MOVING NOISES II COMPILATION

Das zweite Moving Noises Festival steht in einer Wochen an. Als kleinen Appetithappen haben Midira Records die zweite Festival begleitende Compilation veröffentlicht. Genau wie bei der ersten Compilation haben alle Künstler des Festivals einen bisher unveröffentlichten Track oder eine neue Live Version eines bekannten Tracks beigesteuert.

Die Compilation gibt es auf Bandcamp zum Selbstentscheidenwievieleuchdaswertist-Preis.

Hier ist unser Track für Track Eindruck:

Dirk Serries – Microphonics XXVI Deconstruction Faith

Serries steuert einen neuen Track seiner Microphonics Reihe bei und überrascht hier mit einem sehr minimalistischen Track, der von einem Dronesynthieteppich getragen wird. Ein massiver Opener, der mehr als nur die Ohren freispült.

RM 74 – Let Go Of The Earth

Reto Mäders Soloprojekt ist im Vergleich zu Sum Of R und Ural Umbo sehr viel intimer. Dieser neue Track, begleitet von einer Pianistin, ist ein Beispiel für die intime und fragile Atmosphäre der RM 74 Welt. Laut oder leise gehört, ein absolutes Gänsehauterlebnis.

Piiptsjilling – Rein

Langsam sich steigernde Ambientflächen eröffnen den Track. Im Moment, in dem man sich komplett auf den Sound eingelassen hat, kommen die friesischen Vocals hinzu. Gruselig und zutraulich zugleich.

Mohammad – Vildblomma (Live)

Die drei Athener wissen was es heißt, Basssounds zu erzeugen. Man spürt, wie die Cellobögen über die Saiten gleiten und zerstörerisch durch die Lautsprecher auf einen zurollen. Weder Klassik, noch Drone, aber doch irgendwie. Einfach genial.

Silver Graves – Urquell

Die zwei Berliner fallen etwas aus dem Rahmen und überraschen mit einer Noisefläche, durch die eine Surfrockgitarre versucht, sich ihren Weg zu bahnen. Zunächst denkt man, es passe nicht zusammen, doch nach einigen Hörmomenten spielt sich alles ein und man möchte mehr hören.

Tape Measure Kid – Fissure (Live)

Jim Campbell und N sind ein ungleiches Paar. N mag seine noisige Gitarre, Jim seine blinkenden Regler. Keine Ahnung wie die beiden zusammengefunden haben, aber was die beiden zusammenschmelzen lassen ist eine perfekte Noisewand aus Elektronik und Gitarrensounds. Zurecht hat das Rock-A-Rolla Magazin den Vergleich mit Herrn Tim Hecker gezogen.

Nadja – Icelight (Live)

“Icelight” stammt von der gemeinsamen Platte mit Vampilla. Hier in der aktuellsten „Nadja Alleine Live Version“, aufgenommen im Dezember 2014. Ein episches Doomstück, das in 22 Minuten alles niederdröhnt, was sich ihm in den Weg stellt.

Machinefabriek – Op

Den Abschluss macht das wunderschön introvertierte “Op”. Einfach laufen lassen, Augen schließen, auf sich wirken lassen. Ein Muss für jeden Rutger Zuydervelt Fan. Ein Muss für jeden, der minimalistische Musik schätzt.

Übrigens gibt es im Midira Shop noch Restbestände der ersten Moving Noises Compilation, die auf CD bei Midira Records erschienen ist. Unter anderem mit Tracks von Aidan Baker, Svarte Greiner, Fabio Orsi, N, Duane Pitre und thisquietarmy.

Sichert euch die günstigen Vorverkaufstickets für das nächste Moving Noises Festival am 21. Februar 2015. Es lohnt sich.

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