EIN KLANGTRIPTYCHON

Posted in Redaktion on April 27th, 2014 by D.K.

Vor zwei Jahren haben wir euch A-Sun Amissa und Aidan Baker mit Maik Erdas in der Christuskirche Bochum präsentiert. Der Abend hatte einige Überraschungen zu bieten. Neben dem komplett improvisierten Set von Aidan und Maik haben sich zum Abschluss des Abend alle Musiker zusammengetan, um eine gemeinsame Improvisation darzubieten.

Die Aufnahmen dieses Abends sind von Midira Records in Zusammenarbeit mit den Künstlern überarbeitet worden und in einer Serie von drei verschiedenen Releases veröffentlicht worden.

A-Sun Amissa machen den Anfang mit der digitalen EP “Christuskirche Bochum 17.02.12”, die es als kostenlosen Download gibt. Das Set des Trios bestand aus den Tracks ihres Debütalbums und dokumentiert einen der ersten Live-Auftritte der Band. Der erhabene Charakter der langsamen Tracks wird hier durch den Kirchenraumsound weiter untermalt und zeigt wie gut Ambient, Modern Classic und Blues zusammenpassen.

“Cameo” nennt sich das Vermächtnis von Aidan Baker und Maik Erdas. Die Herausforderung, an einem Abend aufeinander zu treffen, einen Soundcheck zu machen und danach eine Stunde gemeinsam mit Gitarre und Drums zu improvisieren, haben die beiden Musiker mit Freude angenommen. “Cameo” ist eine zweiteilige Veröffentlichung. Auf der Vinylversion sind zwei Stücke zu hören, die den Anfang und das Ende des Sets dokumentieren, auf der CD ist das ganze dreigeteilte Liveset zu hören. Der Sound dieses Zusammentreffens wandert zwischen Ambient, Drone, Doom, Kraut- und Spacerock und steigert sich immer weiter zu einer massiven Soundwolke, die auch während des Liveauftrittes die Kirche komplett eingehüllt hat, um dann mit den letzen Drumsounds zu verstummen. “Cameo” ist als LP/CD Set in einer Auflage von 250 Stück erschienen und hier erhältlich.

Digital, Vinyl und CD hatten wir schon, fehlt nur noch ein Tape. Das gibt es von A-Sun Amissa und Aidan Baker. Sie müssen sich sehr wohl gefühlt haben, in der Kirche, auf der Bühne, vor dem Altar, so dass es dazu kam, dass alle Musiker des Abends sich zusammengetan haben, um gemeinsam zu improvisieren. Das Ergebnis ist auf dem selbstbetitelten Tape zu hören. Ein 20minütiges Set, in dem sich minimalistische Streichersounds, Drums und drei Gitarren so grazil vermengen, dass eine ständig anhaltende Spannung entsteht, die dieses Stück ausmacht. Als Bonus gibt es auf der B-Seite ein Set für eine französiche Radioshow von A-Sun Amissa und Aidan Baker. Erschienen in einer Auflage von 99 handnummerierten Tapes in drei verschiedenen Coverfarben.

Ein Klangtriptychon, das sehr zu empfehlen ist.

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NEAR GREY

Posted in Release on February 10th, 2013 by D.K.

Near Grey ist ein experimentelles Metal Quartett aus Montreal. Mit der selbstbetitelten Debüt-EP zelebrieren die vier Musiker die Bandbreite des modernen Instrumentalmetals, indem sie sich zwischen Doom, Post-Rock und Sludge bewegen und eine ganz eigene Dynamik entwickeln.

Drei Songs reichen aus um zu überzeugen. “Néant” fängt mit einem Ambientintro an und mutiert dann zu einem rauhen doomigen Track. Das Quartett hat Zeit, nimmt sich Zeit und gibt dem Hörer Zeit, sich in die Soundwelt einzufinden. Erst allmählich entwickelt sich der Song, um dann wieder in einer Art Rhythmuspause zu münden, um dann nochmal eine weitere Wende zu nehmen. “Vast Asleep” fängt progrockig bluesig an und steigert sich in eine treibende noisige Gitarrenwand mit staubtrockenen Drums. “Twin Yellow Sun” überrascht mit einem melancholisch-freundlichen Post-Rock-Einstieg. Dann der Bruch, Orgeltöne gleiten durch die Boxen, Gitarrensounds gesellen sich hinzu. Betörend gehen die Tasten- und Saitentöne eine Fusion ein und steigern sich zu einer Soundwand, auf die dann wieder die ganze Band miteinsetzt.

