[0] UND DAS WASSER

Posted in Release on March 23rd, 2013 by D.K.

[0] ist das gemeinsame Projekt zweier Karlsruher Studenten, die sich Ende letzten Jahres zusammengetan haben und bis dato zwei Veröffentlichungen digital bereitgestellt haben.

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Die neueste Veröffentlichung “Preserved” basiert auf Field Recordings rund um das Thema Wasser in seinen verschiedenen Aggregatzuständen und Erscheinungsformen. In einer Mischung aus Improvisation und Stukturierung gesellen sich Gitarre, Bass und Elektronik zu den Field Recordings. Das Resultat ist ein Ambientalbum, das überzeugen kann durch ausufernde Soundflächen und griffige Melodien. Den Anfang macht “Ephemeral”, das mit dichten rauschenden Klangflächen und helleren Minimalmelodien ein erstes düsteres Statement abgibt. “Haze” setzt die dunkle Klanggebung fort und ist in der ersten Hälfte geprägt von einem dumpfen hallenden Beat. Die zweite Hälfte wird von einem Massiv aus dumpfen Field Recordings getragen. “63B” lässt die Dunkelheit verblassen und gibt dem Hörer zum ersten Mal das Gefühl der Hoffnung. Eine Gitarre als Gitarre erkennbar, bassige Untermalung und dann nimmt die düstere Stimmung den Song wieder ein. Die Songs sind alle über 10 Minuten lang und fliessen unaufhaltsam vor sich hin. Eigentlich lässt es sich auch gar nicht genau sagen, ob die Band mehr Drone oder mehr Ambient ist, es ist ein Einklang beider Richtungen. Zurück zu “63B”, der nach 13 Minuten zu einer dronigen Bergformation mutiert, über die der Hörer zu schweben scheint. Pulsieren, Gedröhne, Schimmern – alles gleichzeitig, sehr schön. “Shade” überrascht mit einer Akustikgitarre, die ihre Melodien über Field Recordings legt. Irgendwie traut man dem Braten nicht, da muss noch was passieren, denkt man sich… “Quantum” wummert direkt los, ohne Intro, ohne Steigerung. Zwischen den ganzen Drones sind verschiedene Nuancen zu hören, für die man sich Zeit nehmen muss. Und dann passiert auch noch was vollkommen unerwartetes…

Besucht die Bandcamp Seite von [0] und überzeugt euch selbst. Musik gibt es geschenkt oder gegen Spenden.

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FONODA

Posted in Release on December 9th, 2012 by D.K.

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Fonoda kommen aus Deutschland, Fonoda kannten wir bisher nicht, Fonoda sind schon seit gut einem Jahrzehnt aktiv, Fonodas Internetseite scheint die letzten vier Jahre nicht gepflegt worden zu sein, Fonodas Label gibt es im Netz erst garnicht und jetzt kommt das Wichtigste, Fonoda haben eine neue digitale Platte veröffentlicht, die uns als Post-Rock verkauft wurde, aber soviel mehr ist als das.

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Genauer gesagt ist “Collapse & Compile” kein neues Album, sondern eine Art Sammlung von seltenen Songs. Eröffnet wird das Album vom einzigen neuen Song “First Things First – E-Minor”, der die perfekte Fusion aus elektronischen Sounds, Ambientklängen und postrockigen Songstrukturen ist. Ein minimalistisches Meisterwerk, das auch von Ben Frost stammen könnte. Apropopos “mit Namen um sich schmeissen”, der folgende Song “Humming Man” ist eine Kollaboration mit Iso68 (ebenfalls aus Deutschland / mit Kante Bandmitglied). “Basement Youth” ist eine Zusammenarbeit mit Deaf Center, aus einer Zeit als die beiden noch am Anfang ihrer experimentellen Karriere standen. Das was hier präsentiert wird, ist ein sehr interessanter Rückblick auf die Bandgeschichte und die experimentelle Musikszene in Deutschland. Die Sounds klingen allesamt so als ob sie in den letzten Monaten entstanden wären und nicht vor fast 10 Jahren, wie beim Abschlusssong “Neu Mit Haus Und Den Menschen Und Dort”.

“Collapse & Compile” ist digital über Keplar (das Label ohne Netzheimat) erschienen und ist in jedem gut sortierten Downloadshop, wie beispielsweise Boomkat, zu haben.

 

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CORY ALLEN & MARCUS FISCHER

Posted in Release on February 28th, 2012 by D.K.

Am 22.02. ist das gemeinsame digitale Album von Cory Allen und Marcus Fischer erschienen. Für 2,22 Dollar gibt es zwei 22minütige Tracks mit den Titeln „TWO / TWENTY-TWO / EIGHTY-TWO“ und “TWO / TWENTY-TWO / SEVENTY-SEVEN”. Soviel zu den in sich verwobenen Fakten der digitalen Platte „TWO / TWENTY-TWO“.

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Cory Allen aus Austin (Texas) und Marcus Fischer aus Portland (Oregon) sind beide in der Welt des filigranen Sounderzeugens unterwegs, in der aus Field Recordings und experimentellem Instrumenteneinsatz epische Klanggebilde entstehen. Rein zufällig haben beide am 22. Februar Geburtstag. Grund genug, sich gegenseitig mit Samples und Klangcollagen zu beschenken, um daraus ein gemeinsames Werk entstehen zu lassen. Abgesehen vom äußerst gelungenen Zahlenkonzept, das diese Veröffentlichung umgibt, ist das musikalische Ergebnis noch viel beeindruckender. „TWO / TWENTY-TWO / EIGHTY-TWO“ fließt wie eine warme Quelle, in der man sich baden kann, durch die Ohren und versprüht eine Wärme, wie sie nur selten durch solche Sounds erzeugt wird. Ein Rauschen, ein Brummen und ein Flirren gepaart zu einer musikalischen Welle und dann folgt ein Delay-Ungetüm, das einen fiesen Eigenrhythmus entwickelt und zum Ende hin die restlichen Sounds verschluckt. “TWO / TWENTY-TWO / SEVENTY-SEVEN” beginnt greifbar mit orgelähnlichen Sounds, die in sich verwoben 10 Minuten lang vor sich herdröhnen, bis dann eine Field Recordings Wolke alles verschleiert und eine Mischung aus Noise und Klavier und dann nur Klavier mit knarrenden Field Recordings die zweite Hälfte des Songs gestaltet. Eine Freude für Freunde experimenteller Ambientsounds.

Bleibt nur ein Rätsel: Wem gehört welches der Geburtsdaten, die sich in den Songtiteln verstecken?

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