TARA JANE O`NEIL

Von ihren wilden, teils lärmigen Anfängen in Bands wie Rodan, Retsin und Sonora Pine hat sich Tara Jane O’Neil mittlerweile recht weit entfernt. Zwar hat sie keine Angst, ihre elektrische Gitarre auch mal in die Dissonanz driften zu lassen, doch widmet sie sich auf ihren eigenen Alben vor allem einer Erkundung der Stille. Als Songschreiberin arbeitet O’Neil gerne mit Lücken und Auslassungen, die sie melodisch zu feinen Gewebeskizzen verspinnt.

Nun also “Where Shine New Lights”. Auf ihren bisherigen Home-Recordings neigte die Multi-Instrumentalistin eher zu schwelgerischen Arrangements. Neuerdings arbeitet sie eher sparsam, beinahe karg, und vermeidet Überlängen. Gesang und Gitarre dominieren, doch im engen Zusammenspiel mit Geigen, Vibraphon, Perkussion oder elektrischem Klavier. Gerade die mehrfach übereinander gesungenen Gesangsspuren fallen auf. Nun hat TJO, wie sie sich selber gerne nennt, keine aufregende Gesangsstimme, doch kennt sie ihre Schwächen und weiß, durch Beifügung und Weglassung Atmosphäre entstehen zu lassen. Als ganzes wirkt dieses Album wie eine Reihe von Schattenzeichnungen von Bäumen in Wind.

“Where Shine New Lights” ist über Kranky erschienen.

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