LIVE: DENOVALI SWINGFEST SONNTAG

Posted in DIE DENOVALI SWINGFEST BANDS 2010, ontheroad on October 17th, 2010 by D.K.

Am Sonntag startet das Denovali Swingfest pünktlich um 13:30 Uhr mit den Australiern von The Night Terrors. Zwei Keyboarder, ein Drummer und ein Riese am Bass und am Ätherophon, dem Kasten mit der Antenne dran, erzeugen erstklassige Synthie-Alternativerock-Sounds. Das Ätherophon gibt der Musik eine einzigartige Note und jeder Zuhörer staunt über die melodischen Töne, die Bassist Miles Brown damit erzeugen kann.

miles brown (the night terrors) playing the theremin @ denovali swingfest

Die drei Engländer von Iroha übernehmen die Bühne. Irgendwie wirken die drei Musiker uninspiriert und trotz fettem Sound a la Jesu und Bühnenshow mit Projektionen will der Funken nicht so richtig überspringen.
Was als nächstes ansteht klingt schon auf Papier großartig. Das Ruhrpott-Doom-Metal-Trio Kodiak und der Dortmunder Dronekünstler N in einer “one time collabo”. Schon beim Bühnenaufbau wird klar, wo es hingeht. Eine Wand aus Verstärkern nah am Bühnenrand, dazwischen ein Drumset, ein Hocker und ein aufgemalter Schlachtplan auf einem A3 Blatt. Dann ist es soweit, Nebel steigt auf, das Licht geht aus, nur Leuchtstäbe auf dem Bühnenboden lassen die Silhouetten der vier Musiker erahnen. N setzt ein und legt einen Droneteppich, der den drei Musikern von Kodiak als Grundlage für ihre Einsätze dient. Was folgt ist ein 50minütiges Lied, das mal leiser, mal lauter ist und in einem noisigen Doom und Drone Finale endet. Hoffentlich bleibt es nicht bei diesem einen Mal Kodiak + N.

N with Kodiak @ denovali swingfest

Blueneck aus Bristol sind als nächste dran. Mit ihrer Mischung aus epischen, postrockigen Instrumentalparts und gefühlvollen Vocalparts schaffen die Engländer es auch live sofort zu überzeugen. Mittlerweile sind mehr Leute da, denn zu Beginn des zweiten Swingfesttages ist es doch erstaunlich leer.
Weiter geht es mit den Frankfurter Instrumentalrockern von Daturah. Die Bühne in rotes Licht getaucht und künstlerische Projektionen an der Wand, das ist die visuelle Grundlage für den Post-Rock-Sound von Daturah. Die fünf Musiker bilden einen Kreis auf der Bühne und nehmen die Swingfestgäste mit auf eine Reise durch Soundlandschaften, die mal zum Augen schließen und mal zum Mitstampfen und Kopfwackeln animieren.

daturah @ denovali swingfest

Das rote Licht bleibt, aber nun stehen die Heirs aus Australien auf der Bühne. Die Vier sind allesamt in Schwarz gekleidet und haben alle schwarze Haare. Das perfekte Pendant zur Musik, denn der Sound der Heirs ist düster und schwerfällig und kriecht langsam unter die Haut. Der Bass von Laura Bradfield brummt und rattert bedrohlich, Damian Coward spielt sich an den Drums die Seele aus dem Leib und die Gitarren legen verstörende Noiseteppiche über das Ganze. Ach ja, Miles von The Night Terrors ist auch auf der Bühne und untermalt den Heirs-Sound mit seinen Ätherophonklängen. Die Projektionen hinter den Musikern zeigen zudem Schwarz-Weiss-Szenen einer okkulten Messe aus einem B-Movie, was die Show noch bedrohlicher wirken lässt. Die Heirs überzeugen, sehr.

heirs @ denovali swingfest

Im JZE laufen ein paar kleine Asiaten rum, die jeden begrüßen, der ihnen entgegenkommt. Sympathische Typen. Es sind die Japaner von Mouse On The Keys und deren Anhang, denn neben den Musikern sind auch die eigenen Soundtechniker mit angereist. Sicherlich hilfreich bei der nicht-englischen Verständigung. Die Bühne ist erstaunlich schnell umgebaut und Mouse On The Keys starten ihr unglaubliches Set. Zwei Pianisten und ein Drummer direkt am Bühnenrand platziert und ein vierter Mann an der Trompete geben Gas und zeigen dem Publikum, dass auch sowas wie Jazz rocken kann. Nach dem ersten Song greift sich einer der Musiker das Mikro, packt einen Zettel aus und sagt mit ulkigem Akzent “Hallo ihr Idioten. Wir sind Maus auf den Tasten!” Das Publikum ist begeistert und wackelt und tanzt zu den flotten Tönen, die die Japaner erzeugen. Definitiv der beste Jazzbeitrag des Swingfestes.

Als nächstes stehen traditionell Celeste als Swingfestabschluss an, doch die Uhrzeit ist auch am Sonntag nicht stehen geblieben und mit den Gedanken an Bett und Frühschicht, entscheiden wir uns, mit den Eindrücken der beiden Swingfest Tage die Heimreise anzutreten.

Danke Denovali Records, Danke Bands, Danke Fans und Danke an alle anderen Beteiligten.

Die restlichen Bilder vom Denovali Swingfest findet ihr auf unserer PHOTOS Seite.

LIVE: DENOVALI SWINGFEST SAMSTAG

Posted in DIE DENOVALI SWINGFEST BANDS 2010, ontheroad on October 16th, 2010 by D.K.

Okay, wie fasst man zwei Tage hochkarätiges Festival, was das Denovali Swingfest defintiv war, in einem übersichtlichen Artikel zusammen? Ich weiß es nicht, ich schreib einfach mal drauf los…fangen wir doch erstmal mit dem Samstag an.

Pünktlich zur angegeben Beginnzeit stehen wir zusammen mit allen anderen Besuchern vor dem JZE und warten der Dinge, die kommen mögen. Am Eingang steht, dass der Einlass sich verzögert, egal, Freude ist trotzdem da. Auch als der Einlass dann beginnt und die Schlange nur langsam kürzer wird, bleibt die Stimmung gut. Dann endlich drin wird erst mal die Lage gecheckt. Ein großer breiter Saal ist Schauplatz für die Konzerte, ein kleines Kino ist zum Ambient Cinema verwandelt, in dem laute Ambientsounds zu stummen Filmaufnahmen laufen. Im Untergeschoss sind die Merchstände aufgebaut und für Speise und Trank ist auch gesorgt. Mit kleiner Verspätung eröffnen die vier Norweger von The Samuel Jackson Five das Swingfest. Die schwierige Aufgabe als Opener das Publikum zu packen meistern sie aber sehr gut. Die vier Musiker tragen rote Shirts mit jeweils vier englischen Begriffen, die „leise“ bedeuten, aber das was auf der Bühne passiert ist nicht leise, sondern eine laute Post-Rock-Psychedelic-Kraut-Rock-Hochzeit vom Feinsten.

the eye of time @ denovali swingfest

Was folgt ist ein kleiner Farbwechsel, denn was die Franzosen von Eye Of Time auf der Bühne erschaffen ist düster und destruktiv. Marc Euvrie spielt Kontrabass und Gitarre und wird von Breakbeats und Samples aus dem Laptop begleitet. Die Gäste liegen und sitzen mit leichtem Abstand zur Bühne und lassen die Sounds direkt aus dem kalten Boden in ihre Körper eindringen, gruselig aber gut. Contemporary Noise Sextet aus Polen sind der erste Jazzbeitrag des Swingfests. Wenig Rock, sehr viel Blasinstrumenteinsatz, aber das Publikum ist angetan, denn die Polen verbreiten mit ihrer Musik und ihrem Auftreten gute Laune.

