DANIEL MENCHE UND DIE WÖLFE

Posted in Release on May 1st, 2013 by D.K.

Daniel Menche aus Oregon beschäftigt sich mit Sounds aller Art. Seine Arbeiten entstehen, indem er Field Recordings oder andere Soundquellen als Basis verwendet, um daraus seinen eigenen Sound zu modellieren. Er bewegt sich dabei zwischen Ambient und Noise und schafft Klänge, die mal kakophonisch mal melancholisch klingen können. Wer sich mit Menche beschäftigen möchte, sollte also gute Nerven haben.

Auf “Vilké” (in Litauen das Wort für den weiblichen Wolf) beschäftigt sich Menche mit animalischen Soundquellen. Nachdem er auf einem seiner Streifzüge durch die Wälder das Geheule von Wölfen festhalten konnte, hat er sich daran gesetzt, genau diese Sounds zu einem Album umzuformen. Das Resultat ist das viergeteilte Album “Vilké”. Vier Tracks, die allesamt an der 19 Minuten Marke kratzen, nehmen den Hörer mit in die zutiefst gruselige Soundwelt von “Vilké”. Der erste Teil beginnt mit einem brachial lauten Drumming, das allmählich leiser wird und sich im Hintergrund einer elektronisch verfremdeten Noisewand wiederfindet. Die Wölfe sind nicht mehr zu erkennen, dafür sorgt Menche mit Drums, Piano und Gitarren, die ebenfalls nicht direkt zu erkennen sind. Die Sounds der Wölfe hat Menche durch den Rechner gejagt und so verfremdet, dass sie teils choral, teils noisig klingen. Im dritten Teil überlappen sich Drumsounds zu einer Art Black-Metal-Rhythmus-Wolke, die von verfremdeten Wolfsgesängen verschlungen wird. Erst im letzten Teil kann der Hörer auch mal durchatmen und sich auf einzelne Sounds konzentrieren ohne Angst zu haben, von kakophonischen Soundschwaden überrascht zu werden. Die letzten 19 Minuten gleiten vor sich hin und es entsteht eine Art melodisches Rauschen. Unheimlich.

Sige Records hat “Vilké” in Form gebracht und bietet das Album als Doppelvinyl mit Artwork von Faith Coloccia (Mamiffer) an und als limitiertes Tape inklusive einer DVD, auf der Menche mit Hilfe des Artworks von Coloccia ein Video zum Album verewigt hat. Das düstere geheimnisvolle Artwork passt auf jeden Fall sehr gut zum Album und rundet das Gesamtpaket ab.

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MENACE RUINE – ALIGHT IN ASHES

Posted in Release on October 14th, 2012 by D.K.

Das kanadische Duo Menace Ruine bestehend aus S. de la Moth und Geneviéve ist seit einigen Jahren in der Welt experimenteller Musik unterwegs und zeichnet sich durch seinen eigenwilligen Mix aus Neo-Folk, Drone und Noise aus. Dabei fließen immer wieder auch andere Stilrichtungen ein, so dass kein Genre eine zutreffende Beschreibung bieten könnte.

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Auf “Alight In Ashes” setzen die beiden Kanadier auf eine Art mittelalterlichen Synthie-Dronesound. Der Anfang mit “Set Water To Flames” ist hallig-noisig, drumlos, mit Vocalakzenten, es folgt ein subtiler Drummachine-Sound und eine abschließende Noisewand. Dabei wird nie der Blick auf Struktur und Melodie außer Acht gelassen. “Salamandra” steigt mit einem Sound ein, der einem verzerrten Spinett gleicht, das im Hintergrund von einer Hammondorgel unterstützt wird. Dabei ist hier nur ein Synthesizer am Werk. Geneviéves Vocals legen sich schwungvoll über den Sound. Die Stimme scheint wie aus einer anderen Welt. “Burnt Offerings” treibt und treibt und treibt… “Arsenikon (faded in dicord)” konzentriert sich auf chorale Vocals, was dem Sound etwas sakrales verleiht. “Disease Of Fear” erinnert soundtechnisch wieder an verzerrte altertümliche Streichinstrumente. Der eigenwilligen Stimme kann man von Song zu Song immer mehr abgewinnen. “Cup Of Oblivion” hat den erhabensten Sound aller Songs. Der Sound marschiert, schreitet langsam und bietet dem Hörer Raum für mittelalterliche Phantasien. Hätte es im Mittelalter Metal gegeben, Menace Ruine hätten ihn erfunden.

