PRSZR ÜBEN DRUCK AUS

Posted in Release on January 6th, 2013 by D.K.

PRSZR, Pressure ausgesprochen, nennt sich die Vereinigung von HATI und Pure. Auf “Equilirium” ist das Ergebnis zu hören, das über Hinterzimmer Records veröffentlicht worden ist.

prszr

2009 innerhalb von drei Tagen in Reichenau aufgenommen, 2011 von Pure abgemischt und 2012 von Rashad Becker gemastert und dann letztendlich in Bern veröffentlicht. Soviel zur Chronik des Albums. Das Album besteht aus fünf Stücken, die es in sich haben. Das Duo HATI, zuständig für alles rund um Percussion, und Pure an den elektronischen Gerätschaften lassen in “I” zunächst sich wiederholende Sounds eine Art Rhythmus aufbauen. Basslastige Klänge, Percussion im Hintergrund, Gongakzente und das ewig bedrohlich brodelnde Elektronikgewitter, das nicht ausbrechen möchte, lassen den Hörer 14:35 Minuten lang erstarren vor Spannung. Hallende High Hats (?) eröffnen “II”, dann kommen die Beats wie zu schnell schlagende Herzen, Gongs gesellen sich dazu, ein elektronisches Rauschen rundet alles ab. Was ist das eigentlich für eine Stilrichtung, denkt man sich. Percussion-Ambient? “III” überrollt einen mit schrägen Sounds und Blasinstrumenten (zumindest klingt es wie eine Trompete), vollkommen unerwartet ist man hier einer nicht beugsamen Masse an Sounds ausgesetzt. Skippen oder weiterhören, weiterhören natürlich… erstaunlich wie schnell die Ohren Ordnung ins Chaos bringen. “IV” anderes Chaos, weniger noisig. “V” holt alles an Tiefen und Höhen raus, was ein Instrument hergibt, das mit Schlägeln gespielt wird. Es wummert, kein Sound für Kopfhörer, der Song braucht Raum. Schnelles Trommeln auf etwas, das an Steeldrums erinnert. Eine rhythmisch abgestimmte Noisewand kommt aus dem Nichts und nach minutenlangem Zusammenspiel entwickelt der Sound auch durch das immer stärkere Hallen eine sehr betörende Wirkung. Allmählich lassen die Soundwände nach und “V” vibriert vor sich hin, während im tiefsten Hintergrund die letzte Percussiondonner zu hören sind.

Kein Album um gute Laune zu verbreiten. Aber das hat hier sicherleich keiner vorgehabt. Wer mal hören möchte wie bedrohlich Percussioninstrumente mit minimalisischer Elektronikuntermalung klingen können, ist hier genau richtig.

Tags: , , , , , ,

TAYLOR DEUPREE

Posted in Release on January 6th, 2013 by D.K.

Taylor Deupree ist Grafikdesigner und Fotograf, Labelchef von 12k, er macht Mastering für diverse experimentelle Acts und vor allem ist er Musiker. Sein neues Album “Faint” ist über sein Label  12k erschienen und in der Masse der vielen Ambientalben, die derzeit veröffentlicht werden, ein wahres Schmuckstück.

Wie ein Kaminfeuer, vor dem man sitzt, sich entspannt und in den Flammen Formen und Figuren entdeckt, so ist auch “Faint”. “Negative Snow” eröffnet das Album mit seinen vielschichtigen Sounds. Taylor Deupree bedeckt hier jede mögliche Soundebene, so dass über Kopfhörer und über Surroundsoundanlagen überall was zu hören ist. Minimalismus mal anders. Es kratzt wie auf einer alten Schellackplatte, elektronische Sounds flimmern, es knistert. Ja dieser Schnee ist negativ, nicht kalt sondern warm. “Dreams Of Stairs” führt das ganze fort. “Thaw” klingt erhabener und schwebender als die vorherigen Songs, ist aber genau so warmherzig in Richtug Gemüt des Hörers unterwegs. Sie fehlt eigentlich nicht, aber sobald sie zwischen den bisher beschriebenen Sounds in “Shutter” erscheint, klingt der Sound noch viel greifbarer: die Gitarre. “Sundown” ist der perfekte Ausstieg. Inmitten der Field Recordings erklingt eine Ambientmelodie, die. ohne ein einziges Mal in ihrer Wiederholung langweilig zu wirken, sich bis zum Ende durchzieht und von einem seichten weißen Rauschen verschluckt wird.

Passend zur Musik hat Taylor Deupree auch Fotografien für das Artwork und Booklet bearbeitet. Die Fotos sind genau wie die Musik mehrschichtig bearbeitet und sehen teilweise auch so aus, als ob sie kurz ins Kaminfeuer gehalten wurden…

Wer etwas tiefer in die Tasche greifen möchte, beziehungsweise seine Investition vertiefen möchte, sollte sich unbedingt das limitierte Boxset zulegen. Hier gibt es die Fotos aus dem Booklet als Fotodrucke und eine zusätzliche CD mit dem 38minütigen “Thaw (Reprise)”.

