CAUDAL SPIELEN FÜR DAS ERDHÖRNCHEN

Posted in Release on May 1st, 2013 by D.K.

Oaken Palace Records haben wir euch vor einiger Zeit im Interview vorgestellt, jetzt stehen gleich zwei neue Veröffentlichungen an. Caudal präsentieren mit “Forever In Another World” ihr Debüt und widmen das Album dem europäischen Erdhörnchen.

Caudal ist eine neue Band bestehend aus Aidan Baker (Nadja) an der Gitarre, Gareth Sweeney am Bass und Felipe Salazar an den Drums. Die Zutaten sind simpel, die Machart auch, das Ergebnis mehr als das. Während der Bass und die Drums eine psychedelisch-krautrockige Basis schaffen, untermalt Aidan Baker das Ganze mit seinen typischen Ambientgitarrensounds. “River’s Edge” chilled sich minutenlang ein und nimmt den Hörer mit in diese andere Welt, die der Titel andeutet. Das Coverartwork verleitet einen direkt, ein bestimmtes Bild im Kopf zu haben. “Threever” drückt richtig auf das Rhythmusgaspedal und entpuppt sich als Rocknummer im Psychedelic-Ambient-Fell. “Walrus Tusk Scrimshaw” nimmt das Tempo wieder zurück und die Rhythmuseinheit verzieht sich in den Hintergrund, um Aidans Gitarre mal eine Bühne zu bieten. Schnell merkt man was man die ganze Zeit vermisst hat, denn sobald die Gitarre mal ausbricht und Feedbacks sich ins Gehör schleichen merkt man, dass genau das bisher gefehlt hat. Der Titeltrack mit seinen impulsiven Drumrhythmen und den rollenden Gitarrensounds ist die perfekte “Ich fahr mit einer coolen Karre durch eine coole Gegend”-Nummer, Variationen schleichen sich an, fallen aber kaum auf, bis dann irgendwann eine Wand aus Delaysounds vor einem steht. Das Fazit ist eindeutig: Auf Seite A sucht man nach dem Besonderen von Caudal, auf Seite B findet man es.

Der Deal ist ganz einfach: Ihr kauft die Platte und sobald das Label Gewinne mit dem Verkauf erzielt, geht das Geld an den Naturschutzbund Niederösterreich, der Heimat des Ziesels, besser bekannt als Erdhörnchen.

Zu kaufen gibt es eine der 500 LPs hier…

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AIDAN BAKER LÄSST DIE FRAUEN SINGEN

Posted in INTERVIEWS, Release on April 12th, 2013 by D.K.

Aidan Baker ist ein fleißiger Musiker, der mittlerweile eine Diskografie im dreistelligen Bereich hat. Was bei anderen Musikern in der Belanglosigkeit endet, führt bei Aidan Baker zu stetigen Weiterentwicklungen in dessen Soundkosmos. Letztes Jahr überraschte Baker mit einem Album, auf dem gleich ein Dutzend bekannter Drummer spielte, dann wenig später ließ er mehrere Gitarristen seine Stücke einspielen und nun steht mit “Already Drowning” ein Album vor der Veröffentlichung, auf dem jeder Track von jeweils einer Sängerin (ein Track auch im Duett zweier Vocalistinnen) eingesungen wurde.

Thematisch geht es bei “Already Drowning” um die verschiedensten Mythen & Sagen rund um weibliche Fabelwesen aus dem Wasser. Das Artwork ziert eine Meerjungfrau (“Der seltene Fang” von Ernst Herter, fotografiert von Aidan Baker), die Songs zieren die Stimmen der Sängerinnen, die die Lyriks von Aidan Baker vortragen und teilweise auch in ihre eigenen Sprachen übersetzt haben. Musikalisch fällt die Platte schon allein wegen der opulenten Instrumentierung aus dem bekannten Schema. Baker spielt natürlich das Meiste selbst, Streich- und Blasinstrumente sind von Gastmusikern beigesteuert und Leah Buckareff von Nadja legt ein paar Akkordiontöne nieder. Die Platte folgt stilistisch keiner bestimmten Linie, sondern hat eher eine alles zusammenhaltende Atmosphere, ähnlich wie “Laughing Stock” von Talk Talk, das eine überraschende Reise zwischen Slowcore und Post-Rock bietet. Eigentlich ist alles zwischen Jazz, Blues und Drone auf “Already Drowning” vertreten.

already drowning

Wir haben mit Aidan Baker über seine Gastsängerinnen gesprochen und ihn gefragt, ob er sich noch daran erinnert, wie er mit den Damen zusammengekommen ist:

Clara Engel – “Already Drowning” – Bluesig und jazzig zugleich.
Clara and I first met 5 or 6 years ago when we worked together briefly at a bookstore in Toronto. We have since played a number of shows together in Toronto. Clara also sang and played guitar on my piece “Liminoid” performed and recorded live at The Music Gallery in Toronto in 2009.

Jessica Bailiff – “30 Days/30 Nights” – Streicher und treibende Gitarren- und Drumsounds.
I have listened to Jessica’s music for a number of years, as well as her partner Boduf Songs (with whom I collaborated for the Infinite Light Ltd. project), although I have yet to meet either of them in person. I got in touch with her through a mutual friend at Brainwashed.com to ask whether she would be interested in contributing to Already Drowning.

Maude Oswald & Valérie Niederoest – “Mélusine” – Unheimlich doppelstimmiger Sirenengesang mit improvisierter Instrumentierung.
I met Maude and Valérie after seeing their band Toboggan play in Berlin in 2009 and I really liked their music. I particularly liked the way they sang together, so asked them to do a duet on Already Drowning.

