JON MUELLER & JAMES PLOTKIN

Posted in Release on June 24th, 2012 by D.K.

Wenn zwei schwer beschäftigte Musiker zusammentreffen, um in kürzester Zeit gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen, dann passieren manchmal magische Dinge. So im Fall von Jon Mueller und James Plotkin. Jon Mueller ist studierter Drummer und fleißig damit beschäftigt, seine Gabe in Workshops, Studien, Konzerten und natürlich Plattenveröffentlichungen weiterzugeben und zu präsentieren. James Plotkin ist sowohl als Musiker als auch als der Mann bekannt, der gelungenen Platten noch den letzten Mastering Schliff verpasst, um sie noch gelungener klingen zu lassen. In letzte Zeit hat sich Plotkin auch eher auf Letzteres konzentriert, um so erfreulicher ist nun die Veröffentlichung von “Terminal Velocity” über Taiga Records.

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Vor einem Jahr wurden Jon Mueller und James Plotkin von Keith Utech eingeladen, auf dessen erstem Utech Records Festival zu spielen. Die beiden Musiker kannten sich schon von einer früheren Zusammenarbeit für Jon Muellers Album “Physical Changes” und haben sich, um für den gemeinsamen Auftritt zu proben, wenige Tage vorher getroffen. Das Ergebnis ist nicht nur ein imposanter Auftritt auf dem Festival, sondern auch die Aufnahmen zum ersten gemeinsamen Full Length Album “Terminal Velocity”.

“Terminal Velocity” ist die Dokumentation eines fragilen aber intensiven Zusammenspiels von Drums, Percussion, Gitarre und Elektronik. Eröffnet wird das Album von “Vestibular Apparatus”, einem vor sich herfliessenden Stück mit Gongsounds und flirrenden Soundflächen. Hat man sich einmal eingehört ist die Empörung groß, dass nach neun Minuten der Song vorbei ist und einem viel kürzer vorkommt. “Hypnagogia” tritt weiter in den Vordergrund und die Elektro und Gitarrensounds von Plotkin pressen sich auf das Drumset von Mueller und bringen dieses in Schwingung, bis Mueller dann Akzente setzt und die Drums “bewusst” spielt. Der Song steigert sich immer weiter und weiter und weiter ohne den Anspruch zu erheben, ausbrechen zu wollen oder zu müssen. “Eigenlicht” greift die Ästhetik des Openers auf und bereitet “Anthipnyc” den Weg in eine weitere minimalistische Traumwelt aus Rhythmusakzenten und Melodieandeutungen. “Praedormitium” trägt den Hörer wie auf einer Welle, wie auf einer Windböe und bringt in sanft zum episch langen “Subvocal”. Experimentell und zurückhaltend noisig lassen die beiden Musiker ihre Sounds zusammenkommen. Ein Stück, das bezwungen werden muss vom Hörer, die Musiker leben sich hier vollkommen in ihrer Welt aus. Mir kommen Bilder von Godzilla und Spacegodzilla in den Sinn. So klingen die beiden nach fast 15 Minuten Soundertüftelung. Noise, Noise und nochmal Noise. Nach diesem Ausflug in andere Gefilde, nimmt “Microsleep” den Pfad des restlichen Albums auf und befördert den Hörer mit anhaltenden überlappenden Tönen und sich hintergründig aufbauenden Drums in eine Art siebenminütigen Tagtraum.

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“Terminal Velocity” ist ein experimentelles Album für die Ewigkeit. Macht Platz in eurem Plattenregal und investiert in dieses Schmuckstück. Das Artwork besteht aus Graphitzeichnungen von Karlynn Holland und bietet Unterschlupf für zwei 200 Gramm schwere Vinylplatten, die es in einer 500er Auflage in drei verschiedenen Farben via Taiga Records gibt. Kostet zwar etwas mehr, ist aber seinen Preis wert.

Und zum Schluß gibt es noch einen exklusiven Track zum reinhören:

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DUANE PITRE FORDERT AUF ZUM FREI FÜHLEN

Posted in Release on June 24th, 2012 by D.K.

