MAMIFFER – STATU NASCENDI

Posted in Release on October 26th, 2014 by D.K.

Mamiffer melden sich mit “Statu Nascendi” (Geburtszustand) zurück und liefern den Nachfolger zum 2011er “Mare Decendrii”. Das Lineup der Platte besteht nur aus den beiden Hauptakteuren Faith Coloccia und Aaron Turner, produziert wurde das Ganze von Randall Dunn, der bereits die Regler für Earth und Sunn O))) im Studio drehen durfte.

Die minimalistische Bandbesetzung bestehend aus der Bandgründerin und ihrem Gatten zeichnet sich auch in der musikalischen Ausgestaltung der Platte aus. Wo vorher groß komponiert wurde und epochale Werke entstanden, scheint hier alles spontaner und improvisierter festgehalten zu sein. Allein das Artwork, das auch von Faith Coloccia stammt, unterscheidet sich stark von den bisherigen Motiven. Abstrakte Gemälde weichen für eine Fotografie.

Caelestis Partus

Eine warme Fläche von minimalistischen Sounds, begleitet  von Gitarre und Orgel, eröffnet den Song. Akzentuierte Percussion und der fragile Gesang von Coloccia vervollständigen den Opener. Nach fünf Minuten bleibt ein droniger Orgelsound und bereitet für die nächste Minute den Übergang zum kommenden Track.

Enantiodromia

Es geht weiter mit einem Duett aus dröhnender Orgel und verzerrter Gitarre, das in den ersten vier Minuten des viertelstündigen Tracks eine Basis legt, um dann fast zu verstummen, bevor auf ein Neues die Orgel lauter wird und die Gitarre mit massivem Hall massive Akzente setzt. Der Track ist umgeben von einer mystischen Aura, die sich auch in dem merkwürdigen Titel spiegelt, der soviel wie “Einzweiwege” heisst und eine Begrifflichkeit aus der griechischen Antike ist, die das Gegeneinanderwirken von Kräften umschreibt. Coloccias Vocals setzen ein und obwohl sie nicht viel singt, fällt es schwer zu verstehen was sie singt, was den Track noch mysteriöser wirken lässt. Turners Gitarre nimmt Fahrt auf und es kommt zu kleinen House Of Low Culture Momenten. Eine geladene Atmosphäre umgibt den Hörer. Gut und Böse. Laut und Leise. Enantiodromia halt.

Mercy

Da ist es endlich, wird wohl der Fan von Klavier getragenen Mamifferstücken denken, denn “Mercy” beginnt mit einer Klaviermelodie, die im Hintergrund von maltretierten Gitarrensaiten gestört wird, bis diese auch verstummen und ein intimer Moment entsteht, als nur das Klavier und die äußerst emotional hoch gesungenen Vocals von Coloccia bleiben. Dann setzt die Gitarre wieder ein. Verzerrt und raumeinnehmend.

Flower Of The Field

Der Abschlusstrack erinnert vom Gitarrenspiel stark an Jodis. Hier stampft die verzerrte Gitarre hallend durch den Track. Der eingängige Gesang gibt dem Titel eine Wiedererkennungsnote und macht ihn schon nach dem Ersthören zu einem Ohrwurm. Fliessend, stampfend, rhythmisch, melodisch, rauh, weich… Sehr gelungener Abschluss.

“Statu Nascendi” erscheint im November auf Vinyl via Sige Records und auf CD via Daymare Recordings.

Und ein Video gibt es auch schon:

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MAMIFFER & PYRAMIDS

Posted in Release on September 23rd, 2012 by D.K.

Mit Mamiffer und Pyramids haben zwei Bands auf einer Split zusammengefunden, die von ihrer Herangehensweise her sehr gut zusammenpassen. Mamiffer vermengen klassische Elemente mit experimentellen Sounds und Pyramids vermengen elektronische Sounds mit Klängen echter Instrumente. Beide erzeugen durch diese Klangfusionen eindringliche experimentelle Tracks, die vor allem durch ihre Vielfältigkeit überzeugen.

