SANKT OTTEN – SÄNGER UND SÜNDER

Posted in Release on January 1st, 2012 by D.K.

Sankt Otten Photography: Tobalo.de

Das letzte Jahr hat mit geschenkter Musik aufgehört, dann kann das neue Jahr mit geschenkter Musik anfangen. Die Jungs von Sankt Otten und ihr Label Denovali Records haben die EP “Sänger und Sünder” zusammengestellt, die es im MP3 Shop des Labels als kostenlosen Download gibt.

Sankt Otten Sänger und Sünder Artwork

Auf “Sänger und Sünder” sind sieben Remixe und Cover vereint, die Sankt Otten zwischen 2007 und 2011 aufgenommen haben. Die Compilation startet mit “Slow Oscillations”, einem Cover der amerikanischen Synthierockkollegen von Zombi. Schon allein beim Lesen spitzt man die Ohren, denn wenn eine Synthieband eine andere Synthieband covert, kann alles passieren… Sankt Otten nehmen einfach die treibenden Drums aus dem Original und lassen den Song synthiemäßig treiben. Steht dem Song sehr gut. “Sehnen” dann das erste Cover von A Flock Of Seagulls. Kenn ich nicht, aber egal, denn was mich viel mehr beschäftigt ist die Tatsache, dass hier plötzlich jemand singt. Die deutschen Gastvocals von Carsten Sandkämper sind gelassen cool und wirken fast wie ein Gegenpol zur Instrumentierung. Dass das Stück von 2007 stammt, ist dem Song nicht anzuhören. Schon allein weil sich Sankt Otten an Slayers “Raining Blood” herantrauen, ist “Blutregen” das absolute Highlight (ohne den Rest gehört zu haben). Keine Angst, die Ottens covern nur Instrumental und versuchen sich nicht in der arayaschen Dichtung. Es folgen zwei Cover von The Cramps und King Crimson, die wunderbar in die Sankt Otten Soundwelt infiltriert werden. Anschließend wird wieder geremixt, diesmal Pendikels “Heulsuse” alias “Heulsusenalarm”, auch hier mit Vocals. Als Abschluss gibt es einen Remix von Max Richters “Infra 2”, der “Blutregen” dann doch noch den Rang abläuft.

“Sänger und Sünder” gibt es über Denovali oder Sankt Ottens Bandcamp Seite.

Das oben abgebildete Portrait von Sankt Otten stammt von Cristobal Marquez alias Tobalo und ist der zweite Teil einer Musikerserie. Mehr zur Serie gibt es hier zu lesen.

PS: Der Denovali MP3 Shop hat übrigens noch zwei andere neue kostenlose Leckerbissen im Angebot.

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LIVE VIDEOS: DENOVALI LABEL EVENING II

Posted in Video on November 20th, 2011 by M.H.

Bevor am kommenden Samstag bereits das nächste von uns präsentierte Event ansteht (Fabio Orsi & N im FKT Bochum), wollen wir euch an dieser Stelle noch unsere persönlichen audiovisuellen Live-Höhepunkte vom zweiten Denovali Label Evening nachliefern.

Allen, die dabei waren, wünschen wir viel Vergnügen beim Erinnern. Bei allen anderen wecken wir mit diesem authentischen Eindruck der besonderen Atmosphäre in der Christuskirche Bochum hoffentlich ein wenig die Neugier.

Die übrigen Videos von diesem und den vorherigen Konzertabenden gibt’s bei vimeo und auf youtube.

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DENOVALI LABEL EVENING MOMENTAUFNAHMEN

Posted in ontheroad on November 12th, 2011 by D.K.

Blueneck____All_rights_reserved_by_Cristobal_Marquez.jpg

Auf unserer PHOTOS Seite findet ihr jetzt auch die Momentaufnahmen vom zweiten Denovali Label Evening mit Sankt Otten und Blueneck. Die Fotos sind alle von Cristobal Marquez, dessen sonstige Fotografien vom 19.11.-27.11. in der Ausstellung “AL 08” im FKT Bochum zu sehen sind.