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Duane Pitre ist in der Minimalistische-Gitarrenklängeszene ein Begriff und hat sich mit der ein oder anderen Veröffentlichung einen Namen gemacht, nachdem er seine Karriere als professioneller Skateboarder für die Musik beendet hat. Auf den ersten Blick erscheint dieser Zusammenhang merkwürdig…

Im letzten Jahr hat sich Duane Pitre mit dem Komponieren von Orchesterstücken befasst und so kam es zu der Idee für “Feel Free”, dem aktuellen Album, das über Important Records erschienen ist. Grundidee ist auf Basis von bestimmten vorgegebenen Gitarren- und Elektroniksounds eine Komposition entstehen zu lassen. Dafür hat sich das Duane Pitre Sextet (Jim Altieri – Violine, Shannon Fields – Hackbrett, James Ilgenfritz – Contrabass, Jessie Marino – Cello, Jesse Sparhawk – Harfe) in die Berge von Woodstock verzogen und frei nach dem Prinzip Chaos und Ordnung die musikalische Vorlage von Duane Pitre untermalt und interpretiert. Pitre selbst hat den restlichen fünf Musikern gemäß dem Albumtitel freien Lauf gelassen, die Komposition so zu interpretieren, wie sie es für richtig erachten. Das Ergebnis ist ein fünfgeteiltes Stück, das dem Hörer zunächst die Vorlage von Pitre bietet und dann allmählich anfängt sich durch das Beifügen der klassischen Instrumente in ein orchestrales klassisches experimentelles Werk zu verwandeln, das zum Schluß in einer Soundwelle mündet. Streichersounds, die ineinander fließen und auch dem Hörer das Gefühl geben frei zu sein, so wie ein Skater, der gerade mit seinem Board einen Sprung gewagt hat, der ihm einen Adrenalinschub gegeben hat.

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Passend zur Albumveröffentlichung von “Feel Free” ist auch ein Skateboard im Artworkdesign erschienen. Die nichtorchestrale Version von “Feel Free” ist übrigens ebenfalls auf Important Records erschienen und findet sich auf der Eleh / Duane Pitre Split LP wieder.

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THE BUTCHERETTES KOMMEN

Posted in Aktuell, ontheroad on June 23rd, 2012 by D.K.

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The Mars Volta sind derzeit auf Europa-Tour und haben The Butcherettes als Support im Gepäck. Die Band setzt sich aus Frontfrau und Gitarristin Teri Gender Bender und Lia Braswell an den Drums zusammen und ist schon allein wegen der sehr extrovertierten Bühnenpräsenz von Teri Gender Bender einen frühen Besuch der The Mars Volta Shows wert. Für das letzte Album “Sin Sin Sin”, das sich gnadenlos durch Rock, Punk, Pop und Elektrosounds bewegt, haben die beiden Damen Omar Rodriguez Lopez nicht nur für die Produktion ins Studio geholt, sondern ihn noch als Bassisten verpflichten können. Genau dieser Aufgabe wird er auch auf der Tour nachgehen. Neugierig? Ab zu den Shows…

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Die Termine findet ihr auf unserer ONTHEROAD Seite…

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MARIO DIAZ DE LEON

Posted in Denovali Swingfest 2012, Release on June 17th, 2012 by D.K.

Mario Diaz de Leon aus New York ist ein Musiker, der sich weder auf ein bestimmtes Instrument noch auf ein bestimmtes Genre festlegt. Und so kommt es, dass er neben klassischen Kompositionen für Orchester auch experimentelle Sounds erzeugt, die ihre Wurzeln sowohl im Metal als auch in der elektronischen Musik haben.

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Anfang des Jahres ist das Album “Hypnos” über Shinkoyo erschienen, auf dem Diaz de Leon verschiedenste Sounds derartig verfremdet, dass am Ende etwas zu hören ist, was sowohl befremdlich ist aber auch anziehend wirkt. Auf der einen Seite ist ein echtes Instrument, das gespielt wird, dessen Sounds in einen Rechner gejagt werden, dort in einzelne Bestandteile aufgebröselt werden, um anschließend auf der anderen Seite wieder zusammengesetzt durch die Lausprecher zu schallen. Das Ergebnis ist dieses betörende Album.

“Oneirogen” eröffnet das Album und lässt den Hörer erstmal staunen. Man erahnt echte Instrumente, aber vor allem hört man rhythmische Sounds (ohne Beats) zu denen man auch tanzen könnte. Gäbe es einen Beat, könnte das Ganze auch in einer Disco laufen. Verwirrend schön. “Consumed” dagegen ist weniger schleierhaft und prescht mit Metalgitarren auf den Hörer ein. Auch hier durchfährt der Gitarrensound diverse Metamorphosen, aber er ist trotzdem sehr präsent und vollkommen überwältigend. “Hypnocaust” stampft sich mit verzerrten Sounds seinen Weg. “Cinerum” besteht aus rauschenden Field-Recordings und Saxophonsounds… zumindest anfangs, denn plötzlich verwandelt der Song sich in eine Ambientlandschaft a la Angelo Badalamenti, die allmählich mit bedrohlichen Sounds untermalt wird. “Faithless” schafft mal wieder Beats ohne Beats und verwischt unaufhaltsam zu einer Noisenummer. “Kukulkan” lässt wieder Raum für erkennbare Gitarrensounds und zeigt, dass Black-Metal-Gitarrenklänge auch geeignet sind, um einen Song orchestral aufzubauen. Mit gut 10 Minuten breiten sich hier die Sounds schwerfällig aus und Gipfeln in einer Klangwand aus Gitarren und Elektronik. “Dissolution” wiegt den Hörer mit gleitenden Elektroniksounds, wie der Albumtitel “Hypnos” es besagt, fast in den Schlaf…