 

Tags: , , , ,

LAWRENCE ENGLISH – FOR / NOT FOR JOHN CAGE

Posted in Kunst, Release on October 28th, 2012 by D.K.

Lawrence English gehört zu den interessantesten Ambientmusikern und Künstlern Australiens und hat schon mehrere hochgelobte Platten veröffentlicht. “For / Not For John Cage” heißt sein neues beeindruckend introvertiertes Album.

line_058_cover.jpg

2011 hatte Lawrence English die Idee, das Werk von John Cage mit einer Art Homage zu ehren und stieß bei seinen Recherchen auf den einzigen Film, den Cage gedreht hat. “One11” ist ein 90minütiger Schwarz-Weiss-Film, der sich auf das Lichtspiel von Schweinwerferprojektionen in Verbindung mit einer Musikaufführung beschränkt. Hier setzte Lawrence English an und schuf zusammen mit dem Videokünstler Scott Morrison “One11 (refocused)”. Im Zuge der Arbeiten an dieser Neuinszenierung der John Cage Idee, sind einige weitere Songs entstanden. Die einen direkt, die anderen indirekt von der Arbeit John Cages beeinflusst.

Das Ergebnis sind acht subtile Ambienttracks, die so unnahbar wie ein Geist erscheinen. Trotzdem versprühen sie alle eine angenehme Wärme und erzeugen durch diese Vermengung unterschiedlicher Eindrücke eine intensive Anziehungskraft. Wer diese Platte auflegt, der muss sich Zeit nehmen zuzuhören. Die Belohnung folgt unmittelbar…

“For / Not For John Cage” ist in einer 500er Auflage über L-NE erschienen. Wer die CD oder den Lossless Download direkt über L_NE Shop bestellt erhält einen 15minütigen Bonustrack… und auch der lohnt sich.

[vimeo]http://vimeo.com/47810208#[/vimeo]

Tags: , , , ,

MENACE RUINE – ALIGHT IN ASHES

Posted in Release on October 14th, 2012 by D.K.

Das kanadische Duo Menace Ruine bestehend aus S. de la Moth und Geneviéve ist seit einigen Jahren in der Welt experimenteller Musik unterwegs und zeichnet sich durch seinen eigenwilligen Mix aus Neo-Folk, Drone und Noise aus. Dabei fließen immer wieder auch andere Stilrichtungen ein, so dass kein Genre eine zutreffende Beschreibung bieten könnte.

menace_ruine.jpg

Auf “Alight In Ashes” setzen die beiden Kanadier auf eine Art mittelalterlichen Synthie-Dronesound. Der Anfang mit “Set Water To Flames” ist hallig-noisig, drumlos, mit Vocalakzenten, es folgt ein subtiler Drummachine-Sound und eine abschließende Noisewand. Dabei wird nie der Blick auf Struktur und Melodie außer Acht gelassen. “Salamandra” steigt mit einem Sound ein, der einem verzerrten Spinett gleicht, das im Hintergrund von einer Hammondorgel unterstützt wird. Dabei ist hier nur ein Synthesizer am Werk. Geneviéves Vocals legen sich schwungvoll über den Sound. Die Stimme scheint wie aus einer anderen Welt. “Burnt Offerings” treibt und treibt und treibt… “Arsenikon (faded in dicord)” konzentriert sich auf chorale Vocals, was dem Sound etwas sakrales verleiht. “Disease Of Fear” erinnert soundtechnisch wieder an verzerrte altertümliche Streichinstrumente. Der eigenwilligen Stimme kann man von Song zu Song immer mehr abgewinnen. “Cup Of Oblivion” hat den erhabensten Sound aller Songs. Der Sound marschiert, schreitet langsam und bietet dem Hörer Raum für mittelalterliche Phantasien. Hätte es im Mittelalter Metal gegeben, Menace Ruine hätten ihn erfunden.

Sige Records veröffentlicht Mitte Oktober “Alight in Ashes” in einer 400er Auflage auf handnummeriertem Doppel-Vinyl. Wer das Album auf CD haben möchte, kann dies via Profound Lore bestellen.

Tags: , , , , ,

THISQUIETARMY & YEAR OF NO LIGHT

Posted in Release on October 3rd, 2012 by D.K.

Im Frühling haben Destructure Records eine Vinylplatte veröffentlicht, die zu Recht nach kürzester Zeit ausverkauft war. Denn das Album “Year Of No Light / Thisquietarmy” (Titel, Bands, Motto in einem vereint) ist eine der überragendsten Veröffentlichungen dieses Jahres. Zu schade also alle außen vor zu lassen, die nicht auf diese großen runden altmodischen Abspielmedien stehen. So oder ähnlich muss wohl der Gedankengang der Jungs von Consouling Sounds gewesen sein, denn jetzt steht das Album kurz vor der Veröffentlichung auf CD.