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Seite A der gemeinsamen Split LP gehört Mamiffer. Wer mit Mamiffer Veröffentlichungen vertraut ist, der weiß, dass Splits und Eps immer ein wenig vom Sound der Alben abweichen, so auch hier. “Sophia” gleitet förmlich durch die Nadel in die Lautsprecher. Verzerrte langgestreckte Gitarrensounds breiten sich aus, das Klavier spielt eine melancholiche Melodie. Der Hörer wird in eine Klangwelt gelockt, die Geborgenheit signalisiert. Der Song steigert sich in seiner noisigen Note und mündet in eine Art Mantra aus elektronisch vefremdeten Instrumentensounds. Man könnte ewig zuhören… “Ticha Noc” hat den Geist von House of Low Culture Tracks. Unbeugsam schreiten die noisigen Sounds voran. Mysteriöse Vocals unterstreichen das Gesamtbild, das die Sounds vermitteln. Hier treffen so viele Sounds aufeinander, dass selbst nach mehrfachen Hören immer wieder ein neues Element entdeckt werden kann.

Seite B wird vom 13minütigen “This Is One For Everyone” geschmückt. Die Pyramids tauchten vor einigen Jahren aus dem Nichts auf. Man wusste nichts über sie, nur das ein Typ namens R. Loren die Geschicke der Band in der Hand hat. Heute ist es nicht anders. Pyramids sind ein Mysterium und bleiben es auch. Der Song schreitet durch verschiedene Phasen, in denen immer wieder neue Elemente aufeinander stoßen. So verwundert es nicht, dass Ambientsounds auf Breakbeats und Field Recordings treffen und im nächsten Moment sphärische Gesänge den Song in eine ganz andere Richtung lenken. Keine Schublade, eher ein Schrank voll Stilrichtungen, in denen sich Pyramids ausleben.

Die Mamiffer & Pyramids Split erscheint Ende Oktober über Hydra Head Records, ausschließlich auf Vinyl.

Mamiffer sind übrigens im Oktober zusammen mit Menace Ruine aus Kanada auf Tour durch Deutschland und spielen am 26. Oktober ein exklusives Konzert in der Christuskirche Bochum.

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HOUSE OF LOW CULTURE – POISONED SOIL

Posted in Release on January 1st, 2012 by D.K.

“Poisoned Soil” nennt sich das lang erwartete neue Album von House Of Low Culture. Aaron Turner hat mit der musikalischen Unterstützung von Faith Coloccia (Mamiffer) und B.R.A.D. (Burning Witch, Asva) ein Album aufgenommen, das wie eine Dämonenbeschwörung den Hörer in eine andere Welt entführt.

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Alles beginnt mit einem Tinituston in “Spoiled Fruits Of The Kingdom”, der langsam verschwindet und Mönchchor-ähnlichen Vocals Platz macht. Mönche, die nicht zu Gott beten, das ist klar. Dann fast Stille, bevor die Gitarre als erstes erkennbares Instrument, fast nach der Hälfte des viertelstündigen Openers, erklingt. Verzerrte Vocals, die nicht als Sprache erkennbar sind, dezente Drums und der Hörer weiß, die erzählte Geschichte kann nicht gut enden. “The Ladder That Leads To Nowhere” steigt direkt ein mit einem Gitarren- und Chorpart, um sofort wieder abzubrechen und den Song wieder zu etwas Unvorhersehbaren zu machen. Auch hier nimmt das experimentelle Noise-Drone-Drama seinen fünfzehnminütigen Lauf. Grausam schön. “Inappropriate Body” schließt die Geschichte ab und beginnt mit Sounds, die eher skuril klingen und auch als Untermalung für eine fiese Tom & Jerry Jagd dienen könnten. Dann nach vier Minuten ein Gedröhne, nach fünf Minuten ein Gänsehaut-Gekreische, dann Aarons choraler Gesang, Stille, Noise, Field Recordings und alles endet wie ein Score zu einem düsteren Historienfilm… Turner lässt sich und dem Hörer Zeit das Gehörte zu erleben und zu verarbeiten. Wovon auch immer Aaron Turner besessen zu sein scheint, am Ende ist auch der Hörer infiziert.

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Für die Aufnahmen und das Mixing hat sich Aaron Turner Randall Dunn ins Studio geholt, das Mastering hat James Plotkin übernommen und beim Artwork (von Turner selbst) hat Faith Coloccia mitgeholfen. Das Cover ist übrigens hochwertig bedruckt und hat in der Mitte einen transparenten Hochglanzquader.

