[ B O L T ] – (03)

Posted in Release on May 6th, 2015 by D.K.

[ B O L T ] haben ihr drittes Album fertiggestellt. Wer die Band kennt, der weiß, dass das Duo seit jeher an einer Nummern+Klammer-Systematik festhält, die beschreibt um welches Lied und um welches Album es sich handelt. Also jetzt „(03)“.

Das Hauptinstrumentarium der Band sind weiterhin zwei Bässe. Aber diese beiden Bässe sind in den letzten Jahren etwas umhergezogen und haben sich in der experimentellen Musikszene Freunde gemacht. So gab es neben einer Split mit Petrels (Denovali Records) ein Kollaborationsalbum mit N, das bei Midira Records erschienen ist und in kürzestzer Zeit ausverkauft war. Teil zwei folgt dieses Jahr. Mit Ninemiles ist dann noch ein Soloprojekt entstanden, das sich auf elektronische Sounds konzentriert.

All das hat dazu geführt, dass [ B O L T ] sich weiterentwickelt haben. So dass auf Platte Nummer 3 (mit runder Klammer) 7 Tracks [mit eckiger Klammer] gelandet sind, die eine Band in Höchstform zeigen. Neben Gastauftritten anderer Musiker konzentrieren sich die beiden Ruhrpottdroner darauf ein Geflecht aus Noise, Drone, Doom, Black Metal, Ambient und Noise zu schaffen, ohne einem dieser Stile den Vorrang zu lassen. Wer auf schwerfällige Saitensounds steht, der ist hier genau richtig. Wer auf komplexe aber eingängige Soundlandschaften steht, der ist hier ebenso genau richtig.

Das recht minimalistische Artwork mit mattem schwarzen Cover und einem Hochglanz [ B O L T ] Logo mit Waldblick reicht gerade eben aus um mit dem mitzuhalten, was die Nadel aus den Rillen erklingen lässt. Hierfür wurde übrigens James Plotkin verpflichtet, der dem trockenen schwerfälligem Sound der beiden Bässe das passende Mastering verpasst hat.

Übrigens ist „(03)“ das erste Album von [ B O L T ], das auch auf CD erhältlich ist. Hier sogar mit Bonustrack, der beim Vinylexemplar als Download beiliegt.

Aentitainment Records lädt zum Einkauf ein.

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KINEMATOGRAFIE: [BOLT]

Posted in Video on July 1st, 2013 by D.K.

Das erste Video von [BOLT] ist fertig. Das Drone-Duo hat den Song “[10]” von der gemeinsamen Split mit Petrels in Szene gesetzt.
Lasst euch vom Schnee im Juli inspirieren…

 

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[BOLT] – REKONSTRUIERT

Posted in Musik on June 16th, 2013 by D.K.

[BOLT] haben sich in den letzten Jahren einen Namen als Bass-Doom-Drone-Duo gemacht. Die beiden erschaffen auf ihren acht Saiten massive Klanglandschaften, die mal noisig und mal dronig sind und immer den Doomgeist mit sich tragen.

Nun haben die beiden sich getraut ihre Songs vom Debütalbum und vom Demo in fremde Hände zu geben: “(Reassembled)” heißt das Ergebnis. Hier haben sich sechs Musiker sechs verschiedene Tracks von [BOLT] vorgenommen und diese teilweise bis zur Unkenntlichkeit mutieren lassen.

Den Anfang macht der Labelkollege Pechuga de Pollodiabolo, der aus “[07]” einen elektronischen Track konstruiert hat, der von minimalen Beats und Klavier/Synthie getragen wird, während zunächst nur im Hintergrund die Originalbässe zu hören sind. Klingt leichtfüssiger als das Original und könnte locker auch als Mogwai Track durchgehen.

Ewaldts “[01]” Interpretation ist ein mächtiges Stück Elektro-Drones. Ewaldt bricht und biegt die Sounds der Bässe zurecht und untermalt das Ganze mit einem eingängigen Beat. Faszinierend, wie tanzbar und doomig zugleich das klingt. Definitiv ein kleiner Höhepunkt.

Split-Release-Kollege Petrels aus England darf natürlich auch nicht fehlen. Petrels filtert die Basssounds von “[04]” so, dass ein waschechter Petrels Song entsteht. Aus einem anfänglichen Soundgeflirre bricht irgendwann eine massive Noisewand aus, die es in sich hat. Nice!

