COLARIS – RENEWAL

Posted in Release on March 22nd, 2012 by M.H.

Die Pirmasenser Brachialromantiker Colaris haben nachgelegt. Auf ihre 2011er EP “The Disclosure” folgte am 1. März mit “Renewal” ihre Premiere über die Langdistanz.

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Als erster Eindruck bleibt festzuhalten, dass sie ihrem Sound im Grundsatz treu geblieben sind. Wir hören instrumentalen Postrock, der positive Konnotationen zu den nationalen Genre-Koryphäen Long Distance Calling hervorruft. Gibt man “Renewal” jedoch Zeit, sich zu entfalten, offenbaren sich die Feinheiten. Am auffälligsten ist hierbei die dezente Verschiebung der Prioritäten. Weniger Brachialität, mehr Romantik, mehr Experimentalität. Die heftigeren Parts sind beileibe nicht gänzlich verschwunden, man merkt jedoch, dass diesmal das Augenmerk verstärkt auf Atmosphäre und Stimmungen gelegt wurde. Den ausgereiften Melodien und breitwandigen Soundscapes wird deutlich mehr Platz eingeräumt und manch ruhiger Part driftet gar in dezent-verhaltene Ambientgefilde. Abgerundet wird das Album durch eine glasklare Produktion, die dafür sorgt, dass dem aufmerksamen Hörer kein Detail entgeht.

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Bestellen könnt ihr “Renewal” im CD-Format auf der Colaris Bandcamp Seite, bei Revolvermann Records oder als Digipack über den Dunk!Records Shop. Wer die Jungs mal live erleben möchte, sollte sich am 13. April in Zweibrücken einfinden oder sich über unsere ONTEROAD Seite über Folgetermine auf dem Laufenden halten.

 

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SIMON BALESTRAZZI

Posted in Release on March 22nd, 2012 by D.K.

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Simon Balestrazzi aus Parma nennt sich selbst „post-musician, sound designer and sound engineer“ und ist seit den 80er Jahren in der experimentellen Musikszene Italiens unterwegs. „The Sky Is Full Of Kites“ nennt sich sein neues Album, das Anfang des Jahres über das italienische Label Boring Machines erschienen ist, das wir euch an dieser Stelle mal nahe legen möchten.

Kalt und klar sind die Sounds, die einem in „Under Pressure“ entgegenkommen. Undefinierbares Geflirre, Summen und Brummen lullt den Hörer ein. Field Recordings und Instrumente werden hier durch den Rechner gejagt, ihres Körpers beraubt und schließlich als Geistersound auf Platte gepresst. Für Freunde experimenteller Musik leicht zugänglich, für alle anderen eine kleine Herausforderung. „Persistence Of Memory“ und der Titelsong „The Sky Is Full Of Kites “ breiten sich flächendeckend aus, fiese Sounds graben sich unterschwellig ins Ohr. Das Artwork betrachtet, das zu jedem Song ein eigenes Motiv bietet, beginnt sich vor dem inneren Auge zu bewegen. Ein  Parallelwelten-Score, für eine Welt in der es kalt, düster und voller fliegender Drachen ist. Willkommen im Kosmos des Herrn Balestrazzi.

„The Sky Is Full Of Kites” ist als Digipack-CD erschienen und hier beziehbar.

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LOCRIAN & MAMIFFER

Posted in Release on March 11th, 2012 by D.K.

Locrian & Mamiffer - Bless Them That Curse You

Ein großer tibetischer Tempel, in der Mitte sitzen ein paar betende Mönche. Ihr Gebetsgesang legt sich hallend in den Raum, als sich plötzlich aus allen Ecken des Tempels dämonenhaftes Geschrei dazugesellt… So könnte man die ersten zwei Minuten des gemeinsamen Albums von Locrian & Mamiffer am besten beschreiben.

“Bless Them That Curse You” beginnt also schon passend zum Titel mit der Gegenüberstellung von Segen und Fluch, zumindest im Kopfkino zu “In Fulminic Blaze”, das im weiteren Verlauf mit akustischer Gitarre, Piano, diversen Soundflächen und kraftvollen Drums weiter überzeugen kann und genau im Moment als man denkt, der Song hätte seinen Höhepunkt erreicht, legen die sieben Musiker noch eine Schippe drauf.