Joanna Kupnicka – “Mein Zwilling, Mein Verlorener” – Akustikgitarre und deutsche Lyrics. Folkig und ein bisschen skurril.
I wanted one of the songs on Already Drowning to be in German to represent my current home of Berlin and my identity as an ex-pat Berliner. Joanna was recommended to me by our mutual friend Stefan, co-owner of the Berlin record shop Bis Auf’s Messer. Joanna’s vocals with her band The Cold Hand have a bit of a Berliner cabaret feel, so that added (to my mind, at least) a bit of a historical connection to the Berlin music scene, beyond just the German-language lyrics.

Geneviève Castrée – “Tout Juste Sous La Surface, Je Guette” – Die perfekte Melange aus erhabenen Melodien und eigenwilligem französischsprachigem Gesang. Ein heimliches Highlight mit ergreifendem Refrain.
I first met Geneviève when she and her partner Phil Elvrum (Mount Eerie) came to see Nadja play in Seattle in 2009. Geneviève gave us a copy of her Ô Paon album “Courses” which I liked a lot. I also wanted to have a song on Already Drowning in French to reflect my Canadian background (Geneviève is also Canadian, although she lives in the US at the moment). This may not be readily apparent, but the lyrics of this song take some imagery from the Margaret Atwood poem ‘This Is A Photography Of Me’ which is something of a classic Canadian poem that everyone has to study in school. This poem also deals with drowning, which is something of a recurring theme within Canadian literature…so this song has a lot to do with Canadian identity…

Liz Hysen – “Ice” – Artrockiges Epos , mit einer einnehmenden Klimax.
I have known Liz the longest of all the singers on this album. We first met some time in the late 90s when the band I was playing with at that time (short-lived and long relegated to obscurity) opened for Liz’s band Picastro. We have since played a lot of shows together, toured together a few times in Europe, and released a semi-collaborative split album “Fool, Redeemer” (Broken Spine) together in 2011. Many times when we were touring together, I would play guitar in the band, but I had never had Liz sing on my music, so that was something I felt was missing from our musical relationship.

Carla Bozulich – “Lorelei” – Wie ein Selbstgespräch in einer Bar, in der ein schmierige Mariachiband im Hintergrund sitzt und Songs probt. Rauh und verwegen.
I discovered Carla’s band The Geraldine Fibbers in the early 90s and have since followed her work with her various projects. Carla’s contributions to Already Drowning were done via filesharing and we didn’t meet in person until 2010 when Evangelista performed in Berlin. She lived in Berlin for awhile last year, so we were able to play collaboratively together in person a few times, including one live performance opening for the Italian band Father Murphy.

Already Drowning erscheint über Gizeh Records und ist auf Vinyl, CD oder als Download vorbestellbar.

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PROTOS OROFOS COMPILATION

Posted in Release, Sampler on February 3rd, 2013 by D.K.

Protos Orofos (griechisch für erste Etage) ist eine Art Verein und ein Ort in Thessaloniki, der sich zum Ziel gesetzt hat den wenigen Freunden experimenteller Musik, die es in der zweitgrößten Stadt Griechenlands gibt, eine Plattform zu bieten, um experimentelle Musik aus Griechenland und dem Rest der Welt live zu erleben.

Neben den regelmäßig stattfindenden Konzerten veröffentlicht Protos Orofos auch Compilations, auf denen die Künstler vertreten sind, die dort live aufgetreten sind. Es gibt mittlerweile vier Zusammenstellungen, die ihr allesamt hier kostenlos downloaden könnt (weiter unten auf der Seite). Die aktuelle Ausgabe “4″ ist zusätzlich noch in einer Auflage von 1000 Stück erschienen.

Auf “4″ finden sich die Künstler wieder, die von Oktober 2011 bis Mai 2012 im Protos Orofos aufgetreten sind. Neben bisher unveröffentlichten Songs von Nadja und Aidan Baker, die mit “Fire Drone” und “Ice Drone” zwei Dronejuwelen beisteuern, sind viele griechische minimalistische Künstler vertreten. Hier lohnt es sich wirklich mal einen Abend die CD einzulegen, Musik zu hören und anschließend die Künstler im Web zu suchen. Das Booklet hilft da übrigens mit nützlichen Adressen von Labels und Musikern. Heimlicher Höhepunkt ist “A Hidden House In The Mountains” von Georgios Karamanolakis. Ein extrem minimalistischer Elektronikdrone, der sich langsam in die Seele des Hörers schleicht.

Wer wissen möchte wie es klingt, wenn Frédéric D. Oberland, May Roosevelt und der griechische Musiker Michalis Vrettas zusammen im Protos Orofos spielen, kann dies ebenfalls auf “4″ und hier tun:

Wer die Compilation im Anfassformat haben möchte, sollte eine englische Mail an info@protosorofos.gr schicken…

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EXPERIMENTAL EVENING SPEZIAL: B/B/S/ – AIDAN BAKER – SVARTE GREINER – ANDREA BELFI

Posted in ontheroad on January 11th, 2013 by D.K.

B/B/S/ live in bochum

Die Veröffentlichung von “Brick Mask”, dem ersten Album von B/B/S/ mit treibenden Drums und experimentellen Saitensounds, steht kurz bevor. Hinter B/B/S/ verbirgt sich ein Trio, das aus Aidan Baker (Nadja), Erik K Skodvin alias Svarte Greiner und Andrea Belfi besteht und eine impulsive Mischung aus Ambient, Drone, Shoegaze und Psychedelic bietet.

