ELEKTRO GUZZI

Posted in Aktuell, ontheroad, Video on December 21st, 2014 by D.K.

Das österreichische Trio Elektro Guzzi ist uns erstmals im TV aufgefallen, als das Video zu “Pentagonia” auf einem guten Musiksender lief.

Schaut euch das Video an und entscheidet selbst, ob das cool ist was die Jungs da mit ihren Instrumenten machen.

YouTube Preview Image

Wer nach den Weihnachtsfeiertagen Lust auf ein gutes Konzert hat, der sollte unbedingt zum einzigen Deutschlandkonzert der aktuellen Elektro Guzzi Tour kommen. Im Rahmen der Urban Urtyp Reihe, werden die drei Musiker im Kubus der Christuskirche Bochum spielen. Kommenden Sonntag um 19 Uhr für 10 Euro.

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AIDAN BAKER & JAKOB THIESEN – TAPE & WOHNZIMMERKONZERT

Posted in Aktuell, ontheroad, Tapes on January 26th, 2014 by D.K.

“CNTNTL” nennt sich das dritte Album der beiden kanadischen Freunde Aidan Baker & Jakob Thiesen. Nach einer experimentellen CD namens “À Bout De Souffle” und einem sehr “rockigen” Vinyl namens “Mépris” folgt nun ein Tape mit zwei 15minütigen Stücken, die schon wieder in eine andere Richtung gehen.

Es gibt ja so Tage, an denen man nicht weiß, welche Musik zur derzeitigen Laune passt. Man ist demotiviert und hofft auf etwas, was dem entgegenwirken kann. Mir hat “CNTNTL” geholfen, so einen Tag positiv zu sehen. Tape in den Walkman (ja ich hab noch einen von der Marke mit den vier Buchstaben) gelegt, in die Bahn gesetzt und zur Arbeit gefahren. Was die beiden Kanadier hier machen ist nämlich ein hoch explosives Gemisch aus Elektronik und krautigem Spacerock, mal experimenteller und noisiger, mal sowas von auf dem Punkt gebracht, dass das Hören der Musik eine sehr motivierende Wirkung zeigt. Aidans Gitarre schleicht, quietscht und singt, Jakobs Drums treiben, pumpen und strukturieren die Stücke. Perfekt. Scheinbar im Blindflug aufgenommen, ist dieses Album die perfekte Fusion der beiden ersten Alben.

Das Tape erscheint über Broken Spine Productions in einer Auflage von 100 Stück und wird zunächst nur auf der gemeinsamen Tour der beiden Musiker verkauft, die Ende Januar beginnt. Apropos Tour: Für alle, die am 8. Februar nichts vorhaben, sei das Wohnzimmerkonzert im holländischen Goor zu empfehlen. Hier spielen Aidan und Jakob auf engstem Raum im typisch niederländischen Einfamilienhaus. Wer kommen mag, sollte sich hier anmelden…

Update: Das Tour-Line-Up ist geändert worden. Alle aktuellen Infos sind hier zu finden.

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PREMIERE: ONLY LOVERS LEFT ALIVE

Posted in Aktuell, Kunst, ontheroad on November 30th, 2013 by D.K.

Das Poster spricht für sich, hingehen lohnt sich:

Tickets gibt es hier…

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LIVETIPP VOR DEM MOVING NOISES FESTIVAL

Posted in Aktuell, ontheroad on November 7th, 2013 by D.K.

N Live 15 11 2013

Du wohnst in der Nähe der Niederlande und weisst nicht, was du am Tag vor dem Moving Noises Festival machen sollst?

Wir hätten da einen Tipp: N spielt am Freitag, den 15.11., ein exklusives Wohnzimmerkonzert im niederländischen Goor.

Es gibt nur sehr wenige Karten, weil das Wohnzimmer nur ein paar Leute inklusive N-Amps fasst.
Wer Interesse hat, möge sich doch bitte bei Hans, dem Wohnzimmerherren, melden.

Mehr Infos zum Wohnzimmerkonzert gibt es hier…

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CHELSEA WOLFE & RUSSIAN CIRCLES

Posted in ontheroad, Release on October 27th, 2013 by D.K.

