SUNN O))) KOMMEN NACH BERLIN

Posted in Aktuell, ontheroad on May 25th, 2015 by D.K.

Sunn O))) kommen endlich wieder auf Tour und machen Halt in der Hauptstadt. Es ist die erste Show seit dem 2013er Auftritt im Rahmen des CTM Festivals. Auch diesmal präsentiert das Festival die Show der Herrschaften mit den Kutten, diesmal am 9. August 2015 im Heimathafen Neukölln. In der aktuellen Live-Besetzung werden die beiden Sunn O))) Masterminds von Attila Csihar (Mayhem) und Tos Nieuwenhuizen (Beaver) begleitet.

Karten gibt es bei Eventbrite, Infos gibt es auf Facebook.

Wer vergessen haben sollte, wie die Dronegötter klingen, der sollte mal die frisch aufbereitetet Bandcamp Seite von Sunn O))) besuchen.

Alle Infos zu den restlichen Shows findet ihr hier.

 

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CHELSEA WOLFE & RUSSIAN CIRCLES

Posted in ontheroad, Release on October 27th, 2013 by D.K.

Chelsea Wolfe & Russian Circles haben vieles gemeinsam: eine neue Platte bei Sargent House, einen gemeinsamen Song, die Vorliebe Black Metal Elemente in anderen Stilen zu verarbeiten und sicherlich auch einen gemeinamen Tourbus, der die beiden Acts durch Europa und vor allem Deutschland kutschiert. Aber fangen wir langsam an…

Chelsea Wolfe zählt mittlerweile zu den “Frauen mit Gitarre und geiler Stimme”, die gerne mal mit PJ Harvey verglichen werden, zu Recht, teilweise zumindest. Auf “Pain Is Beauty” zelebriert Wolfe die Schönheit von düsteren Herzschmerztracks, ohne dabei ins Dramatische und Belanglose zu entschwinden. Der Opener “Feral Love” ist ein Klassiker aus dem Live-Set von Chelsea Wolfe. Drums, die wie ein schneller elektronischer Beat klingen, legen die Basis für Elektronik und Vocals. Eine Elektro-Indie-Hymne für die Ewigkeit. “We Hit A Wall” ist klassischer instrumentiert, wirkt ähnlich hymnisch und zeigt die Künstlerin von ihrer bekannten Seite. “House Of Metal” lässt verschiedene Stile butterweich verschmelzen und gleitet mit Streichern und hallenden Vocals vor sich her, um in einem unheimlichen aber auch eingängigen Refrain zu münden. “The Warden” überrascht mit seinem Elektrobeat und seiner Aura, die zum Tanzen animiert. “Destruction Makes The World Burn Brighter” bricht dann mit seiner fast punkigen Attitüde die Popaura wieder auf. “Sick” kehrt die elektronische Seite des Albums wieder in den Vordergrund. Der Höhepunkt kommt mit “Reins”, ein Song wie ein Sog. Chelsea singt von der Anziehungskraft, während die Instrumente treiben, treiben, treiben… Es wird akustischer, mit “The Waves Have Come” legt Chelsea Wolfe ein über achtminütiges Epos hin und mit “Lone” wird es intim, was bleibt ist die Sängerin und ihre Gitarre.

Ein Album, das sich seitens der Atmosphäre beim Black Metal bedient, stilistisch aber irgendwo zwischen Indie, Dark Folk, Singer-Songwriter, Elektro und Alternativ anzusiedeln ist. Auf alle Fälle ein Muss.

Wer sich nicht entscheiden kann, ob er Vinyl oder CD haben möchte: Das Doppelvinyl ist sehr schön aufgemacht, das Mastering ist allerdings nicht sehr stark, so dass die Tracks alle sehr leise und nicht druckvoll sind. Die CD-Version ist besonders in der Daymare Recordings Version aus Japan interessant. Hier gibt es die rauhere und intensivere Live-Version von “Feral Love” als Bonus.

Russian Circles spielen schon seit einigen Jahren in einer höheren Liga als andere Bands, die den Stempel Post-Rock aufgedrückt bekommen haben. Als Duo war die Band noch rauh und schön frickelig unterwegs, mit dem letzten Album “Empros” (griechisch für vorwärts) ging es eher nicht vorwärts. Die Songs klangen viel zu durchdacht und gleichmäßig, so dass am Ende des Hörerlebnisses ein Einheitsbrei im Ohr blieb.

