IRA – THESE ARE THE ARMS

IRA

IRA kommen wohl vom Hardcore, haben sich aber Stück für Stück in Richtung something Post entwickelt; something Post, das Atmosphäre in den Mittelpunkt stellt. Atmosphäre, die durch Sound, Spiel, aber besonders auch durch eine wirklich glückliche Hand in der Komposition (=Harmonien, Aufbau, etc.) erreicht wird. Gleich die Nummer 1, „Katapult“, macht mit ihren 8.24 alles klar: der Auftakt mit (gutem Fingerspitzengefühl) verzerrten Bass, Drums und Keys und der Melodie der cleanen Gitarre und dann übernimmt der Gesang seine zentrale Rolle als Erkennungsmerkmal und Soundträger(!); IRA haben die sehr upfront Vocals, besonders bei den Refrains, sehr opulent mit Hall versehen. Was in vielen Fällen zu zweifelhaften Ergebnissen führt, gelingt hier: der Hall verbindet die ohnehin tragend gesungenen Parts zusätzlich und lässt den Gesang dadurch wie eine Fläche wirken; eine, wie gesagt, tragende Fläche, um die herum die Orchestrierung von Rhythmusgruppe, Saiten und Keyboard erfolgt.

Für mich überraschend schlüssig im Wechsel zwischen Erholung und Druck und zwischen den Sprachen; spätestens nach mehr als einem Durchlauf. Zwei Anmerkungen aber doch: die beiden Interludien empfinde ich im Vergleich zu den Stücken als zu wichtig abgemischt; und: die ganze Platte unbedingt laut hören, um die für meinen Geschmack etwas zu saubere Produktion zu kompensieren. Ansonsten: tolle Platte.

“These Are The Arms” ist über Golden Antenna Records erschienen und auf 10inch Vinyl und CD erhältlich.

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