GOG – IRONWORKS

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Gog ist das Projekt des Multiinstrumentalisten Mike Bjella, der mit “Ironworks” ein Album präsentiert, das die Aufmerksamkeit des Hörers nur so an sich saugt. Entstanden ist das Album auf Basis von Aufnahmen, die in der Schmiedewerkstatt von Bjellas Familie festgehalten wurden.

Gog vermengt noisige Field Recordings mit Gitarren- und Klaviermelodien, streut hier und da wortlose Vocals ein und erschafft dadurch eine Atmosphäre, die viele als düster oder nihilistisch empfinden. Wer sich Zeit nimmt für “Ironworks”, der kann viel entdecken auf seiner Hörfahrt durch die Welt von Gog.

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Allein der Opener “1870-1906” hört nicht auf sich zu entfalten. Maschinengestotter legt den Rhythmus, noisige Gitarren bauen Klangflächen auf und Klaviertöne geben hoffnungsvolle Melodien rein. Ein Auf und Ab der Gefühle. “Tasks Which Destroy Body And Soul” walzt und brettert gewaltiger als jeder Doom Metal Song mit Drums, hier halt ohne Drums, sondern mit Maschinen Field Recordings. “God Says To Love You In Chains” nimmt Druck raus und baut auf bassige Drones, verschwommene Vocals und Klavierklänge. Die B-Seite der Platte beginnt mit “A Promised Eternity Fulfilled with Cancer”. Der Track klingt sehr persönlich und ist von der Stimmung her wie der Titel eine Vermengung aus der Summe der einzelnen Teile: Hoffnung, Trauer, Wut… “Into Her, She Carved The Word Empty” besteht minutenlang nur aus Field Recordings, bedrohlich, dann greift eine Noisewand an, aus der gruselige Stimmen und andere angsteinflössende Sounds hervorgehen. Genial. “I Draw May Strength From You” fliesst wie fast erstarrte Lava aufs Ende der Vinylrille zu.

“Ironworks” ist über Utech Records als schwarzes Vinyl (300er Auflage) oder als Download über die neue Bandcamp Seite des Labels erhältlich.

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