THE GREAT SAUNITES & ATTILIO NOVELLINO

Posted in Release on March 2nd, 2014 by D.K.

The Great Saunites und Attilio Novellino haben wir euch vor einiger Zeit vorgestellt. Jetzt haben sich die beiden italienischen Acts zusammengetan und eine gemeinsame 12inch veröffentlicht.

“Radicalisme Mècanique” nennt sich das 12minütige Ergebnis. Ein sich auftürmendes experimentelles Stück, mit trockenen Drums, brodelndem Bass, umgeben von einer Soundwolke, aus der immer wieder neue Klänge hervorschauen. Das Ganze gemastert von James Plotkin. Mehr nicht. Mehr braucht es auch nicht.

Die Platte ist auf gelbem Vinyl mit schwarzem Siebdruck als Co-Release der beiden italienischen Label Manza Nera und Discreet Records erhältlich. Sucht euch ein Label aus und schafft euch diese Platte an.

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TRETET EIN IN DEN JODIS TEMPEL

Posted in Release on September 30th, 2012 by D.K.

Wer sich traut auf die andere Seite des schwarzen Vorhangs zu treten, wird mit einer Wucht von Jenseitsrock beschallt… Aber lasst uns am Anfang beginnen. Jodis haben ihr lang angekündigtes zweites Album “Black Curtain” fertiggestellt. Das Debüt “Secret House” hat vor drei Jahren bereits alle Register gezogen, “Black Curtain” führt dies fort.

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Aaron Turner an den Vocals und Effekten, Tim Wyskida an den Drums und Percussion und James Plotkin an der Gitarre. Allein diese Info sollte jedem Freund experimenteller Musik signalisieren, dass hier etwas zusammengekommen ist, was einfach überzeugen muss.

Der 11minütige Opener “Broken Ground” reißt einem förmlich den Boden unter den Füßen weg, wenn die Gitarre von Plotkin einsetzt und sich wie eine bedrohliche Welle vor einem aufbaut. Turner setzt mit den Vocals ein und Wyskida setzt gezielte Akzente an den Drums. Der Opener greift den Sound des Debütalbums auf. “Silent Temple” ist rockiger als man es erwarten würde. Aaron Turners Vocals zeigen neue Facetten, die überzeugen. Wie eine Aufforderung dem zu glauben, was die drei hier beschwören. Ja, ich glaube und vertraue Jodis. “Red Bough” lässt sich Zeit. Die Gitarre in ihrer übertreffend minimalistischen Soungestaltung legt den Weg frei. Turner singt überraschend deutlich und sogar die Lyrics aller Songs sind im Booklet abgebildet. Wer genau hinhört, nimmt auch die Stimme von Faith Coloccia wahr. Der Track entwickelt sich zu einem progressiven Epos. Das kurze “Corridor” ist das heimliche Highlight mit verdammtem Gänsehautfaktor. Es hallt und alles kommt einem so unnahbar und erhaben vor. “Awful Feast” überrascht mit einem Acapellaabschluss. Der Schluss gehört “Beggar´s Hand”, dem Song mit der schwerfälligsten Instrumentierung. Die Gitarre gräbt sich hier tief durch die Lautsprecher und hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Massiver Minimalismus.

Im Vergleich zum Vorgänger ist “Black Curtain” sehr viel strukturierter, die Vocals sind bis auf einen kurzen Moment durchgehend klar gesungen, das Zusammenspiel aller Elemente ist hier stärker aufeinander abgestimmt. Beide Platten sind ein Muss für die Plattensammlung, ich kann mich nicht entscheiden, welche besser ist.

“Black Curtain” erscheint auf CD und LP via Hydra Head Records und überrascht neben einer unterschiedlichen Reihenfolge der Tracks auch mit zwei verschiedenen Versionen des Abschlusssongs “Beggar´s Hand”.

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JON MUELLER & JAMES PLOTKIN

Posted in Release on June 24th, 2012 by D.K.

