INTERVIEW: BERSARIN QUARTETT

Posted in INTERVIEWS, Release on April 23rd, 2012 by D.K.

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Das Bersarin Quartett ist zurück mit seinem zweiten Album, das einfach nur auf “II” hört. Genau da, wo das erste Album aufgehört hat, macht auch das neue weiter und entführt den Hörer in die melancholische Elektro-Ambient-Welt von Thomas Bücker, der uns für ein kleines Interview passend zur Veröffentlichung ein paar Fragen beantwortet hat.

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Hallo Thomas, nun ist es endlich soweit. Nachdem du deine Fans ein paar Jahre hast warten lassen, steht nun „II“ kurz vor der Veröffentlichung. Was ist seit dem ersten Album passiert?

Eigentlich nicht so viel. Man bastelt weiter vor sich hin … und nach ein paar Jahren ist wieder ein neues Album fertig. Das klingt recht trivial — aber so ist es nun mal … !

Zwischen dem ersten und dem zweiten Album hatte ich das Glück zwei tolle Musiker gefunden zu haben mit denen sich das Bersarin-Quartett-Projekt sehr gut für Live-Konzerte umsetzen lässt — das ist wohl die größte Veränderung. (oder Ergänzung): “Bersarin Quartett — jetzt auch live!”

Konstant geblieben ist allerdings, dass ich weiterhin die Musik alleine produziere. Ich könnte mir den Kompositionsprozess auch nur schwer anders vorstellen.

Kannst du uns was zu der Herangehensweise erzählen, wie deine Songs entstehen? Sammelst du Ideen, improvisierst du, wie genau sieht das Songwriting aus?

Der Arbeitsprozess zu einem fertigen finalen Track kann ganz unterschiedlich ablaufen.

Es kann mit einem Loop beginnen, den ich viele Stunden höre und den Rest drum-rum-bastel. Oder mit einer konkreten Melodie auf dem Keyboard — oder mit Field-Recordings, Film-Atmos … einem Akkord; einer Sampling-Session am Flügel der Stadtbibliothek … oder aufgenommene Sounds im Proberaum – alles an Klängen sammeln und hoffen, dass man es für den richtigen Moment wiederfindet. Ein „Schema F“ gibt es hier eigentlich nicht.

Was für Instrumente hast du auf „II“ genau benutzt?

Im Großen und Ganzen: Meinen Computer und einen Haufen Plug-Ins. (das ist ganz schön traurig entmystifizierend, nicht wahr? — entschuldige bitte!)

Wie würdest du „II“ beschreiben, wenn du Werbung machen solltest für das Album?

»”II” — der Soundtrack, der keinen Film braucht.« — habe ich in einem Review gelesen. Das gefiel mir eigentlich ganz gut!

bersarin quartett live

Du hast ja im letzten Jahr, wie bereits angesprochen, erstmalig auf dem Denovali Label Evening als Band gespielt, als zwei Jungs von den Racquets dich am Bass und an den Drums unterstützt haben. Inwieweit hat das deine Arbeit am neuen Album beeinflusst?

Ich muss gestehen, dass ich beim Album-Produzieren nicht in erster Linie an die Live-Umsetzung denke.

Jetzt wo das “II”-Album fertig ist, versuchen wir drei nun uns gemeinsam an der Live-Umsetzung … — und es ist durchaus Absicht, dass Bersarin Quartett-Konzerte anders rüberkommen als auf dem Album. Meiner Meinung nach ist diese Herangehensweise weitaus spannender als das Album 1:1 für ein Live-Konzert umsetzen zu wollen.

Generell wegen der Beeinflussung: Alle drei machen noch ganz andere Musik in anderen Projekten. Patrick Brakowsky (Gitarre und Bass beim Bersarin Quartett) hat sein eigenes Elektronika-Projekt “Patkow”. Benjamin Kövener (Drummer) hat seine Spielwiese als “Ex-Champion” … und gemeinsam spielen beide noch in ihrer 4-köpfigen “Racquets”-Band, während ich mich weiterhin bei meinem “Jean-Michel”-Projekt mit zeitgenössischer Clubmusik austobe… — dass man sich da untereinander und gegenseitig musikalisch inspiriert und beeinflusst … das passiert sicherlich ganz automatisch, wenn auch unbewusst.

Wie seid ihr drei Musiker eigentlich zusammengekommen?

Das ist wohl das tolle einer etwas kleineren Stadt wie Münster … man läuft sich einfach über den Weg. Auf Parties, im Club… im Rewe. — und auf einmal steht man in einem Proberaum und versucht einfach mal ein paar Sachen …

Lass uns mal über die Songtitel sprechen. Im Gegensatz zu deinen Albumtiteln erzählen die Songtitel immer eine kleine Geschichte. Wie kommst du auf die Titel? Was ist zuerst da, Titel oder Lied?

… das ist unterschiedlich. mal ist die Musik eher da.
… mal bin ich tatsächlich inspiriert von einer Textzeile oder einem Wort…

Vor einiger Zeit habe ich auf einem Last.fm-Profil von einer lieben Person (die sehr viel Bersarin Quartett-Musik hört!) ein Gedicht von Georg Trakl gelesen. Daraufhin habe ich mich
mehr mit seinen Gedichten beschäftigt. Trakls Gedichte strotzen nur so vor bildgewaltiger, klangmalerischer Melancholie. Das gefällt mir sehr. Viele seiner Textzeilen sind Inspirationsquelle für meine „Bersarin Quartett“-Tracks.

„Einsame wandeln still im Sternensaal“ – vor allem diese Textzeile hat für mich eine gewisse zeitlose, lautmalerische Sprengkraft. Dieser Text war zum Beispiel schon eher da als die fertige Musik …

Bei “Alles ist ein Wunder” – als Gegenbeispiel – gab es zuerst die Musik und ich bin auf diese Textzeile des Kybernetikers Heinz v. Förster zufällig beim Hören gestoßen. Das passte meiner Meinung nach perfekt zueinander, da dieser Track in sich viele Makro- und Mikrosounds beinhaltet.

Was für Musik hörst du zurzeit? Hast du einen Tipp für unsere Leser?

