DENOVALI SWINGFEST MOMENTAUFNAHMEN

Posted in Kunst, ontheroad, Redaktion on November 6th, 2011 by C.C.

sunn o))) moog_hurter_denovali swingfest_2011

Es hat zwar etwas gedauert, aber unsere Momentaufnahmen vom Denovali Swingfest 2011 sind jetzt auf unserer PHOTOS Seite.

Hier gehts zu den Fotos vom Freitag… Samstag… und Sonntag…

 

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QUARTETTKARTE: DENOVALI RECORDS

Posted in DENOVALI SWINGFEST 2011 QUARTETT, Serie on October 7th, 2011 by D.K.

DAS DENOVALI SWINGFEST QUARTETT 24/24

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Wer eignet sich besser als Abschluß für unser Denovali Swingfest Quartett, als die beiden, die hinter dem Ganzen stecken. Timo und Thomas sind Denovali Records und arbeiten seit nun einem halben Jahrzehnt daran, das Label als Pool für interessante experimentelle und vielseitige Musik zu betreiben, die vor allem auf Vinyl mit hochwertigem Artwork veröffentlicht wird.

Als Krönung gibt es mittlerweile jährlich das Denovali Swingfest, das die beiden im Alleingang organisieren und mit Hilfe von Freunden und Bekannten Jahr für Jahr über die Bühne bringen. Hut ab.

So, und jetzt Drucker einschalten, dickes Papier einlegen, ran an die Schere und Quartettkarten basteln. Regeln könnt ihr euch nach Belieben zurecht legen. Viel Spass!

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QUARTETTKARTE: AUN

Posted in DENOVALI SWINGFEST 2011 QUARTETT, Serie on October 7th, 2011 by D.K.

DAS DENOVALI SWINGFEST QUARTETT 23/24

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Aun ist ursprünglich das Soloprojekt des Kanadiers Martin Dumais, das aber mit der Zeit zu einem Mann-Frau-Duo angewachsen ist. Hört man sich durch Auns Diskografie, fällt es schwer, die Band stilistisch einzuordnen. Kaum hat man sich bei einer Platte auf eine Beschreibung geeinigt, wirft die nächste alles über den Haufen. Drone, Dark-Wave, Psychedelic, Ambient, Doom oder doch irgendwas poppiges. Aun stehen soundlich nicht still und das ist gut so. Zwar kann es passieren, dass man eine Platte genial findet und eine weitere Platte schon nach den ersten Songs nicht weiterhören möchte, aber genau das macht den Reiz aus.

Denovali haben nach zwei Vinylreissues das neue Album “Phantom Ghost” als Preorder. Bestellen und Reinhören könnt ihr hier.

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QUARTETTKARTE: SUBHEIM

Posted in DENOVALI SWINGFEST 2011 QUARTETT on October 7th, 2011 by D.K.

DAS DENOVALI SWINGFEST QUARTETT 22/24

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Subheim ist der Grieche Kostas Katsikas, der mit Hilfe von Elektronik, klassischen Instrumenten und gefundenen Objekten Musik erschafft, die sich cinematisch zwischen Ambient, Trip-Hop, Tribal Sounds und moderner Klassik bewegt. Diese Fusion gibt dem Sound von Subheim eine unverkennbare Note. Auf den beiden bisher erschienenen Alben haben befreundete Musiker bei der Instrumentierung und den Vocals geholfen.

Anbei ein Mix von Subheim, mit eigenen und Songs anderer Künstler. Höhrenswert.

 

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QUARTETTKARTE: SUNN O)))

Posted in DENOVALI SWINGFEST 2011 QUARTETT, Serie on October 7th, 2011 by D.K.

DAS DENOVALI SWINGFEST QUARTETT 21/24

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Sunn o))) werden entweder geliebt, respektiert oder nicht verstanden. Da gibt es auf der einen Seite Metalfans, die auf Mucke mit ganz vielen Gitarrensoli und auf geschultes Gitarrenspiel stehen, die Sunn o))) eher nicht gut finden, und dann gibt es noch den Denovali Swingfest Besucher, der Sunn o))) überragend findet.