Chelsea Wolfe & Russian Circles haben vieles gemeinsam: eine neue Platte bei Sargent House, einen gemeinsamen Song, die Vorliebe Black Metal Elemente in anderen Stilen zu verarbeiten und sicherlich auch einen gemeinamen Tourbus, der die beiden Acts durch Europa und vor allem Deutschland kutschiert. Aber fangen wir langsam an…

Chelsea Wolfe zählt mittlerweile zu den “Frauen mit Gitarre und geiler Stimme”, die gerne mal mit PJ Harvey verglichen werden, zu Recht, teilweise zumindest. Auf “Pain Is Beauty” zelebriert Wolfe die Schönheit von düsteren Herzschmerztracks, ohne dabei ins Dramatische und Belanglose zu entschwinden. Der Opener “Feral Love” ist ein Klassiker aus dem Live-Set von Chelsea Wolfe. Drums, die wie ein schneller elektronischer Beat klingen, legen die Basis für Elektronik und Vocals. Eine Elektro-Indie-Hymne für die Ewigkeit. “We Hit A Wall” ist klassischer instrumentiert, wirkt ähnlich hymnisch und zeigt die Künstlerin von ihrer bekannten Seite. “House Of Metal” lässt verschiedene Stile butterweich verschmelzen und gleitet mit Streichern und hallenden Vocals vor sich her, um in einem unheimlichen aber auch eingängigen Refrain zu münden. “The Warden” überrascht mit seinem Elektrobeat und seiner Aura, die zum Tanzen animiert. “Destruction Makes The World Burn Brighter” bricht dann mit seiner fast punkigen Attitüde die Popaura wieder auf. “Sick” kehrt die elektronische Seite des Albums wieder in den Vordergrund. Der Höhepunkt kommt mit “Reins”, ein Song wie ein Sog. Chelsea singt von der Anziehungskraft, während die Instrumente treiben, treiben, treiben… Es wird akustischer, mit “The Waves Have Come” legt Chelsea Wolfe ein über achtminütiges Epos hin und mit “Lone” wird es intim, was bleibt ist die Sängerin und ihre Gitarre.

Ein Album, das sich seitens der Atmosphäre beim Black Metal bedient, stilistisch aber irgendwo zwischen Indie, Dark Folk, Singer-Songwriter, Elektro und Alternativ anzusiedeln ist. Auf alle Fälle ein Muss.

Wer sich nicht entscheiden kann, ob er Vinyl oder CD haben möchte: Das Doppelvinyl ist sehr schön aufgemacht, das Mastering ist allerdings nicht sehr stark, so dass die Tracks alle sehr leise und nicht druckvoll sind. Die CD-Version ist besonders in der Daymare Recordings Version aus Japan interessant. Hier gibt es die rauhere und intensivere Live-Version von “Feral Love” als Bonus.

Russian Circles spielen schon seit einigen Jahren in einer höheren Liga als andere Bands, die den Stempel Post-Rock aufgedrückt bekommen haben. Als Duo war die Band noch rauh und schön frickelig unterwegs, mit dem letzten Album “Empros” (griechisch für vorwärts) ging es eher nicht vorwärts. Die Songs klangen viel zu durchdacht und gleichmäßig, so dass am Ende des Hörerlebnisses ein Einheitsbrei im Ohr blieb.

“Memorial” zeigt die Band zum Glück wieder von einer anderen Seite. Der Opener “Memoriam” überrascht mit leisen Tönen, die der Band gut stehen. Aus den anderthalb Minuten hätten ruhig fünf werden können. Die folgenden “Deficit” und “1777” sind stampfende Doomnummern, die sich mal im Post Rock, mal im Black Metal bedienen und so eine Klanggewalt entfachen, die zum Mitwackeln animiert. Die eigentlichen Schätze des Albums sind aber die folgenden kurzen Nummern. “Cheyenne” baut und baut und baut sich auf und explodiert dann doch nicht. Was für ein fieses schönes Gefühl. “Burial” beginnt mit schnellen Gitarren und langsamen Drums und entwickelt sich zu einem Black-Metal-Inferno, um dann wieder in prolligen Riffs zu münden. Ach wie fein… “Ethel” erinnert mit seinem flinken Tapping an die alten Russian Circles. “Lebaron” ist ein kleiner Metal-Marsch, der noch mal den Lautstärkepegel der Platte anheizt. Das Ende der Platte gehört der gemeinsamen Nummer von Russian Circles und Chelsea Wolfe. Der Titeltrack ist ein sphärisches Schmuckstück, dem Chelsea mit ihren mystischen hallenden Vocals den nötigen Akzent verleiht. Wenn eine Instrumentalband sich einen Gastsänger heranholt, dann sollte es genau so überraschend klingen wie hier. Kein Proll, der zu Riffs brüllt, wie schon des Öfteren erlebt.