Es folgt Farbwechsel Nr.4 mit dem schwedischen Doom-Metal-Duo Switchblade. Eine Gitarre und ein Drumset zerstören jeden optimistischen Höreindruck der vorherigen Band und tauchen die Gäste in eine Welt, die geprägt ist von Lärm, Zerstörung und Dunkelheit. Genau das ist auch das was auf den Projektionen während der Show zu sehen ist. Doom in minimalistischer Perfektion. Her Name Is Calla aus England nehmen die Stimmung von Switchblade auf und tragen ihre melancholischen Alternative Songs kraftvoll und überzeugend laut vor. Die Band ist in noisiger Laune und spielt ein sehr wütendes, emotionsgeladenes Set. Gesangstechnisch der Höhepunkt des Abends. Gänsehaut pur. Yndi Halda, ebenfalls aus England, übernehmen die Bühne. Die „wie grad aus der Schule gekommen“ wirkenden Musiker haben eine große Fanbase im Publikum und geben neben einem Klassiker ihres Debüts auch zwei neue epische Songs mit Vocals zum besten. Sympathische Typen.

switchblade @ denovali swingfest

Wir haben mittlerweile Sonntag, denn die Uhr zeigt schon vier Nullen. Die Verspätung vom frühen Nachmittag ist also heimlich angewachsen. Die Würzburger Doomrocker von Omega Massif bauen ihr Set auf. Wie auch im letzten Jahr dürfen die blauen Bodenleuchten nicht fehlen. Letztes Jahr war die Band mit dem Sound unzufrieden, der Soundcheck zeigt diesmal schon, dass der Sound fett und laut ist. Die Omegas haben sogar Verstärkung in Form eines Akkordeonspielers mitgebracht. Kurz nach zwölf geht es los. Die Projektionen von einem Gang durch einen Wald werden an die Wand geworfen und die Band legt los. Alles ist in blaues Licht getaucht, der Bass drückt sich in die Magengrube, die Gitarrensounds pressen sich in die Ohren. Nur kurz spielt die Band auch etwas leiser, genau da kommt dann auch das Akkordeon zum Einsatz. Mit „Unter Null“ schließen Omega Massif ihr knapp einstündiges Set ab und lassen uns mal wieder staunend stehen.

omega massif @ denovali swingfest 2010

Mittlerweile ist es so 01:30 Uhr, einige liegen im Raum verteilt auf dem Boden, manche freiwillig und im vollsten Bewusstsein, manche eher nicht. An der Getränkeausgabe steigt der Cafekonsum, das Ambientcinema ist mittlerweile zum Ambientschlafsaal mutiert, die Wiese vor dem JZE ist auch liegefreundlich. Ein paar Swingfestler schaffen es jedoch doch noch vor die Bühne, um sich den letzten Auftritt des ersten Tages anzuschauen. Wäre ja auch zu schade den ersten gemeinsamen Auftritt von The Kilimanjaro Darkjazz Ensemble und Alter Ego Band The Mount Fuji Doomjazz Corporation zu verpassen. Um kurz nach zwei haben die Niederländer alles aufgebaut. Die handvoll Laptops auf der Bühne zwischen klassischen Instrumenten wie Kontrabass, Jazzgitarre und Trompete sieht ziemlich beeindruckend aus. Leicht ermüdet, angetrunken und vom Stehen erschöpft lauschen wir den Tönen der Doomjazzer. Die Mischung aus Drumcomputer vermengt mit Blasinstrumentgebrumme und Bass- und Gitarrenuntermalung gepaart mit der späten Uhrzeit versetzt einen sofort in eine surreale Gedankenwelt. Düster, jazzig, genial. Trotzdem halten wir nur bis um 03:00 Uhr aus und machen uns auf den Weg ins Bettchen. Ich glaub, Kilimanjaro haben bis um 03:30 Uhr gespielt und dann war auch im JZE Schicht.

Mehr Bilder vom Denovali Swingfest findet ihr auf unserer PHOTOS Seite.

KODIAK+N INTERVIEW

Posted in DIE DENOVALI SWINGFEST BANDS 2010, INTERVIEWS on October 6th, 2010 by D.K. und M.H.

denovali swingfest 2010Mit großer Spannung erwarten wir den Auftritt von Gitarrist Hellmut Neidhardt, alias N, aus Dortmund und den ebenfalls aus dem Ruhrgebiet stammenden Kodiak, die am kommenden Sonntag auf dem Denovali Swingfest eine interessante Allianz eingehen und der geneigten Öffentlichkeit erstmalig das Ergebnis ihrer aktuellen Zusammenarbeit präsentieren werden. Vorab haben wir die vier zum Interview gebeten…

kodiak_n.jpg

Ihr habt grad eure ersten gemeinsamen Proben hinter euch. Wie ist es gelaufen?
K: Es läuft phantastisch. Die Chemie hat direkt gestimmt und wir mussten überhaupt nicht lange herumexperimentieren, um auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Jeder in der Gruppe liefert das, was er am besten kann und es fügt sich wunderbar zusammen. Wir freuen uns riesig den passenden Counterpart für dieses Experiment gefunden zu haben.
N: Ich “kenne” Kodiak seit der ersten Platte; ich hatte da überhaupt keine Bedenken. Das passt und macht musikalisch Sinn.

Wollt ihr euch unseren Lesern, die euch noch nicht kennen, einmal gegenseitig vorstellen? Uns interessiert es aber natürlich auch wie, ihr den jeweils anderen musikalisch einschätzt.
K: Die Musik von N ist ein dicht gewobenes Geflecht aus meditativen Feedbacks und Live-Loops, die durch den Raum zu schwirren scheinen und dabei ständig variieren. Selten schafft eine Band ein so unfassbares Gefühl von Schwerelosigkeit und kraft zugleicht – und dabei handelt es sich hierbei nicht mal um eine Band, sondern nur um einen einzelnen Künstler. Wir haben N zuvor schon live erlebt und waren hin und weg.
N: Bei Kodiak ist es diese Mischung aus monolithischen Säulen und extrem dichten Atmosphären, die sofort packt. Das ganze dann in einem doch sehr eigenen, irgendwie körnig korrodierten Sound, das passt und ist einfach perfekt. Und wenn man sich die seitdem erschienenen, weiteren Veröffentlichungen von Kodiak anhört, überzeugt die Wandelbarkeit dieses (nur) auf den ersten Blick doch sehr fokussierten Konzepts.

Wie kam es eigentlich zur Entscheidung, gemeinsam aufzutreten?
K: Das ist eine gute Frage. Die konkrete Idee dazu kam wahrscheinlich von Denovali.