Zurzeit: Andy Stott, Demdike Stare… unheimlich düstere, fett, überkomprimiert-dunkle, technoide Soundwände — eigentlich gibt es dafür noch gar keine passende Genrebezeichnung. Das fasziniert mich.

Desweiteren die akutellen Alben von Jacaszek und Pjusk – sehr atmosphärisch-dynamischer Ambient. Tolle Sound-Ästetik.

Steht eine neue Tour an?

Nein. dieses Jahr wohl nicht mehr, aber bestimmt vereinzelte Shows.

Am 31.05. zum Beispiel möchten wir gerne einmal wieder in Münster spielen — es wird in der Blackbox (im Cubanova) stattfinden.

Wohlmöglich spielen wir auch auf dem “Denovali Swingfest” (Essen) im Oktober oder das Krake-Festival (Berlin) im August … (ist aber noch “to be confirmed”, wie es so schön im Show-Business heißt … )

Vielen Dank für den kleinen Einblick in den Bersarin Quartett Kosmos.

“II” ist auf Vinyl, CD und als Download über Denovali Records erhältlich. Der MP3 Shop von Denovali hat übrigens noch eine kleine Bersarin Quartett Überraschung zu bieten.

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INTERVIEW: MOUNTAIN WITCH

Posted in INTERVIEWS, Release on June 5th, 2011 by Redaktion

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Die Berghexe jetzt zu dritt. Und verpackt ihre rau-kehligen Zaubersprüche mit einer Klammer archaischen Ambients, eingespielt auf einem Harmonium in einer alten Hütte im Bergwald; Musik, die verhindern soll, dass die Geräusche von draußen die Ohren der drinnen erreichen; Schutzzauber? Coolerweise lässt sich die Hexe davon kaum beeindrucken und mischt mit lakonischer Haltung ihre knochentrockenen Ingredienzien zu ebensolchen Veitztänzen: rhythmisch vertrackt ohne den Groove zu verlieren, gerade so, dass es immer wieder neu klingt; anders. Die Saiteninstrumente extrem nah, bröckelig rauer Sound, genau so aufgenommen, wie es aus den Verstärkern kommt “recorded on cheap equipment but fine instruments”, dieser Back-Cover Hinweis passt. Wobei hier nichts “cheap” klingt, sondern einfach dreckig. Die Arrangements mit Tief-Riffing auf Einzelsaiten und sexy Stops und doch wieder “go”, dann gern auch schneller. (Text: N)

Die selbstbetitelte Mountain Witch 12inch EP ist über Droehnhaus erschienen und im Droehnhaus Shop erhältlich.

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Wir haben uns mit Gitarrist René Sitte über Musik, Film und Natur unterhalten…aber lest selbst:

Eure neue Platte ist genau wie die Erste bei Droehnhaus erschienen. Wie haben Mountain Witch und Droehnhaus zusammengefunden?

Das ist eine ganz klassische Geschichte. 2009 hat uns Alwin über unsere Myspaceseite kontaktiert und gefragt ob wir nicht bei ihm eine 7″ rausbringen wollen. Meine Antwort war, dass unsere Songs länger sind als auf eine 7″ raufpasst und somit kam Anfang 2010 die 12″ “Scythe & Dead Horse” dabei heraus.

Was hat sich bei euch zwischen den beiden Droehnhaus Platten getan? Ihr seid experimenteller und instrumental geworden. Wie kam es zu dieser Entwicklung?

Das Experimentelle sollte eigentlich schon immer Bestandteil der Band sein, nur hat man das auf der ersten LP noch nicht richtig umsetzen können. Instrumental sind wir geworden weil Roggmann als Schlagzeuger nicht mehr singen wollte, was ich auch nur unterstützen kann. Das geht immer zu Lasten des Spielens.

Die neue “selftitled” Ep sollte eine Hommage an die 70ies sein. Das ist uns hoffentlich auch gelungen. Mit dem Intro und dem Outro ist sie eine “runde” abgeschlossene Sache geworden.

Die erste LP sehen wir mittlerweile eher als Demo an. Für die Zukunft wollen wir drei Songs davon noch einmal in besser Qualität aufnehmen. Man darf also gespannt sein. Das neue Material wird wieder eine ecke “doomiger” und mehr “wizard”.

Heißt das, dass ihr eine Full-Length Platte plant, auf der auch alte Songs vertreten sein werden?

Im Moment reden wir darüber unser aktuelles Liveset in Studioquallität aufzunehmen. Das beinhaltet auch drei Songs von der ersten LP. Wir kriegen immer wieder die Rückmeldung das wir live noch mal eine andere Nummer sind als auf Platte. Da steht aber noch nichts 100% fest. Außerdem sind die Songs zu schade um sie für alle Ewigkeit in dem Proberaumsound zu belassen.

Eure Musik ist ganz offensichtlich im psychedelischen Doom der 60er/70er verwurzelt. Welche Bands aus dieser Zeit würdet ihr als eure Haupteinflüsse bezeichnen?

Aus dieser Zeit ist das wohl, wie bei fast allen, Black Sabbath. Ansonsten sind wir sehr viel mehr von Kraut und experimenteller Synthmusik aus dieser Zeit beeinflusst bzw. dann eher von “neueren” Bands. Ein Prise Black Metal darf natürlich auch nicht fehlen.

Welches Black Sabbath Album ist denn eurer Meinung nach das Beste?

Die ersten vier Alben – ganz klare Sache.
(Anmerkung der Redaktion: Yeah!)

Auf eurer aktuellen EP finden sich einige Passagen, die ohne Weiteres auch als Film-Soundtrack verwendet werden könnten. Zudem benennt ihr auf eurer Internetseite „old and forgotten movies“ aIs eine Inspirationsquelle. Welche Filme haben euch denn konkret beeinflusst?

Mich persönlich haben vor allem die Filme von Ingmar Bergman aus der Zeit ’57-’69 beeinflusst. Auf jeden Fall muss man aber auch noch Tarkowski nennen.

Dann noch die üblichen Verdächtigen aus den 70ies: Jess Franco, Jean Rollin etc.

Was für ein imaginärer Film ist denn die neue Platte?