Sige Records veröffentlicht Mitte Oktober “Alight in Ashes” in einer 400er Auflage auf handnummeriertem Doppel-Vinyl. Wer das Album auf CD haben möchte, kann dies via Profound Lore bestellen.

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SONG SPOT SONNTAG: ONE TO ONENESS

Posted in Serie on August 12th, 2012 by D.K.

 

Ides Of Gemini haben vor einigen Wochen ihr erstes Album “Constantinople” über Neurot Recordings (CD) und Sige Records (Vinyl) veröffentlicht. “One To Oneness” zeigt die Besonderheit dieses Trios, das aus Jason Bennett an der Gitarre, Sera Timms am Bass und Vocals und Kelly Johnston an den Drums und Backingvocals besteht. Während die Gitarre im gewaltigen Refrain des Songs an Black-Metal-Sounds erinnert, gehen die Okkultrockvocals von Timms, die auch Frontfrau bei Black Math Horseman ist, unter die Haut. Die Marschdrums und hallenden Backigvocals geben dem Song dann noch den letzten Schliff. Hier reichen drei Musiker aus, um eine ganz eigenständige Fusion aus Okkultrock und Black Metal zu schaffen. Mysteriös schön.

Wem “One To Oneness” gefällt, der sollte sich unbedingt “Constantinople” zulegen. Die Vinylversion von Sige Records kommt mit handgedruckten Covern.

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LOCRIAN & MAMIFFER

Posted in Release on March 11th, 2012 by D.K.

Locrian & Mamiffer - Bless Them That Curse You

Ein großer tibetischer Tempel, in der Mitte sitzen ein paar betende Mönche. Ihr Gebetsgesang legt sich hallend in den Raum, als sich plötzlich aus allen Ecken des Tempels dämonenhaftes Geschrei dazugesellt… So könnte man die ersten zwei Minuten des gemeinsamen Albums von Locrian & Mamiffer am besten beschreiben.

“Bless Them That Curse You” beginnt also schon passend zum Titel mit der Gegenüberstellung von Segen und Fluch, zumindest im Kopfkino zu “In Fulminic Blaze”, das im weiteren Verlauf mit akustischer Gitarre, Piano, diversen Soundflächen und kraftvollen Drums weiter überzeugen kann und genau im Moment als man denkt, der Song hätte seinen Höhepunkt erreicht, legen die sieben Musiker noch eine Schippe drauf.