N: Die Idee stammt tatsächlich vom Label; meine neue VÖ, die N(9) “Gager” erscheint als mein erster Release auf Denovali und die Ansage, auf dem nächsten Swingfest zu spielen stand schon etwas länger. Mit Blick auf das Gesamtprogramm und die zu erwartende Festivalatmosphäre bin auch ich sehr zufrieden mit dem Konzept, Kodiak und mich zu einem gemeinsamen Auftritt zu bewegen. Und außerdem, mal sehen, was da noch so kommt…

N, wie ist es, zusammen mit drei aufeinander eingespielten Musikern zu spielen?
siehe nächste frage…

Kodiak, wie ist es, plötzlich ein weiteres “Bandmitglied” zu haben?
K: Es ist ein bisschen enger geworden im Proberaum. Und natürlich auch nochmal ein ganzes Stück lauter. Aber die Ampwand, die jetzt den Raum schmückt hat uns allen ein debiles Grinsen ins Gesicht gezaubert.

Inwiefern hat sich der Prozess des Schreibens, bezogen auf eure Zusammenarbeit, geändert? Besonders für dich, N?
K: Bei Kodiak waren schon immer alle Bandmitglieder gleichermaßen an der Entstehung der Songs beteiligt. Das heißt niemand beansprucht das Songwriting für sich und wir gehen die Sachen immer gemeinsam im Proberaum an. Es war nicht schwierig, eine weitere Meinung in diesem Prozess zuzulassen. Und praktischerweise bieten unsere typischen Songstrukturen genügend Platz um eine weitere Gitarre aufzunehmen, ohne dass diese überflüssig klingt. Wir müssen uns also für unseren Teil überhaupt nicht verbiegen, sondern können einfach loslegen und die Gitarrenarbeit von Hellmuth fügt sich absolut organisch in den Sound ein und bereichert das Gesamtbild ungemein. Wir haben uns im Vorfeld ein wenig Gedanken gemacht, ob und wie unsere Arbeitsweiesen beim Schreiben zusammen funktionieren, oder ob wir uns dann gegenseitig im Weg stehen, aber es klappte alles erstaunlich gut. Wir waren uns auch unschlüssig, ob wir aufgrund der knapp bemessenen Zeit nicht einfach fertige Songs zusammenwürfeln sollten und die Parts dann nur gegenseitig begleiten würden. Aber dann haben wir genau das richtige gemacht und einfach drauflos gejammt. Das Feeling hat sofort gestimmt und uns absolut überzeugt. So war bereits nach der ersten Probe ein Großteil des Sets für das Swingfest geschrieben.
N: Erstaunlicherweise wenig. Wie schon beschrieben hatten wir zunächst gedacht, dass es vielleicht gut wäre, bestehendes Kodiak-Material zu bearbeiten, um schon einmal einen grob strukturierten Rahmen zu haben und diesen dann zu ergänzen und auszuarbeiten. Statt dessen haben wir eben zunächst ein bisschen improvisiert, in erster Linie, um uns gegenseitig ein wenig kennen zu lernen. Und da hat sich gezeigt, dass die Arbeitsweise von Kodiak und meine starke Ähnlichkeit besitzt. Ich hatte über die Tatsache, plötzlich mit drei weiteren Meinungen konfrontiert zu sein auch im Vorfeld bewusst nicht nachgedacht; unsere ersten persönlichen Kontakte bei einem Auftritt von mir bzw. einem von Kodiak waren gleich entspannt gewesen und ich habe daher Schwierigkeiten auf menschlicher Ebene sowieso nicht erwartet. Etwas anderes ist es natürlich, plötzlich noch 1-2 weitere Gitarren und einen Bass um sich zu haben, mit denen man sich harmonisch, soundlich und lautstärketechnisch auseinander setzen muss. Aber hier herrscht an keiner Stelle der Egotrip, unser Set bietet auch genügend Freiräume und wechselnde Verantwortung. Und, um auch das nicht zu vergessen: von früheren Bandsituationen kenne ich das Zusammenspiel mit dem Schlagzeug; ich muss dann nur etwas mit den Loops aufpassen…

Woher nehmt ihr eure Inspiration? Sowohl auf euer bisheriges, als auch auf euer gemeinsames musikalisches Schaffen bezogen.
K: Es gibt keine alleinige Quelle für die Inspiration zu unseren Songs. Trotzdem basieren alle  unsere Stücke auf einer Grundidee, die wir entweder im Vorfeld recherchieren und zurechtlegen oder während des Songwriting entwickeln. Die Idee zu den beiden Songs “Beginning” und “End” auf unserer LP zum Beispiel war schon zu Beginn der Arbeit klar, während bei “MCCCXLIX – The Rising End” erst ein Teil der Musik feststand und wir dann den Hintergrund passend zum Sound gesucht haben.
N: Mein Konzept als N beruht auf dem Einfangen des Moments. Viele meiner Stücke sind entstanden (und entstehen weiterhin), indem ich meine Verstärker anschalte, die Aufnahme starte und ohne jede weitere Überlegung spiele. Ich überrasche mich da immer noch selbst, das gibt mir die Sicherheit, dass diese Vorgehensweise noch längst nicht ausgereizt ist. Die größte Schwierigkeit bereitet es da, eine möglicherweise soundlich schlechte Aufnahme in ihrer musikalischen Qualität zu wiederholen… Eine weitere Inspiration ist schlicht der Klang von Gitarre und Verstärker; trotz aller dazwischen geschalteter Effekte ist es gerade diese Klangästhetik, die auf mich inspirierend wirkt.


Ist es etwas Besonderes, ein Festival quasi vor der Haustür zu spielen?
K: Dass das Swingfest hier um die Ecke stattfindet macht die ganze Sache für uns vielleicht sogar leider ein wenig unspektakulärer. Normalerweise hat man vorher eine mehr oder weniger lange Fahrt, die bei uns immer sehr lustig abläuft und bei der einfach ein anderes Feeling aufkommt, als wenn man nur kurz sein Equipment in den Kofferraum packt und ein paar Meter fährt. Aber es macht auch vieles einfacher. So fühlen wir uns direkt heimischer, kennen die Location bereits und können ohne Stress zum Festival. Man muss einfach weniger im Vorfeld organisieren.
N: Sehe ich genau so, allerdings, als zweitägiges Festival ist das Swingfest natürlich schon ein eigenes Kaliber. Ich freue mich auch, dass wir am zweiten Tag spielen; so kann ich den ersten einfach als Zuhörer genießen und mich schon mal auf die Atmosphäre einlassen.

Werdet ihr das Swingfest Konzert aufnehmen oder plant ihr vielleicht, gemeinsame Studioaufnahmen zu veröffentlichen?
K: Das Swingfest werden wir nicht mitschneiden können, aber bei Kodiak hatten wir ja auf unseren Aufnahmen immer wieder Gäste dabei, die die Songs enorm bereichert haben. Wir wollten schon bei der Nadja Split eigentlich lieber eine Kollaboration, als eine Split mit getrennten Seiten für jede Band. Die Grundidee, dieses Konzept in Zukunft mit N in die Tat umzusetzen hat sich glaube ich bei jedem in der Band festgesetzt und wir werden mal sehen, ob wir das zustande bringen können. Es wäre sicherlich unglaublich dann im nächsten Jahr zu viert die Tonmeisterei zu entern.
N: Da muss ich nichts mehr zu sagen… Außer: eine gemeinsame Platte kann ich mir SEHR GUT vorstellen…

Verratet ihr uns zum Schluss, wie N + Kodiak zusammen klingen werden?
K+N: Nein. Aber wir denken jeder, der sich mit den beiden Projekten auskennt kann sich prima vorstellen, wie es zusammen passen wird.