Wenn zwei schwer beschäftigte Musiker zusammentreffen, um in kürzester Zeit gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen, dann passieren manchmal magische Dinge. So im Fall von Jon Mueller und James Plotkin. Jon Mueller ist studierter Drummer und fleißig damit beschäftigt, seine Gabe in Workshops, Studien, Konzerten und natürlich Plattenveröffentlichungen weiterzugeben und zu präsentieren. James Plotkin ist sowohl als Musiker als auch als der Mann bekannt, der gelungenen Platten noch den letzten Mastering Schliff verpasst, um sie noch gelungener klingen zu lassen. In letzte Zeit hat sich Plotkin auch eher auf Letzteres konzentriert, um so erfreulicher ist nun die Veröffentlichung von “Terminal Velocity” über Taiga Records.

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Vor einem Jahr wurden Jon Mueller und James Plotkin von Keith Utech eingeladen, auf dessen erstem Utech Records Festival zu spielen. Die beiden Musiker kannten sich schon von einer früheren Zusammenarbeit für Jon Muellers Album “Physical Changes” und haben sich, um für den gemeinsamen Auftritt zu proben, wenige Tage vorher getroffen. Das Ergebnis ist nicht nur ein imposanter Auftritt auf dem Festival, sondern auch die Aufnahmen zum ersten gemeinsamen Full Length Album “Terminal Velocity”.

“Terminal Velocity” ist die Dokumentation eines fragilen aber intensiven Zusammenspiels von Drums, Percussion, Gitarre und Elektronik. Eröffnet wird das Album von “Vestibular Apparatus”, einem vor sich herfliessenden Stück mit Gongsounds und flirrenden Soundflächen. Hat man sich einmal eingehört ist die Empörung groß, dass nach neun Minuten der Song vorbei ist und einem viel kürzer vorkommt. “Hypnagogia” tritt weiter in den Vordergrund und die Elektro und Gitarrensounds von Plotkin pressen sich auf das Drumset von Mueller und bringen dieses in Schwingung, bis Mueller dann Akzente setzt und die Drums “bewusst” spielt. Der Song steigert sich immer weiter und weiter und weiter ohne den Anspruch zu erheben, ausbrechen zu wollen oder zu müssen. “Eigenlicht” greift die Ästhetik des Openers auf und bereitet “Anthipnyc” den Weg in eine weitere minimalistische Traumwelt aus Rhythmusakzenten und Melodieandeutungen. “Praedormitium” trägt den Hörer wie auf einer Welle, wie auf einer Windböe und bringt in sanft zum episch langen “Subvocal”. Experimentell und zurückhaltend noisig lassen die beiden Musiker ihre Sounds zusammenkommen. Ein Stück, das bezwungen werden muss vom Hörer, die Musiker leben sich hier vollkommen in ihrer Welt aus. Mir kommen Bilder von Godzilla und Spacegodzilla in den Sinn. So klingen die beiden nach fast 15 Minuten Soundertüftelung. Noise, Noise und nochmal Noise. Nach diesem Ausflug in andere Gefilde, nimmt “Microsleep” den Pfad des restlichen Albums auf und befördert den Hörer mit anhaltenden überlappenden Tönen und sich hintergründig aufbauenden Drums in eine Art siebenminütigen Tagtraum.

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“Terminal Velocity” ist ein experimentelles Album für die Ewigkeit. Macht Platz in eurem Plattenregal und investiert in dieses Schmuckstück. Das Artwork besteht aus Graphitzeichnungen von Karlynn Holland und bietet Unterschlupf für zwei 200 Gramm schwere Vinylplatten, die es in einer 500er Auflage in drei verschiedenen Farben via Taiga Records gibt. Kostet zwar etwas mehr, ist aber seinen Preis wert.

Und zum Schluß gibt es noch einen exklusiven Track zum reinhören:

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OMEGA MASSIF INTERVIEW

Posted in DIE DENOVALI SWINGFEST BANDS 2010, INTERVIEWS on July 2nd, 2010 by D.K. und M.H.

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Wie bereits in 2009, werden die Würzburger Instrumental-Doomrocker von Omega Massif auch in diesem Jahr das Lineup des Denovali Swingfest bereichern. Soeben zurückgekehrt vom Hellfest 2010, haben wir Gitarrist Andreas Schmittfull zur Arbeit am neuen Album und zu verschiedenen weiteren Themen befragt.