Near Grey gibt es digital gegen eine freiwillige Spende oder als limitiertes Tape für 5 kanadische Dollar über die Bandcamp Seite der Band.

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PROTOS OROFOS COMPILATION

Posted in Release, Sampler on February 3rd, 2013 by D.K.

Protos Orofos (griechisch für erste Etage) ist eine Art Verein und ein Ort in Thessaloniki, der sich zum Ziel gesetzt hat den wenigen Freunden experimenteller Musik, die es in der zweitgrößten Stadt Griechenlands gibt, eine Plattform zu bieten, um experimentelle Musik aus Griechenland und dem Rest der Welt live zu erleben.

Neben den regelmäßig stattfindenden Konzerten veröffentlicht Protos Orofos auch Compilations, auf denen die Künstler vertreten sind, die dort live aufgetreten sind. Es gibt mittlerweile vier Zusammenstellungen, die ihr allesamt hier kostenlos downloaden könnt (weiter unten auf der Seite). Die aktuelle Ausgabe “4” ist zusätzlich noch in einer Auflage von 1000 Stück erschienen.

Auf “4” finden sich die Künstler wieder, die von Oktober 2011 bis Mai 2012 im Protos Orofos aufgetreten sind. Neben bisher unveröffentlichten Songs von Nadja und Aidan Baker, die mit “Fire Drone” und “Ice Drone” zwei Dronejuwelen beisteuern, sind viele griechische minimalistische Künstler vertreten. Hier lohnt es sich wirklich mal einen Abend die CD einzulegen, Musik zu hören und anschließend die Künstler im Web zu suchen. Das Booklet hilft da übrigens mit nützlichen Adressen von Labels und Musikern. Heimlicher Höhepunkt ist “A Hidden House In The Mountains” von Georgios Karamanolakis. Ein extrem minimalistischer Elektronikdrone, der sich langsam in die Seele des Hörers schleicht.

Wer wissen möchte wie es klingt, wenn Frédéric D. Oberland, May Roosevelt und der griechische Musiker Michalis Vrettas zusammen im Protos Orofos spielen, kann dies ebenfalls auf “4” und hier tun:

Wer die Compilation im Anfassformat haben möchte, sollte eine englische Mail an info@protosorofos.gr schicken…

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A-SUN AMISSA LIVE ALBUM

Posted in Release on January 6th, 2013 by D.K.

Okay, unseren Jahrespollartikel haben wir “Ein letzter Blick zurück” genannt, wir wollen aber trotzdem für einen Blick nach vorne nochmal zurückblicken. Letztes Jahr im Februar haben wir euch einen Experimental Evening in der Christuskirche Bochum mit A-Sun Amissa, Aidan Baker und Maik Erdas von Kodiak präsentiert. An diesem Abend ist viel passiert und so gab es neben einem A-Sun Amissa Set ein improvisiertes Set von Aidan und Maik und ein genauso spontanes Set mit allen Beteiligten als Zugabe. Verpasst? Hier kommt die gute Nachricht: Alle Sets sind verewigt worden und warten darauf veröffentlicht zu werden.

a sun amissa artwork

Den Anfang machen A-Sun Amissa. Midira Records haben das gesamte Set, das von Richard Knox gemastert wurde, digital veröffentlicht. Auf dem kostenlosen Album ist ein Set verewigt, das in der Christuskirche Bochum wie ein Sog funktioniert hat und auch jetzt die gleiche Wirkung zeigt. Zwei Gitarren und eine Violine verschmelzen klanglich zu einem zähflüssigen Ambient-Blues-Klassik-Gebilde. Der Hörer wird förmlich angezogen von den langen Klangteppichen und den langsamen Arpeggios der Saiteninstrumente.

