QUARTETTKARTE: DENOVALI RECORDS

Posted in DENOVALI SWINGFEST 2011 QUARTETT, Serie on October 7th, 2011 by D.K.

DAS DENOVALI SWINGFEST QUARTETT 24/24

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Wer eignet sich besser als Abschluß für unser Denovali Swingfest Quartett, als die beiden, die hinter dem Ganzen stecken. Timo und Thomas sind Denovali Records und arbeiten seit nun einem halben Jahrzehnt daran, das Label als Pool für interessante experimentelle und vielseitige Musik zu betreiben, die vor allem auf Vinyl mit hochwertigem Artwork veröffentlicht wird.

Als Krönung gibt es mittlerweile jährlich das Denovali Swingfest, das die beiden im Alleingang organisieren und mit Hilfe von Freunden und Bekannten Jahr für Jahr über die Bühne bringen. Hut ab.

So, und jetzt Drucker einschalten, dickes Papier einlegen, ran an die Schere und Quartettkarten basteln. Regeln könnt ihr euch nach Belieben zurecht legen. Viel Spass!

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SULATRON RECORDS

Posted in Label on July 11th, 2011 by M.H.

Independent Labels bedürfen ein Stück weit einer gewissen Spezialisierung, um den geneigten Musikfreund aufhorchen zu lassen. Sulatron Records warten mit einer ebensolchen Spezialisierung auf. Labelinhaber und -gründer Dave Schmidt konzentriert sein Programm auf Psychedelic-, Space-, (Neo-)Kraut- und Stonerrock. Wer also nicht auf gnadenlos experimentell, groovebetont und staubtrocken steht, sollte an dieser Stelle gar nicht erst weiterlesen, denn drei Bands aus dem prall gefüllten Label-Katalog möchten wir euch im Folgenden etwas näher bringen.

Beginnen wir mit Electric Orange aus Aachen, bei denen der Name Programm ist. Nichts anderes als psychedelisch, spacigen Krautrock der alten Schule erwartet und bekommt man. Ihr siebtes, im Februar 2010 erschienenes Album “Krautrock From Hell” ist eine fast 80-minütige Retro-Abfahrt, eine variantenreiche Jamsession, der man den Einsatz von originalem 60er/70er Instrument- und Tonequipment zweifelsohne anhört. Besonders groß geschrieben wird in der seit 1992 existierenden Band die Spontanität. Folglich entstanden auch diesmal viele der Songs erst kurz vor oder während der Aufnahmen im Studio. Abgerundet wird “Krautrock From Hell” durch stimmige Hörspielpassagen und experimentelle Soundeffekte.

Zweite Band im Bunde sind Tracker, die mit ihrer ersten Albumveröffentlichung “How I Became An Alien” eine knappe Stunde psychedelischen Stonerrock abliefern. Dabei sind sie keine Wüsten-, sondern vielmehr Alpensöhne aus der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck. Der treibende Opener “Tight Fit” offenbart anfangs eindeutige Parallelen zu alten Kyuss Großtaten und repräsentiert mit seinem betont ruhigen Ausklang durchaus den weiteren Verlauf von “How I Became An Alien”, der im Zeichen des steten Wechsels zwischen getragen, entspannt und rockend steht. Cool nölender Gesang zwischen ausufernden Instrumentalpassagen, staubiges Riffing und wummernder Bass sind die Grundzutaten, die um vereinzelte Sound Spielereien ergänzt werden. Auch Songs der nie offiziell veröffentlichten, selbst produzierten Debüt EP “man made noise” sind in überarbeiteter Form auf dem Album gelandet. Erschienen ist es im November 2010 in limitierter Vinyl Version (6 Songs) und auf CD (9 Songs), wobei jeder Platte auch die CD-Version beiliegt.