Damscray verfremdet “[03]” zu einer Art Dark-Ambient-Tribal-Metal-Track. Kurz und bündig.

Der Remix von Tissika ist der einzige Track dieses Remixalbums, der sich nur der Originalsounds bedient und das opulente “[02]” in einen epischen Ambientdrone wandelt. Hier brummt es nur so vor Bassflächen, keine Beats, keine Elektrosounds, nur Gedröhne.

Den Abschluss macht Asmo mit seiner Version von “[08]”, die zunächst pulsierend startet und dann mit hallenden Beats durch eine Art Elektro-Ambient-Nebel schreitet.

Ein sehr gelungenes Remixalbum, dass die [BOLT] Songs von einer neuen Seite zeigt. Wer mag kann sogar tanzen. In meinem Fall reicht einfaches Kopfnicken. Die Remix-CD erscheint via Aentitainment Records.

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BIBLO – MOVED

Posted in Release on May 30th, 2013 by D.K.

Biblo ist eine experimentelle Musikerin aus Istanbul, die mit Einsatz von Elektronik, Gitarre und geflüstertem Gesang Soundcollagen erschafft, die sich zwischen Trip Hop, Ambient und Synthie bewegen.

Auf “Moved” präsentiert Biblo eine stimmige Mischung ihres Klangkosmos. Der Opener “Floater” mit seinen massivattackischen Sounds und Beats fließt berauschend vor sich her. “Mind You” besteht aus einer noisigen Fläche, auf der Beats und die Stimme von Biblo aufsetzen. Elektronische Sounds runden hier das Gesamtkonstrukt ab und helfen dem Hörer, in die Phantasiewelt der Künstlerin abzutauchen. “Some Soil” überrascht in den ersten Sekunden mit Akustikgitarrenklängen, die aber nach 5 Sekunden zu einem Looprhythmus mutieren. Man versteht nicht immer was die Dame da vor sich her flüstert, was aber der Musik einen besonderen Charme verpasst. Und dann ist Seite A schon am Ende.

Die zweite Seite der Platte fängt experimenteller an als das bisher gehörte. “Burnt Offerings” wartet mit vielen verfremdeten Sounds auf und erst in der zweiten Hälfte erhält der Song eine greifbare Struktur. “For No One” überrascht mit einem Beat a la David Bowies Lost Highway Soundtrack Beitrag “I’m Deranged”. “Infatuation” setzt wieder auf Gitarrensounds und verfremdete Vocals, verwunschen und verschachtelt schön. “Losing Light” besteht bis auf wenige basslastige Beats aus Vocals in verschiedenen Tonlagen und Tempovariationen.

Wer auf intelligente elektronische Sounds und liebliche weibliche Vocals steht, kommt hier voll auf seine Kosten.

“Moved” gibt es auf durchsichtigem 12inch Vinyl bei Aentitainment Records.

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[BOLT] & PETRELS

Posted in Release on March 23rd, 2013 by D.K.

Im Mai 2012 trafen [BOLT] und Petrels zum ersten Mal aufeinander, als sie im Rahmen des Halfplugged Festivals zusammen aufgetreten sind. Irgendwo ab diesem Zeitpunkt müssen dann wohl auch die Pläne geschmiedet worden sein, eine gemeinsame Split zu veröffentlichen. Jetzt ist es soweit. Eine 10inch Split mit zwei rund 10minütigen Tracks steht zum Kauf bereit.

Seite A ziert “[10]” von [BOLT]. Der Song knüpft da an, wo das letztjährige Debüt aufgehört hat. Trocken und stoisch walzen sich die beiden Bässe durch den boltschen Soundkosmos. Zuerst ist Hall der Weggefährte, dann gesellen sich auch die Verzerrung und diverse andere Effekte hinzu, bis am Ende die Elektronik pulsierend einen Schlussstrich zieht. Genialerweise ist die Songstruktur sehr minimalistisch und wirkt nur auf Grund des Effekteinsatzes wie ein aufwendig arrangiertes Epos.

Seite B gehört dem sympathischen Briten, der auf den Namen Petrels hört. “Xolotl Singes The Carpet” ist ein hervorragend unterschwelliger Synthieteppich, der sich allmählich in eine elektronische Klanglandschaft verwandelt, in der Beats und Bässe nicht fehlen dürfen. Mal noisig, mal melodiös und gegen Ende eine Melange aus allem bis dahin Gehörten. Und auch hier ist das Ende eine Art pulsierender Beat.