Wir freuen uns, euch dieses Trio in der Christuskirche Bochum präsentieren zu dürfen und haben uns natürlich was besonderes dafür ausgedacht. Denn wenn drei hochkarätige Musiker zusammen auf der Bühne stehen, die über eine beeindruckende Solodiskografie verfügen, dann stellt sich natürlich nicht die Frage, wer B/B/S/ supporten soll. Den Abend eröffnen alle drei Musiker mit ihren eigenen Solosets…

Christuskirche Bochum
B/B/S/ – AIDAN BAKER – SVARTE GREINER – ANDREA BELFI
Freitag
25. Januar 2013
19:30 Uhr
Tickets

Die Rezension zum neuen Album, das im Februar über Miasmah Recordings erscheint, findet ihr hier…

Mehr zu Aidan Baker…
Mehr zu Erik K Skodvin…
Mehr zu Andrea Belfi…

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MACHT PLATZ IM PLATTENREGAL FÜR B/B/S/

Posted in Release on January 6th, 2013 by D.K.

B/B/S/ oder genauer genommen Baker/Belfi/Skodvin/ heisst die neue Supergroup, die sich in Berlin formiert hat, dort wo die drei aus Kanada, Italien und Norwegen stammenden Musiker leben.

Erik Skodvin alias Svarte Greiner hat sich die beiden befreundeten Musiker ins Studio geholt und mit ihnen ein Album und eine 7inch eingespielt, die beide über Skodvins Label Miasmah Recordings veröffentlicht werden.

B/B/S/ – Brick Mask – Das Album

Vier Tracks auf kanpp 40 Minuten in denen sich die drei Musiker gemeinsam ausprobieren. Das Ergebnis ist für jede Diskografie eine musikalische Erweiterung. “Brick” beginnt wie eine heimliche Probe. Leise ertönen die Instrumente. Die Basedrum pumpt in einem sehr eigenwilligen Rhythmus, sphärische Gitarren erklingen. Erst nach fünf Minuten geht das Treiben los. Die Drums müssen nicht mit voller Wucht gespielt werden, lehrt uns Andrea Belfi hier, maximale Dynamik durch minimalen Einsatz und dann gibt es doch noch eine Steigerung. Tribaldrums und schneidende Gitarrenwände. Mehr braucht es nicht. Erik Skodvin an der Gitarre, Aidan Baker am Bass und der Gitarre und Andrea Belfi an den Drums. Eine impulsive Vereinigung. “Brick” geht in “Mask” über und lässt das vorher Erlebte ausklingen. “Mask” ist geprägt von einem sehr eindringlichen Bass und den an Field Recordings erinnernden Drums, die nach einem Intermezzo wieder fulminant zu Einsatz kommen. “Plants” nimmt die bisherige Dynamik nicht auf, sondern treibt im eigenen Rhythmus hin und her und geht letzlich in “Mott” über. “Mott” nimmt sich genau wie der Opener Zeit. Saiten werden am Gitarrenkopf gespielt, Percussion raschelt, Gitarrenkörper erklingen wie Glocken, Gepfeife aus der Reibung von Saite und Cellobogen. Alles summiert sich zu einem Soundwald, in dem man sich sehr wohl fühlt. Und es bleibt nur eine Frage: Warum habt ihr euch nicht früher zusammengetan?

B/B/S/ – Half Moon – Die 7Inch

“Gather Part 1/2″ schleicht sich langsam an. Hier ein Gitarrensound, da ein Percussioneinsatz und schon ist der erste Teil vorbei. Der zweite Teil beginnt mit pulsierenden Basstönen und führt den akzentuierten jazzigen Einsatz von Instrumenten fort. Auf der B Seite findet sich “Beam”. Tiefe Tremologitarrensounds, noisiges Aufflimmern und ein sehr subtiler Beat bereiten eine Basis für die zweite Hälfte, in der es nur so brodelt vor Energie. Die kleine Schwester von Brick Mask hat es in sich.

B/B/S/ LIVE?

Wer sich vor Veröffentlichung der Platten ein Bild von der Band machen und die Songs live hören möchte, der sollte unbedingt zum Experimental Evening nach Bochum kommen. Am 25. Januar spielen B/B/S/ in der Christuskirche Bochum. Als Support spielen alle drei Musiker passenderweise kurze Solosets. Mehr Infos zum Termin gibt es hier…

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LIVEBERICHT: AIDAN BAKER UND DIE JAPANER

Posted in ontheroad on September 29th, 2012 by D.K.

Wenn Aidan Baker für ein Konzert nach Köln kommt, dann ist es uns auch egal ob Montag ist, wir fahren hin. So geschehen am letzten Montag. Denn der Stadtgarten Köln ist der Austragungsort einer Konzertreihe namens “Broken Sound”

Chikashi Miyama eröffnet den Abend mit seinem selbstgebauten Synthesizer, der auf Bewegungen reagiert und ähnlich einem Theremin Geräusche von sich gibt. Wo das Theremin eher dazu geeignet ist, das Star Trek Theme nachzuspielen, gehts bei Chikashi Miyama mehr um fiese Noisetöne. Diese werden erzeugt, indem der Musiker sich mit seinen Händen über den Synthesizer beugt und rumfuchtelt. Ehrlich gesagt hab ich keine blassen Schimmer, was er da gemacht hat. Es sah skurril aus und hörte sich ziemlich abgefahren an.