Wer das Studioalbum von Gizeh Records kennt, erhält mit diesem Live Album einen Alternativblick auf die Songs von A-Sun Amissa, die live eine ganz eigene Dynamik entwickeln. Wer die Band noch gar nicht kennt, der hat hier die Gelegenheit dieses englische Trio von seiner intimsten musikalischen Seite kennenzulernen.

a sun amissa by tobalo.de

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SLEEP MAPS AUF DEM SEZIERTISCH

Posted in Musik, Release on July 22nd, 2012 by D.K.

Über das Debütalbum “Fiction Makes The Future” von Sleep Maps haben wir euch bereits an dieser Stelle berichtet. Nun steht eine Remix EP zum kostenlosen Download bereit.

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Auf “The Stars Against Men” haben sich The Post Riot Era den Opener “Men Against The Stars” vorgenommen. Besonderheit ist hier, dass die zehn Remixe der EP allesamt aus dem Soundmaterial eines einzigen Songs bestehen. Für die Remixe sind keine weiteren Soundquellen genutzt worden als das Originalmaterial.

Das Ergebnis ist eine beeindruckende Vielfalt an Sounds, die sich zwischen Ambient, Elektronik und Post-Metal bewegen. Mal bis zur Unkenntlichkeit zerstückelt, mal einfach nur umgesetzt versprüht diese EP ihren ganz eigenen Charme. Dem ein oder anderen dürften die zehn Manipulationen sicherlich besser gefallen als das opulente Original.

Die EP gibt es als kostenlosen Download auf der Bandcamp Seite von Sleep Maps und wer schon mal da vorbeischaut, kann sich auch gleich die neue Single “Horror In The Telescope” runterladen.

 

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DIGITALIS RECORDINGS

Posted in Label on July 8th, 2012 by D.K.

Digitalis Recordings aus Tulsa ist mittlerweile eines der wichtigsten amerikanischen Label für experimentelle Musik aus den Bereichen Ambient, Drone, Synthie, Kosmische und Noise. Gegründet wurde das Label 2003 von Brad Rose und Eden Hemming Rose (Ehepaar und Bandkollegen diverser Bands), das seit der Gründung diverse Inkarnationen als Plattenfirma und Musikmagazin durchgemacht und diverse Sublabels ins Leben gerufen hat.

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Nach fast 10 Jahren haben die Labelbetreiber jetzt die Labelseite komplett überarbeitet und zum Launch die kostenlose Compilation “Born Again For The First Time” mit 23 bisher unveröffentlichten Songs ihrer Künstler online gestellt.

Also, hört rein!

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DALA SUN

Posted in Musik on April 6th, 2012 by D.K.

Dala Sun ist eine griechische Band aus der Hafenstadt Patra. Mit etwas über 214.000 Einwohnern ist Patra die drittgrößte Stadt Griechenlands und in ihrem Erscheinungsbild stark gekennzeichnet von der derzeitigen (Wirtschafts-)Krise des Landes. Aus dieser Situation heraus haben sich Dala Sun zusammengerissen und ihr neues Album “Gegenschein” in Eigenregie produziert und ebenfalls selbst die Produktion einer 12inch Vinyl Platte in die Hände genommen.

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Das Ergebnis ist ein Album, das sich zwischen Stoner, Sludge, Punk und dreckigem Rock n´Roll bewegt und nur so vor Energie strotzt. Schon allein das Cover, das ein typisches griechisches Bild der 70er zeigt, auf dem ein Mädchen auf einem Dorfporsche sitzt während im Hintergrund Godzilla gegen Ghidorah kämpft, ist cool genug, um sich diese Platte zu besorgen. “Sludge Machine” eröffnet die Platte mit rotzigem Stonerpunk, “Flying Midget” entwickelt sich altmodisch rockig und doomig, während “Overdosed” einfach nur rockt. Die Songtitel sind schlicht aber auch irgendwie passend. “Guilty for Murder” nimmt zum ersten Mal Tempo raus und setzt mehr auf Atmosphäre und Stonerrhythmen und entwickelt sich zum Ende hin zu einer Soulrocknummer. In dieser Weise machen Dala Sun auch weiter und mit dem Titeltrack “Gegenschein” wird abschließend nochmal schwerfällig in Richtung Stonerdoom gerockt und Eindruck geschindet.