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Im Anschluss folgt der Titeltrack “Bless Them That Curse You”, der überraschender Weise sehr zurückhaltend minimalistisch ausfällt. Was ihn um so interessanter macht, denn im Noise-Drone-Geflecht, das Locrian & Mamiffer aufbauen, sind so viele einzelne Sounds integriert, dass besonders das Hören über Kopfhörer hier Entdeckungspotenzial en masse birgt. “Corpus Luteum” setzt den Fokus auf die Gegenüberstellung von Klavier und Soundflächen, also Klassik und Moderne oder besser Segen und Fluch. “Second Burial” ist das experimentellste Stück der Platte und bietet dem Hörer eine spannende Gegenüberstellung von Freigeist und Konzept. Improvisation und Komposition in einem Song vereint. “Lechatelierite” nimmt wieder jegliche entstandene Spannung raus und lässt den Hörer mit dem Klavier alleine, fast zumindest, denn im Hintergrund treiben Field Recordings ihr Unwesen. Das 19minütige “Metis – Amaranthine – The Emperor” greift die Stimmung von “Lechatelierite” auf und setzt mit langsamen druckvollen Tastentönen ein. Das Klavier legt eine melancholische Note und Faith Collocia setzt mit den Vocals ein. Der Gesang ist so langsam und filigran vorgetragen, dass er direkt unter die Haut geht. Allmählich gesellen sich auch weitere Sounds zum Gesang und dem Klavier. Verzerrter wortloser Gesang im Hintergrund, Gitarren und Drums (die seit dem Opener verstummt waren) stimmen sich ein, bis nach neun Minuten ein Noisegewitter ausbricht und wohl den zweiten Part “Amaranthine” vom ersten trennt. Basslastige Elektronik und Feedbackgitarren nehmen den Song ein. Der letzte Teil “The Emperor” wird von Aaron Turners Gewaltvocals und Steven Hess Drums eingeleitet. Aaron schreit sich die Seele aus dem Leib, Steven beweist mal wieder, dass er ein Größe im improvisierten Trommelspiel ist, und Locrian & Mamiffer setzen sich selbst ein Denkmal.

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Kommen wir zu den personellen und technischen Details, um allen denen, die bis zu diesem Zeitpunkt Zweifel haben, ob sich eine Investition in Locrian & Mamiffer lohnt, diese Zweifel endgültig zu nehmen. Locrian sind in der altbekannten Studiobesetzung der letzen eigenen Platten mit Terence Hannum, Andre Foisy und Steven Hess und Mamiffer als Viergespann Faith Coloccia, Aaron Turner, Travis Rommereim, Alex Barnett vertreten. Das Werk dieses siebenköpfigen Ungetüms hat Greg Norman festgehalten und Randall Dunn hat sich mal wieder eindrucksvoll um den letzten Mix gekümmert. “Bless Them That Curse You” ist in Kooperation von Sige Records mit Profound Lore, Land of Decay und Utech Records auf allen Formaten, die der Hörer braucht, erschienen. Wer jetzt noch nicht auf der Suche nach seiner Tape-, CD- oder Vinyl-Kopie von “Bless Them That Curse You” ist, ist selbst Schuld.

Die Portraits stammen alle von Rik Garrett.

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JON PORRAS – BLACK MESA

Posted in Release on March 9th, 2012 by D.K.

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Jon Porras veröffentlicht ein Jahr nach seinem letzten Soloalbum “Undercurrent” im April das zweite Album unter seinem Namen. “Black Mesa” erzählt die wortlose Geschichte eines Wüstenwanderers, der auf der Suche nach dem Tafelberg “Black Mesa” ist, der auf dem Cover abgebildet ist und ein Tor zu einer Parallelwelt darstellt.

Mit diesem Hintergrundwissen kann man sich vor dem inneren Auge seinen ganz eigenen Film vorstellen. Mit „Into Midnight“ beginnt die Reise entschlossen mit Bassdrum und einer klaren Gitarrenmelodie, es folgt ein introvertierter nachdenklicher Zwischenpart, in dem Jon Porras ein Slo-Mo-Solo zum Besten gibt, um anschließend wieder mit einem Arpeggio samt Percussionrhythmus die Reise fortzusetzen. „Blue Crescent Vision“ ist fast so was wie eine Hymne für den Moment, in dem der Wanderer erlebt, wie die Nacht in der Wüste zum Tag wird. Auch hier bringt Porras eine klare episodenhafte Struktur in den Song. Das fünfminütige „Candlelight Mirage“ führt unseren Wanderer in die nächste Nacht, in der er wohl von einer Illusion verführt wird. Porras mischt ambientlastige Soundflächen im Hintergrund (in denen auch Vocals versteckt sind, so scheint es mir zumindest) mit kraftvollen Gitarrenmelodien. „Desert Flight“ klingt offen, fast schon hoffnungsvoll, wie der nächste Tag des Wanderers in der Wüste. Dann der Bruch mit einer von Tremolo getragenen Gitarrenbridge, tiefe Saiten brodeln, die hohen Saiten heulen. Es bahnt sich was an. Dann in „Embers At Dusk“ die Ruhe vor dem Sturm, mit dronigen Momenten und sphärisch gleitenden Klängen. Der Wüstenwanderer steht endlich vor seinem Ziel, dem Tafelberg „Black Mesa“, der nicht nur ein Berg, sondern auch ein Tor zu einem Paralleluniversum ist. Porras fährt nochmal alle Geschütze auf, um in „Into The Black Mesa“ den Höhepunkt der Reise zu thematisieren. Hier kommt nicht nur Gitarre und Percussion zum Einsatz, auch Tastentöne gesellen sich dazu und geben dem Song noch mehr Charakter, heben ihn weiter hervor. Nach einem Break im Song setzt die Bassdrum ein, ein Gitarrenarpeggio gesellt sich dazu, dann folgt eine erhabene Gitarrenmelodie. Der Wanderer schreitet durch das von Wolken umgebene Tor in die Parallelwelt. „Beyond The Veil“ schwebt vor sich her, eine Gitarrenfläche legt sich über die Nächste. Ein Tremologewitter braut sich zusammen, um dann wieder zu verschwinden und dem bluesigen Sound der Gitarre das Ende zu überlassen. Was hat der Wanderer hinter den Wolken gefunden? Erfüllung oder Ernüchterung?

