LIVE VIDEOS: DENOVALI LABEL EVENING

Posted in Video on July 23rd, 2011 by M.H.

Knapp anderthalb Monate liegt der Denovali Label Evening mittlerweile bereits zurück. Als wohlige Erinnerung für die, die da waren und als Anregung für diejenigen Musikfreunde, die es bisher noch nicht zu einer Veranstaltung in die ehrwürdigen Mauern der Christuskirche Bochum geschafft haben, haben wir einige Impressionen in Bild und Ton hochgeladen.

Weiteres Material, sowohl vom 10. Juni, als auch von den vorherigen Konzertabenden, findet ihr auf  vimeo.com und auf youtube.com.

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B.SON – DOWNLOAD UND NEWS

Posted in ontheroad, Release on June 24th, 2011 by M.H.

Die Mannheimer Black Shape Of Nexus melden sich mit erfreulichen Nachrichten und einem speziellen Bonus für ihre Fans zurück.

B.SON haben angekündigt, dass sie sich im Dezember ins Studio zurückziehen werden, um ihr neues Album einzuspielen, für dessen Veröffentlichung über Exile On Mainstream Records der Frühsommer 2012 angepeilt wird. Die Wartezeit bis dahin verkürzt uns “Live In Mannheim”, ein längst vergriffenes, 60-minütiges Live-Tape, auf dem die Band in eindrucksvoller Manier der hohen Schule des schleppend monströsen Doom/Sludge frönt. Kostenlos bereitgestellt wird das Tondokument auf bandcamp.com.

Der nächste Livetermin liegt glücklicherweise auch nicht in allzu großer Ferne, so dass die Band bereits am 23. Juli beim Konzert mit Wall und Kodiak+N im JUZ Mannheim ihren neuen Bassisten Stef (ex Diavolo Rosso, Ghost Of Wem) vorstellen kann.

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EVAN CAMINITI & JON PORRAS

Posted in ontheroad, Release on May 13th, 2011 by D.K.

Evan Caminiti und Jon Porras sind zusammen Barn Owl und veröffentlichen schon seit den Anfängen ihrer Band immer wieder Soloplatten, die den Barn Owl Soundkosmos immer weiter ergänzen.

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Mit “When California Falls Into The Sea” liefert Evan Caminiti seine fünfte Soloveröffentlichung und zeigt sich diesmal von einer neuen Seite. Während er auf seinen bisherigen Soloplatten und mit Barn Owl das Epische zelebriert hat, konzentriert er sich auf der neuen Platte auf die Aura von Gitarrenmelodien. Hier geht es nicht um das Halten von Tönen und um brodelnde Drones, sondern um die Wirkung von hallenden Akkorden und Melodien. Schon der Einstieg mit “Heavy Whisper” zeigt die Richtung an. Zuerst eine Gitarre, dann legt sich eine zweite über den Sound der ersten. Es hallt, die Gitarren wirken weit weg, schaffen imaginären Raum. Wie eine Parallelwelt im morriconischen Universum. Wir lauschen dem Rockjenseits. Wie schon der Titel des Albums andeutet, baut Caminiti hier keine Feierstimmung auf, sondern taucht den Hörer in seine bedrohlich wirkende Welt. Doch der Sound klingt wie in “Rising” oder “Woven Into The Moon” nicht verzweifelt und hoffnungslos, sondern hält eine spannende Stimmung, die die Aufmerksamkeit des Hörers immer wieder einfordert. Mit “Burning A Hole In The Sky” setzt Caminiti Akzente und lässt seine Gitarre in den Hall reinheulen und reindröhnen, um als Abschluß mit “Fog As My Blanket” den Hörer in die Stille zu entlassen.

“When California Falls Into The Sea” ist über Handmade Birds, dem Label von Pyramids Frontmann R. Loren, erschienen. Die LP ist auf 500 Exemplare limitiert und von James Plotkin gemastert.

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Jon Porras war bisher Solo unter seinem Alter Ego Elm unterwegs. Auf “Undercurrent” präsentiert sich Jon Porras auch von einer anderen Seite. Während die Elm-Platten sich auf eine Mischung aus Dark Folk und Drone konzentrieren, widmet sich “Undercurrent” vor Allem der Vielfältigkeit des Sounds einer verzerrten Gitarre. “Grey Dunes” als epischer 10minütiger Einstieg ins Album setzt Maßstäbe. Der Gitarrensound wächst von Minute zu Minute und bohrt sich durch die Ohren ins Langzeitgedächtnis.”Seascape” gleitet auf einem Teppich aus extrem kurzen Delays, die wie ein minimalistischer Rhythmus fungieren. “For ARH” erinnert mit seiner hallenden Räumlichkeit an die Atmosphäre von Evan Caminitis Platte. Einen Überraschungsmoment bietet “Calm” … so vielseitig, so melodiös, so gitarrenuntypisch und so kurz … da möchte man direkt nochmal die Nadel zurücksetzen, um rauszuhören, was Porras da mit seinem Instrument gezaubert hat. “Peering” ist mit seinen hellen dröhnenden Sounds der optimistischste Song der Platte und schärft nochmal die Aufmerksamkeit. “Gaze” endet überraschend mit einer unverzerrt gespielten Gitarre und lässt das Album ausklingen, als ob zuvor kein Droneinferno über den Hörer eingebrochen wäre.

“Undercurrent” ist über Root Strata erschienen, dem Label von Jefre Cantu-Ledesma, und in einer Auflage von 500 LPs erhältlich.

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LIVE: ROADBURN FESTIVAL 2011

Posted in ontheroad, Roadburn on April 30th, 2011 by M.H.

Ein Jahr ungeduldigen Wartens ist überstanden und wir sitzen endlich wieder auf der Terrasse des bewährten Brabant Hotels in Hilvaarenbeek. Die Vorfreude hat ihren Maximalwert längst erreicht, das erste Bier in der niederländischen Frühlingssonne schmeckt bestens und wir warten nur noch auf den Bus, der uns ins zwanzig Minuten entfernte Tilburg fahren soll. Auch in diesem Jahr finden sich hier gleichgesinnte Menschen aus allen Winkeln der Welt (44 Nationen sind in diesem Jahr vertreten) ein, um an einem langen Wochenende im April das Popcentrum 013, das auch 2011 als Heimat des Roadburn Festivals fungiert, und nicht zuletzt die Bars und Kneipen der Flaniermeile Tilburgs, zu bevölkern.