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Aidan Baker hat eine eigene kleine Bühne aufgebaut bekommen, die links von der normalen Bühne des Stadtgartenkonzertsaals steht. Ein quadratischer Tisch, auf dem die Effektgerätschaften ruhen, ziert das Bühnenbild. Aidan greift sich seine Gitarre und beginnt eine elektronische Klangwand aufzubauen. Die Gitarre scheint gar nicht da zu sein, nur die Regler der Effekte sind hier klanggebend. Aber so sieht es ja oft aus bei Aidan Baker und doch erzeugt er alle Sounds auf seiner Gitarre. Bottleneck, Tonband, Cellobogen… alles kommt zum Einsatz, um einen 40minütigen Song in den Montagabend zu entsenden. Der Sound ist filigran und steigert sich nicht durch Masse, sondern durch eine geschickte Verpflechtung von Klängen. Ein Ohrgasmus.

Ach ja, wo wir bei Ohrgasmus sind. Als nächstes treten Contagious Orgasm auf der gegenüberliegenden Seite des Raums auf, also noch eine Bühne. Aber was kann denn schon nach Aidan Baker mithalten…

Wer sich jetzt ärgert, dass er Aidan Baker verpasst hat, dem sei ein Blick auf unsere ONTHEROAD Seite empfohlen.

Mehr Fotos von Aidan Baker gibt es hier…

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SUMMER OF DRONES

Posted in Label, Release on July 21st, 2012 by D.K.

Eric Quach, diesmal in der Thisquietarmy Inkarnation als Label, hat die drei Veröffentlichungen seiner Briefumschlagserie unter dem Motto “Summer Of Drones” zusammengefasst und liefert drei Alben für diesen verregneten Sommer.

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Aidan Baker & Leah Buckareff

Das erste Release kommt von Aidan Baker und Leah Buckareff, zusammen als Nadja unterwegs, hier mal als sie selbst und auf experimentellen Pfaden unterwegs. Auf “Breathing Heavy Breathing” widmet sich Aidan Baker den Sounds von Drums und zerstückelt in noisiger Art das, was eigentlich Rhythmus sein sollte, und kreiert mit “Heavy Breathing” ein schillerndes Klangfeld. Leah Buckareff greift auf “Breathing Heavy” nicht zum Bass, sondern zum Akkordion und entlockt diesem minimalistische Dronesounds. Zwei Songs, die sich mit jeweils 20 Minuten Zeit lassen, Zeit brauchen, Zeit genießen und dann als Abschluss zum dritten Song “Breathing Heavy Breathing” verschmelzen.

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Northumbria

Northumbria sind die beiden kanadischen Musiker Jim Field und Dorian Williamson. Auf ihrem ersten Album präsentieren sich die beiden mit gewaltigen verzerrten Soundwänden. Die Aufnahmen zum Album sind in Northumberland im Chorraum einer Kirche aus dem 19. Jahrhundert entstanden. Die Aufnahmen sind alle live entstanden und nur durch den Masterfeinschliff von James Plotkin optimiert worden. Das Ergebnis sind fünf eindringliche Dronesongs. Bass, Gitarre und der Hall des Kirchenraums gehen hier eine Hochzeit ein, der man unbedingt beiwohnen sollte, auch wenn’s nur zu Hause vor der heimischen Soundanlage ist. Ein Debüt, das jedem Ambient, Drone, Doom und Post-Rock Fan gefallen dürfte.

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loveliescrushing

Und noch ein Duo. Scott Cortez und Melissa Arpin-Duimstra alias loveliescrushing sind mittlerweile seit fast zwei Jahrzenten in der experimentellen Musikszene aktiv und sicherlich auch ein Grund, warum die vier oben genannten Musiker solche Musik machen, wie sie oben beschrieben ist. Nachdem dieses Jahr schon eine Platte mit alten Aufnahmen erschienen ist, haben Thisquietarmy Records die Ehre, nach fast fünf Jahren ein neues loveliescrushing Album zu veröffentlichen. “Pt. I – Broken Aureate Echo” eröffnet das Album mit hallenden Ambientfeldern. Der Raum, in dem die Musik sich entfaltet, fühlt sich weitläufig an und man hat das Gefühl sich fallen lassen zu können. “Pt. II – She Is Above The Clouds” und “Pt. III – A Bird Flew To The Sun” setzt auf die Magie von Melissas Stimme, die genau wie die Gitarrensounds hallend durch den Raum gleitet und eine Fusion eingeht mit dem Instrumentensound. Die Vocals brauchen keine Worte um sich auszudrücken, der Klang der Stimme reicht hier vollkommen aus.

Also, wer seinen Sommer in Drone und Ambientsounds tauchen möchte, sollte sich unbedingt diese drei Alben anschaffen. Neben der Musik gibt es auch sehr liebevoll gestaltete Artworks und hochwertige Fotografien.

Reinhören und kaufen könnt ihr an dieser Stelle.

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AIDAN BAKER UND DIE VARIATIONEN DES LOOPS

Posted in Release on May 17th, 2012 by D.K.

aidan baker (by tobalo.de)

Aidan Baker, Solokünstler und eine Hälfte des Doomduos Nadja, lebt für seine Musik und stellt sich ständig neuen Herausforderungen. So auch in seiner kleinen Serie von Onlineveröffentlichungen seines eigenen Labels Broken Spine Productions.

Hauptaugenmerk liegt hier auf der kreativen Ausgestaltung kurzer Loops, die in jeglicher Hinsicht verfremdet und erweitert werden, um am Ende einen 15-35 minütigen Song zu ergeben. Stellt euch ein Labor vor, in dem Herr Professor Baker zusammen mit ganz vielen kleinen anderen Aidans steht und eine Suppe zusammenbraut, in der die Loops zusammen mit Delay, Distortion, Hall und diversen anderen Zutaten vor sich herbruzzeln. Das Ergebnis sind drei Releases, die zu kostenlosen Download bereit stehen.