Das Ziel ist erreicht, wenn jeder Hörer sich seinen eigenen kleinen Film im Kopf zusammenbastelt während die Ep läuft. Als Beispiel könnte das ein Bergfilm sein mit Kinski in der Hauptrolle und als Regisseur war Tarkowski zugange.

Ihr kommt aus Hamburg. Welche Bands aus der Hamburger Stoner/Doom Underground Szene könnt ihr uns empfehlen?

Ich beantworte das lieber auf die deutsche Szene bezogen.

Man sollte sich Orcus Chylde aus Aschaffenburg anhören sowie Obelyskkh, die bald ihre erste LP bei Droehnhaus rausbringen. Unsere Kumpels Kodiak sowieso und ich fand auf dem DRONEBURG Festival hier in Hamburg auch die Blckwvs richtig gut. In Göttingen gibt’s die Jungs von Head of the Taurus.

Was hört ihr zurzeit für Musik?

Bei mir läuft grad Ruth White, der Stalker Soundtrack und die letzten Ramesses Scheiben.

Bei Roggmann grad viel Surf und Darkthrone. Nicht zu vergessen die unzähligen Libraryscheiben.

Tobert wie immer Wolf Eyes, Eagle Twin & Yob.

„Wald tut gut!“ steht auf dem Coverrücken. Wie kommt eine Band aus Hamburg auf so ein Motto?

Roggmann und ich sind im Wald aufgewachsen. Das ist in einem verwurzelt. Wir sind gerne in der Natur und genießen die Orte, wo kaum noch ein Mensch anzutreffen ist. Wenn Du in einer Großstadt wohnst, bist Du über jede Minute froh, in der Du Deine Ruhe hast. “Wald tut gut”

Eure neue EP endet mit einem ruhigen von Harmoniumsound getragenem Stück. Ein mutiges Ende! Wie kam es dazu?

Das Harmonium und das Mellotron sind zwei Instrumente mit sehr eigenem Charakter und viel Charme. In den 60ies und 70ies wussten die Leute diese Instrumente zu schätzen. Heute benutzt das kaum noch wer.

Das musste also auf die Platte rauf. Nichts kann besser eine Geschichte erzählen, wie das Mellotron. Wir haben viel über diese Idee mit dem langen Intro & Outro gesprochen. Es sollte wie ein Buch mit Anfang, Kapiteln und einem Ende sein. Roggmann hat das dann letztlich umgesetzt und mit Samples verfeinert.

Euer neuer Bassist kommt ja von einer ganz anderen Ecke (Turbostaat), wie kam es dazu und hat er was an eurem Songwriting verändert?

Christian Smukal von Rückkopplung hat Tobert irgendwann vor nem halben Jahr ein Foto von meinem Matamp und dem Sunn Amp gezeigt und von unserer Band erzählt. Einen Tag später habe ich mich Tobert getroffen, weil er unbedingt ein Mountain Witch Shirt für die Turbostaattour haben wollte.

Kurze Zeit später, nachdem man gemerkt hat, wie gut man menschlich miteinander auskommt, haben wir ihn gefragt, ob er nicht den Bass bei uns übernehmen möchte. So kam er in die Band und es ist eine Bereicherung in allen Belangen. Er hat das gleiche Faible für alte Verstärker und Instrumente und es ist schon fast unheimlich wie gut das alles harmoniert.

Unser Songwriting hat sich dahingehend verändert, als dass wir uns nun mit Riffs ergänzen und ich nicht mehr ganz alleine damit bin. Arrangieren tun wir alle drei.

Was dürfen wir als Nächstes von Mountain Witch erwarten?

Hoffentlich gute Musik die sich etwas von der aktuellen Masse der aufkommenden Bands aus diesem Bereich abhebt.

Ansonsten wie weiter oben schon gesagt sprechen wir grad über das Aufnehmen des Livesets, was auch einige Songs beinhaltet, die wir bis dato noch nicht aufgenommen haben.

Vielen Dank für das Interview und die Unterstützung. Viel Erfolg Euch weiterhin.

Dito!

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KODIAK+N INTERVIEW

Posted in DIE DENOVALI SWINGFEST BANDS 2010, INTERVIEWS on October 6th, 2010 by D.K. und M.H.

denovali swingfest 2010Mit großer Spannung erwarten wir den Auftritt von Gitarrist Hellmut Neidhardt, alias N, aus Dortmund und den ebenfalls aus dem Ruhrgebiet stammenden Kodiak, die am kommenden Sonntag auf dem Denovali Swingfest eine interessante Allianz eingehen und der geneigten Öffentlichkeit erstmalig das Ergebnis ihrer aktuellen Zusammenarbeit präsentieren werden. Vorab haben wir die vier zum Interview gebeten…

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Ihr habt grad eure ersten gemeinsamen Proben hinter euch. Wie ist es gelaufen?
K: Es läuft phantastisch. Die Chemie hat direkt gestimmt und wir mussten überhaupt nicht lange herumexperimentieren, um auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Jeder in der Gruppe liefert das, was er am besten kann und es fügt sich wunderbar zusammen. Wir freuen uns riesig den passenden Counterpart für dieses Experiment gefunden zu haben.
N: Ich “kenne” Kodiak seit der ersten Platte; ich hatte da überhaupt keine Bedenken. Das passt und macht musikalisch Sinn.

Wollt ihr euch unseren Lesern, die euch noch nicht kennen, einmal gegenseitig vorstellen? Uns interessiert es aber natürlich auch wie, ihr den jeweils anderen musikalisch einschätzt.
K: Die Musik von N ist ein dicht gewobenes Geflecht aus meditativen Feedbacks und Live-Loops, die durch den Raum zu schwirren scheinen und dabei ständig variieren. Selten schafft eine Band ein so unfassbares Gefühl von Schwerelosigkeit und kraft zugleicht – und dabei handelt es sich hierbei nicht mal um eine Band, sondern nur um einen einzelnen Künstler. Wir haben N zuvor schon live erlebt und waren hin und weg.
N: Bei Kodiak ist es diese Mischung aus monolithischen Säulen und extrem dichten Atmosphären, die sofort packt. Das ganze dann in einem doch sehr eigenen, irgendwie körnig korrodierten Sound, das passt und ist einfach perfekt. Und wenn man sich die seitdem erschienenen, weiteren Veröffentlichungen von Kodiak anhört, überzeugt die Wandelbarkeit dieses (nur) auf den ersten Blick doch sehr fokussierten Konzepts.