YONL_TQA_high.jpg

Die Besonderheit an dieser Kollaboration ist, dass dieses Album dem Hörer ein Gesamtbild des Schaffens der beiden Acts verschafft. Das Album beginnt mit “Vous êtes un nada mort marchant autour du visible” von Year Of No Light. Ein hell schimmerndes Doommetal Epos. Seit dem letzten Album “Ausserwelt” haben YONL einen Sound entwickelt, der sich trotz hallender hochstimmiger Gitarren wie eine Walze durch den Boden frisst, auf dem der Hörer steht. “Une odeur que je capte quand leur yeux explosent” folgt als erstes gemeinsames Lied von YONL & Thisquietarmy. Wer jetzt ein Feuerwerk von Doom, Drone und Postrocksounds erwartet, der wird zunächst enttäuscht. Der Song ist eine ewig brodelnde Masse aus Ambientsounds. Man kann klar raushören, welcher Act gerade die Sounds beisteuert. Allmählich verdichtet sich die Masse der Sounds zu einer Dronewolke. Acht Minuten für die Ewigkeit. Mit “Aphorismes” steuert TQA sein Solostück bei und überrascht mit einem sehr düsteren Grundsound. Minimalistische Drummachinesounds setzen den Rhythmus. Die Gitarre von Eric Quach baut sich vor dem inneren Auge des Hörers auf. Weiblicher Gesang schimmert zwischendurch auf. Der Song klingt bedrohlich und hoffnungsvoll zugleich. Es folgt wieder ein gemeinsames Stück namens “Langue de feu”. Auch hier verzichten die beiden auf eine Bombastinszenierung und führen das fort, was sie begonnen haben, um dann gegen Ende… hört selbst! YONL & TQA zelebrieren die Liebe zum minimalistischen und noisigen Sound. Eine Split-Kollaboration, die in keinem Plattenregal fehlen darf.

Die CD Version von “Year Of No Light / Thisquietarmy” erscheint am 5. Oktober über Consouling Sounds.

YONL_TQA_artwork.jpg

Die beiden Bands sind übrigens auch auf dem diesjährigen Denovali Swingfest und vielleicht auch zusammen auf der Bühne…

Tags: , , , , , , ,

GUNS OF BRIXTON – INLANDSIS

Posted in Release on October 3rd, 2012 by D.K.

Dieses Album kann man wenden und drehen wie man möchte, es will nicht so richtig in eine Schublade passen. Guns Of Brixton vereinen auf ihrem neuen Album “Inlandsis” Post-Rock, Progressive Rock, Emo, Hardcore und radiotaugliche Rocksounds. Der Dub Rock Stempel scheint abgewaschen.

inlandsis

Das Album beginnt mit dem rein postrockigen “Hibakusha”, getragen von E-Bow-Melodien. “Du bist mir vollkommen egal” setzt diese Linie fort. “Il Ne Restera Que Des Silhouettes” bricht dann das Postrockschema auf und es wird hardcoriger. Ab hier beginnt dann ein Hin und Her der Einflüsse. Alles gut vereint, so dass die Platte ihren eigenen Touch bekommt. Höhepunkt ist der achte Song “Alger”, der zu Beginn vor sich hertreibt, während ein Franzose mit tiefer rauher Stimme und typischem französischen Wortgestöhne irgendetwas erzählt (mein Französisch ist leider nicht mehr zu gebrauchen, außer fürs Brötchen kaufen). “Alger” erfährt dann aber nach vier Minuten eine Wendung und mutiert zu einem fetten Rocker mit weiblichen Vocals in der Strophe und männlichem Schreigesang im Refrain.

“Inlandsis” ist über AENTITAINMENT Records erschienen. Wer auf Postrock steht, wird hier sicherlich Spass beim Hören haben, alle anderen sollten zumindest mal ein Ohr riskieren.

Tags: , , , ,

TRETET EIN IN DEN JODIS TEMPEL

Posted in Release on September 30th, 2012 by D.K.

Wer sich traut auf die andere Seite des schwarzen Vorhangs zu treten, wird mit einer Wucht von Jenseitsrock beschallt… Aber lasst uns am Anfang beginnen. Jodis haben ihr lang angekündigtes zweites Album “Black Curtain” fertiggestellt. Das Debüt “Secret House” hat vor drei Jahren bereits alle Register gezogen, “Black Curtain” führt dies fort.

HH666_212_cover.jpg

Aaron Turner an den Vocals und Effekten, Tim Wyskida an den Drums und Percussion und James Plotkin an der Gitarre. Allein diese Info sollte jedem Freund experimenteller Musik signalisieren, dass hier etwas zusammengekommen ist, was einfach überzeugen muss.