“Hypnos” ist das erste Album von Mario Diaz de Leon, auf dem er diese experimetelle  Seite seines Schaffens zeigt, die er ab sofort unter dem Namen Oneirogen (benannt nach dem Opener des Albums) fortführen wird. Als nächstes steht die Vinyl-Veröffentlichung von “Hypnos” über Denovali Records und der erste europäische Liveauftritt auf dem Denovali Swingfest an.

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RE-INTER-VIEW: BOLT – INKLUSIVE SONGPREMIERE

Posted in INTERVIEWS, Release on June 10th, 2012 by D.K.

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Vor ein paar Monaten haben wir euch das deutsche Bassduo [BOLT] vorgestellt, das uns mit seinem massiven Demo überzeugt hat. Nun steht das erste Album vor der Veröffentlichung. Aentitainment Records hat vier Songs auf 100 12inch Platten verewigt und in ein handgemachtes Artwork mit minimalistisch aufwendigem Design, inklusive handgebeiztem “Holz-Bolt”, gepackt.

[BOLT] haben ihr zweites Album auf “(02)” getauft und nehmen den Hörer mit auf eine Reise durch schwerfällige Dronelandschaften, geprägt durch den Einsatz der beiden Hauptinstrumente: zwei Bässe.
Das Album beginnt mit dem 11-minütigen “[03]“, minimalistisch gestrickt und genau deswegen so wirkungsvoll. Die Bässe dröhnen mit ihrer sehr präsenten Verzerrung direkt am Anschlag. Im Hintergrund legt sich eine noisige Gitarrenwolke nieder (gleich mehr dazu) und spätestens nach fünf Minuten hat sich der Song ins Hörergedächtsnis gegraben. Das kurze “[09]” täuscht dem Hörer zunächst ein Riff, eine Melodie vor, um dann lässig vor sich herzudröhnen, herrlich. Schade, Seite A ist vorbei. Die B Seite schnell auflegen und abwarten, was passiert. Synthiesounds? Was ist denn hier los? Man will doch Bässe hören… aber hört euch einfach mal den exklusiven Stream von “[02]” an…

Den Abschluss macht “[05]” was auch schon auf dem Demo zu finden war und für das Album neu aufgenommen wurde. Wie der Opener legen die Bässe hier eine Lage auf die nächste Lage und bauen ein epischen Dronewerk auf, das überraschend endet.

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Wir haben uns mit Thomas, der einen Hälfte von [BOLT], unterhalten und ein paar Infos zum neuen Album eingeholt:

Was ist die Geschichte hinter eurer Platte? Wo ist sie entstanden? Wie ist sie entstanden? Wie habt ihr aufgenommen?

Die Geschichte fängt schon bei unserer Demo-EP ( 0 1 ) an, die wir bei Chris (Aentitainment Records) im Home-Studio eingespielt haben. Das Ergebnis war schon ein guter Schritt in die richtige Richtung und so entstand schnell die Idee, dass Ganze weiterzuführen. Chris hat uns dann in sein Label aufgenommen und wir haben umgehend mit den Aufnahmen zu ( 0 2 ) begonnen. Die Songs standen soweit schon im Großen und Ganzen, doch wir haben sie hier und da nochmal überarbeitet und an den Sounds gebastelt. Alle Songs, die auf ( 0 1 ) und ( 0 2 ) zu hören sind, haben wir bei Andi im Wohnzimmer geschrieben und Demo-mäßig aufgenommen, um die Riff- und Songideen festzuhalten. Seit Januar haben wir nun auch einen Proberaum, in dem nun neue Sachen entstehen. Aufnehmen werden wir wohl weiterhin bei Chris, aber evtl. auch mal in einem richtigen Studio, wenn es die finanzielle Situation zulässt.

Eure Songs haben ja genau wie auf dem Demo keinen Namen, sondern nur Nummern. Was ist der Hintergrund?