Die Platte erscheint am 1. November. Wer die Band schon aufgegeben hatte, sollte hier mal horchen und einen Kauf riskieren.

Und zu guter Letzt sind die Herrschaften zusammen auf Tour.
Hier die Termine:
31.10.2013 Karlsruhe, Jubez
02.11.2013 Köln, Bürgerhaus Stollwerck
03.11.2013 Hamburg, Logo
10.11.2013 Berlin, C-Club

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INSECT ARK

Posted in ontheroad, Release on August 5th, 2013 by D.K.

Insect Ark ist das Soloprojekt von Dana Schechter aus Brooklyn. Mit Insect Ark wagt die Frontfrau von Bee and Flower (u.a. bei Neurot Recordings) den Alleingang und überrascht mit mitreissenden experimentellen Sounds.

Auf ihrer Debüt EP gibt die vielseitige Musikerin einen Einblick in ihren Soundkosmos, der vielleicht mit Shoegaze-Indie-Drone beschrieben werden könnte. Lap Steel, Bass, Synthesizer und Drummachine sind die Zutaten. Das Ergebnis sind drei Songs, die energetisch pulsieren und vorantreiben. Slidesounds, Gedröhne und ausgeklügelte Rhythmen. Gerne mehr in Albumlänge.

Die EP ist als 10inch Vinyl über Geweih Ritual Documents erhältlich und kommt in einem sehr aufwendigem, handgemachten schwarzen Pappartwork.

Insect Ark ist übrigens bald auf Tour. Hier die Daten in der Umgebung:

30.8. Eschschloraque (Berlin)
13.9. Oderbeck (Hannover)
14.9. Atelier Walter Prado (Düsseldorf)
15.9. De Bekkerij (Castricum, NL)
18.9. Kinky Star (Gent, BE)
19.9. Café Central (Brüssel, BE)

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LIVERBERICHT: CHELSEA WOLFE IN ARNHEIM

Posted in ontheroad on May 17th, 2013 by C.C.

Müsste ich Chelsea Wolfe mit einem Wort beschreiben, wäre es ambivalent: in ihrer elfenhaften Stimme schwingt die Unschuld einer männerfressenden Gottesanbeterin mit. Auch der Konzertabend war ambivalent, aber beginnen wir am Anfang.

Eröffnet wird der Abend mit Indiepop der niederländischen Band houses. Danach wird die Bühne von der Ein-Mann-Armee Zero absolu beherrscht. Inmitten diverser Instrumente, einem Multieffektgerät und einer Loopstation baut der Franzose vielschichtige Stücke auf und kommt beim Wechsel zwischen Gitarre, Bass, Keyboard und Pedalen ganz schön ins Schwitzen. Das erste Stück trifft das Publikum mit voller Wucht. Leider wird das Folgende immer mehr eine Vorführung von Fertigkeiten und weniger mitreißend. Die Kombination verschiedener Stile, die immer wieder auch bekannte Motive enthält, zeigt, dass Zero absolu handwerklich einiges drauf hat. Jedoch sind nicht nur die Loops repetitiv, sondern auch das Konzept – und somit über die Länge nicht aufregend genug.

In der letzten Umbaupause wird aus der sowieso hohen Bühne schließlich eine Bastion, als die Monitorboxen am Rand aufgebaut werden. Die dazwischen platzierten Kerzen wirken verloren und nichts erinnert an die erhabene Atmosphäre, die wir in Aachen erleben durften. Wieder beginnt Chelsea Wolfe ihr Set mit Akustikgitarre und in Begleitung von Violinistin und Keyboarder. Die fragile Musik muss allerdings gegen die lautstark im Hintergrund geführten Gespräche ankämpfen. Auch die Unmutsbekundungen der Musikerin und Gezische aus dem Publikum ändern daran nichts. Nach vier Stücken überlässt Chelsea Wolfe die Bühne sichtlich genervt den anderen beiden und verschwindet Backstage, während das melancholische Interludium aus Violine und Synthiesounds die angespannte Stimmung musikalisch aufgreift.