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DATURAH

Posted in DIE DENOVALI SWINGFEST BANDS 2010 on October 5th, 2010 by M.H.

denovali swingfest 2010

In 2009 krankheitsbedingt leider nicht am Start, werden es die Frankfurter Daturah in diesem Jahr hoffentlich gesund und munter nach Essen zum Denovali Swingfest schaffen. Im vergangenen Jahr hatten wir euch die seit 2003 aktiven Protagonisten im Bereich des instrumentalen Post-/Noiserock im Rahmen unserer Swingfest Vorberichte an dieser Stelle bereits nähergebracht.

Zuletzt ist es etwas stiller geworden um Daturah, was darin begründet liegt, dass sich Schlagzeuger Patrick momentan, langsamer als erhofft, von einem Unfall erholt. Vertreten wird er durch Ingo von den ebenfalls aus Hessen stammenden Borgenine, mit dem sich die Band momentan auf die anstehenden Konzerte vorbereitet. In nächster Zeit werden die Jungs, neben dem Swingfest, am 09. Oktober im Vortex in Siegen und am 13. November auf dem Toppershouse Festival im Steinbruch in Duisburg zu sehen sein.

Das aktuelle Album “Reverie” ist bei Golden Antenna Records erschienen. Den Song “Shoal” vom Debüt könnt ihr euch hier kostenlos herunterladen. Weitere Hörproben liefert u.a. MySpace.

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SWITCHBLADE

Posted in DIE DENOVALI SWINGFEST BANDS 2010 on October 2nd, 2010 by M.H.

denovali swingfest 2010

Die Schweden Switchblade, die am Samstag das Denovali Swingfest mit ihrem mächtigen Doom/Sludge Sound beschallen werden, definieren und zelebrieren mit der Musik ihres aktuellen, sechsten Outputs die Langsamkeit. Ausladende, überlange Kompositionen, die in ihrer vermeintlichen Behäbigkeit eine Intensität und Kraft entwickeln, die man zunächst gar nicht vermuten mag. Nahtlos gehen die schlicht von I bis III durchnummerierten Stücke von "Switchblade", in 2009 bei Trust No One Recordings, wie nahezu alle bisherigen Veröffentlichungen ohne speziellen Albumtitel erschienen, ineinander über und entfalten in ihrer Gesamtheit eine gewaltige Durchschlagskraft. Der aggressive Kreischgesang wird nur spärlich eingesetzt und hält sich dezent im Hintergrund, untermalt dabei aber perfekt die gewaltigen Gitarrenwände, die die Band in aller Gelassenheit zu mächtigen monumentalen Soundwalzen auftürmt.

Bereits 1997 gegründet, hat die Band über die Jahre eine hohe Produktivität an den Tag gelegt und neben den sechs Studioalben noch verschiedene (Split-) 7” und 10”, beispielsweise mit Cult of Luna und Last Match, herausgebracht.

Im Frühjahr 2010 hat Gründungsmitglied Anders Sten (Bass/Gesang) Switchblade verlassen. Johan Folkesson und Tim Bertilsson haben jedoch beschlossen, ihn nicht zu ersetzen, sondern als Duo weiterzumachen und nur von Zeit zu Zeit mit wechselnden Gastsängern zu experimentieren. Dies bedeutet keinesfalls Neuland für die Schweden, da es in der Vergangenheit bereits mehrfach zur Zusammenarbeit mit Sängern befreundeter Bands kam. So wird man Switchblade künftig auf der Bühne mal instrumental, mal mit Gesang erleben dürfen, immer jedoch mit der Grundausstattung 1 drumkit, 1 guitar, 2 guitar amps and 1 bass amp, wie die beiden auf ihrer Webseite versichern. Aktuell haben sie sich in ihren Proberaum zurückgezogen, um sich in Ruhe auf die anstehende Mini-Tour und natürlich ihren Auftritt auf dem Swingfest vorzubereiten. Wir sind gespannt, in welcher Konstellation wir Switchblade am nächsten Wochenende in Essen erleben dürfen.

Die Vinylversion des 2009er Albums könnt ihr über Denovali Records ordern. Dort habt ihr auch die Möglichkeit, in zwei der drei Songs reinzuhören. Aktuelle Tourdaten findet ihr zudem in unserem ONTHEROAD Bereich.

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THE KILIMANJARO DARKJAZZ ENSEMBLE INTERVIEW

Posted in DIE DENOVALI SWINGFEST BANDS 2010, INTERVIEWS on September 30th, 2010 by D.K. und M.H.

Die Düsterjazzer von The Kilimanjaro Darkjazz Ensemble schließen den ersten Abend vom Denovali Swingfest mit einem Doppelset ab, bei dem sie auch Songs ihres Improvisations-Alter-Ego-Projektes The Mount Fuji Doomjazz Corporation spielen werden.

Begonnen hat alles im Jahr 2000, als Jason Köhnen und Gideon Kiers die Band gründeten, nachdem sie sich zusammengesetzt hatten um neue Soundtracks für alte Stummfilme zu schreiben. Mittlerweile ist die Band auf sieben Mitglieder angewachsen und hat bereits unter anderem zwei Studioalben, sowie zwei Alben unter ihrem Alter Ego veröffentlicht. Wir haben uns mit Jason, dem Mitbegründer, Bassisten und Pianisten der Band, über Themen wie Musik und Film unterhalten:

the kilimanjaro darkjazz ensemble

You are playing a double show as The Kilimanjaro Darkjazz Ensemble and The Mount Fuji Doom Jazz Corporation the first time ever at the Denovali Swingfest. How did you decide to do such a unique performance?
Well, Denovali asked us if the joint performance was possible, as we will be releasing both projects on their label. And we thought it would be an interesting challenge to mix both sets together. Combining the improvisation sessions with the structured compositions. We are always open for doing something different.

Denovali Records re-released “Succubus” on Vinyl and your “Self Titled” debut album is about to be re-released on vinyl, too. What took you so long to immortalize your songs on wax?
Well the plans have been there for a while, its just never been a priority. I think finance might have been a bit of an issue as well, but we are really happy that Denovali is giving us the opportunity of re-releasing our music on vinyl in the best possible way.

succubus artwork

Would you like to tell us something about your musical and visual sources of inspiration?
This could be a long answer, but I’m going to try and keep it brief. Its quite difficult pin pointing exact inspiration as all of us are so diverse in our musical tastes that there is no definite answer.
This also goes for the music of TKDE as well. We’ve never sat down and said, lets make music sounding like this or like that, its been a natural process where we compose what feels/sounds right.
So, this is where the visual sources have become an important part of our concept. Gideon and myself originally started re-editing and re-composing soundtracks for old silent classics when we worked together at a Multimedia company back in 1999 / 2000. Its then when we decided to create a project where we would compose music based on visual inspiration rather than being inspired by other music.
Automatically the ‘new soundtracks’ we created had a dark jazzy feel because it moulded well with the films we were working on: Nosferatu and Metropolis.
When it comes to our personal musical influences, well this basically is pretty far off from our sound. Also there are too many styles, genres and groups to name that we all listen too, so I wont even start writing them, you might need some extra pages for this!