Der 11minütige Opener “Broken Ground” reißt einem förmlich den Boden unter den Füßen weg, wenn die Gitarre von Plotkin einsetzt und sich wie eine bedrohliche Welle vor einem aufbaut. Turner setzt mit den Vocals ein und Wyskida setzt gezielte Akzente an den Drums. Der Opener greift den Sound des Debütalbums auf. “Silent Temple” ist rockiger als man es erwarten würde. Aaron Turners Vocals zeigen neue Facetten, die überzeugen. Wie eine Aufforderung dem zu glauben, was die drei hier beschwören. Ja, ich glaube und vertraue Jodis. “Red Bough” lässt sich Zeit. Die Gitarre in ihrer übertreffend minimalistischen Soungestaltung legt den Weg frei. Turner singt überraschend deutlich und sogar die Lyrics aller Songs sind im Booklet abgebildet. Wer genau hinhört, nimmt auch die Stimme von Faith Coloccia wahr. Der Track entwickelt sich zu einem progressiven Epos. Das kurze “Corridor” ist das heimliche Highlight mit verdammtem Gänsehautfaktor. Es hallt und alles kommt einem so unnahbar und erhaben vor. “Awful Feast” überrascht mit einem Acapellaabschluss. Der Schluss gehört “Beggar´s Hand”, dem Song mit der schwerfälligsten Instrumentierung. Die Gitarre gräbt sich hier tief durch die Lautsprecher und hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Massiver Minimalismus.

Im Vergleich zum Vorgänger ist “Black Curtain” sehr viel strukturierter, die Vocals sind bis auf einen kurzen Moment durchgehend klar gesungen, das Zusammenspiel aller Elemente ist hier stärker aufeinander abgestimmt. Beide Platten sind ein Muss für die Plattensammlung, ich kann mich nicht entscheiden, welche besser ist.

“Black Curtain” erscheint auf CD und LP via Hydra Head Records und überrascht neben einer unterschiedlichen Reihenfolge der Tracks auch mit zwei verschiedenen Versionen des Abschlusssongs “Beggar´s Hand”.

jodis.jpg

Tags: , , , , , , ,

AMENRA – LIVE

Posted in Release on September 23rd, 2012 by D.K.

“Live” nennt sich schlicht das erste Livealbum von Amenra. Nachdem sich Consouling Sounds bereits der Wiederveröffentlichung des frühen Backkatalogs von Amenra angenommen haben, ist jetzt erstmalig eine Selektion von Aufnahmen aus Griechenland, Belgien und den Niederlanden auf einem Album vereint worden.

amenra_live.jpg

Amenra Fans müssen hier sicherlich nicht überzeugt werden, in dieses Album zu investieren. Allen anderen Interessierten sei gesagt, dass sich diese Platte allein wegen ihres überragenden Sounds lohnt. Niemand geringeres als Billy Anderson ist für das Mastern einiger Songs beauftragt worden. Das Ergebnis stellt so einige Studioversionen von Amenra in den Schatten. Besonders “De Dodenakker – Nemelendelle” und das massive “Aorte – Ritual” gehen mit ihren rauhen räumlichen Gitarrensounds unter die Haut. Eine Band, die weder Sludge, noch Doom, noch Ambient ist und doch all das in ihrem Sound auf höchstem Live-Niveau vereint.

“Live” erscheint Ende September über Consouling Sounds.

Tags: , , , ,

NADJA – DAGDROM

Posted in Release on September 17th, 2012 by D.K.

Lang ist es her, dass uns Nadja mit einem Full Length Album beehrt haben. Nun ist es endlich soweit, denn „Dagdrøm“ steht kurz vor der Veröffentlichung über das bandeigene Label Broken Spine Productions.

Aidan Baker und Leah Buckareff werden auf dieser Platte von Mac McNeilly (The Jesus Lizard) an den Drums unterstützt und geben damit schon ein erstes Zeichen der Veränderung. „Dagdrøm“ besteht aus vier Songs, die Nadja von einer neuen Seite zeigen. Ob es die Livedrums sind oder ob es eine logische Weiterentwicklung ist… Fakt ist, dass der Sound von Nadja auf „Dagdrøm“ agiler und dynamischer ist, als auf den Vorgängeralben.

dagdrom.jpg

„One Sense Alone“ beginnt seicht und entwickelt sich zu einem energetischen Track, in dem alle Elemente im Einklang sind und einen unheimlichen Rhythmus entwickeln. Aidans Gesang ist wie immer subtil, die Gitarren wühlen sich durch die Ohren, der Bass legt sich wie eine dickflüssige Masse in den Hintergrund und die Drums geben dem Ganzen den letzten Schliff.

“Falling Out Of Your Head” ist ein fast 13-minütiges Ungetüm. Das Schema scheint das gleiche zu sein wie im ersten Song. Alles passt zusammen, Aidan flüstert seinen Gesang, die lebendigen Drums fühlen sich gut an, der Bass schleicht und dann kommt dieser überwältigende Instrumentalpart. Aidan scheint kurzzeitig zu Kim Thayil zu mutieren, denn das was hier ertönt, klingt als ob es aus den 90ern entrissen sei, als fette rauhe Gitarrenwände salonfähig wurden.