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Im Anschluss folgt der Titeltrack “Bless Them That Curse You”, der überraschender Weise sehr zurückhaltend minimalistisch ausfällt. Was ihn um so interessanter macht, denn im Noise-Drone-Geflecht, das Locrian & Mamiffer aufbauen, sind so viele einzelne Sounds integriert, dass besonders das Hören über Kopfhörer hier Entdeckungspotenzial en masse birgt. “Corpus Luteum” setzt den Fokus auf die Gegenüberstellung von Klavier und Soundflächen, also Klassik und Moderne oder besser Segen und Fluch. “Second Burial” ist das experimentellste Stück der Platte und bietet dem Hörer eine spannende Gegenüberstellung von Freigeist und Konzept. Improvisation und Komposition in einem Song vereint. “Lechatelierite” nimmt wieder jegliche entstandene Spannung raus und lässt den Hörer mit dem Klavier alleine, fast zumindest, denn im Hintergrund treiben Field Recordings ihr Unwesen. Das 19minütige “Metis – Amaranthine – The Emperor” greift die Stimmung von “Lechatelierite” auf und setzt mit langsamen druckvollen Tastentönen ein. Das Klavier legt eine melancholische Note und Faith Collocia setzt mit den Vocals ein. Der Gesang ist so langsam und filigran vorgetragen, dass er direkt unter die Haut geht. Allmählich gesellen sich auch weitere Sounds zum Gesang und dem Klavier. Verzerrter wortloser Gesang im Hintergrund, Gitarren und Drums (die seit dem Opener verstummt waren) stimmen sich ein, bis nach neun Minuten ein Noisegewitter ausbricht und wohl den zweiten Part “Amaranthine” vom ersten trennt. Basslastige Elektronik und Feedbackgitarren nehmen den Song ein. Der letzte Teil “The Emperor” wird von Aaron Turners Gewaltvocals und Steven Hess Drums eingeleitet. Aaron schreit sich die Seele aus dem Leib, Steven beweist mal wieder, dass er ein Größe im improvisierten Trommelspiel ist, und Locrian & Mamiffer setzen sich selbst ein Denkmal.

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Kommen wir zu den personellen und technischen Details, um allen denen, die bis zu diesem Zeitpunkt Zweifel haben, ob sich eine Investition in Locrian & Mamiffer lohnt, diese Zweifel endgültig zu nehmen. Locrian sind in der altbekannten Studiobesetzung der letzen eigenen Platten mit Terence Hannum, Andre Foisy und Steven Hess und Mamiffer als Viergespann Faith Coloccia, Aaron Turner, Travis Rommereim, Alex Barnett vertreten. Das Werk dieses siebenköpfigen Ungetüms hat Greg Norman festgehalten und Randall Dunn hat sich mal wieder eindrucksvoll um den letzten Mix gekümmert. “Bless Them That Curse You” ist in Kooperation von Sige Records mit Profound Lore, Land of Decay und Utech Records auf allen Formaten, die der Hörer braucht, erschienen. Wer jetzt noch nicht auf der Suche nach seiner Tape-, CD- oder Vinyl-Kopie von “Bless Them That Curse You” ist, ist selbst Schuld.

Die Portraits stammen alle von Rik Garrett.

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PHARAOH OVERLORD

Posted in Release on March 8th, 2012 by D.K.

Die finnischen Pharaoh Overlord gibt es schon seit 1999 und ich kannte sie bisher nicht, bin aber froh sie jetzt endlich kennengelernt zu haben. Das instrumentale Trio, das seine Musik selbst als “Hypno-Improv-Stoner-Rock” beschreibt, liegt mit seiner Beschreibung schon goldrichtig, wobei viel mehr hinter dieser Fassade steckt.