Das Grundkonzept ist, dass es bei uns keine Worte und somit Ausdrücke und Bedeutungen gibt – wir heißen ja auch eigentlich nicht [ B O L T ], sondern schlicht ███████. Und da es weder Gesang noch Sprachsamples gibt, verbinden wir selber mit den Liedern keine Worte oder dergleichen. Daher tragen die Songs einfach durchnummerierte Ziffern in eckigen Klammern und die Platten das Gleiche in runden Klammern. Es ist der Versuch, die Musik ganz und gar für sich stehen zu lassen.

Warum nur vier Songs und warum gerade die Vier?

Unsere Lieder sind ja meist recht lang und da von Anfang an klar war, dass wir eine Schallplatte und keine CD-Version herstellen lassen wollen, waren wir stark an die mögliche Spielzeit gebunden. Auf eine CD hätten wir evtl. noch 2, 3 Stücke mehr gepackt, aber so wie es jetzt ist, finden wir es rund und stimmig. Die Songauswahl haben wir erst Band-intern und dann noch in Rücksprache mit Chris gemacht, wobei wir uns da recht schnell einig waren.

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Auf der Platte sind mehr als nur zwei Bässe zu hören? Hattet ihr Gäste?

Mehr als zwei Bässe sind bei unseren aufgenommen Songs meist zu hören, denn wir spielen verschiedene Riffs doppelt und dreifach ein – darüber hinaus gibt es ein paar Overdubs und Soundsamples. Um den Gesamtsound aber hier und da noch zu verfeinern, haben wir 3 Freunde eingeladen und mit ihnen an den Songs geschraubt – Katrin am Piano bei [ 0 5 ] war ja schon auf der Demo-Version zu hören, Dominik (normalerweise Sänger und Gitarrist bei Domingo) ist ein guter Freund von uns und wir wollten seine Keyboard-Ideen gerne einbinden und haben an [ 0 2 ] viel rumprobiert und Seppo (ex-Kodiak Gitarrist) haben wir irgendwann mal kennengelernt und dann war schnell klar, dass wir ihn und sein Songwriting gerne mit unserem Gedröhne kombinieren würden, woraus dann [ 0 3 ] entstand. So ist ( 0 2 ) zwar ganz klar eine Bass-lastige Platte geworden, jedoch gibt es hier und da dann auch mal höhere Frequenzen und andere Sounds zu hören.

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit den anderen Musikern?

Katrin und Dominik kennen wir schon länger und die Idee zur Zusammenarbeit kam uns schon beim Schreiben der Songs. Dann haben wir mit den beiden am jeweiligen Stück gearbeitet und das Ganze eingespielt. Seppo haben wir einfach mal angefragt und da ihm unsere Demo-EP sehr gut gefallen hat, war er sofort dabei und hat seine Gitarre samt Effektpedale eingepackt. Diese Art von Song-bezogener Zusammenarbeit gefällt uns sehr gut, denn so bleiben wir beide die Grundbesetzung der Band und trotzdem hat man Variationsmöglichkeiten bei Sound und Arrangement.

Was gibt es denn zum beeindruckend minimalistischen Artwork zu berichten?

Das Ganze fügt sich natürlich in das Grundkonzept der Band – keine überflüssigen Worte, Bildchen oder so. Wir haben 1, 2 Ideen durchgespielt und dann entschieden, dass es so wie es nun daherkommt aussehen und recht viel D.I.Y.-Sachen beinhalten soll. Wir haben gebastelt, gesammelt, gesägt, gefärbt und und und. Wenn man die Schallplatte in der Hand hat, dann wird sich zeigen, was wir an Eigenarbeit reingesteckt haben und hoffentlich gefällt es dem Käufer dann auch so gut wie uns. Es war auf jeden Fall sehr viel Arbeit, aber es hat sich gelohnt. Generell werden wir wohl auch bei kommenden Platten D.I.Y.-Dinge einfließen lassen, nur haben wir jetzt auch Erfahrungswerte und wissen, was wie schwer und kompliziert ist. Wir finden es aber schon wichtig, dass man bei kleinen Auflagen die Möglichkeit nutzt und jeder einzelnen Schallplatte etwas Eigenes und Einmaliges gibt.

Vielen Dank Thomas, für diesen kleinen Einblick Hinter die Kulissen der [BOLT]-Fabrik… ehm █████-Fabrik.

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OLD MAN GLOOM

Posted in Release on June 8th, 2012 by D.K.