Wie weit fortgeschritten sind die Arbeiten an eurem neuen Album? Geht es soundtechnisch in Richtung der Split-Veröffentlichungen (mit Mt. Logan und Tephra) oder schlagt ihr neue Wege ein?
Wir haben 3 neue Songs für die kommende Platte quasi fertig, eins mit dem Titel "Karst" spielen wir seit zwei Shows live. Die Songs gehen grundlegend in die gleiche Richtung wie die alten Songs, wir steuern an manchen Stellen sogar wieder zurück zum Demo. Neues wird’s auch geben, leichte, gaaanz leichte BM-Einflüsse aber die gezielt und kurz eingesetzt.

Viele Instrumental Bands experimentieren mit Gesang. Gibt es Pläne, ein derartiges Experiment mal mit Omega Massif einzugehen oder schliesst ihr es grundsätzlich aus?
NEIN, keine Pläne. JA, wir schließen es grundsätzlich aus.

Für die Neuauflage von "Kalt" (E-vinyl, 2008) habt ihr James Plotkin die Überarbeitung der Songs anvertraut. Wie war die Zusammenarbeit?
Die Zusammenarbeit bestand eigentlich darin, dass wir ihm das Material geschickt haben und meinten "mach mal". Wir sind sehr zufrieden!

Eure Zuneigung zu Felsen und Gebirgen ist unübersehbar. Kannst du uns ein bisschen was dazu erzählen, auch in Bezug auf die Bandgeschichte?
Gebirge sind grundsätzlich großartig und gewaltig. Wenn du einen Gipfel erklommen hast, merkst du, dass auf dieser Welt einige Dinge existieren, die es Wert sind, alle Strapazen, die tagtäglich auf einen warten, auf dich zu nehmen. Diese wundervolle aber auch gefährliche Landschaft bietet uns die Möglichkeit, die Musik, die wir machen wollen, umzusetzen. Für die Hörer demnach ein Kopfkino für zu Hause, wenn die Reise in die Alpen oder in sonst ein Gebirge gerade nicht möglich ist.

Welche Bands oder Musikstile haben euren Sound entscheidend beeinflusst?
Na ja, das ist sehr unterschiedlich. Da sind natürlich Klassiker wie Black Sabbath, Rainbow. Twisted Sister und Dio, auf der anderen Seite auch neuere Geschichten wie Neurosis und co. Aber auch Bands wie Sigur Rós und Konsorten haben uns langsam aber sicher in diese, unsere Richtung geführt.

Welche Musik hört ihr aktuell privat?
Christof hört eigentlich nur Twisted Sister. Boris kennt gar keine andere Band als Manowar. Michael mag Watain, High on Fire, Wolves in the Throne Room, Celeste. Ich selber höre momentan (wie eigentlich immer) viel Iron Maiden, Snuff aber vor allem Mumford and Sons und The Tallest Man on Earth.

Was sind eure Eindrücke vom letztjährigen Denovali Swingfest und was erwartet ihr dieses Jahr?
Das Denovali Swingfest war eigentlich super. Wir hatten leider einige technische Probleme, unsere blaue Lampe ging kurz vor dem Gig kaputt, mein Amp funktionierte nicht richtig, aber alles in allem war es wirklich ein gelungenes Fest. Dieses Jahr hoffen wir, dass wir den Menschen und uns eine Show ohne jegliche Problemchen liefern können. Wir freuen uns, denn das Lineup ist nochmal gigantischer als im letzten Jahr!

Wie schauen die sonstigen Tourpläne aus für dieses Jahr?
Dieses Jahr machen wir noch ein paar Festivals (Fluff und co.) und ein paar Wochenendgigs. Eine kleine Dreitages-Minitour kommt Ende August (Bremen Hamburg Kopenhagen). Das war es eigentlich, wir müssen ja auch noch ein paar Songs für das neue Album 2011 schreiben!