“Dagdrøm” ist der Song, mit dem Old School Nadja Fans wohl am besten klarkommen, denn hier dronedoomen die drei Musiker einfach vor sich hin. Trotzdem hat der Song den Geist dieses Albums und kann besonders durch überraschende Gitarrenparts überzeugen.

“Space Time & Absence” ist schlicht gesagt ein musikalischer Vulkan. Es brodelt direkt von Anfang an und es entwickelt sich eine Lavamasse aus überlappenden Gitarren, Bass und Drums. Der Sound fließt unaufhaltsam aus den Boxen. Aidans Gesang setzt ein und gibt dem Song eine 90er Jahre Note. Dann der Bruch. Der Vulkan beruhigt sich. Minutenlang treibt der Song vor sich hin. Bricht er noch in der vierzehnten Minute aus?

Schon nach dem ersten Hören ist klar, dass dieses Album das wohl am deutlichsten strukturierte von Nadja ist. Nadja setzen großen Wert auf das Songwriting, ohne ihren improvisationsreichen Stil zu vernachlässigen. Genau diese Fusion aus Experimentalität und Komposition macht “Dagdrøm” einzigartig.

Wer die LP Version vorbestellt, erhält eine nummerierte und signierte grüne Vinylplatte im dicken Siebdruckcover. Wer es nicht so mit Vinyl hat, der sollte etwas mehr in die Doppel-CD Version von Daymare Records investieren. Auf der zweiten CD sind die gemeinsamen Sessions von Aidan Baker und Mac McNeilly verewigt, die es bisher nur als Download zum Aidan Baker Album “Spectrum of Distraction” gab.

Tags: , , , ,

LOCRIAN & CHRISTOPH HEEMANN

Posted in Release on August 20th, 2012 by D.K.

Nach Mamiffer & Locrian folgt nun die nächste Kollaboration, die nicht verpasst werden darf. Diesmal haben sich Locrian mit dem deutschen Experimentalmusiker Christoph Heemann zusammengetan, der bereits in den 80er Jahren mit noisigen Sounds gearbeitet hat und in den letzen Jahren durch Zusammenarbeiten mit Andrew Chalk oder Jim O`Rourke in Erscheinung trat.

Cover.jpg

Mit Christoph Heemann an der Elektronik und dem Synthesizer, Terence Hannum am selbigen und am Piano und Mikro, Steven Hess an allem worauf rhythmisch gehauen werden kann und Àndre Foisy an der Akustik- und E-Gitarre und den Effekten, sind vier epische Songs in Chicago und Berlin entstanden.

andre.jpg

Seite A

“Hecatomb” beginnt mit einer Art Fusion aus 70er Jahre Soundtrack mit posaunenähnlichen Sounds und Akustikgitarrensounds. Aus diesem Soundgebilde entwickelt sich dann langsam eine Art zähfliessende Soundwelle aus Percussion, Elektronik, Piano und Synthiesounds, um dann in einem Piano-Percussion-Moment zu münden. Es kommt einem alles sehr kurz vor und man hat das Gefühl, dass noch eine Ausbruch folgen muss, doch nach 12 Minuten entgleiten die Sounds einfach ins Nichts. Eine fulminante bedrohliche Soundwelle.

christoph.jpg

“Loathe The Light” ist ebenfalls bedrohlich beängstigend und geht mit seinen Percussiondronesounds ganz tief in die Magengrube. Improvisierte noisige Sounds gesellen sich dazu. Hannums krächzend dämonische Stimme windet sich durch den Hintergrund und obwohl alle Elemente des Songs nach Freistil klingen, ist eine Ordnung vorhanden, die dem Track eine ganz eigenen Note verleiht.

Seite B

“Edgeless City” beginnt mit tiefen dumpfen Sounds, die genau wie der Beginn von Seite A an die 70er erinnern. Die tiefe Soundwolke entwickelt sich allmählich. Es kommen bassige Sounds hinzu, die eine Art Takt vermitteln. Höhere Töne erhallen und es entwickelt sich eine unterschwellige Dynamik. Alles scheint nicht greifbar, ist aber direkt vor einem. Nach 12 Minuten durchkreuzen rauhe Synthiesounds die Soundmasse. In den nächsten drei Minuten beruhigt sich die Masse und kommt dann nach einer Viertelstunde zum Stillstand.

steven.jpg

“The Drowned Forest” beginnt mit einem mönchsähnlichen “Aaaahhh-Gesang”. Immer und immer wieder. Es gesellt sich ein “Ooohhh-Gesang” hinzu. Die Vocals hallen und entwickeln in der stetigen Wiederholung eine eigene Ambientsoundfläche. Aus dem tiefsten Hintergrund gesellt sich ein subtiler Drone hinzu. Erst nach sechs Minuten ist eine offensichtliche Instrumentierung zu hören. Es brodelt, der Song ist bereit für die nächste Phase. Die Vocals steigern sich, die Gitarrenelektronikwand tut selbiges. Eine perfekte Vermengung. Dann kommt noch eine unter die Haut gehende Basssequenz hinzu, die den Song bildlich abheben lässt. Nach zwölfeinhalb Minuten bleibt nur noch leises Dröhnen. Ein Song für die Ewigkeit.

terence.jpg

Hörbeispiele gibt es diesmal nicht, denn es gibt keinen Grund, dieses Album nicht zu kaufen. Das Hörerlebnis muss direkt von der Platte in euren eigenen vier Wänden stattfinden.