Als die Violinistin die Bühne verlässt, kommen Drummer und Gitarrist hinzu, das Keyboard wird gegen den Bass getauscht und Chelsea Wolfe greift statt zur akustischen Westerngitarre zur Fender. Der Sound gewinnt an Druck. Wer je daran gezweifelt hat, dass Musik Emotionen transportiert, wird durch die nun verarbeitete Wut eines Besseren belehrt. Wann immer möglich wendet Chelsea Wolfe sich vom Publikum ab. Ein neben uns stehender Gast lässt sich weder davon noch von eindeutigen Gesten davon abhalten, durchgängig zu filmen. Erst als er während “Movie Screen” direkt von Chelsea Wolfe angesprochen wird, hört er auf; aus dem Konzept gebracht ist die Sängerin dennoch. Schließlich endet das Set, das kürzer war als in Aachen, nach dem sehr lauten “Pale on Pale”. Wider Erwarten kehren die Musiker für eine Zugabe zurück: das gecoverte “Echo” wird mit aller Härte dem Publikum entgegengeschleudert. Auf dem Weg zurück sind wir uns einig – Chelsea Wolfe und ihre Band waren großartig, alles andere leider nicht.

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LIVEBERICHT: O & CHELSEA WOLFE IN AACHEN

Posted in ontheroad on May 9th, 2013 by D.K.

Es ist der erste Sonntag in diesem Jahr, den man als warm und sommerlich bezeichnen kann. Wir sind auf dem Weg nach Aachen. Chelsea Wolfe hat ihre aktuelle Europatour angetreten und tritt an diesem Abend zusammen mit O im Musikbunker Aachen auf.

Der Musikbunker ist wie ein Fremdkörper in dieser sehr alten Stadt, die auf Denkmalpflege und ein schönes Auftreten achtet. Irgendwo zwischen Alt- und Neubauten und einem Sportplatz steht dieser lange hässliche Betonbunker, der netterweise auch als Musikstätte benutzt werden darf. Einmal eingetreten verlässt man den Sommertag und tritt ein in eine Betongruft, keine Fenster, wenig Licht. Es geht zunächst einmal nach unten und dann um zig Ecken zur Venue. Auf dem Weg dorthin kommt einem schon der Rauch der Nebelmaschine entgegen.

O eröffnen den Abend mit ihrem Doom-Post-Rock. Die kleine Bühne ist vollgestellt mit Effekten und Musikern und der Raum füllt sich schnell mit den Klängen der Band, die teilweise aus Aachen stammt. Das Set beginnt leise, Bögen werden über Gitarren- und Basssaiten gestrichen, die Drums werden mit Paukenschlegeln gespielt und allmählich baut sich eine Atmosphäre auf, die typisch ist für diese Band. O funktionieren Live viel besser als auf Platte, denn die Aura des O-Sounds ist nur live greif- und fühlbar. Gegen Ende des Sets werden die Laut-Leise-Passagen etwas zu stark ausgereizt, aber das Gesamtbild hinterlässt einen bleibenden Eindruck.

Der Umbau läuft sehr schnell ab. Das neue Bühnenbild ist spartanischer als bei O. Es stehen Kerzen an den Rändern. Vor den Drums stehen die beiden Gitarren von Chelsea Wolfe. Eine dunkelbraune Westerngitarre von Gibson und eine fast schwarze Jaguar E-Gitarre von Fender. Wolfe trägt ein schwarzes Kleid, über ihren Schultern liegt ein schwarzer Schleier, die Haare sind hochgesteckt und die Augen tiefschwarz geschminkt. Gespenstisch attraktiv. Das Set beginnt akustisch mit Chelsea, ihrer Violinistin und dem Keyboarder. Nur Gitarre, Violine, dezente Synthiesounds und die mit Hall versetzte Stimme von Chelsea Wolfe. Sehr intim und emotional.

Dann geht die Violinisten und die restliche Band kommt auf die Bühne. Gitarrist, Drummer und Bassist/Keyboarder positionieren sich, Chelsea greift zur E-Gitarre und das Folk-Doom-Gewitter nimmt seinen Lauf. Die Mischung aus verzerrten Gitarren, treibenden Drums, dezenter Elektronik und der filigranen und zugleich kraftvollen Stimme von Chelsea Wolfe ist einzigartig. Wolfe singt meist mit geschlossenen Augen, öffnet sie diese scheinen ihre Blicke unheimlich verträumt und gleichermaßen fokussiert. Die Songauswahl konzentriert sich vor Allem auf das Überalbum “Apokalypsis”. Zum Ende hin wird das Set immer lauter und man verfällt immer mehr dieser dunklen Sirene auf der Bühne. Nach einer Stunde ist das Set vorbei, nein, eine Zugabe, laut mit dröhnenden tiefen Gitarrensounds und dann ist wirklich Schluß. Schade.