Sankt Otten Fotos…
Blueneck Fotos…

Sankt_Otten____All_rights_reserved_by_Cristobal_Marquez.jpg

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LIVEBERICHT: DENOVALI LABEL EVENING II

Posted in ontheroad on November 5th, 2011 by D.K.

sankt_otten © All rights reserved by Cristóbal Márquez (www.tobalo.de)

Denovali Records sind ja bekannt für eine große Bandbreite experimenteller Bands und das konnte man vorletzten Freitag auch auf dem zweiten Denovali Label Evening erleben, als Sankt Otten zusammen mit Blueneck auftraten.

sankt_otten_© All rights reserved by Cristóbal Márquez (www.tobalo.de)

Sankt Otten eröffnen den Abend mit ihrer „Gottes Synthesizer Show“ ganz in rot – rotes Hemd, roter Tisch und rot beleuchtete Bühne bzw. Altarsockel. Die beiden Sankt Ottener brauchen nicht mehr als Elektrodrums, etwas Elektronik aus dem Rechner und eine Gitarre, um ihre Sounds in den Kirchenraum zu tragen. Sie könnten sich auch das Blade Runner Telekolleg Synthie Score Ensemble nennen, denn genau das sind die Assoziationen, die einem durch den Kopf schwirren, beim Hören der Musik. Die erste Hälfte des Sets ist sehr dynamisch mit großem Drumeinsatz… Actionszenen aus einem futuristischen 70er oder 80er Jahre Film. Stephan Otten hat auf jeden Fall sehr coole Moves drauf, wenn er mit seinen Drumsticks auf die polygonalen Elektrodrumflächen trommelt. Die zweite Hälfte wird zunehmend ruhiger und sphärischer und die Bilder im Kopf zeigen Szenen aus dem All oder Luftaufnahmen aus alten Tierdokus. Sankt Otten fühlen sich in der Synthiesoundwelt pudelwohl, das ist den beiden auf der Bühne anzusehen und es macht Spass zuzuschauen.

blueneck_© All rights reserved by Cristóbal Márquez (www.tobalo.de)

Nach einer kurzen Umbaupause stehen Blueneck auf der Bühne. Fünf Briten gezeichnet von drei Wochen Europatour, die an diesem Abend zu Ende geht. Doch als die ersten Töne erklingen, sind die Musiker vollkommen aufmerksam bei der Sache. Sänger Duncan Attwood legt die Melancholie in den Raum, das Keyboard untermalt die Stimmung und dann, irgendwann kurz bevor man überhaupt daran denken könnte, dass die Musik zu melancholisch oder schnulzig sein könnte, holen die restlichen Musiker den Hörer ab und geleiten einen in eine treibende Instrumentalwelt. Eine gelungene Mischung, die live viel besser zündelt als auf Platte. Die alten und neuen Songs passen live perfekt zusammen und zeigen die große Bandbreite der Band, die sich zwischen experimentellem Alternativ Rock und treibendem Postrock bewegt. Gitarrist und Riese der Band, Rich Sadler, verkündet mehrfach, dass er beeindruckt ist von der Kirche und sein Jeden-Sonntag-In-Die-Kirche-Kindheitstrauma an diesem Abend geheilt worden sei. Blueneck sind generell gut drauf auf der Bühne und legen sich für die letzte Show der Tour ins Zeug. Ergebnis ist großer Jubel, Standing Ovations und ein sehr gut besuchter Merchstand. Selbst die Band liegt sich am Ende des Sets in den Armen. Sänger Duncan beschreibt mir nachher noch seine überwältigenden Gefühle während der Zugabe, als er merkte, dass der nächste Ton, den er auf der Gitarre spielen würde, der letzte der Tour sei. Was würden wir Hörer nur machen, ohne diese Vollblutmusiker…

blueneck_© All rights reserved by Cristóbal Márquez (www.tobalo.de)

Die restlichen Momentaufnahmen von Cristobal Marquez alias Tobalo folgen bald auf unserer PHOTOS Seite.

blueneck_© All rights reserved by Cristóbal Márquez (www.tobalo.de)

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WIR PRÄSENTIEREN DEN ZWEITEN DENOVALI LABEL EVENING

Posted in ontheroad, Redaktion on October 1st, 2011 by D.K.

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Nachdem wir euch im Juni den ersten Denovali Label Evening (siehe Review) zusammen mit der Christuskirche Bochum und Denovali Records präsentiert haben, folgt am 28.10.2011 die Fortsetzung. Knapp einen Monat nach dem grandiosen Denovali Swingfest präsentieren wir euch den Denovali Label Evening mit Blueneck und Sankt Otten.