Wie kam es eigentlich zur Entscheidung, gemeinsam aufzutreten?
K: Das ist eine gute Frage. Die konkrete Idee dazu kam wahrscheinlich von Denovali.

N: Die Idee stammt tatsächlich vom Label; meine neue VÖ, die N(9) “Gager” erscheint als mein erster Release auf Denovali und die Ansage, auf dem nächsten Swingfest zu spielen stand schon etwas länger. Mit Blick auf das Gesamtprogramm und die zu erwartende Festivalatmosphäre bin auch ich sehr zufrieden mit dem Konzept, Kodiak und mich zu einem gemeinsamen Auftritt zu bewegen. Und außerdem, mal sehen, was da noch so kommt…

N, wie ist es, zusammen mit drei aufeinander eingespielten Musikern zu spielen?
siehe nächste frage…

Kodiak, wie ist es, plötzlich ein weiteres “Bandmitglied” zu haben?
K: Es ist ein bisschen enger geworden im Proberaum. Und natürlich auch nochmal ein ganzes Stück lauter. Aber die Ampwand, die jetzt den Raum schmückt hat uns allen ein debiles Grinsen ins Gesicht gezaubert.

Inwiefern hat sich der Prozess des Schreibens, bezogen auf eure Zusammenarbeit, geändert? Besonders für dich, N?
K: Bei Kodiak waren schon immer alle Bandmitglieder gleichermaßen an der Entstehung der Songs beteiligt. Das heißt niemand beansprucht das Songwriting für sich und wir gehen die Sachen immer gemeinsam im Proberaum an. Es war nicht schwierig, eine weitere Meinung in diesem Prozess zuzulassen. Und praktischerweise bieten unsere typischen Songstrukturen genügend Platz um eine weitere Gitarre aufzunehmen, ohne dass diese überflüssig klingt. Wir müssen uns also für unseren Teil überhaupt nicht verbiegen, sondern können einfach loslegen und die Gitarrenarbeit von Hellmuth fügt sich absolut organisch in den Sound ein und bereichert das Gesamtbild ungemein. Wir haben uns im Vorfeld ein wenig Gedanken gemacht, ob und wie unsere Arbeitsweiesen beim Schreiben zusammen funktionieren, oder ob wir uns dann gegenseitig im Weg stehen, aber es klappte alles erstaunlich gut. Wir waren uns auch unschlüssig, ob wir aufgrund der knapp bemessenen Zeit nicht einfach fertige Songs zusammenwürfeln sollten und die Parts dann nur gegenseitig begleiten würden. Aber dann haben wir genau das richtige gemacht und einfach drauflos gejammt. Das Feeling hat sofort gestimmt und uns absolut überzeugt. So war bereits nach der ersten Probe ein Großteil des Sets für das Swingfest geschrieben.
N: Erstaunlicherweise wenig. Wie schon beschrieben hatten wir zunächst gedacht, dass es vielleicht gut wäre, bestehendes Kodiak-Material zu bearbeiten, um schon einmal einen grob strukturierten Rahmen zu haben und diesen dann zu ergänzen und auszuarbeiten. Statt dessen haben wir eben zunächst ein bisschen improvisiert, in erster Linie, um uns gegenseitig ein wenig kennen zu lernen. Und da hat sich gezeigt, dass die Arbeitsweise von Kodiak und meine starke Ähnlichkeit besitzt. Ich hatte über die Tatsache, plötzlich mit drei weiteren Meinungen konfrontiert zu sein auch im Vorfeld bewusst nicht nachgedacht; unsere ersten persönlichen Kontakte bei einem Auftritt von mir bzw. einem von Kodiak waren gleich entspannt gewesen und ich habe daher Schwierigkeiten auf menschlicher Ebene sowieso nicht erwartet. Etwas anderes ist es natürlich, plötzlich noch 1-2 weitere Gitarren und einen Bass um sich zu haben, mit denen man sich harmonisch, soundlich und lautstärketechnisch auseinander setzen muss. Aber hier herrscht an keiner Stelle der Egotrip, unser Set bietet auch genügend Freiräume und wechselnde Verantwortung. Und, um auch das nicht zu vergessen: von früheren Bandsituationen kenne ich das Zusammenspiel mit dem Schlagzeug; ich muss dann nur etwas mit den Loops aufpassen…

Woher nehmt ihr eure Inspiration? Sowohl auf euer bisheriges, als auch auf euer gemeinsames musikalisches Schaffen bezogen.
K: Es gibt keine alleinige Quelle für die Inspiration zu unseren Songs. Trotzdem basieren alle  unsere Stücke auf einer Grundidee, die wir entweder im Vorfeld recherchieren und zurechtlegen oder während des Songwriting entwickeln. Die Idee zu den beiden Songs “Beginning” und “End” auf unserer LP zum Beispiel war schon zu Beginn der Arbeit klar, während bei “MCCCXLIX – The Rising End” erst ein Teil der Musik feststand und wir dann den Hintergrund passend zum Sound gesucht haben.
N: Mein Konzept als N beruht auf dem Einfangen des Moments. Viele meiner Stücke sind entstanden (und entstehen weiterhin), indem ich meine Verstärker anschalte, die Aufnahme starte und ohne jede weitere Überlegung spiele. Ich überrasche mich da immer noch selbst, das gibt mir die Sicherheit, dass diese Vorgehensweise noch längst nicht ausgereizt ist. Die größte Schwierigkeit bereitet es da, eine möglicherweise soundlich schlechte Aufnahme in ihrer musikalischen Qualität zu wiederholen… Eine weitere Inspiration ist schlicht der Klang von Gitarre und Verstärker; trotz aller dazwischen geschalteter Effekte ist es gerade diese Klangästhetik, die auf mich inspirierend wirkt.