“Poisoned Soil” ist bisher über das belgische Sub Rosa Label auf CD erschienen und wird bald über Taiga Records auch auf Vinyl gepresst.

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LIVETAGEBUCH: MAMIFFER

Posted in ontheroad on April 22nd, 2011 by D.K.

Mamiffer sind auf Tour, das ist gut , Mamiffer sind auf Europatour, das ist sehr gut, Mamiffer kommen zwei Mal nach NRW, das ist genial.

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Erstes Mamiffer Konzert für uns ist das Konzert im Duisburger Steinbruch. Mamiffer spielen als Support für Black Math Horseman, dem Stoner Doom Quintett. Schon das Bühnenbild ist bezeichnend. Links ein Roland Keyboard mit Klavierhocker, es folgen nach rechts diverse Amps, das riesig wirkende Drumset, in der Mitte der Bühne ein weiterer Klavierhocker, der vor einer Reihe von Effektgeräten platziert ist, und auf der rechten Seite ein Koffer voller Gerümpel, Trödel und Schrott.

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Die Band betritt die Bühne. Faith Coloccia an den Tasten, Caleb Collins und Tyler Semrick-Palmateer (von der leider nicht mehr musizierenden Hydra Head Band Mare) am Bass und den Drums, Aaron Turner an der Gitarre und den Effekten und Travis Rommeriem bezieht Stellung vor dem ominösen Koffer voller Krempel. Dieser Koffer eröffnet auch das Konzert. Rommeriem kratzt, streicht, klopft und bewegt diverseste  Gegenstände, die er aus dem Koffer zaubert, und erzeugt somit eine Art Live-Field-Recordings, das Klavier (bzw. der Klaviersound aus dem Roland) setzt ein, es folgt die Gitarre. „Iron Water“, der Albumabschluss heute als Opener. Schnell wird klar, dass diese Band ihre Musik lebt. Die Musiker sind aufeinander eingespielt, Faith’s Klavier ist der musikalische Mittelpunkt, an dem sich alle orientieren, gemeinsame Einsätze übernimmt Aaron mit Zählen durch Headbangen. Die Musiker fühlen die Musik, schließen ganz oft die Augen zum Spielen. Alles ist in rotes Licht getaucht. Im Mittelpunkt des Sets steht das neue Album „Mare Decendrii“, das live weniger orchestral, sondern wuchtiger und rauer klingt. Ein gemeinsamer Acapellapart schließt die überzeugende Mamifferpräsentation ab.

Das zweite Mamiffer Konzert steht in Köln an. Schauplatz ist das MTC mitten auf der Zülpicherstraße. Halbe Stunde Parkplatz suchen, volle Straßen, Stress. Dann untertauchen ins MTC, wörtlich, denn es geht eine Treppe runter in einen Keller und der Lärm des abendlichen Kölns erlischt im Sound des MTC. Es läuft ein Mixtape von Aaron Turner, genau wie in Duisburg.

house of low culture

Mamiffer sind heute Headliner. Doch vorab beginnt der Abend mit einem Liveset von House Of Low Culture, dem langjährigen Aaron Turner Projekt, mit ständig wechselnden Kollaboratoren, heute ist es seine Frau Faith Coloccia. Aaron Turner nimmt Platz auf einem Hocker mitten auf der Bühne. Faith setzt sich an den linken Bühnenrand und greift zur Gitarre. Zwei Volumenpedale, ein Loopeffektgerät, ein Modulator und ein Mikro liegen direkt vor Aarons Füßen, der Rest der Effektgeräte ist daneben aufgebaut. Das Set beginnt mit einem fast ohrenbetäubenden hohen Geräusch, das Aaron mit Hilfe von Effekten und einem an einen Verstärker gehaltenen Mikro erzeugt. „Perverted Scripture“ heißt das Stück, das auch auf der Tour-Cassette von Mamiffer und HOLC vertreten ist. Schnell ist klar, dass es Aaron heute nicht um Harmonien geht. Die Gitarre von Aaron dient nur kurz als Instrument für Akkorde, die meiste Zeit dient sie als Grundlage für ein noisiges Gedröhne, das sich durch den ganzen Körper, durch das ganze MTC erstreckt. Immer wieder Noiseausbrüche, Faith legt dezente Akzente mit abstrakten Gitarrenflächen, Aaron greift zum Mikro und untermalt den Sound mit hallendem Gebrülle. Nach einer Viertelstunde dann der Höhepunkt des Sets an einem Punkt, wo alle erzeugten Sounds zusammenfließen, Aaron auf dem Boden hockt, ins Mikro brüllt, sich über die Effekte beugt, er zittert für kurze Momente am ganzen Körper. Aaron lebt und fühlt seine Musik. Gänsehautmomente. Was House Of Low Culture an diesem Abend machen, gleicht der Arbeit eines Steinbildhauers. Während andere Steine nehmen um Häuser zu bauen, erschafft der Steinbildhauer Skulpturen aus eben diesem Stein. So präsentieren auch HOLC keinen Song durch klassisches Spielen von Instrumenten, sondern erschaffen mit Hilfe der Instrumente Klangskulpturen. Live ein echtes Erlebnis.