Wer sich nach dem Verstärker von Dylan Carlson (Earth) benennt und auf der Debütdemo ein Lied nach selbigem benennt, setzt die Massstäbe hoch. Mittlerweile haben Greg Anderson und Stephen O´Malley das Drone-Erbe von Earth angetreten und sind damit bis auf den Gipfel des “so viel Drone wie geht” Berges aufgestiegen. Während Earth sich in Richtung Dark-Americana entwickelt haben, loten Sunn o))) von Platte zu Platte immer weiter aus, wie weit Gitarren- und Bassgedröhne ausgefeilt werden kann… und wir sind gespannt, was als nächstes ansteht.

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QUARTETTKARTE: SEPTEMBER MALEVOLENCE

Posted in DENOVALI SWINGFEST 2011 QUARTETT, Serie on October 7th, 2011 by D.K.

DAS DENOVALI SWINGFEST QUARTETT 20/24

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Die drei Schweden von September Malevolence haben sich auf ihren ersten beiden Alben durch Post-, Indie- und Alternativerock gespielt und vereinen auf ihrem Drittwerk “Our Withers Unwrung” diese Bandbreite von Einflüssen äußerst passend. Das Album erscheint im November über A Tenderversion Recording auf CD und über Denovali Records auf Vinyl.

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QUARTETTKARTE: NADJA

Posted in DENOVALI SWINGFEST 2011 QUARTETT, Serie on October 7th, 2011 by D.K.

DAS DENOVALI SWINGFEST QUARTETT 19/24

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Ursprünglich als Alter-Ego für die doomige Seite der Aidan Baker Kompositionen gedacht, ist Nadja schnell zu einem Duo angewachsen, als Leah Buckareff am Bass dazukam. Mittlerweile sind Nadja jedem ein Begriff, der sich für Stile wie Ambient, Drone, Doom und experimentellen Metal interessiert. Zwei Drittel aller Swingfest Besucher, die wir nach dem Fest gefragt haben, hat sich eindeutig für Nadja als Highlight entschieden. Da müssen wir nichts weiter hinzufügen.

Einfach mal “Nadja” rechts in den “Durchsuchen-Kasten” eingeben, gibt reichlich zum nachlesen…

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QUARTETTKARTEN: JEFRE CANTU-LEDESMA & PAUL CLIPSON

Posted in DENOVALI SWINGFEST 2011 QUARTETT, Serie on October 7th, 2011 by D.K.

DAS DENOVALI SWINGFESTQUARTETT 17+18/24

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Jefre Cantu-Ledesma ist Gründer des Labels Root Strata, das jeder Freund experimenteller Musik kennen muss, er ist Mitglied von Tarentel, einer der frühesten Postrockbands, und er ist unter seinem eigenen Namen unterwegs, einer der kreativsten Soundtüftler der aktuellen Noise-Ambient-Drone-Szene. Das hat er auch wieder auf dem diesjährigen Denovali Swingfest bewiesen.

Mehr zu Jefre Cantu-Ledesma
Livebericht vom “Denovali Swingfest 2011 Samstag”
Livebericht zu Jefre Cantu-Ledesma und Barn Owl in der Christuskirche Bochum

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Paul Clipson ist der einzige Teilnehmer des Denovali Swingfest 2011, der nicht physisch anwesend war, sondern nur in Form seines Filmes, der während der Jefre Cantu-Ledesma Show lief. Da, wo experimentelle Musik gefeiert wird, darf experimentelle Videokunst nicht fehlen. Mit Jefre und seiner Band Tarentel hat Paul Clipson gemeinsame DVDs veröffentlicht. Die Zusammenarbeit mit Musikern ist für die Videos sehr wichtig und so liest sich die Liste aller Musiker, die mit Paul Clipson zusammengearbeitet haben, wie eine Setlist eines Festivals für experimentelle Musik (u.a. Barn Owl, Rene Hell, Machinefabriek).

Ein Besuch auf Clipsons Homepage lohnt sich.