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“Tonstreifen” ist die erste Veröffentlichung dieser Reihe und wohl aus einer Laune entstanden, als er in seiner Wahlheimat Berlin umgeben war von Techno- und Dancesounds. Denn auf dieser 2-Track EP kommen die Sounds einzig und allein aus einer Drum Machine. Minimalistische Sounds und Rhythmen wiegen sich hier auf, um den Hörer in einen Zustand zu versetzen, in dem er denkt er höre mehr als nur Drums aus der Konserve.

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“Variations On A Loop” zeigt Baker von einer vertrauteren Seite und zwar an den Gitarrensaiten. Auch hier minimalistisch aber so tief in seinem Element, dass er dieser 2-Track Loopstudie ganze 70 Minuten widmet. Diese vergehen allerdings ziemlich schnell, denn nach den ersten 20 Minuten gerät man in eine Art Schwebezustand während des Hörens. Minimalster Einsatz mit großem Effekt.

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“Variations On A Loop (Rhythms)” ist die aktuellste Veröffentlichung und setzt da an, wo der letzte Teil aufgehört hat. Grundlage sind diesmal Gitarren- und Bass-Loops, die Baker durch eine Reihe von Effekten jagt und zusammenfügt. Das Ganze wird von den Drums von Richard Baker (ARC) untermalt und ergibt ein beeindruckendes Klanggebilde, das fast schon rockig klingt. Zumindest bis zu dem Punkt, bevor der erste Teil in den zweiten übergeht und die Sounds aus einer Parallelwelt erklingen. Gestreckte Rückwärtsklänge und Feedback lassen den Song zu einer rhythmisch experimentellen Soundwolke mutieren.

Man darf gespannt sein, was als nächstes kommt…

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LIVEBERICHT: AIDAN BAKER + MAIK (KODIAK) & A-SUN AMISSA

Posted in ontheroad on February 20th, 2012 by D.K.

Es ist Freitag. Freitag nach Altweiberdonnerstag, kalt, grau. Aidan Baker und A-Sun Amissa sind grad auf Tour und auf der Reise von Hamburg nach Bochum. Leicht ermüdet kommen die vier Musiker nachmittags in Bochum an und betreten die Christuskirche Bochum über den Hintereingang. Als A-Sun Amissa dann erstmalig in den Kirchenraum treten, weicht die Müdigkeit aus den Gesichtern einem schlichtem „Nice“ gepaart mit einem Lächeln. An diesem Abend treffen Aidan Baker und Maik von Kodiak zum ersten Mal zusammen, um gemeinsam zu improvisieren. Der Soundcheck ist das erste Zusammentreffen auf der Bühne, die beiden besprechen sich kurz und legen auch gleich los und es klingt gut, sehr gut. Aber später mehr dazu… Auch A-Sun Amissa sind von der Improvisationssession sehr angetan und äußern in einem Beisatz, dass man zum Schluss auch gemeinsam spielen könnte. Warum nicht?! Plan steht. Die Sonne geht unter, das blaue Licht auf dem Platz des europäischen Versprechens vor der Christuskirche geht an. Viele Interessierte kommen um zu sehen, was an diesem Abend auf der Bühne passieren wird.

a_sun_amissa @ christuskirche bochum

A-Sun Amissa eröffnen den Abend. Die drei Briten aus Leeds sitzen mittig im Halbkreis vor dem Altarsockel. In der Mitte Angela Chang mit ihrer Violine, an den Seiten Richard Knox und Owen Pegg an fast identischen Gitarren und vor den drei Musikern eine Herde von Effektgeräten. A-Sun Amissa erzeugen Spannungsbögen ohne diese aufzulösen, der Sound legt sich immer weiter aus im Kirchenraum, dann greift eine der Gitarren eine Melodie auf und führt diese fort, bis sich die anderen beiden Instrumente dazugesellen und den Sound wieder in etwas nicht greifbares, nur spürbares wandeln. Auf jeden Fall was für Fans von Sounds mit offenem Ende, ohne Auflösung, ohne gewaltige Klimax aber mit viel Zeit für warme sich entfaltende Sounds.

aidan baker_and_maik from kodiak @ christuskirche bochum

Nach einer kurzen Umbaupause kommen Aidan Baker und Maik auf die „Bühne“ und platzieren sich vor dem Altar auf dem Altarsockel. Wer Aidan Baker schon mal live gesehen hat, dem wird sicherlich aufgefallen sein, dass er meistens sitzt oder hinter einem Tisch mit Effektgeräten steht. An diesem Abend aber steht er ohne Tisch, in reinster Rockerpose, aber dieser Abend ist ja auch ein außergewöhnlicher Baker Abend, denn Maik von Kodiak sitzt direkt neben Aidan hinter seinem Schlagzeug. Das Set beginnt, Aidan Baker baut Loops auf, während Maik subtile Trommelsounds mit Paukenschlägeln unterlegt. Alles wächst zusammen und so langsam kommt Rhythmus ins Spiel. Maiks Trommelspiel bricht immer weiter aus, Aidan Bakers Gitarre setzt immer weitere Sounds in den Kirchenraum und irgendwann haben sich die beiden eingespielt und einen Sound geschaffen, der zum Mitwippen animiert. Dann nehmen die Sounds wieder ab und es folgt eine ruhige experimentellere Passage, bis dann das Netz aus Klängen wieder zunimmt, die Paukenschlägel ungedämpften Sticks weichen, Aidan zum Cellobogen greift und seiner Gitarre einige derbe, leicht verzerrte Streichtöne entlockt und sich die beiden Musiker gegenseitig antreiben, um ihr Set auf einen Höhepunkt zu treiben. Als der Höhepunkt erreicht ist, löst Aidan Baker das Geflecht aus Loops auf und Maik setzt den letzten hallenden Gitarrensounds die letzten Akzente auf bis Alles verstummt. Gelungenes Zusammentreffen.