Das selbstbetitelte Album erscheint über Handmade Birds in einer 500er Auflage. 250 Stück auf schwarzem 180er Vinyl und 250 Stück in der Farbe, die mit “classic black in transparent ocean trash vortex microplastic blue” beschrieben wird.

Übrigens, das von uns sehr geschätzte “The Clearing” Album von Locrian erscheint diesen Monat erstmalig in der CD Version. Mit dabei ist “Final Epoch”, ein zweites Album, das beiliegt und bisher nur auf Vinyl veröffentlichte Songs beinhaltet.

Mehr zu Locrian…

Tags: , , , , ,

DEEP LISTENING BAND – NEEDLE DROP JUNGLE

Posted in Release on August 12th, 2012 by D.K.

Als die Aufnahmen zu “Needle Drop Jungle” entstanden sind, waren die drei Beteiligten 221 Jahre alt. Das mal als kleines hochachtungsvolles Vorwort. Die Deep Listening Band, bestehend aus Pauline Oliveros, Stuart Dempster und dem mittlerweile verstorbenen David Gamper, hat im Januar 2011 mehrere hundert Minuten an Material eingespielt. Anlässlich des diesjährigen achtzigsten Geburtstags von Pauline Oliveros haben Important Records neben einem Oliveros Boxset zwei Alben mit den Aufnahmen der Deep Listening Band veröffentlicht und da es genug Material gibt, das gehört werden muss, folgt jetzt “Needle Drop Jungle” via Taiga Records.

NeedleDropJungle.jpg

Die Aufnahmen von “Needle Drop Jungle” sind alle in der “Town Hall Seattle” entstanden. Das Gebäude besticht durch hohe Decken und der Fusion von Tonnen- und Kuppelgewölbe. Genug Raum für die Entfaltung von Klängen. Genau das ist auch das Ziel der Deep Listening Band. Mit Klavier, Akkordion, Posaune, Klangmuscheln und diversen anderen Hilfsmitteln entsteht in “Landgrove” eine raumfüllende Klangwolke. Aus allen Seiten der Lautsprecher ertönen die verschiedensten minimalistischen Sounds, die im Kopf des Hörers zu einem Ambientsong zusammengeführt werden können. “Jungle Howl” schleicht sich zunächst mit filigranen Sounds in die Ohren um dann mit einer Art Posaunendrone auszubrechen, während sich im Hintergrund eine Rhythmusfläche aufbaut. Besonders dann, wenn die Posaune klar erkennbar ist, erinnert der Sound an Horrorscores aus den Siebzigern. Gegen Ende spielen sich die drei Musiker aufeinander ein und gleiten mit ihren Sounds minutenlang durch die Town Hall. “Friday Mighty” ist völlig losgelöst von Songverpflichtungen. Hier steht die kontrollierte Improvisation im Mittelpunkt. Ein kleiner Ausbruch. “Tomorrow´s Power” fließt. Akkordion, Posaune gleiten ineinander. Man kann es sich förmlich vorstellen, wie die Sounds allmählich den ganzen Raum füllen und von einer Seite des Raums auf die andere Seite rüberhallen. Erhabene Drones.

NeedleDropJungle_b.jpg

Vier Songs, alle über 15 Minuten lang, auf vier Vinylseiten verteilt und mit einem passenden Artwork versehen. Denn genau wie das Wasser, das beim Abfliessen gefriert und aus einem Eiszapfen ein Eiskunstwerk enstehen lässt, erzeugen hier die einzelnen Instrumente in der Fusion mit dem Raum ein Klangkunstwerk.

Die Deep Listening Band ist Bestandteil des von Pauline Oliveros ins Leben gerufenen Deep Listening Institute. Wer sich informieren möchte sollte an dieser Stelle anfangen.

“Needle Drop Jungle” ist über den Taiga Records Shop erhältlich.

Tags: , , , , , ,

VON TILL, KELLY, WINO UND TOWNES VAN ZANDT

Posted in Musik on July 29th, 2012 by D.K.

Als vor über 44 Jahren Townes Van Zandts erstes Album erschien, hätte der texanische Singer-Songwriter, genau wie andere Musiker aus der gleichen Ecke, ein großer Star werden können. 44 Jahre später ist Townes Van Zandt eine Kultfigur der amerikanischen Folk-Blues Szene und Stars sind nur wenige seiner Songs geworden, die von diesen anderen Musikern gecovert wurden.