We have read that you appreciate the works of silent movie makers such as F. W. Murnau and Fritz Lang. How did this appreciation evolve and what are your favourite silent movies?
Gideon and me both did Art School and focused on visuals, so its been part of our study and interest for a long time. I think silent movies , because of the limitations of their time, have an incredible charm; be it the innocence of the acting, the look/feel of the film grain, there just some kind of magical quality to these old films, it nowadays seems quite alien.

You released an instrumental cover of the titletrack of the “Dark Night Of The Soul” project. Your version sounds way darker and more jazzy – like a reprise of the original version with vocals by David Lynch. What made you decide to pick up this song for a cover?
We’ve always been fans of Lynch since day one. I think everyone who knows Lynch loves him for similar reasons. His imagery is really influential and inspirational.
I bought the DNOTS book when it came out and was charmed by this track. It was basically just an impulsive thing to do.  No deeper explanation to it unfortunately.

Talking about David Lynch, for which of his movies would you like to write a score, if you had the chance?
The Elephant Man. That question is too easy!

Are there any future plans to write soundtracks for contemporary movies? If so, which genre would you prefer and which director would be your favourite to work with?
We would love to work with the Quay Brothers, also Lars Von Trier. This is maybe too much daydreaming, but basically working on any score would be tremendous. We’ve never been approached for a score unfortunately.

What’s up next? You are writing new songs for a The Kilimanjaro Darkjazz Ensemble release. Any plans for a new The Mount Fuji Doom Jazz Corporation recording session, too?
The new TKDE album is in progress. We want to release it around February 2011, following the release with a European Tour. As for TMFDJC we have 2 releases planned. They should be released in December and February respectively.

the kilimanjaro darkjazz ensemble artwork

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THE EYE OF TIME

Posted in DIE DENOVALI SWINGFEST BANDS 2010, Release on September 30th, 2010 by D.K.

denovali swingfest 2010

The Eye Of Time ist das Soloprojekt von Marc Euvrie, der sonst die Saiten und Vocals im französischem Metalduo Karysun übernimmt. Seit 2004 erschafft Euvrie im Alleingang düstere Soundwelten, die sich zwischen dunklen, befremdlichen Elektrosounds und warmen Saiteninstrumentklängen bewegen.

the eye of time artwork

Mal zugänglicher, mal verstörend verflechtet der Franzose aus Caen die verschiedenen Sounds und baut dem Hörer eine dunkle musikalische Welt, durch die er sich kämpfen muss. Die passenden Bilder dazu bieten nun Denovali Records, die Ende des Jahres eine Box mit allen Alben von The Eye Of Time veröffentlichen, in der zu jedem Song ein entsprechendes Artwork beiliegen wird. Das Boxset wird die beiden bisherigen Alben “After Us” und “Jail”, sowie das neue Album “Lily On The Valley” enthalten. Bis zur Veröffentlichung der Box werden zudem alle darauf vertretenen Songs zum freien Download bereitgestellt. Die ersten Songs und die dazu gehörenden Artworks findet ihr hier.

Der Auftritt beim Denovali Swingfest ist die erste Show von The Eye Of Time außerhalb von Frankreich. Lasst euch überraschen wie Marc Euvrie sein Soloprojekt live umsetzt.

the eye of time artwork

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MOUSE ON THE KEYS

Posted in DIE DENOVALI SWINGFEST BANDS 2010 on September 28th, 2010 by D.K.

denovali swingfest 2010

Die drei Japaner von Mouse On The Keys starten diese Tage eine kleine Europatour und machen natürlich auch Halt beim Denovali Swingfest. Mit den Re-Issues ihrer „Sezession“ EP und ihres ersten Albums „An Anxious Object“ über Denovali Records, haben Mouse On The Keys dieses Jahr auch die Aufmerksamkeit des nichtjapanischen Publikums und der internationalen Presse erlangt.

mouse on the keys

Mit Ihrem einzigartigen Sound, aus einer Zwei-Keybords-Ein-Drumset-Kombi, der weder Jazz noch Rock ist, aber doch irgendwo dazwischen anzusiedeln ist, ist es auch nicht sehr schwierig dieses Trio zu überhören. Wer sich Zeit nimmt und sich die beiden Platten von Mouse On The Keys anhört, erfährt schnell, dass sich die drei Musiker ganz speziell an die Arrangements der einzelnen Songs herantasten. Der musikalische Hintergrund der drei Japaner liegt im Bereich des Post-Rock und das merkt man den Songs an. Zwar ist der Sound verspielt und erinnert stark an Freejazz, grundsätzlich ist die Grundstimmung der Songs aber rockig. Neugierig geworden? Hört mal rein.

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YNDI HALDA

Posted in DIE DENOVALI SWINGFEST BANDS 2010 on September 28th, 2010 by D.K.

Kaum hatten wir unseren Bericht zu The Pirate Ship Quintet veröffentlicht und über den Auftritt beim Denovali Swingfest berichtet, kam auch schon die Absage. Schade, finden wir. Aber Denovali Records haben schnell reagiert und einen passenden Ersatz gefunden.

denovali swingfest 2010

Mit Yndi Halda steht nun eine andere englische Band auf der Swingfest Bühne, die genau wie The Pirate Ship Quintet mit einer einzigen 3-Track-Platte und unzähligen Live-Auftritten einen gewissen Bekanntheitsgrad in der instrumentalen Alternativeszene erreicht hat.

yndi halda

Der Name Yndi Halda stammt aus dem altnordischen Wortschatz und bedeutet auf Englisch „Enjoy Eternal Bliss“, was auch gleichzeitig der Name ihres Debüts ist. Auf knapp 45 Minuten, aufgeteilt in drei Songs, zelebrieren die fünf Musiker ihre Vorliebe für instrumentale Post-Rock-Sounds. Was die epischen Songs interessant macht und diese Band von anderen Post-Rock Bands hervorhebt, ist die Vielfältigkeit der eingesetzten Instrumente und der cineastische Aufbau der Songs. Eine Kombination, die immer wieder die Aufmerksamkeit des Hörers auf sich zieht.

yndi halda - enjoy eternal bliss

Die Band hat ihr Debüt 2005 zunächst selbst veröffentlicht, kurz danach erschien 2006 die Vinyl und CD Version über Burnt Toast Vinyl. Besonders zu empfehlen sind jedoch die Versionen des Debüts von XTAL Records aus Japan und das Co-Release von Burnt Toast Vinyl und Big Scary Monsters, denn hier bekommt ihr „Enjoy Eternal Bliss“ mit dem 19minütigen Bonus-Track „A Song For Starlit Beaches“.

Besucht auch mal den Bandshop, da findet ihr neben Musik auch noch was zum Anziehen.

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N

Posted in DIE DENOVALI SWINGFEST BANDS 2010, Release on September 6th, 2010 by D.K.

N

Hinter dem simplen Künstlernamen N verbirgt sich der Gitarrist Hellmut Neidhardt aus Dortmund. Nur durch Einsatz von elektrischer Gitarre erschafft N live eingespielte Dronelandschaften, die ohne weitere Nachbearbeitung, außer dem Mastering von anderen Dronekünstlern wie Fear Falls Burning, direkt auf LP verewigt werden. Der Sound von N ist wie auch der Künstlername simpel, aber die Wirkung, die die Gitarrensounds erzeugen, wenn sie sich minutenlang im Raum und in den Gehörgängen enfalten, ist gewaltig. Dann erst wird klar, wie komplex die Wirkung einzelner Saitentöne in bestimmten Arrangments sein kann.

