SUNN O))) KOMMEN NACH BERLIN

Posted in Aktuell, ontheroad on May 25th, 2015 by D.K.

Sunn O))) kommen endlich wieder auf Tour und machen Halt in der Hauptstadt. Es ist die erste Show seit dem 2013er Auftritt im Rahmen des CTM Festivals. Auch diesmal präsentiert das Festival die Show der Herrschaften mit den Kutten, diesmal am 9. August 2015 im Heimathafen Neukölln. In der aktuellen Live-Besetzung werden die beiden Sunn O))) Masterminds von Attila Csihar (Mayhem) und Tos Nieuwenhuizen (Beaver) begleitet.

Karten gibt es bei Eventbrite, Infos gibt es auf Facebook.

Wer vergessen haben sollte, wie die Dronegötter klingen, der sollte mal die frisch aufbereitetet Bandcamp Seite von Sunn O))) besuchen.

Alle Infos zu den restlichen Shows findet ihr hier.

 

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QUARTETTKARTE: SUNN O)))

Posted in DENOVALI SWINGFEST 2011 QUARTETT, Serie on October 7th, 2011 by D.K.

DAS DENOVALI SWINGFEST QUARTETT 21/24

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Sunn o))) werden entweder geliebt, respektiert oder nicht verstanden. Da gibt es auf der einen Seite Metalfans, die auf Mucke mit ganz vielen Gitarrensoli und auf geschultes Gitarrenspiel stehen, die Sunn o))) eher nicht gut finden, und dann gibt es noch den Denovali Swingfest Besucher, der Sunn o))) überragend findet.

Wer sich nach dem Verstärker von Dylan Carlson (Earth) benennt und auf der Debütdemo ein Lied nach selbigem benennt, setzt die Massstäbe hoch. Mittlerweile haben Greg Anderson und Stephen O´Malley das Drone-Erbe von Earth angetreten und sind damit bis auf den Gipfel des “so viel Drone wie geht” Berges aufgestiegen. Während Earth sich in Richtung Dark-Americana entwickelt haben, loten Sunn o))) von Platte zu Platte immer weiter aus, wie weit Gitarren- und Bassgedröhne ausgefeilt werden kann… und wir sind gespannt, was als nächstes ansteht.

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LIVE: ROADBURN FESTIVAL 2011

Posted in ontheroad, Roadburn on April 30th, 2011 by M.H.

Ein Jahr ungeduldigen Wartens ist überstanden und wir sitzen endlich wieder auf der Terrasse des bewährten Brabant Hotels in Hilvaarenbeek. Die Vorfreude hat ihren Maximalwert längst erreicht, das erste Bier in der niederländischen Frühlingssonne schmeckt bestens und wir warten nur noch auf den Bus, der uns ins zwanzig Minuten entfernte Tilburg fahren soll. Auch in diesem Jahr finden sich hier gleichgesinnte Menschen aus allen Winkeln der Welt (44 Nationen sind in diesem Jahr vertreten) ein, um an einem langen Wochenende im April das Popcentrum 013, das auch 2011 als Heimat des Roadburn Festivals fungiert, und nicht zuletzt die Bars und Kneipen der Flaniermeile Tilburgs, zu bevölkern.

 

Donnerstag, 14. April

Da wir unsere Eintrittskarten bereits mittags, gleich nach der Ankunft am Hbf in Tilburg, gegen Festival-Bändchen eingetauscht haben, können wir die Warteschlange vorm 013 getrost ignorieren. Unser erster Weg führt uns direkt in den Green Room, in dem Year Of No Light das 16. Roadburn Festival standesgemäß eröffnen. Mit ihren zwei Drummern und drei Gitarristen geben die Franzosen ein beeindruckendes Bild ab. Neben dem visuellen Aspekt wissen sie dabei jedoch musikalisch ebenso zu überzeugen, machen ordentlich Druck und setzen den Schwerpunkt auf ihr aktuelles Album “Ausserwelt”. Wer instrumentalen Post-Metal/Sludge mit Shoegaze und Black-Metal Einflüssen mag, kommt an dieser Band nicht vorbei.

Wesentlich reduzierter in jeglicher Hinsicht präsentieren sich Acid King auf der Main Stage. Einziges Showelement sind die Backdrop Projektionen in Form von Biker-Filmsequenzen und das ist gut so, da alles andere nur vom exquisiten Stoner/Doom des Trios aus San Francisco ablenken würde.

