AS THE VALLEY OF DEATH BECOMES US, OUR SILVER MEMORIES FADE

Posted in Release on May 6th, 2011 by M.H.

Der epische Titel täuscht nicht – A Storm Of Light beschwören auf ihrem neuen Album ein weiteres Mal die (Post-)Apokalypse herauf. Sludge, Doom und Industrial verschmelzen zu futuristischen Songungetümen. Es groovt an allen Ecken und Enden, monströse Riffwände türmen sich vor dem geistigen Auge auf und Josh Grahams Gesang hat nichts von seiner hypnotischen Eindringlichkeit verloren. Wobei alle Wucht und Urgewalt die immer wieder eingestreuten experimentellen Ambientruhepausen nur umso reizvoller erscheinen lässt.

Mit “As The Valley Of Death Becomes Us, Our Silver Memories Fade” präsentiert uns Josh Graham zweifelsohne die Essenz seines musikalischen Schaffens, komprimiert auf einem Album, das sich darüber hinaus durch eine erhöhte Songorientierung auszeichnet. Unterstützt wird er dabei vom aktuellen ASOL Lineup, bestehend aus Domenic Seita (Bass), Billy Graves (Drums) und Joel Hamilton (Synthesizer). Dazu gesellt sich eine illustre Gästeliste, gespickt mit namhaften Künstlern wie Jarboe, Carla Kihlstedt, Kris Force, Matthias Bossi, Nerissa Campbell und als wohl bemerkenswerteste Persönlichkeit Soundgarden Gitarrist Kim Thayil, der “Missing” und “Black Wolves” mit seinen markanten Gitarrensoli eine ganz eigene Note verleiht.

“As The Valley Of Death Becomes Us, Our Silver Memories Fade” erscheint in Europa am 17. Mai über Burning World Records. Vorab wurden bereits drei Appetithäppchen online gestellt: “Missing” auf stereogum.com, “Callapse” auf profoundlorerecords.com und “Black Wolves” auf brooklynvegan.com.

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LIVE: ROADBURN FESTIVAL 2010

Posted in ontheroad, Roadburn on April 21st, 2010 by M.H.

Donnerstag, 15. April

Am frühen Nachmittag in Hilvarenbeek angekommen, beziehen wir unsere Hotelzimmer, trinken ein Begrüßungsbier auf der sonnigen Terrasse des Hotels und begeben uns dann voller Vorfreude mit dem Bus nach Tilburg. Vor dem 013 angekommen, erwartet uns die erste Überraschung des Wochenendes: Eine gewaltige Schlange am Ticket Schalter. Hier muss zunächst das Ticket gegen ein Bändchen getauscht werden. Nach ca. 45 Minuten Wartezeit betreten wir endlich jene Hallen, die auch in diesem Jahr das Roadburn Festival beheimaten.

Die nicht eingeplante Wartezeit erleichtert uns die Entscheidung zwischen Kylesa, Ancestors und Russian Circles – um genau zu sein, verpassen wir alle drei. Na ja, einen halben Ancestors Song bekommen wir doch noch mit und die Publikumsreaktionen lassen auf einen gelungenen Auftritt schließen.

Weiter geht es auf der Main Stage mit einem mystisch experimentellen Auftritt der Ex-Swans Sängerin Jarboe, die es schafft, die Anwesenden eine Stunde lang in ihren Bann zu ziehen.

Zum ersten Mal in diesem Jahr als zusätzliche Location mit dabei ist das Midi Theatre, nur knapp fünf Minuten Fußweg vom 013 entfernt. Earthless spielen hier am frühen Abend ihr erstes von zwei Konzerten an diesem Wochenende. Sie bieten eine gute Show, doch sind wir uns nach dem Set auch einig, dass ihre Improvisationskünste live teilweise etwas zu sehr ausufern.

Direkt im Anschluss entern EYEHATEGOD die Main Stage und liefern, wie zu erwarten, eine dreckige Sludge/Metal Show ab. Nur Sänger Mike Williams scheint etwas neben sich zu stehen, lässt ständig sein Mikro fallen und irrt teilweise arg orientierungslos über die große Bühne. Dies schmälert den Genuss allerdings nicht im geringsten und führt allenfalls zu dem ein oder anderen Lacher im Publikum. Über allem thront so oder so der ketterauchende und dauergrinsende Jimmy Bower.

Den ersten Abend beschließen für uns die Instrumental Psychedelic Stoner von Monkey3. Mit Cowboyhut und guter Laune haben die Schweizer das gut gefüllte Midi Theatre von Anfang an im Griff und spielen sich überzeugend durch einen ungemein energiegeladenen Gig.