Abschließend möchten wir euch noch die Düsseldorfer Vibravoid ans Herz legen, die mit ihrem aktuellen, im Mai erschienenen Album “Minddrugs” erneut ihren Führungsanspruch unter den deutschen Vertretern des Psychedelic Rock reklamieren. Auf ihrem fünften Longplayer zelebrieren sie auf eine erfrischend unverstaubte und mitreißende Art einmal mehr die Sounds ihrer Helden aus den 60ern und 70ern. Hawkwind und Syd Barrett sind allgegenwärtig auf Vibravoids mal hypnotisch repetitiven, mal straight rockenden Acid-Space-Trips, wobei ihnen mit “Seefeel” gleich zum Einstieg gar ein kleiner Genre-Hit gelungen ist. Der Gesang hält sich insgesamt eher dezent im Hintergrund, wohingegen die Elektronik auch gerne mal die Hauptrolle spielt, wie im Mittelteil des absolut würdig interpretierten, auf 22 Minuten ausgedehnten “Set The Controls For The Heart Of The Sun”. Der Coversong, in dem die zuvor schleichend aufgebaute Spannung kulminiert, beschließt ein Album, das dem eingangs benannten Anspruch der Band durchaus gerecht wird.

Solltet ihr nun auf den Geschmack gekommen sein, empfehlen wir euch, unbedingt die Webseite des Labels zu besuchen, auf der es noch Unmengen weiterer Bands zu entdecken gibt. Zudem bietet sich Ende September gleich dreimal die Gelegenheit, eine Sulatron Records Label Night zu besuchen, bei der jeweils drei hauseigene Bands aufspielen werden.

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COEXTINCTION RECORDINGS

Posted in Label on March 18th, 2011 by M.H.

Im November 2010 nahm das innovative Online-Label Coextinction Recordings in New York seine Arbeit auf. Mit “promote an artist- and fan-friendly community while trying to create a home for unique and special moments in music” wird das Konzept eindeutig proklamiert. Das klingt sympathisch und sollte Grund genug sein, der Webseite einen Besuch abzustatten.

Coextinction Records operiert aus dem in Park Slope, Brooklyn ansässigen Translator Audio Studio heraus und bietet sämtliche Veröffentlichungen ausschließlich über coextinction.com zum digitalen Download an. Die Betreiber des Labels, die Musiker Dave Curran (Unsane, Players Club) und James Paradise (Fresh Kills, Players Club), sowie die Produzenten Andrew Schneider und Chris Spencer, haben kein Interesse an Full-Length-Alben oder längerfristigen Kontrakten mit Bands, sondern beschränken sich bewusst auf einmalige kreative Projekte.

Bisher erschienen sind Projektarbeiten von Unsane, Goes Cube, Shrinebuilder, Pigs und zuletzt, am 15. März, zwei neue Songs von Julie Christmas. Für 2011 sind u.a. Veröffentlichungen von The Brought Low, Big Business, Totimoshi, Rosetta und City Of Ships geplant. Es empfiehlt sich somit, Coextinction Recordings im Auge zu behalten.

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DROEHNHAUS – ZWEITER TEIL

Posted in Label on January 1st, 2011 by M.H.

DAS LAUTE DROEHNHAUS

Im ersten Teil unseres Droehnhaus Label Specials haben wir euch einige Werke vorgestellt, die das leise Spektrum des breitgefächerten Droehnhaus Katalogs repräsentieren. Teil zwei beschäftigt sich nun mit Künstlern, die für das lautere Dröhnen zuständig sind.

Den Anfang machen Ufesas aus Canelones in Uruguay, die 2009 ihre 7inch “The Black Ride”, den Nachfolger ihrer selbstbetitelten Debüt EP aus 2008, in einer Gesamtauflage von 300 Stück vorgelegt haben. Sie verbinden straighte Rock Gitarren, hypnotischen Gesang und treibende Drums zu kompakten, psychedelischen Stoner Rock Songs. Die A-Seite bietet den titelgebenden Song und die B-Seite mit “The Destroyer” einen Track, bei dem die Band auch mal ihre lateinamerikanischen Wurzeln dezent durchschimmern lässt. “The Black Ride” versprüht rauhen Charme und vermittelt ein Gefühl von Weite und Freiheit. Der positive Gesamteindruck wird durch ein gelungenes Artwork abgerundet, das den Psychedelic Charakter der Aufnahmen widerspiegelt. Sollte es ihnen gelingen, diese Qualitäten auch auf der Langdistanz umzusetzen, darf man von dem für 2011 in Aussicht gestellten ersten Longplayer so einiges erwarten.

