THISQUIETARMY & SYNDROME

Manchmal denkt man sich aus, wie es klingen würde, wenn zwei geschätzte Solokünstler sich zusammentun würden. In diesem Fall hat sich der Wunschgedanke bewahrheitet, zumindest was die Künstler angeht: Consouling Sounds veröffentlichen die Kollaboration von thisquietarmy & Syndrome.

“The Lonely Planet” heißt das gemeinsame Werk der beiden Experimentalmusiker und überrascht mit einer sehr minimalistischen Zusammenkunft, die genau daraus auch ihre Kraft schöpft. Wo sonst Melodien bei Syndrome auftauchen oder die Drummachine bei thisquietarmy den Takt angibt, ist auf diesem Album der Fokus auf dem Auftürmen von minimalistischen Gitarrensounds.

Der Opener “The Cold Valley” tastet sich langsam heran. Ein seichtes Treiben im Ambienttal. “A River That Never Ends” setzt die Reise fort und tatsächlich lassen die Songtitel Bilder im Kopf entstehen. Der Fluss hat seine Tücken, Strömungen, kleine Wasserfälle, Stellen an denen Boote zerschellen können. Es brodelt, es gibt eine Gefahr, eine unsichtbare Gefahr, die sich nie zeigt, deren Anwesenheit aber zu spüren ist. “A Black Breath Blows In The Sky” führt nicht nur im Titel den Fokus von der Ebene in den Himmel. Ein stark hallender Feedbackloop eröffnet den Track und wird von einem Klangteppich aus dem Hintergrund ummantelt. Ein pulsierendes Soundungetüm. Als Bonus gibt es noch den gemeinsamen Liveauftritt (mit interessantem Publikumsgequatsche), der die Zusammenarbeit für dieses Album iniziiert hat.

Ein sehr gelungenes Album, das mal wieder zeigt, dass Kollaborationen das Spektrum von Künstlern erweitern und der Fanschar immer wieder neue Ansichten aus dem experimentellen Klangkosmos bieten.

Das Album gibt es als Preorder zusammen mit der Split-Vinyl von Syndrome & Black Mare im Consouling Sounds Shop zu kaufen.

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