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QUARTETTKARTE: PETRELS

Posted in DENOVALI SWINGFEST 2011 QUARTETT, Serie on October 6th, 2011 by D.K.

DAS DENOVALI SWINGFEST QUARTETT 16/24

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Und weiter geht es mit den letzten Quartettkarten. Erste Karte nach dem Fest ist die von Petrels aus Großbritannien, denn Petrels hat uns ziemlich überzeugt. Petrels ist der Londoner Oliver Barret, der auf seinem Debüt “Haeligewielle” eine gelungene Mischung aus Drone und Ambient mit einem guten Riecher für subtile Beats und experimentelle Percussion präsentiert. Bisher auf Tartaruga Records erschienen, mit handgenähtem Artwork. Denovali Records lassen es sich natürlich nicht nehmen, die Platte bald auf Vinyl zu veröffentlichen und die CD Auflage dieses Debüts aufzustocken.

Ihr könnt euch die Platte hier anhören.

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LIVEBERICHT: DER SONNTAG VOM DENOVALI SWINGFEST 2011

Posted in Musik on October 5th, 2011 by D.K.

Nachdem wir Sonntagfrüh verdammt lang gepennt haben, machen wir uns gegen 13 Uhr auf zum letzten Denovali Swingfest Tag.

fragments de la nuit @ denovali swingfest 2011

Les Fragments de la Nuit arrangieren sich gerade auf der Bühne. Von der Instrumentierung vielleicht das ungewöhnlichste Ensemble des Festes, denn Cello, Flügel und zwei Violinen sieht man hier nicht so oft. So ist dann auch das Set der Franzosen sehr klassisch, kann aber wahrscheinlich gerade deswegen auch besonders überzeugen. Am Ende springen die auf dem Boden hockenden Leute auf, um unter Jubel zu applaudieren, überraschend.

kodiak+N @ denovali swingfest 2011

Zwei Schilder vor der Bühne lassen die Gäste wissen, dass auch der Veranstalter die Idee mit den Stühlen vor der Bühne nicht so klasse findet. Coole Sache. Auch cool ist der Soundcheck von Kodiak+N. Die Jungs machen ihre Späßchen und als N alias Hellmut von der Bühne verschwindet und alle schon fertig sind und auf ihn warten, wird er mit großen Beifall Star-like begrüßt, als er wieder auftaucht. Die Kollaboration Kodiak+N ist für das letztjährige Swingfest ins Leben gerufen worden und aus einer Idee ist mittlerweile ein Album geworden, dass die Vier am Sonntag live präsentiert haben. Experimenteller Doom vom Feinsten. Auch wenn die Bandmitglieder sich auf der Bühne selbst nicht gegenseitig hören können (was zu lustigen Gesichtsfragezeichen führt), ist das Set überwältigend. Wer die Möglichkeit hat, die Band auf ihrer derzeitigen Tour zu sehen, sollte sich das nicht entgehen lassen.

her name is calla @ denovali swingfest 2011

Her Name is Calla, auch Swingfest erprobt, setzen auf eine gute Mischung aus Melancholie und Energieausbruch. Die Songauswahl ist gut und kann überzeugen und obwohl ich eigentlich nur mal reinhören wollte, um dann nach hinten zu gehen, bleib ich bis zum Schluss vorne stehen.

tim_hecker soundcheck @ denovali swingfest 2011

Am Sonntag sind die One-Man-Bands in der Unterzahl, dafür ist aber Tim Hecker einer von diesen. Ein sympathischer Kanadier, dieser Herr Hecker. Er baut sein Set auf, das vom Bühnenrand aus wie folgt aussieht: ein Laptop mit überklebtem Leuchtapfel, ganz viele Geräte, aus denen fette Kabel rausragen, und ein Ding mit Tasten, aus dem derbe Basssounds erdröhnen. So derbe, dass Hecker selbst schmunzeln muss, nachdem er die Sounds in der Halle ausprobiert. Leider sind die Denovali Jungs so nett, den Künstlern alle Wünsche zu erfüllen, und so findet das Set von Tim Hecker in völliger Dunkelheit statt. Einzig der Laptopmonitor lässt Heckers Silhouette erscheinen. Schade. Also bleibt einzig und allein die Musik und die ist berauschend. Flächen von Noise- und Ambientsounds gepaart mit extrem unterschwelligen Beats und alles bei einer krassen Lautstärke, die durch den ganzen Körper fließt. Der Mann versteht sein Handwerk.