 

Donnerstag, 14. April

Da wir unsere Eintrittskarten bereits mittags, gleich nach der Ankunft am Hbf in Tilburg, gegen Festival-Bändchen eingetauscht haben, können wir die Warteschlange vorm 013 getrost ignorieren. Unser erster Weg führt uns direkt in den Green Room, in dem Year Of No Light das 16. Roadburn Festival standesgemäß eröffnen. Mit ihren zwei Drummern und drei Gitarristen geben die Franzosen ein beeindruckendes Bild ab. Neben dem visuellen Aspekt wissen sie dabei jedoch musikalisch ebenso zu überzeugen, machen ordentlich Druck und setzen den Schwerpunkt auf ihr aktuelles Album “Ausserwelt”. Wer instrumentalen Post-Metal/Sludge mit Shoegaze und Black-Metal Einflüssen mag, kommt an dieser Band nicht vorbei.

Wesentlich reduzierter in jeglicher Hinsicht präsentieren sich Acid King auf der Main Stage. Einziges Showelement sind die Backdrop Projektionen in Form von Biker-Filmsequenzen und das ist gut so, da alles andere nur vom exquisiten Stoner/Doom des Trios aus San Francisco ablenken würde.

Auch 2011 ist das Midi Theatre wieder als zusätzlicher Spielort vertreten, was neben der optischen Attraktivität des Gebäudes den Vorteil mit sich bringt, dass sich nicht alles einzig auf das 013 konzentriert. Erstmalig betreten wir das Theater am frühen Donnerstagabend, da Alia O’Brien zu einer einstündigen Reise durch die Hits der beiden bisherigen Blood Ceremony Alben geladen hat. Wie zu erwarten dominiert die Dame sowohl die Bühne, als auch den Prog und Doom getränkten Hardrock der Kanadier und sorgt mit ihren Orgel- und Querflöten-Einsätzen für die besonderen Akzente.

Zur Prime Time betreten die Doom-Metal-Pioniere Pentagram die Hauptbühne. Ihr Auftritt bedarf nur weniger Worte, die Publikumsreaktionen sprechen für sich. Die Band, allen voran Bobby Liebling, darf sich von Beginn an der Sympathien aller Anwesenden sicher sein und macht genau das, was jeder von ihr erwartet, nämlich alles richtig, was zur Folge hat, dass auch der Teil des Publikums auf seine Kosten kommt, der mit ihrer umfangreichen Diskografie nicht allumfassend vertraut ist.

Von Today Is The Day bekommen wir im Green Room nur noch die Hälfte des letzten Songs vom Balkon aus mit. Dem abschließenden Applaus nach zu urteilen, haben wir wohl was verpasst.

Dafür gibt es im Anschluss The Atomic Bitchwax, die aktuell mit den ebenfalls in Tilburg vertretenen Naam und Quest For Fire unter dem “Up In Smoke – Vol. II”-Banner durch Europa touren, in voller Länge. Dass wir dadurch Godflesh zum Großteil verpassen, die parallel die Main Stage mit ihrem “Streatcleaner” Album und in Originalbesetzung in Schutt und Asche legen, können wir problemlos verschmerzen, da TAB den Jamsession-Faktor, der ihrer aktuellen Platte innewohnt, auf der Roadburn Bühne nochmals erhöhen und uns und die übrigen Anwesenden mit ihrem psychedelischen 70er Prog Rock in der knappen Stunde, die ihnen zur Verfügung steht, bestens unterhalten.

Bevor wir den langen Tag in der Metal-Disco ausklingen lassen, statten wir Soilent Green und Count Raven noch einen kurzen Besuch ab, denen es zu später Stunde augenscheinlich spielend gelingt, die letzten Kräfte der Anwesenden zu mobilisieren.

 

Freitag, 15. April

Wie der gestrige Tag, beginnt auch der heutige mit Year Of No Light, die zu früher Stunde im Midi Theatre mit einem sehr speziellen Ereignis aufwarten. Sie spielen live einen eigens komponierten Soundtrack zu dem deutschen Horrorfilm Klassiker “Vampyr – Der Traum des Allan Grey” des dänischen Regisseurs Carl Theodor Dreyer. Die Band selbst hat sich zu beiden Seiten der Bühne postiert, um den Blick auf den Film freizugeben, der auf das Backdrop projiziert wird. Obwohl wir relativ weit hinten stehen, ist das Schauspiel beeindruckend. Schwere Gitarren, Synthesizer- und orchestrale Schlagzeugsounds, mal laut, mal leise intoniert, bilden die Grundzutaten dieser perfekt arrangierten 70 Minuten. Zusätzlich werden immer wieder bekannte “Ausserwelt”-Passagen eingestreut, die sich absolut homogen einfügen. Ein frühes, finsteres Highlight des Tages. Entsprechend surreal mutet es an, anschließend wieder in die grelle Sonne Tilburgs hinaus zu treten.

Extrem schade ist, dass wir Mamiffer, das Projekt von Aaron Turner und seiner Frau Faith Coloccia, verpassen, da der Bat Cave, wie häufig an diesem Wochenende, bereits einige Zeit vor Konzertbeginn aus allen Nähten platzt. Wer sich hier eine Band anschauen möchte, sollte sich frühzeitig in dem kleinen Saal einfinden.

So beschließen wir, uns wieder ins Midi Theatre zu begeben, wo kurze Zeit später der Auftritt der Psychedelic-Okkult-Rocker Sabbath Assembly ansteht. Jessica Thoth, die wir schon vor einem Jahr an gleicher Stelle mit Jex Thoth erleben durften, liefert ihre gewohnt extravagante Bühnenshow, während die Band das groovende Fundament für die Songs des “Restored To One” Albums  liefert. Einzig die doch recht penetrante spirituelle Ausrichtung des Textkonzepts strengt auf die Dauer etwas an.

Als Teil des heute von den Kuratoren SUNN O))) zusammengestellten Programms treten Corrosion Of Conformity auf der Main Stage im klassischen 3-Mann-”Animosity”-Lineup ohne Pepper Keenan auf und lassen es mit einer Melange aus Thrash, Hardcore und Punk ordentlich krachen.

