LIVE: THIS WILL DESTROY YOU & KOM

Posted in ontheroad on September 25th, 2010 by D.K.

Immer wieder ein netter Abend, wenn ein Konzert im Bahnhof Langendreer in Bochum stattfindet. Dienstag Abend stand der gemeinsame Auftritt von KOM und This Will Destroy You an. Gut gefüllt war das Studio 108. Aber an sich ja kein Wunder, denn die Amerikaner von This Will Destroy You gehören in der bekannteren Musik-Presse schon seit Längerem zu den „guten“ Post-Rock-Bands.

KOM @ bahnhof langendreer

Los geht es zunächst mit den nordrheinwestfälischen KOM. Die vier Musiker eröffnen mit ihren ebenso fragilen wie kraftvollen Indiesongs den Abend. Zwar ist der Sänger nicht in seiner besten Form und die Band zum Anfang des Sets leicht nervös, der Gesamtauftritt der Band ist aber äußerst sympathisch. Als der Bassist bei einem ruhigen Song das Feuerzeug zückt und das Publikum zur selben Tätigkeit animiert, ist das Eis gebrochen und die Band verlässt unter gebührendem Klatschen die Bühne.

this will destroy you @ bahnhof langendreer

Der restliche Abend gehört den Texanern von This Will Destroy You. Als die vier Amis die Bühne betreten, ist schnell klar, dass es bei This Will Destroy You auschließlich um die Musik geht. Das ist zumindest der Eindruck der “Aus dem Bett Fall Frisuren”, Schlabbershirts und “3 bis 30 Tage Bärte” aller Bandmitglieder. Als dann die Musik einsetzt ist das Optische egal, denn die Wand aus Bass-, Synth- und Gitarrensounds und treibenden Drums geht sofort unter die Haut. In der ersten Reihe schließen die größtenteils jugendlichen Besucher die Augen und lassen sich auf eine instrumentale Post-Rock-Reise mitnehmen. Was auf Platte etwas kraftlos wirkt, wird live zu einer gewaltigen Soundwand. Besonders der brachial gespielte 5-Saiten Bass legt die Grundlage für die Laut-Leise-Attacken der Texaner, die das Publikum von Anfang bis Ende fesseln. Nicht übel.

Mehr Aufnahmen vom Abend findet ihr auf unserer PHOTOS Seite.

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LIVE: CONSTANTS & CASPIAN

Posted in ontheroad on May 13th, 2010 by D.K.

Letzten Montag hatten wir das Glück, eine der Shows des Bostoner Zweigespanns, bestehend aus der Alternative-Band Constants und den Post-Rockern von Caspian, im Bahnhof Langendreer in Bochum sehen zu können.

constants in bochum, photo by constantly consuming

Irgendwie ist ein Montag meistens ein undankbarer Tag für Konzertbesuche. Wochenende vorbei, erster Tag der Woche, an dem man acht Stunden gearbeitet hat und dann direkt im Anschluss auf ein Konzert gehen. So ist an diesem Abend das Publikum auch eher gemütlich und sitzt auf Hockern an Bistrotischen oder an der Theke. Langsam versammeln sich die drei Musiker von Constants auf der Bühne. Nach den ersten Tönen ist klar, dass gemütlich sitzen hier nicht angebracht ist und es versammelt sich ein kleiner Halbkreis an Besuchern vor der Bühne. Constants überraschen durch ihren fetten Basssound und die treibenden Drums, allerdings sind die Gitarre und der Gesang von Frontmann Will Benoit schlecht abgemischt und dämpfen den Eindruck. Constants liefern dennoch ein überzeugendes Konzert, das zwar nicht an die Studiaufnahmen reicht, aber trotzdem nachhaltig in Erinnerung bleibt. Mit “…Passage” von der gemeinsamen Split mit Caspian schließen sie passender Weise ihr Set ab.

caspian in bochum, photo by constantly consuming

Nach einer kleinen Umbaupause betreten die fünf sympathischen Amerikaner von Caspian die Bühne. Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, wie groß der Gitarrist Philip Jamieson ist, das mal am Rande. Die Fünf nehmen ihre Plätze auf der Bühne ein, stöpseln ihre Geräte ein und die leisen Hintergrundambientsounds weichen dem fetten Instrumental-Post-Rock von Caspian. Die Band ist gut drauf, alle wippen im Rhythmus hin und her, auf der Bühne und vor der Bühne. Mittlerweile ist die Halle auch erstaunlich gut gefüllt. Nach drei treibenden Songs kommt die erste Verschnaufpause mit einem ruhigeren Song. Je länger Caspian spielen, desto nervöser wird der Blick von Philip Jamieson, der immer wieder an seinem Effektgeräteboard und den Kabeln rumhantiert. Kurz vor Konzertende gibt die Technik dann komplett auf und Philip spielt seine Gitarre beim Abschlusssong “Sycamore” direkt über den Verstärker, was den Song nicht schlechter macht. Mit einem “vier-Mann-an-den-Drums-Ende” verlassen Caspian die Bühne. Unter großem Jubel kommt der sichtlich von der Technik genervte Philip Jamieson auf die Bühne, bedankt sich und verspricht beim nächsten Besuch in Bochum ein extra langes Set zu spielen. Wir freuen uns.

Mehr Bilder vom Abend gibt es auf unserer PHOTOS Seite.

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