Obendrein gibt es die Platte auch noch als kostenlosen Download auf der Homepage der Band. Wer die Band unterstützen und die Vinylplatte kaufen möchte, der findet an dieser Stelle alle nötigen Infos.

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PETRELS

Posted in Release on January 28th, 2012 by N UND D.K.

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Der Brite Oliver Barrett alias Petrels baut aus einer Unmenge von instrumentalen Schichten, nein, keine eigentlichen Drones, sondern eine Art wortloser Songs ohne Rhythmus. Wo andere durch Schichtung undurchdringliche Monolithen stapeln, die geradezu bedrohlich vor dem Hörer aufragen und tiefe Schatten werfen, sind die Schichten von „Haeligewielle“ eher fein gewebt; mit Luft zum Atmen dazwischen und Ausblick ins Dahinter. Und dem Wissen um Dynamik; wenn beispielsweise in „Canute“, eine gleissende Spitze erreicht wird. Und dem Wissen um überraschende Instrumentierung, wenn in „Concrete“, die ansonsten allgegenwärtigen Gewebe akustischer (oft auch Streicher) und elektrischer Instrumente durch einen Chor abgelöst werden, der dem Stück einen noch menschlicheren Charakter verleiht, noch wärmer und runder, noch organischer als bei den anderen sechs Songs. Wobei es nicht wundern würde, wenn sich herausstellen sollte, dass dieser Chor Oliver Barrett allein ist; ein gewisses (und gesundes) Maß an Versponnenheit schimmert immer wieder zwischen den Zeilen hindurch und lässt „Haeligewielle“ trotz aller Klangereignisse stellenweise auch ganz leicht wirken, jenseits von Soloautismus oder dem Eingepferchtsein in sein eigenes Konzeptkämmerlein…

petrels

Insofern ist „Haeligewielle“ einfach nur ein perfektes Beispiel, was immer wieder aufs neue möglich ist, wenn sich Leute von Vorgaben und Vorbildern lösen und ihr ganz eigenes Ding entwickeln; hier im Fall von Drone / Experiment / Ambient. Völlig klischee- und dabei alles andere als harmlos; Wolf im Schafspelz. Perfekt. (N)

Auf CD und Vinyl über Denovali Records erhältlich.

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Mit der neuen 2-Track EP „All Things In Common“ führt Petrels seinen Soundkosmos fort und setzt genau da an, wo er mit „Haeligewielle“ aufgehört hat. Ein noisiger Beat, Elektrogeflirre in „Thomas Muntzer“, alles verschmilzt allmählich, dann eine Noisewand, die ständig in den Song hereinbricht um sofort wieder zu entschwinden. Die Auflösung des Noiseknotens durch eine Art Mellotron-Cello-Klangfläche. Was Petrels hier wirklich als Instrumentierung vewendet hat, ist nicht wirklich klar. Klar ist, dass der Song unter die Haut geht… besser… fliesst. Die 10 Minuten Laufzeit kommen einem so kurz vor.
Die B Seite „Leonora Christine“ mit orchestralem Anfang, verloren im Hall, schwebend, nicht greifbar und deswegen so unheimlich schön. Dann überraschend der Bruch mit einem Elektroglockenspielbeat und einer filigranen Synthiemelodie. Cooler Beat oder besser gesagt Rhythmus mit Kopfnicktendenzen. Die Streichersounds vom Anfang kommen wieder… Großes Ohrenkino. (D.K.)

„All Things In Common“ gibt es als 10inch Vinyl und als kostenlosen Download. Natürlich auch über Denovali Records.

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SANKT OTTEN – SÄNGER UND SÜNDER

Posted in Release on January 1st, 2012 by D.K.

Sankt Otten Photography: Tobalo.de

Das letzte Jahr hat mit geschenkter Musik aufgehört, dann kann das neue Jahr mit geschenkter Musik anfangen. Die Jungs von Sankt Otten und ihr Label Denovali Records haben die EP “Sänger und Sünder” zusammengestellt, die es im MP3 Shop des Labels als kostenlosen Download gibt.