Auch 2011 ist das Midi Theatre wieder als zusätzlicher Spielort vertreten, was neben der optischen Attraktivität des Gebäudes den Vorteil mit sich bringt, dass sich nicht alles einzig auf das 013 konzentriert. Erstmalig betreten wir das Theater am frühen Donnerstagabend, da Alia O’Brien zu einer einstündigen Reise durch die Hits der beiden bisherigen Blood Ceremony Alben geladen hat. Wie zu erwarten dominiert die Dame sowohl die Bühne, als auch den Prog und Doom getränkten Hardrock der Kanadier und sorgt mit ihren Orgel- und Querflöten-Einsätzen für die besonderen Akzente.

Zur Prime Time betreten die Doom-Metal-Pioniere Pentagram die Hauptbühne. Ihr Auftritt bedarf nur weniger Worte, die Publikumsreaktionen sprechen für sich. Die Band, allen voran Bobby Liebling, darf sich von Beginn an der Sympathien aller Anwesenden sicher sein und macht genau das, was jeder von ihr erwartet, nämlich alles richtig, was zur Folge hat, dass auch der Teil des Publikums auf seine Kosten kommt, der mit ihrer umfangreichen Diskografie nicht allumfassend vertraut ist.

Von Today Is The Day bekommen wir im Green Room nur noch die Hälfte des letzten Songs vom Balkon aus mit. Dem abschließenden Applaus nach zu urteilen, haben wir wohl was verpasst.

Dafür gibt es im Anschluss The Atomic Bitchwax, die aktuell mit den ebenfalls in Tilburg vertretenen Naam und Quest For Fire unter dem “Up In Smoke – Vol. II”-Banner durch Europa touren, in voller Länge. Dass wir dadurch Godflesh zum Großteil verpassen, die parallel die Main Stage mit ihrem “Streatcleaner” Album und in Originalbesetzung in Schutt und Asche legen, können wir problemlos verschmerzen, da TAB den Jamsession-Faktor, der ihrer aktuellen Platte innewohnt, auf der Roadburn Bühne nochmals erhöhen und uns und die übrigen Anwesenden mit ihrem psychedelischen 70er Prog Rock in der knappen Stunde, die ihnen zur Verfügung steht, bestens unterhalten.

Bevor wir den langen Tag in der Metal-Disco ausklingen lassen, statten wir Soilent Green und Count Raven noch einen kurzen Besuch ab, denen es zu später Stunde augenscheinlich spielend gelingt, die letzten Kräfte der Anwesenden zu mobilisieren.

 

Freitag, 15. April

Wie der gestrige Tag, beginnt auch der heutige mit Year Of No Light, die zu früher Stunde im Midi Theatre mit einem sehr speziellen Ereignis aufwarten. Sie spielen live einen eigens komponierten Soundtrack zu dem deutschen Horrorfilm Klassiker “Vampyr – Der Traum des Allan Grey” des dänischen Regisseurs Carl Theodor Dreyer. Die Band selbst hat sich zu beiden Seiten der Bühne postiert, um den Blick auf den Film freizugeben, der auf das Backdrop projiziert wird. Obwohl wir relativ weit hinten stehen, ist das Schauspiel beeindruckend. Schwere Gitarren, Synthesizer- und orchestrale Schlagzeugsounds, mal laut, mal leise intoniert, bilden die Grundzutaten dieser perfekt arrangierten 70 Minuten. Zusätzlich werden immer wieder bekannte “Ausserwelt”-Passagen eingestreut, die sich absolut homogen einfügen. Ein frühes, finsteres Highlight des Tages. Entsprechend surreal mutet es an, anschließend wieder in die grelle Sonne Tilburgs hinaus zu treten.

Extrem schade ist, dass wir Mamiffer, das Projekt von Aaron Turner und seiner Frau Faith Coloccia, verpassen, da der Bat Cave, wie häufig an diesem Wochenende, bereits einige Zeit vor Konzertbeginn aus allen Nähten platzt. Wer sich hier eine Band anschauen möchte, sollte sich frühzeitig in dem kleinen Saal einfinden.

So beschließen wir, uns wieder ins Midi Theatre zu begeben, wo kurze Zeit später der Auftritt der Psychedelic-Okkult-Rocker Sabbath Assembly ansteht. Jessica Thoth, die wir schon vor einem Jahr an gleicher Stelle mit Jex Thoth erleben durften, liefert ihre gewohnt extravagante Bühnenshow, während die Band das groovende Fundament für die Songs des “Restored To One” Albums  liefert. Einzig die doch recht penetrante spirituelle Ausrichtung des Textkonzepts strengt auf die Dauer etwas an.