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Dann steht der Auftritt von Mamiffer an. Das Bühnenbild gleicht fast dem in Duisburg. Einziger Unterschied ist, dass das Drumset diesmal am rechten Bühnenrand positioniert ist. Mamiffer spielen das gleiche Set, sind ausgelassen und lassen sich auch nicht vom Gegröle eines besoffenen Gastes irritieren. Während des Sets treffen sich die Blicke von Faith und Aaron, was beide zu einem fetten Grinsen verleitet. Die restliche Zeit sind die Musiker im Mamifferuniversum versunken und bieten den wenigen Gästen, die an diesem Abend ins MTC gefunden haben, eine unvergessliche Stunde.
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MAMIFFER – MARE DECENDRII

Posted in ontheroad, Release on April 10th, 2011 by D.K.

mamiffer

Mamiffer haben diesen Monat ihr zweites Album “Mare Decendrii” über Conspiracy Records veröffentlicht und unterstreichen nach ihrem ersten Full-Length Album “Hirror Enniffer”, dass sie eine außergewöhnliche Band mit ausgefallenen Ideen sind. Treibende Kraft hinter Mamiffer ist Faith Coloccia (Everlovely Lightningheart), die zusammen mit diversen Kollaborateuren schon seit einigen Jahren Songs schreibt und in eher kleineren Pressungen veröffentlicht. Mit der Veröffentlichung von “Hirror Enniffer” über Hydra Head Records wurde dann glücklicherweise eine größere Hörerschaft erreicht. Nun steht “Mare Decendrii” in den Plattenläden und bietet dem interessierten Hörer eine Reise durch die Welt experimenteller Musikrichtungen aus aller Welt mit einer großen Bandbreite an Instrumenten. Kernstück der Songs ist das klassisch gespielte Klavier von Faith Coloccia, das hauptsächlich von schweren Gitarrendrones von Aaron Turner (Isis) begleitet wird. Um dieses Basisgerüst bauen sich dann die bis zu 20 Minuten langen Songs zu epischen Akten auf, in denen Drone, Klassik, Weltmusik und irgendwie auch Progrock zusammenfinden. Das Ergebnis ist ein individueller Sound, der seinesgleichen sucht.

Während das erste Album eher klassischen Songstrukturen mit wiederkehrenden Melodien gefolgt ist, setzt “Mare Decendrii” zwar genau da an, ist aber im großen Ganzen viel experimenteller und offener für Improvisationen. Der Opener “As Freedom Rings” lässt sich zu Beginn Zeit und baut sich innerhalb der ersten vier Minuten von einem Ambientstück zu einem 14minütigen Epos auf, genau da setzt auch das 20minütige “We Speak In The Dark” an. Untermalt von Streicherarrangements von Eyvind Kang und bereichert durch verschiedenste fremdsprachige Vocals wie die von Mika Rättö und Parvaneh Daneshvar. Das minimalistische “Blanket Of Ash” als kleine Verschnaufpause an dritter Stelle. “Eating Our Bodies” ist das direkteste Stück des Albums und setzt einen Stimmungshöhepunkt, um zum Ende hin mit einem ruigen Pianopart auszuklingen. Abschluss ist “Iron Water”, das aufbauend auf eine Klaviermelodie, zusammen mit dezentem Percussioneinsatz, einem düsterem Cellogebrumme und rauher Gitarre wie ein Mantra vor sich hin fliesst bis die Instrumente ausklingen und einem gruseligem weiblichen Gesang den Vorrang lassen. Ein undeutlicher, seuseliger Gesang, der im Hall verstummt und das Album nach gut einer Stunde enden lässt. Gänsehaut garantiert.