Kurze Zeit nachdem C.O.C. das Feld geräumt haben, wartet die nun hoffnungslos überfüllte Halle darauf, dass endlich der schwere schwarze Vorhang fällt und den Blick freigibt auf Greg Anderson und Stephen O’Malley. Nach einer gefühlten Ewigkeit ist es dann soweit: Wie üblich in Mönchskutten gewandet, tauchen SUNN O))) die Bühne und die gesamte Halle innerhalb weniger Augenblicke in ein Meer aus Nebel und blauem Licht und lassen das gesamte 013 in den folgenden knapp 90 Minuten sprichwörtlich erbeben. SUNN O))) sprechen nicht, wie gemeinhin üblich, zwei menschliche Sinne an, vielmehr wird der gesamte Körper Teil einer Darbietung, die sich schwerlich nur in Worte fassen lässt. Von Musik im herkömmlichen Sinne, geschweige denn von klassischen Songstrukturen, ist dieser Auftritt jedenfalls Lichtjahre entfernt.

 

Samstag, 16. April

Der zweieinhalbstündige Monster-Eröffnungs-Slot am Samstag Nachmittag wurde exklusiv für die schwedische Doom Legende Candlemass reserviert, die im letzten Jahr der Vulkanasche zum Opfer fiel. Zum Warmspielen gibt es eine Handvoll Songs mit dem aktuellen Sänger Robert Lowe, bevor, nach einem kleinen Zaubertrick, Originalsänger Johan Längqvist bereitsteht, das Debütalbum “Epicus Doomicus Metallicus” in seiner Gesamtheit zu präsentieren. Entspannt bei einem kühlen Bier von der Tribüne aus genossen, der perfekte Einstieg in den vorletzten Festivaltag. Gegen Ende gibt es dann wohl noch ein Duett beider Frontmänner (u.a. mit “Don’t Fear The Reaper” von Blue Oyster Cult), das wir jedoch nicht mehr live miterleben, da wir noch vor Ende der Candlemass Show die Main Stage verlassen, um im Green Room dem Auftritt der New Yorker White Hills beizuwohnen.

Eine gnadenlos groovende Einheit aus Bass, Schlagzeug und psychedelischen Synthies, darüber eine nahezu permanent solierende Fuzz-Lead-Gitarre – so einfach und dabei so effektiv ist das Rezept der Spacerocker(innen). Blickfang ist Bassistin Ego Sensation, die mit ihren dezent unterkühlten Posen, keine Miene verziehend und die Augen geschlossen, den Gegenpol zu Gitarrist Dave W. bildet, der sein Instrument permanent malträtiert und abgeht, als gäbe es kein Morgen.

Wenig später geben sich auf der Main Stage die Kanadier Voivod rund um Sänger und Ober-Sympath Snake bereits zum zweiten Mal an diesem Wochenende die Ehre. Nach ihrem umjubelten Auftritt im Midi Theatre am Vorabend, haben sie ihren Set leicht variiert und auch heute fressen ihnen die Anwesenden begierig aus der Hand.

Gegen halb zehn ist es Zeit für den mit Spannung erwarteten Auftritt der Band, die vier der größten Persönlichkeiten der gesamten Stoner-/Doom-Szene in sich vereint. Durchaus imposant wirken die vier Shrinebuilder vor dem übergroßen Josh Graham Albumcover, das als Backdrop dient. Sie verzichten also bewusst auf bewegte Bilder, auf die ansonsten nahezu alle Bands zurückgreifen. Nichts soll hier von der Musik ablenken. Und musikalisch gibt es auch am heutigen Abend erwartungsgemäß keinerlei Ansatzpunkte für Kritik. Allein der doch sehr undifferenzierte Sound, in dem der Gesang etwas untergeht, schmälert den Gesamteindruck ein wenig. Zudem lässt die Band, im direkten Vergleich zum Auftritt im November in Köln, die gelöste, ungezwungene Stimmung vermissen. Die Kommunikation, untereinander und mit dem Publikum, im Gebäude 9 noch fester Bestandteil der Show, wird heute auf das nötigste reduziert und eine latente Anspannung liegt in der Luft. Trotz allem ist es auch diesmal wieder ein Genuss, diese vier Titanen in Aktion zu beobachten.

Der experimentellen Swans Performance ziehen wir zu später Stunde eine eingängige Classic-Doom-Vorstellung des Indianapolis-Trios Gates Of Slumber im Green Room vor.

Abschluss des dritten Tages ist, wie üblich, die Metal Disco im Midi Theatre, die heute stimmungstechnisch erstmalig ansatzweise mit Ben Ward und seiner Orange Goblin Metal Disco mithalten kann.

 

Sonntag, 17. April

Nach drei Tagen Festival lassen es die meisten Besucher auf dem Afterburner, der sonntäglichen Roadburn Abschlussveranstaltung, etwas ruhiger angehen. Bei einem abgespeckten Programm auf nur zwei Bühnen fällt dies auch gar nicht schwer.

Wir beschränken uns heute auf drei Bands, beginnend mit den Blood Farmers aus New York, die seit 16 Jahren kein Album mehr veröffentlicht haben und in Europa erstmalig auf Tour sind. Ungeachtet dessen liefern sie eine imposante Blaupause für klassischen, rifflastigen Doom.

Dead Meadow warten gleich mit zwei speziellen Gimmicks auf: Mr. Roadburn himself Walter Hoeijmakers hat für sie eine maßgeschneiderte Videoshow konzipiert und ein armer Mensch im Bigfoot-Kostüm leistet der Band phasenweise auf der Bühne Gesellschaft. Von allem um sie herum unbeeindruckt liefern die Kalifornier mit ihrem gewohnt relaxten Psychedelia getränkten 70er Jahre Hardrock den perfekten Soundtrack, um an einem Sonntagnachmittag auf der Empore des 013 bei einem kühlen Dommelsch die Gedanken schweifen zu lassen.