Als Teil des heute von den Kuratoren SUNN O))) zusammengestellten Programms treten Corrosion Of Conformity auf der Main Stage im klassischen 3-Mann-“Animosity”-Lineup ohne Pepper Keenan auf und lassen es mit einer Melange aus Thrash, Hardcore und Punk ordentlich krachen.

Kurze Zeit nachdem C.O.C. das Feld geräumt haben, wartet die nun hoffnungslos überfüllte Halle darauf, dass endlich der schwere schwarze Vorhang fällt und den Blick freigibt auf Greg Anderson und Stephen O’Malley. Nach einer gefühlten Ewigkeit ist es dann soweit: Wie üblich in Mönchskutten gewandet, tauchen SUNN O))) die Bühne und die gesamte Halle innerhalb weniger Augenblicke in ein Meer aus Nebel und blauem Licht und lassen das gesamte 013 in den folgenden knapp 90 Minuten sprichwörtlich erbeben. SUNN O))) sprechen nicht, wie gemeinhin üblich, zwei menschliche Sinne an, vielmehr wird der gesamte Körper Teil einer Darbietung, die sich schwerlich nur in Worte fassen lässt. Von Musik im herkömmlichen Sinne, geschweige denn von klassischen Songstrukturen, ist dieser Auftritt jedenfalls Lichtjahre entfernt.

 

Samstag, 16. April

Der zweieinhalbstündige Monster-Eröffnungs-Slot am Samstag Nachmittag wurde exklusiv für die schwedische Doom Legende Candlemass reserviert, die im letzten Jahr der Vulkanasche zum Opfer fiel. Zum Warmspielen gibt es eine Handvoll Songs mit dem aktuellen Sänger Robert Lowe, bevor, nach einem kleinen Zaubertrick, Originalsänger Johan Längqvist bereitsteht, das Debütalbum “Epicus Doomicus Metallicus” in seiner Gesamtheit zu präsentieren. Entspannt bei einem kühlen Bier von der Tribüne aus genossen, der perfekte Einstieg in den vorletzten Festivaltag. Gegen Ende gibt es dann wohl noch ein Duett beider Frontmänner (u.a. mit “Don’t Fear The Reaper” von Blue Oyster Cult), das wir jedoch nicht mehr live miterleben, da wir noch vor Ende der Candlemass Show die Main Stage verlassen, um im Green Room dem Auftritt der New Yorker White Hills beizuwohnen.

Eine gnadenlos groovende Einheit aus Bass, Schlagzeug und psychedelischen Synthies, darüber eine nahezu permanent solierende Fuzz-Lead-Gitarre – so einfach und dabei so effektiv ist das Rezept der Spacerocker(innen). Blickfang ist Bassistin Ego Sensation, die mit ihren dezent unterkühlten Posen, keine Miene verziehend und die Augen geschlossen, den Gegenpol zu Gitarrist Dave W. bildet, der sein Instrument permanent malträtiert und abgeht, als gäbe es kein Morgen.

Wenig später geben sich auf der Main Stage die Kanadier Voivod rund um Sänger und Ober-Sympath Snake bereits zum zweiten Mal an diesem Wochenende die Ehre. Nach ihrem umjubelten Auftritt im Midi Theatre am Vorabend, haben sie ihren Set leicht variiert und auch heute fressen ihnen die Anwesenden begierig aus der Hand.

Gegen halb zehn ist es Zeit für den mit Spannung erwarteten Auftritt der Band, die vier der größten Persönlichkeiten der gesamten Stoner-/Doom-Szene in sich vereint. Durchaus imposant wirken die vier Shrinebuilder vor dem übergroßen Josh Graham Albumcover, das als Backdrop dient. Sie verzichten also bewusst auf bewegte Bilder, auf die ansonsten nahezu alle Bands zurückgreifen. Nichts soll hier von der Musik ablenken. Und musikalisch gibt es auch am heutigen Abend erwartungsgemäß keinerlei Ansatzpunkte für Kritik. Allein der doch sehr undifferenzierte Sound, in dem der Gesang etwas untergeht, schmälert den Gesamteindruck ein wenig. Zudem lässt die Band, im direkten Vergleich zum Auftritt im November in Köln, die gelöste, ungezwungene Stimmung vermissen. Die Kommunikation, untereinander und mit dem Publikum, im Gebäude 9 noch fester Bestandteil der Show, wird heute auf das nötigste reduziert und eine latente Anspannung liegt in der Luft. Trotz allem ist es auch diesmal wieder ein Genuss, diese vier Titanen in Aktion zu beobachten.