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Ein Jahr haben die Aufnahmen gedauert, deren Regie Randall Dunn übernommen hat, und einige weitere Monate, bis “Mare Decendrii” veröffentlicht wurde. Wer sich das Album anhört, wird sehr schnell feststellen, wieviel Arbeit investiert wurde, um dem Hörer eine Inszenierung zu bieten, wie man sie beispielsweise von den ganz frühen Genesis oder King Crimson gewohnt war, ohne nach den eben genannten Herrschaften zu klingen.

Mamiffer sind zurzeit auf  Tour, um ihr neues Album zu präsentieren. Derzeitiges Live-Lineup sind Faith Coloccia, Aaron Turner, Travis Rommeriem und die beiden Ex-Mare Bandmitglieder Caleb Collins and Tyler Semrick-Palmateer. Die Tourdaten findet ihr auf unserer ONTHEROAD Seite.

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HOUSE OF LOW CULTURE

Posted in Release on November 17th, 2010 by D.K.

house of low culture - housing tracts

Unter dem Pseudonym House Of Low Culture veröffentlicht Aaron Turner (Isis) seit mittlerweile einem Jahrzehnt experimentelle Aufnahmen, die mal mehr in die Ambientrichtung gehen, aber auch sehr dronelastig sein können. Unter Beihilfe von anderen Musikern wie James Plotkin (Produzent), Jeff Caxide (Isis) oder Luke Scarola (Old Man Gloom) sind bisher mehrere Platten, beispielsweise über Robotic Empire oder Neurot Recordings, erschienen. In den letzten drei Jahren wurde es, nachdem zwei extrem limitierte EPs Namens “Hollywood Squalls” und “Chinatown Squalls” veröffentlicht wurden, etwas ruhig um das Projekt.

Mittlerweile hat Aaron Turner zusammen mit seiner Frau Faith Coloccia das Label Sige Records gegründet, über das nach langem Warten die Raritätensammlung “Housing Tracts” digital erschienen ist. Ihr könnt das Album im MP3 Format oder als soundtechnisch hochwertigeres FLAC Format für wenig Dollar direkt über Turners Blog runterladen. Es lohnt sich auf jeden Fall, denn neben seltenen Compilation-Beiträgen und Remixen gibt es auch bisher unveröffentlichte Songs. Die einzigen, die diese Platte nicht brauchen, sind die 25 Leute, die dieses Album 2007 als CD-R auf einer House Of Low Culture Show kaufen konnten.

house of low culture / mamiffer split

Aber diese 25 Musikfreunde können sich neben allen anderen Aaron Turner Fans und Liebhabern von Soundwänden auf die bald erscheinende Split von House Of Low Culture und Mamiffer (Faith Coloccia) freuen. Die Split erscheint Ende November als CD über Utech Records und auf Vinyl über Sige Records. Wie das Artwork des norwegischen Künstlers Are Mokkelbost verschiedene filigrane Elemente in einer Art Strudel vereint, verhält es sich auch mit den beiden Songs der Split. Schicht um Schicht bauen sich die Songs auf. Wer aufmerksam zuhört, hört auch die filigranen Veränderungen in den enstehenden Soundlandschaften und wer sich beim Hören fallen lässt, wird vom Sog des Dronestrudels in die von den Musikern erschaffene Welt entführt.

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SAILORS WITH WAX WINGS

Posted in Release on July 31st, 2010 by D.K.

sailors with wax wings

Nachdem die Pyramids ihr Debütalbum als Doppelalbum bei Hydrahead Records veröffentlicht haben, war das Staunen groß. Auf der zweiten CD waren Neuinterpretaionen der Pyramids-Songs von Musikern wie James Plotkin und J.K. Broadrick verewigt. Danach folgte die Kollaborationsplatte mit Nadja und vor Kurzem erst wurde die 5-Cassetten-Box “Wvndrkmmer” mit 52 Neubearbeitungen der Debütsongs veröffentlicht, unter anderem von Mamiffer, Fear Falls Burning und This Will Destroy You.

