KNUT WONDER

Posted in Kunst, Release on May 9th, 2010 by D.K.

KNUT wonder artwork

Ein halbes Jahrzehnt nach ihrem letzten Studioalbum “Terraformer” veröffentlichen Knut aus der Schweiz im Juni ihr neues Album “Wonder” über Hydra Head Records und Conspiracy Records. Die fünf Genfer haben vor drei Jahren die Arbeit an “Wonder” aufgenommen und ihren Sound, wie er auf den letzten beiden Alben “Terraformer” und “Challenger” zu hören ist, weiter verfeinert. Ihre Mischung aus Sludge, Metal-Core, Noise und ruhigen atmosphärischen Drones wird auch auf “Wonder” weitergelebt. Auf der CD finden sich elf, auf der LP zehn Songs, die die Band in Höchstform zeigen. Knut nehmen den Hörer mit auf eine Reise voller aggressionsgeladener,Hardcore-geprägter Metalsongs, die von psychedelisch angehauchten Noise- und Drone-Parts unterbrochen beziehungsweise verbunden werden. Desweiteren kommt der Gesang auf “Wonder” im Gegenzug zum Vorgängeralbum mehr zur Geltung. Im großen Ganzen ein Album, das für “Verwunderung” sorgen wird.

knut by magali dougados

Das Artwork von “Wonder” stammt aus der Hand von Aaron Turner, der in Zusammenarbeit mit seiner Frau Faith Coloccia die passenden visuellen Komponenten zur Musik liefert. Das Cover zeigt zum Einen verflochtene, tentakelähnliche Wurzelranken, die für den ursprünglichen Metalsound der Band stehen können. Nach oben hin dagegen löst sich das verworrene Bild auf und bietet dem Betrachter Raum zur Entspannung, somit ein mögliches Pendant zu den instrumentalen und atmosphärischen Drone-Noise-Phasen in Knuts Musik. Wer mehr zur Entstehungsgeschichte des Artworks erfahren möchte, sollte unbedingt Aaron Turners Blog besuchen.

knut wonder background by_faith coloccia

knut wonder drawings_by_aaron_turner

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MONKEY3

Posted in Musik on December 16th, 2009 by M.H.

Das Quartett aus Lausanne startete 2001 als Community von Musikern, die ihre Vorliebe für ausgedehnte Jam Sessions auslebte. Mittlerweile haben Monkey3 zwei Alben, ein Mini-Album, eine Split EP mit Hypnos69 und eine DVD herausgebracht. Ihr Stil lässt sich dem Stoner Rock zuordnen, wobei die Band selbst von “Psycostoner” spricht. Der Verzicht auf Vocals und die Anreicherung mit Keyboards und Samples verleiht dem Sound der Schweizer zudem eine ganz besondere, eigenständige Note. Als Quelle der Inspiration nennt die Band auf ihrer Homepage u.a. Bands wie Pink Floyd, Led Zeppelin und Kyuss, denen sie mit ihrer neuesten Veröffentlichung Tribut zollt. “Undercover” enthält ausschließlich Cover Versionen, wobei die Band bei zwei Songs erstmals das Experiment wagt, mit Sängern zusammenzuarbeiten: Wüstensohn John Garcia veredelt den Song “Watching You” und Tony Jelencovich leiht “Kashmir” seine Stimme. Es lohnt sich definitiv, hier mal ein Ohr zu riskieren.

Erschienen sind die Werke der Band auf dem belgischen Label Buzzville Records. Von ihren Live Qualitäten können wir uns im nächsten Jahr auf dem Roadburn Festival und dem Hellfest überzeugen. Erste Höreindrücke liefern MySpace und LastFm.

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DREI AUS…

Posted in Serie on October 16th, 2009 by D.K.

…DER SCHWEIZ


ENO

eno

Das Post-Rock-Duo Eno aus Zürich besticht vor allem durch den sich steigernden Einsatz von Gitarrensounds. Auf ihrem Debüt “stea.alto” spielen sich Eno in den ersten vier Tracks auf einfache aber unter die Haut gehenden Weise ein, bis es beim zehnminütigen “Aalto” zu einem fulminanten Ende kommt. Das verwendete Julian Moore Zitat aus “Children Of Men”, in dem es um absterbende Gehörzellen geht, ist mehr als passend… denn laut hören ist bei dieser Musik Voraussetzung. Hört euch den Song und die aktuelle EP “must correspond in pattern” auf der Gimmesound Seite der Band einfach mal an!


SHORA

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Shora aus Genf sind mit ihrem derzeitigen Sound zwischen 70`s Instrumental Rock und dem heutigen Post-Rock anzusiedeln. Dabei hat die Band 1999 mit experimentellem Screamo begonnen und einige EPs und Splits (u.a. mit Merzbow) veröffentlicht, bis sie dann 2006 mit “Malval” ihren Sound komplett verändert hat. Mit Einsatz von Orgelsounds ist der Screamo gewichen und hat dem modernen 70`s Post-Rock den Vortritt gelassen.

Shoras aktueller Sound überzeugt vor allem live, wo die langen Songs ihre mitreissende Kraft besonders gut entfalten. Hört euch das diesjährige Roadburn Konzert im Stream an und überzeugt euch selbst.


SHELVING

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Shelving aus Delémont sind stilistisch Shora gleichzusetzen, mit dem kleinen Unterschied, dass sie bei gleichzeitigem Einsatz von Rhodes und Keybord den 70´s Sound weiter ausleben. Auf ihrem Debüt “IMIHS” lassen sie sich Zeit und spielen zwei nahezu halbstündige Tracks, die einerseits 70´s like rocken, es andererseits zwischendurch auch ruhiger angehen lassen und der Atmosphäre von Ambient und Drone Tracks nahe kommen. Wer Lust hat, wird hier auf eine kleine musikalische Zeitreise mitgenommen.

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