Als Abschluß folgt ein drittes Set mit allen fünf Musikern des Abends. Alle platzieren sich so wie in den vorherigen Sets und bauen eine Dronelandschaft auf, die mit Viola-Einschüben und experimentellen Gitarrenausbrüchen bestückt ist. Der perfekte Ausklang für diesen Abend.

aidan, maik, angela, owen, rich @ christuskirche bochum

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AIDAN BAKER WITH SPECIAL GUEST & A-SUN AMISSA LIVE IN DER CHRISTUSKIRCHE BOCHUM

Posted in ontheroad on January 31st, 2012 by D.K.

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Auch im neuen Jahr soll experimentelle Musik live erlebt werden und daher präsentieren wir euch am 17. Februar einen Konzertabend in der Christuskirche Bochum mit Aidan Baker aus Kanada und A-Sun Amissa aus England.

Aidan Baker dürfte regelmäßigen Lesern unseres Magazins ein Begriff sein. Der Kanadier ist eine Hälfte des Doom-Drone-Duos Nadja und auch solo unterwegs, um mit seiner Gitarre, einem Koffer voller Effekte und einem Cellobogen die Räume, in denen er auftritt, in atmosphärische Klangkörper zu verwandeln. 2010 ist Aidan Baker erstmalig in der Christuskirche aufgetreten (siehe Review) und hat damals eine 45minütige Improvisation präsentiert. Diesmal wird Aidan Baker nicht alleine auf der Bühne stehen, sondern passend zur Veröffentlichung seines neuen Albums “The Spectrum Of Distraction”, auf dem 18 Drummer vertreten sind, zusammen mit dem Drummer von Kodiak auf der Bühne stehen. Nach einer gemeinsamen Split von Nadja & Kodiak stehen nun erst- und einmalig Aidan von Nadja und Maik von Kodiak auf der Bühne, um zusammen zu improvisieren.

Unser Interview zum neuen 18-Drummer-Album von Aidan Baker findet ihr hier…

Als Support sind A-Sun Amissa aus Leeds dabei. Dieses Duo ist bisher noch unbekannt und besteht aus Mitgliedern der britischen Avantgarde-Dream-Pop-Ambient Band Glissando. Die Grundbesetzung besteht aus Richard Knox (Gitarre), der auch das britische Indie-Label Gizeh Records betreibt, und Angela Chan (Viola). Was A-Sun Amissa mit ihren Instrumenten erzeugen, ist eine minimalistische Klangwelt, die sich zwischen Modern-Classic und Ambient bewegt und auch als Soundtrack für düstere bewegte Bilder dienen könnte.

In die Christuskirche Bochum kommen, hinsetzen, Augen schließen, der Musik lauschen und schauen, was vor dem inneren Auge alles passiert.

Datum : 17. Februar 2012
Uhrzeit : 20:00 Uhr
Ort : Christuskirche Bochum
VVK: hier

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RE-INTER-VIEW: AIDAN BAKER – THE SPECTRUM OF DISTRACTION

Posted in INTERVIEWS, Kunst, Release on December 10th, 2011 by D.K.

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Aidan Baker hat uns dieses Jahr nicht nur mehrfach mit Konzerten, sondern auch mit einigen Soloplatten beglückt, was im nächsten Jahr nicht anders sein soll. Im Januar veröffentlichen Robotic Empire das Doppelalbum “The Spectrum Of Distraction”. Darauf vertreten sind 96 Tracks, an denen 18 Drummer beteiligt sind. Schon alleine diese Info ist etwas, wo man zweimal hinschaut, um zu realisieren das es stimmt, was die Augen da gelesen haben.

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Kommen wir zu den Details dieses zweistündigen Werks, für das Aidan Baker befreundete Drummer aus aller Welt gefragt hat, ob sie Interesse hätten, ihm Drum- und Percussiontracks zu schicken, die er für sein Album verwenden kann. An dieser Stelle ist ein munteres Namedropping sicherlich angebracht. So finden sich neben den Drumkünsten von Aidan Baker selbst noch folgende 17 Drummer auf den beiden Platten wieder:

Richard Baker (ARC), Andrew Crawshaw (The Silent Ones), Alessandro Curvaia (Shora), Bruno Dorella (OvO), David Dunnett (Man Meets Bear), Thor Harris (Swans), Steven Hess (Locrian, Ural Umbo), Kevin Micka (Animal Hospital), Mac McNeilly (The Jesus Lizard), Ted Parsons (Godflesh, Jesu, Killing Joke), Phil Petrocelli (Jesu), Simon Scott (Slowdive), Geoff Summers (Batillus), Jakob Thiesen (Nadja, Whisper Room), Brandon Miguel Valdivia (Picastro), Victor Cirone (Solokünstler) und Hamish Walker (Kerretta).