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Sige Records haben das neue Album “Lunar Jetman” auf 530 Vinylplatten verewigt und das gute Stück hat es in sich. Schon der Opener “Rodent” lässt den Hörer bei den ersten Tönen nicht still stehen. Ein fetter Bass beginnt und legt die Grundlage für eine Art Bass-Gitarre-Eletronik-Drums-Mantra, das sich immer weiter steigert. Dabei klingt die Band nicht altbacken psychedelisch, sondern modern und frisch. In “Palmyra Cali” spielt sich die Band mit ihren eingängigen dreckigen Sounds noch weiter ein. Man merkt den Musikern an, dass sie Spass hatten das Album einzuspielen. Eine Idee steht, darauf baut eine weitere auf, dann die nächste und so verwundert es nicht, dass der Song nach fast 12 Minuten ausgeblendet wird und er ging im Studio garantiert noch eine Weile weiter… “Cardinal” bietet eine klein Verschnaufpause mit seichteren Tönen, aber nur um “Black Horse” den Weg zu ebnen. Hier könnte wirklich die Geschichte einer Zähmung eines schwarzen Gauls erzählt werden. Die ersten fünf Minuten bricht ein improvisiertes Jazzgewitter ein. Das Pferd wehrt sich, das Lasso muss sitzen. Wie ein Knoten im Sound, der gelöst werden muss, bricht nach fünf Minuten der Impropart auf und wandelt sich schlagartig in eine treibende Rocknummer. Das Pferd scheint gezähmt und der Reiter sitzt auf seinem Rücken. Der Song ändert zwischendurch sein Tempo, also die Saiteninstrumente werden langsam und die Drums bleiben gleich… geiles Hörerlebnis und ein Zeichen dafür, dass das Pferdchen wohl seine Wildheit noch nicht abgelegt hat. Die letzte halbe Stunde der Platte gehört dem zweigeteilten “Cave Of Hair”, das eine Reise durch die Klangideen der Band par excellence bietet. Besonders der zweite Teil, in dem ein trockenes Gitarrenarpeggio eine Konstante bietet, um die herum eine Psych-Doom-Postrock-Stoner-Landschaft aufgebaut wird. Diese Finnen haben es drauf.

Wer immer noch der Meinung ist, keinen Plattenspieler besitzen zu müssen, kann sich das Album auch auf CD über Ektro Records zulegen.

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HOUSE OF LOW CULTURE – POISONED SOIL

Posted in Release on January 1st, 2012 by D.K.

“Poisoned Soil” nennt sich das lang erwartete neue Album von House Of Low Culture. Aaron Turner hat mit der musikalischen Unterstützung von Faith Coloccia (Mamiffer) und B.R.A.D. (Burning Witch, Asva) ein Album aufgenommen, das wie eine Dämonenbeschwörung den Hörer in eine andere Welt entführt.

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Alles beginnt mit einem Tinituston in “Spoiled Fruits Of The Kingdom”, der langsam verschwindet und Mönchchor-ähnlichen Vocals Platz macht. Mönche, die nicht zu Gott beten, das ist klar. Dann fast Stille, bevor die Gitarre als erstes erkennbares Instrument, fast nach der Hälfte des viertelstündigen Openers, erklingt. Verzerrte Vocals, die nicht als Sprache erkennbar sind, dezente Drums und der Hörer weiß, die erzählte Geschichte kann nicht gut enden. “The Ladder That Leads To Nowhere” steigt direkt ein mit einem Gitarren- und Chorpart, um sofort wieder abzubrechen und den Song wieder zu etwas Unvorhersehbaren zu machen. Auch hier nimmt das experimentelle Noise-Drone-Drama seinen fünfzehnminütigen Lauf. Grausam schön. “Inappropriate Body” schließt die Geschichte ab und beginnt mit Sounds, die eher skuril klingen und auch als Untermalung für eine fiese Tom & Jerry Jagd dienen könnten. Dann nach vier Minuten ein Gedröhne, nach fünf Minuten ein Gänsehaut-Gekreische, dann Aarons choraler Gesang, Stille, Noise, Field Recordings und alles endet wie ein Score zu einem düsteren Historienfilm… Turner lässt sich und dem Hörer Zeit das Gehörte zu erleben und zu verarbeiten. Wovon auch immer Aaron Turner besessen zu sein scheint, am Ende ist auch der Hörer infiziert.

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Für die Aufnahmen und das Mixing hat sich Aaron Turner Randall Dunn ins Studio geholt, das Mastering hat James Plotkin übernommen und beim Artwork (von Turner selbst) hat Faith Coloccia mitgeholfen. Das Cover ist übrigens hochwertig bedruckt und hat in der Mitte einen transparenten Hochglanzquader.

“Poisoned Soil” ist bisher über das belgische Sub Rosa Label auf CD erschienen und wird bald über Taiga Records auch auf Vinyl gepresst.