Im Vergleich zum Vorgänger „Undercurrent“ ist „Black Mesa“ innerhalb der einzelnen Songs episodenhaft aufgeteilt und lebt weniger von Improvisationen, als mehr von Spannungen und Brüchen innerhalb der Tracks. Jon Porras klingt auf seinem Zweitwerk unter eigenem Namen wie ein Schüler von Dylan Carlson (Earth) und Neil Young (in seinen wilderen Momenten), aber ohne die beiden Herrschaften zu kopieren. Ein Hörgenuss für Fans von Dark Americana, Drone, Blues und natürlich Barn Owl.

“Black Mesa” erscheint im April über Thrill Jockey.

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Mehr zu Jon Porras…

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WHIRR

Posted in Release on March 8th, 2012 by D.K.

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Busse und Straßenbahnen fahren nicht. Warnstreik im Pott. Die sonst so grauen tristen leeren Gassen meiner Großstadt sind belebt, überall Menschen. Alles ist in Bewegung und ich bin mitten drin und durch die Kopfhörer lass ich mich von Whirr beschallen. Der perfekte Soundtrack für diesen Tag.

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Whirr (ehemals Whirl) aus Californien veröffentlichen Mitte März ihr Album “Pipe Dreams” über Tee Pee Records. Das Label, das sonst eher derbe Rockbands unter Vertrag hat, geht mit Whirr neue Wege, denn Whirr machen shoegazigen Dream-Pop-Rock. Whirr vermengen Shoegaze der 90er mit sphärischen Vocals und erschaffen dadurch eine fast ungreifbare Aura, die die Band leichtfüssig durch eine knappe halbe Stunde auf “Pipe Dreams” trägt. “Reverse” eröffnet das Album melancholisch, die Single “Junebouvier” treibt rockig vor sich hin. Die Instrumente sind zwar shoegaze-like verzerrt verschwommen, trotzdem sind alle Elemente klar hörbar und besonders die druckvollen Drums halten den Sound zusammen. Die weiblichen Vocals klingen grundsätzlich so, als ob sie in einem großen leeren Raum aufgenommen wurden und das Mikro im angrenzenten Raum stand. Diese verschiedenen Ebenen im Sound geben Whirr eine besondere eigene Note. Mit “Formulas And Frequencies” bewist die Band, dass sie auch akustisch überzeugen kann. “Wait” kurz vor Ende, zeigt die Band von ihrer druckvollsten Seite. “Reverie” als Abschluss, als kleiner Bruder des Openers “Reverse”, ist fast schon ein Ambientsong. Wortlose Vocals, schillernde Gitarren, langsame Bassläufe, keine Drums… dieser Song könnte ewig so weiterlaufen. Musik für gute Laune ohne Kitsch, aber mit Atmosphäre und Charakter.

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PHARAOH OVERLORD

Posted in Release on March 8th, 2012 by D.K.

Die finnischen Pharaoh Overlord gibt es schon seit 1999 und ich kannte sie bisher nicht, bin aber froh sie jetzt endlich kennengelernt zu haben. Das instrumentale Trio, das seine Musik selbst als “Hypno-Improv-Stoner-Rock” beschreibt, liegt mit seiner Beschreibung schon goldrichtig, wobei viel mehr hinter dieser Fassade steckt.