Übrigens ist heute der offizielle Veröffentlichungstermin für die Neuauflage des Debütalbums "Geisterstadt", dessen Erstauflage schon lange vergriffen ist. Denovali Records haben das Artwork für die Vinyl Version etwas überarbeiten lassen und bieten die Platte in zwei limitierten Farbvarianten an. Die CD Version dagegen kommt mit komplett neuem Artwork und einem Bonussilberling, auf dem die vier Songs vom "Kalt" Demo verewigt sind. Verantwortlich für das Artwork ist in beiden Fällen wie immer Oliver Hummel. Wer sich nicht entscheiden kann, kauft am besten gleich beides.

Falls immer noch Kaufzweifel bestehen und ihr euch das Album erstmal anhören möchtet, dann könnt ihr "Geisterstadt" hier runterladen.


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THREE STEPS TO THE OCEAN

Posted in Musik, Release on October 28th, 2009 by M.H.

Die Nord-Italiener Three Steps To The Ocean, gegründet im Januar 2006, sind stilistisch im Bereich des instrumentalen Postrock zu Hause, wobei sie ihren Sound zusätzlich mit atmosphärischen Synthesizer Klangteppichen unterlegen. Insgesamt entwickeln ihre Songs ein hohes Maß an Dynamik und wirken gleichzeitig sehr homogen, detailverliebt und ausgereift.

Anfang Oktober haben sie mit “Until Today Becomes Yesterday” ihr Debüt Album via  Frohike Records vorgelegt. Für das Mastering der Platte, die bisher als Digipack CD erhältlich ist, haben sie niemand geringeren als James Plotkin gewinnen können. Eine Vinyl Version von “Until Today Becomes Yesterday” ist ebenfalls in Planung und wird bei KNVBIRecords erscheinen.

Das Album sowie die zuvor erschienene selbstbetitelte EP könnt ihr euch hier zulegen. Einen ersten Eindruck liefern die Hörproben auf ihrer MySpace Seite oder auf ihrem LastFM Profil.

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OMEGA MASSIF

Posted in DIE DENOVALI SWINGFEST BANDS 2009, ontheroad, Serie on October 17th, 2009 by M.H.

DIE DENOVALI SWINGFEST BANDS (TEIL 3)

Die Würzburger Omega Massif, gegründet im September 2005, sind soundtechnisch im Bereich des instrumentalen Doom/Sludge/Post-Hardcore anzusiedeln. Mächtige Soundwände wechseln sich ab mit ruhigen, melancholischen Parts. Drei Songs ihres bereits vergriffenen Demos “kalt” könnt ihr euch hier kostenlos im MP3 Format herunterladen. Oder ihr besorgt euch die von James Plotkin remasterte Version als Picture LP – beispielsweise über Denovali Records. Im Laufe der nächsten Wochen erscheint die lang angekündigte Omega Massif / Mount Logan Split EP über Vendetta Records, auf der zwei neue Omga Massif Tracks vertreten sein werden. Einen ersten Höreindruck liefert der neue Song “Brachland”, den ihr euch auf ihrer MySpace Seite anhören könnt. Geplant ist außerdem eine Split 7” mit Tephra, auf der ebenfalls ein neuer Song vertreten sein wird.

Neben dem Auftritt auf dem Denovali Swingfest stehen für Omega Massif im November noch weitere Konzerte an. Die genauen Daten findet ihr auf unsere ONTHEROAD Seite.

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JODIS

Posted in Release on October 14th, 2009 by D.K.

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Jodis nennt sich die Zusammenarbeit von Aaron Turner, James Plotkin und Tim Wyskida. Die drei Beteiligten beweisen auf ihrem Debüt “Secret House” auf eindrucksvolle Weise wieviel Aufmerksamkeit minimalistische Musik auf sich ziehen kann. Das Album wird vordergründig von stossartig gespielten Gitarrenklängen und dezenten Percussioneinsätzen getragen, die durch die hallenden Vocals im Hintergrund, die wie Klagegesänge klingen, unterstützt werden. Überzeugt euch einfach selbst und hört euch das ganze Album hier an.

“Secret House” ist bei Hydra Head Records erhältlich.

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