Sankt Otten Sänger und Sünder Artwork

Auf “Sänger und Sünder” sind sieben Remixe und Cover vereint, die Sankt Otten zwischen 2007 und 2011 aufgenommen haben. Die Compilation startet mit “Slow Oscillations”, einem Cover der amerikanischen Synthierockkollegen von Zombi. Schon allein beim Lesen spitzt man die Ohren, denn wenn eine Synthieband eine andere Synthieband covert, kann alles passieren… Sankt Otten nehmen einfach die treibenden Drums aus dem Original und lassen den Song synthiemäßig treiben. Steht dem Song sehr gut. “Sehnen” dann das erste Cover von A Flock Of Seagulls. Kenn ich nicht, aber egal, denn was mich viel mehr beschäftigt ist die Tatsache, dass hier plötzlich jemand singt. Die deutschen Gastvocals von Carsten Sandkämper sind gelassen cool und wirken fast wie ein Gegenpol zur Instrumentierung. Dass das Stück von 2007 stammt, ist dem Song nicht anzuhören. Schon allein weil sich Sankt Otten an Slayers “Raining Blood” herantrauen, ist “Blutregen” das absolute Highlight (ohne den Rest gehört zu haben). Keine Angst, die Ottens covern nur Instrumental und versuchen sich nicht in der arayaschen Dichtung. Es folgen zwei Cover von The Cramps und King Crimson, die wunderbar in die Sankt Otten Soundwelt infiltriert werden. Anschließend wird wieder geremixt, diesmal Pendikels “Heulsuse” alias “Heulsusenalarm”, auch hier mit Vocals. Als Abschluss gibt es einen Remix von Max Richters “Infra 2”, der “Blutregen” dann doch noch den Rang abläuft.

“Sänger und Sünder” gibt es über Denovali oder Sankt Ottens Bandcamp Seite.

Das oben abgebildete Portrait von Sankt Otten stammt von Cristobal Marquez alias Tobalo und ist der zweite Teil einer Musikerserie. Mehr zur Serie gibt es hier zu lesen.

PS: Der Denovali MP3 Shop hat übrigens noch zwei andere neue kostenlose Leckerbissen im Angebot.

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HOME – FREE DOWNLOAD COMPILATION

Posted in Redaktion, Release, Sampler on December 30th, 2011 by D.K.

Das Jahr geht so langsam zu Ende und wir wollen uns bei euch Lesern mit einer Download Compilation für das Besuchen unserer Seite bedanken. Auf “Home” haben wir die verschiedensten Künstler aus Deutschland vereint, über die wir an dieser Stelle berichtet haben. Neben bereits veröffentlichten Songs findet ihr sowohl Livetracks von Veranstaltungen, die wir euch präsentiert haben, als auch bisher unveröffentlichte Tracks auf der Compilation.

Wir freuen uns auf euren Besuch im nächsten Jahr und wünschen euch einen guten Start in 2012. Und denkt daran, die hier präsentierte Musik zu fördern: Kauft Musik und Merch bei den Musikern und bei den Labels direkt und besucht die Konzerte dieser Künstler, egal bei welchem Wetter und bei welcher Laune. Label, Veranstalter und Künstler werden euch sehr dankbar dafür sein.

Eure Redaktion

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HOME – A THEPOSTROCK.DE COMPILATION VOLUME 1: GERMAN ARTISTS

LAUTER

Racquets – Begrudging
Vom selbstveröffentlichten Album „No Time For Beggars“

A Poor Man`s Memory – A Matter Of The Hand, Not The Heart
Vom Album „Fathers & Sons“ auf Mikrokleinstgarten erschienen

Ira – Hydrophobia
Vom Album „These Are The Arms“ auf Golden Antenna erschienen

Obelyskkh – Dust Of Angels
Vom Album „Mount Nysa“ auf Droehnhaus erschienen

Kokomo – Go, Mordecai
Vom Album „If Wolves“ auf Dunk Records und I.Corrupt Records erschienen