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Sige Records haben das neue Album “Lunar Jetman” auf 530 Vinylplatten verewigt und das gute Stück hat es in sich. Schon der Opener “Rodent” lässt den Hörer bei den ersten Tönen nicht still stehen. Ein fetter Bass beginnt und legt die Grundlage für eine Art Bass-Gitarre-Eletronik-Drums-Mantra, das sich immer weiter steigert. Dabei klingt die Band nicht altbacken psychedelisch, sondern modern und frisch. In “Palmyra Cali” spielt sich die Band mit ihren eingängigen dreckigen Sounds noch weiter ein. Man merkt den Musikern an, dass sie Spass hatten das Album einzuspielen. Eine Idee steht, darauf baut eine weitere auf, dann die nächste und so verwundert es nicht, dass der Song nach fast 12 Minuten ausgeblendet wird und er ging im Studio garantiert noch eine Weile weiter… “Cardinal” bietet eine klein Verschnaufpause mit seichteren Tönen, aber nur um “Black Horse” den Weg zu ebnen. Hier könnte wirklich die Geschichte einer Zähmung eines schwarzen Gauls erzählt werden. Die ersten fünf Minuten bricht ein improvisiertes Jazzgewitter ein. Das Pferd wehrt sich, das Lasso muss sitzen. Wie ein Knoten im Sound, der gelöst werden muss, bricht nach fünf Minuten der Impropart auf und wandelt sich schlagartig in eine treibende Rocknummer. Das Pferd scheint gezähmt und der Reiter sitzt auf seinem Rücken. Der Song ändert zwischendurch sein Tempo, also die Saiteninstrumente werden langsam und die Drums bleiben gleich… geiles Hörerlebnis und ein Zeichen dafür, dass das Pferdchen wohl seine Wildheit noch nicht abgelegt hat. Die letzte halbe Stunde der Platte gehört dem zweigeteilten “Cave Of Hair”, das eine Reise durch die Klangideen der Band par excellence bietet. Besonders der zweite Teil, in dem ein trockenes Gitarrenarpeggio eine Konstante bietet, um die herum eine Psych-Doom-Postrock-Stoner-Landschaft aufgebaut wird. Diese Finnen haben es drauf.

Wer immer noch der Meinung ist, keinen Plattenspieler besitzen zu müssen, kann sich das Album auch auf CD über Ektro Records zulegen.

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THE EYE OF TIME – IN TON UND BILD

Posted in Release on March 4th, 2012 by D.K.

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Vor weit über einem Jahr haben wir euch zum ersten Mal von diesem Mammutwerk berichtet als es hieß, dass das gesamte Ouvre (sowohl bisher selbst- als auch unveröffentlichtes Material) von The Eye Of Time als Boxset über Denovali Records herausgebracht wird. Der Grundgedanke hinter dieser Veröffentlichung war, jedem instrumentalen Elektro-Noise-Industrial-Track von Mark Euvrie alias The Eye Of Time ein eigenes Bild zu widmen, welches das widergibt, was Euvrie beim Schreiben der Songs im Sinn hatte. Dafür musste Euvrie sich mit Thomas von Denovali zusammensetzen und ihm genauestens erklären, was die Songs für ihn bedeuten, also im wahrsten Sinne des Wortes sein Inneres nach außen kehren. Daraufhin hat Thomas für jeden der 20 Tracks eine eigene Grafik erstellt. Das brauchte natürlich seine Zeit. In der Zwischenzeit ist Euvrie auf dem Denovali Swingfest 2010 aufgetreten und hat die Erwartungshaltung auf das Dreifachalbum nochmals gesteigert. Seit Ende Februar ist das selbstbetitelte Werk nun endlich erhältlich.

Um euch ein Bild von der gegenseitigen Wirkung von Bild und Ton zu machen, hier drei Beispiele…

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Wer die restlichen Motive samt passendem Song sehen und hören möchte, sollte sich zur Denovali Mailorder begeben. The Eye Of Time “Self Titled” ist als 2xCD oder 3xLP samt 30seitigem Booklet erhältlich.

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ELFIN SADDLE

Posted in Release on March 3rd, 2012 by D.K.

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Um mal vorab klare Fakten und eine coole Überleitung vom Artwork zur Rezension zu schaffen: Elfin Saddle sind ganz schön schräge Vögel. Die kanadische Band um Emi Honda und Jordan McKenzie hat sowohl in der Instrumentierung als auch im Gesang eine liebenswerte Schrägheit inne, durch die das Folk-Noise-Pop-Indie-Sonstwas-Resultat einfach gemocht werden muss.