Den Abschluss des Festivals bilden für uns Black Pyramid im Green Room. Von einem gemächlichen Ausklang kann allerdings keinesfalls die Rede sein. Mit einer massiven Portion Aggressivität werden den Anwesenden die Hits des selbstbetitelten Debüts um die Ohren gehauen. Als Psychedelic War Metal beschreibt das Trio aus Northampton, Massachusetts selbst seinen Stil, was es wohl ganz gut trifft. Ein würdiges Finale ist es allemal.

Als Fazit bleibt nicht viel zu sagen. Die Eindrücke, die man hier in vier Tagen sammelt, werden wohl auf ewig in Erinnerung bleiben. Alles vermeintlich Wichtige lässt sich komplett ausblenden, der Alltag gerät temporär in Vergessenheit. Der Fokus richtet sich einzig auf die Musik und man taucht ein in die Roadburn Parallelwelt.

Wieder aufgetaucht und einigermaßen zurück in der Realität, freuen wir uns auf das nächste Roadburn Festival, das vom 12. – 15. April 2012 stattfinden wird.

Weitere Schnappschüsse aus Tilburg findet ihr in unserer PHOTOS Rubrik.

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LIVE IM FKT BOCHUM: AIDAN BAKER & THISQUIETARMY

Posted in ontheroad on April 26th, 2011 by D.K.

Konzertflyer

In Zusammenarbeit mit dem Freies Kunst Territorium (FKT) in Bochum präsentieren wir euch am Freitag den 27.05. einen Ambient-Shoegazer-Drone-Abend mit Aidan Baker und Thisquietarmy.

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Aidan Baker und sein kanadischer Landsmann Eric Quach alias Thisquietarmy starten in Bochum ihre Europatour. Anlass der Tour ist die Reissue des ersten gemeinsamen Albums “Orange”, das im Mai bei Lunasylum Records auf CD und bei Orange Milk Records auf LP als Extended Version wiederveröffentlicht wird.

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Beide Musiker erzeugen allein durch Einsatz ihrer Gitarren und einer Reihe an Effektgeräten und diverser anderer Hilfsmittel Ambient- und Dronelandschaften, die durch Aufschichten von Loops zu Soundgebirgen anwachsen, um dann wieder im Nichts zu verklingen. Das Ganze präsentieren Aidan Baker und Thisquietarmy im FKT in Bochum.

Das Konzert sollte ursprünglich in der K.Gallery stattfinden.

Ort: Freies Kunst Territorium, Bessemerstr. 30, 44793 Bochum (altes Versicherungsgebäude neben der Feuerwehr)
Datum: 27.05.2011
Einlass: 20:00 Uhr
Beginn: 21:00 Uhr

Bei gutem Wetter findet das Ganze Open Air statt.

Wer mehr Infos braucht, kann uns gerne anschreiben.

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LIVE: NADJA & GALENA

Posted in ontheroad on April 17th, 2011 by D.K.

Nadja & Galena machen auf ihrer gemeinsamen Tour halt im AZ Mülheim. Riesengroße alte Fabrikhallen mit hohen Decken, verwinkelten Räume und einem Konzertsaal, dessen alte Funktion schwer erkennbar ist. Ein stählerner Pfahl mitten im Raum, Stahlringe an den Wänden, Kopfsteinpflasterboden und Ziegelwände. Die Bühne ist hoch und im Raum sind alte Polstermöbel platziert.

GALENA

Die lokale Band Moloch eröffnet den Abend mit Ambientgebrumme und Beamerprojektionen. Dann folgt der mit Spannung erwartetet Auftritt von Galena aus Oakland. Ein Mann an den Reglern, der andere an der Gitarre. Was hektisch beginnt entpuppt sich im Verlauf des Sets zu einer gelungenen Mischung aus Noise, Black Metal und experimentellem Drone. Galena schaffen es immer nah der Grenze zum extrem experimentellen Sound Spannung und Druck aufzubauen und halten somit die Aufmerksamkeit der Zuhörer, die vor der Bühne oder auf den Sofas sitzen. Der Applaus am Ende zeigt, dass Galena überzeugen konnten.

NADJA

Nadja folgen wenig später. Sie platzieren sich in der dunkelsten Ecke der Bühne. Leah Buckareff mit dem Rücken zum Publikum, Aidan Baker dem Publikum zugewandt. Aidan trommelt auf dem Gitarrenkörper und legt einen wummernden Sound als Basis, dann setzt das Gitarrenspiel ein und der Bass walzt sich durch den Hintergrund. Nadja nehmen das Publikum mit auf eine Dronereise. Genau wie einen Monat zuvor in Bochum spielen Nadja ein zusammenhängendes Set, in dem ein Song in den nächsten Song übergeht. Gegen Ende kommen Cellobogen zum Einsatz, die dem Set eine weitere Soundvariation verleihen. Es wird lauter, ein Soundloop legt sich über den nächsten, bis sich irgendwann der Berg aus Tönen zu einem ruhigen Tal wandelt und in Stille übergeht. Diese Reise treten wir gerne wieder an.

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BARN OWL & JEFRE CANTU-LEDESMA – IN DER CHRISTUSKIRCHE BOCHUM

Posted in ontheroad on April 11th, 2011 by D.K.

In Zusammenarbeit mit der Christuskirche Bochum präsentieren wir euch drei Gäste aus San Francisco. Barn Owl und Jefre Cantu-Ledesma kommen am 17.05. nach Bochum um ihre Sounds im Kirchenraum zu präsentieren.

Barn Owl

Was wir zu Barn Owl zu sagen haben, findet ihr hier.

Was andere zu Barn Owl sagen:

“Opulente Drone- und Ambientfresken” Vice Magazin

“Eine Stimmung zwischen Black-Metal-Ruhe vor dem Sturm und Shoegaze im Stillstand” Visions

“Barn Owl [...] streifen die Klangsphären von Brian Eno und Caspar Brötzmann” Westzeit

“Entrückt dröhnende [] Instrumental-Kompositionen” Classic Rock

“Barn Owl verbinden Drone [...] mit psychedelischem Kriechgang und weichen Soundteppichen” Rockhard

“Ihre Musik ist einfach da, wie die Eule stundenlang wartet, sie bewegt sich kaum, atmet aber doch, und strahlt dabei etwas Majestätisches aus” Ox-Fanzine

jefre cantu-ledesma

Jefre Cantu-Ledesma kommt nicht nur aus der gleichen Stadt wie Barn Owl, er stammt auch aus der gleichen musikalischen Ecke und ist auch der Mann hinter dem Label Root Strata, über das Barn Owl bereits zwei Platten veröffentlicht haben. Die Soloarbeiten von Cantu-Ledesma bewegen sich zwischen minimalistischen Gitarrendrones bis hin zu noisigen Shoegazeausbrüchen. Der optimale Support für Barn Owl. Mehr Infos zu Jefre Cantu-Ledesma findet ihr hier.