Zwei vollkommen unterschiedliche Arten der elektronischen Experimentalmusik. Seite A doomig-dronig und handgemacht, Seite B ein Ausbruch von Sounds, die vor allem am Rechner entstanden sind.

 

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PECHUGA DE POLLODIABOLO

Posted in Release on March 10th, 2013 by D.K.

Pechuga de Pollodiabolo ist, wie der Bandname ja schon vermuten lässt, das Einmannprojekt eines Typen aus dem Herzen des Ruhrgebietes. Seine Debüt EP hört auf den vielversprechenden Namen “Le séminaire #1” und ist eine Reise durch verschiedene Genres, die hier zu einer ganz eigenen tanzbaren Stilrichtung vermengt werden.

“Ricotta”, nach einem Allroundkäse benannt, bietet auch ein Allround an Sounds. Tribaldrums, Gitarren, Elektronikbeats und weiß der Geier was noch alles da drinsteckt verschmelzen zu einem Kopfnicktrack, sehr appetitlich. “Decon” vereint die Elektronik der späten 90er Jahre a la Björk und Aphex Twin mit modernen dronigen Elektrosounds und griffigen Melodien im rhythmischen Einklang. “Une Place Avec Tamtam” bringt geloopte Field Recordings von einem Ort, wo tatsächlich viel los zu sein scheint, mit Elektroniksounds zusammen. “Einer muss ja (Numinos Remix)” schließt die EP mit Dubstepsounds ab und wirkt dabei etwas fehlplatziert. Schade, denn die ersten drei Tracks reichen, um dem Hörer Lust auf ein weiteres Seminar zu machen.

Die EP gibt es als schickes Vinyl über Aentitainment Records.

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LIVE-VIDEO-STREAM KONZERT MIT [BOLT] & NINEMILES

Posted in Aktuell, ontheroad, Redaktion, Serie, Video on February 18th, 2013 by D.K.

N hat im September das Debüt gegeben in unserer neuen Reihe, in der wir euch experimentelle Konzerte ins Wohnzimmer bringen. Wer das N Live-Video-Stream-Konzert verpasst hat, kann es sich auf unserer VIDEOS Seite anschauen.

Das nächste Live-Video-Stream-Konzert findet heute, 17. Februar, um 19 Uhr statt. Diesmal präsentieren wir euch zusammen mit FF Livecast das Bochumer Bass Drone Doom Duo [BOLT], das letztes Jahr ein staubtrockenes Ambient-Drone-Doom-Brett von Album über Aentitainment Records veröffentlicht hat, welches sich sofort in unseren Herzen eingebrannt hat.  Als Nächstes steht eine gemeinsame 10inch Split mit Petrels an, die demnächst ebenfalls über Aentitainment Records erscheinen wird.

Den Abend eröffnet ninemiles, das Soloprojekt von Thomas, der einen Hälfte von [BOLT], mit einem kurzen elektronischen Ambient Drone Set. Sein Debüt “Grímsey” erscheint Anfang Februar über Midira Records und ist, um mal unserer baldigen Rezension vorzugreifen, eine massive Reise durch elektronische Drones und Soundflächen, die sich durch alle Gemütszustände wühlen.

DANKE FÜRS ZUSCHAUEN!!!

Und hier der Stream von gestern in zwei Teilen:

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GUNS OF BRIXTON – INLANDSIS

Posted in Release on October 3rd, 2012 by D.K.

Dieses Album kann man wenden und drehen wie man möchte, es will nicht so richtig in eine Schublade passen. Guns Of Brixton vereinen auf ihrem neuen Album “Inlandsis” Post-Rock, Progressive Rock, Emo, Hardcore und radiotaugliche Rocksounds. Der Dub Rock Stempel scheint abgewaschen.

inlandsis

Das Album beginnt mit dem rein postrockigen “Hibakusha”, getragen von E-Bow-Melodien. “Du bist mir vollkommen egal” setzt diese Linie fort. “Il Ne Restera Que Des Silhouettes” bricht dann das Postrockschema auf und es wird hardcoriger. Ab hier beginnt dann ein Hin und Her der Einflüsse. Alles gut vereint, so dass die Platte ihren eigenen Touch bekommt. Höhepunkt ist der achte Song “Alger”, der zu Beginn vor sich hertreibt, während ein Franzose mit tiefer rauher Stimme und typischem französischen Wortgestöhne irgendetwas erzählt (mein Französisch ist leider nicht mehr zu gebrauchen, außer fürs Brötchen kaufen). “Alger” erfährt dann aber nach vier Minuten eine Wendung und mutiert zu einem fetten Rocker mit weiblichen Vocals in der Strophe und männlichem Schreigesang im Refrain.