Aidan Baker hat den erhaltenen Tracks seine Gitarren- und Bassspuren hinzugefügt und hatte am Ende genug Material für weitaus mehr als zwei Alben. Hier kommt das Xenochrony-Verfahren ins Spiel, das Frank Zappa geprägt hat. Dabei werden instrumentale Parts aus einem Track in einem anderen verarbeitet und so hat Aidan Baker seine Sets in 96 Versatzstücke aufgeteilt und auf zwei CDs verewigt. Der Hörer kann selbst entscheiden, ob er die beiden Platten durchhört oder auf “Shuffle” oder “Random” klickt oder die beiden Platten in digitaler Form zusammenmischt. Egal für welche Hörart man sich entscheidet, die Klangreise ist höhrenswert. Viele Gitarrenparts klingen typisch Baker-isch, die meisten Songs jedoch zeigen Aidan Baker von ganz neuen Seiten. Mal mit jazzigem Bass, mal mit eingängig postrockigen Gitarrenmelodien, mal mit Metalriffs, mal psychedelisch, mal bluesig, mal synthiekrautrockig, ja sogar poppig klingt er auch mal zwischendurch. Und das Gute ist, man kann sich seine Lieblingspassagen des Albums als Song-Mutanten selbst zusammenstellen, indem man die Tracks einprogrammiert, die einem besonders gut gefallen. Die Tracks sind zwischen 10 Sekunden und 7 Minuten lang und von James Plotkin so abgemischt, dass die Übergänge sauber ineinander greifen (vorausgesetzt die Heimanlage macht das ganze mit, ansonsten funktioniert es in digitaler Form auf alle Fälle).

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Bei so einer Albumidee sind bei uns Fragen aufgekommen. Grund genug mit Aidan Baker ein kleines Interview zu führen:

Aidan, tell us about the very beginning of the idea creating „The Spectrum of Distraction“ with recordings from 18 different drummers.

I wanted to try something big — a large scale project — that would take advantage, challenge, and/or make fun of technology (ipods, random/shuffle feature) and the way people now listen to music.

When did you decide to split the tracks and how did you approach to split them?

Some times there were obvious beginning/end points within the tracks — other times the edits were quite random. This also depended on what the various drummers gave me to work with; sometimes I received just short loops, while others sent more flowing tracks that were more shapeable into songs.

Can you give us your own definition about „Xenochrony“?

Random juxtaposition of independently recorded tracks. I had initially intended The Spectrum of Distraction to strictly adhere to this, but as I received material from the various drummers, I thought it would be more interesting (or perhaps just listenable) to approach randomness within the album/songs itself, rather than the instrumentation.

Was there a special release of Frank Zappa that inspired you to use the xenochrony-technique?

“Rubber Shirt” on Sheik Yerbouti is a specific example of xenochrony that I always liked. I more specifically took inspiration from Shut Up ‘N’ Play Yer Guitar, though, which is an album made up of guitar solos edited out from other songs and performances. I’ve never really been a big fan of Zappa’s songs and silly lyrics, but I do like his instrumental work.

How did you write your guitar and bass parts. Did you first listen to the received Drumtracks or did you already have sounds that fitted with the drumparts?

I listened to the drum tracks and recorded parts along with them. Again depending on what I received from the drummer in question, this could either be abstract, improvisational material or more structured song-like material.

Which Drumtrack was the most difficult to play guitar and bass to it?

Perhaps Brandon Valdivia’s or Victor Cirone’s drums. Both their contributions were quite dense and free-form in a sort of abstract jazz kind of way, which made finding patterns or specific rhythms to play along to challenging.

What about the artwork of Matt Smith. Which information did you give to Matt for creating the artwork?

The only information I gave Matt was that the song titles took their names from the “Choose Your Own Adventure” book series. I don’t know if these were published in Europe, but they were a children’s book series that had alternate storylines and endings, depending on which pages you chose to read. Matt was also a fan of these books and familiar with their fairly specific design and aesthetic, so used that as something of a template for his artwork.

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“The Spectrum Of Distraction” erscheint Mitte Januar über Robotic Empire und wird einen Downloadcode für die kompletten uneditierten Sessions/Songs beinhalten.

Und um nochmal auf den Anfang des Artikels zurückzukommen, auch im nächsten Jahr geht Aidan Baker auf Tour. Wir präsentieren euch die Show am 17. Februar in der Christuskirche Bochum, bei der Aidan Baker einen Special Guest auf der Bühne haben wird…

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BASSES FREQUENCES ZUSAMMENKÜNFTE

Posted in Label, Release on October 22nd, 2011 by D.K.

Das französische Label Basses Frequences veröffentlicht seit einigen Jahren schon experimentelle Musik von Künstlern wie Locrian, Nicholas Szcepanik, Celer oder Nadja. Aber vor allem die Kollaborationen, die auf dem kleinen Ein-Mann-Label erscheinen, haben es uns angetan. Im Folgenden wollen wir euch diese etwas näher vorstellen.

THISQUIETARMY & YELLOW 6

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Eric Quach (Thisquietarmy) und Jon Attwood (Yellow 6) haben sich 2009 nach einem kanadischen Festival, auf dem beide aufgetreten sind, in Erics Studio in Montreal verzogen und dort eine gemeinsame Session eingespielt und aufgenommen. Das Resultat ist zunächst ein paar Monate liegen geblieben, bevor es dann in die Hände von Fear Falls Burning (Dirk Serries) gegeben wurde, um für eine Vinylveröffentlichung gemastert zu werden. Das Resultat sind die beiden 12inch Platten “Death” und “Valley”, benannt nach der kalifornischen Wüste, die wohl auch der Ideenpool für die eingespielten Songs war. Im Gegensatz zu den Soloveröffentlichungen der beiden Gitarristen sind die sechs Songs auf diesen beiden Platten erstaunlich zurückhaltend und minimalistisch. Niemand drängt sich in den Vordergrund, niemand versucht der Musik sein Label aufzudrücken. “Death” und “Valley” sind zwei beeindruckend intensive Dokumente einer winterlichen Session, in der beide Musiker erschöpft von vorherigen Ereignissen einfach nur zusammen gespielt und dabei einen gemeinsamen Soundfluss gefunden haben. Einfach die Nadel auf das Vinyl setzen, laut aufdrehen und eine Reise durch die Wüste antreten.