Die Veröffentlichungen von N sind meistens nach Örtlichkeiten benannt und je nach Entstehungsphase oder dem Zeitpunkt der Ideenfindung durchnummeriert. So widmet sich N auf seiner Debüt 7inch aus dem Jahre 2001 „N (1) – Karnap“ einem gewissen Stadtteil Essens. Zwei Jahre später folgt das Debütalbum „N (2) – Bergen“, auf dem Neidhardt acht Songs inspiriert vom niederländischen Bergen vereint. Neben diesen beiden Releases, die das Label Genesungswerk veröffentlicht hat, sind auch bei Consouling Sounds, Ex Ovo und Droehnhaus weitere Platte erschienen.

gager lp

Mittlerweile steht die Veröffentlichung „N (9) – Gager“ über Denovali Records an. Gager ist ein kleiner Hafenort auf Rügen, der N als Inspirationsquelle für die vier Songs des Albums diente. Das Artwork, für das N, wie auch bei den vorherigen Platten, seine persönlichen Fotografien verwendet, zeigt eine hügelige Landschaft, von der N schreibt, dass er ihre Vielfältigkeit erst nach einer Weile entdeckt hat. So verhält es sich auch mit den vier Songs auf „Gager“, die sich zwischen 10 und 20 Minuten aus äußerst schlichten Ambient- und Drone-Sounds zu fragilen Klanglandschaften verwandeln, die nach gut 70 Minuten Laufzeit eine sehr emotionalen Eindruck hinterlassen.

gager lp inside

Auf Denovali Records könnt ihr euch schon mal zwei der Songs kostenlos runterladen oder im Stream anhören. Gager erscheint in limitierter 100er Auflage als Doppel-LP und ist bereits hier vorbestellbar.

Im Herbst ist N zusammen mit Microphonics, dem Soloprojekt von Dirk Serries (Fear Falls Burning), auf Tour. Die genauen Daten findet ihr in unserer ONTHEROAD Rubrik.

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BLUENECK

Posted in DIE DENOVALI SWINGFEST BANDS 2010 on September 3rd, 2010 by D.K.

denovali swingfest 2010

Mit Blueneck aus Bristol wollen wir euch eine weitere britische Band aus dem diesjährigen Denovali Swingfest Lineup vorstellen. Die fünf Engländer waren schon beim letztjährigen Swingfest dabei und haben das Publikum zum andächtigen Zuhören bringen können. Aber bei der gewaltigen, emotionalen Bühnenatmosphäre ist es ja auch kein Wunder. Die Band weiß durch melancholische Instrumentalparts und einfühlsame Vocals zu überzeugen und kann mit ihrem epischen Alternativsound locker mit anderen großen, britischen Bands mithalten.

blueneck

Blueneck haben bereits die beiden Alben „Scars Of The Midwest“ und „The Fallen Host“ über Denovali Records veröffentlicht, auf denen sie eindrucksvoll klassische Alternative-Song-Strukturen mit experimentelleren Instrumentalparts vereinen und somit ihren ganz eigenen, unverwechselbaren Sound erzeugen. Seit einigen Wochen ist die Band mit den Arbeiten an ihrem dritten Album beschäftigt, das wie die beiden Vorgänger über Denovali erscheinen wird.

Die Band ist zurzeit auf einer kleinen Clubtour durch Europa unterwegs. Die beiden noch ausstehenden Termine in Deutschland findet ihr in unserer ONTHEROAD Rubrik.

blueneck


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THE PIRATE SHIP QUINTET

Posted in DIE DENOVALI SWINGFEST BANDS 2010 on September 3rd, 2010 by D.K.

denovali swingfest 2010

Wie wird man mit drei Liedern zu einer Kultband? Das ist eine Frage, die die fünf Engländer Ziapour, Jona, Alphie, Alex und Sandy von The Pirate Ship Quintet sicherlich beantworten können. Mit ihrer 2007 veröffentlichten „Self Titled“ EP, die die Bristoler Band über Sound Devastation Records veröffentlicht hat, haben sich The Pirate Ship Quintet über drei Jahre lang einen gewissen Kultstatus erarbeitet.

the pirate ship quintet

Auf der EP finden sich drei epische Songs wieder, jeweils um die 10 Minuten lang, die in feinster “Godspeed You! Black Emperor Art” mit Einsatz von Streich- und Blasinstrumenten und reichlichen postrockigen Gitarrensounds direkt unter die Haut gehen. Produziert hat das ganze niemand geringeres als Magnus Lindberg, besser bekannt als Mitglied und Produzent von Cult Of Luna. Dank rauem Mastering klingen die drei Songs von The Pirate Ship Quintet trotz ausgefeiltem Arrangement wie Rohaufnahmen, was dem Sound eine unverkennbare Note gibt.

Schaut man sich die Kommentare der The Pirate Ship Quintet Fans auf Lastfm oder Facebook an, so wird schnell klar, dass die Band schleunigst für Nachschub sorgen sollte, denn die Fangemeinde wartet begierig darauf. Die Band hat bereits eine Hand voll Songs geschrieben und es soll in noch nicht absehbarer Zeit ein neues Album über Denovali Records erscheinen, das ebenfalls von Lindberg produziert werden soll.

Der Auftritt beim diesjährigen Denovali Swingfest ist nicht nur die einzige bisher angekündigte Show für dieses Jahr, es ist auch der erste Auftritt der Band außerhalb der Grenzen des britischen Königreichs.

the pirate ship quintet

UPDATE: Leider musste die Band den Auftritt beim Denovali Swingfest absagen.

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HER NAME IS CALLA INTERVIEW

Posted in DIE DENOVALI SWINGFEST BANDS 2010, INTERVIEWS, Release on August 26th, 2010 by D.K.

denovali swingfest 2010

Her Name Is Calla veröffentlichen im Oktober ihr erstes richtiges Full Length Album “The Quiet Lamb” über Denovali Records. Mit ihrer Mischung aus Alternative, Folk und experimentellem Rock haben sich die englischen Musiker in weit über sechs Jahren Bandbestehen einen festen Platz in der englischen Indieszene erspielt. Neben zahlreichen Liveauftritten in Europa hat die Band mehrere EPs und Singles veröffentlicht, unter anderem das Minialbum “The Heritage”, das zuerst bei Gizeh Records erschien und später von Denovali Records wiederveröffentlicht wurde.

her name is calla

Die Preorder zum neuen Her Name Is Calla Album “The Quiet Lamb” startet am 29. August.  Passender Anlass für uns, Sänger Tom Morris einige Fragen zur neuen Platte und einigen weiteren Themen zu stellen:

Your first real full length album „The Quiet Lamb“ is ready to be released. What took you so long?
Heh, I’m not sure really. We had a few set backs along the way. We had all sorts of problems: relocations, breakdowns, money problems, drink problems, label problems. All sorts of shit. Eventually we found ourselves in the good hands of Denovali and at a point in our lives where we thought we were ready to make the album that we’d dreamed about for so long. I think in general, we probably recorded parts of The Quiet Lamb about four or five times, but would scrap it and start over. All in all, I think it was about a year to record and mix. We record everything at our homes and do it all ourselves. We can’t afford studios or to pay people to record or mix for us.