Der experimentellen Swans Performance ziehen wir zu später Stunde eine eingängige Classic-Doom-Vorstellung des Indianapolis-Trios Gates Of Slumber im Green Room vor.

Abschluss des dritten Tages ist, wie üblich, die Metal Disco im Midi Theatre, die heute stimmungstechnisch erstmalig ansatzweise mit Ben Ward und seiner Orange Goblin Metal Disco mithalten kann.

 

Sonntag, 17. April

Nach drei Tagen Festival lassen es die meisten Besucher auf dem Afterburner, der sonntäglichen Roadburn Abschlussveranstaltung, etwas ruhiger angehen. Bei einem abgespeckten Programm auf nur zwei Bühnen fällt dies auch gar nicht schwer.

Wir beschränken uns heute auf drei Bands, beginnend mit den Blood Farmers aus New York, die seit 16 Jahren kein Album mehr veröffentlicht haben und in Europa erstmalig auf Tour sind. Ungeachtet dessen liefern sie eine imposante Blaupause für klassischen, rifflastigen Doom.

Dead Meadow warten gleich mit zwei speziellen Gimmicks auf: Mr. Roadburn himself Walter Hoeijmakers hat für sie eine maßgeschneiderte Videoshow konzipiert und ein armer Mensch im Bigfoot-Kostüm leistet der Band phasenweise auf der Bühne Gesellschaft. Von allem um sie herum unbeeindruckt liefern die Kalifornier mit ihrem gewohnt relaxten Psychedelia getränkten 70er Jahre Hardrock den perfekten Soundtrack, um an einem Sonntagnachmittag auf der Empore des 013 bei einem kühlen Dommelsch die Gedanken schweifen zu lassen.

Den Abschluss des Festivals bilden für uns Black Pyramid im Green Room. Von einem gemächlichen Ausklang kann allerdings keinesfalls die Rede sein. Mit einer massiven Portion Aggressivität werden den Anwesenden die Hits des selbstbetitelten Debüts um die Ohren gehauen. Als Psychedelic War Metal beschreibt das Trio aus Northampton, Massachusetts selbst seinen Stil, was es wohl ganz gut trifft. Ein würdiges Finale ist es allemal.

Als Fazit bleibt nicht viel zu sagen. Die Eindrücke, die man hier in vier Tagen sammelt, werden wohl auf ewig in Erinnerung bleiben. Alles vermeintlich Wichtige lässt sich komplett ausblenden, der Alltag gerät temporär in Vergessenheit. Der Fokus richtet sich einzig auf die Musik und man taucht ein in die Roadburn Parallelwelt.

Wieder aufgetaucht und einigermaßen zurück in der Realität, freuen wir uns auf das nächste Roadburn Festival, das vom 12. – 15. April 2012 stattfinden wird.

Weitere Schnappschüsse aus Tilburg findet ihr in unserer PHOTOS Rubrik.

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AETHENOR

Posted in Release on February 4th, 2011 by N

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Der erste Blick lässt Veränderungen erwarten. Vielleicht sogar große. Nicht, dass die bisherigen Cover von Aethenor, gestaltet von Bandmitglied Vincent de Roguin (ab der Zweiten unter Mithilfe von Nicola Todeschini) mit ihrer symbolhaft altertümlichen, zwischen Alchemie und Geheimbund angesiedelten Ästhetik eine unlösbare Verbindung zur bisherigen Musik hätten; allein das Konzepthafte des (sich von Platte zu Platte entwickelnden) Artworks und die ebenso konzepthafte (und ebenso sich  entwickelnde) Musik haben hier eine Verbindung vermuten lassen (und lassen es noch). Jetzt also die vierte Platte, “En Form For Blå” und nur ein kleiner Rest des ursprünglichen grafischen Konzepts verloren auf dem Backcover; allumfassend das angeschnittene Gesichtsfoto in Blau, die Innersleeves in zwei unterschiedlichen Blautönen, das Vinyl weiß mit einem Coverausschnitt als Label; also: neue Richtungen? Ja/Nein/Aber; …und nicht was Ihr denkt.

