LIVEBERICHT: DENOVALI SWINGFEST 2012

Posted in Denovali Swingfest 2012, ontheroad on October 11th, 2012 by D.K.

Letztes Wochenende hat endlich wieder das Denovali Swingfest stattgefunden. Auch dieses Jahr in der Weststadthalle in Essen. Auch dieses Jahr waren wir natürlich dabei und möchten unsere Impressionen mit euch teilen.

Freitag – Penispanik

Freitag haben wir das gleiche Problem, wie viele andere auch: Arbeit. So kommen wir erst an, während Philip Jeck spielt. Ein älterer Herr sitzt an einem Tisch, der überfüllt ist mit Spielzeug, das Musik erzeugen kann. Ein kleiner tragbarer Plattenspieler, Smartphone, Synthesizer und diverses andere Zeug und irgendwie kommt alles zum Einsatz. Gegen Ende des Sets ist die Soundwolke etwas zu dicht, aber was solls, im großen Ganzen echt beachtlich. Oneirogen alias Mario Diaz de Leon ist als nächster dran. Auch er hat einen Tisch mit Effekten, doch hier gehts in eine andere Richtung. Der New Yorker baut verdammt fette Elektronikwände auf und untermalt das ganze mit live eingespielten Gitarrensounds. Dabei kreuzen sich Metal und Elektronik in einer Weise, die hundert Prozent unter die Haut geht.

a dead forest index @ denovali swingfest 2012

heirs @ denovali swingfest 2012

Es folgt klassische Instrumentierung. Das Duo A Dead Forest Index mit Gitarre und Drums ist stilistisch zwischen Folk, Indie und Rock unterwegs. Besonders die kreativen Drums wissen zu überzeugen. Der Sänger windet sich mit spannend ausschauenden Posen um sein Mikro, singt mal ohne, mal mit Effekten. Sogar eine Art Hit wird gespielt, denn als die Band einen Song vom Swingfest Sampler spielt jubelt die Menge. Als nächstes ist die Band dran, auf die wir uns an diesem Tag am meisten gefreut haben, die Heirs aus Australien. Überraschenderweise nur zu dritt, denn der Thereminehühne und der zweite Gitarrist fehlen. Soundtechnisch ist das Trio noch rauher als in der Quintettformation. Die drei schließen an diesem Abend ihre Europatour ab und sind sehr spielfreudig. Besonders Gitarrist Brent scheint wie von einer Hornisse gestochen. Die Mitte des Bühnenbilds ziert ein großer leuchtender Penis, im Hintergrund läuft Lava über die Leinwand. Heirs sind massiv. Nach noch nicht mal 40 Minuten wird das Bühnenbild zerlegt und die Heirs verschwinden. Schade. Der Abschluss des Abends gehört A Winged Victory For The Sullen. Leider ist das, woran wir uns am meisten erinnern, der zickige Gitarrist, der lieber seinen Soundtechniker anschnauzt als auf der Bühne mit Gitarrensounds zu überzeugen. Na ja, der Cellosound ist fett.

Samstag – Schnurrbartparade

An diesem Tag gibts keinen Grund zu spät zu kommen oder überhaupt nicht zu kommen, so sind wir und viele andere Leute schon zu Beginn da. Es geht los mit The Pirate Ship Quintet, die ja schon letztes Jahr dabei sein sollten. Das Quintett weiß zu überzeugen und bietet den Hörern seine Interpretation von Post-Rock. Guter Einstieg. Eric Quach alias Thisquietarmy, umhüllt von rotem Licht, dröhnt das Publikum mit verdammt lauten Drones zu. Besonders “Aphorismes” von der gemeinsamen Platte mit Year Of No Light presst sich ins Gedächtnis. Year Of No Light sind dann auch als nächstes dran und setzen dem bisherigen Eindruck ein I-Tüpfelchen auf. Allein dieses Bild auf der Bühne, mit sieben Franzosen, von denen die meisten einen dunklen Schnurrbart tragen, ist auch ohne Musik beeindruckend. Vom ersten bis zum letzen Ton ist hier alles perfekt. Der Sound ist trocken und bombastisch. Allein die perfekte Aufteilung unter den Musikern und der zeitweilige Einsatz zweier Drumsets macht diesen Auftritt zum absoluten Highlight.