Sankt_Otten

Sankt Otten haben vor wenigen Wochen ihr neues Album “Gottes Synthesizer” veröffentlicht, mit dem sie den Hörer auf eine Reise durch Synthielandschaften nehmen, die mal modern aber auch mal so richtig wie aus den 70ern gebeamt klingen. Live mit Elektrodrums und mit Ebow gespielter Gitarre ein Erlebnis für sich.

Unser Interview mit Sankt Otten findet ihr hier…

Blueneck

Blueneck haben diesen Monat ihr drittes Album “Repetitions” veröffentlicht. Während ihr erstes Album noch stark auf instrumentale Stücke mit gelegentlichen Vocaleinschüben fokussiert war und das Zweitwerk “The Fallen Host” mit seiner Mischung aus epischen Instrumentalparts und Alternativpassagen mit Gesang, setzt das Drittwerk vor allem auf die Dramaturgie von Gesang und Piano mit anschließendem Instrumentalausbruch. Ideale Voraussetzungen, um den Kirchenraum der Christuskirche Bochum zu beschallen.

Review zum neuen Album ist hier…

Veranstaltung: Denovali Label Evening
Bands: Blueneck und Sankt Otten
Datum: Freitag, 28.10.2011
Beginn: 20:00 Uhr
Einlass: 19:30 Uhr
Ort: Christuskirche Bochum, An der Christuskirche 1, 44787 Bochum
VVK: 12 Euro (hier)
AK: 13 Euro

Last FM Konzertseite

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INTERVIEW: SANKT OTTEN

Posted in INTERVIEWS on August 1st, 2011 by D.K.

Mit “Gottes Synthesizer” steht seit einigen Tagen das neue Sankt Otten Album in den Plattenläden kaufbereit. Was den Hörer erwartet ist eine Reise durch die Welt von Synthiesounds, die mal kurios, mal schwerfällig, mal munter, mal altbacken klingen und den musikalischen Horizont von Denovali Records mal wieder erweitern. Wir haben uns auch auf die für unsere Verhältnisse fremde Musik eingelassen und sind positiv überrascht. Grund genug Stephan Otten (Drummer und Soundtüftler des Duos) mal ein paar Fragen zu stellen, die uns beschäftigt haben.

Sankt_Otten

Seitdem ihr 2009 bei Denovali Records unter Vertrag seid, habt ihr jährlich neue Veröffentlichungen rausgebracht. Ziemlich viel für eure Verhältnisse. Wie kommt es dazu?
Bei den Denovali-Jungs etwas rauszubringen, macht ja auch besonders viel Spaß. Was Artwork etc. angeht, lassen die sich ja nicht lumpen. Da kann man es ja selbst kaum abwarten ein neues Album in Händen zu halten. Das letzte Album MORGEN WIEDER LUSTIG ist ja doch schon fast 2 Jahre alt. Da wollten wir schnellstens mal einen Longplayer nachlegen. Dieses mal auch als Vinyl Doppel-Album im Klappcover. Ein Traum!

„Gottes Synthesizer“ widmet sich, wie der Titel auch verspricht, sehr stark dem Synthiesound. Was hat eure Arbeit so geprägt, dass ihr euch so stark auf dieses Kultinstrument der 70er und 80er konzentriert habt?
Wir haben uns in letzter Zeit viel mit den Pioneeren der deutschen elektronischen Musik beschäftigt. Das ist ein wunderbares Terrain, bei dem man viel Neues entdecken kann.
Wir treffen uns regelmäßig bei einem Freund in seinem klassisch eingerichteten, holzvertäfeltem Partykeller und lauschen Schallplatten. Der hat eine große Krautrock-Plattensammlung und da gibt es immer viel zu hören und auch zu lachen. Das sich Treffen zum gemeinsamen Musikhören ist ja auch etwas aus der Mode geraten. Wir lassen hier die 70er in jeder Hinsicht wieder aufleben.

Was für Künstler würdet ihr unseren Lesern empfehlen, die sich bisher noch nie mit Synthiesounds beschäftigt haben und durch euch auf den Geschmack gekommen sind?
Also, ich würde zur vorsichtigen Kontaktaufnahme ASHRA’s NEW AGE OF EARTH (1976) oder HARALD GROSSKOPF’s SYNTHESIST (1980) empfehlen. Man braucht schon etwas Zeit sich hierauf einzulassen, aber es lohnt sich wirklich. Mein Tipp, unbedingt mit Kopfhörer antesten. Wirkt auch ohne Drogen!