“Memorial” zeigt die Band zum Glück wieder von einer anderen Seite. Der Opener “Memoriam” überrascht mit leisen Tönen, die der Band gut stehen. Aus den anderthalb Minuten hätten ruhig fünf werden können. Die folgenden “Deficit” und “1777” sind stampfende Doomnummern, die sich mal im Post Rock, mal im Black Metal bedienen und so eine Klanggewalt entfachen, die zum Mitwackeln animiert. Die eigentlichen Schätze des Albums sind aber die folgenden kurzen Nummern. “Cheyenne” baut und baut und baut sich auf und explodiert dann doch nicht. Was für ein fieses schönes Gefühl. “Burial” beginnt mit schnellen Gitarren und langsamen Drums und entwickelt sich zu einem Black-Metal-Inferno, um dann wieder in prolligen Riffs zu münden. Ach wie fein… “Ethel” erinnert mit seinem flinken Tapping an die alten Russian Circles. “Lebaron” ist ein kleiner Metal-Marsch, der noch mal den Lautstärkepegel der Platte anheizt. Das Ende der Platte gehört der gemeinsamen Nummer von Russian Circles und Chelsea Wolfe. Der Titeltrack ist ein sphärisches Schmuckstück, dem Chelsea mit ihren mystischen hallenden Vocals den nötigen Akzent verleiht. Wenn eine Instrumentalband sich einen Gastsänger heranholt, dann sollte es genau so überraschend klingen wie hier. Kein Proll, der zu Riffs brüllt, wie schon des Öfteren erlebt.

Die Platte erscheint am 1. November. Wer die Band schon aufgegeben hatte, sollte hier mal horchen und einen Kauf riskieren.

Und zu guter Letzt sind die Herrschaften zusammen auf Tour.
Hier die Termine:
31.10.2013 Karlsruhe, Jubez
02.11.2013 Köln, Bürgerhaus Stollwerck
03.11.2013 Hamburg, Logo
10.11.2013 Berlin, C-Club

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RACQUETS KOMMEN

Posted in ontheroad on September 29th, 2012 by D.K.

Die Racquets werden im Oktober eine kleine Deutschlandtour antreten, die wir euch wärmstens empfehlen.

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Alle Tourdaten findet ihr auf unserer ONTHEROAD Seite.

Mehr zu den Racquets gibt es hier zu lesen und hier zu hören.

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WINO & CONNY OCHS – HEAVY KINGDOM

Posted in Release on January 13th, 2012 by M.H.

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Es war im September 2010 in der Iserlohner Dechenhöhle. Wir kamen scheinbar als erste Augen- und Ohrenzeugen am Bühnen-/Publikumsbereich der Höhle an. Zwei Musiker standen mit umgehängten Gitarren am Bühnenrand, vertieft in ein angeregtes Gespräch und eine Art Soundcheck. Der eine war offensichtlich Wino, der andere, das reimten wir uns zusammen, musste der als Opener angekündigte Conny Ochs sein. Wino warf uns ein kurzes, aber sympathisches “Hey Guys!” entgegen, bevor er sich wieder seinem Gesprächspartner widmete.

Zu diesem Zeitpunkt war uns nicht bewusst, dass sich an diesem Abend vor unseren Augen eine außergewöhnliche Kollaboration anbahnen sollte, dass an diesem Abend und auf der dazugehörigen Tour ganz offensichtlich zwei Brüder im Geiste zusammegefunden haben. Wino war mit seinem letzten Soloalbum “Adrift” unterwegs und Exile On Mainstream Records hatten Ochs, schon seit Jahren Mitglied der Exile On Mainstream Familie, als Opening Act und Fahrer mit auf die Tour gebucht. Eine Wahl, die sich im gemeinsamen Zugabenteil, nach den jeweiligen Solo-Sets der Künstler, als wahrer Glücksgriff der Plattenfirma herausstellen sollte, lieferten sich die beiden doch packende Gitarrenduelle und ließen – zum Finale noch zusätzlich verstärkt durch Darsombra (der dritte Solokünstler des Abends) und Jim Sparky – ein gründlich beeindrucktes und berauschtes Publikum zurück.