Wer sich vom Livesound der drei Musiker in der Christuskirche Bochum überzeugen möchte, sollte sich folgenden Termin nicht entgehen lassen:

Dienstag 17.05.2011
Beginn: 20 Uhr
Einlass: 19:30 Uhr
Tickets: nrw-ticket.de und andere Vorverkaufsstellen

Last.FM Event Seite.

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LIVE: 3 SECONDS OF AIR

Posted in ontheroad on March 27th, 2011 by D.K.

Letzter Freitag im März. Kurzurlaub in Antwerpen. 3 Seconds Of Air laden ein zur Livepremiere ihres neuen Albums “We Are Dust Under The Dying Sun”, das an dem selbigen Tag über Tonefloat Records erscheint.

3 seconds of air

Erstmal das Hotel finden, in dem wir die Nacht nach dem 3 Seconds Of Air Konzert verbringen wollen. Wir sind umgeben von kleinen schmalen Häusern, an jeder Ecke ein Diamantenhändler und auf den Straßen laufen überwiegend orthodoxe Juden in voller Montur rum. Eben noch im altbekannten Ruhrpott und zwei Stunden später in dieser äußerst interessanten anderen Welt gleich um die Ecke.

Nach einem Spaziergang durch die Altstadt machen wir uns dann auf den Luchtbal zu finden, in dem das Konzert stattfinden wird. Das Theater liegt außerhalb des Stadtkerns in einer moderneren Wohngegend mit Hochhäusern und einem großen Park gegenüber einer Industriemeile. Dann dieses dezente verwinkelte Betongebäude, das von außen ausschaut wie eine Sporthalle; der Luchtbal. Krasses Kontrastprogramm zum zuvor erlebten Antwerpen.

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Nachdem der Gong erklingt, betreten wir und die knapp 90 anderen Leute, die der Einladung gefolgt sind, den Theatersaal. Dunkelblau und Schwarz, das sind die Farben, die hier zu sehen sind. Auf der großen Bühne mit schwarzem Holzboden sind drei Hocker, drei Amps, zwei Gitarren und ein Bass samt Effektgeräten und Leuchtröhren im Halbkreis angeordnet. Paul Van Der Berg, Martina Verhoeven und Dirk Serries lassen auf sich warten, die Spannung steigt. Einige Zeit später betreten die drei Musiker die Bühne. Die Herren in schwarzen Anzügen, die Dame in einem grauen Kleid. Sie setzen sich, greifen zu ihren Instrumenten und verharren kurz. Martina Verhoeven setzt ein und spielt ihren Fretless-Bass an und gleitet mit ihren Fingern über die Basssaiten. Der Basssound rollt schwerfällig durch die Soundanlage und legt die Basis für den ersten Song. Dirk Serries setzt mit konzentriertem Blick ein und Paul Van Der Berg folgt. Nach einigen Minuten und erzeugten Gitarrenloops löst sich die Spannung bei den Musikern und sie nehmen die Zuhörer mit auf eine Soundreise, die sich zwischen Ambient, Blues und irgendwie auch ein wenig im Jazz bewegt. Die nächsten 50 Minuten sind wir in der Welt dieses kleinen Halbkreises unterwegs, den 3 Seconds Of Air auf der Bühne erschaffen haben. Der Bass walzt voran, die eine Gitarre erzeugt atmosphärische Klanglandschaften, während die andere Gitarre Melodien aufschichtet und sich alles zu einer Skulptur vereint. Inmitten des aufgeschichteten Songs stellt Martina Verhoeven ihren Bass ab und lässt die beiden Herren weiterspielen. Dann steht auch Paul Van Der Berg auf und verschwindet im dunklen Bereich hinter der Bühne. Dirk Serries spielt noch einige Momente weiter bis auch er die Bühne verlässt und uns Zuhörer mit den letzten nachhallenden Loops alleine lässt. Der Sound wird leiser und erlischt. Während die Besucher klatschen kommen die Drei nochmal auf die Bühne und bedanken sich mit zufriedenen Gesichtern bei der Menge und entschwinden dann wieder.

Was für ein Tag, was für eine Fülle an verschiedenen Eindrücken. Ewig in Erinnerung bleibend.

3 seconds of air

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LIVE: TONEFLOAT FESTIVAL

Posted in ontheroad on March 16th, 2011 by N

Das 100ste Release und wieder eine Tonefloat Nacht, diesmal Tilburg, Paradox.

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Profane Parkplatzprobleme bzw. mein Unglauben über Parkplätze, die, egal wann man kommt, immer für den ganzen Tag bezahlt werden müssen und mal eben die Kleinigkeit von 15 Euro kosten, lassen mich so lange suchen (und letztendlich zumindest einen Platz für die Hälfte finden, was immer noch jenseits von gut und böse ist), dass wir den Auftakt durch Sand Snowman verpassen. Wie ich später erfahre, hatte sich dieser für den Auftritt hier im Paradox ein weiteres Mal auf das ganz minimalistische konzentriert; Akustik-Gitarre + Looper; ohne die Vielfältigkeit der Instrumentierung seiner Platten. Irgendwie hätte ich ganz gerne mal eine Platte in diesem Stil…, hat was, das konnte ich bereits einmal zuvor erleben.

