LOCRIAN IN DER KRISTALLWELT

Locrian aus Chicago haben mit “The Crystal World” nicht mal ein Jahr nach ihrem Zweitlingswerk “Territories” ihr drittes Album veröffentlicht.
Angetrieben vom Roman “The Crystal World” von J.G. Ballard, welcher von einem Leprawissenschaftler erzählt, der einen afrikanischen Urwald erkundet, in dem sich alles in Kristalle verwandelt. Die Anziehungskraft von Tod und Unglück und der Untergang der Gesellschaft stehen bei Ballard im Vordergrund. Genau da setzen Locrian mit ihrer Musik an. Das Album fängt zurückhaltend düster an und steigert sich immer weiter und überrascht durch seine eingängige Fusion aus Noise, Elektro und Dronemetal. Während bei “Territories” die Black Metal Einflüße stark im Vordergrund stehen, schlägt “The Crystal World” einen zugänglicheren Weg ein. Locrian spielen mit der Wirkung von Gegensätzen. Mönchsähnlicher Gesang, wie aus einem byzantinischen Bergkloster, trifft auf Schreigesang, der so klingt als entstamme er einem tiefen hallendem Verließ. Düstere Droneflächen treffen auf klare Gitarrenmelodien und alles ist theatralisch perfekt inszeniert.
Die beiden Bandmitglieder Terence Hannun und André Foisy haben sich für die Aufnahmen des Albums den Percussionisten Steven Hess (Ural Umbo) und zwei Gastvocalistinnen ins Studio geholt. Das Mastering hat James Plotkin übernommen. Für das Artwork wurde Vberkvlt verpflichtet.
Die Doppel-CD ist bereits über Utech Records erhältlich, wer die Vinyl Version bevorzugt muss sich noch etwas gedulden.

[...] wir Locrian aus Chicago gut finden, könnt ihr hier nachlesen. Jetzt legen Terence Hannun und André Foisy nach und veröffentlichen im September eine [...]