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Elfin Saddle, eigentlich die Bezeichnung für merkwürdig runzelig aussehende Pilze, spielen auf ihrem neuen Album “Devastates” mit so gut wie Allem was ihnen in die Hände gerät. Singende Säge, Dudelsack, Akkordion, Ukulele, Tuba und Cello dürfen hier neben den gängigen Instrumenten also nicht fehlen. Die Songs sind in sich verschachtelt aufgebaut und haben rhytmisch einzigartige Flüsse… schwierig zu beschreiben. Dann mitten in ihrer Verworrenheit lösen sich die Knoten und lassen die Songs dynamisch vor sich hertreiben, bis dann doch wieder ein Bruch kommt. Doch das ist nicht Schrägheit genug, denn die Vocals von Emi Honda und Jordan McKenzie geben dem Ganzen noch die letzte unverkennbare Note. Emi Honda singt klassisch asiatisch angehaucht, teilweise wirklich auf Japanisch, Jordan McKenzie singt wie ein leicht angetrunkener Farmer… ich möchte hier nochmal betonen, dass es echt schwierig ist den Sound zu beschreiben, weil er so genial schräg ist. Traut euch und geht das Hörerlebnis selbst ein.

“Devastates” erscheint Mitte März über Constellation Records als LP, CD im schicken Papppack und als Download.

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CORY ALLEN & MARCUS FISCHER

Posted in Release on February 28th, 2012 by D.K.

Am 22.02. ist das gemeinsame digitale Album von Cory Allen und Marcus Fischer erschienen. Für 2,22 Dollar gibt es zwei 22minütige Tracks mit den Titeln „TWO / TWENTY-TWO / EIGHTY-TWO“ und “TWO / TWENTY-TWO / SEVENTY-SEVEN”. Soviel zu den in sich verwobenen Fakten der digitalen Platte „TWO / TWENTY-TWO“.

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Cory Allen aus Austin (Texas) und Marcus Fischer aus Portland (Oregon) sind beide in der Welt des filigranen Sounderzeugens unterwegs, in der aus Field Recordings und experimentellem Instrumenteneinsatz epische Klanggebilde entstehen. Rein zufällig haben beide am 22. Februar Geburtstag. Grund genug, sich gegenseitig mit Samples und Klangcollagen zu beschenken, um daraus ein gemeinsames Werk entstehen zu lassen. Abgesehen vom äußerst gelungenen Zahlenkonzept, das diese Veröffentlichung umgibt, ist das musikalische Ergebnis noch viel beeindruckender. „TWO / TWENTY-TWO / EIGHTY-TWO“ fließt wie eine warme Quelle, in der man sich baden kann, durch die Ohren und versprüht eine Wärme, wie sie nur selten durch solche Sounds erzeugt wird. Ein Rauschen, ein Brummen und ein Flirren gepaart zu einer musikalischen Welle und dann folgt ein Delay-Ungetüm, das einen fiesen Eigenrhythmus entwickelt und zum Ende hin die restlichen Sounds verschluckt. “TWO / TWENTY-TWO / SEVENTY-SEVEN” beginnt greifbar mit orgelähnlichen Sounds, die in sich verwoben 10 Minuten lang vor sich herdröhnen, bis dann eine Field Recordings Wolke alles verschleiert und eine Mischung aus Noise und Klavier und dann nur Klavier mit knarrenden Field Recordings die zweite Hälfte des Songs gestaltet. Eine Freude für Freunde experimenteller Ambientsounds.

Bleibt nur ein Rätsel: Wem gehört welches der Geburtsdaten, die sich in den Songtiteln verstecken?

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MONARCH – OMENS

Posted in Release on February 25th, 2012 by D.K.

Monarch sind zurück. Die französische Zeitlupen-Sludge-Doom Band um Sängerin Emilie Bresson veröffentlicht nächste Woche ihr sechstes Full-Length Album “Omens” über At A Loss Recordings und entführt das Genre mal wieder in fremde Welten.

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“Omens” besteht aus drei Tracks, die auf insgesamt 44 Minuten kommen, und das reicht aus, um den Hörer zu monarchisieren. Der 15minütige Opener “Blood Seeress” doomt in gewohnter Monarch-Manier mit langsamen Gitarrenwänden, minimalistischem aber sehr druckvollen Drums und einem Bass, der wie ein Tritt in die Magengrube wirkt. Die Vocals sind auch auf dem neuen Albums wieder dadaistisch und klingen wie der letzte Schrei aus dem Vorhof zur Hölle. Aber Monarch sind ja immer für eine Überraschung zu haben und so schleichen sich die ersten cleanen Vocals in den Song ein, bevor er vom Interlude “Transylvanian Incantations” abgelöst wird. Darin legt Eric Quach alias Thisquietarmy seine spacigen Gitarreneffekte über mysteriöse Ambientsounds von Monarch, um kurz darauf wieder Platz zu machen für das 20minütige “Black Becomes the Sun”. Hier blühen Monarch so richtig auf und führen das aus, was sie im ersten Song nur angedeutet haben. Die Vocals sind gemischt, mal engelsgleich clean, mal teuflisch rauh und laut, und auch hier sucht man vergeblich nach echten Worten (aber vielleicht singt Emilie wirklich in einer existierenden Sprache, die ich nicht verstehe…). Zwischendurch verdichtet sich der Sound zu einer “Sunn o)))-Like-Masse”, um dann wieder sphärischer zu werden, bis am Ende ein energetisches dynamisches Gedröhne, das durch die Lautsprecher wandert, komplett verstummt. Derbe!