Ankunft also in der Pause vor March, die, gekleidet im Stil eines Nachtkluborchesters, ihr Album “March” präsentieren. Im Focus der Gesang von Maarten Scherrenburg, unterstützt von einem ganzen Arsenal von Akustikgitarren und einer ganz selbstverständlichen Verbindung von vordergründig “akustisch” geprägter Musik und ganz von hinten anschleichender Elektronik; kaum zu glauben (wenn Mann und Frau es nicht selbst gehört hat) wie gut z.B. das Live-Schlagzeug durch einen Backing-Track vom iPod(!) ersetzt werden konnte, wenn der Schlagzeuger zum Vibraphon (oder war es ein Xylophon?) wechselte…

Astralasia, eine ganz andere Baustelle, Impro-Focus (bei diesem Auftritt zumindest), Free-Floating; für viele im Publikum wohl auch zu free, zwar keine Flucht der Audience, aber ein immer stärker ansteigender Level von Hintergrundgerede; hier ging die Musik an vielen vorbei. Möglicherweise auch, weil es dann doch ein wenig konturlos blieb (hier und heute abend).

Ron_Geesin

Umbaupause, 1 1/2 Stunden, die Möglichkeit einheimische Spezialitäten zu testen und dann Bühne frei für Ron Geesin, ebenfalls mit neuem Album (“roncycle1: the journey of a melody”) auf Tonefloat. Und dieser zeigte eine echte Achterbahnfahrt aus Ernsthaftigkeit (eher die Flügelstücke), Ironie (eher die Banjostücke) und ebenso ironisch überhöhter Selbstdarstellung (im übertriebenen Posieren vor der Liga der ernsthaften Fotografen in der ersten Reihe); gut!

The Sleep Of Reason, Dirk Serries und Jon Attwood (Yellow6), hatten ihren lang erwarteten Trilogie-Release immer noch nicht dabei, spielten aber im Gegenzug ein Doppel-Les-Paul-Konzert mit gleichermassen körperlichen wie intimen Sound. Direkter, weniger sphärisch als die Soundsnippets auf der früheren(?) Website, die Spannung auf die Platte wächst. Gemessen am Publikumszuspruch sicherlich einer der Acts, auf den hier viele gespannt waren…

Und zum Abschluss eines Abends voll guter Musik und tatsächlich eingehaltenen Ablaufzeiten (und das ohne erkennbare Hektik oder Stress), The Use Of Ashes, die neben ihrer Musik insbesondere durch ihre skurrile Bühnenshow faszinierten; irgendwie in einer anderen Zeit oder Fantasy-Parallelwelt verhaftet. Allein Maarten Scherrenburg (auch bei March), der dritte im Bunde, hatte seine The Use Of Ashes-Bühnenkleidung wohl nicht dabei und fiel damit aus dem Rahmen, aus dem üblicherweise die ganze Band fällt (und damit wieder zurück ins hier und jetzt?)…

Und noch ein paar Worte zu dem Tonefloat-Buch plus 2 x 10inch: Alles, was im Netz davon zu sehen ist, kann die Wirklichkeit nicht im entferntesten erreichen: wirklich fantastisch und weit mehr, als irgendeine Zusammenstellung der Labelgeschichte, eher: ein Zeugnis der Liebe zur Musik.

Und, nochmal das Konzert: viele bekannte Gesichter im Publikum des vollen Paradox, übrigens auch von Seiten der Künstler… solcher, die extra für diesen Abend angereist waren; als Publikum…

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UP IN SMOKE – VOLUME II

Posted in ontheroad, Release on March 13th, 2011 by M.H.

Bei Freunden zeitloser Rockmusik genießt das US-Label TEE PEE RECORDS seit jeher einen exzellenten Ruf, zeichnen sie sich doch ein ums andere Mal durch außerordentlich hochwertige Veröffentlichungen aus. Im April werden sie nun vier ihrer Aushängeschilder gemeinsam auf Tour schicken. Unter dem stilvollen Banner “UP IN SMOKE – VOLUME II” werden sich The Atomic Bitchwax, Mirror Queen, Naam und Quest For Fire allabendlich die Ehre geben.

Seit mehr als 15 Jahren schon paaren sich bei The Atomic Bitchwax 60er Jahre Psychedelia und 70er Jahre Gitarrenriffs mit experimentellem Prog Rock. Die New Jersey Institution, aktuell repräsentiert durch die Szene-Veteranen Chris Kosnik (Bass, Gesang), Finn Ryan (Gitarre, Gesang) und Bob Pantella (Schlagzeug), steht in jeder Hinsicht für ein hohes Maß an Aktivität und Tatendrang, was sich an ausgedehnten Tourneen und der Anzahl der bisherigen Veröffentlichungen festmachen lässt. Nach drei Longplayern und zwei EPs folgt im nächsten Monat der sechste Streich in Form des Albums “The Local Fuzz”, einem über 40-minütigen kraftstrotzenden, nahezu instrumentalen Song-Monster, das mit nicht weniger als 50 Riffs und einer enormen stilistischen Bandbreite aufwartet. Durch seinen Abwechslungsreichtum besitzt “The Local Fuzz” indes weniger klassischen Songcharakter, als vielmehr akutes Jam-Session Flair.

Auch die New Yorker Stoner Kreisor, die mittlerweile unter dem Namen Mirror Queen firmieren, können, neben Tourneen im Vorprogramm von UFO und Uli John Roth, bereits auf die Veröffentlichung dreier Alben zurückblicken. Die beiden Originalmitglieder Kenny Kreisor (Flying V, Gesang) und Jeremy O’Brien (Schlagzeug) haben sich mit Dave McGauley am Bass und Steve Austin an der zweiten Gitarre verstärkt, um mit ihnen das neue Album “From Earth Below” einzuspielen, das im April das Licht der Welt erblicken wird. Auf Gesang verzichtet die Band nur partiell, wodurch sich seine Effektivität jedoch ganz natürlich erhöht. Mirror Queen reichern ihren zeitgenössischen Stoner Sound mit reichlich 70er Jahre Einflüssen an. Namentlich genannt werden in diesem Zusammenhang Größen wie Deep Purple, Hawkwind oder Captain Beyond, wobei von letztgenannten auch gleich noch ein Song (“Mermerization Eclipse”) gecovert wurde.

Dritte Band im Bunde sind die New Yorker Psychedelic Rocker Naam, die in der Besetzung Ryan Lugar (Gitarre, Gesang), John Preston Bundy (Bass, Gesang) und Eli Popazito (Percussion) die Nummern ihres noch immer aktuellen Debüt Albums präsentieren werden. Genauer vorgestellt hatten wir euch das Trio bereits an dieser Stelle.