“Inlandsis” ist über AENTITAINMENT Records erschienen. Wer auf Postrock steht, wird hier sicherlich Spass beim Hören haben, alle anderen sollten zumindest mal ein Ohr riskieren.

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RE-INTER-VIEW: BOLT – INKLUSIVE SONGPREMIERE

Posted in INTERVIEWS, Release on June 10th, 2012 by D.K.

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Vor ein paar Monaten haben wir euch das deutsche Bassduo [BOLT] vorgestellt, das uns mit seinem massiven Demo überzeugt hat. Nun steht das erste Album vor der Veröffentlichung. Aentitainment Records hat vier Songs auf 100 12inch Platten verewigt und in ein handgemachtes Artwork mit minimalistisch aufwendigem Design, inklusive handgebeiztem “Holz-Bolt”, gepackt.

[BOLT] haben ihr zweites Album auf “(02)” getauft und nehmen den Hörer mit auf eine Reise durch schwerfällige Dronelandschaften, geprägt durch den Einsatz der beiden Hauptinstrumente: zwei Bässe.
Das Album beginnt mit dem 11-minütigen “[03]”, minimalistisch gestrickt und genau deswegen so wirkungsvoll. Die Bässe dröhnen mit ihrer sehr präsenten Verzerrung direkt am Anschlag. Im Hintergrund legt sich eine noisige Gitarrenwolke nieder (gleich mehr dazu) und spätestens nach fünf Minuten hat sich der Song ins Hörergedächtsnis gegraben. Das kurze “[09]” täuscht dem Hörer zunächst ein Riff, eine Melodie vor, um dann lässig vor sich herzudröhnen, herrlich. Schade, Seite A ist vorbei. Die B Seite schnell auflegen und abwarten, was passiert. Synthiesounds? Was ist denn hier los? Man will doch Bässe hören… aber hört euch einfach mal den exklusiven Stream von “[02]” an…

Den Abschluss macht “[05]” was auch schon auf dem Demo zu finden war und für das Album neu aufgenommen wurde. Wie der Opener legen die Bässe hier eine Lage auf die nächste Lage und bauen ein epischen Dronewerk auf, das überraschend endet.

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Wir haben uns mit Thomas, der einen Hälfte von [BOLT], unterhalten und ein paar Infos zum neuen Album eingeholt:

Was ist die Geschichte hinter eurer Platte? Wo ist sie entstanden? Wie ist sie entstanden? Wie habt ihr aufgenommen?

Die Geschichte fängt schon bei unserer Demo-EP ( 0 1 ) an, die wir bei Chris (Aentitainment Records) im Home-Studio eingespielt haben. Das Ergebnis war schon ein guter Schritt in die richtige Richtung und so entstand schnell die Idee, dass Ganze weiterzuführen. Chris hat uns dann in sein Label aufgenommen und wir haben umgehend mit den Aufnahmen zu ( 0 2 ) begonnen. Die Songs standen soweit schon im Großen und Ganzen, doch wir haben sie hier und da nochmal überarbeitet und an den Sounds gebastelt. Alle Songs, die auf ( 0 1 ) und ( 0 2 ) zu hören sind, haben wir bei Andi im Wohnzimmer geschrieben und Demo-mäßig aufgenommen, um die Riff- und Songideen festzuhalten. Seit Januar haben wir nun auch einen Proberaum, in dem nun neue Sachen entstehen. Aufnehmen werden wir wohl weiterhin bei Chris, aber evtl. auch mal in einem richtigen Studio, wenn es die finanzielle Situation zulässt.

Eure Songs haben ja genau wie auf dem Demo keinen Namen, sondern nur Nummern. Was ist der Hintergrund?