Ist es etwas Besonderes, ein Festival quasi vor der Haustür zu spielen?
K: Dass das Swingfest hier um die Ecke stattfindet macht die ganze Sache für uns vielleicht sogar leider ein wenig unspektakulärer. Normalerweise hat man vorher eine mehr oder weniger lange Fahrt, die bei uns immer sehr lustig abläuft und bei der einfach ein anderes Feeling aufkommt, als wenn man nur kurz sein Equipment in den Kofferraum packt und ein paar Meter fährt. Aber es macht auch vieles einfacher. So fühlen wir uns direkt heimischer, kennen die Location bereits und können ohne Stress zum Festival. Man muss einfach weniger im Vorfeld organisieren.
N: Sehe ich genau so, allerdings, als zweitägiges Festival ist das Swingfest natürlich schon ein eigenes Kaliber. Ich freue mich auch, dass wir am zweiten Tag spielen; so kann ich den ersten einfach als Zuhörer genießen und mich schon mal auf die Atmosphäre einlassen.

Werdet ihr das Swingfest Konzert aufnehmen oder plant ihr vielleicht, gemeinsame Studioaufnahmen zu veröffentlichen?
K: Das Swingfest werden wir nicht mitschneiden können, aber bei Kodiak hatten wir ja auf unseren Aufnahmen immer wieder Gäste dabei, die die Songs enorm bereichert haben. Wir wollten schon bei der Nadja Split eigentlich lieber eine Kollaboration, als eine Split mit getrennten Seiten für jede Band. Die Grundidee, dieses Konzept in Zukunft mit N in die Tat umzusetzen hat sich glaube ich bei jedem in der Band festgesetzt und wir werden mal sehen, ob wir das zustande bringen können. Es wäre sicherlich unglaublich dann im nächsten Jahr zu viert die Tonmeisterei zu entern.
N: Da muss ich nichts mehr zu sagen… Außer: eine gemeinsame Platte kann ich mir SEHR GUT vorstellen…

Verratet ihr uns zum Schluss, wie N + Kodiak zusammen klingen werden?
K+N: Nein. Aber wir denken jeder, der sich mit den beiden Projekten auskennt kann sich prima vorstellen, wie es zusammen passen wird.

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THE KILIMANJARO DARKJAZZ ENSEMBLE INTERVIEW

Posted in DIE DENOVALI SWINGFEST BANDS 2010, INTERVIEWS on September 30th, 2010 by D.K. und M.H.

Die Düsterjazzer von The Kilimanjaro Darkjazz Ensemble schließen den ersten Abend vom Denovali Swingfest mit einem Doppelset ab, bei dem sie auch Songs ihres Improvisations-Alter-Ego-Projektes The Mount Fuji Doomjazz Corporation spielen werden.

Begonnen hat alles im Jahr 2000, als Jason Köhnen und Gideon Kiers die Band gründeten, nachdem sie sich zusammengesetzt hatten um neue Soundtracks für alte Stummfilme zu schreiben. Mittlerweile ist die Band auf sieben Mitglieder angewachsen und hat bereits unter anderem zwei Studioalben, sowie zwei Alben unter ihrem Alter Ego veröffentlicht. Wir haben uns mit Jason, dem Mitbegründer, Bassisten und Pianisten der Band, über Themen wie Musik und Film unterhalten:

the kilimanjaro darkjazz ensemble

You are playing a double show as The Kilimanjaro Darkjazz Ensemble and The Mount Fuji Doom Jazz Corporation the first time ever at the Denovali Swingfest. How did you decide to do such a unique performance?
Well, Denovali asked us if the joint performance was possible, as we will be releasing both projects on their label. And we thought it would be an interesting challenge to mix both sets together. Combining the improvisation sessions with the structured compositions. We are always open for doing something different.

Denovali Records re-released “Succubus” on Vinyl and your “Self Titled” debut album is about to be re-released on vinyl, too. What took you so long to immortalize your songs on wax?
Well the plans have been there for a while, its just never been a priority. I think finance might have been a bit of an issue as well, but we are really happy that Denovali is giving us the opportunity of re-releasing our music on vinyl in the best possible way.

succubus artwork

Would you like to tell us something about your musical and visual sources of inspiration?
This could be a long answer, but I’m going to try and keep it brief. Its quite difficult pin pointing exact inspiration as all of us are so diverse in our musical tastes that there is no definite answer.
This also goes for the music of TKDE as well. We’ve never sat down and said, lets make music sounding like this or like that, its been a natural process where we compose what feels/sounds right.
So, this is where the visual sources have become an important part of our concept. Gideon and myself originally started re-editing and re-composing soundtracks for old silent classics when we worked together at a Multimedia company back in 1999 / 2000. Its then when we decided to create a project where we would compose music based on visual inspiration rather than being inspired by other music.
Automatically the ‘new soundtracks’ we created had a dark jazzy feel because it moulded well with the films we were working on: Nosferatu and Metropolis.
When it comes to our personal musical influences, well this basically is pretty far off from our sound. Also there are too many styles, genres and groups to name that we all listen too, so I wont even start writing them, you might need some extra pages for this!

We have read that you appreciate the works of silent movie makers such as F. W. Murnau and Fritz Lang. How did this appreciation evolve and what are your favourite silent movies?
Gideon and me both did Art School and focused on visuals, so its been part of our study and interest for a long time. I think silent movies , because of the limitations of their time, have an incredible charm; be it the innocence of the acting, the look/feel of the film grain, there just some kind of magical quality to these old films, it nowadays seems quite alien.

You released an instrumental cover of the titletrack of the “Dark Night Of The Soul” project. Your version sounds way darker and more jazzy – like a reprise of the original version with vocals by David Lynch. What made you decide to pick up this song for a cover?
We’ve always been fans of Lynch since day one. I think everyone who knows Lynch loves him for similar reasons. His imagery is really influential and inspirational.
I bought the DNOTS book when it came out and was charmed by this track. It was basically just an impulsive thing to do.  No deeper explanation to it unfortunately.

Talking about David Lynch, for which of his movies would you like to write a score, if you had the chance?
The Elephant Man. That question is too easy!

Are there any future plans to write soundtracks for contemporary movies? If so, which genre would you prefer and which director would be your favourite to work with?
We would love to work with the Quay Brothers, also Lars Von Trier. This is maybe too much daydreaming, but basically working on any score would be tremendous. We’ve never been approached for a score unfortunately.