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Als naheliegende Folge präsentieren die beiden nun mit “Heavy Kingdom” ihren ersten gemeinsamen Longplayer, der nicht weniger darstellt, als ein Fest für Freunde anspruchsvoller Singer/Songwriter-, Blues-, Americana-Kost. Schon das eröffnende, maximal reduzierte “Somewhere Nowhere”, mit seinem von Wino mehr gesprochenen als gesungenen Text, erzeugt eine fast andächtige Stimmung. Im folgenden Titelsong tritt auch Conny Ochs merklich in Erscheinung, das Album nimmt bedächtig Fahrt auf und man ist sich erstmalig gewiss, dass die Magie von der Bühne ins Studio hinüber gerettet werden konnte.

Die Texte sind persönlich, tiefgründig und authentisch. Sie transportieren Schwermut, jedoch auch immer den erlösenden Funken Hoffnung und Zuversicht. Sowohl die Akustikgitarren, als auch die teilweise zweistimmigen Gesangsmelodien bilden eine harmonische Einheit und beschwören Erinnerungen an die Dechenhöhlen-Sessions herauf. Selten mal schleichen sich ange- oder gar verzerrte Gitarrensoli ein, wie etwa bei meinem persönlichen Favoriten “Vultures By The Vines”, einem der vielen emotionalen Höhepunkte. Das beschwingt nach vorn gehende “Labour Of Love” beschließt ein rundum gelungenes Album und belegt nachdrücklich, dass hier ein Duo am Werk ist, das den Rock N’ Roll in sich trägt.

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Erscheinen wird “Heavy Kingdom” am 27.01.2012 auf Exile On Mainstream Records, sowohl im CD-Format, als auch auf Vinyl.

Allen Berlinern unter euch sei gesagt, dass heute abend im Red Rooster Club ab 21 Uhr eine Record Release Party stattfinden wird. Allen anderen empfehlen wir die gemeinsame Europa Tour der beiden im März/April. Die Termine für den deutschsprachigen Raum findet ihr hier.

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BLOOD CEREMONY

Posted in Release on March 11th, 2011 by M.H.

Die aus Toronto stammenden Blood Ceremony stehen für die Art Hardrock, wie er Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre populär war, angereichert mit mächtigen Prog- und Doom-Reminiszenzen und dargeboten in der klassischen Gitarre/Schlagzeug/Bass/Gesang-Aufstellung. Das herausragende Element des Quartetts stellt Sängerin Alia O’Brien dar, die den Sound mit ihrer kraftvollen und doch unaufdringlichen Stimme dominiert, hier und da psychedelische Orgelteppiche legt und mit ihren Flötensolos, die unweigerlich Erinnerungen an Ian Anderson und Jethro Tull wachrufen, außergewöhnliche Kontrastpunkte setzt. Die Atmosphäre okkulter Horrorfilme, die Blood Ceremony als eine Inspirationsquelle anführen, ist allgegenwärtig und ein weiteres Detail, das die Nähe zu musikalisch ähnlich ausgerichteten Bands wie Jex Thoth offenbart.

Auf ihrem zweiten Album “Living With The Ancients” erleben wir eine Band, deren Kompositionen reifer und variabler klingen als zuvor. Speziell in der Gitarrenarbeit ist der Black Sabbath Einfluss bei Weitem nicht mehr so übermächtig, wie auf dem selbstbetitelten Debüt. Doch überzeugt euch selbst von der Weiterentwicklung dieser vielversprechenden, jungen Band – “Living With The Ancients” erscheint nächste Woche auf Lee Dorian’s Rise Above Records.

Solltet ihr Mitte April im niederländischen Tilburg weilen, sind die Kanadier ein Pflichttermin auf dem Roadburn Festival. Ansonsten bieten sich auf der anstehenden Europatour der Band noch viele weitere Optionen. Die genauen Daten findet ihr ONTHEROAD.

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SWITCHBLADE

Posted in DIE DENOVALI SWINGFEST BANDS 2010 on October 2nd, 2010 by M.H.