Das Grundkonzept ist, dass es bei uns keine Worte und somit Ausdrücke und Bedeutungen gibt – wir heißen ja auch eigentlich nicht [ B O L T ], sondern schlicht ███████. Und da es weder Gesang noch Sprachsamples gibt, verbinden wir selber mit den Liedern keine Worte oder dergleichen. Daher tragen die Songs einfach durchnummerierte Ziffern in eckigen Klammern und die Platten das Gleiche in runden Klammern. Es ist der Versuch, die Musik ganz und gar für sich stehen zu lassen.

Warum nur vier Songs und warum gerade die Vier?

Unsere Lieder sind ja meist recht lang und da von Anfang an klar war, dass wir eine Schallplatte und keine CD-Version herstellen lassen wollen, waren wir stark an die mögliche Spielzeit gebunden. Auf eine CD hätten wir evtl. noch 2, 3 Stücke mehr gepackt, aber so wie es jetzt ist, finden wir es rund und stimmig. Die Songauswahl haben wir erst Band-intern und dann noch in Rücksprache mit Chris gemacht, wobei wir uns da recht schnell einig waren.

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Auf der Platte sind mehr als nur zwei Bässe zu hören? Hattet ihr Gäste?

Mehr als zwei Bässe sind bei unseren aufgenommen Songs meist zu hören, denn wir spielen verschiedene Riffs doppelt und dreifach ein – darüber hinaus gibt es ein paar Overdubs und Soundsamples. Um den Gesamtsound aber hier und da noch zu verfeinern, haben wir 3 Freunde eingeladen und mit ihnen an den Songs geschraubt – Katrin am Piano bei [ 0 5 ] war ja schon auf der Demo-Version zu hören, Dominik (normalerweise Sänger und Gitarrist bei Domingo) ist ein guter Freund von uns und wir wollten seine Keyboard-Ideen gerne einbinden und haben an [ 0 2 ] viel rumprobiert und Seppo (ex-Kodiak Gitarrist) haben wir irgendwann mal kennengelernt und dann war schnell klar, dass wir ihn und sein Songwriting gerne mit unserem Gedröhne kombinieren würden, woraus dann [ 0 3 ] entstand. So ist ( 0 2 ) zwar ganz klar eine Bass-lastige Platte geworden, jedoch gibt es hier und da dann auch mal höhere Frequenzen und andere Sounds zu hören.

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit den anderen Musikern?

Katrin und Dominik kennen wir schon länger und die Idee zur Zusammenarbeit kam uns schon beim Schreiben der Songs. Dann haben wir mit den beiden am jeweiligen Stück gearbeitet und das Ganze eingespielt. Seppo haben wir einfach mal angefragt und da ihm unsere Demo-EP sehr gut gefallen hat, war er sofort dabei und hat seine Gitarre samt Effektpedale eingepackt. Diese Art von Song-bezogener Zusammenarbeit gefällt uns sehr gut, denn so bleiben wir beide die Grundbesetzung der Band und trotzdem hat man Variationsmöglichkeiten bei Sound und Arrangement.

Was gibt es denn zum beeindruckend minimalistischen Artwork zu berichten?

Das Ganze fügt sich natürlich in das Grundkonzept der Band – keine überflüssigen Worte, Bildchen oder so. Wir haben 1, 2 Ideen durchgespielt und dann entschieden, dass es so wie es nun daherkommt aussehen und recht viel D.I.Y.-Sachen beinhalten soll. Wir haben gebastelt, gesammelt, gesägt, gefärbt und und und. Wenn man die Schallplatte in der Hand hat, dann wird sich zeigen, was wir an Eigenarbeit reingesteckt haben und hoffentlich gefällt es dem Käufer dann auch so gut wie uns. Es war auf jeden Fall sehr viel Arbeit, aber es hat sich gelohnt. Generell werden wir wohl auch bei kommenden Platten D.I.Y.-Dinge einfließen lassen, nur haben wir jetzt auch Erfahrungswerte und wissen, was wie schwer und kompliziert ist. Wir finden es aber schon wichtig, dass man bei kleinen Auflagen die Möglichkeit nutzt und jeder einzelnen Schallplatte etwas Eigenes und Einmaliges gibt.

Vielen Dank Thomas, für diesen kleinen Einblick Hinter die Kulissen der [BOLT]-Fabrik… ehm █████-Fabrik.

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EXPERIMENTAL EVENING V

Posted in Aktuell, ontheroad on May 1st, 2012 by D.K.

