ARKTIKA

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Wenn sich eine Band den Namen eines nuklear betriebenen sowjetischen Eisbrechers als Bandnamen aussucht, so geschehen bei Arktika aus Köln, dann ist das eine Ansage. Ende Oktober ist mit “At Zero” das erste Album von Arktika erschienen und es bricht zu Beginn wie ein Eisbrecher durch die Boxen in die Ohren des Hörers. Verdammt, ist das laut… ist der erste Gedanke und das ist auch gut so, denn das können die fünf Rheinländer, laut sein. Was die Band allerdings ausmacht ist nicht die Lautstärke, sondern eine gelungene Mischung aus lauten Sludge und Hardcore Parts mit klagendem Schreigesang und epischen, ruhigeren Instrumentalparts mit filigranen Elektroeinschüben und Samples. So endet das Album auch versöhnlich mit dem ruhigen Titeltrack. Jeder Eisbrecher kommt auch irgendwann ans Ziel.

at_zero_artwork

Die Liebe zu Post-Hardcore Bands wie Envy hat die fünf Musiker von Arktika 2008 zusammengebracht. 2009 folgt das Debütrelease in Form der “Heartwrencher” 12inch LP, auf der zwei 10minütige Songs, als Vorbote für das diesjährige Album “At Zero”, vertreten sind. Beide Releases sind über Narshardaa Records veröffentlicht worden. “At Zero” gibt es als LP und CD. Die “Heartwrencher” EP ist auch noch als altmodisches Tape (lang lebe die Cassette) bei Kreisel-Kreisel Records erhältlich.

heartwrencher lp_artwork

Die Aufnahmen zu beiden Platten sind in der berühmtberüchtigten Tonmeisterei in Oldenburg entstanden, dem Studio, in dem auch Omega Massif oder Kodiak ihre druckvollen Sounds auf Band verewigt haben. Für das vielschichtige Artwork der Platten ist Gitarrist Tim Kockentiedt verantwortlich, der bereits das Cover des letzen Long Distance Calling Longplayers entworfen hat. Die Artworks von Arktika erwecken den Eindruck alter Kupferstiche und bieten dem Auge viele Details, die es zu entdecken gilt. Wer das Artwork in seiner vollen Pracht erleben möchte, sollte unbedingt in die LPs investieren. Ab in den Arktika Shop.

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One Response to “ARKTIKA”

  1. Review by “the postrock” « ARKTIKA Says:

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