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Die Schweden Switchblade, die am Samstag das Denovali Swingfest mit ihrem mächtigen Doom/Sludge Sound beschallen werden, definieren und zelebrieren mit der Musik ihres aktuellen, sechsten Outputs die Langsamkeit. Ausladende, überlange Kompositionen, die in ihrer vermeintlichen Behäbigkeit eine Intensität und Kraft entwickeln, die man zunächst gar nicht vermuten mag. Nahtlos gehen die schlicht von I bis III durchnummerierten Stücke von "Switchblade", in 2009 bei Trust No One Recordings, wie nahezu alle bisherigen Veröffentlichungen ohne speziellen Albumtitel erschienen, ineinander über und entfalten in ihrer Gesamtheit eine gewaltige Durchschlagskraft. Der aggressive Kreischgesang wird nur spärlich eingesetzt und hält sich dezent im Hintergrund, untermalt dabei aber perfekt die gewaltigen Gitarrenwände, die die Band in aller Gelassenheit zu mächtigen monumentalen Soundwalzen auftürmt.

Bereits 1997 gegründet, hat die Band über die Jahre eine hohe Produktivität an den Tag gelegt und neben den sechs Studioalben noch verschiedene (Split-) 7” und 10”, beispielsweise mit Cult of Luna und Last Match, herausgebracht.

Im Frühjahr 2010 hat Gründungsmitglied Anders Sten (Bass/Gesang) Switchblade verlassen. Johan Folkesson und Tim Bertilsson haben jedoch beschlossen, ihn nicht zu ersetzen, sondern als Duo weiterzumachen und nur von Zeit zu Zeit mit wechselnden Gastsängern zu experimentieren. Dies bedeutet keinesfalls Neuland für die Schweden, da es in der Vergangenheit bereits mehrfach zur Zusammenarbeit mit Sängern befreundeter Bands kam. So wird man Switchblade künftig auf der Bühne mal instrumental, mal mit Gesang erleben dürfen, immer jedoch mit der Grundausstattung 1 drumkit, 1 guitar, 2 guitar amps and 1 bass amp, wie die beiden auf ihrer Webseite versichern. Aktuell haben sie sich in ihren Proberaum zurückgezogen, um sich in Ruhe auf die anstehende Mini-Tour und natürlich ihren Auftritt auf dem Swingfest vorzubereiten. Wir sind gespannt, in welcher Konstellation wir Switchblade am nächsten Wochenende in Essen erleben dürfen.

Die Vinylversion des 2009er Albums könnt ihr über Denovali Records ordern. Dort habt ihr auch die Möglichkeit, in zwei der drei Songs reinzuhören. Aktuelle Tourdaten findet ihr zudem in unserem ONTHEROAD Bereich.

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WINO AKUSTIK ALBUM

Posted in ontheroad, Release on August 28th, 2010 by M.H.

Scott “Wino” Weinrich wird im September sein zweites Soloalbum veröffentlichen. Wie wir im Mai bereits berichteten, hat er mit “Adrift”, dem Nachfolger des 2009er Solo-Debütalbums “Punctuated Equilibrium”, gänzlich neue Wege beschritten. Auf “Adrift” lebt Wino seine Vorlieben für amerikanischen Singer/Songwriter Stoff aus, wobei “ausleben” im wörtlichen Sinne zu verstehen ist – “Adrift” ist seine mit Abstand bisher persönlichste und intensivste Platte.

Dominiert werden die naturgemäß sehr reduzierten Songs von Wino’s akustischer Gitarre, die den Rhythmus und die sehr eingängigen Melodien vorgibt, wogegen sich die elektrisch Verzerrte im Hintergrund hält und sich nur für gelegentliche bluesgeschwängerte Soli in den Vordergrund drängt. Über all dem thront Wino’s unverkennbar markante, rauhe Stimme, die uns persönliche, emotionale Geschichten im Stile seiner großen Vorbilder Woody Guthrie, Hank Williams und Townes Van Zandt erzählt.

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Die Songs bieten die gesamte Bandbreite von ruhigen balladesken Tönen – exemplarisch sei hier das gefühlvolle, rein instrumentale “Suzanes Song” angeführt – bis zu rockigeren Uptempo Nummern wie dem abschließenden “Green Speed”. Auch die beiden Coversongs, “Iron Horse/Born To Lose” (Motörhead) und “Shot In The Head” (Savoy Brown), interpretiert Wino auf seine ganz eigene Art und fügt sie so harmonisch ins Gesamtbild ein, dass man nicht das Gefühl hat, es mit Fremdkompositionen zu tun zu haben. Als Wino Fan muss man hoffen, dass “Adrift” kein einmaliges Experiment bleibt und der  Godfather of Doom and Stoner seine Diskografie auch zukünftig mit akustischen Werken dieser Art bereichert.