LINE-UP ÄNDERUNG:
Krankheitsbedingt müssen [BOLT] ihren Auftritt leider absagen. Der Abend wird am Samstag von Clem Leek aus Engalnd eröffnet.

Experimental Evening V @Christuskirche Bochum 26 Mai 2012

Bevor die Sonne ganz durch die Wolkendecke bricht und Sommerlaune verbreitet, möchten wir euch einen Konzertabend präsentieren, der euch in düstere und melancholische Klangwelten entführt, die unter die Haut gehen. Der “Experimental Evening V” konzentriert sich diesmal ganz auf den europäischen Kontinent und zieht einen Bogen von England über Deutschland bis in die Schweiz, denn am 26. Mai erwarten euch Sum Of R aus der Schweiz, Simon Scott aus England und [Bolt] aus Deutschland in der Christuskirche Bochum.

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Sum Of R aus Bern, das sind live Reto Mäder (Ural Umbo) und Julia Wolf. Wer die anderen Bands von Reto Mäder kennt, zu denen Ural Umbo, Pendulum Nisum oder RM 74 gehören, der kann sich schon irgendwie vorstellen, was einen erwartet. Dem Rest sei gesagt, dass hier ein Blick in die Weiten von Ambient, Drone, Noise und Doom gewährt wird. Bei Sum Of R geht es nicht um oberflächliches Songschreiben, sondern um die Tiefenwirkung der einzelnen Sounds, die hier zusammengetragen werden. Bisher ist eine EP auf Hinterzimmer Records erschienen, die schon lange ausverkauft ist, und das selbstbetitelte Debütalbum, das über Utech Records in Amerika veröffentlicht wurde. Bass, Gitarre, Drums und eine Vielzahl anderer Soundquellen bringen noisige Dronesongs hervor, die immer mit einer Melodie (mal eindeutig, mal subtil) gepaart den Hörer einnehmen. Für das Konzert in der Kirche haben sich Sum Of R ein spezielles Set ausgedacht, das mit dem “Schwergewicht auf Kontrasten von ganz leisen, choralen Songs bis zu extrem schweren, schleppenden Stücken”(Reto Mäder) auf euch wartet.

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Simon Scott aus Cambridge macht nach seiner Definition “Electroacoustic Soundscape Compositions” und das ist auch eine treffende Beschreibung für diesen Ambientkünstler, der zuletzt sein Album “Bunny” über Miasmah Records veröffentlicht hat. Sein Interesse gilt dem musikalischen Zusammenspiel von Natur und Technik, Field Recordings und Studioaufnahmen, Geräuschen und Gitarre. Für sein neues Album “Below Sea Level”, das Ende Mai über 12k Records erscheint, hat er sich mit selbstgebauten Aufnahmegeräten in die sogenannten Fenlands nördlich von Cambridge begeben. Ein Sumpfgebiet oder Niedermoor, das unterhalb des Meeresspiegels liegt und nur von Natur bewohnt ist. Der perfekte Ort für Field Recordings. Zurück im Studio hat Simon Scott sieben Stücke geschrieben, die den Field Recordings viel Raum geben und mit subtilen Gitarrensounds und Elektronik erweitert werden. Das ganze Projekt ist in Form eines Buches festgehalten worden, das mit dem Album erscheint. Darin enthalten sind Texte, Skizzen und Fotos, die auch für die Liveshow als Projektionen verwendet werden. Wer da nicht neugierig wird…

Update: Für den einzigen Deutschlandtermin seiner aktuellen Tour, hat Simon Scott ein spezielles Set vorbereitet und wird von  Clem Leek begleitet.

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Clem Leek ist ebenfalls ein britischer Musiker und spingt an diesem Abend für [BOLT] ein. Die Musik von Clem Leek lässt sich am besten als minimalistisches Ohrkino bezeichnen. Egal ob er sich ans Klavier setzt, zur Gitarre greift oder mit Field Recordings experimentiert, es klingt immer minimalistisch auf den Punkt gebracht. Clem Leek führt den Hörer sowohl durch moderne klassische Stücke, als auch durch Ambientlandschaften. Eine Klangfusion, wie gemacht für einen Kirchenraum.

Samstag, 26. Mai 2012
Christuskirche Bochum
Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr
Tickets:  hier und an der Abendkasse

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