MENACE RUINE – ALIGHT IN ASHES

Das kanadische Duo Menace Ruine bestehend aus S. de la Moth und Geneviéve ist seit einigen Jahren in der Welt experimenteller Musik unterwegs und zeichnet sich durch seinen eigenwilligen Mix aus Neo-Folk, Drone und Noise aus. Dabei fließen immer wieder auch andere Stilrichtungen ein, so dass kein Genre eine zutreffende Beschreibung bieten könnte.

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Auf “Alight In Ashes” setzen die beiden Kanadier auf eine Art mittelalterlichen Synthie-Dronesound. Der Anfang mit “Set Water To Flames” ist hallig-noisig, drumlos, mit Vocalakzenten, es folgt ein subtiler Drummachine-Sound und eine abschließende Noisewand. Dabei wird nie der Blick auf Struktur und Melodie außer Acht gelassen. “Salamandra” steigt mit einem Sound ein, der einem verzerrten Spinett gleicht, das im Hintergrund von einer Hammondorgel unterstützt wird. Dabei ist hier nur ein Synthesizer am Werk. Geneviéves Vocals legen sich schwungvoll über den Sound. Die Stimme scheint wie aus einer anderen Welt. “Burnt Offerings” treibt und treibt und treibt… “Arsenikon (faded in dicord)” konzentriert sich auf chorale Vocals, was dem Sound etwas sakrales verleiht. “Disease Of Fear” erinnert soundtechnisch wieder an verzerrte altertümliche Streichinstrumente. Der eigenwilligen Stimme kann man von Song zu Song immer mehr abgewinnen. “Cup Of Oblivion” hat den erhabensten Sound aller Songs. Der Sound marschiert, schreitet langsam und bietet dem Hörer Raum für mittelalterliche Phantasien. Hätte es im Mittelalter Metal gegeben, Menace Ruine hätten ihn erfunden.

Sige Records veröffentlicht Mitte Oktober “Alight in Ashes” in einer 400er Auflage auf handnummeriertem Doppel-Vinyl. Wer das Album auf CD haben möchte, kann dies via Profound Lore bestellen.

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One Response to “MENACE RUINE – ALIGHT IN ASHES”

  1. EXPERIMENTAL EVENING VI: MAMIFFER & MENACE RUINE | THEPOSTROCK Says:

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