“Adrift” wird am 24. September über Exile On Mainstream Records im CD und LP Format erscheinen. Die Vinyl Version ist weltweit auf 700 Stück limitiert und die ersten 1.000 CDs werden in handgefertigten hölzernen Zigarrenschachteln ausgeliefert. Als kleinen Appetizer, könnt ihr euch hier vorab den Song “Hold On Love” im Stream anhören.

Wenn ihr euch von Wino’s Ausflug in akustische Gefilde auch live ein Bild machen möchtet, findet ihr seine aktuellen Tourdaten in unserer ONTHEROAD Rubrik. Wer das Konzert zudem in einer aussergewöhnlichen und beeindruckenden Kulisse erleben möchte, sollte sich am 16. September auf den Weg nach Iserlohn in die dortige Dechenhöhle begeben. Wie schon sein Shrinebuilder Bandkollege Scott Kelly und dessen Bruder im Geiste Steve von Till, wird auch Wino die Tropfsteinhöhle mit ihrer ganz besonderen Akustik mit seinem Sound ausfüllen und seinen Fans einen hoffentlich unvergesslichen Abend bereiten.

WINO @ dechenhöhle

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RADARE

Posted in Musik, ontheroad, Release on July 19th, 2010 by M.H.

Radare ist eine junge Band aus Wiesbaden, gegründet 2008 durch Mitglieder der aufgelösten Hardcore Band Actress. Mit “Infinite Regress” haben sie im März ihr selbst produziertes Debütalbum via Shark Men Records/I.Corrupt.Records vorgelegt, das es mit seinen vier überlangen Songs auf eine Gesamtspielzeit von knapp 44 Minuten bringt.

“Infinite Regress” wird dominiert von einem episch-atmosphärischen, von abwechslungsreicher Gitarrenarbeit getragenen Mix aus Postrock, Doom und Sludge, wobei mit dem geschickten Aufbau von Spannungsbögen und der steten Steigerung der Intensität innerhalb der Songs, auf ein bewährtes Stilmittel des erstgenannten Genres zurückgegriffen wird. Eine eigenständige musikalische Note kreiert die Band, indem sie zwei Extreme in ihren Sound integriert. Zum einen sorgen Metal-/Hardcore-Zitate an den entsprechenden Stellen für die nötige Brachialität, wohingegen der Einsatz einer Posaune den Hörer in den ruhigen Passagen teilweise gar in verrauchte Jazz-Bars zu entführen scheint. Zudem agiert die Band über weite Strecken rein instrumental und setzt den Schreigesang nur sehr sparsam dosiert im Hintergrund ein. Insgesamt merkt man deutlich, dass bei Radare erfahrene und fähige Musiker am Werk sind und man darf auf zukünftige Veröffentlichungen mit Recht gespannt sein.

Zwei Songs des Albums könnt ihr euch auf der MySpace Seite der Band als Stream anhören und eine der limitierten weißen Vinylscheiben oder die ebenfalls limitierte Japan-Import CD sichert ihr euch am besten direkt über den bandeigenen Online Shop. Wir empfehlen darüber hinaus den Besuch ihrer im Herbst anstehenden Tour mit East Of The Wall. Die genauen Termine findet ihr in unserer ONTHEROAD Rubrik.

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OMEGA MASSIF INTERVIEW

Posted in DIE DENOVALI SWINGFEST BANDS 2010, INTERVIEWS on July 2nd, 2010 by D.K. und M.H.

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Wie bereits in 2009, werden die Würzburger Instrumental-Doomrocker von Omega Massif auch in diesem Jahr das Lineup des Denovali Swingfest bereichern. Soeben zurückgekehrt vom Hellfest 2010, haben wir Gitarrist Andreas Schmittfull zur Arbeit am neuen Album und zu verschiedenen weiteren Themen befragt.

Wie weit fortgeschritten sind die Arbeiten an eurem neuen Album? Geht es soundtechnisch in Richtung der Split-Veröffentlichungen (mit Mt. Logan und Tephra) oder schlagt ihr neue Wege ein?
Wir haben 3 neue Songs für die kommende Platte quasi fertig, eins mit dem Titel "Karst" spielen wir seit zwei Shows live. Die Songs gehen grundlegend in die gleiche Richtung wie die alten Songs, wir steuern an manchen Stellen sogar wieder zurück zum Demo. Neues wird’s auch geben, leichte, gaaanz leichte BM-Einflüsse aber die gezielt und kurz eingesetzt.