We all have different opinions in the band as to whether this is actually our first album. Some members think that The Heritage is an album. It’s a weird subject for us.

The record sounds like you locked yourself in a homely room and started rehearsing your songs together, while you recorded everything. The sound has a very private atmosphere. Tell us something about the recording sessions.
The songs are certainly very private. I write the lyrics and most of the basic song structures before we flesh them out fully as a band. We’d normally record the bass, drums and guitar live at someone’s house, normally Adams. Then we’d all go away and separately record our vocals/violins/trombones etc. There were a few times we’d come together again to do communal vocal parts and things, but mostly we recorded separately at our homes. We use Dropbox, so everyone would put their parts in there so I could access them easily and add to the mixes. Some of the songs such as The Union had been around for two years. It was only now that we felt it was ready to record and release.

tom, her name is calla

The epic Song “Condor and River” accompanies your musical career from the beginning. It is the center piece of the new album and was released twice before. The new version sounds more aggressive, with much more intimate vocals. What is the reason for your constant connection with this song?
Well, it wasn’t really at the start of our career. That was just the first main release that people picked up on. We’d been together about three years before we released that. Then it appeared on a minor release that was a vinyl only split with our friends Maybeshewill. This is the first major release that it’s had really. It was always planned to be on this album, but we didn’t realise that there would be such a big gap between The Heritage and The Quiet Lamb.
The original recording was very rushed; we’d only just written it when we recorded it. So we weren’t totally sure on how to play it. It was great to finally rerecord it as we were fed up of hearing the original that was full of mistakes and terrible vocals! Plus, we now had the experience of playing it all these years and managed to hone it to a certain quality that we felt was agreeable with us. I feel that the arrangement and the performance is stronger, as well as the recording quality. It was definitely an important song for us to get right.

There are also new versions of “Pour More Oil” and “A Blood Promise” on “The Quiet Lamb”. We saw you playing them live and we were hoping that you would put them on the album. Did you plan to release them on the album or was it a coincidental progress?
Both those songs were always meant to be on the album as well. Pour More Oil is a song that we really enjoy to play live and was one of the first songs that we finished during the mixing process. It now seems to be one of the songs that people really respond well to at shows, which is great. It’s nice to able to move onto newer material.

her name is calla

The album ends with the three parted “The Union” which moves from an alternative song to an instrumental noise monster until it happens to end up as a drifty trumpet leaded rock song, that could easily be on a Robert Rodriguez movie soundtrack. Must have been an amusing recording session with many merged ideas?
Yeah, on paper it sounds as a random mish mash of ideas, but it actually had a lot of thought put into it. We’d played around with the suite of songs for around two years and the Mexicana part was always supposed to be the final part of the album. We’d talked about closing the album that way for some time and wanted the album to show some clear steps forward from our previous record. It definitely puts a smile on our faces playing The Union, though it’s really quite hard to play. Into the West is actually the hardest to play musically. The drums are pounding non- stop and the bass riff is so difficult! But it is very rewarding for us to play the whole thing; very enjoyable.

It seems that everyone of you is doing backing vocals live and on your releases. How did this develop, did everyone sing by choice or were there some of you cautious?
No, I don’t think anyone had a problem with it really. No one in the band is particularly shy and there’s certainly nothing any of us could do in front of each other to be embarrassed by. We’ve seen each other at our worst moments.
We’ve always had a lot of harmonies in our songs and it’s good to add an extra dimension live. It’s important in Calla to be as versatile as possible. We all want to progress as musicians. We’re always willing to try something new and different to expand our sound.

the quiet lamb artwork

What about the album artwork? On the first look it seems to be a positive motive with bright colours and a figure and a white lamb, but there are also these little black crosses and the ripped out face. Who designed it and what is the connection with the record?
A friend of Adam’s designed the front cover. She’s called Hannah McCague and she also did the artwork for Moss Giant. We used both pieces as the artwork for our tour t-shirts as well. We were really pleased with the work that she did; it looks really unique. We actually had a different artist for every song on the album. Stephen Clark, who was the artist for The Heritage and Long Grass also appears. There were submissions by fans of the band also as well as Tinhead who did the artwork for the first Foals album. It was great to have lots of different interpretations of the songs.

What are your expectations for your first performance at the Denovali Swingfest?
It will be great to hang out with Timo and Thomas our label bosses again. They’re really fun guys and great supporters of our music. Also it will be nice to see Heirs again, we had a good time with those guys last time we played together. They’re a really great band. It will also be great to hang out with some of the other Denovali bands. There’s a lot of quality across the label.

Will you come to Germany again this year to play some club shows to support the new album?
I don’t think we’ll come this year unfortunately; unless someone invites us to play something particularly great. After Swingfest I don’t think we’ll play any more shows in Europe until next year. We’ll see.

her name is calla

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HEIRS INTERVIEW

Posted in DIE DENOVALI SWINGFEST BANDS 2010, Release on August 10th, 2010 by D.K. und M.H.

denovali swingfest 2010

Als die Heirs aus Melbourne letztes Jahr ihr Debütalbum "Alchera" über Denovali Records und Exo Records veröffentlicht hatten, war das Staunen bei den Musikkritikern groß. Eine dreiviertel Stunde lang, auf sechs Titel verteilt, zelebrierten die vier Australier ihren instrumentalen Sound, der sich beeindruckend schwerfällig und eindringlich zugleich zwischen verschiedenen Stilen wie Doom, Alternative, Industrial oder auch Postrock bewegt. Alles fing mit einem Demo an, das Bandgründer Damian Coward 2007 unter dem Namen Heirs aufnahm. Ein Jahr später wuchs die Band um die beiden Gitarristen Brent Stegemann und Ian Jackson und Bassistin Laura Bradfield an.

heirs

Ein knappes Jahr nach Veröffentlichung des Debüts steht der Nachfolger "Fowl" in den Startlöchern. Anlass genug uns mit Gitarristen Brent Stegemann über die Aufnahmen am neuen Album und weiteren Themen zu unterhalten.

Tell us a little bit about the recording sessions regarding your upcoming release "Fowl". Are you comfortable with the progress?
We deliberately took a completely different approach to the writing and recording process of Fowl. Every song was composed entirely electronically. We then transposed all the songs to guitar/bass/drums, and worked out how to create a hybrid between the electronic sound and the band sound, getting a feel for what worked in a live setting and what didn’t come across quite as strongly. We definitely pushed the limits of what we were capable of as musicians and songwriters as far as we could, and for that I think the album is a success. We wanted to move the band in a more industrial direction, creating something rhythmically uglier and more threatening, but retaining the same melodic undertow that characterised our earlier stuff. I’d been listening to a lot of 80’s industrial and electronica, stuff like Controlled Bleeding, Coil, Neubauten etc. and it had a big influence on how I composed the songs. Once we had the songs sounding good in the rehearsal room, we went to Head Gap, where we recorded our first album, and layed down the basic drums and bass. We took those sessions and grafted the electronics onto them, then returned to Head Gap to record the guitar tracks. We added the rest of the instrumentation and finally mixed at Head Gap. Playing the new material live, we feel really good about what we’ve created and we’re really looking forward to bringing it to Europe.

brent stegemann

According to an older MySpace news it was planned to be a one track release accompanied by a remix. Now it seems to be grown to a 7 track full length album. How does this growth happen?
We recorded a 25 minute version of album’s title track before we started working on the full album. My good friend Nekrasov remixed the song for the B-Side. We had planned to release it as a 12" before the album came out but time got away from us. It’s still likely that it will see the light of day, but while we focus on getting the album out… it’s on the backburner for now.

