MAMIFFER – MARE DECENDRII

Posted in ontheroad, Release on April 10th, 2011 by D.K.

mamiffer

Mamiffer haben diesen Monat ihr zweites Album “Mare Decendrii” über Conspiracy Records veröffentlicht und unterstreichen nach ihrem ersten Full-Length Album “Hirror Enniffer”, dass sie eine außergewöhnliche Band mit ausgefallenen Ideen sind. Treibende Kraft hinter Mamiffer ist Faith Coloccia (Everlovely Lightningheart), die zusammen mit diversen Kollaborateuren schon seit einigen Jahren Songs schreibt und in eher kleineren Pressungen veröffentlicht. Mit der Veröffentlichung von “Hirror Enniffer” über Hydra Head Records wurde dann glücklicherweise eine größere Hörerschaft erreicht. Nun steht “Mare Decendrii” in den Plattenläden und bietet dem interessierten Hörer eine Reise durch die Welt experimenteller Musikrichtungen aus aller Welt mit einer großen Bandbreite an Instrumenten. Kernstück der Songs ist das klassisch gespielte Klavier von Faith Coloccia, das hauptsächlich von schweren Gitarrendrones von Aaron Turner (Isis) begleitet wird. Um dieses Basisgerüst bauen sich dann die bis zu 20 Minuten langen Songs zu epischen Akten auf, in denen Drone, Klassik, Weltmusik und irgendwie auch Progrock zusammenfinden. Das Ergebnis ist ein individueller Sound, der seinesgleichen sucht.

Während das erste Album eher klassischen Songstrukturen mit wiederkehrenden Melodien gefolgt ist, setzt “Mare Decendrii” zwar genau da an, ist aber im großen Ganzen viel experimenteller und offener für Improvisationen. Der Opener “As Freedom Rings” lässt sich zu Beginn Zeit und baut sich innerhalb der ersten vier Minuten von einem Ambientstück zu einem 14minütigen Epos auf, genau da setzt auch das 20minütige “We Speak In The Dark” an. Untermalt von Streicherarrangements von Eyvind Kang und bereichert durch verschiedenste fremdsprachige Vocals wie die von Mika Rättö und Parvaneh Daneshvar. Das minimalistische “Blanket Of Ash” als kleine Verschnaufpause an dritter Stelle. “Eating Our Bodies” ist das direkteste Stück des Albums und setzt einen Stimmungshöhepunkt, um zum Ende hin mit einem ruigen Pianopart auszuklingen. Abschluss ist “Iron Water”, das aufbauend auf eine Klaviermelodie, zusammen mit dezentem Percussioneinsatz, einem düsterem Cellogebrumme und rauher Gitarre wie ein Mantra vor sich hin fliesst bis die Instrumente ausklingen und einem gruseligem weiblichen Gesang den Vorrang lassen. Ein undeutlicher, seuseliger Gesang, der im Hall verstummt und das Album nach gut einer Stunde enden lässt. Gänsehaut garantiert.

mare_decendrii_cover

Ein Jahr haben die Aufnahmen gedauert, deren Regie Randall Dunn übernommen hat, und einige weitere Monate, bis “Mare Decendrii” veröffentlicht wurde. Wer sich das Album anhört, wird sehr schnell feststellen, wieviel Arbeit investiert wurde, um dem Hörer eine Inszenierung zu bieten, wie man sie beispielsweise von den ganz frühen Genesis oder King Crimson gewohnt war, ohne nach den eben genannten Herrschaften zu klingen.

Mamiffer sind zurzeit auf  Tour, um ihr neues Album zu präsentieren. Derzeitiges Live-Lineup sind Faith Coloccia, Aaron Turner, Travis Rommeriem und die beiden Ex-Mare Bandmitglieder Caleb Collins and Tyler Semrick-Palmateer. Die Tourdaten findet ihr auf unserer ONTHEROAD Seite.

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KNUT WONDER

Posted in Kunst, Release on May 9th, 2010 by D.K.

KNUT wonder artwork

Ein halbes Jahrzehnt nach ihrem letzten Studioalbum “Terraformer” veröffentlichen Knut aus der Schweiz im Juni ihr neues Album “Wonder” über Hydra Head Records und Conspiracy Records. Die fünf Genfer haben vor drei Jahren die Arbeit an “Wonder” aufgenommen und ihren Sound, wie er auf den letzten beiden Alben “Terraformer” und “Challenger” zu hören ist, weiter verfeinert. Ihre Mischung aus Sludge, Metal-Core, Noise und ruhigen atmosphärischen Drones wird auch auf “Wonder” weitergelebt. Auf der CD finden sich elf, auf der LP zehn Songs, die die Band in Höchstform zeigen. Knut nehmen den Hörer mit auf eine Reise voller aggressionsgeladener,Hardcore-geprägter Metalsongs, die von psychedelisch angehauchten Noise- und Drone-Parts unterbrochen beziehungsweise verbunden werden. Desweiteren kommt der Gesang auf “Wonder” im Gegenzug zum Vorgängeralbum mehr zur Geltung. Im großen Ganzen ein Album, das für “Verwunderung” sorgen wird.