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Besetzungmäßig hat sich einiges getan bei Monarch, denn Drummer Rob Shaffer (Dark Castle, YOB) und Gitarrist Shiran Kaïdine (Year of No Light) bringen neue Impulse in den Sound der Band ein, während eine Reihe an Gastmusikern weitere Klangimpulse verschafft. Produziert wurde das Album innerhalb von vier Monaten in vier verschiedenen Staaten, mit vier verschiedenen Produzenten. In Osaka hat Hironori Ochi Hand angelegt, in Melbourne Neil Thomason, in Montreal Matt Cartman und in Chicago Sanford Parker, der letzlich auch alles zusammen abgemischt hat, um das letzte Mastering Collin Jordan (Twilight, Ministry, Yob) zu überlassen.

At A Loss Recordings bietet die Platte jetzt schon zum Download und den Silberling in einer 1000er Auflage mit aufwendigem Artwork in der Preorder an.

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ISIS LIVE VI 11.16.07

Posted in Aktuell, Release on February 19th, 2012 by D.K.

Vor einem Monat haben wir euch von der geplanten Isis Live CD-Box berichtet, die Ende März über Daymare Records erscheinen wird. Der bisher unveröffentlichte sechste Teil, der im Boxset enthalten sein wird, ist seit dieser Woche auch als digitaler Download (über die bekannten Plattformen) erhältlich.

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Isis haben auf “Live VI – 11.16.07″ ein fünf Jahre altes Konzert verewigt, das die aufgelöste Band von ihrer dynamischsten Seite zeigt. Die Aufnahmen sind soundtechnisch die besten veröffentlichten Liveaufnahmen von Isis. Alle Gitarren (egal ob grad zwei oder teilweise vier zu hören sind) kommen klar hörbar durch die Boxen, die Drums und der Bass fügen dem ganzen Paket den passenden Rhythmus bei und die Vocals von Aaron Turner sind wie gewohnt rau und kantig, wie der gesamte Livesound der Band, der in der Endbearbeitung durch die Hörgänge von Isis-Drummer Aaron Harris und Kultproduzenten James Plotkin gegangen ist.

Besonders das Dreigespann – aus “In Fiction”, “Holy Tears” und “Weight” (mit Maria und Ayal von 27) bestehend – überzeugt in seiner Klanggewalt, die sich von ambientartigen Soundteppichen bis zu doom-sludgigen Gitarrenwänden erstreckt.

Entscheidet selbst, ob ihr den Download, das CD-Boxset oder die geplante Vinylversion von “Live VI – 11.16.07″ haben wollt.

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A-SUN AMISSA

Posted in Release on February 16th, 2012 by D.K.

A-Sun Amissa ist das neue instrumentale Projekt von Richard Knox und Angela Chan aus Leeds. Die beiden dürften als Glissando dem ein oder anderen bekannt sein. Idee für das neue Projekt war das Interesse an neuen Sounds, die nicht in den Glissando Piano-Shoegaze-Kosmos passen. Gemeinsam mit Owen Pegg haben sich A-Sun Amissa daher ins heimische Studio verzogen und eine Reihe von teilweise improvisierten Cello-Viola-Gitarre Songs aufgenommen. Das Ergebnis klingt wie ein Soundtrack für die Zombie-Horror-Version von James Bond (also wenn es so was gäbe…).

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Bei A-Sun Amissa erschaffen die Streichinstrumente Dronelandschaften und die Gitarre ergänzt das Gesamtbild durch bluesige Einschübe. In der Regel ist diese Rollenverteilung bei experimentellen Bands andersrum gegeben und genau das macht diese Band aus.