Viele Instrumental Bands experimentieren mit Gesang. Gibt es Pläne, ein derartiges Experiment mal mit Omega Massif einzugehen oder schliesst ihr es grundsätzlich aus?
NEIN, keine Pläne. JA, wir schließen es grundsätzlich aus.

Für die Neuauflage von "Kalt" (E-vinyl, 2008) habt ihr James Plotkin die Überarbeitung der Songs anvertraut. Wie war die Zusammenarbeit?
Die Zusammenarbeit bestand eigentlich darin, dass wir ihm das Material geschickt haben und meinten "mach mal". Wir sind sehr zufrieden!

Eure Zuneigung zu Felsen und Gebirgen ist unübersehbar. Kannst du uns ein bisschen was dazu erzählen, auch in Bezug auf die Bandgeschichte?
Gebirge sind grundsätzlich großartig und gewaltig. Wenn du einen Gipfel erklommen hast, merkst du, dass auf dieser Welt einige Dinge existieren, die es Wert sind, alle Strapazen, die tagtäglich auf einen warten, auf dich zu nehmen. Diese wundervolle aber auch gefährliche Landschaft bietet uns die Möglichkeit, die Musik, die wir machen wollen, umzusetzen. Für die Hörer demnach ein Kopfkino für zu Hause, wenn die Reise in die Alpen oder in sonst ein Gebirge gerade nicht möglich ist.

Welche Bands oder Musikstile haben euren Sound entscheidend beeinflusst?
Na ja, das ist sehr unterschiedlich. Da sind natürlich Klassiker wie Black Sabbath, Rainbow. Twisted Sister und Dio, auf der anderen Seite auch neuere Geschichten wie Neurosis und co. Aber auch Bands wie Sigur Rós und Konsorten haben uns langsam aber sicher in diese, unsere Richtung geführt.

Welche Musik hört ihr aktuell privat?
Christof hört eigentlich nur Twisted Sister. Boris kennt gar keine andere Band als Manowar. Michael mag Watain, High on Fire, Wolves in the Throne Room, Celeste. Ich selber höre momentan (wie eigentlich immer) viel Iron Maiden, Snuff aber vor allem Mumford and Sons und The Tallest Man on Earth.

Was sind eure Eindrücke vom letztjährigen Denovali Swingfest und was erwartet ihr dieses Jahr?
Das Denovali Swingfest war eigentlich super. Wir hatten leider einige technische Probleme, unsere blaue Lampe ging kurz vor dem Gig kaputt, mein Amp funktionierte nicht richtig, aber alles in allem war es wirklich ein gelungenes Fest. Dieses Jahr hoffen wir, dass wir den Menschen und uns eine Show ohne jegliche Problemchen liefern können. Wir freuen uns, denn das Lineup ist nochmal gigantischer als im letzten Jahr!

Wie schauen die sonstigen Tourpläne aus für dieses Jahr?
Dieses Jahr machen wir noch ein paar Festivals (Fluff und co.) und ein paar Wochenendgigs. Eine kleine Dreitages-Minitour kommt Ende August (Bremen Hamburg Kopenhagen). Das war es eigentlich, wir müssen ja auch noch ein paar Songs für das neue Album 2011 schreiben!

Übrigens ist heute der offizielle Veröffentlichungstermin für die Neuauflage des Debütalbums "Geisterstadt", dessen Erstauflage schon lange vergriffen ist. Denovali Records haben das Artwork für die Vinyl Version etwas überarbeiten lassen und bieten die Platte in zwei limitierten Farbvarianten an. Die CD Version dagegen kommt mit komplett neuem Artwork und einem Bonussilberling, auf dem die vier Songs vom "Kalt" Demo verewigt sind. Verantwortlich für das Artwork ist in beiden Fällen wie immer Oliver Hummel. Wer sich nicht entscheiden kann, kauft am besten gleich beides.

Falls immer noch Kaufzweifel bestehen und ihr euch das Album erstmal anhören möchtet, dann könnt ihr "Geisterstadt" hier runterladen.