knut by magali dougados

Das Artwork von “Wonder” stammt aus der Hand von Aaron Turner, der in Zusammenarbeit mit seiner Frau Faith Coloccia die passenden visuellen Komponenten zur Musik liefert. Das Cover zeigt zum Einen verflochtene, tentakelähnliche Wurzelranken, die für den ursprünglichen Metalsound der Band stehen können. Nach oben hin dagegen löst sich das verworrene Bild auf und bietet dem Betrachter Raum zur Entspannung, somit ein mögliches Pendant zu den instrumentalen und atmosphärischen Drone-Noise-Phasen in Knuts Musik. Wer mehr zur Entstehungsgeschichte des Artworks erfahren möchte, sollte unbedingt Aaron Turners Blog besuchen.

knut wonder background by_faith coloccia

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NEUES YEAR OF NO LIGHT ALBUM

Posted in Release on March 9th, 2010 by D.K.

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Es ist endlich soweit. Das neue Year Of No Light Album steht kurz vor seiner Veröffentlichung. Der Longplayer hört auf den geheimnisvollen Namen “Ausserwelt” und ist das erste Album in der aktuellen Bandkonstellation. Die CD Version erscheint im April über Conspiracy Records, die Doppel LP Ausführung wird dagegen über Music Fear Satan veröffentlicht.

Year Of No Light kommen zudem für drei Termine nach Deutschland und spielen auf zwei der Shows zusammen mit Shrinebuilder. Mehr Infos dazu gibt es auf unserer ONTHEROAD Seite.

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DREI AUS…

Posted in Serie on October 16th, 2009 by D.K.

…DER SCHWEIZ


ENO

eno

Das Post-Rock-Duo Eno aus Zürich besticht vor allem durch den sich steigernden Einsatz von Gitarrensounds. Auf ihrem Debüt “stea.alto” spielen sich Eno in den ersten vier Tracks auf einfache aber unter die Haut gehenden Weise ein, bis es beim zehnminütigen “Aalto” zu einem fulminanten Ende kommt. Das verwendete Julian Moore Zitat aus “Children Of Men”, in dem es um absterbende Gehörzellen geht, ist mehr als passend… denn laut hören ist bei dieser Musik Voraussetzung. Hört euch den Song und die aktuelle EP “must correspond in pattern” auf der Gimmesound Seite der Band einfach mal an!


SHORA

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Shora aus Genf sind mit ihrem derzeitigen Sound zwischen 70`s Instrumental Rock und dem heutigen Post-Rock anzusiedeln. Dabei hat die Band 1999 mit experimentellem Screamo begonnen und einige EPs und Splits (u.a. mit Merzbow) veröffentlicht, bis sie dann 2006 mit “Malval” ihren Sound komplett verändert hat. Mit Einsatz von Orgelsounds ist der Screamo gewichen und hat dem modernen 70`s Post-Rock den Vortritt gelassen.

Shoras aktueller Sound überzeugt vor allem live, wo die langen Songs ihre mitreissende Kraft besonders gut entfalten. Hört euch das diesjährige Roadburn Konzert im Stream an und überzeugt euch selbst.


SHELVING

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Shelving aus Delémont sind stilistisch Shora gleichzusetzen, mit dem kleinen Unterschied, dass sie bei gleichzeitigem Einsatz von Rhodes und Keybord den 70´s Sound weiter ausleben. Auf ihrem Debüt “IMIHS” lassen sie sich Zeit und spielen zwei nahezu halbstündige Tracks, die einerseits 70´s like rocken, es andererseits zwischendurch auch ruhiger angehen lassen und der Atmosphäre von Ambient und Drone Tracks nahe kommen. Wer Lust hat, wird hier auf eine kleine musikalische Zeitreise mitgenommen.

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FEAR FALLS BURNING & FINAL

Posted in Musik on October 6th, 2009 by D.K.

Wie Dirk Serries alias Fear Falls Burning auf seiner Twitter Seite verlauten ließ, wird voraussichtlich im Dezember eine Kollaboration mit Final bei Conspiracy Records erscheinen. Dort sind bereits Fear Falls Burning Zusammenarbeiten mit Nadja und Birchville Cat Motel erschienen.

fear falls burning final

Wie das Zusammenspiel von Fear Falls Burning und Justin K. Broadricks Final klingt, könnt ihr bereits auf “Once We All Walk Through Solid Objects” hören. Auf der 5 LP Sammlung, die bei Tonefloat Records erschienen ist, finden sich unter anderem Kollaborationen mit Harvestman und Bass Communion.

Die LP Sammlung ist auch bei Denovali Records erhältlich.

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