EQUUS – WIE ER IN DIE WELT KAM

Die Schweizer Band Equus ist seit ihrem Debüt “Eutheria”, das 2008 über Get a Life! Records erschienen ist, nicht wegzudenken aus der Schweizer Instrumentalbandsszene, zu der u.a. Shora, Shelving und The Evpatoria Report gehören. Das Debüt beinhaltet drei epische Stücke, die in einer Spielzeit von 15-30 Minuten eine Fusion aus Kraut-, Prog- und Postrock vereinen. Wer die Platte noch nicht gehört hat, sollte dies unbedingt nachholen.

cover.jpg

Fast vier Jahre später steht jetzt der Nachfolger “Wie er in die Welt kam” im Plattenregal. Equus haben sich Paul Wegeners Film “Der Golem, wie er in die Welt kam” von 1920 als Grundlage genommen und dafür einen neuen Soundtrack erschaffen. Das Resultat ist ein 40minütiges Album mit 14 Tracks, auf denen Equus ihr Repertoire an Instrumenten, zu denen neben Drums, Bass, Gitarre und Piano auch ungewöhnlichere Rockinstrumente wie die Melodica, das Clarinet, das Harmonium und das Mellotron gehören, zu einer treibenden fließenden Einheit verschmelzen, die unter die Haut geht. Auch ohne die Bilder des Stummfilms funktionierend zeigen sich Equus verspielter und vielseitiger als auf dem Debüt, klingen aber trotzdem auf beiden Platten unverkennbar. Ein stilistisches Festlegen ist hier fast schon überflüssig, denn die Band macht weder Postrock, noch Krautrock, sondern ihr ganz eigenes Ding, das aber Fans der beiden genannten Musikrichtungen gleichermaßen gefallen dürfte. Wenn dann noch ein Clarinet einsetzt und von Piano und Mellotron dronig untermalt wird, kann hier nicht mehr von Rock gesprochen werden. Auf alle Fälle ein Highlight!

Zur Musik passend kommt das Album in einer hochwertigen,handgemachten Vinylummantelung von Shayo Records.

equus_vinyl.jpg

Tags: , , , ,

Leave a Reply