ADRIAN ANIOL – OBSCURA

Posted in Release on February 16th, 2014 by D.K.

Adrian Aniol ist ein polnischer Soundtüftler, der sich auf düstere Inszenierungen konzentriert und mit “Obscura” einen Soundtrack geschrieben hat, der dem Hörer so einiges abverlangt.

obscura

Das Theaterstück ist mir nicht bekannt, für das Aniol “Obscura” geschrieben hat, und ehrlich gesagt wäre mir auch mulmig dabei, das Stück zu besuchen, denn der Score verspricht nichts Gutes. 22 kurze Stücke geben dem Hörer das Gefühl des Kontrollverlustes. Denn Aniol spielt mit Gegensätzen von Schönheit und Hässlichkeit, von Melodie und Dissonanz, von Kälte und Wärme.

Neben gewöhnlichen Streichinstrumenten kommt hier auch das Daxophon zum Einsatz. Ein skurril aussehendes und klingendes Instrument, das ebenfalls mit einem Bogen gespielt wird. Aniol paart Dark Ambient Landschaften mit Sounds von Streichinstrumenten und schafft eine Art Klangreise, in der der Ambientsound die Konstante ist, die Hauptrolle sozusagen, und die anderen Instrumente wie Nebenrollen im Verlauf auftauchen und wieder verschwinden. Was bleibt ist der düstere verstörende Eindruck dieses Albums.

Eine sehr zu empfehlende Klangreise.

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ADRIAN ANIOL

Posted in Release on January 15th, 2012 by D.K.

Adrian_Aniol_Arrhythmia_OST_Artwork

Adrian Aniol ist ein polnischer Musiker, der sich mit düsteren und minimalistischen Kompositionen beschäftigt. Über This Quiet Army Records ist jetzt sein Debütalbum “Arrythmia OST” erschienen, das zugleich auch das erste vollwertige Album ist, welches auf dem Label von Eric Quach erscheint, das bisher nur EPs und Splits veröffentlicht hat.

Der Ursprung dieses Albums ist die musikalische Untermalung des Independent Kurzfilms “Arrythmia” von James Hartley. Das Album kann aber auch als Soundtrack für das eigene Kopfkino verstanden werden, was die Sache viel interessanter macht, da der Film so independent ist, dass man gar nicht weiß wie man dazu kommen soll, ihn mal zu sehen. Das Album beginnt mit “The Opening” minimalistisch, kalt, verstörend und düster. Die Songs sind kurz und wirken unnahbar. Erst zum vierten Track kommt die Wende, denn “Lament” bricht aus dem Ambientgeflirre aus und greift den Hörer mit einem verzerrten, bis zur Unkenntlichkeit verfremdeten Saxophonsound an. Der grimmige Sound gefällt und wird in den nächsten beiden Songs mit den bisher gehörten Ambientsounds verflochten. Die zweite Hälfte des Albums gewinnt an Variation und Wärme. In “The Dark Night Of The Soul” verfremdet Adrian Aniol Cello- und andere Streichinstrumentesounds und lässt sie in sein Arrythmiagerüst gleiten. Er verwebt die verschiedensten Sounds in sein Horror-Ambient-Netz und kreiert so ein bleibendes Hörerlebnis. “The Closing” beendet das Kopfkino mit der Zusammenführung der verschiedenen Sounds zu einem orchestralen Stück.

Adrian_Aniol_Arrhythmia_OST

This Quiet Army Records haben das Album auf einer komplett schwarzen CD-R verewigt, genauer gesagt auf 100 CD-Rs, die in einem grauen Umschlag mit vier Fotografien und einem kleinen Booklet verpackt sind.

Als Coda zu “Arrythmia OST” ist über Utech Records “It All Falls Apart” auf Tape erschienen. Darauf findet sich ein 25minütiges Ambient Stück und ein 18minütiger Remix von Steven Hess (Ural Umbo, Locrian).

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