Old Man Gloom geistern schon seit mehr als einem Jahrzent als heimliches Alter Ego der beteiligten Musiker durch die Musikgeschichte. Zwischenzeitlich wurde es sehr still um sie, Jahre lang, dann standen wieder Liveshows an und kurz darauf taten sich Aaron Turner (Mamiffer, House Of Low Culture, Isis), Caleb Scofield (Cave In, Zozobra), Santos Montanos (Zozobra) und Nate Newton (Doomriders, Converge) wieder zusammen, um ein Album einzuspielen. Das Ergebnis ist „No“.

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Auf „No“ präsentiert sich die Band genau so wie man es von ihren letzten Veröffentlichungen gewohnt ist. Losgelöst von einem bestimmten Genre, vielmehr wie ein Wanderer durch verschiedene Stile. Die Spanne reicht von Metalcore über Ambient bis hin zu psychedelischen Sludge-Epen. Das Ganze von Kurt Ballou (Converge) gemixt und von James Plotkin gemastert, ergibt ein Hörerlebnis, wie es nur selten von einer Nadel in die Lautsprecher übertragen wird.

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Das dronige „Grand Inversion“ wühlt sich aus den hintersten Ecken in den Vordergrund und bereitet „Common Species“ den Weg. Wie eine Walze rollt sich der Sound von Gitarren und Vocals schwerfällig aus. Der Sound ist rauh und irgendwie schwammig und differenziert zugleich. Turner und Scofield streuen ihre Vocals ein und anstatt durchzumarschieren nimmt der Song das Tempo zurück und marschiert dann mit stoischer Gelassenheit weiter durch die Metal und Noise Landschaft. “Regain/Rejoin” dagegen ist kurz und kommt a la Cave In kraftvoll melodisch und hart rüber. Klatschen löst zeitweise die Drums ab, ohne nach Party zu klingen. “To Carry the Flame” und “The Forking Path” drücken einfach weiter aufs Gas und Caleb Scofields Vocals legen sich wie ein weiteres Instrument über die verzerrte Soundfläche. Metalcore, Hardcore… was auch immer, es klingt wütend gut. Wer Old Man Gloom kennt, der weiß, dass das nur eine Seite der Medaille ist. “Shadowed Hand” eröffnet das nächste Kapitel der Platte mit Rückwärtssounds, noisigem Gefiepe, mechanischen Sounds und bedrohlich klingenden Field Recordings. Nach fünf Minuten ein erlösender Gitarrenakkord und dann nach sieben Minuten Spannungsbogen der Ausbruch mit Schreigesang und vollem Instrumenteneinsatz. “Rats” rumort vor sich hin wie ein Lustmord Song. Gespenstische Vocals legen sich über die Drones. Ausbruch mit noisigen Gitarren und marschierenden Vocals. “Crescent” überrascht mit akustischer Gitarre und Vocals, die nicht aus dem Körper gepresst werden. Am Ende des Albums findet sich das viertelstündige “Shuddering Earth”. Der Hörer wird von Aaron Turners Acapellageschrei begrüßt und dann auf eine Reise mitgenommen. Zwei Minuten Hardcore-Punk-Fusion, dann eine Art Sludge-Blues, geprägt durch eine rauh wummernde Gitarre und die klagenden Vocals von Turner. Dann setzt nach fünf Minuten die Band ein und verwandelt den Song in einen doomigen Track. Das währt nicht lange, denn nach weiteren zwei Minuten findet sich der Hörer in einer Noisewolke wieder, die sich allmählich auflöst oder besser gesagt in eine melodische Soundwolke verwandelt. Episch brutal schön.

“No” erscheint Ende Juni über Hydra Head Records.

 

 

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SLEEP RESEARCH FACILITY

Posted in Release on June 7th, 2012 by D.K.

Alben entstehen nicht immer in einem Studio, gerade im Ambient und Drone Bereich gibt es viele Beispiele dafür. So stammen Aufnahmen beispielsweise aus verlassenen Gebäuden, aus Kirchen oder direkt aus der Natur. Aufnahmen aus dem Hanger eines B-2 Stealth Bombers dürften da aber die Ausnahme bilden. Genau daher stammen die Sounds des neuen Albums von Sleep Research Facility.

stealth

“Stealth” nennt sich das Ergebnis, ein Album, auf dem fünf epische Dark Ambient Stücke den Hörer in eine dunkle kalte Welt entführen. Die Tracks sind weniger hörbar als spürbar. Man fühlt die Anwesenheit von etwas, was man nicht kennt, befremdlich und anziehend zugleich. Was auch immer Kev Doherty hier im Hanger rund um den legendär mystischen Bomber gemacht hat, es bleibt ein Geheimnis. Der Erstauflage von “Stealth” liegt eine zweite CD bei, auf der die Rohaufnahmen zu hören sind, die ein bisschen mehr über deren Ursprung verraten. Neugierig? Gut so…

“Stealth” ist über Cold Spring Records erschienen und ist hier samt weiterer Soundsamples erhältlich.