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BARN OWL SPIELEN IM SCHWARZWALD

Posted in Aktuell, ontheroad on April 29th, 2013 by Redaktion

Das psychedelische Doom-Dub-Duo Barn Owl aus San Francisco tritt am 04. Mai in der Nähe von Freiburg auf. Besonderheit ist, dass die Show mitten im Schwarzwald auf 1000m Höhe stattfindet. Für alle Autolosen unter euch fährt ein Shuttlebus zum Ort des Geschehens. Die Show beginnt mit dem Sonnenuntergang, sollte das Wetter garnicht mitmachen wollen, wird die Show in Freiburg selbst stattfinden.

Wer also am Wochenende in Freiburg und Umgebung sein sollte, darf dieses Event auf keinen Fall verpassen.

Alle Informationen zum Event findet ihr auf der Seite der Freunde des guten Tons.

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FESTIVALTIPP: 55MM2

Posted in Aktuell, ontheroad on April 29th, 2013 by Redaktion

Kommendes Wochenende findet das 55mm² Festival in Mülheim an der Ruhr statt. Die Veranstalter nennen das Ganze “Zwei Tage audiovisuelle Lebensbereicherung und gebrochene Klänge”. Euch erwartet Musik, Kunst und Vortrag. An dieser Stelle wollen wir euch die Kollaboration der beiben Dronegiganten N & [BOLT] ans Herz legen, denn dieses Zusammenspiel-Debut sollte nicht verpasst werden.

Mehr Infos und einen kostenlosen Sampler gibt es auf der Festivalseite.

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HANS & DER CLUB OF GOOR

Posted in Aktuell, ontheroad on April 8th, 2013 by D.K.

Hans und seine Frau Mieke sind große Musikliebhaber. Dabei haben sie nicht nur einen sehr guten Musikgeschmack, sondern setzen sich auch dafür ein, Drone- und Ambientmusikern eine Bühne zu bieten. Bühne ist in diesem Fall das kleine Wohnzimmer der beiden im niederländischen Goor.

Hans hatte uns schon seit Langem zu einem seiner “Evening of Harmonics And Nonadaptive Sounds” eingeladen, gestern hatten wir endlich Gelegenheit dabei zu sein, denn ein Abend mit StringStrang und unserem Lieblingsbassduo [BOLT] stand an. Die Reise nach Goor führt über sehr viel Flachland, vorbei an riesigen Windrädern und kleinen deutschen Ortschaften, deren Namen teilweise sehr ulkig klingen. Dann irgendwann hat man die Grenze passiert und Goor taucht auf. Ein typisches kleines niederländisches Städtchen, in dem sich scheinbar jeder beim Vornamen kennt. Besonders imposant ist die rotgestrichene Tankstelle des Ortes, die den Namen “Firezone” trägt. Bei Hans und Mieke angekommen werden wir erstmal herzlichst begrüßt und das nicht nur von den Gastgebern, sondern auch von den Gästen, die aus Deutschland und den Niederlanden angereist sind um die Künstler zu sehen. Der Spielort ist ein kleines verkantetes Wohnzimmer mit Kamin und großen Fenstern. Die kleine Ecke gehört den Musikern, die größere den Zuschauern.

StringStrang ist der niederländische Künstlername von Jan Kees Helms (bekannt für seine Videokunst), an diesem Abend als Dronegitarrist unterwegs. Das Set besteht aus einem langen Stück, in dem nahezu alle gängigen Effektgeräte samt Field Recordings eingebaut werden. Das Set ist gut, allerdings wirkt es auch sehr überladen und man kommt als Zuhörer nicht dazu, sich auf eine Soundlinie einzulassen.

[BOLT] gehört die zweite Hälfte des Abends. Nach einer kleinen Ansage von Hans inklusive Bedenken zur Lautstärke zweier Bässe, legen die beiden los. Wir haben es uns auf der Couch gemütlich gemacht und haben sowohl die Musiker als auch die anderen Gäste im Blick. Der Sound ist perfekt. Man mag es kaum glauben, aber die Heimanlage von Hans schafft es in Kombination mit den Amps von [BOLT] einen warmen Sound in den Raum zu legen, der wirklich fesselt. Das Duo spielt filigraner als sonst und setzt den Fokus auf weniger noisige Tracks. Die Gesichter im Publikum sprechen für sich. Von zufriedenem Grinsen bis konzentriertem Beobachten ist alles dabei.