Jetzt steht mit Sailors With Wax Wings das nächste Großprojekt des Pyramids Frontmanns R. Loren an. Auf seiner ersten Soloplatte, die im September über das neue Label Angel Oven Records erscheinen wird, hat er sich zahlreiche Musiker ins Studio geholt. So hat er beispielsweise Aidan Baker (Nadja) fürs Gitarrenspiel, Hildur Guðnadóttir für Celloeinlagen, Ted Parsons (Jesu, Swans) fürs Schlagzeug, Jonas Renkse (Katatonia) für stimmliche Unterstützung und Faith Coloccia-Turner (Mamiffer) für die Gestaltung der Platte verpflichten können.

Der erste Song “If I Should Cast Off This Tattered Coat” vom selbstbetitelten Sailors With Wax Wings Debüt mit Gastvocals von Jonas Renkse ist exklusiv auf Stereogum zu hören.

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KNUT WONDER

Posted in Kunst, Release on May 9th, 2010 by D.K.

KNUT wonder artwork

Ein halbes Jahrzehnt nach ihrem letzten Studioalbum “Terraformer” veröffentlichen Knut aus der Schweiz im Juni ihr neues Album “Wonder” über Hydra Head Records und Conspiracy Records. Die fünf Genfer haben vor drei Jahren die Arbeit an “Wonder” aufgenommen und ihren Sound, wie er auf den letzten beiden Alben “Terraformer” und “Challenger” zu hören ist, weiter verfeinert. Ihre Mischung aus Sludge, Metal-Core, Noise und ruhigen atmosphärischen Drones wird auch auf “Wonder” weitergelebt. Auf der CD finden sich elf, auf der LP zehn Songs, die die Band in Höchstform zeigen. Knut nehmen den Hörer mit auf eine Reise voller aggressionsgeladener,Hardcore-geprägter Metalsongs, die von psychedelisch angehauchten Noise- und Drone-Parts unterbrochen beziehungsweise verbunden werden. Desweiteren kommt der Gesang auf “Wonder” im Gegenzug zum Vorgängeralbum mehr zur Geltung. Im großen Ganzen ein Album, das für “Verwunderung” sorgen wird.

knut by magali dougados

Das Artwork von “Wonder” stammt aus der Hand von Aaron Turner, der in Zusammenarbeit mit seiner Frau Faith Coloccia die passenden visuellen Komponenten zur Musik liefert. Das Cover zeigt zum Einen verflochtene, tentakelähnliche Wurzelranken, die für den ursprünglichen Metalsound der Band stehen können. Nach oben hin dagegen löst sich das verworrene Bild auf und bietet dem Betrachter Raum zur Entspannung, somit ein mögliches Pendant zu den instrumentalen und atmosphärischen Drone-Noise-Phasen in Knuts Musik. Wer mehr zur Entstehungsgeschichte des Artworks erfahren möchte, sollte unbedingt Aaron Turners Blog besuchen.

knut wonder background by_faith coloccia

knut wonder drawings_by_aaron_turner

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SIGE RECORDS

Posted in Label, Release on February 14th, 2010 by D.K.

mamiffer lp sige

Hinter Sige Records verbirgt sich eine kleine Plattenfirma, die von Aaron Turner (Isis) und Faith Coloccia (Mamiffer) ins Leben gerufen wurde. Bisher ist die LP Version von  “Hirror Enniffer” von Mamiffer über das Label erschienen. Die streng limitierte LP ist in Amerika über Hydra Head Records erhältlich. In Europa könnt ihr die Platte über Conspiracy Records oder Denovali Records bestellen.

Eine der nächsten Veröffentlichungen auf Sige Records wird die Reissue von “I, You, She, The Blonde and The Clouds. The Fruit That Fell From The Tree, That Grew From The Seed, That fell From Our Hands” von Everlovely Lightningheart sein.

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HERZENSANGELEGENHEIT

Posted in ontheroad on September 30th, 2009 by D.K.

Wie Aaron Turner gestern auf seinem Blog bekannt gegeben hat, sind Faith Coloccia und Aaron Turner am 22. September den Bund der Ehe eingegangen.

mamiffer

Wir gratulieren und weisen darauf hin, dass das Ehepaar beziehungsweise Mamiffer am 31. Oktober im Vorprogramm von Isis im Hamburger Grünspan spielen. Bisher ist es der einzige Deutschland Termin.

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