TVZ_Cover_WEB.jpg

In Livesets von Scott Kelly, Steve Von Till und Wino haben Townes Van Zandt Cover ebenfalls immer Platz gefunden. Grund genug, eine Platte mit all diesen Covern der drei Musiker zusammenzustellen. “Songs Of Townes Van Zandt” vereint neun Cover der drei Musiker. Steve Von Till eröffnet das Album mit “If I Needed You”, einem dieser Songs der in der Vergangenheit als Cover bekannt wurde. Von Till interpretiert den Song in reinster Schlichtheit mit Akustikgitarre und tiefst melancholischer Stimme. Scott Kellys erste Interpretation ist die von “St. John, The Gambler”, ebenfalls nur mit Akustikgitarre vorgetragen. Das folkige “Black Crow Blues” von Steve Von Till zeigt den Musiker von einer seiner weichsten Seiten, ohne die unverwechselbare Härte in seiner Stimme vermissen zu lassen. “Lungs” von Kelly ist der erste Song des Coveralbums, in dem Akustik- und E-Gitarre zusammentreffen. Scott Kelly überzeugt mit einer Brüchigkeit in der Stimme, die sich in der schroffen verzerrten E-Gitarre wiederfindet. Erst an fünfter Stelle gibt Wino Ton von sich. “Rake” klingt auch ohne texanischen Akzent irgendwie texanisch. Winos Stimme und Gitarre stampfen voran. “Snake Song” von Steve Von Till überrascht mit Elektronik und subtilem Beat. Die Gitarre wird hier durch die Effekte gejagt und liefert eine experimentell-folkige Klanglandschaft. Winos “Nothin” klagt an und braucht nicht viele Soundvariationen, um seine Message zu liefern. Genau so “Tecumseh Valley” von Kelly. Das Album wird von “A Song For” von Wino abgeschlossen. Mit leicht gedoppelter Stimme gibt Wino die Worte Van Zandts wieder und lässt den Hörer über die Lyrik des verstorbenen Musikers nachdenken.

TVZ.jpg

Drei Musiker, jeweils drei Interpretationen, allesamt nah am Original, aber originell und überzeugend vorgetragen. Wer sich dann nochmal die Soloplatten von Wino, Scott Kelly und Steve Von Till anhört, wird raushören wie wichtig die Musik von Townes Van Zandt für diese drei Musiker ist. Für manch einen war und ist er eben doch ein großer Star.

“Songs Of Townes Van Zandt” ist über My Proud Mountain auf CD, Vinyl und als Download erschienen.

Tags: , , , , , , , ,

LA PIRAMIDE DI SANGUE

Posted in Release on July 22nd, 2012 by D.K.

La Piramide Di Sangue ist eine siebenköpfige Band aus Torino, die mit zwei Bässen, zwei Gitarren, einer Klarinette, Synthiesounds und Drums schon mal allein durch die Besetzung Interesse weckt. Wer sich dann auch noch an die Musik wagt, wird überrascht sein…

tebe_cover_web_800.jpg

Was La Piramide Di Sangue auf ihrem Debüt “Tebe” zaubern ist vielleicht als moderner Krautrock mit Einflüssen aus der arabischen und ein bisschen aus der afrikanischen Musikwelt betitelbar. “Sangue” eröffnet das Album mit einem von der Klarinette geprägten Song, die auch im weiteren Verlauf des Albums eine zentrale Rolle im Soundgeflecht spielt. “Tu getti salesulle mie farite” ist ein treibendes Rhythmusstück, das sowohl in der lauteren als auch in der leisen Gangart überzeugen kann. “In bici sulla strada della perdizione” ist ein arabisch angehauchtes Stück, das auch locker auf einer coolen orientalischen Hochzeit laufen könnte. Treibende Rhythmen treffen auf entspannte Klarinettenklänge. “Io sono la tigre” setzt genau da an, wo der Vorgänger aufgehört hat. “Complotti a Tebe” nimmt zum ersten Mal das Tempo zurück und legt mit schleichenden Klarinettensounds und einer leisen Rhytmusfraktion eine sehr überzeugende Vorstellung hin. Das Stück steigert sich langsam und entwickelt sich zu einem episch jazzigem Progrocksong. Der Albumabschluss mit “Locuste”, in dem auch mysteriöse O-Töne auf arabisch erklingen, setzt nochmal Akzente. Besonders die rhythmische Einheit dieses siebenköpfigen Krautrockungetüms muss hier mal besonders gelobt werden.

“Tebe” ist als Co-Production zwischen Boring Machines und Sound Of Cobra erschienen. Sichert euch eine der 500 rotfarbenen Vinylscheiben. Wer auf experimentelle rhythmische Musik steht, ist hier genau richtig.

Tags: , , , , ,

MERE

Posted in Release on July 21st, 2012 by D.K.