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Zunächst einmal hat Vincent de Roguin hier auf  “En Form For Blå” schlicht nicht (mehr?) mitgespielt (weil er die Band verlassen hat?), folgerichtig nun auch jemand anderes (es stehen keine Credits auf dem Cover; ich meine jedoch über Stephen O’ Malley als den hier zuständig gewesenen Grafiker gelesen zu haben; irgendwo) für das Artwork verantwortlich. Bei all dieser visuellen Veränderung jedoch keinerlei Bruch in der musikalischen Identität: zeigen die bisherigen Alben „Deep in the Ocean sunk the Lamp of Light”, „Betimes Black Cloudmasses” und „Faking Gold and Murder” eine Entwicklung von einer düsteren Drone-affinen Klaustrophobie hin zu einer musikalisch offeneren Haltung expressiver Experimentalität, so passt “En Form For Blå” absolut in diese Reihe. Wirkt im Erinnerungsvergleich zu seinem (vor allem perkussiv) expressiveren Vorgänger jedoch intimer und ruhiger, ohne das Potenzial der Überraschung auch nur im geringsten einzuschränken: Aethenor verzichten fast völlig auf jede Form von Wiederholungen, deuten vieles nur an, skizzieren und nutzen den (auch hier wieder) extrem dreidimensionalen Klangraum fast wie ein eigenes Instrument. Ein Instrument, dass gleichzeitig hintergründige Fassungen und explosive Momente hervorbringen kann… Extrem nah an Vertretern der Improvisationsmusik wie z.B. Supersilent; die kompositorische („all music automatically composed during Blå residency”) wie spielerische Haltung betreffend.

Detailanmerkung: ein paar – in diesem Kontext – neue Keyboardsounds; zwischendurch. Und: extrem guter Flow; blindes Verständnis der Akteure = mitreissende Performance.

Das Album ist, genau wie seine drei Vorgänger, bei VHF Records erschienen.

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STEPHEN KASNER

Posted in Kunst, Literatur, Release on January 3rd, 2010 by D.K.

stephen kasner "wuthering 09"

Wem der Künstler Stephen Kasner noch kein Begriff ist, der sollte sich unbedingt die Zeit nehmen seine Arbeiten kennenzulernen. Kasner ist im Musikbereich vor allem für seine Ölgemälde bekannt, die für diverse Artworks verwendet werden. Utech Records haben eine ganze Albenserie (u.a. sind Final, Runhild Gammelsaeter und Skullflower vertreten) mit Kasners Artwork veröffentlicht.

final artworkskullflower artwork

Stephen Kasners Kunstwerke sind geprägt durch ihre dunkle Grundstimmung, die aus den zumeist schwarzen Flächen auf den Bildern entsteht. Mit dem Beifügen von kalten Grau- und warmen Braun-Tönen entwickeln die Bilder ihre individuelle Wirkung. Die Musik von Bands wie Lotus Eaters, Sunn O))) und Khlyst, für die Kasner das Artwork beisteuerte, unterstreichen zudem die entstehenden Eindrücke des Betrachters.

blood fountains artwork

Unter dem Namen Blood Fountains ist Kasner auch musikalisch aktiv. Das von James Plotkin produzierte Debüt “Floods” ist bei Utech Records erschienen und beinhaltet sechs experimentelle Noise Tracks, bei denen Kasner mit diversen Gästen seine Kunst in Tönen festhält. Besonders der sirenenhafte Gesang der Bloody Pandas Frontfrau Yoshiko Ohara gibt den Songs eine verstörend schöne Note.

Der Onlinestore von Blood Fountains bietet euch neben der Platte und einem T-Shirt auch die Möglichkeit, den Bildband von Stephen Kasners Arbeiten aus den Jahren 1993-2006 zu bestellen. Das Buch ist ursprünglich bei Scapegoat Publishing erschienen und in zwei Versionen erhältlich.

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LIVE: SUNN O))) & EAGLE TWIN

Posted in ontheroad on October 21st, 2009 by D.K.

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Wer wissen möchte wie es sich anfühlt wenn der Körper durchsiebt wird von Gitarren und Bass Drones, der sollte unbedingt Sunn O))) live erlebt haben. Zurzeit sind Greg Anderson und Stephen O`Malley auf Europa Tour und werden auf der Bühne von Steve Moore (Earth) an den Tasten und Attila Csihar am Mikro unterstützt.

Als Support heizen Eagle Twin auf ihrer ersten Europa Tour ein. Gentry Densley, der bereits zusammen mit Greg Anderson das Projekt Ascend ins Leben gerufen hat, spielt hier zusammen mit Tyler Smith schwerfälligste Hymnen, die in ihrer Intensität und Lautstärke zu überzeugen wissen.

Schaut sie euch an, es lohnt sich.

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Noch mehr Fotos von Sunn O))) in der Kölner Kantine findet ihr in unserer PHOTOS Rubrik.

Die noch anstehenden Live Termine bei uns im Lande findet ihr auf der ONTHEROAD Seite.

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