EXPERIMENTAL EVENING VII: THE SLEEP OF REASON & N

Posted in Aktuell, ontheroad on October 1st, 2012 by D.K.

the sleep of reason & N

ACHTUNG!!! WICHTIGE SET-ÄNDERUNG:

Soeben (02.11., 11 Uhr) musste Jon Attwood aus familiären Gründen seine Teilnahme für den 3.11. absagen und ist nach England zurückgereist. Aufgrund dieser kurzfristigen Änderung wird Dirk Serries ein exklusives und einmaliges Solo Set spielen, das unabhängig von seinen Projekten The Sleep Of Reason,  Fear Falls Burning und Microphonics zu betrachten ist. Wir hoffen diese einzigartige Alternative sagt euch zu.

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Am Samstag, den 3. November, stehen drei Musiker auf der Bühne, beziehungsweise vor dem Altar der Christuskirche Bochum, die eines gemeinsam haben: Alle drei erzeugen Ihre Sounds allein mit einer Gitarre und einer Reihe von Effektgeräten.

N

Den Abend eröffnet N mit einem Drone-Noise-Set. Seine Gitarrensounds ähneln in vielen Momenten den Sounds einer Kirchenorgel, sie legen sich übereinander, der Kirchenraum trägt die Töne, lässt sie hallen, verstärkt sie… wer sich in die Kirche setzt und die Sounds auf sich wirken lässt, ist nach wenigen Sekunden dem Sog von N ausgesetzt.

The_Sleep_Of_Reason.jpg

Änderung: Aufgrund der Absage von Jon Attwood (siehe oben) wird Dirk Serries ein exklusives Solo Set spielen.

Die anderen beiden angesprochenen Musiker sind Jon Attwood und Dirk Serries, die sich zum gemeinsamen Projekt The Sleep Of Reason zusammengetan haben. Zur Veröffentlichung ihrer auf 200 Stück limitierten 3LP Albumsammlung auf Tonefloat Records, sind sie Ende Oktober und November auf Europatour. Dirk Serries hat mit seinem Projekt Fear Falls Burning bleibende Akzente in der Droneszene gesetzt. Jon Attwood ist seit vielen Jahren solo unterwegs und hat schon unzählige Alben veröffentlicht, auf denen er mal experimenteller, mal konventioneller mit seiner Gitarre musiziert. Das gemeinsame Projekt The Sleep Of Reason ist eine auf Platte(n) festgehaltene Dokumentation des gemeinsamen Gitarrenspiels der beiden Musiker. Wer sich durch die Platten durchhört wird Zeuge davon, wie die Sounds der beiden Gitarristen von Mal zu Mal besser aufeinander abgestimmt sind und am Ende eine perfekte Fusion aus bluesigen und experiementellen Sounds ergeben.

Wo:
Christuskirche Bochum, An der Christuskirche 1, 44787 Bochum
Wann:
3. November 2012, 20:00 Uhr Beginn, 19:30 Uhr Einlass
Tickets:
Gibt es hier… und an der Abendkasse

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YELLOW6

Posted in Release on February 16th, 2011 by N

Jon Attwood aka Yellow6 reiht sich nicht in die Reihen der drone-affinen One-Man-Guitar-Bands, baut keine düsteren, in sich bewegenden, aneinander reibenden Dronewolken oder Distortionberge… Oder soll man sagen: nicht mehr? Im Gegensatz zu “In Time this too will Fade” mit seiner umarmenden, faszinierenden Melodiösität und einem in der vermittelten Atmosphäre (zumindest für mich, trotz der elektrischen Instrumente, trotz Looper + Co) irgendwie fast folkig-luftigen Charakter ist das 1998’er Yellow6 Debüt „Perception Received/Milestone“ (als 7inch auf Enraptured) ein an den Gehörgängen kratzender Shoegazer-Blueprint, auch wenn Jon Attwood’s Haltung zur Melodie bereits damals durchscheint. Aber, wie es manchmal so ist: der Kontakt ging nach dieser ersten 7inch verloren und die folgenden Unmengen an CDr Veröffentlichungen an mir vorbei. Bis vor kurzem die Platte auf Basses Frequences („Death“, mit Thisquietarmy, Review siehe PLATTEN) und, fast zeitgleich, “In Time this too will Fade” auf Tonefloat’s C-Serie die Erinnerung wiederbrachte. Und die Neugierde.

yellow6

Und gleich das erste der drei ohne Namen bleibenden (oder werden die Namen nur verschwiegen?) Stücke ist eines dieser statuenhaften Stücke, wie gemacht für heavy-rotation ohne Zeitbeschränkung: schon nach wenigen Minuten wirkt die repetetive Hauptmelodie überhaupt nicht mehr wie ein sich wiederholendes Muster, scheint ständig Neues zu versprechen oder schafft es einfach, den Erinnerungsspeicher immer wieder aufs Neue zu leeren und alles Leben außerhalb der Konzentration auf dieses Stück auszuschalten. Und hält für das Ende genau das in der Hinterhand, was wenige Zeilen zuvor noch als Relikt der Vergangenheit für heute ausgeblendet schien: eine schleifende Schicht aus Verzerrung, die sich unter das Stück schiebt und den offenen Himmel von kurz zuvor in einer Art kontrastiert wie es nur ein Gewitter am Horizont kann, das seine ganze Brutalität entlädt, ohne den Standort des Betrachters je zu erreichen. Perfekt auch der spinetthafte Ausklang; allein schon dieses Stück ist die ganze Platte wert…

Seite 2 führt diese Atmosphäre weiter; mit einem Track, der in seiner harmonischen Struktur eine Art ambivalente Haltung zwischen Stillstand und Aufbruch besitzt, dessen Loopgerüst aber wiederum seine eigene Herkunft geschickt bemänteln kann… Der Abschluss als melancholisch wegdriftendes, Schlingern, focussiert auf ein paar einzelne, säulenhafte Akkorde und den Schimmer von Tremolo… wow.

“In Time this too will Fade” von Yellow6 ist bei Tonefloat Records erschienen.

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