What’s up next? You are writing new songs for a The Kilimanjaro Darkjazz Ensemble release. Any plans for a new The Mount Fuji Doom Jazz Corporation recording session, too?
The new TKDE album is in progress. We want to release it around February 2011, following the release with a European Tour. As for TMFDJC we have 2 releases planned. They should be released in December and February respectively.

the kilimanjaro darkjazz ensemble artwork

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HER NAME IS CALLA INTERVIEW

Posted in DIE DENOVALI SWINGFEST BANDS 2010, INTERVIEWS, Release on August 26th, 2010 by D.K.

denovali swingfest 2010

Her Name Is Calla veröffentlichen im Oktober ihr erstes richtiges Full Length Album “The Quiet Lamb” über Denovali Records. Mit ihrer Mischung aus Alternative, Folk und experimentellem Rock haben sich die englischen Musiker in weit über sechs Jahren Bandbestehen einen festen Platz in der englischen Indieszene erspielt. Neben zahlreichen Liveauftritten in Europa hat die Band mehrere EPs und Singles veröffentlicht, unter anderem das Minialbum “The Heritage”, das zuerst bei Gizeh Records erschien und später von Denovali Records wiederveröffentlicht wurde.

her name is calla

Die Preorder zum neuen Her Name Is Calla Album “The Quiet Lamb” startet am 29. August.  Passender Anlass für uns, Sänger Tom Morris einige Fragen zur neuen Platte und einigen weiteren Themen zu stellen:

Your first real full length album „The Quiet Lamb“ is ready to be released. What took you so long?
Heh, I’m not sure really. We had a few set backs along the way. We had all sorts of problems: relocations, breakdowns, money problems, drink problems, label problems. All sorts of shit. Eventually we found ourselves in the good hands of Denovali and at a point in our lives where we thought we were ready to make the album that we’d dreamed about for so long. I think in general, we probably recorded parts of The Quiet Lamb about four or five times, but would scrap it and start over. All in all, I think it was about a year to record and mix. We record everything at our homes and do it all ourselves. We can’t afford studios or to pay people to record or mix for us.

We all have different opinions in the band as to whether this is actually our first album. Some members think that The Heritage is an album. It’s a weird subject for us.

The record sounds like you locked yourself in a homely room and started rehearsing your songs together, while you recorded everything. The sound has a very private atmosphere. Tell us something about the recording sessions.
The songs are certainly very private. I write the lyrics and most of the basic song structures before we flesh them out fully as a band. We’d normally record the bass, drums and guitar live at someone’s house, normally Adams. Then we’d all go away and separately record our vocals/violins/trombones etc. There were a few times we’d come together again to do communal vocal parts and things, but mostly we recorded separately at our homes. We use Dropbox, so everyone would put their parts in there so I could access them easily and add to the mixes. Some of the songs such as The Union had been around for two years. It was only now that we felt it was ready to record and release.

tom, her name is calla

The epic Song “Condor and River” accompanies your musical career from the beginning. It is the center piece of the new album and was released twice before. The new version sounds more aggressive, with much more intimate vocals. What is the reason for your constant connection with this song?
Well, it wasn’t really at the start of our career. That was just the first main release that people picked up on. We’d been together about three years before we released that. Then it appeared on a minor release that was a vinyl only split with our friends Maybeshewill. This is the first major release that it’s had really. It was always planned to be on this album, but we didn’t realise that there would be such a big gap between The Heritage and The Quiet Lamb.
The original recording was very rushed; we’d only just written it when we recorded it. So we weren’t totally sure on how to play it. It was great to finally rerecord it as we were fed up of hearing the original that was full of mistakes and terrible vocals! Plus, we now had the experience of playing it all these years and managed to hone it to a certain quality that we felt was agreeable with us. I feel that the arrangement and the performance is stronger, as well as the recording quality. It was definitely an important song for us to get right.

There are also new versions of “Pour More Oil” and “A Blood Promise” on “The Quiet Lamb”. We saw you playing them live and we were hoping that you would put them on the album. Did you plan to release them on the album or was it a coincidental progress?
Both those songs were always meant to be on the album as well. Pour More Oil is a song that we really enjoy to play live and was one of the first songs that we finished during the mixing process. It now seems to be one of the songs that people really respond well to at shows, which is great. It’s nice to able to move onto newer material.

her name is calla

The album ends with the three parted “The Union” which moves from an alternative song to an instrumental noise monster until it happens to end up as a drifty trumpet leaded rock song, that could easily be on a Robert Rodriguez movie soundtrack. Must have been an amusing recording session with many merged ideas?
Yeah, on paper it sounds as a random mish mash of ideas, but it actually had a lot of thought put into it. We’d played around with the suite of songs for around two years and the Mexicana part was always supposed to be the final part of the album. We’d talked about closing the album that way for some time and wanted the album to show some clear steps forward from our previous record. It definitely puts a smile on our faces playing The Union, though it’s really quite hard to play. Into the West is actually the hardest to play musically. The drums are pounding non- stop and the bass riff is so difficult! But it is very rewarding for us to play the whole thing; very enjoyable.

It seems that everyone of you is doing backing vocals live and on your releases. How did this develop, did everyone sing by choice or were there some of you cautious?
No, I don’t think anyone had a problem with it really. No one in the band is particularly shy and there’s certainly nothing any of us could do in front of each other to be embarrassed by. We’ve seen each other at our worst moments.
We’ve always had a lot of harmonies in our songs and it’s good to add an extra dimension live. It’s important in Calla to be as versatile as possible. We all want to progress as musicians. We’re always willing to try something new and different to expand our sound.

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What about the album artwork? On the first look it seems to be a positive motive with bright colours and a figure and a white lamb, but there are also these little black crosses and the ripped out face. Who designed it and what is the connection with the record?
A friend of Adam’s designed the front cover. She’s called Hannah McCague and she also did the artwork for Moss Giant. We used both pieces as the artwork for our tour t-shirts as well. We were really pleased with the work that she did; it looks really unique. We actually had a different artist for every song on the album. Stephen Clark, who was the artist for The Heritage and Long Grass also appears. There were submissions by fans of the band also as well as Tinhead who did the artwork for the first Foals album. It was great to have lots of different interpretations of the songs.

