HILSCHKA – PAN TONE

Posted in Release on August 21st, 2011 by D.K.

PAN TONE

Ja, der Pan hat es mit den Frauen, schließlich hat er aus einer Nymphe, die vor im floh und sich in Schilf verwandelte, ja auch die Panflöte geschnitzt. Inwieweit das irgendwas mit “Pan Tone”, dem gemeinsamen Album von Hildur Guðnadóttir und Hauschka, zu tun hat, ist nicht klar. Was klar ist, ist dass Hilschka (wie die Zusammenkunft vom Label liebevoll getauft wurde) keine Panik erzeugen mit ihren gemeinsamen Pantönen, sondern eine liebevolle Fusion aus Celloklängen gepaart mit Klavier und Elektronik.  Aber hört selbst.

“Pan Tone” erscheint Ende September über das Berliner Label Sonic Peaces, das sich auf hangemachtes Artwork im Buchbindungsstil spezialisiert hat. Das Album erscheint als 300er LP- und 450er CD-Auflage.

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LIVE: DIE ISLÄNDERIN UND DER JAPANER

Posted in ontheroad on August 26th, 2010 by D.K.

Es gibt Konzertabende, die von Anfang an einen ganz besonderen Charme versprühen. Dienstag war so ein Abend. Im Rahmen des 16. International Symposium on Electronic Art sind die Isländerin Hildur Guðnadóttir und der Japaner Keiichiro Shibuyas zusammen aufgetreten. Vor dem Konzert standen wir im Foyer und haben uns die verschiedenen Leute angeschaut, die zu diesem Konzertabend erschienen waren. Da waren zum einen die nerdigen Festivalbesucher, mit Badge und Laptop bewaffnet, dann die etwas älteren Leute, die sich wohl keine einzige Veranstaltung im Konzerthaus entgehen lassen, und jede Menge Besucher, die wie alternative Rocker aussahen. Interessante Mischung.

hildur & halldorophon

Nachdem der Gong uns in den Konzertsaal bittet, gibt es erstmal einige einführende englische Worte von Stefan, dem ISEA Mitarbeiter, der die beiden Musiker und das Abendprogramm vorstellt.

Hildur Guðnadóttir beginnt den Abend mit einem improvisierten Stück, das sie auf dem Halldorophon spielt, ein Instrument das nach seinem Erfinder Halldór Úlfarsson (auch anwesend) benannt ist. Das Instrument ist eine Art Cello mit integrierter Feedbacktechnologie. Hildur spielt das Halldorophon nur mit den Fingern und erzeugt dabei verschiedene Feedbacktöne durch halten der Saiten. Für das restliche Soloset wechselt Hildur dann zu ihrem klassischen Cello, hinter dem sie sich sichtlich wohler fühlt. Auch hier bleibt aber die Technik nicht aus, denn Hildur Guðnadóttir loopt mit Hilfe eines Laptops bestimmte gespielte Melodien und erweitert somit den Livesound ihres Cellos. Neben Songs ihrer beiden Alben spielt und singt sie auch eine 700 Jahre alte Hymne, die der Legende nach ein sterbender Wikinger auf dem Schlachtfeld geschrieben hat.

hildur & cello

Nach einer kleinen Pause spielt Keiichiro Shibuyas ein sehr experimentelles und jazziges Set am Flügel. Dabei werden die Flügeltöne durch den Rechner gejagt und in verschiedenster Weise im Hintergrund wiedergegeben, gepaart mit elektronischen Sounds ergibt es ein teilweise sehr verstörendes Gesamtbild. Aber das ist ja eine Frage des Gustos.

Anschließend spielen die beiden Musiker einen gemeinsamen Konzertabschluss. Abwechselnd tragen beide von Hildur Guðnadóttir und  Keiichiro Shibuyas geschriebene Songs vor. Hildur wechselt zum Schluß wieder an das Halldorophon und spielt es diesmal mit dem Cellobogen. Nachdem sich die beiden in feinster Klassikkonzertmanier vor dem Publikum verbeugen, gehen sie von der Bühne und hinterlassen die Erinnerung an einen eher ungewöhnlichen Abend, sowohl für uns Rocker, als auch für den gewöhnlichen Konzerthausbesucher.

hildur & keiichiro

Weitere Bilder vom Konzert findet ihr auf unserer PHOTOS Seite.