Nach dem ersten Hören der Platte habe ich mich in eine Filmkulisse der 70er gebeamt gefühlt. Was für ein Fantasiefilm lief in euren Köpfen, als das Album entstand?
Mir kommt da der Sci-Fi-Klassiker WESTWORLD in den Sinn. Ein technische Welt, die sich verselbstständigt und dann außer Kontrolle gerät. Das könnte passen, aber zum Glück haben wir unsere Computer noch im Griff.

Wie geht ihr generell vor, wenn ihr Songs schreibt. Bringt ihr beide eure eigenen Ideen mit ins Studio oder entstehen die Songs aus gemeinsamen Sessions?
Ich bereite meistens grobe Songgerüste aus Schlagzeug und Melodielinien vor und suche dann stundenlang passende Synthklänge hierzu zusammen. Oli verfeinert diese Basis dann und spielt Gitarren hierzu ein.

Wie kommt ihr auf den Titel „Gottes Synthesizer“? In Kombination mit eurem Bandnamen klingt das schon sehr… verdächtig!
Wir haben ein Faible für Songtitel mit klerikalem Anstrich (Es ist nicht alles Gott was glänzt / Wir sind Deine Propheten / Auf Sünde folgt Strafe), was bei dem Bandnamen ja naheliegend ist. Was aber in keiner Weise mit einer besonderen Sympathie mit der christlichen Kirche zu tun hat. Oli jobt nebenbei als Hausmeister in einer Kirche, so etwas muss ja Folgen haben …

Wenn wir schon beim Thema sind: Was erwartet die Besucher unseres zweiten „Denovali Label Evening“ in der Christuskirche Bochum, bei dem ihr mit dabei seid?
Wir freuen und schon besonders, dass wir zu diesem Abend in die Christuskirche eingeladen wurden. Es gibt wohl kaum eine bessere Location für ein Sankt Otten Konzert.
Wir waren beim letzten Denovali Abend mit Bersarin Quartett, N und Dale Cooper zum ersten Mail dort, und waren hin und weg von der Kirche.
Wir werden uns für diesen Abend ein besonderes Set überlegen. Es wird auch eines der ersten Konzerte sein, bei dem Stücke vom neuen Album gespielt werden.
Wir werden dort mit Blueneck spielen. Schön, die dann auch mal wieder live zu sehen.

Wer von euch denkt sich die Songtitel aus? Fallen euch die Wortspiele ein nachdem ihr den jeweiligen Song geschrieben?
Die Titel stammen von mir. Manchmal gibt es den Titel schon vorher, aber es kommt auch vor, dass wir erst nur einen Arbeitstitel haben, der dann später verfeinert wird.

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Das Artwork eurer neuen Platte ist im Vergleich zu euren anderen Releases weniger distanziert und sachlich geradlinig. Das grimmig schauende Kind nimmt ja förmlich Kontakt auf mit dem Betrachter. Was ist der Hintergrund zu diesem Artworkwandel?
Wir haben da keine festgefahrene Richtung bei unseren Artworks. Auf das Titelbild des Albums bin ich durch Zufall im Netz gestoßen. Es ist vom spanischen Maler Salustiano. Der malt fast ausschließlich rot gekleidete Menschen auf knallrotem Hintergrund. Ich habe mich sofort in seine Bilder verliebt und gedacht, dass die perfekt zu unserer Musik passen würden. Wir sind wirklich stolz, dass das geklappt hat. Das Artwork ist eine herrliche Symbiose aus einer unschuldigen Niedlichkeit und einer leichten Bedrohlichkeit, und das passt wirklich gut zur Musik.

Wie haben Salustiano und Sankt Otten eigentlich zusammengefunden?
Nach längere Recherche konnte ich Ihn persönlich kontaktieren und er war sofort von der Idee angetan, Bilder von sich für ein Album-Artwork herzugeben.