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COVER DER WOCHE

Posted in Serie on June 7th, 2012 by D.K.

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Eric Quach alias Thisquietarmy hat sich für eine Compilation, auf der kanadische Musiker andere kanadische Musiker covern, “Chimeras” von Tim Hecker zur Brust genommen. Das Ergebnis ist ein gewaltiges Gitarrendronecover, das die elektronischen Reverb-Sounds des Originals als Gitarrensounds wiedergibt. Das dürfte selbst Herrn Hecker gefallen.

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LIVEBERICHT: FEAR FALLS BURNING

Posted in Aktuell, ontheroad on June 4th, 2012 by D.K.

fear falls burning @ paradox tilburg

Vor ein paar Jahren traf ich beim Musikentdecken irgendwie auf Fear Falls Burnings „The Amplifier Drone“. Eine Platte mit einem perfekten Titel, der genau das auf den Punkt bringt, was sich auf der Platte wiederfindet. Gitarrendrones vom Feinsten. Schnell war mir klar, dass ich mich intensiver mit der Arbeit von Dirk Serries alias Fear Falls Burning befassen muss und besonders mit dem, was sich Drone schimpft. Als dann „Frenzy of The Absolute“ über Conspiracy Records veröffentlicht wurde, wurde ich Fan von diesem sympathischen belgischen Musiker, der bereits in den späten 80ern mit VidnaObmana ein Musikkapitel eröffnet hatte, das er Anfang diese Jahrhunderts abgeschlossen hat.

fear falls burning @ paradox tilburg

Am 2. Juni stand dann der Tag an, den man als Fan immer verdrängt hatte, aber trotzdem kommen sah. Das Ende von Fear Falls Burning. Der Jazzclub Paradox in Tilburg öffnete seine Tore, um die Fangemeinde ein letztes Mal Fear Falls Burning live erleben zu lassen. Grund genug eine kleine Reise aus dem Ruhrgebiet anzutreten. In Tilburg angekommen standen wir kurz vor Einlass vor dem Gebäude, das das Paradox beherbergt. Grau und glatt und unscheinbar. Doch nach dem Einlass zeigt sich das wahre Gesicht des Clubs. Ein dunkler gemütlicher kleiner Club mit kleiner verkanteter Bühne, die zu einem Drittel von einem Flügel eingenommen wird. Doch der Flügel spielt heute keine Rolle, sondern das, was daneben aufgebaut ist. Eine „Fear Falls Burning Schaltzentrale“ mit Amp, zwei Koffern voller Effekte, einem Hocker und einer Les Paul, rechts daneben ein Bass ohne Effekte und ganz rechts am Bühnenrand die Drums.

fear falls burning @ paradox tilburg

Langsam füllt sich der Club und viele bekannte Gesichter sind zu sehen. Darunter die Bandkollegen von 3 Seconds of Air und die Chefetagen von Tonefloat und Conspiracy Records. Zeit sich ein schönes Sitzplätzchen zu suchen. Eine Ambientwolke untermalt die Wartezeit, dann um kurz nach neun kommt eine Kunstnebelwolke hinzu und taucht den Club in ein kaltes Grau. Das Licht wird gedimmt und Dirk Serries kommt auf die Bühne und setzt sich vor seine Effektarmaturen und beginnt das Set mit einem typischen Fear falls Burning Drone. Schicht für Schicht steigert sich der Gitarrensound, Ebowschwingungen werden auf die Saiten übertragen, Picking paart sich mit Feedback. Tim Bertilsson setzt sich an die Drums, die auch zuvor ohne sein Beisein durch die Gitarrendrones stetig vibriert haben. Bedächtig und zurückhaltend baut er sein Drumming in den Sound ein. Eine weitere Zeit später steigt Frank Kimenai am Bass ein und die Rhythmusfraktion setzt voll ein. Aus dem filigranen Drumspiel wird ein lautes dynamisches Rhythmusmonster a la Switchblade (der Hauptband von Herrn Bertilsson), das von Kimenai am Bass unterstützt wird. Leider vergeht die Zeit doch ziemlich schnell und das Set kommt beim letzten Lied des neuen Albums an, was auch den Abschluss des Abends besiegeln soll. Der Nihill Sänger Michiel Eikenaar gesellt sich zu den drei Musikern und windet sich zunächst im Fluss der Drones um sein Mikro, bis er dann mit seinen beeindruckenden Black-Metal-Vocals einsetzt. Ab diesem Zeitpunkt steigern sich die vier Musiker immer weiter in ihre Musik. Dirk Serries verdichtet die Gitarrenflächen, Frank Kimenai konzentriert sich, die Bassdosis immer zum rechten Zeitpunkt zu setzen, Bertilsson spielt seine Drums mit seinem speziellen „Lufttakt“, bei dem nicht alle Schläge das Trommelfell erreichen, und Eikenaar schreit sich die Seele aus dem Leib. Dirk Serries steht auf und lässt die letzten Gitarrenklänge verklingen, die restlichen Musiker stellen sich zu ihm. Fear Falls Burning ist zu Grabe getragen.

