AGE OF DELAY COLLECTIVE

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Musik zieht ihre Kreise, die man nicht stören sollte. Es ist jetzt schon einige Zeit her, dass wir euch das Live-Band-Debut des Bersarin Quartetts in der Christuskirche Bochum präsentiert haben. Die eigentliche One-Man-Band ist damals erstmalig von Livedrums und Livegitarre/-bass unterstützt worden. Die Musiker selbst stammen von der Band Racquets, deren kreativen Instrumentalrock wir euch bereits hier vorgestellt haben. Hörbeispiele zu beiden oben genannten Kombinationen findet ihr auf unserer Compilation.

Mittlerweile haben die Jungs das sogenannte Age Of Delay Collective gegründet, das neben Racquets die beiden Soloprojekte Patkow und Exchampion beinhaltet.

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Exchampion ist das Soloprojekt von Drummer Benjamin, der sich hier an der Elektronik austobt. Und wie es zu erwarten ist, wenn ein Drummer solo unterwegs ist, gehts hier rhythmisch so richtig zur Sache. Synthiefeuerwerke vom feinsten mit Kopfwackelgarantie. Allein in diesem Jahr sind bereits drei EPs erschienen. Das Debüt “To Aurora” mischt Dubstep der Neuzeit und 80er Jahre Synthiesounds. “Attaboy Ben! Pt.1” führt diesen Sound weiter aus und lässt in eigenständiger wirken. Auf “Attaboy Ben! Pt.2” gibt eine weitere Steigerung. Hier hat der Exchampion Sound starken Wiedererkennungswert, nicht weil er zugänglich ist, sondern weil er so einzigartig zwischen verschiedenen Stilrichtungen springt und dadurch wie ein Soundsog eine sehr eigene Fusion hervorbringt. Bersarin Quartett Chef Thomas Bücker lässt sich einen Gastauftritt auf “Attaboy Ben! Pt.2” nicht nehmen.

Patkow bewegt sich ebenfalls im elektronischen Bereich. Auf der “Heavitree” EP werden die Saiten scheinbar beiseite gelegt und der Elektronik der Vortritt gelassen. Wer aber genau hinhört, wird mit einer massiven Masse aus Beats, Gitarren, O-Tönen und elektronischen Sounds beschallt. Freunde von experimentellen Elektroniksounds mit greifbaren Strukturen kommen hier voll auf ihre Kosten.

Alle EPs gibt es zum kostenlosen Download auf Bandcamp. Wer an einer greifbaren Version der EPs interssiert ist, sollte unbedingt mal bei den Künstlern selbst anfragen.

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