Danach ist es Zeit für Ben Ward und seine Orange Goblin Metal Disco. Heute und am Samstag bietet er uns bis 03:00 Uhr Klassiker aus dem Rock und Metal Bereich zum Luftgitarre spielen und Biertrinken.


Freitag, 16. April

In den Freitag starten wir mit einem Mix aus epischen Black Metal Parts und ruhigen, atmosphärischen Postrock Elementen, den uns die Iren Altar of Plagues im Green Room kredenzen. Sie spielen ihr gesamtes “White Tomb” Album und bis auf die teilweise doch arg langen Pausen zwischen den Songs, gibt es an ihrem Auftritt nichts zu kritisieren.

Danach verlagern wir unser Augenmerk für die nächsten Stunden auf die kleinste der Roadburn Locations, das Bat Cave. Den Anfang machen hier Suma, die bis auf ihren Sänger alles richtig machen. Der allerdings nervt mit einer völlig deplaziert wirkenden Performance, die aus Meditationsübungen und Pantomime-Elementen zu bestehen scheint.

Im Anschluss wird der Raum vom äußerst druckvollen Sound des Schweizer Damen Quartetts Shever beschallt. Auf die Dauer tönt das ganze allerdings zu gleichförmig und bietet nur wenig Abwechslung. Insgesamt hinterlassen die sympathischen Eidgenossinnen jedoch einen positiven Eindruck und ernten auch beim Publikum entsprechende Zustimmung.

Long Distance Calling legen am heutigen Tag mal wieder eine bemerkenswerte Spielfreude an den Tag und streuen in ihre Songs zur Auflockerung immer mal dezente kleine Variationen ein. Live betont das Quintett zudem seine metallische Seite. Dies macht sich zum einen natürlich musikalisch bemerkbar, exemplarisch sei hier der wuchtige Einstieg in “I Know You, Stanley Milgram” genannt, aber auch in den Posen der Musiker.


Samstag, 17. April 2010

Der Samstag steht natürlich ganz im Zeichen des Vulkanausbruchs auf Island, dem u.a. die Auftritte von Shrinebuilder und Candlemass zum Opfer fallen. Doch durch ein paar Verschiebungen im Ablaufplan und Bands, die einfach spontan noch ein weiteres Konzert spielen, werden die Verluste locker aufgefangen.

Leider verpassen wir den Auftritt von Brant Bjork, da das Midi Theatre bei unserer Ankunft, ca.15 Minuten vor Konzertbeginn, bereits so gut gefüllt ist, dass die Security nur dann jemanden hineinlässt, wenn ein anderer die Halle verlässt.

Als Entschädigung kommen wir dafür in den Genuss der Schweden Witchcraft, die auf der Main Stage ihren psychedelischen 70er Doom zelebrieren. Spontan als Shrinebuilder Ersatz eingesprungen und ohne ihren Original Drummer am Start, nehmen es die Vier mit Humor und liefern trotz gelegentlicher Improvisation ein gelungenes Konzert. Die bestens gefüllte Halle dankt es ihnen.

Der wohl von einem Großteil der Besucher mit Spannung erwartete Auftritt von John Garcia aka Garcia Plays Kyuss sorgt für eine bestens aufgelegte Menschenmenge vor der Hauptbühne. Souverän und mit der Unterstützung einer spielerisch über jeden Zweifel erhabenen Backing Band spielt er sich durch einen Set voller Kyuss Klassiker. Auch hier darf der an diesem Wochenende allgegenwärtige und scheinbar omnipräsente Ben Ward nicht fehlen, der von Garcia zu einem Gastauftritt auf die Bühne eingeladen wird. Letzter Song und Höhepunkt der Show ist “Green Machine”, bei dem die Massen vor der Bühne endgültig nicht mehr zu halten sind.

Eine positive Überraschung zum Abschluss folgt in Form von Jex Thoth im Midi Theatre. Eigentlich wollen wir uns nur einen kurzen Eindruck von der Band verschaffen, die uns nur vom Namen her bekannt ist, doch schafft es Sängerin Jex mit ihrer charismatischen Stimme, uns nach nur wenigen Augenblicken zum Verweilen zu bewegen. Die Band unterlegt den Gesang mit traditionellem, teils leicht progressiv angehauchtem Doom. Ein würdiger Abschluss für den Roadburn Samstag.

Nach den drei Tagen fällt ein positives Fazit nicht schwer. Trotz vulkanaschebedingter Ausfälle war es wieder eine einzigartige Veranstaltung mit vielen guten Konzerte, einer nur schwer zu beschreibenden, sympathischen Atmosphäre, die das gesamte Roadburn Festival umgibt und natürlich standesgemäßem Kaiserwetter.

Kurz gesagt: Wir sehen uns in 2011!

Weitere Fotos findet ihr auf unserer PHOTOS Seite.