Sichert euch für den nächsten Termin einen Platz im Wohnzimmer, es lohnt sich. Wir halten euch auf dem Laufenden.

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LIVEBERICHT: HEIRS & ASCETIC

Posted in Aktuell, ontheroad on March 30th, 2013 by D.K.

Es ist mal wieder einer dieser eiskalten Frühlingstage mitten in der Woche, an denen man am liebsten zu Hause bleiben möchte. Doch der innere Schweinehund ist schwächer als die Vorfreude, die Heirs wieder live sehen zu dürfen, und so machen wir uns auf den Weg nach Dortmund zum FZW.

Den Abend eröffnet die lokale Dark-Wave-Band Atomic Neon, die eine ganze Menge Fans mitgebracht hat. The Cure sind hier ganz großes Vorbild, das ist nicht zu überhören. Technisch perfekt, aber die Seele bleibt unberührt. Leider spielen die Damen und Herren aus Essen eine volle Stunde, viel zu lang.

Ascetic ist ein bisher unbekanntes Trio aus Australien, das in der Heimat über OSCL Records, von Heirs Drummer Damien Coward, sein Debüt veröffentlicht hat, das hier zu Lande diesen Monat über Golden Antenna Records rausgekommen ist. Mittlerweile spielt Damien die Drums bei Ascetic, was ja für die gemeinsame Tour mehr als praktisch ist. Der Sound von Ascetic wandert auf Platte in Richtung Post-Wave mit shoegazigem Touch und elektronischen Finessen und erinnert besonders wegen der tiefen monotonen Vocals an eine moderne Version von Joy Division. Live sind Ascetic rauher und rockiger. Bass, Drums und effektbeladene Gitarre und sehr viel Lust am Spielen, das sind Ascetic. Besonders die Tracks, bei denen der Bass wie eine Welle über einen rauscht, beeindrucken einen am meisten.

Es ist Zeit für Heirs. Mittlerweile auch bei Golden Antenna Records und kurz vor der Veröffentlichung des dritten Albums. Das letzte Mal, als wir die Heirs gesehen haben, waren sie zu dritt, weil Gitarrist Ian ausgestiegen war. Mittlerweile ist auch Bassistin Laura ausgestiegen und um so spannender war es an dem Abend zu sehen, wer denn jetzt die Heirs auf der Bühne sind. Die Band betritt die in Nebel verwobene Bühne. Ascetic plus Urgitarrist Brent sind es, naheliegend und ebenfalls doch sehr praktisch. Ein Loop setzt ein und schafft Atmosphäre für den ersten Track. Doch zunächst passiert nichts. Dann fängt ein nervöser Brent an, an seinen Effektgeräten zu fummeln. Notoperation an den Pedalen und Kabeln. Die ganze Band hat sich um das Effektebrett versammelt und versucht die Technik wieder zum Laufen zu bringen. Nebel, Loop, noch mehr Nebel, noch mehr Loop und irgendwann sind wir uns einig, dass ein 30minütiger Loop echt geil ist. Nachdem klar ist, dass mehrere Kabel und zwei Effektgeräte spontan den Geist aufgegeben haben, steht die Technik wieder. Das Loop (der Loop? wie auch immer…) wird abgelöst vom ersten neuen Track. Massiv und flächiger als bisher Gehörtes ist das neue Material. Noise-Doom vom Feinsten und hier bleibt die Seele nicht unberührt. Die Tracks fließen durch die Ohren ins Gemüt. Alte Tracks werden vom Publikum wie Hits gefeiert. Die neuen Musiker am Bass und der zweiten Gitarre verleihen den alten Tracks neue Nuancen. Als Abschluss gibt es “Drain” vom letzten Album in einer noisigen Version, die genau wie der Nebel den Club im FZW einhüllt. Dann ist Schluss. Das können Heirs sehr gut. Schluss machen, dann wenn man es nicht erwartet. Schade aber doch schon schön. Ein kalter Mittwoch, der in Erinnerung bleiben wird.

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LIVE-VIDEO-STREAM KONZERT MIT [BOLT] & NINEMILES

Posted in Aktuell, ontheroad, Redaktion, Serie, Video on February 18th, 2013 by D.K.

N hat im September das Debüt gegeben in unserer neuen Reihe, in der wir euch experimentelle Konzerte ins Wohnzimmer bringen. Wer das N Live-Video-Stream-Konzert verpasst hat, kann es sich auf unserer VIDEOS Seite anschauen.

