COVER DER WOCHE

Posted in Serie on June 7th, 2012 by D.K.

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Eric Quach alias Thisquietarmy hat sich für eine Compilation, auf der kanadische Musiker andere kanadische Musiker covern, “Chimeras” von Tim Hecker zur Brust genommen. Das Ergebnis ist ein gewaltiges Gitarrendronecover, das die elektronischen Reverb-Sounds des Originals als Gitarrensounds wiedergibt. Das dürfte selbst Herrn Hecker gefallen.

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QUARTETTKARTE: TIM HECKER

Posted in DENOVALI SWINGFEST 2011 QUARTETT, Serie on September 8th, 2011 by D.K.

DAS DENOVALI SWINGFEST QUARTETT 9/24

Tim Hecker

Tim Hecker aus Kanada ist einer der innovativsten Soundzerstückler, die es derzeit im Ambient und Drone Bereich gibt. Für sein letztes Album hat er sich in eine Kirche begeben und dort die Kirchenorgel durch den Rechner gejagt, um anschließend eines der besten experimentellen Alben dieses Jahres aufzunehmen. Für das Denovali Swingfest wird er die Orgel sicherlich auch im handlichen Notebookformat mitbringen.

Hier geht es zur Rezension von “Ravedeath, 1972″…

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TIM HECKER LÄSST DAS PIANO STERBEN

Posted in Release on February 8th, 2011 by D.K.

Die Bezeichnung “Sound Artist” ist das wohl passendste Wortgebilde, um die musikalische Arbeit von Tim Hecker aus Montreal in Worte zu fassen. Seit fast zehn Jahren veröffentlicht Hecker unter seinem Namen Platten, die sich im Bereich von Ambient, Drone und minimalistischen Elektroniksounds bewegen. Grundlage sind immer Aufnahmen echter Instrumente, die Hecker im Nachgang überarbeitet.

tim hecker bei den aufnahmen in der isländischen kirche

Diesen Monat steht sein neues Album “Ravedeath, 1972” vor der Veröffentlichung. Im Sommer 2010 hat sich Tim Hecker zusammen mit Ben Frost und Paul Corley in eine Kirche im isländischen Reykjavik begeben, um dort das Album an einem Tag einzuspielen. Die dortige Kirchenorgel ist das Hauptinstrument auf “Ravedeath, 1972” und wird unter anderem von Pianoaufnahmen aus der Kirche untermalt. Das Endresultat hat James Plotkin gemastert.

Das Cover von “Ravedeath, 1972” zeigt eine Gruppe von Menschen, die kurz davor sind, ein weißes Piano von einem Flachdach zu werfen. Genauer gesagt ist es eine Studentengruppe, die 1972 erstmals diese Aktion durchgeführt hat, die bis heute Bestand hat und sich zu einem regelmäßigen Ritual entwickelt hat. Tim Hecker hat das Foto bei Recherchen gefunden, abfotografiert und als Motiv für sein fertiggestelltes Album verwendet.

tim hecker ravedeath, 1972

Stellen wir uns vor, das Piano, das auf der Fotografie zu sehen ist, habe eine Seele und das Album wäre der Soundtrack, der das wiedergibt, was dem Piano vom Wurf bis zum Aufprall widerfährt. Alles beginnt mit “The Piano Drop”, einem kurzen, lauten Song, in dem sich eine Noise- und eine Synthieschicht mit Tremoloeffekt gegeneinander aufwiegen. Der Moment der Aufregung, bevor die Studenten das Piano fallen lassen. Dann der Moment des Loslassens. Das dreiteilige “In The Fog” setzt mit einem warmen langsamen Orgelsound ein. Ab hier läuft alles in Zeitlupe und der Fall des Pianos verlangsamt sich. Tim Hecker schafft hier Korridore und Räume von Ambientsounds, Delay- und Loopkonstrukte bilden unterschwellige Beats. Mal schimmert ein Piano durch, mal ein verzerrtes Saiteninstrument. Das Album endet mit dem dreigeteilten “In The Air”, das zunächst leise und melancholisch anfängt und sich zu einer Aufschichtung von Sounds auftürmt. Das Ende des Films naht: der Aufprall des Pianos steht bevor. Dann in “In The Air III” die Erlösung. Der Song baut auf eine Pianomelodie auf, die immer weiter verfremdet wird. Hall entzieht dem Pianosound den Boden, den Halt… es schwebt. Das Piano ist schon längst auf dem Boden aufgekommen und seine Seele entschwindet, der Song wird langsam ausgeblendet. Es ist vorbei.

Wer sich diesen Film auch mal “anhören” möchte, sollte sich “Ravedeath, 1972” unbedingt zulegen. Das Album erscheint Mitte Februar auf CD und LP über Kranky Records.

tim hecker bei den aufnahmen zu

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