thisquietarmy @ denovali swingfest 2012

year of no light @ denovali swingfest 2012

Greg Haines muss im Anschluss die Gemüter wieder beruhigen, um die Aufmerksamkeit für sich beanspruchen zu können. Das tut er auch mit einem langen ersten Part, in dem er nur am Piano spielt. Erst zum Ende hin werden Effekte vom Rechner aus benutzt, um die Sounds des Flügels zu verfremden. Es folgen die beiden Publikumslieblinge Blueneck und Bersarin Quartett. Blueneck überraschen die Gäste und Veranstalter mit einer ungeplanten Kollaboration mit Carlos Cipa am Flügel, Bersarin Quartett überrascht mit Lichtlosigkeit. Kein Bühnenlicht, denn die Musik ist der Soundtrack zu einem imaginären Film im Kopf des Zuhörers. In unseren Köpfen dröhnen immer noch Year Of No Light. Als Betthupferl gibt es noch ein Elektronik-Jazz-Techno-Set vom Moritz von Oswald Trio. Leider nicht unsere Baustelle.

Sonntag – Fingerperfektion

Sonntag um 13 Uhr wieder am Start zu sein ist nicht Jedermanns Sache. Diejenigen, die es schaffen, werden mit einem Set von N belohnt. N spielt erstmalig nicht nur über seine Gitarrenamps, sondern auch über ein Bassamp. Das Resultat sind dichte noisige Gitarrendrones, die allesamt auf der Bühne entstehen, denn N benutzt nichts vorgefertigtes, sondern baut die Sounds mit den Fingern an der Gitarre und den Füßen an den Effekten live auf. N ist laut, sehr laut, das ist schön. Als Abschluss gibt es eine laute Version von “Suedfall”, dem Song von unserer HOME Compilation. Switchblade sind in den Startlöchern und spielen direkt nach N. Auf der Leinwand ist Zerstörung zu sehen und das Duo legt einen Soundtrack aus doomigen Gitarrensounds und vertrackten Drums darüber. Auch ein Gastsänger darf nicht fehlen, denn es gibt auch was vom neuen Album zu hören. Ein düsterer Soundsog.

N @ denovali swingfest 2012

switchblade @ denovali swingfest 2012

Um nach diesen beiden Acts mit handgemachter Musik als Laptopkünstler zu überzeugen, muss eine fette Soundwand her, und so taucht Saffronkeira aus Italien die Halle in seine elektronischen Beats. Er überzeugt besonders an den Stellen, an denen Ambientsounds den Hintergrund zu den langsamen Beats bilden. Wir gehen was essen, kommen wieder und werden von Freunden darauf aufmerksam gemacht, dass das was derzeit läuft uns eventuell nicht zusagen würde. Und ja es stimmt, Kammerflimmer Kollektief mit ihrer Art von Jazz sind nicht so ganz unser Fall. Carlos Cipa, der sich schon bei Blueneck gezeigt hat, kann dagegen mit seinen kurzen klassisch angehauchten Klavierstücken doch schon überzeugen. Allein die Geschwindigkeit, mit der seine Finger über die Tasten gleiten, ist zum Hut ziehen. Leider ist dann für uns auch schon Schluss und wir machen uns auf den Heimweg.

Als Resumee können wir uns einfach nur verneigen vor dem, was Denovali Records und alle fleißigen Helfer auf die Beine gestellt haben. Gerne wieder, im nächsten Jahr, dann hoffentlich wieder 100% unseren Geschmack treffend, wie die Jahre zuvor.

Wie fandet ihr das Festival? Schreibt uns einen Kommentar!

PS: Die restlichen Momentaufnahmen werden wir in den nächsten Tagen online stellen…

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UTECH RECORDS MUSIC FESTIVAL SAMPLER

Posted in Release, Sampler on April 9th, 2011 by D.K.

utech poster

Das amerikanische Label Utech Records, bekannt für seine experimentellen Gitarrenkünstler, veranstaltet diese Jahr das erste Label Festival. Vertreten sind Labelbands wie Locrian, Horseback, Mamiffer oder Ural Umbo. Schade, dass das Ganze so weit weg ist.

Als kleinen Trost gibt es anlässlich des Festivals aber einen Label Sampler zum freien Download. Neben bereits veröffentlichten Songs aus dem Utech Kader, sind vier bisher unveröffentlichte Songs von Utech Bands wie zum Beispiel den Schweizern Ural Umbo vertreten. Als besonderer Appetithappen ist auch ein Song von der neuen Locrian/Horseback Platte auf dem Sampler verewigt.

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DRONEBURG

Posted in ontheroad on March 9th, 2011 by D.K.

droneburg

Am letzten Aprilwochenende, 29. und 30.04.2011, verwandelt sich Hamburg für zwei Tage in die Hochburg für Drone und Doom. Das Droneburg Festival findet zum ersten Mal statt und bietet den Besuchern eine große Bandbreite an schwerfälliger und langsamer Musik (im positivsten Sinne).