Habt ihr Salustiano gesagt wie das Album heißen wird und was ihr euch so vorstellt, oder hat er euch von sich aus Arbeiten gegeben, unter denen ihr was ausgesucht habt?
Ich habe ihm Musik von uns geschickt, die er mochte. Wir hatten dann aus einem Ausstellungskatalog von ihm ein paar Bilder ausgewählt. Er hat uns dann Fotos der Bilder geschickt. Die Öl-Gemälde sind im Original gerne mal 3-4 Meter groß und in den Museen und Galerien der Welt verteilt. Der Albumtitel stand damals aber noch nicht fest. Wir haben ihm dann später alle Artworks zur Freigabe geschickt, die dann alle ohne Probleme abgesegnet wurden. Vor ein paar Tagen hatte sich bei mir der Macher des spanischen Jean Michel Jarre Fanclubs gemeldet. Der ist zufällig ein Bekannter von Salustiano. Da schließt sich der Kreis wieder!

Wo führt es Sankt Otten als nächstes hin?
Das können wir erst sagen, wenn das nächste Album fertig ist. Wir machen da keinen Masterplan im Voraus. Es gibt ein paar Ideen, ein komplettes, beat-freies Ambient-Album zu machen, oder auch Kooperationen mit Helden des Krautrock sind angedacht. Verraten wird da aber noch nichts. Wir werden in den nächsten Tagen ein Häuschen mieten, Sessions machen, ein paar Fragmente für Zukünftiges zusammentragen.

Wir sind gespannt. Danke Stefan!

“Gottes Synthesizer” ist in wirklich beeindruckenden Farben auf Vinyl und natürlich auch auf CD über Denovali Records erhältlich.

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SANKT OTTEN & MAJEURE SPLIT

Posted in Release on December 8th, 2010 by D.K.

Majeure_Sankt Otten_Split

Das Osnabrücker Synthierock-Duo Sankt Otten und A.E. Paterra alias Majeure, besser bekannt als Drummer des amerikanischen Synthirock-Duos Zombi, melden sich mit einer gemeinsamen Split zurück.

A. E. Paterra steuert drei neue Songs bei, die da ansetzen, wo das Majeure Debüt “Timespan” aufgehört hat. Der große Unterschied zur Debütplatte ist das Tempo, denn wo bei “Timespan” kraftvolle Beats die Synthiesounds angetrieben haben, geht es auf der Split primär um die Zelebrierung des puren Synthiesounds auf wunderschön langsame Art. Die ersten beiden Songs geben dem Hörer noch einen positiven Eindruck mit, den dann “Aleph Institute” in bester 80er Jahre Horrorfilm-Soundtrack-Manier in einen düsteren Eindruck wandelt.

Genau da setzen Sankt Otten an und präsentieren sich eindeutig melancholischer und getragener. Die neuen Songs haben im Vergleich zum letzen Album “Morgen wieder lustig” eine sympathische Schwerfälligkeit an sich, die Sankt Otten sehr gut steht. Mit dem fast zehnminütigen “Es ist nicht alles Gott was glänzt” beginnt die Reise auf der Sankt Otten Seite der Split und geht mit drei weiteren Songs “Der Sonne entgegen”. Synthiedrums und Synthiesounds treffen auf Ebowgitarrentöne und formieren sich zu einem passenden Soundtrack für die jetzige Jahreszeit. Der Weg, den Sankt Otten einschlagen, gefällt und es ist auf mehr zu hoffen.

sankt otten

Die Split erscheint Mitte Dezember über Denovali Records und ist bereits jetzt vorbestellbar. Die Vinyl Version ist in drei Farbvarianten erhältlich und die CD Version kommt mit einem zusätzliche Track, den Majeure und Sankt Otten gemeinsam eingespielt haben.

Und wo wir grad von Synthiemusik sprechen, möchten wir euch das erste deutschsprachige Buch ans Herz legen, dass sich mit der Geschichte des Synthiepop beschäftigt. “Synthiepop – Die gefühlvolle Kälte” von Dirk Horst erzählt die Entstehungsgeschichte von den Krautrockwurzeln bis zur Weiterentwicklung der heutigen Zeit. Es gibt beispielsweise Biografien und Stories zu Kraftwerk, Front 242 und natürlich auch zu Depeche Mode. Gut geschrieben und für Freunde von Musik wie der von Majeure und Sankt Otten auf alle Fälle lohnenswert. Ist ja auch bald Weihnachten.