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MAMIFFER – MARE DECENDRII

Posted in ontheroad, Release on April 10th, 2011 by D.K.

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Mamiffer haben diesen Monat ihr zweites Album “Mare Decendrii” über Conspiracy Records veröffentlicht und unterstreichen nach ihrem ersten Full-Length Album “Hirror Enniffer”, dass sie eine außergewöhnliche Band mit ausgefallenen Ideen sind. Treibende Kraft hinter Mamiffer ist Faith Coloccia (Everlovely Lightningheart), die zusammen mit diversen Kollaborateuren schon seit einigen Jahren Songs schreibt und in eher kleineren Pressungen veröffentlicht. Mit der Veröffentlichung von “Hirror Enniffer” über Hydra Head Records wurde dann glücklicherweise eine größere Hörerschaft erreicht. Nun steht “Mare Decendrii” in den Plattenläden und bietet dem interessierten Hörer eine Reise durch die Welt experimenteller Musikrichtungen aus aller Welt mit einer großen Bandbreite an Instrumenten. Kernstück der Songs ist das klassisch gespielte Klavier von Faith Coloccia, das hauptsächlich von schweren Gitarrendrones von Aaron Turner (Isis) begleitet wird. Um dieses Basisgerüst bauen sich dann die bis zu 20 Minuten langen Songs zu epischen Akten auf, in denen Drone, Klassik, Weltmusik und irgendwie auch Progrock zusammenfinden. Das Ergebnis ist ein individueller Sound, der seinesgleichen sucht.

Während das erste Album eher klassischen Songstrukturen mit wiederkehrenden Melodien gefolgt ist, setzt “Mare Decendrii” zwar genau da an, ist aber im großen Ganzen viel experimenteller und offener für Improvisationen. Der Opener “As Freedom Rings” lässt sich zu Beginn Zeit und baut sich innerhalb der ersten vier Minuten von einem Ambientstück zu einem 14minütigen Epos auf, genau da setzt auch das 20minütige “We Speak In The Dark” an. Untermalt von Streicherarrangements von Eyvind Kang und bereichert durch verschiedenste fremdsprachige Vocals wie die von Mika Rättö und Parvaneh Daneshvar. Das minimalistische “Blanket Of Ash” als kleine Verschnaufpause an dritter Stelle. “Eating Our Bodies” ist das direkteste Stück des Albums und setzt einen Stimmungshöhepunkt, um zum Ende hin mit einem ruigen Pianopart auszuklingen. Abschluss ist “Iron Water”, das aufbauend auf eine Klaviermelodie, zusammen mit dezentem Percussioneinsatz, einem düsterem Cellogebrumme und rauher Gitarre wie ein Mantra vor sich hin fliesst bis die Instrumente ausklingen und einem gruseligem weiblichen Gesang den Vorrang lassen. Ein undeutlicher, seuseliger Gesang, der im Hall verstummt und das Album nach gut einer Stunde enden lässt. Gänsehaut garantiert.

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Ein Jahr haben die Aufnahmen gedauert, deren Regie Randall Dunn übernommen hat, und einige weitere Monate, bis “Mare Decendrii” veröffentlicht wurde. Wer sich das Album anhört, wird sehr schnell feststellen, wieviel Arbeit investiert wurde, um dem Hörer eine Inszenierung zu bieten, wie man sie beispielsweise von den ganz frühen Genesis oder King Crimson gewohnt war, ohne nach den eben genannten Herrschaften zu klingen.

Mamiffer sind zurzeit auf  Tour, um ihr neues Album zu präsentieren. Derzeitiges Live-Lineup sind Faith Coloccia, Aaron Turner, Travis Rommeriem und die beiden Ex-Mare Bandmitglieder Caleb Collins and Tyler Semrick-Palmateer. Die Tourdaten findet ihr auf unserer ONTHEROAD Seite.

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