hauschka @ denovali swingfest 2011

Und weil wir schon bei One-Man-Bands sind folgt Hauschka kurz danach. Wenn man seine Musik auf Platte und den Begriff „Prepared Piano“ hört, denkt man sich so einiges, aber wenn man live sieht, was er da macht, der Hauschka aus D’dorf, dann ist das schon wirklich beeindruckend. Dank einer Videokamera, die das Innenleben des Flügels filmt, ist zu sehen, was Hauschka da macht. Da liegen Rasseln, Kronkorken, Stäbchen, Ebows und Ketten im Flügel und verfremden so den Sound, dass man gar nicht darauf käme, dass das was zu hören ist auf einem klassischen Flügel vorgetragen wird. Auch ein Beutel voller Ping-Pong-Bälle wird im Flügel entleert. Witzig anzusehen und interessant anzuhören. Hauschka muss man live gesehen haben.

Kurz nach 21 Uhr sorgen dann Hidden Orchestra für Stimmung mit ihrem Set bestehend aus zwei Drummern, einem Gitarristen und einer Dame an Elektronik und Violine. Sehr beatlastig und gut gelaunt triphoppen sich die vier Briten durch ihre Stunde Swingfest und besonders Poppy sieht mit ihren Moves hinter der Elektronik aus wie eine hippe DJane in einer angesagten Disco. Ich hab da keinen Bock drauf, denn ich möchte mich seelisch auf Sunn o))) vorbereiten, die ganz sicher nicht gut gelaunt sein werden.

Nach Hidden Orchestra müssen alle Gäste den Saal verlassen, damit Sunn o))) die Bühne umbauen können, um ihren Soundcheck zu machen. Also eher um auszuloten, wie laut sie maximal spielen können, ohne dass die Trommelfelle der Swingfestgemeinschaft zerstört werden.

hidden orchestra @ denovali swingfest 2011

Eigentlich sollten Sunn o))) um 22 Uhr spielen, aber das ist der Zeitpunkt, als der Saal für den Soundcheck geräumt wird. Um Mitternacht dürfen wir dann alle wieder rein. Der Saal steht im Nebel. Sehr schwaches blaues Licht lässt die Amptürme auf der Bühne erahnen. Das Konzert beginnt mit einem typischen Greg Anderson und Stephen O´Malley Droneduell. Im Hintergrund ist noch eine Gestalt an einem Moog Rogue (keine Ahnung wer das war). Natürlich alle in Kutten. Die Arme heben sich bedrohlich im Nebel, um dann in imposanten Posen gen Gitarrensaiten versenkt zu werden. Es dröhnt, es dröhnt laut, gesundheitlich bedenklich laut, aber das muss so sein bei Sunn o))), denn sie wollen eher gespürt als gehört werden. Das ganze Gedröhne dauert eine Stunde, bis dann überraschend Attila Csihar auftaucht und in einem leiseren Gedröhne seine Drone-Predigt in akzentreichem Englisch und mit verschiedenen Stimmen vorträgt. Währenddessen verschwinden Greg und Stephen und kommen eine halbe Stunde später wieder, um Attilas Predigt zu beenden und nochmal eine halbe Stunde noch lauter als am Anfang zu spielen. Zwei Stunden Drone-Oper als großes Finale für das diesjährige Denovali Swingfest. Das geht nach drei Tagen Festival, wo man fast gar nichs verpassen wollte, verdammt in die Knochen. Respekt vor allen, die bis zum Ende durchgehalten haben.