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LIVE: DENOVALI SWINGFEST

Posted in DIE DENOVALI SWINGFEST BANDS 2009, ontheroad on November 22nd, 2009 by D.K.

sankt_otten.JPG

Gestern war es endlich soweit: das Denovali Swingfest stand an. Ein Zettel am Eingang mäßigte die Vorfreude etwas, da Daturah wegen Krankheit abgesagt hatten. Um kurz vor drei ging es dann los mit Sankt Otten, die live trotz vieler Elektronik auf der Bühne einen sehr homogenen Sound erzeugen und immer mehr Leute vor der Bühne versammeln konnten. Es folgten Kodiak, die mit ihren drei Instrumenten eine beeindruckend eindringliche Doomsoundlandschaft erzeugten. Laut Running Order sollte es mit Omega Massif weitergehen, doch das Keyboard und die Englisch sprechenden Menschen auf der Bühne ließen schnell auf Blueneck aus Bristol schließen. Omega Massif steckten im Stau, hieß es. Blueneck überzeugten mit ihren facettenreichen Alternative Songs, die sich immer wieder in Mitschwingnummern (muss ja irgendwo herkommen, die Idee zum Swingfest) verwandelten. Omega Massif hatten sich dann letztendlich durch den Verkehr gekämpft und legten ein fettes, staubtrockenes Doom-Metal-Set hin. Die Band war zwar zwischendurch vom Sound enttäuscht und versuchte dem Soundmann das nahe zu legen, aber das Publikum schien anderer Meinung zu sein und feierte die Würzburger Gäste. Es folgte eine kleine Pause bis dann Celeste die Bühne betraten und einen einzigartigen Auftritt boten. Ohne Bühnenlicht, aber mit roten Stirnleuchten und sehr, sehr viel Kunstnebel boten Celeste ein knapp halbstündiges Post-Hardcore Konzert. Kurz aber wirkungsvoll. Krönender Abschluss des Abends war das letzte auf dem europäischen Festland stattfindende Konzert von Fall of Efrafa. Die meist 20minütigen Songs boten dem Hörer einen Mix aus härterem Hardcore, Metal und ruhigerem Post Rock und fassten so gesehen alle auf dem Swingfest vertretenen Stilrichtungen zusammen.

Bis auf den Ausfall von Daturah ein sehr gelungenes Festival.

Fotos von allen Bands findet ihr auf unserer PHOTOS Seite.

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DENOVALI SWINGFEST – RUNNING ORDER

Posted in DIE DENOVALI SWINGFEST BANDS 2009, ontheroad on October 30th, 2009 by M.H.

In drei Wochen hat das Warten endlich ein Ende – hier die Running Order für das bereits ausverkaufte Denovali Swingfest am 21. November 2009 im Coffee Corner in Essen:


Einlass: 13:00 Uhr

14:30 Uhr
SANKT OTTEN

15:35 Uhr
DATURAH

16:50 Uhr
KODIAK

18:10 Uhr
OMEGA MASSIF

19:30 Uhr
BLUENECK

20:40 Uhr
CELESTE

22:00 Uhr
FALL OF EFRAFA


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SANKT OTTEN

Posted in DIE DENOVALI SWINGFEST BANDS 2009, Release, Serie on October 4th, 2009 by D.K.

DIE DENOVALI SWINGFEST BANDS (TEIL 1)

Im November finden sich einige Bands zusammen um auf dem ausverkauften Denovali Swingfest zu spielen. Wir wollen euch die Bands alle einzeln vorstellen und beginnen die Serie mit Sankt Otten.

sankt otten

Sankt Otten aus Osnabrück mischen elektronische Sounds mit Gitarrentönen und erzeugen damit einen ganz eigenständigen Sound irgendwo zwischen Ambient und Post-Rock. Der Einsatz von Ebow und anderen Gitarreneffekten lässt die Gitarrensounds mit den elektronischen Elementen zusammenfliessen und die bildlichen Songtitel, wie “Ein Himmel voller Galgen”, bieten dem Hörer die passenden Bilder zu den entspannten Tönen.

Das aktuelle Album “Morgen wieder Lustig” ist im September als Download und CD bei den Australiern von Hidden Shoal Recordings erschienen. Freunde des LP Formates dürfen sich auf eine Limited Edition des Albums freuen, die demnächst bei Denovali Records erscheint.

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