TWILIGHT

Posted in Release on March 31st, 2010 by D.K.

twilight

Nach mehrjähriger Pause und Todsagung erscheint in einigen Wochen das zweite Album von Twilight “Monument To Time End” über Southern Lord. 2005 hatten sich die Black Metal Größen Leviathan, Krieg, Nachtmystium, Xasthur und Draguar zusammengefunden, um ein gemeinsames Album unter dem Titel Twilight bei Southern Lord zu veröffentlichen. Jetzt, fünf Jahre später, sind die beiden letztgenannten nicht mehr dabei, dafür haben sich die Verbliebenen Unterstützung von Musikern aus anderen Musikrichtungen geholt.

So ergibt sich ein “massive lineup”, wie die Plattenfirma die aktuelle Twilight Besetzung passend beschreibt, denn hier treffen die drei Black Metaller auf Aaron Turner von Isis, Robert Lowe aka Lichens, Stavros Giannopoulos von The Atlas Moth und Sanford Parker von Minsk. Das Ergebnis dieser ungewöhnlichen Formation ist ein vielseitiges Album, das den Black Metal in eher unbekannte Gefilde entführt und so auch für Hörer interessant macht, die dieser Musikrichtung eher nichts abgewinnen können.

Aaron Turners Stimme als Backgroundchor, Lichens sirenenhafter Gesang als Sounduntermalung und diverse andere Sounds, die die Handschrift der beteiligten Gäste tragen, machen “Monument To Time End” zu einer anschaffenswerten Platte.

monument to time end artwork

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LICHENS

Posted in Release on February 7th, 2010 by D.K.

In Anbetracht des überzeugenden Lichens Auftrittes vor dem Om Konzert in Dortmund am letzten Donnerstag wollen wir euch das Werk dieses außergewöhnlichen Künstlers etwas näher bringen.

LICHENS

Hinter Lichens verbirgt sich das Soloprojekt von Robert Aiki Aubrey Lowe aus Chicago. Fernab der musikalischen Aktivitäten seiner Bands 90 Day Men und Singer lässt sich Lowe unter dem Alias Lichens Zeit für experimentelle Musik, die sich zwischen Drone, Ambient, Noise aber auch Blues bewegt. Lichens verflechtet auf der einen Seite Gitarrensounds und abstrakte Vocals durch Looping zu komplexen, homogenen Songs, auf der anderen Seite schafft er es auch allein durch minimalistisches Gitarrenspiel größtmögliche Effekte zu erzielen.

Das Debüt “The Psychic Nature Of Being” von 2005, das aus einem improvisierten Set besteht, und sein Nachfolger “Omns”, beide bei Kranky erschienen, geben die musikalische Bandbreite von Lichens am besten wieder und sind ein empfehlenswerter Einstig. Die Kollaborationen mit der deutschen Band Cloudland Canyon und White/Light aus Chicago, beide über Holy Mountain veröffentlicht, zeigen zudem wie gut sich Lichens Sounds mit der Musik anderer Künstler vereinen lassen. Besonders die “White/Lichens” betitelte Zusammenarbeit mit White/Light, die sich mit Dämonen der Ars Goetia beschäftigt, weiß durch Einsatz von Gitarrendrones, befremdlichen Vocals und Klaviereinlagen zu überzeugen und bietet dem Hörer den passenden Soundtrack zu den Dämonenschriften.

Über Hoss Records und Three Four Records sind weiterhin zwei Splits erschienen. Darüber hinaus solltet ihr die Augen aufhalten, denn Lichens hat einige Alben und Eps im limitierten CD-R Format selbst veröffentlicht.

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LIVE: LICHENS & OM

Posted in ontheroad on February 5th, 2010 by D.K.

Die Freude war groß als wir erfahren hatten, dass Om zusammen mit Lichens im FZW in Dortmund auftreten werden. Dementsprechend hoch waren aber auch unsere Erwartungen. Gestern war es dann endlich soweit. Im FZW angekommen lächelt uns Robert Lowe alias Lichens am Merchstand entgegen. Ein sehr sympathischer Mann, der ungefragt den Sound seiner zum Verkauf präsentierten Platten so gut beschreibt, dass ein Kauf unumgänglich ist.

lichens live in  dortmund

Nach einer kleinen Wartephase füllt sich der Club im FZW und Herr Lowe nimmt mit einem Tee in der Hand auf der Bühne platz, umgeben von Gitarre, Mikro und Effektgerätschaften. Was folgt ist eine Looping Reise vom Feinsten. Lowe setzt mit der Gitarre ein, deren Sounds sich über einen Loopingeffekt stetig wiederholen. Nachdem die Gitarre ihre Soundfläche ausgebreitet hat, greift Lowe in aller Ruhe zum Mikro und fängt an Zwitschergeräusche zu loopen, die nach kurzer Zeit mit den Gitarrenloops verschmelzen. Das sympathische Gesicht vom Merchstand verwandelt sich auf der Bühne zu einer Grimasse. Lichens scheint wie in Ekstase, er fügt dem Sound ständig neue wörterlose Vocals hinzu, mal mit hoher, mal mit tiefer Stimme. Seine Augen sind verdreht, seine Hand verkrampft. Nach ungefähr 20 Minuten hallt der Song aus und Lichens verlässt die Bühne. Überzeugend!!!

om live in dortmund

Nach einer kurzen Pause betreten Al Cisneros, Emil Amos und Robert Lowe die Bühne. Da sind sie, nun Om in ihrer aktuellen “God Is Good” Besetzung. Cisneros setzt mit seinem Bass ein, Amos folgt mit den Drums und Lowe kümmert sich um die Percussion und alle weiteren Backing Sounds. Anfänglich hinkt der Basssound etwas hinterher, doch das legt sich schnell. Die Band scheint in Höchstform, der hyperaktive Amos schmettert ein unglaubliches Drumspiel hin und Cisneros Finger fegen über die Basssaiten, so dass man gar nicht mehr aus dem Staunen kommt. Beim Singen starrt Al Cisneros in die Luft und wirkt wie jemand, dessen Körper von einem fremden Wesen eingenommen wurde, das zum Publikum spricht. Die Setlist bietet eine gute Mischung von den groovigen Nummern des aktuellen Albums bis zu den älteren Mammutwerken wie “At Giza”. Nach knappen 45 Minuten haben sich Om durch das Set gespielt und verlassen die Bühne. Doch die Zugabe lässt nicht auf sich warten und Cisneros und Amos kommen nochmal auf die Bühne und spielen eine besonders laute Zugabe, bei der Cisneros einzigartiger Basssound besonders zur Geltung kommt. Genial!!!

Mehr Bilder vom Konzert gibt es auf unserer PHOTOS Seite.

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