What are your expectations for your first performance at the Denovali Swingfest?
It will be great to hang out with Timo and Thomas our label bosses again. They’re really fun guys and great supporters of our music. Also it will be nice to see Heirs again, we had a good time with those guys last time we played together. They’re a really great band. It will also be great to hang out with some of the other Denovali bands. There’s a lot of quality across the label.

Will you come to Germany again this year to play some club shows to support the new album?
I don’t think we’ll come this year unfortunately; unless someone invites us to play something particularly great. After Swingfest I don’t think we’ll play any more shows in Europe until next year. We’ll see.

her name is calla

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OMEGA MASSIF INTERVIEW

Posted in DIE DENOVALI SWINGFEST BANDS 2010, INTERVIEWS on July 2nd, 2010 by D.K. und M.H.

denovali swingfest 2010

Wie bereits in 2009, werden die Würzburger Instrumental-Doomrocker von Omega Massif auch in diesem Jahr das Lineup des Denovali Swingfest bereichern. Soeben zurückgekehrt vom Hellfest 2010, haben wir Gitarrist Andreas Schmittfull zur Arbeit am neuen Album und zu verschiedenen weiteren Themen befragt.

Wie weit fortgeschritten sind die Arbeiten an eurem neuen Album? Geht es soundtechnisch in Richtung der Split-Veröffentlichungen (mit Mt. Logan und Tephra) oder schlagt ihr neue Wege ein?
Wir haben 3 neue Songs für die kommende Platte quasi fertig, eins mit dem Titel "Karst" spielen wir seit zwei Shows live. Die Songs gehen grundlegend in die gleiche Richtung wie die alten Songs, wir steuern an manchen Stellen sogar wieder zurück zum Demo. Neues wird’s auch geben, leichte, gaaanz leichte BM-Einflüsse aber die gezielt und kurz eingesetzt.

Viele Instrumental Bands experimentieren mit Gesang. Gibt es Pläne, ein derartiges Experiment mal mit Omega Massif einzugehen oder schliesst ihr es grundsätzlich aus?
NEIN, keine Pläne. JA, wir schließen es grundsätzlich aus.

Für die Neuauflage von "Kalt" (E-vinyl, 2008) habt ihr James Plotkin die Überarbeitung der Songs anvertraut. Wie war die Zusammenarbeit?
Die Zusammenarbeit bestand eigentlich darin, dass wir ihm das Material geschickt haben und meinten "mach mal". Wir sind sehr zufrieden!

Eure Zuneigung zu Felsen und Gebirgen ist unübersehbar. Kannst du uns ein bisschen was dazu erzählen, auch in Bezug auf die Bandgeschichte?
Gebirge sind grundsätzlich großartig und gewaltig. Wenn du einen Gipfel erklommen hast, merkst du, dass auf dieser Welt einige Dinge existieren, die es Wert sind, alle Strapazen, die tagtäglich auf einen warten, auf dich zu nehmen. Diese wundervolle aber auch gefährliche Landschaft bietet uns die Möglichkeit, die Musik, die wir machen wollen, umzusetzen. Für die Hörer demnach ein Kopfkino für zu Hause, wenn die Reise in die Alpen oder in sonst ein Gebirge gerade nicht möglich ist.

Welche Bands oder Musikstile haben euren Sound entscheidend beeinflusst?
Na ja, das ist sehr unterschiedlich. Da sind natürlich Klassiker wie Black Sabbath, Rainbow. Twisted Sister und Dio, auf der anderen Seite auch neuere Geschichten wie Neurosis und co. Aber auch Bands wie Sigur Rós und Konsorten haben uns langsam aber sicher in diese, unsere Richtung geführt.

Welche Musik hört ihr aktuell privat?
Christof hört eigentlich nur Twisted Sister. Boris kennt gar keine andere Band als Manowar. Michael mag Watain, High on Fire, Wolves in the Throne Room, Celeste. Ich selber höre momentan (wie eigentlich immer) viel Iron Maiden, Snuff aber vor allem Mumford and Sons und The Tallest Man on Earth.

Was sind eure Eindrücke vom letztjährigen Denovali Swingfest und was erwartet ihr dieses Jahr?
Das Denovali Swingfest war eigentlich super. Wir hatten leider einige technische Probleme, unsere blaue Lampe ging kurz vor dem Gig kaputt, mein Amp funktionierte nicht richtig, aber alles in allem war es wirklich ein gelungenes Fest. Dieses Jahr hoffen wir, dass wir den Menschen und uns eine Show ohne jegliche Problemchen liefern können. Wir freuen uns, denn das Lineup ist nochmal gigantischer als im letzten Jahr!

Wie schauen die sonstigen Tourpläne aus für dieses Jahr?
Dieses Jahr machen wir noch ein paar Festivals (Fluff und co.) und ein paar Wochenendgigs. Eine kleine Dreitages-Minitour kommt Ende August (Bremen Hamburg Kopenhagen). Das war es eigentlich, wir müssen ja auch noch ein paar Songs für das neue Album 2011 schreiben!

Übrigens ist heute der offizielle Veröffentlichungstermin für die Neuauflage des Debütalbums "Geisterstadt", dessen Erstauflage schon lange vergriffen ist. Denovali Records haben das Artwork für die Vinyl Version etwas überarbeiten lassen und bieten die Platte in zwei limitierten Farbvarianten an. Die CD Version dagegen kommt mit komplett neuem Artwork und einem Bonussilberling, auf dem die vier Songs vom "Kalt" Demo verewigt sind. Verantwortlich für das Artwork ist in beiden Fällen wie immer Oliver Hummel. Wer sich nicht entscheiden kann, kauft am besten gleich beides.

Falls immer noch Kaufzweifel bestehen und ihr euch das Album erstmal anhören möchtet, dann könnt ihr "Geisterstadt" hier runterladen.