Das nächste Live-Video-Stream-Konzert findet heute, 17. Februar, um 19 Uhr statt. Diesmal präsentieren wir euch zusammen mit FF Livecast das Bochumer Bass Drone Doom Duo [BOLT], das letztes Jahr ein staubtrockenes Ambient-Drone-Doom-Brett von Album über Aentitainment Records veröffentlicht hat, welches sich sofort in unseren Herzen eingebrannt hat.  Als Nächstes steht eine gemeinsame 10inch Split mit Petrels an, die demnächst ebenfalls über Aentitainment Records erscheinen wird.

Den Abend eröffnet ninemiles, das Soloprojekt von Thomas, der einen Hälfte von [BOLT], mit einem kurzen elektronischen Ambient Drone Set. Sein Debüt “Grímsey” erscheint Anfang Februar über Midira Records und ist, um mal unserer baldigen Rezension vorzugreifen, eine massive Reise durch elektronische Drones und Soundflächen, die sich durch alle Gemütszustände wühlen.

DANKE FÜRS ZUSCHAUEN!!!

Und hier der Stream von gestern in zwei Teilen:

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LIVEBERICHT: DER AMBIENTFESTIVAL-SAMSTAG

Posted in ontheroad on January 20th, 2013 by D.K.

Das Ambientfestival hat dieses Jahr zum achten Mal seine Pforten in Köln geöffnet. Pforten ist in diesem Fall nicht sinnbildlich gemeint, denn Austragungsort ist die St. Aposteln Kirche am Neumarkt. In anderen Städten wäre diese prächtig ausgeschmückte romanische Basilika “die” Sehenswürdigkeit, in Köln “nur eine” von vielen im Schatten des Doms.

Erster positiver Eindruck ist die lange Schlange an der Abendkasse. Obwohl es wirklich richtig kalt ist, stehen Leute an, um noch eine Karte zu bekommen für den Abend, der im Vorverkauf schon lange ausverkauft war. Wenn Ambient die Massen anzieht, wie in diesem Fall, dann ist das eine gute Sache. Wir treten in die Kirche ein und müssen uns erstmal orientieren. Man tritt vom Seitenschiff ein, dort wo sich das Seitenschiff mit dem Hauptschiff kreuzt ist die Bühne. Das Seitenschiff ist überfüllt mit Gästen, die sitzen, stehen und sogar auf Teppichen liegen. Wir finden einen Platz im Hauptschiff mit dem Chor im Rücken und der Orgel im Blickfeld. Eigentlich der Ort für den Eingang, der gegenüber des Chores liegen müsste. Verwirrend schön.

James Blackshaw eröffnet den Abend mit seiner modernen Art der klassischen Akustikgitarrenmusik. Wie aus dem Off erklingt die zwölfsaitige Akustikgitarre. Blackshaw legt ein beachtliches Tempo vor. Zwischen den Songs dann die Momente, in denen Blackshaw die Gitarre stimmt, die sich so anfühlen als gehörten sie zum Set dazu. Die Musik wird von einer Lichtshow untermalt, bei der Projektionen auf zwei Glaszylinder beinahe den ganzen Kirchenraum ausfüllen. Apropos Kirchenraum: der Sound bewegt sich erstaunlicherweise vor allem seitwärts im Seitenschiff, also in die Breite, wir im Hauptschiff sitzend bekommen den Sound nur mit und sitzen nicht mitten drin. Sehr ungewöhnlich für einen Kirchenraum dieser Art.

Kaum ist Blackshaw von der Bühne betritt Rafael Anton Irisarri die Empore der Kirchenorgel, um sich dort mit einer kleinen Tischlampe an seinem Laptop und seinen Effektgeräten zu positionieren. Wie ein unsichtbares Phantom beginnt er eine Soundcollage aufzubauen. Er ist wirklich das, was im Titel des Festivals steht. Purer Ambient aus Seattle. Die Soundwolke wird immer dichter und scheinbar alles zermürbende Bässe setzen ein, die auf jeden Fall auch das Hauptschiff erreichen und uns als Zuhörer umhüllen. Die Lichtshow ist zurückhaltend und düster, Irisarri ist kein einziges Mal zu sehen, nur wer vorher gesehen hat, wo er sich hingestellt hat, kann seine Konturen erahnen. Was denkt wohl der Orgelmeister, wenn er einen Typen mit Laptop sieht, der sich vor die Orgel gestellt hat um die Kirche zu beschallen?