„Desperate In Her Heavy Sleep“ ist nach einer 3inch CD EP das Debütalbum von A Sun-Amissa, das Ende März über Gizeh Records erscheinen wird. Das Album ist unterteilt in fünf Songs, wovon vier in kleine Episoden aufgeteilt sind. Den Opener „Arm in Arm To A Full Awakening (i. Rusted Clocks Sing Faded Hymns / ii. Woven / iii. Nomere)” könnt ihr euch schon mal vorab anhören. Die restlichen vier Songs führen den Sound des Openers weiter aus und sind mal mehr Drone, mal mehr Klassik, mal mehr Blues, mal mehr Ambient mit einer stetigen Spannung, die diese Platte zu einem „haben müssen“-Album macht. Das Mastering von Lawrence English (Ambient-Noise-Musiker aus Australien) trägt sicherlich auch dazu bei, dieses Album zu mögen.

A-Sun Amissa sind derzeit mit Aidan Baker auf Tour, siehe Tourdaten auf unserer ONTHEROAD Seite.

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FRÜHJAHRSPUTZ BEI NADJA

Posted in Release on February 12th, 2012 by D.K.

Zugegeben, die Überschrift ist irreführend, aber zutreffend, denn auf “Excision” vereinen Nadja bisher nur auf Vinyl erhältliche Songs und seltene Songs von limitierten CD-Auflagen auf einem Doppel-CD-Album, um auch der Fanschaft bestimmte Songs nahe zu bringen, die immer noch denkt, dass Vinyl sterben wird und sich deshalb eine Anschaffung eines Plattenspielers nicht lohnt.

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Nachdem Important Records schon eine Raritätensammlung von Aidan Baker auf der Doppel CD “I Wish Too, To Be Absorbed” veröffentlicht hat, folgt nun die Nadja Sammlung “Excision”. “Jornada Del Muerto” eröffnet das Album fulminant und stammt von der Trintiy CD, die über das Bremer Label Die Stadt Musik veröffentlicht wurde und neben diesem Song jeweils einen Aidan Baker und Leah Buckareff Solosong enthält. Genauso verhält es sich mit “Perichoresis”, das auf der von Important Records veröffentlichten LP “Trinitarium” erstmals zu finden war. “Spahn” stammt von der Vinyl Split “Tümpisa” von Accident Prone Records und zeigt die große Bandbreite der Band zwischen Ambient, Drone, Doom, Metal und Shoegaze in einem Song. “Kriplyana” ist ebenfalls ein Split-Song, diesmal von Fario Records, episch, schön, Nadja halt.

Es geht weiter auf der zweiten CD. Opener ist “Autosomal (Version 2)” von der Vinyl Version des Kultalbums “Bodycage”, 2007 auf Equation Records als 12inch erschienen. Ausufernde Drones, trockene Drummachinesounds und derbe Bassläufe. Dann “Kitsune (Fox Drone)”, von der Nadja/Kodiak Split auf Denovali, mit seinen unterschwelligen Droneflächen, die langsam das Gemüt des Hörers einnehmen. “Autosomal (Version 3)” folgt… und dann das auch in dieser Zusammenstellung ungwöhnliche Stück “Clinging To The Edge Of The Sky”, das ohne jegliche Verzerrung auskommt und sowas wie Nadja Unplugged ist. Im Original als einzelner Song auf einer 12inch über Vendetta/Adaigo830 erschienen.

nadja by paste sniffer

“Excision” ist das perfekte Nadja Album für alle die, die keinen Bock haben, viel Geld auszugeben, für alle, die einfach alles haben wollen von Nadja und für alle die, die auf Vinyl verzichten müssen/können/wollen… Fakt ist, dass diese Sammlung trotz der Zerrupftheit einiger Songs (die vollkommen aus dem eigentlichen Kontext entrückt sind) einen ganz eigenen Fluss hat.

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EARTH – WENN ENGEL UND DÄMONEN SICH VEREINEN

Posted in Release on February 12th, 2012 by D.K.

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Earth sind endlich zurück mit ihrem im letzten Jahr bereits angekündigten zweiten Teil von „Angels Of Darkness, Demons Of Light I“. Das Album trägt jetzt die römische Zwei am Ende des Titels und zeigt auf dem Cover, das auch diesmal aus der Feder von Stacey Rozich stammt, den triumphalen Siegeszug eines Fabelwesens, das komischerweise eher dem gefallenen als dem siegenden Wesen des ersten Albumcovers ähnelt. Hier also schon der erste Hinweis, dass nicht das Erwartete auf den Hörer wartet.