Abgerundet wird das Lineup durch die aus Toronto stammenden Quest For Fire, bei denen spaciger Garagenrock auf bluesige Elemente, poppige Melodien auf erdige Hardrock Riffs treffen. Die Kompositionen der 2007 gegründeten Band, bei denen eine gewaltige Intensität unter einer vordergründig eher ruhigen Oberfläche lauert, verlangen geradezu nach einer adäquaten Live-Umsetzung.

Diese exquisite Band Auswahl solltet ihr euch nach Möglichkeiten nicht entgehen lassen. Hier findet ihr wie üblich die detaillierten Tourdaten.

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BLOOD CEREMONY

Posted in Release on March 11th, 2011 by M.H.

Die aus Toronto stammenden Blood Ceremony stehen für die Art Hardrock, wie er Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre populär war, angereichert mit mächtigen Prog- und Doom-Reminiszenzen und dargeboten in der klassischen Gitarre/Schlagzeug/Bass/Gesang-Aufstellung. Das herausragende Element des Quartetts stellt Sängerin Alia O’Brien dar, die den Sound mit ihrer kraftvollen und doch unaufdringlichen Stimme dominiert, hier und da psychedelische Orgelteppiche legt und mit ihren Flötensolos, die unweigerlich Erinnerungen an Ian Anderson und Jethro Tull wachrufen, außergewöhnliche Kontrastpunkte setzt. Die Atmosphäre okkulter Horrorfilme, die Blood Ceremony als eine Inspirationsquelle anführen, ist allgegenwärtig und ein weiteres Detail, das die Nähe zu musikalisch ähnlich ausgerichteten Bands wie Jex Thoth offenbart.

Auf ihrem zweiten Album “Living With The Ancients” erleben wir eine Band, deren Kompositionen reifer und variabler klingen als zuvor. Speziell in der Gitarrenarbeit ist der Black Sabbath Einfluss bei Weitem nicht mehr so übermächtig, wie auf dem selbstbetitelten Debüt. Doch überzeugt euch selbst von der Weiterentwicklung dieser vielversprechenden, jungen Band – “Living With The Ancients” erscheint nächste Woche auf Lee Dorian’s Rise Above Records.

Solltet ihr Mitte April im niederländischen Tilburg weilen, sind die Kanadier ein Pflichttermin auf dem Roadburn Festival. Ansonsten bieten sich auf der anstehenden Europatour der Band noch viele weitere Optionen. Die genauen Daten findet ihr ONTHEROAD.

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LIVE: NADJA & N

Posted in ontheroad on March 9th, 2011 by D.K.

Inmitten des Karnevalwochenendes stand letzten Freitag das gemeinsame Konzert von Nadja und N an. Ein Drone-Doom-Abend in der Christuskirche Bochum. Es haben sich zwar nicht viele Leute gegen das Karnevalfeiern entschieden, aber die Gäste, die da waren, wurden Teil eines ganz besonderen Abends.

N @ christuskirche bochum

Kurz nach acht gehen die Raumlichter aus und die Bühne leuchtet in einem dezenten Rotlicht auf. Die Bühne ist der Altarsockel, auf dessen rechter Seite sich N zwischen seinen Amps und seinen Effektgeräten positioniert hat. Der rechte Fuß von N ruht auf einem Volumepedal, er spielt die Gitarre an und tritt dann auf das Pedal. Die Tonwand, die dabei entsteht, beschallt sofort den ganzen Kirchenraum. N baut seine Songs mit verschiedenen Flächen solcher Soundwände auf und erschafft dabei Klänge, die an eine verzerrte Kirchenorgel erinnern. Im Kirchenraum wirken die Songs von N noch erhabener, für manchen Besucher sogar bedrohlich. Hier wird nicht Karneval gefeiert, hier werden schwerfällige Töne zelebriert. Nach knapp 45 Minuten und einer lauten Soundcollage beendet N sein Set, verlässt die Bühne und lässt den Sound ausklingen.

nadja @ christuskirche bochum

Nach einer kurzen Pause kommen Nadja auf die Bühne. Aidan Baker und Leah Buckareff haben sich für die goldene Mitte vor dem Altarsockel als Bühne entschieden. Auf einem kleinen Holztisch sind die Effektgerätschaften platziert. Links steht Aidan mit seiner Gitarre zum Publikum gewandt, rechts Leah am Bass mit dem Rücken zu den Zuhörern. Das typische Bühnenbild für das Duo aus Kanada. Auch Nadja konzentrieren sich an diesem Abend mehr auf die lauten Töne und setzen sofort ein mit verzerrter Gitarre, wuchtigem Bassound und Drummachine. Nadja spielen nicht über Amps, sondern direkt über das Soundboard. Der Sound ist wuchtig und so laut wie es der Kirchenraum erlaubt. Die beiden Musiker greifen zu Cellobögen und bauen das noisige Intro von “Sky Burial” auf. Tiefe Basstöne treffen auf höhere Gitarrensounds, die Kirche gibt dem Sound noch eine leicht hallende Note, die Drummachine setzt ein und Nadja bauen ihr Soundgebirge vor dem Altar aus. Fast schon überfließend geht das Duo in “Bungled & Botched” über. Ungewöhnlich laut und direkt ist die Version dieses Titels an diesem Abend. Die lauten Töne verhallen nach einer guten Viertelstunde und Nadja beenden “Bungled & Botched” mit einem ruhigen Part, der von einem Basssound getragen wird, den Aidan mit Tonbandaufnahmen und experimentellen Sounds begleitet. Nach knapp 50 Minuten ist das Set beendet und das Publikum bedankt sich mit lautem langanhaltendem Klatschen bei den beiden Kanadiern.

Mehr Bilder vom Abend gibt es auf unserer PHOTOS Seite.

nadja @ christuskirche bochum

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HER NAME IS CALLA WEB CONCERT

Posted in Aktuell, ontheroad on February 25th, 2011 by M.H.

Sophie und Tom von Her Name Is Calla werden am Sonntag um 19 Uhr via ustream.tv ein exklusives, rein akustisches Konzert spielen. Anlass ist die Fertigstellung ihrer neuen EP und der Beginn der Arbeiten an den Alben Nr. 2 und 3. Da die Band ansonsten eher multiinstrumental zu Werke geht, darf man gespannt sein, wie die Songs der Band im reduzierten Akustik-Gewand daherkommen.