Das Festival findet an vier Ortschaften in Hamburg statt. Mit dabei sind unter anderem N aus Dortmund, Kodiak aus dem Ruhrpott, Blckwvs aus Münster und Seconds In Formaldehyde aus Thüringen. Das Festival hat auch ein paar unbekanntere Bands im Lineup wie Head Of The Taurus, die mit ihrer Single “Calamity/Perdition” auf Droehnhaus bereits die Aufmerksamkeit auf sich gezogen haben.

Neben der Livemusik werden zwei Filme vorgeführt und – besonders interessant und außergewöhnlich – Vorträge rund ums Festivalthema gehalten. Wenn das kein Grund für einen Aufenthalt in Hamburg ist…

Das bisherige Lineup, die genauen Locations und Weiteres zum Droneburg Festival findet ihr hier.

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2010 – A DOOM ODYSSEY

Posted in ontheroad on September 3rd, 2010 by M.H.

Am Samstag, den 11. September 2010, findet im schwäbischen Bietigheim-Bissingen, etwa 20 km nördlich von Stuttgart gelegen, das 2010 – A DOOM ODYSSEY statt, ein kleines aber feines Doom-Festival, das wir euch an dieser Stelle ans Herz legen möchten.

Die Veranstalter freuen sich, euch folgende Bands präsentieren zu können:

TONER LOW (NL)
POMBAGIRA
(UK)
TEKHTON
(NL)
VERSUS THE STILLBORN-MINDED
(Nürnberg)
WALL
(Bonn)
GEMINI ONE
(Saarbrücken)

Einlass: 17 Uhr
Eintritt: VVK 12€

Weitere Details findet ihr über MySpace oder auf Facebook.

TONER LOW (NL – Drogendoommaschine) http://www.myspace.c



om/tonerlowstonerdoom
POMBAGIRA (UK – elektrisch-zauberhafter Schläfer-Doom/Sludge) http://www.myspace.com/pombagiradoom
TEKHTON (NL – Post-Metal/Doom) http://www.myspace.com/tekhton
VERSUS THE STILLBORN-MINDED (Nürnberg – Sludge-Monster) http://www.myspace.com/versusthestillbornminded
WALL (Bonn – Sludge-Pop) http://www.myspace.com/wallofsludge
GEMINI ONE (Saarbrücken – Instrupostmetal) http://www.myspace.com/geminione



SAMSTAG 11.9.
Spacecraft Farbstrasse Bietigheim-Bissingen (Nähe: Heilbronn, Ludwigsburg, Stuttgart)
Farbstr. 15
74321 Bietigheim

Einlass: 17 Uhr
Doomkostenbeitrag: VVK 12€ bei Reservierung unter doominbloom [ät] googlemail [dot] com, AK erhöht.

Die Doom Odyssey ist Veranstaltung der Anti-Kommerziellen-Doom-Liga.

Weitere Infos: http://www.myspace.com/odysseyfest

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ROADBURN 2010 – UPDATE

Posted in ROADBURN 2010 UPDATE on March 17th, 2010 by M.H.

In einem Monat öffnet das Roadburn Festival im holländischen Tilburg zum 15. Mal seine Tore. In dieser Woche wurde die Running Order für den Afterburner und bereits in der vergangenen Woche für das Festival selbst bekannt gegeben.

Neben dem, wie immer, bemerkenswerten Lineup, bieten uns die Veranstalter mal wieder ein würdiges Rahmenprogramm.

Zum einen sorgen Orange Goblin, wie bereits im vergangenen Jahr, mit ihrer Metal Disco für die Party nach der Party, des Weiteren kommen auch dieses Jahr wieder Freunde anspruchsvoller Musikdokus auf ihre Kosten – u.a. wird der Film “Japanese Extreme Metal: The Documentary” gezeigt – und auch eine große Merchandise Area wird es wieder geben.

Nicht auf dem diesjährigen Festival vertreten sein werden die Italiener Malleus, stattdessen sorgen Baroness’ John Baizley, David V. D’Andrea und der Roadburn Grafikdesigner RobotMonster diesmal für die Poster/Artworks.

Falls ihr auf der Suche nach einem Ticket für das bereits ausverkaufte Event sein solltet, empfiehlt sich der Besuch des offiziellen Roadburn Forums oder der Roadburn Seite auf LastFM. Dort versuchen von Zeit zu Zeit immer mal wieder verhinderte Festivalbesucher ihre Tickets zum Selbstkostenpreis loszuwerden.

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