Did you experience unusual things during the recording sessions that perhaps even found their way on the record?
We structured this whole recording down to a point where we knew exactly what we had to do at a given moment, but this is not to say that we didn’t "experiment" with a lot of stuff whilst we were there. "Men", a track off our new album, is a good example of this. We ended up doing a ton of tracks over this song, but eventually realised its power without so many layers, so if anything, this album was about stripping the excess layers and finding the right combination of sound which would let the music breathe a bit better, and have the most audial impact.

alchera artwork

What about the artwork, its kind of eerie and sculptural like the "Alchera" cover, but it is clearly turning into another direction. Can you tell us something about this strange yellow-black-man-fowl? Who is the artist behind it?
As an artist, I see Heirs as much visually as I do musically. As I worked on the music for the album, a central theme materialised and this is what I ‘saw’. I created the set, made the costumes, directed the shoot and did the accompanying artwork. The figure is a depiction of the human processing of the ornery – the filth we feed upon to entertain us, to sate our hunger, to gratify our sexual desires, to escape our reality or simply to facilitate our survival. Fowl is an exploration of the consumption of filth, the nourishment it provides and the way we excrete it back into the world. It’s a comment on the notion of morality and it’s place in an increasingly faithless population.

fowl artwork

Did you expect that the former one-man-project, as which heirs started in 2006, would expand to a four piece band that will have two releases out in 2010?
I’ve played music with Damian on and off for nearly a decade now, so it’s not surprising to me that we find ourselves at this point in our respective ‘careers’ working together on something like Heirs. He’s been the main motivating factor behind everything I have achieved musically and artistically, so when he proposed that I become involved with Heirs… it was just a natural progression of our musical relationship up until that point. We struck out everything that was holding us back in our previous projects, allowing each other to work independantly and helping each other realize our ideas in a group setting. Ian and Laura are a perfect foil for this dynamic. Ian’s style of playing is a complete contrast to my own and he adds a melodic depth that I don’t always hear on a songs inception. Laura is by far the best bassist I have ever played with… the way she locks in to the drums is integral to the foundation of what we do.

You’re living far away from Germany, can you tell us something about the instrumental music-scene in Australia? How do you appraise the scene? Are there any bands you like, which aren´t so common in the rest of the world?
There is no instrumental scene in Australia that resembles what you have in Europe, which to an extent, is a good thing. It breeds a certain kind of diversity and independance, with everybody forging their own path, with their own sound. There are a few scattered ‘instrumental’ bands, mainly from Melbourne (our home town) with which we feel certain kinship. There’s The Night Terrors, who we toured with in Europe last year. I can’t think of any band that sounds anything like them.. they describe their sound as "suffocation in deep space". I think it’s an apt description. We have been performing with Miles, their Theremin player, who contributed heavily to Fowl (Theremin/Electronics). They’ll be touring Europe again in September/October with their album ‘Back to Zero’ being released by Trendkill over there next month. In the broader ‘experimental’ sense, from Melbourne, our favourite bands are Zond, HTRK (currently based in London), True Radical Miracle, New War and Nekrasov.

It is your first time at the Denovali Swingfest. What are your expectations?
We’re really looking forward to seeing Timo & Thomas (Denovali) again. Their dedication to their bands and the support they have shown us is something we are enternally gratetful for and we’re pleased we can make  it over for Swingfest this year. We expect to be humbled by the quality of the other acts on the festival, and we predict Kodiak to lose a drinking competition.

Any bands in the swingfest lineup that you are curious about to see live?
I’m looking forward to seeing the Kilimanjaro Darkjazz Ensemble, Switchblade and Celeste, and finally meeting Blueneck & Iroha. We’ve been looking forward to playing with them for a long time. It’ll also be great to share a stage with Kodiak again.

And finally, how long do we have to wait to hear your new record?
Fowl is out September 27 on Denovali Records. Thanks a lot for your time.

Thank you, too.

heirs 2010

Die Heirs sind, neben ihrem Festivalauftritt beim Denovali Swingfest, im Oktober und November auch auf Clubtour unterwegs. Die genauen Daten findet ihr in unserer ONTHEROAD Rubrik.

Wer sich vom Sound der Band nochmal selbst überzeugen möchte, kann sich das Debütalbum "Alchera" über Denovali Records und das von der Band bereitgestellte Demo hier runterladen. Die erste Single vom neuen Album "Fowl" namens "Burrow" könnt ihr euch exklusiv bei Mess+Noise anhören.

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IROHA

Posted in DIE DENOVALI SWINGFEST BANDS 2010, Release on August 7th, 2010 by D.K.

denovali swingfest 2010

Schwerfällige, verzerrte Gitarren, dezente Elektronik, langsame Drumbeats und melodischer, zurückhaltender Gesang,
so klingen Iroha aus Birmingham, bestehend aus Andy Swan, Diarmuid Dalton und Dominic Crane. Wer bei der Beschreibung und bei den Namen der Bandmitglieder an J.K. Broadricks Jesu denkt, liegt dabei gar nicht mal falsch. Dalton ist auf mehreren Releases von Jesu an den Basssaiten zu hören. Andy Swan dagegen hat bereits in den Achtzigern zusammen mit Broadrick das minimalistisch experimentelle Projekt Final gegründet, das seither besteht. Iroha stammen genau wie Jesu und Final aus Englands zweitgrößter Stadt Birmingham, die, vergleichbar mit dem Ruhrgebiet, für ihre Metallbearbeitungsindustrie bekannt ist. Das spiegelt sich auch im walzenden, rauhen, industriellen Sound von Iroha wieder. Der ruhige Gesang, der ganz im Gegensatz zum Sound steht, gibt der Musik dagegen eine positive und unverkennbare Note.

iroha

Mit “Bittersweet” haben Iroha ihre erste Split mit Fragment aus Frankreich bei Denovali Records veröffentlicht. Die beiden stilistisch ähnlich klingenden Künstler steuern jeweils zwei Songs und den gemeinsamen Titeltrack bei. Das Debütalbum von Iroha lässt dagegen noch auf sich warten. Das von J.K. Broadrick gemasterte Album erscheint über Invada Records und kommt mit zusätzlichen Remixen von Bands wie Jesu und Transitional. Doch das ist nicht die einzige geplante Veröffentlichung von Iroha. Über Denovali Records wird die EP “On The Passage Of A Few People Through A Rather Brief Period Of Time” veröffentlicht, auf der Iroha einige Cover zum besten geben, und eine weitere EP namens “End Of An Era” ist auch bereits fertig abgemischt und wartet auf ihre Veröffentlichung. Man darf gespannt sein.

Irohas Auftritt beim diesjährigen Denovali Swingfest ist die bisher einzige Möglichkeit in Deutschland, die Band live zu sehen.

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