Überdies wird sich die Band im März und April auch auf deutschen Bühnen die Ehre geben. Als Support wird die ebenfalls bei Denovali Records unter Vertrag stehende Alicia Merz alias Birds Of Passage dabei sein. Den Link zu den detaillierten Tourdaten findet ihr wie immer ONTHEROAD.

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NEUE LONG DISTANCE CALLING

Posted in Release on January 30th, 2011 by M.H.

Das Münster/Dortmund/Berlin-Quintett Long Distance Calling hat sich wohl endgültig des "Post-" Labels entledigt und eine vollständige Hinwendung zum puren, ursprünglichen Instrumentalrock vollzogen. In diesem Genre spielen sie in Deutschland fraglos in einer eigenen Liga, sowohl kommerziell als auch qualitativ, und brauchen auch den internationalen Vergleich in keiner Weise zu scheuen. Nach einem Demo, zwei Alben und einer Split-LP mit Leech, gehen sie nun mit ihrem neusten Werk "Long Distance Calling" an den Start.

Der erste Eindruck offenbart keine Revolution. Bei genauerem Hinhören eröffnen sich jedoch Sounds, die noch breitwandiger daherkommen als bisher und eine erhöhte Riff-Orientierung, die Songs, wie das vorab veröffentlichte "The Figrin D’an Boogie", teilweise gar in dezent psychedelisch spacige Stoner Gefilde driften lässt und Parallelen zu den Eidgenossen Monkey3 offenlegt. Nicht neu, aber immer wieder beachtlich, ist die hohe Songorientierung und die daraus resultierende Eingängigkeit der Kompositionen. Hier hat jede kleine Spielerei, jeder Schlenker und jede Wendung ihre Berechtigung und Bedeutung – die Progressivität ist nicht Selbstzweck, sie ist Teil des großen Ganzen.

Überdies kommt auch Longplayer Nummer drei erwartungsgemäß nicht ohne die bekannten und bewährten Grundzutaten einer jeden LDC Platte aus. Die Band bedient sich im reichen Fundus der Musikgeschichte und fügt das Beste aus den Welten Metal, Rock, Prog und Alternative auf ihre ganz eigene Art neu zusammen. Die elegischen, raumgreifenden Gitarrenmelodien und nicht zuletzt die glasklare Produktion lassen ein vieldimensionales Gesamtbild entstehen, in dem auch kraftvolle Drums und schwere Metal Gitarren wie selbstverständlich ihren Platz finden.

Apropos Metal – nach Peter Dolving (The Haunted) auf "Sattelite Bay" und Jonas Renkse (Katatonia) auf "Avoid The Light" gibt es auch diesmal wieder ein Vokalexperiment mit einem namhaften Metal Shouter. Der Armored Saint und Ex-Anthrax Sänger John Bush bekommt die Gelegenheit, sich mit "Middleville" auf völlig neuem Terrain zu profilieren und macht seine Sache, wie auch schon seine beiden Vorgänger, ausgezeichnet. Gut zu wissen, dass Long Distance Calling auch mit Gesang funktionieren, noch besser zu wissen, dass sie ansonsten ausschließlich ihre Instrumente sprechen lassen, denn das beherrschen sie wie nur wenige andere Bands.

Produziert wurde das Album im Horus Sound Studio in Hannover in Zusammenarbeit mit Benjamin Schäfer. Veröffentlicht wird "Long Distance Calling" als Doppel-LP, CD oder Digitaler Download am 21.02.2011 via Superball Music. Die Limited Edition ist als Bonus mit einer "Live at Roadburn 2010" CD bestückt. Rund um den Veröffentlichungtermin hat die Band einige Livetermine angesetzt, die genauen Daten findet ihr ONTHEROAD.

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NADJA & N – LIVE IN DER CHRISTUSKIRCHE BOCHUM

Posted in ontheroad on December 23rd, 2010 by D.K.

Das Jahr geht im Schnee und in der Kälte unter, da wollen wir euch noch ein Konzert fürs neue Jahr ans Herz legen.

NADJA_N_FLYER

In Zusammenarbeit mit der Christuskirche Bochum präsentieren wir euch einen Drone-Doom-Abend mit Nadja und N am Freitag, den 04.03.2011 in der Christuskirche Bochum.

nadja

Das doomige Duo Nadja, bestehend aus Leah Buckareff am Bass und Aidan Baker an der Gitarre, stammt ursprünglich aus Toronto und ist zurzeit in der Wahlheimat Berlin sesshaft. Mit Bass und Gitarre und gelegentlichen Einschüben von Vocals und Drums aus dem Drumcomputer, erschaffen die beiden Sounds, die sich entweder laut und verzerrt in Doomgefilden rumtreiben oder leiser im Drone- und Ambientbereich anzusiedeln sind. Was die Songs alle gemeinsam haben, ist die langsame, sehr oft minimalistische Spielweise, die im Kirchenraum ihre warme Atmosphäre sicherlich eindrucksvoll entfalten wird.

N

N ist Hellmut Neidhardt aus Dortmund, der mit seiner Gitarre, einer Reihe von Effektgeräten und einem seiner wichtigsten Hilfsmittel, dem Volumepedal, Soundgebirge und Tonflächen erzeugt. N schafft Musik nicht durch das Spielen der Gitarre, sondern durch die Sounds, die nach dem Spielen entstehen. Mit seinem Fuß auf dem Lautstärkepedal und den Fingern an den Loop- und Delay-Gerätschaften erschafft N Tonzusammenkünfte vom Feinsten. Der Kirchenraum ist hierfür natürlich ein perfekter Klangträger.

Wer sich Nadja und N nicht entgehen lassen möchte, sollte sich den ersten Freitagabend im März im Terminkalender freihalten.

Ort: Christuskirche Bochum, An der Christuskirche 1, 44787 Bochum
Tickets: Vorverkauf über NRW-Ticket und natürlich an der Abendkasse
Einlass: 19 Uhr
Beginn: 20 Uhr

Hier geht es zur Last.fm Event Seite.

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