimentelle Drone und Ambientmusik klingen könnte, wenn wir uns jetzt in den 70ern befinden würden. Ein bisschen Krautrock, ein wenig Psychedelic und so ein Hauch Avantgarde mit moderner Seele, das ist Expo´70. Was Expo´70 auch ist, ist produktiv. Denn was innerhalb einer kurzen Zeitspanne veröffentlicht worden ist, lässt staunen. Deswegen widmen wir uns jetzt exemplarisch einer der neuesten Veröffentlichungen.

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„Hovering Resonace“ ist eine 12inch Vinyl EP, die über das kleine Label Sound Of Cobra erschienen ist. Darauf vertreten ist der 15minütige Titeltrack, der mit seinen kosmischen Drones gepaart mit Retrosoli und subtilen Synthieflächen und einem subtilen Groove überzeugen kann. Expo´70 versteht es, die verschiedenen Einflüsse gekonnt zu dosieren, so dass der Gesamtsound eine eigene Note erhält. „Moon Raga“ groovt sich mit Tribaldrums und sphärischer Gitarrenuntermalung ein und schließt die EP vorantreibend ab. Hier ist nicht Schluß. Expo´70 macht Lust auf mehr. Wem diese EP gefällt, der sollte sich unbedingt auch mit dem restlichen Material von Expo´70 beschäftigen.

Passend zur Musik ist das von Justin Wright designte Artwork auch ganz in den 70ern verhaftet. Bei dieser EP wurden die ersten 100 Exemplare (von 200) im handgemachten Siebdruck geliefert. Inzwischen hat das Label schon keine einzige Kopie mehr davon. Das heißt: Mailorders durchsuchen!

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