Nach einer kleinen Pause ist Nils Frahm an der Reihe. Er genießt es hörbar, in Mitten eine Menge von Menschen in einer Kirche zu sitzen, denn er lässt sich Zeit um langsam und bedacht ein paar Worte zu seiner Einladung zu verlieren. Ein Piano und zwei Synthesizer umrahmen Frahm. Eine große Kerze ist die einzige Lichtquelle auf der Bühne. Das Set beginnt mit einer experimentellen Percussion-Loop-Einlage am Piano und wird allmählich immer klassischer, bis dann zum Ende des Sets hin die Pianotöne durch die Effektgeräte gejagt werden und zu langgestreckten verzerrten Drones mutieren. Genialer Sound. Die Kirche trägt den Sound mal wieder in die Breite, was die Bedrohlichkeit der Drones steigert. Für die Zugabe bittet Frahm Irisarri und Blackshaw zum gemeinsamen Improvisieren auf die Bühne.

Ein Abend, ein Festival für die Ewigkeit. Schön, dass es Veranstalter und Kirchen gibt, die sowas ermöglichen.

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LIVEBERICHT: KRAFTWERK IM K20

Posted in ontheroad on January 20th, 2013 by D.K.

Während andere Bands durch Städte touren, touren Kraftwerk in ihrer Heimatstadt Düsseldorf durch acht ihrer Alben. Und Location ist auch noch ein Museum, nicht irgendeins, sondern das K20 im Herzen der Altstadt. Da haben wir nicht lang überlegt und uns direkt mal Tickets gesichert. Unglaublicherweise waren die Konzerte innerhalb von Minuten ausverkauft. Wir haben noch Tickets für das “Techno Pop” Konzert ergattern können.

Im K20 angekommen sind wir zunächst positiv überrascht, was für eine gemischte Truppe an Zuschauern das Konzert besucht. Da wären auf der einen Seite die typischen D´dorf Schnösel und auf der anderen Seite die lässigen jüngeren Leute, die auch vom Outfit her nicht aus der musikalischen Welt zu stammen scheinen, in der sich Kraftwerk bewegen. Es ist verdammt voll und die Halle im K20 füllt sich schnell mit Menschen, die weiße 3D-Brillen tragen. Denn Kraftwerk sind heute 3D, also die Musiker sowieso, aber auch das was hinter ihnen an der Leinwand zu sehen ist. Wie versprochen wird zunächst das gesamte “Techno Pop” Album gespielt, das in den 80ern unter dem Namen “Electric Café” veröffentlicht wurde. “Boing Boom Tschak” und “Musique Non Stop” lassen Kindheitserinnerungen aufkommen. Vor dem Kassettenrecorder sitzend, auf WDR 1 läuft die Schlagerrally, der Finger liegt auf der roten Recordtaste um ja keine Sekunde zu verpassen, wenn die Sounds mit den lustigen Vocals anfangen…

Kraftwerk klingen massiv und die Beats klingen in den Liveversionen sehr modern. Die Halle tut alles, um den Sound perfekt zu transportieren. Stellt man sich seitwärts hin kann man dank der langgestreckten Architektur im hinteren teil der Halle die Beats als Ping-Pong-Hall hören, interessant. Das Album wird abgefeiert und anschließend geht es weiter mit Hits. Autobahn wird begleitet von einer Videoinstallation, in der alte deutsche Autos, wie der Käfer, der Kadett, die Ur-S-Klasse von Mercedes, ein VW-Bus etc. durch die Autobahnlandschaft der ursprünglichen Albumcovers von Autobahn fahren. Sehr cool. “Radioaktivität” geht mit der Zeit und aus Hiroshima wird Fukushima. “Das Model” darf natürlich auch nicht fehlen. Ralf Hütter singt alle Vocals live ein und klingt irgendwie besser als früher. Lustig anzuschauen, wie reifere Männer im Anzug plötzlich anfangen abzutanzen, während sie versuchen ihr Lieblingslied mit dem Smartphone mitzufilmen. Das ist die Magie von Musik. Da hat man doch keine Angst alt zu werden.

Wer die Chance hat diese Band mal live zu sehen, der sollte sie auf jeden Fall nutzen. Und wer denkt, was Kraftwerk mit experimenteller Musik aus den Bereichen wie Drone, Ambient und Shoegaze zu tun hat, der sollte sich mal durch die Kraftwerk Diskografie arbeiten und sich unbedingt die ersten beiden Alben von 1970 und 1972 anhören.

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