Fazit zum Sonntag: Tim Heckers Sounds haben eine so starke Wirkung gezeigt, körperlich und seelisch, dass der Kanadier mein Highlight des Tages ist. Da müssen sich Sunn o))) leider mit dem zweiten Platz begnügen. Aber ganz knapp.

after sunn o))) @ denovali swingfest 2011

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LIVEBERICHT: DER SAMSTAG VOM DENOVALI SWINGFEST 2011

Posted in ontheroad on October 4th, 2011 by D.K.

Der Freitag hat schon die Messlatte hoch angesetzt, also ist die Vorfreude auf Tag Zwo sehr groß gewesen. Also auf in die Weststadthalle, unserem Drei-Tage-Ersatzwohnzimmer.

Petrels aus England eröffnet den Denovali Swingfest Samstag. Eingesprungen für Crëvecœur und uns nicht bekannt, lassen wir uns überraschen. Nach den ersten Tönen, die aus seinem Laptop schallen und die live auf der Bühne manipuliert werden, ist klar, der kann was. Als Petrels dann „Concrete“ spielt, springt der Funke endgültig über. Ein englischer Männerchor im Loop, untermalt mit Ambientflächen, die sich langsam steigern. Genial.

Nadja @ Denovali Swingfest 2011

Dann kommt wieder ein skurriler Moment, als vor dem Nadja Auftritt einige Leute sich Stühle schnappen und direkt vor der Bühne drei Stuhlreihen aufbauen. Drone-Doom im Sitzen, so so, na ja! Nadja betreten die Bühne und platzieren sich in ihrer typischen Haltung um den Effektgerätetisch. Aidan zum Publikum, Leah dem Publikum abgewandt. Nadja bauen ihre Sounds langsam auf und füllen die Halle mit ihrem speziellen Doomsound aus. Laut sind sie und sie werden immer lauter. Der Abschluß mit „Bungled and Botched“ ist mein Gänsehautmoment des Festivals. Um eine eingängige Melodie herum bauen Nadja ein Gewitter aus Drones und Noiseelementen auf, das wirklich beeindruckend ist. Danach hab ich keine Lust, mir die gut gelaunten Polen von Contemporary Noise Sextet anzuschauen und leg mich auf die Wiese vor der Halle. Waren gut, ist nach dem Konzert überall zu hören.

contemporary noise sextet @ denovali swingfest 2011

Dale Cooper Quartet and The Dictaphones sind als nächste dran. Die vier Franzosen, also genauer gesagt die drei Franzosen und ihr irischer Gastsänger, machen es sich auf der Bühne gemütlich und rücken ganz nah zum Publikum hin. Sounds und Beats aus dem Kasten werden mit zwei Gitarren untermalt, Christophe bearbeitet seine Gitarre eher experimentell mit Werkzeug, Cellobogen und sonst was, Yannick dagegen sorgt für die Struktur der Songs. Düstere improvisierte Musik zwischen Jazz und Rock. Die Vocals im 80er Wavestil passen gut zur Musik und machen die Vorfreude auf das bald erscheinende zweite Album noch größer.

dale cooper quartet @ denovali swingfest 2011

Jefre Cantu-Ledesma und Paul Clipson (nur in Form seines Videos anwesend) gestalten den Abend zur Primetime mit einer gelungenen Mischung aus Noise und Ambient und den besten Visuals des Festivals. Clipsons Film zeigt Stillleben, in denen Licht und Schatten eine große Rolle spielen. Das Set ist kurz, aber in Erinnerung bleibend.

Die Swingfestveteranen von Omega Massif legen wie erwartet ein trockenes, lautes Doom-Sludge-Brett hin und präsentieren neben den gewohnten Songs wie „Unter Null“ auch neue Songs von „Karpatia“. Die erste Reihe füllt sich schnell mit langhaarigen Kopfwacklern und der Rest in der Halle steht auch nicht still. Kultaktion bei Omega Massif Swingfestauftritten sind natürlich auch die prolligen Zwischenrufe, die auch dieses Jahr nicht fehlen dürfen.

omega massif @ denovali swingfest 2011

Der Samstagabend wird von The Kilimanjaro Darkjazz Ensemble beendet. Die Band mit den meisten Bandmitgliedern des Swingfestes sieht auf der Bühne schon ziemlich beeindruckend aus. Das Darkjazzset wird mit zwei Projektionen untermalt, die Schwarzweißausschnitte von Filmen zeigen. Besonders die Songs, in denen auch gesungen wird, hinterlassen einen Wow-Eindruck. Posaune, Cello, Gitarre und Elektronik schaffen eine ganz eigene Atmosphäre. Die Niederländer überzeugen dieses Jahr auf jeden Fall mehr als im Jahr zuvor und entlassen uns zufrieden in die Nacht.