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Auch „Angels Of Darkness, Demons Of Light II“ besteht aus fünf Stücken, die aus der gleichen zweiwöchigen Studiosession stammen wie die Songs des ersten Teils. Alles beginnt mit dem bedächtigen „Sigil Of Brass“. Dylan Carlson gleitet auf den Saiten seiner Gitarre so, als ob er gerade eine Idee hat und zwischendurch kurz nachdenkt, was er als nächstes spielen soll. Er hat Zeit, Earth haben Zeit, Earth nehmen sich Zeit. „His Teeth Did Brightly Shine“ überrascht mit einem Grundgitarrenrhythmus, wie er eher selten bei Earth zu hören ist. Darauf bauen die Musiker den restlichen filigranen minimalistischen Song auf, um mal wieder zu beweisen, dass dieser Sound von Earth, der „Dark Americana“ genannt wird, einzigartig in seiner Machart und seinem Tempo ist. „A Multiplicity Of Doors“ gibt dem Cello von Lori Goldston Raum zu Entfaltung und klingt folkiger als der Rest. Besetzungstechnisch haben sich auf dieser Platte keine Veränderungen ergeben. Außer Cellistin Loris Goldston ist Karl Blau am Bass neben der Stammbesetzung Dylan Carlson und Adrienne Davies an Board. „The Corascene Dog“ an vierter Stelle ist mal wieder einer der Earth Songs mit einer unter die Haut gehenden, immer wieder kehrenden Gitarrenmelodie. Leider wird der Song nach acht Minuten ausgeblendet, aber man könnte ewig zuhören. „The Rakebell“ ist das Ass im Ärmel der Band, denn Earth spielen hier schnell, wenn es dieses Wort im Earth-Kosmos überhaupt geben sollte. Soviel Drumeinsatz in einem Earth-Song, glaube ich, hat es zuvor nicht gegeben. Aber auch hier bleibt die Band unverkennbar Earth.

Teil II der „Angels Of Darkness, Demons Of Light – Saga“ ist eindeutig das bessere Album, weil es sich weiter absetzt vom Sound des „Bienen im Ochsenschädel Albums“, was der erste Teil nicht ganz geschafft hat.

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Ende Februar erscheint das Album auf CD und LP über Southern Lord Records.

Die Rezension zum ersten Teil, findet ihr hier…

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THE WIND-UP ROBOTS KILLED MY CAT VS CONDRE SCR

Posted in Musik on February 5th, 2012 by D.K.

Viele Leser deuten unseren Namen falsch und denken, wir seien ein reines Post-Rock Magazin, sind wir aber nicht… Das soll aber nicht heißen, dass wir nicht über Post-Rock Bands schreiben. Heute nehmen wir uns gleich zwei deutsche Bands zur Brust, die genau solche Musik machen und neue Alben im Gepäck haben.

whiskers and guts

THE WIND-UP ROBOTS KILLED MY CAT – WHISKERS AND GUTS

The Wind-Up Robots Killed My Cat
ist ein instrumentales Quartett aus Würzburg und setzt das Thema Post-Rock ganz nach dem Bandnamen mit einer Prise Humor und einer gewissen Leichtigkeit um, so dass der Höreinstieg im Opener “Images Of Broken Light” nicht schwer fällt. Die Grundinstrumentierung wird durch etwas Elektronik ergänzt und der Songaufbau bleibt stetig spannend. Einziger Hänger ist der zweite Track “At Least Nothing Changed”, der mir zu fröhlich rüberkommt. Aber das legt sich schnell und spätestens bei “Minka” und dem epischen “Spectre Of The Gun Inferno” sind die Lauscher gespitzt und nach vorne gerichtet (um mal beim Katzenthema zu bleiben).

“Whiskers and Guts” ist über Miyagi Records auf CD und Vinyl (Daumen hoch) erschienen.

you are genius

CONDRE SCR – YOU ARE GENIUS

Condre Scr aus Berlin veröffentlichen Ende Februar ihr neues Album “You Are Genius”, auf dem sie sich auf instrumentale, leicht melancholische Post-Rock-Songs konzentrieren. Gitarre, Bass, Drums und ein wenig Piano/Keybord reichen, um die acht Songs des Album atmosphärisch und warm zu gestalten. Leider klingen die schottischen Übergötter des Post-Rock oftmals zu sehr durch, aber die Songs, in denen Condre Scr den eingängigen Weg verlassen und etwas experimenteller musizieren wie in “The Excellent Cook” oder “Jerome” (nein, kein Cover), zeigen das wahre Potential der Berliner. Auch hier lohnt sich das Warten bis zum Schluß, denn das zähe, schwerfließende “Kong Me” ist der heimliche Höhepunkt der Platte. Das Mastering der Platte stammt aus den Händen der Tonmeisterei Oldenburg, was schon ein Garant für einen fetten direkten Sound ist.

“You Are Genius” erscheint über Oxide Tones als Download und auf CD. Diese verbirgt sich in einem genialen und zugleich simplen Hochglanz-Pappschuber.

So, jetzt seid ihr gefragt. Am besten beide Platten kaufen und selbst den Vergleich wagen. Ich kann mich nicht entscheiden…

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