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65DAYSOFSTATIC

Posted in DIE DENOVALI SWINGFEST BANDS 2010 on May 20th, 2010 by M.H.

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Die 2001 in Sheffield gegründeten 65daysofstatic verschmelzen in ihrer instrumentalen Musik organischen, progressiven Post-Rock mit synthetischen Elektronik Elementen zu Klangwelten, in denen es große Melodien, abgefahrene Rhythmen und geschickt arrangierte Spannungsbögen zu entdecken gibt. Bei aller experimentellen Musikalität und Originalität achtet die Band jedoch stets auf nachvollziehbare Songstrukturen und den nötigen Schuss Eingängigkeit.

Die Briten haben bisher vier Alben, sowie verschiedene EPs und Compilations veröffentlicht. Einen guten Eindruck davon, was uns auf dem diesjährigen Denovali Swingfest erwarten wird, liefert das Live Dokument “Escape From New York”, aufgenommen 2008 auf einer gemeinsamen Tour mit The Cure.

Dies ist jedoch nicht die einzige Verbindung, die zu ihren Landsleuten besteht. Auf der aktuellen 65daysofstatic Platte “We Were Exploding Anyway”, die Ende April bei Hassle Records erschienen ist, übernimmt Robert Smith bei dem Song “Come To Me” den Gesang, wobei man von einem sehr gelungenen Experiment sprechen muss. Insgesamt fällt auf, dass die vier Briten den Gitarren/(Post-)Rock Anteil im Vergleich zu den ersten Alben reduziert haben und den Synthesizern mehr Raum gewähren.

Das Quartett hat soeben eine Tour durch Großbritannien beendet und hat auf seiner Website bisher neben dem Swingfest im Oktober und der UK Ausgabe des Sonisphere Festivals nur drei weitere Daten für 2010 bekannt gegeben.

UPDATE: Aus technischen Gründen kann die Band nicht am Denovali Swingfest teilnehmen.

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WHITE HILLS

Posted in Musik, ontheroad, Release on March 1st, 2010 by M.H.

Die White Hills sind ein New Yorker Psych/Space Rock Trio. Sie haben neben den beiden bisher regulär erschienenen Alben “Glitter Glamour Atrocity” und “Heads on Fire” auch durch verschiedene CD-r Releases, Compilation Beiträge und Kollaborationen mit The Heads oder Acid Mothers Temple auf sich aufmerksam gemacht. Mittlerweile stehen sie bei Thrill Jockey unter Vertrag. Nachdem im vergangenen Jahr die “Dead” EP als Vorbote erschienen ist, haben sie mittlerweile mit “White Hills” ihr erstes Album auf dem neuen Label veröffentlicht.

Der von Bands wie Hawkwind und Spacemen 3 inspirierte Sound zeichnet sich durch ausufernde, repetitive Instrumentalpassagen und hypnotische Grooves aus, die teilweise den Charakter einer Jam-Session entfalten, ergänzt durch dronige Elemente und Synthesizer Sounds. “A jellyfish floating through the ocean” – so beschreibt Sänger und Gitarrist Dave W. die neue Platte und trifft es damit wohl ganz gut.

Die Veröffentlichungen der White Hills sind zum Teil nur sehr schwer oder gar nicht mehr erhältlich, doch zumindest den aktuellen Release könnt ihr problemlos direkt über den Thrill Jockey Shop oder den Mailorder eures Vertrauens, sowohl auf Vinyl, als auch auf CD, erwerben.

Erste Höreindrücke bieten MySpace und LastFM. Oder ihr schaut euch die Band direkt live auf ihrer aktuellen Europa Tour an. Die genauen Daten findet ihr hier auf unserer ONTHEROAD Seite.

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GARCIA PLAYS KYUSS

Posted in ontheroad on February 5th, 2010 by M.H.

Natürlich ist es “nur” John Garcia, der die Songs seiner alten Band spielt. Da jedoch niemand mehr ernsthaft damit rechnet, dass sich das Original Line-Up jemals wieder zusammenfinden könnte, ist “Garcia Plays Kyuss” wohl die Konstellation, die einer echten Kyuss Reunion am nächsten kommt und wird somit natürlich zu einer Pflichtveranstaltung.