Fazit zum Samstag: Obwohl ich Nadja schon öfter gesehen habe, ist das kanadische Duo der absolute Höhepunkt des Tages, weil Lautstärke, Sound und Licht hier ein wirklich optimales Gesamterlebnis geboten haben. An dieser Stelle noch ein Riesenlob an Christoph von „The ´79 Sound”, der für den Swingfestsound zuständig war.

kilimanjaro darkjazz ensemble @ denovali swingfest 2011

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LIVEBERICHT: DER FREITAG VOM DENOVALI SWINGFEST 2011

Posted in ontheroad on October 3rd, 2011 by D.K.

Und das war’s dann auch schon wieder… ein Jahr Vorfreude, drei Tage, 21 Acts später ist alles vorbei und es hat sich so was von gelohnt. Aber fangen wir langsam an mit dem Rückblick von Freitag.

Wir lassen uns Freitag Zeit und kommen erst an während September Malevolence, der Opener des diesjährigen Denovali Swingfest, spielen. Das letzte Mal, als wir die Schweden gesehen haben, standen sie vor ihrem Hiatus und waren auch dementsprechend schwach überzeugend. Um so überraschender ist der Auftritt beim Swingfest. Energetischer und mitreißender Alternative Rock als Warmmacher für den ersten Festivaltag. Austragungsort ist die frisch renovierte Weststadthalle in Essen, die mit dem Swingfest eine kleine Wiedereinweihung erlebt.

AUN

Als zweites treten Aun aus Kanada auf. Das Duo präsentiert als erstes das Motto des diesjährigen Swingfestes und zeigt sich experimentell-elektronisch mit einer Art Elektro-Noise-Wand, gepaart mit Gitarrensounds und Visuals. Es folgt Subheim aus Griechenland. Das One-Man-Projekt von Kostas Katsikas überzeugt durch seine Ambient- und Elektrosounds, die verfeinert durch Ethnoklänge und rhythmische Tribals das Publikum zum Mitwackeln animieren. Einziger Kritikpunkt ist die wirklich minimale Beleuchtung, die bei der nächsten Band fast gar nicht vorhanden ist. Die Rede ist vom Bersarin Quartett, das an diesem Abend seinen dritten Auftritt in der neuen Bandkonstellation hat (Premiere war der Auftritt in der Christuskirche Bochum beim ersten Denovali Label Evening). Aus dem Dunkel der Bühne schimmert ein Laptop, irgendwo sind auch ein Drummer und ein Bassist neben Bandkopf Thomas auf der Bühne. Der Sound zwischen experimentell-elektronisch und dynamisch-treibend, wenn der Bass und die Drums im Vordergrund stehen. Dem Publikum gefällt es.

Lento

Mittlerweile ist auch schon Abend und es haben ein paar Leute mehr in die Halle gefunden. Das ist gut so, denn Lento stehen als Nächstes an und wer die verpasst hat, hat verpasst zu sehen wie es aussieht, wenn Ziehaufmännchen anspruchsvollen Metal machen. Nach einem Chor-Intro aus der Konserve kommen die vier Italiener auf die Bühne und legen ein Set hin, das sich gewaschen hat. Es wird gestampft, geposed, gehüpft und so derbe hart auf Saiten und Fell gespielt, dass einem fast die Worte fehlen um seinem Nachbarn zu sagen, wie gut das gerade ist, was man dort auf der Bühne sieht. Zum Schluss dieses Doom-Core-Metal-Sets ist das Adrenalin des einen Gitarristen so am kochen, dass er beim Herumschleudern seines Equipments fast noch die erste Reihe vor der Bühne k.o. schlägt. Nach dem Konzert stellt sich uns nur eine Frage: Wie kommen wir nach dem Ding nur in die richtige Stimmung für Bohren & der Club of Gore? Das Publikum ist wie jedes Jahr beim Swingfest cool und wild gemischt. Doch vor dem Bohren Konzert passiert was Uncooles. Eine Reihe von Leuten schnappt sich die am Rand stehenden Stühle und platziert diese direkt vor der Bühne. Während eines Festivals auf dem Boden hocken und liegen ist cool, auf Stühlen sitzen aber ist dekadent. Fehlten ja nur noch die Handtücher wie bei Strandliegen.