AIDAN BAKER & KEVIN MICKA

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Ebenfalls 2009 in Montreal entstanden ist die Kollaboration zwischen Aidan Baker (Nadja) und Kevin Micka (Animal Hospital). Auf “Green Figures” ist ein gemeinsamer Auftritt der beiden Musiker zu hören, den Eric Quach glücklicherweise aufgezeichnet hat. Denn die drei Songs aus Aidan Bakers bekannteren Alben “Green & Cold” und “Figures” erfahren durch die Livedrums Begleitung von Kevin Micka eine ganz neue Dynamik und Struktur. Die Songs werden langsam aufgebaut, die Drums fügen sich subtil ein und gehen mit Bakers Loops eine Fusion ein, so dass die Songs ganz neue Facetten erlangen. Eine Liveplatte, die definitiv nicht nur was für Aidan Baker Fans ist, sondern auch für alle die, die auf handgemachte, leicht experimentelle Shoegazersounds stehen.

Als nächste Veröffentlichung steht übrigens die Kollaboration von Yellow6 und Larkian an…

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DAS TAPEDECK SPIELT WIEDER – VOL. I: AIDAN BAKER

Posted in Serie, Tapes on October 13th, 2011 by D.K.

So manch einer möchte diesen Tonträger vergessen oder hat ihn schon vergessen, manch ein anderer ist nostalgisch und hat noch alle von früher und dann gibt es so manch einen, der das Ding am Leben erhält und darauf neue Musik veröffentlicht: Die Rede ist von der guten alten Kassette. Das haben wir zum Anlass genommen, euch ein paar ausgefallene Exemplare dieser vom Aussterben bedrohten Tonträgerart in einer kleinen Serie vorzustellen.

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Den Anfang macht das neue und allererste Tape in der Diskografie von Aidan Baker namens “Infinite Loop #1″. Es ist das erste Tape von Baker und die erste Veröffentlichung des jüngst gegründeten deutschen Labels Inselkind Schallträger. Das Besondere an diesem Tape ist nicht nur, dass es ein 60 Sekunden langes Endlostape ist, das den Loop von Aidan Baker ewig spielen könnte ohne stehen zu bleiben, sondern auch die Verpackung. Denn die Hülle besteht aus vier aufeinander geschraubten Metallplatten, zwischen denen die Kassette liegt. Das Paket bringt stolze 2 Kilogramm auf die Waage und benötigt fast soviel Zeit zum Öffnen, wie der Loop von Aidan Baker dauert. Der Track selbst ist ein filigranes Gitarrenstück, das mit wenig Effekten auskommt und sich geloopt wunderbar ins Gedächtnis einschweißt.

“Infinite Loop #1″ von Aidan Baker ist in einer Auflage von 87 Stück mit auf dem Metall eingraviertem Artwork erschienen und direkt über das Label erhältlich.

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QUARTETTKARTE: NADJA

Posted in DENOVALI SWINGFEST 2011 QUARTETT, Serie on October 7th, 2011 by D.K.

DAS DENOVALI SWINGFEST QUARTETT 19/24

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Ursprünglich als Alter-Ego für die doomige Seite der Aidan Baker Kompositionen gedacht, ist Nadja schnell zu einem Duo angewachsen, als Leah Buckareff am Bass dazukam. Mittlerweile sind Nadja jedem ein Begriff, der sich für Stile wie Ambient, Drone, Doom und experimentellen Metal interessiert. Zwei Drittel aller Swingfest Besucher, die wir nach dem Fest gefragt haben, hat sich eindeutig für Nadja als Highlight entschieden. Da müssen wir nichts weiter hinzufügen.

Einfach mal “Nadja” rechts in den “Durchsuchen-Kasten” eingeben, gibt reichlich zum nachlesen…

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WENN DIE KÜNSTE ZUSAMMENTREFFEN

Posted in Kunst on August 28th, 2011 by D.K.

Nachdem Aidan Baker und Thisquietarmy Ende Mai ihr erstes Konzert der letzten Europatour im Bochumer FKT gespielt haben, hatte der dort ansässige Fotograf Cristóbal Marquez alias Tobalo die Idee, mit den beiden Musikern eine Fotosession zu machen. Also haben wir die beiden Musiker am nächsten Tag nach dem Frühstück und vor der Abreise zum nächsten Konzert in Frankreich gefragt, ob Sie Interesse hätten. Mit einem fragenden Grinsen im Gesicht stimmten Aidan und Eric zu und kurze Zeit später fanden wir uns im Stadtpark Bochum wieder.

tobalo

Cristóbal hat für die Aufnahmen eine alte Großformatkamera benutzt und für die Motive die beiden Musiker im Stehen, Sitzen und Liegen durch den Park gescheucht. Das Ergebnis sind eine Hand voll Bilder, die vor allem im Original überzeugen. Besonders die obige Aufnahme vereint die Liebe zum Instrument und zur Fotografie zu einem bleibenden Moment. Weitere Eindrücke findet ihr hier.

Wer sich die Fotografien mal in echt anschauen möchte (und das ist besonders zu empfehlen), sollte unbedingt das Atelier von Tobalo im FKT besuchen. Auch eine Investition in verschieden große Abzüge ist möglich, schreibt Tobalo einfach eine Mail für weitere Informationen.

tobalo@work

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