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INTERVIEW MIT THRONERECORDS

Posted in INTERVIEWS on March 26th, 2010 by D.K. und M.H.

thronerecords logo

Für unser erstes Interview haben wir uns UG, den Gründer und Chef des spanischen Independent Labels Thronerecords ausgesucht. Wir haben ihn zu seiner Arbeit als Labelbetreiber und seiner Affinität zum Vinyl befragt und er stand uns Rede und Antwort. Im Folgenden könnt ihr seine sympathischen Ansichten und Ausführungen lesen.

thronerecords warehouse

what was the reason for you to start a record label?
I used to run in the 90’s another different label before Throne. I felt really boxed in within a couple of musical styles, while personally I liked quite a lot of different bands and music styles, you know. So, I decided to pack the other label off, and started Throne Records in the beginning of the 2000’s, with a clear focus on attitude / intention instead of purely musical style. Along these years I’ve released some of the fastest bands in the world, as well as some of the slower ones! Also, some others non-related with speeds at all. So you can see the whole point. Therefore, the main reason why I started Throne up, was to release records I would buy myself if I wasn’t running a label.

do you sign bands that you like personally? if not, what music do you listen to privately?
99.9% of the priority when releasing a band is that I like them quite a lot on a personal level. As Throne is a one-man project, it all relies on my own personal taste, that’s it. Very rarely I helped out friends even though I was not that much into their stuff. I don’t count this as a mistake, because it feels good to help out people you respect, you know… but since some years ago I’ve seen there are enough labels and resources around which enable every single band to release something, so I decided to focus only on what I really like, you know… When at home or going to live shows, I listen to all the types of music you can imagine when seeing my releases’ catalog, and many other styles I really like which I don’t/can’t release due to lack of funds, resources, or knowledge. The list would be endless, believe me. My father was a local musician, while my mother was a local actress, so I was exposed to a lot of different stuff while I grew up…

do you have a favourite release on thronerecords?
Hahaha… who do you love most; mammy or daddy? Actually, yes, I have a favourite Throne release; always the next one!

if you were free to choose, which band would you sign for thronerecords?
I actually release most of the bands I’d like to! I’m really fullfilled and satisfied with the bands I’m releasing, honestly. That suits perfectly for a small underground/DIY label like Throne.

our personal evaluation is that there are currently more vinyl sales than a few years ago. what’s your personal view about vinyl purchases?
Well, as some of you may know, I decided to stop releasing CD format a couple of years ago, more or less. Instead, I tried to focus on the only music format I’ve always liked, always trusted in. I grew up in the 70’s and 80’s with my father’s vinyls and my own ones, never liked tapes back at the time (when I was a teenager I felt stupid to pay the same amount for a vinyl than for a pro-cassette release, I always thought vinyl was THE format). I’m not against CDs at all, it’s just that I personally only buy vinyl, therefore I started to distribute more and more vinyls despite of cds, and ended up releasing vinyl only as a natural progression. I think CDs sell quite more units seeing it from a global point of view (I mean, counting all commercial type of music). But vinyl gained more and more recognition within underground styles. Yes. I think it’s very positive because bands and labels will have to focus more on the release itself, whereas artworks, the whole sleeve format, analog sound, etc etc. It’s a victory for the true lovers of music, from my point of view. Of course, there are also shitty vinyl releases with no effort whatsoever in the artwork, package, sound quality, etc. But when a label and a band cares about all these aspects, you’ve got an unbeatable format there: vinyl!

what was your first self bought record?
I was 9 years old, and I remember this as if it was 1 year ago, believe me. I saved all the christmas money and bought Motörhead’s “no sleep ’til Hammersmith”. It was 1983.

what are your plans for the near future?
Well, this year 2010 seems to be one of the funniest and more hectic ones, if not the most since I started the label! You know, these sort of chances that happens very rarely. Like a snowball. I’m counting the days now for the SUMA “ashes” 2×12″ and CONAN “horseback battle hammer” 12″ get delivered from the pressing plant. Besides that; from May til the end of the summer, I should release the following if everything’s OK:

LUDICRA “the tenant” 2×12″
LOOKING FOR AN ANSWER “buscando una respuesta” 12″ (this is the first and last repress ever of this old Throne’s title, in order to celebrate their first album for Relapse Records)
JARBOE “mahakali” 2×12″
NADJA “skin turns to glass” 2×12″

Afterwards, with no time schedule set:
NEKROS debut 12″ (great swedish bands with the main head behind Tyrant and Arcana)
GRIEF “torso” 2×12″ (official repress)
GRIEF “miserably ever after” 2×12″ (official repress)
TARANTULA HAWK a couple of vinyls with unreleased stuff.

That’s it, more or less.

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AERONAUTIX

Posted in Musik, Release on January 31st, 2010 by M.H.

Die Aeronautix aus Moers sind seit 2007 aktiv und haben im März 2009 ihr Debüt, die “Eartheption EP”, veröffentlicht. Das Trio vom linken Niederrhein spielt instrumentalen Post Rock, wobei es diesen sicherlich nicht neu erfindet. Jedoch verstehen sie es durchaus, eigene Akzente zu setzen, indem sie dem geneigten Hörer leichtfüßig, schwebend daherkommende Soundscapes mit 1. Liga-Potential kredenzen. Vor wenigen Tagen haben sie nun die “Eartheption Remix EP” vorgelegt, auf der 4 Aeronautix Songs in überarbeiteter Form zu finden sind.

Weitere Details, sowie die Möglichkeit, euch das bisherige Schaffen der Band als Stream zu Gemüte zu führen, bieten die Webseite und die MySpace Seite.

Ein Interview, in dem die Jungs euch in das Konzept ihrer “Eartheption EP” einweihen, findet ihr zudem hier.

Wer die Aeronautix live erleben möchte, sollte sich am 05. Februar nach Oberhausen ins Druckluft begeben, wo die drei ein Konzert mit den Schweden von Immanu El spielen. Zwei weitere Konzerte sind für Mai in ihrer Heimatstadt geplant.

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THE UNWINDING HOURS

Posted in Release on December 5th, 2009 by M.H.


Craig B. und Iain Cook haben Neuigkeiten zu vermelden. Das The Unwinding Hours Debüt Album wird am 15. Februar 2010 via Chemikal Underground erscheinen. Ein erster Konzerttermin in Glasgow für Anfang des nächsten Jahres steht ebenfalls bereits fest und eine Tour ist in Planung. Sobald auch deutsche Tourdaten benannt werden, informieren wir euch natürlich an dieser Stelle.

Bis dahin findet ihr hier ein kurzes Interview mit der Band.

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