BUDCOG @ Denovali Swingfest

Bohren spielen wie erwartet nicht nur düsteren Jazz, sondern auch im düsteren vernebelten Raum. Die Stimmungsfrage hat sich schnell erledigt, denn nach den ersten Tönen ist man sofort in der Bohrenwelt, in der es um Zerstören von Engeln, Bier, Wurst und unsympathische Mütter in viel zu großen Autos geht. „Beileid“ von der aktuellen EP ist mein Highlight des Sets. Bohren sind der perfekte Übergang zum Abschluß des Abends, den Thomas Köner mit seiner Video- und Soundpräsentation gestaltet und allen gebliebenen Gästen schon mal die Alpträume vorbereitet und vorträumt.

Fazit zum Freitag: Lento haben umrahmt von ruhigeren Konzerten stark überzeugen können. Als Abschluss noch die Setlist mit den letzten Spuren der lentoischen Verwüstung.

Lento Setlist Denovali Swingfest

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QUARTETTKARTE: HIDDEN ORCHESTRA

Posted in DENOVALI SWINGFEST 2011 QUARTETT on September 18th, 2011 by D.K.

DAS DENOVALI SWINGFEST QUARTETT 15/24

Hidden Orchestra

Die Schotten von Hidden Orchestra haben mit ihrem Debüt “Night Walks” Hörer und Kritiker überzeugen können, denn ihre jazzige Mischung verschiedener lässig klingender Stile mit Konzentration auf Beats und Drums hat ihren ganz besonderen Charme. Grund genug für Denovali Records, das Album auf Vinyl zu pressen und die Vier auf dem Denovali Swingfest spielen zu lassen.

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QUARTETTKARTE: BERSARIN QUARTETT

Posted in DENOVALI SWINGFEST 2011 QUARTETT on September 17th, 2011 by D.K.

DAS DENOVALI SWINGFEST QUARTETT 14/24

Bersarin Quartett

Das Bersarin Quartett ist eigentlich nur das Alterego von Thomas Bücker, dem Soundtüftler hinter diesem melancholisch anmutenden Soundkonstrukt von subtilen Beats, Klavier und unzähligen weiteren durch den Rechner gejagten Instrumenten. Live seit Neuestem unterstützt durch einen Drummer und Bassisten, zwar immer noch kein Quartett, aber das ist auch gar nicht nötig, denn das Trio haucht den Songs des selbstbetitelten Debüts neues Leben ein und gibt der Musik eine ganz andere Dynamik.

Den ersten Auftritt als Trio haben Bersarin Quartett in der Christuskirche Bochum beim ersten Denovali Label Evening beeindruckend hingelegt.

Hier geht es zum Livebericht…

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QUARTETTKARTE: CONTEMPORARY NOISE SEXTET

Posted in DENOVALI SWINGFEST 2011 QUARTETT, Serie on September 15th, 2011 by D.K.

DAS DENOVALI SWINGFEST QUARTETT 13/24

contemporary noise sextet

Das Contemporary Noise Sextet ist wohl der jazzigste Beitrag des diesjährigen Denovali Swingfest. Bereits im letzten Jahr kam beim Auftritt der sechs Polen richtig Stimmung auf und das wird dieses Jahr sicherlich nicht anders sein. Mehr gibt es an dieser Stelle nicht zu sagen.

Die Rezension zum aktuellen Album findet ihr hier…

 

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