Die veröffentlichungstechnisch äußerst aktiven Niederländer Wolfsduister sind gleichermaßen mit einer 7inch am Start, die auf den Namen “Altaar” hört. Auf musikalischer Ebene haben sie jedoch wenig mit ihren Labelkollegen Ufesas gemein. Auf ihrer Webseite geben die Rotterdamer die Marschroute unmissverständlich vor: “Wolfsduister is Ritualistic Ambient in the name of the Unholy master, Lucifer”. Erwartet finstersten Ambient mit Black Metal Hintergrund, der eine unheilvolle misanthropisch-nihilistische Atmosphäre aufziehen lässt. Die auf 100 Stück limitierte EP, enthält zwei jeweils sechsminütige Songs, ist 2009 erschienen und visuell stilsicher verpackt.

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Die dritte Band im Bunde sind Head Of The Taurus, ein Doom/Sludge Instrumental Trio aus Göttingen. Sie setzen mit ihrer 2010er 7inch “Calamity/Perdition” ein rifforientiertes Ausrufezeichen aus schweren Gitarren und repetitiven Drums. Die betont einfach gehaltenen Songs bewegen sich über weite Strecken im Reich des Downtempo und der Monotonie, jedoch versteht sich das Trio darauf, stets im rechten Moment vorübergehend Fahrt aufzunehmen oder neuartige Details einfließen zu lassen, die das Gesamtbild auflockern. Auch Head Of The Taurus werden im nächsten Jahr mit einer Langspielplatte an den Start gehen, auch hier dürfen wir mit Spannung auf das Ergebnis warten.

Bei einem Special über das Droehnhaus Label darf natürlich ein Künstler auf keinen Fall fehlen: Hellmut Neidhardt alias N, den wir euch an dieser Stelle schon einmal ausführlich vorgestellt haben. Der Dortmunder liefert mal wieder vertonten Minimalismus, der dabei in seiner Schlichtheit eine ungemeine Intensität entwickelt und den Hörer auf seine ganz eigene Art zu packen weiss. Die 12inch “N(13) – prora” ist mit 2 Songs bestückt und widmet sich, wie alle vorherigen N Veröffentlichungen auch, in Verbindung mit dem Artwork, für das der Künstler wie immer höchstselbst verantwortlich zeichnet, einem ganz besonderen Ort. Diesmal ist es das Seebad Prora auf der Insel Rügen, welches in den 1930er Jahren von den Nationalsozialisten erbaut, jedoch nie fertiggestellt wurde und heute als “Koloss von Prora” bekannt ist – eine 4,5 Kilometer lange Aneinanderreihung baugleicher Häuserblocks, die zusehends verfallen und deren zukünftige Nutzung ungewiss ist. Bedauerlicherweise ist die LP bereits ausverkauft, aber möglicherweise erfährt sie ja irgendwann mal eine Wiederveröffentlichung. Wünschenswert wäre es jedenfalls.

Wir hoffen, mit den von uns vorgestellten Platten, Bands und Künstlern, euer Interesse an dem kleinen, sympathischen Plattenlabel geweckt zu haben. Schaut doch einfach mal auf der Webseite vorbei. Dort gibt es noch vieles mehr zu entdecken und zudem von den meisten Veröffentlichungen kostenlose MP3 Happen zum Download. Mit Sicherheit werden wir zukünftig noch einiges zu hören bekommen aus dem Droehnhaus.

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SIGE RECORDS

Posted in Label, Release on February 14th, 2010 by D.K.

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Hinter Sige Records verbirgt sich eine kleine Plattenfirma, die von Aaron Turner (Isis) und Faith Coloccia (Mamiffer) ins Leben gerufen wurde. Bisher ist die LP Version von  “Hirror Enniffer” von Mamiffer über das Label erschienen. Die streng limitierte LP ist in Amerika über Hydra Head Records erhältlich. In Europa könnt ihr die Platte über Conspiracy Records oder Denovali Records bestellen.

Eine der nächsten Veröffentlichungen auf Sige Records wird die Reissue von “I, You, She, The Blonde and The Clouds. The Fruit That Fell From The Tree, That Grew From The Seed, That fell From Our Hands” von Everlovely Lightningheart sein.

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