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SAILORS WITH WAX WINGS

Posted in Release on July 31st, 2010 by D.K.

sailors with wax wings

Nachdem die Pyramids ihr Debütalbum als Doppelalbum bei Hydrahead Records veröffentlicht haben, war das Staunen groß. Auf der zweiten CD waren Neuinterpretaionen der Pyramids-Songs von Musikern wie James Plotkin und J.K. Broadrick verewigt. Danach folgte die Kollaborationsplatte mit Nadja und vor Kurzem erst wurde die 5-Cassetten-Box “Wvndrkmmer” mit 52 Neubearbeitungen der Debütsongs veröffentlicht, unter anderem von Mamiffer, Fear Falls Burning und This Will Destroy You.

Jetzt steht mit Sailors With Wax Wings das nächste Großprojekt des Pyramids Frontmanns R. Loren an. Auf seiner ersten Soloplatte, die im September über das neue Label Angel Oven Records erscheinen wird, hat er sich zahlreiche Musiker ins Studio geholt. So hat er beispielsweise Aidan Baker (Nadja) fürs Gitarrenspiel, Hildur Guðnadóttir für Celloeinlagen, Ted Parsons (Jesu, Swans) fürs Schlagzeug, Jonas Renkse (Katatonia) für stimmliche Unterstützung und Faith Coloccia-Turner (Mamiffer) für die Gestaltung der Platte verpflichten können.

Der erste Song “If I Should Cast Off This Tattered Coat” vom selbstbetitelten Sailors With Wax Wings Debüt mit Gastvocals von Jonas Renkse ist exklusiv auf Stereogum zu hören.

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ISEA 2010 RUHR

Posted in Aktuell, Kunst, ontheroad on July 17th, 2010 by D.K.

Die ISEA, International Symposium on Electronic Art, findet diese Jahr im Rahmen der Ruhr.2010 zum ersten Mal in Deutschland statt. Austragungsorte des sechszehnten Symposiums sind die Ruhrgebietsstädte Essen, Duisburg und Dortmund. Hauptthema aller Veranstaltungen ist die Präsentation von Entwicklungen im Bereich der elektronischen Kunst.

Das Konzerthaus Dortmund ist im Rahmen des Festivals Austragungsort einiger sehr seltener musikalischer Beiträge. Zwei Abende wollen wir euch besonders empfehlen:

hildur live

Am 24. August treten die Isländerin Hildur Guðnadóttir und der Japaner Keiichiro Shibuyas auf. Hildur Guðnadóttir tritt mit einem Halldorophon auf, das auf einem Violoncello basiert, aber seine Töne durch ein elektroakustisches Feedbacksystem generiert. Guðnadóttir hat letzes Jahr neben der Veröffentlichung ihres zweiten Soloalbums “Without Sinking” auch am letzten Album von Múm und dem bei Conspiracy Records erschienenen Droneprojekt “Strings Of Conciousness & Angel” mitgewirkt. Keiichiro Shibuyas wird hingegen Flügelklänge mit Hilfe von Elektronik live verfremden, im Mittelpunkt steht dabei die Präsentation seines Albums “For Maria”. Der Abend endet mit einem gemeinsamen Auftritt.

fennesz

Am 26. August treten Mudboy aus den USA und Fennesz aus Österreich auf. Letztgenannter darf bei so einem Festival nicht fehlen, denn Christian Fennesz ist schon seit Jahren in der Welt der elektronischen Musik unterwegs. Die Verfremdung von akustischen und elektronischen Gitarrensounds ist eines der Markenzeichen des Wieners. Neben seinen eigenen Platten, wie auf dem letzten Longplayer “Black Sea”, hat Fennesz auch zahlreiche Songs geremixt, unter anderem Tracks von Isis und Nine Inch Nails. Mudboy arbeitet auch mit elektronisch neu zusammengesetzten Instrumenttönen und ist vor allem für das Verfremden von Kirchenorgelsounds bekannt. Er is seit 2000 aktiv und hat diverse Alben zum Beispiel bei Hundebiss Records und Digitalis veröffentlicht.

isea 2010 ruhr

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