Zum Glück bleiben die Erinnerung und die Musik.

fear falls burning @ paradox tilburg

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KANDODO

Posted in Release on June 4th, 2012 by D.K.

Kandodo ist das Soloprojekt von Simon Price, dem Sänger und Gitarristen von The Heads. Mit dem selbstbetitelten Solodebüt traut sich Kandodo den Weg weg von Bandstrukturen hin zu losgelösten Gitarrensoundlandschaften.

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Der besondere Reiz hierbei liegt darin, dass alle Aufnahmen der Platte auf einem alten Mac Book entstanden sind. Hauptinstrument ist eine Fender 65 Magnatone Typhoon, dann tauchen noch diverse Instrumente oder Gegenstände auf, die sich für einen Percussioneinsatz eignen, und ein alter Walkman mit Aufnahmefunktion für Field Recordings darf auch nicht fehlen. Das Ergebnis ist ein Album das so rauh und greifbar klingt, wie es selten vorkommt bei instrumentalen Dronealben. Wobei die Einordnung nicht unbedingt mit Drone erledigt ist, vielmehr ist es die Grundlage, auf der basierend die Sounds sich mal in eine krautige, mal in eine psychedelische, mal in eine postrockige Richtung entfalten.

Wenn ein E-Bow auf verzerrte Saiten trifft und im Hintergrund subtile Beats erklingen, dann hat das schon eine gewisse Anziehungskraft, der man sich gar nicht widersetzen möchte. Ich könnte euch jetzt noch detailliert von den einzelnen Songs berichten, aber ich denke nachdem ihr den ersten Song gehört habt, werdet ihr euch schnell entschieden haben ob Kandodo euch packt…

Kandodos Debüt erscheint diesen Monat über Thrill Jockey.

SUM OF R IM RUHRPOTT

Posted in ontheroad on June 2nd, 2012 by D.K.

Sum Of R aus der Schweiz haben sich letzten Samstag auf dem Weg von Bern nach Bochum gemacht, um im Rahmen unseres Experimental Evenings als Headliner in der Christuskirche Bochum zu spielen. Kopf der Band ist Reto Mäder, den wir euch schon mit seinen anderen Projekten Ural Umbo und Pendulum Nisum vorgestellt haben. Zweite Hälfte des aktuellen Sum Of R Lineups ist die Gitarristin Julia Wolf.

reto mäder (sum of r) @ christuskiche bochum

Die beiden Musiker bauen ihr Set direkt vor dem Altarsockel auf, das aus einem kleinen Drumset, alten Amps, Effektgeräten und natürlich der Gitarre von Julia und dem Bass von Reto besteht. Die ersten Probetöne im Kirchenraum zeigen, wie druckvoll das neue Set ist, das sich komplett von den bisherigen Veröffentlichungen auf Utech und Hinterzimmer Records unterscheidet. Es ist warm draußen, es ist Pfingstferienzeit und im Fernsehen läuft der größte Gesangswettbewerb der Welt. In der Christuskirche Bochum eröffnet Clem Leek den Abend mit einem klassischen Set am Flügel, Simon Scott als zweiter Headliner des Abends legt eine Fläche aus Field Recordings und Drones im Kirchenraum aus und dann folgen Sum Of R.

julia wolf (sum of r) @ christuskiche bochum

Reto sitzt vor seinen Effekten, spielt ein Thema auf den hohen Saiten seines Basses ein, loopt das Ganze, steht auf und setzt sich an sein Drumset und die Magie von Sum Of R nimmt ihren Lauf. Reto und Julia bauen einen rhythmisch druckvollen Song auf Basis der Bassmelodie auf und tauchen den Kirchenraum in ihren hypnotischen Doomsound ein. Die Drums hallen im Raum nach, die Gitarre flirrt von der einen Seite des Raums auf die andere. Die Spielweise der Band gleicht live einem Ritual. Am Anfang ist immer der Bass, der die Grundlage legt und geloopt wird und dann mit Drums und energetischen Giatrrenklängen untermalt wird. Ein Ritual, das von den Gästen entweder mit rhythmischen Nicken oder voller Konzentration verfolgt wird. Zum Schluß wird es noisig laut und die Drums und die Gitarre preschen durch alle Ecken des Kirchenraums in die Hörgänge. Das Licht geht aus, es ist düster, es ist bedrohlich, man ist der Gewalt der Musik ausgestzt. Der Kirchenraum, die Geborgenheit der Kirche scheint verloren… dann verstummt die Musik, das Licht geht an, das Set ist vorbei, Sum Of R verbeugen sich. Wir sind zurück in der Realität.

