LIVEBERICHT: RED SPAROWES

Posted in ontheroad on July 23rd, 2011 by D.K.

Red Sparowes waren endlich wieder auf Tour und auch endlich wieder im Gebäude 9 in Köln. Diese Kombination weckt nette Erinnerungen an das Konzert, das die Herrschaften vor ein paar Jahren am gleichen Ort gegeben haben. Damals haben Tephra den Abend würdig eröffnet, für dieses Mal stand keine Vorband an.

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Erste Überraschung am Abend ist die recht übersichtliche Zahl an Besuchern (hier mal der Wink mit dem Zaunpfahl an alle, die kommen wollten aber zu faul waren…). Zweite Überraschung ist die dann doch vorhandene Vorband, die eigentlich keine ist, sondern nur Dreifünftel der Red Sparowes. Genauer gesagt, die neue Gitarristin Emma Ruth Rundle, begleitet von Bryant Clifford Meyer an der Gitarre und Greg Burns an der Steel Guitar. Die drei geben einen epischen Song zum Besten, der vor allem durch seine eingängigen Melodien und den Gesang von Emma überzeugt. Das wars. Die drei verschwinden wieder hinter der Bühne.

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Dann kurze Zeit später kommen alle fünf Red Sparowes auf die Bühne und das Bandset beginnt. Druckvolle Drums, drei Gitarren, Steel Guitar und/oder Bass blasen die Luft aus der Halle und Luft ist an diesem warmen, schwülen Tag wünschenswert, aber egal, der Sound lässt vergessen, dass man auch atmen soll. Ich spare mir mal, die ellenlangen Titel der gespielten Songs zu nennen, auf alle Fälle sind die treibenden rockigen Songs aus dem ganzen Repertoire der Band vertreten, ruhig wird es während des Sets nur zwischendurch, wenn zwischen den gewohnten Tönen Imrovisationen eingebaut werden, die weitere Spannungsbögen in den Sound miteinbringen. Was nicht fehlen darf, ist die visuelle Untermalung in Form von Videoprojektionen. Diese fangen polemisch an und durchwandern während des Konzertes Wissenschaften, Kunst, Momentaufnahmen und sonstige eindrucksvoll auf Film festgehaltene Situationen. Immer passend zum dargebotenen Sound. Sogar eine Zugabe von zwei Songs gibt es, die mit einer Dankesrede von Bryant Clifford Meyer eingeleitet wird. Sehr sympathisch, der Ex-Isis-Keyboarder-Gitarrist. Sehr sympathisch diese Red Sparowes.

redsparowes

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LIVE: SHRINEBUILDER

Posted in ontheroad on November 14th, 2010 by D.K.

Donnerstag war es nach langem Warten und gecancellten Shows im Frühjahr endlich so weit. Shrinebuilder live im Gebäude 9 in Köln.

scott kelly

Erstaunlicher Weise ist das Gebäude 9 nicht ausverkauft, was aber nicht schlimm ist, denn ein bisschen mehr Platz zum Stehen schadet nicht. Um 21 Uhr geht es los mit den Planks aus Mannheim. Das Trio gibt schonmal die Marschrichtung des Abends an, laut und mächtig ist das Soundmotto. Danach folgt eine flotte Umbaupause, in der sich die vier Schreinbaumeister nach und nach auf der Bühne zeigen. Da wird einem erst klar was da einen an diesem Abend erwartet. Vier Musiker, die Vorbilder für fast jeden sein dürften, der auf handgemachte schwerfällige Musik steht.

al cisneros

Basslastige Ambientsounds beschallen die alte Fabrikhalle, die Lichter gehen aus, die Bühne ist dezent angestrahlt. Dale Crover (Melvins), AL Cisneros (Sleep, OM), Scott Kelly (Neurosis) und Wino Weinrich (Saint Vitus) betreten die Bühne und legen los. Was da aus den Verstärkern tönt ist laut, sehr laut. Besonders Al Cisneros Bass übertönt fast alles andere und durchdringt den ganzen Körper. Die Band ist aufeinander eingespielt und zeigt sich spielfreudig. Einmal angefangen scheint Dale Crover unaufhaltsam sein Drumset zu bearbeiten. Die beiden Gitarristen Scott und Wino stehen an den beiden Bühnenseiten und sorgen für die passende Untermalung der Rhythmusfraktion Al und Dale.

dale crover

Der Sound wird allmählich besser und die Gitarren kommen besser durch, nur der Gesang ist zu leise und geht im Instrumentensound unter. Trotzdem ist diese Zusammenkunft auf der Bühne genial. Shrinebuilder vereinen die Sounds ihrer eigenen Bands und präsentieren ihre gelungene Mischung aus schwer treibendem Metal und ruhigeren Psychedelicsounds. Dale Crover könnte das neue Maskottchen einer gewißen Batteriemarke werden. Fast pausenlos haut er auf sein Schlagzeug ein und so wundert es auch nicht, dass er zwischen zwei Songs ein Drumsolo einbaut. Neben den fünf Songs des Debüt Albums präsentieren Shrinebuilder ein Cover (ich bin mir nicht sicher, wer hat es erkannt?) und ein Instrumentalstück, das den Abschlusstrack “Pyramid Of The Moon” einleitet, den die Band besonders lang zelebriert, bevor sie unter gebührendem Applaus die Bühne verlässt.

Diese Vier kann nur ein Vulkan aufhalten.

Noch mehr Bilder findet ihr auf unserer PHOTOS Seite.

wino

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LIVE: SOULSAVERS & MARK LANEGAN

Posted in ontheroad on December 12th, 2009 by D.K.

soulsavers

Die Bühne in rotes Licht gehüllt, 70s Musik schallt aus den Lautsprechern und alle warten gespannt. Nachdem sich die Augen an den dunklen Konzertraum im Gebäude 9 gewöhnt haben, kommen die Soulsavers auf die Bühne. Nach den ersten Tönen taucht auch Mark Lanegan auf und untermalt die bluesigen Sounds der Band mit seiner Reibeisenstimme. Lanegan steht zwar ganz vorne in der Mitte der Bühne, doch kein Licht fällt auf ihn, so dass nur eine dunkle Silhouette zu erkennen ist. Sehr beeindruckend.

Doch leider macht der Bühnensound einen Strich durch die Rechnung; die Leadgitarre ist durchgehend zu laut, Mark Lanegan zu leise, Orgel und Keyboard gehen komplett unter… sehr sehr schade. Kleines Trostpflaster ist die gelungene Mischung der Setlist, denn die Band spielt auch einige Solostücke von Mark Lanegan.

Mehr Fotos gibt es in unserer PHOTOS Rubrik.

setlist

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