Begleitet wird John Garcia auf dieser einmaligen Gastspielreise von Jacques de Haard (Bass) und Rob Snijders (Schlagzeug), beide in der Vergangenheit unter anderem bei den Holländern Celestial Season aktiv, sowie Bruno Fevery (Gitarre).

Schaut mal auf seiner MySpace Seite vorbei. Dort bietet er euch die Möglichkeit, Wünsche für die Setlist zu äussern.

Neben dem Auftritt auf dem Roadburn Festival wird es im Rahmen der Europa Tour auch einige Konzerte in Deutschland geben. Die genauen Daten findet ihr in unserer ONTHEROAD Rubrik.

http://userserve-ak.last.fm/serve/_/10083201/John+Garcia+jgarcia1.jpg
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NEW NIGHT OVER EUROPE TOUR 2010

Posted in ontheroad on February 3rd, 2010 by M.H.

Katatonia haben für ihre anstehende Europa Tour mit Swallow The Sun und Long Distance Calling zwei hochkarätige Support Acts gewinnen können. Bei beiden Bands war Jonas Renkse in der Vergangenheit als Gastsänger tätig. Gerüchten zufolge, wird er an einem der Abende die Gunst der Stunde für eine gemeinsame Live-Performance nutzen. So oder so – man darf gespannt sein.

Die genauen Tourdaten findet ihr auf unserer ONTHEROAD Seite.

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KATATONIA

Posted in Musik, ontheroad on January 2nd, 2010 by M.H.

Auch Katatonia werden uns in diesem Jahr einen ausführlichen Besuch abstatten. Auf ihrer “New Night Over Europe 2010” Tour gibt es von März bis Mai gleich achtmal die Möglichkeit, sich davon zu überzeugen, wie gut die Songs des neuen Albums live funktionieren. Die genauen Daten findet ihr wie immer hier.

Nachdem die Schweden über 10 Jahre mit einem unveränderten Line-Up arbeiten konnten, verkünden sie nun einen einschneidenden Wechsel. Mit den Brüdern Fredrik und Mattias Norrman verlassen zwei langjährige Mitglieder aus privaten Gründen die Band. Mattias Norrman führt beispielsweise an, dass für ihn die Familie immer an erster Stelle stehe und sich dies mit den anstehenden, ausführlichen Touren der Band nicht vereinbaren lasse. Kurzfristiger Ersatz für die im Frühjahr anstehenden Aktivitäten wurde mit Per Eriksson und Niklas Sandin bereits gefunden, eine Entscheidung, wie eine langfristige Lösung aussehen könnte, gibt es bisher noch nicht.

Zudem findet ihr hier noch ein kleines Gewinnspiel anlässlich der Wintersonnenwende, an dem ihr noch bis zum 04. Januar teilnehmen könnt.

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YEAR OF NO LIGHT

Posted in ontheroad, Release, Split on December 31st, 2009 by M.H.

Die lange erwartete 3-Way-Split CD mit Rosetta und East Of The Wall, über die wir an dieser Stelle bereits berichtet haben, ist nun mittlerweile offiziell via Translation Loss Records erhältlich. Hierbei handelt es sich um die letzten zwei Songs, die noch mit dem alten YEAR OF NO LIGHT Line-Up aufgenommen wurden.

Eine weitere bemerkenswerte Veröffentlichung ist bei Music Fear Satan erschienen. Die Split 12” mit Machu Pichu Mother Future (eine Studiosession der Bands Souvenir’s Young America, Conifer und Lesbian) enthält auf der A-Seite je eine Kollaboration mit Fear Falls Burning und Nadja. „The Golden Horn Of The Moon“ wurde während der Vorbereitungen auf den gemeinsamen Roadburn Auftritt mit Fear Falls Burning 2008 aufgenommen und “Les Mains De Nadja” ist eine Neuinterpretation des YONL Songs “Les Mains De L’Empereur”, die nach der gemeinsamen Konzertreise im Jahre 2007 entstanden ist.

Als seien dies nicht bereits genug positive Neuigkeiten, verkünden die Franzosen zudem die Daten ihrer kommenden Europa Tour mit Altar of Plagues, die ihr im Detail in unserer OHTHEROAD Rubrik findet, und das Erscheinen ihres bereits fertig gestellten neuen Longplayers, ebenfalls im Frühjar 2010, pünktlich zur Tour.

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