Mere sind Gareth Davis an der Bassklarinette, Thomas Cruijsen an der Gitarre und Leo Fabriek an den Drums. Die drei Musiker sind eines Tages zusammengekommen, um den Soundtrack für eine niederländische Fernsehsendung aufzunehmen. Am Ende ist “mehr” entstanden, wie der holländische Projektname “Mere” verrät.

gzh38_sleeve.jpg

Das Album besteht aus drei improvisierten Tracks, auf denen die drei Musiker ihre eigenen Ideen so unbekümmert einfließen lassen, dass genau aus diesem Grund eine Art magische neue Musikrichtung entstanden ist. Klar kann man hier von rockigem Freejazz oder jazzigem Dark-Ambient sprechen, aber Fakt ist, dass die drei hier nicht vorhatten, eine Schublade zu bedienen.

“I” fängt harmlos an, wie eine live mitgeschnittene Annäherung der einzelnen Musiker. Verhalten schön baut sich der Song langsam auf. “II” ist im Vergleich ein Freischein fürs “Drauflosspielen”. Während die Klarinette jazzige Klangakzente setzt, legt die Gitarre eine düsterbluesige Grundlage. Die Drums scheinen einer 70er Jahr Krautrockaufnahme entrissen zu sein. “III” setzt diese Reise fort und lässt sich viel Zeit für kleine Pausen, in denen die Sounds einfach nur vor sich hergleiten, um am Ende wieder anzuziehen und gemeinsam auszubrechen. Dieses Album ist gleichsam introvertiert, ausdrucksstark, improvisiert und strukturiert.

Mere ist über Gizeh Rercords erschienen.

Tags: , , , , , ,

SUMMER OF DRONES

Posted in Label, Release on July 21st, 2012 by D.K.

Eric Quach, diesmal in der Thisquietarmy Inkarnation als Label, hat die drei Veröffentlichungen seiner Briefumschlagserie unter dem Motto “Summer Of Drones” zusammengefasst und liefert drei Alben für diesen verregneten Sommer.

TQA023_ABLB.jpg

Aidan Baker & Leah Buckareff

Das erste Release kommt von Aidan Baker und Leah Buckareff, zusammen als Nadja unterwegs, hier mal als sie selbst und auf experimentellen Pfaden unterwegs. Auf “Breathing Heavy Breathing” widmet sich Aidan Baker den Sounds von Drums und zerstückelt in noisiger Art das, was eigentlich Rhythmus sein sollte, und kreiert mit “Heavy Breathing” ein schillerndes Klangfeld. Leah Buckareff greift auf “Breathing Heavy” nicht zum Bass, sondern zum Akkordion und entlockt diesem minimalistische Dronesounds. Zwei Songs, die sich mit jeweils 20 Minuten Zeit lassen, Zeit brauchen, Zeit genießen und dann als Abschluss zum dritten Song “Breathing Heavy Breathing” verschmelzen.

TQA024_Northumbria.jpg

Northumbria

Northumbria sind die beiden kanadischen Musiker Jim Field und Dorian Williamson. Auf ihrem ersten Album präsentieren sich die beiden mit gewaltigen verzerrten Soundwänden. Die Aufnahmen zum Album sind in Northumberland im Chorraum einer Kirche aus dem 19. Jahrhundert entstanden. Die Aufnahmen sind alle live entstanden und nur durch den Masterfeinschliff von James Plotkin optimiert worden. Das Ergebnis sind fünf eindringliche Dronesongs. Bass, Gitarre und der Hall des Kirchenraums gehen hier eine Hochzeit ein, der man unbedingt beiwohnen sollte, auch wenn’s nur zu Hause vor der heimischen Soundanlage ist. Ein Debüt, das jedem Ambient, Drone, Doom und Post-Rock Fan gefallen dürfte.

TQA025_lovesliescrushing_package2.jpg

loveliescrushing

Und noch ein Duo. Scott Cortez und Melissa Arpin-Duimstra alias loveliescrushing sind mittlerweile seit fast zwei Jahrzenten in der experimentellen Musikszene aktiv und sicherlich auch ein Grund, warum die vier oben genannten Musiker solche Musik machen, wie sie oben beschrieben ist. Nachdem dieses Jahr schon eine Platte mit alten Aufnahmen erschienen ist, haben Thisquietarmy Records die Ehre, nach fast fünf Jahren ein neues loveliescrushing Album zu veröffentlichen. “Pt. I – Broken Aureate Echo” eröffnet das Album mit hallenden Ambientfeldern. Der Raum, in dem die Musik sich entfaltet, fühlt sich weitläufig an und man hat das Gefühl sich fallen lassen zu können. “Pt. II – She Is Above The Clouds” und “Pt. III – A Bird Flew To The Sun” setzt auf die Magie von Melissas Stimme, die genau wie die Gitarrensounds hallend durch den Raum gleitet und eine Fusion eingeht mit dem Instrumentensound. Die Vocals brauchen keine Worte um sich auszudrücken, der Klang der Stimme reicht hier vollkommen aus.

Also, wer seinen Sommer in Drone und Ambientsounds tauchen möchte, sollte sich unbedingt diese drei Alben anschaffen. Neben der Musik gibt es auch sehr liebevoll gestaltete Artworks und hochwertige Fotografien.

Reinhören und kaufen könnt ihr an dieser Stelle.

Tags: , , , , , , , ,