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INTERVIEW MIT THRONERECORDS

Posted in INTERVIEWS on March 26th, 2010 by D.K. und M.H.

thronerecords logo

Für unser erstes Interview haben wir uns UG, den Gründer und Chef des spanischen Independent Labels Thronerecords ausgesucht. Wir haben ihn zu seiner Arbeit als Labelbetreiber und seiner Affinität zum Vinyl befragt und er stand uns Rede und Antwort. Im Folgenden könnt ihr seine sympathischen Ansichten und Ausführungen lesen.

thronerecords warehouse

what was the reason for you to start a record label?
I used to run in the 90’s another different label before Throne. I felt really boxed in within a couple of musical styles, while personally I liked quite a lot of different bands and music styles, you know. So, I decided to pack the other label off, and started Throne Records in the beginning of the 2000’s, with a clear focus on attitude / intention instead of purely musical style. Along these years I’ve released some of the fastest bands in the world, as well as some of the slower ones! Also, some others non-related with speeds at all. So you can see the whole point. Therefore, the main reason why I started Throne up, was to release records I would buy myself if I wasn’t running a label.

do you sign bands that you like personally? if not, what music do you listen to privately?
99.9% of the priority when releasing a band is that I like them quite a lot on a personal level. As Throne is a one-man project, it all relies on my own personal taste, that’s it. Very rarely I helped out friends even though I was not that much into their stuff. I don’t count this as a mistake, because it feels good to help out people you respect, you know… but since some years ago I’ve seen there are enough labels and resources around which enable every single band to release something, so I decided to focus only on what I really like, you know… When at home or going to live shows, I listen to all the types of music you can imagine when seeing my releases’ catalog, and many other styles I really like which I don’t/can’t release due to lack of funds, resources, or knowledge. The list would be endless, believe me. My father was a local musician, while my mother was a local actress, so I was exposed to a lot of different stuff while I grew up…

do you have a favourite release on thronerecords?
Hahaha… who do you love most; mammy or daddy? Actually, yes, I have a favourite Throne release; always the next one!

if you were free to choose, which band would you sign for thronerecords?
I actually release most of the bands I’d like to! I’m really fullfilled and satisfied with the bands I’m releasing, honestly. That suits perfectly for a small underground/DIY label like Throne.

our personal evaluation is that there are currently more vinyl sales than a few years ago. what’s your personal view about vinyl purchases?
Well, as some of you may know, I decided to stop releasing CD format a couple of years ago, more or less. Instead, I tried to focus on the only music format I’ve always liked, always trusted in. I grew up in the 70’s and 80’s with my father’s vinyls and my own ones, never liked tapes back at the time (when I was a teenager I felt stupid to pay the same amount for a vinyl than for a pro-cassette release, I always thought vinyl was THE format). I’m not against CDs at all, it’s just that I personally only buy vinyl, therefore I started to distribute more and more vinyls despite of cds, and ended up releasing vinyl only as a natural progression. I think CDs sell quite more units seeing it from a global point of view (I mean, counting all commercial type of music). But vinyl gained more and more recognition within underground styles. Yes. I think it’s very positive because bands and labels will have to focus more on the release itself, whereas artworks, the whole sleeve format, analog sound, etc etc. It’s a victory for the true lovers of music, from my point of view. Of course, there are also shitty vinyl releases with no effort whatsoever in the artwork, package, sound quality, etc. But when a label and a band cares about all these aspects, you’ve got an unbeatable format there: vinyl!

what was your first self bought record?
I was 9 years old, and I remember this as if it was 1 year ago, believe me. I saved all the christmas money and bought Motörhead’s “no sleep ’til Hammersmith”. It was 1983.

what are your plans for the near future?
Well, this year 2010 seems to be one of the funniest and more hectic ones, if not the most since I started the label! You know, these sort of chances that happens very rarely. Like a snowball. I’m counting the days now for the SUMA “ashes” 2×12″ and CONAN “horseback battle hammer” 12″ get delivered from the pressing plant. Besides that; from May til the end of the summer, I should release the following if everything’s OK:

LUDICRA “the tenant” 2×12″
LOOKING FOR AN ANSWER “buscando una respuesta” 12″ (this is the first and last repress ever of this old Throne’s title, in order to celebrate their first album for Relapse Records)
JARBOE “mahakali” 2×12″
NADJA “skin turns to glass” 2×12″

Afterwards, with no time schedule set:
NEKROS debut 12″ (great swedish bands with the main head behind Tyrant and Arcana)
GRIEF “torso” 2×12″ (official repress)
GRIEF “miserably ever after” 2×12″ (official repress)
TARANTULA HAWK a couple of vinyls with unreleased stuff.

That’s it, more or less.

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