sum of r @ fzw dortmund

Sonntag reisen Sum Of R in die Nachbarschaft nach Dortmund. Sie sind kurzfristig als Support für Wolves In The Throne Room gebucht worden. Aus der Kirche geht es also in den Club des FZW. WITTR ziehen allein wegen ihres finalen Albums eine Menge Leute nach Dortmund und so ist der Club gut gefüllt. Sum Of R haben sich mittig direkt am Bühnenrand aufgebaut. Ein ganz kleiner Kreis Interessierter bildet sich mit kleinem Abstand zur Bühne, als die beiden das Set beginnen. Der Bass bohrt sich durch die Bühne in den Raum, die Gitarre klingt rauh und leicht hallend verzerrt, wie es ja Black Metal Fans gefallen dürfte. Spätestens nachdem Reto den Regler seines Basses runtergedreht, den Ausschalter betätigt, seinen Bass abgestellt und sich an die Drums gesetzt hat, um dem Sound eine Wucht von Rhythmus zu verpassen, haben Sum Of R einige neue Freunde im Publikum. Der Kreis vor der Bühne wird immer größer und das Gequatsche im Hintergrund lässt nach, was aber auch egal ist, weil Sum Of R so laut spielen, dass kein anderer Sound Platz findet im Ohr. Je länger Reto und Julia spielen, desto gewaltiger klingt das, was auf der Bühne passiert. Mittlerweile haben sich auch vier Langhaarige vor der Bühne gefunden, die gemeinsam zum Sound of Sum Of R die Haare tanzen lassen. Sum Of R verbeugen sich…

Zwei überzeugende Abende mit Sum Of R, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Und nur fürs Protokoll: das Set war an beiden Abenden identisch.

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MIKA VAINIO / KEVIN DRUMM / AXEL DÖRNER / LUCIO CAPECE

Posted in Release on June 1st, 2012 by D.K.

Namedropping oder was soll die Überschrift, wird sich der ein oder andere denken. Doch diese vier Herrschaften aus der experimentellen Musikszene haben sich für ihr erstes gemeinsames Album “Venexia” zusammengetan und sich einfach keinen Bandnamen gegegeben.

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Mika Vainio und Kevin Drumm an der Elektronik, Axel Dörner an der Trompete und am Rechner und Lucio Capece am Sopransaxophon und an der Bassklarinette. Das klingt beim Lesen nach einer Dark Jazz Formation. Doch weit gefehlt. “Venexia” setzt da an, wo für den einen Musik aufhört und für den anderen Musik erst interessant wird. Auf 140 Gramm Vinyl und jeweils 20 Minuten durchwandern die vier Musiker die Twilight Zone experimenteller Musik. Field Recordings, Surren, Rauschen und Fiepen eröffnen die Platte, bis sich langanhaltende Blasinstrumentesounds und elektronische Flächen dazugesellen und sich das Ganze zu einer Noisewand auftürmt, um in einer Kakophonie von fiesem Gefiepe zu münden. Seite A endet wie Seite B anfängt, subtil und minimalistisch. Dann dröhnt ein Basssound, womit auch immer er erzeugt wird, wahrscheinlich wird grad das Saxophon durch einen Rechner gejagt. Fakt ist: was da ertönt, das geht unter die Haut. Kaum, dass man sich von den Noiseparts der ersten Seite erholt hat, folgen schon die nächsten noch extremeren Noiseattacken. Dann flackert ein seichter Elektrobeat auf, auf den Blasinstrumente und Elektrosounds aufbauen, um im Nichts zu verschwinden. Aus dem Nichts dröhnt es wieder düster vor sich hin. Anhaltende Töne fließen durch die Lautsprecher, zäh und bedächtig. Schrille Sounds, wie ein Schwarm nervöser Spatzen, gesellen sich dazu. Alles wird lauter, alles fließt und am Ende bleiben die Spatzen(?).

Avantgarde Elektro Jazz vom Feinsten aus dem Hause Pan.

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