Horse? – Sleepwalk
Vom selbstveröffentlichten Album „I“

Tephra – Tempel
Vom Album „Tempel“ auf Golden Antenna erschienen

Mountain Witch – Severance
Vom Album „Mountain Witch“ auf Droehnhaus erschienen

Radare – Morast
Vom Album „Infinite Regress“ erschienen auf Shark Men Records und Tokyo Jupiter Records

LEISER

Seconds in Formaldehyde – A Safer Haven (previously unreleased)
Vom nächsten Album, das 2012 erscheinen wird

Sankt Otten – Ein Lied für hoffnungsvolle Tage (previously unreleased)
Vom nächsten Album, das 2012 auf Denovali erscheinen wird

Owwl – 60.885833, 101.894444 (previously unreleased)
Vom Album „Everything Darker Than Everything Else“, das 2012 auf Utech Records erscheinen wird

Bersarin Quartett – Geschichten von Interesse (previously unreleased)
Live Version vom ersten Auftritt als Trio beim Denovali Label Evening in der Christuskirche Bochum (das Original ist auf dem selbstbetitelten Album auf Denovali und Lidar Records erschienen)

[Bolt] – 04
Vom selbstveröffentlichten Demo „[ ]“

Kodiak – Pathfinder (previously unreleased)
Bisher unveröffentlichter Remix vom Material des ersten Albums, das auf Denovali erschienen ist

N (21) – Suedfall (previously unreleased)
Live Version vom Denovali Label Evening in der Christuskirche Bochum

Download

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RACQUETS

Posted in Release on December 16th, 2011 by D.K.

racquets

Die Racquets aus Münster sind schon lange da gewesen, nur war es so, dass das nur wenige wussten. Das soll und muss sich jetzt ändern und deswegen gibt es gleich zwei Veröffentlichungen zu besprechen. Das Quartett um Hengst (dicke Saiten), Patkow (dünne Saiten und Tasten), Finkenberg (ebenfalls dünne Saiten) und Kövi (Trommelarbeit) macht keinen Post-Rock, macht keinen Jazz, macht kein Indie, macht kein Dub, macht kein Synthie, macht kein Math, aber dann doch irgendwie, aber so gemischt, dass daraus der racquetische Sound entsteht.

capital ideas by racquets

Die erste Veröffentlichung, die wir euch vorstellen wollen, ist “Capital Ideas by…”. Ein 37minütiges Set, das eine Studiosession dokumentiert, in der Racquets neun Songs am Stück eingespielt haben. Die Songs entwickeln als zusammenhängende Einheit eine ganz besondere Dynamik und füllen die 37 Minuten mit Spannungsbögen, Rhythmen, Breaks und Improvisationen, so dass es eine Freude für die Ohren ist. Das ganze Erlebnis gibt es als kostenlosen Download über das Netlabel Digital Kunstrasen.

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Zweites Release ist “No Time For Beggars”, das Racquets in Eigenregie veröffentlicht haben. Diesmal nicht zusammenhängend, sondern als 6-Track-Silberling. Auch hier gilt das Gleiche, wie bei “Capital Ideas by…”, denn auch hier fährt die Band ihr musikalisches Repertoire auf und nimmt den Hörer mit auf eine Reise durch die instrumentalen Genres. Die erste Hälfte ist besonders verspielt (wie beim Opener “Hurt”), die zweite Hälfte lässt sich mehr Zeit für Klangideen und mit “Begrudging” gibt es ein fulminantes episches Finale. Auch hier wieder der Daumen hoch…

Beide Alben wirken nacheinander gehört, wie eine kleine Einheit, daher unsere Empfehlung: “Capital Ideas by…” runterladen und “No Time For Beggars” direkt bei der Band für 7 Euro (zzgl. Versand) bestellen und dann selber auf Klangreise gehen.

 

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[BOLT]

Posted in Demo on December 4th, 2011 by D.K.

[Bolt] oder genauer gesagt der Act, der als Bandnamen einfach nur einen fetten schwarzen Balken trägt, ist ein mysteriöses Duo aus Bochum, das mit zwei Bässen und ein bisschen Piano ein Demo aufgenommen hat, das genauso monumental daher kommt, wie die alten Fabrikhallen im Ruhrpott selbst.

BOLT

Das Demo beginnt mit “[8]” eher unscheinbar und setzt dem Hörer erst mal Field Recordings vor von zwitschernden Vögeln, dann setzen die Saiteninstrumente ein. Im Vordergrund eine freundlichere Melodie und im Hintergrund das tiefe düstere Brodeln von Basssaiten, das zum Ende hin in den Vordergrund ausbricht. Dann kommt “[1]” (die Songtitel unterstreichen das Mysteriöse des Bandnamens) direkt mit einem fetten langsamen Basslauf. [Bolt] haben Zeit und geben auch dem Hörer das Gefühl weiter. Der zweite Bass rollt über den ersten und beide gehen eine Liaison ein, die den Raum, in dem man grad die Musik hört, in Schwingungen zu versetzen scheint. Druckvoller Minimalismus steht hier im Augenmerk der beiden Musiker. Die restlichen Stücke unterstreichen diesen Eindruck. Highlight ist “[4]” (sogar an vierter Stelle auf dem Demo), das mit elektronisch verfremdeten Sounds beginnt, bevor die Bässe sich ihren Weg freiwalzen. Hört selbst…

Das Demo gibt es kostenlos auf Bandcamp und im nächsten Jahr folgt das Debüt auf Aentitainment Records.

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ESCAPARTIST RECORDS SPEZIAL

Posted in Label on November 6th, 2011 by D.K. und M.H.

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Das Freiburger Label Escapartist Records bietet diesen November seine bisher erschienenen Alben zum kostenlosen Download an. Das freut uns sehr, denn im Repertoire sind gleich zwei Platten, die wir euch letztes Jahr in unserer PLATTEN Rubrik vorgestellt haben.

AFFORMANCE – A GLIMPSE TO THE DAYS THAT PASS

“A Glimpse To The Days That Pass” von der Athener Band Afformance ist nicht nur ihr Debütalbum sondern auch eine Art Sammlung ihrer gesamten Schaffensphase als Band. Auf dem Album sind acht instrumentale Tracks vertreten, welche die Band von 2004 bis 2008 in Griechenland, den Niederlanden und in der Schweiz aufgenommen hat. Stilistisch sind Afformance im Post-Rock anzusiedeln, den sie aber mit rotzigen Metallriffs und vielen anderen Einflüssen zu individualisieren wissen. Der Song “A Tide Before The Flickering Sun” baut sich beispielsweise in knapp 10 Minuten mit seinen sich aufschichtenden Melodien zu einem Ohrwurm auf. Bei “Do” dagegen überrascht der einsetzende weibliche Gesang, der sich genau wie die Sounds der Instrumente bis zum Ende hin steigert. Im großen Ganzen bietet das Album abwechslungsreichen Post-Rock und ist schon alleine wegen seinem einzigartigen Artwork eine Anschaffung wert. Jedes der 500 Exemplare ist ein Unikat, das die Band in Handarbeit koloriert hat.

THREE STEPS TO THE OCEAN – UNTIL TODAY BECOMES YESTERDAY

Die Mailänder Three Steps To The Ocean lassen sich Zeit auf ihrem ersten Album “Until Today Becomes Yesterday”. Von den sechs rein instrumentalen Kompositionen überschreiten vier die Sieben-Minuten-Marke und beziehen ihre Spannung und Dynamik aus dem bewährten Wechselspiel zwischen lauten und leisen Momenten. Die geschickt integrierten Synthesizer Sounds unterstreichen zudem die melancholisch-dramatische Stimmung der Songs. Außerdem versteht es das Quartett perfekt, an den entscheidenden Stellen die nötige doomige Härte in ihren Postrock einfließen zu lassen, was dazu führt, dass über die gesamte Albumlänge keinerlei Monotonie aufkommt.

Falls euch die Platten gefallen, kauft bitte auch ein physisches Exemplar oder spendet was für den Download!!!

Hier geht es zur Bandcamp Seite…

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